{"id":3101,"date":"2020-07-28T11:46:16","date_gmt":"2020-07-28T09:46:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=3101"},"modified":"2020-07-28T11:46:16","modified_gmt":"2020-07-28T09:46:16","slug":"er-lernt-seinen-augen-zu-trauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/er-lernt-seinen-augen-zu-trauen\/","title":{"rendered":"Er lernt, seinen Augen zu trauen"},"content":{"rendered":"<h3>Predigt \u00fcber Johannes 9, 1-7 am 8. Sonntag nach Trinitatis 26.7.2020 | verfasst von Manfred Mielke |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Evangelist Johannes berichtet von einer Blindenheilung durch Jesus so, als w\u00e4re er dabei gewesen. Jahrzehnte sp\u00e4ter schreibt er auf: Jesus ging vor\u00fcber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Eine Zwischenfrage der J\u00fcnger erwiderte er mit dem Hinweis: Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Daraufhin spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Dann sagte er zu ihm: Geh zum Teich Siloah und wasche dich! Da ging der Blinde los und wusch sich und kam sehend wieder. (Johannes 9,1\u20137\u00a0gek\u00fcrzt)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>mich interessiert, als gedankliches Experiment, neben dem Blinden mitzugehen. Vom Anfang der Episode bis zum Schluss. Vom Entdecktwerden bis zum Entdeckenlernen. Meine Aufmerksamkeit ruht darauf, wie Jesus den Brei anr\u00fchrt und auf die Augen streicht, wie der Blinde geht, sich w\u00e4scht und sehend wird. Selbst wenn ich die Episode nur kurz nacherz\u00e4hle, sp\u00fcre ich, wie sie mich in den Bann zieht, auch jetzt. Dennoch bemerke ich die Unterbrechung und auch das Drumherum der Heilung. Die Unterbrechung entsteht durch die Frage der J\u00fcnger zur Familiengeschichte, zum Drumherum geh\u00f6ren die Anfeindungen der Person Jesu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn ist es doch ern\u00fcchternd, dass die J\u00fcnger nicht auf Heilung dr\u00e4ngen, sondern nach der Ursachenschuld fragen: Meister, wer hat ges\u00fcndigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus aber wickelt ihre Frage ein, wie man Kartoffelschalen in Altpapier einwickelt. Anstelle dessen lenkt er ihre Sicht auf sich selbst als handlungsf\u00e4hige Person. Zumal als Licht der Welt, bevollm\u00e4chtigt, jedwede Finsternis aufzuhellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen der Wahrnehmung des Blinden und der Anfertigung der Paste hat der Evangelist Johannes die Klarstellung Jesu so geh\u00f6rt: Es hat weder dieser ges\u00fcndigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir m\u00fcssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. &#8211; Was macht Jesus in seiner Erwiderung? Er kehrt ihre r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Schuldfrage hin zur nun beginnenden Zukunft. Er blendet die Eltern des Blinden aus und bezieht daf\u00fcr seinen himmlischen Vater mit ein. Er \u00f6ffnet einen Verantwortungskorridor hin zu den Werken Gottes und dem eigenen Tun. Und er wagt, \u201eIch\u201c zu sagen. \u201eIch, Jesus, bin das Licht der Welt\u201c &#8211; mit aller Effizienz und Energie. Damit verwehrt er den J\u00fcngern ihr Rollenspiel als Staatsanw\u00e4lte. Vielmehr schiebt er sich als Anwalt des Lebens nach vorne. Das ist zielf\u00fchrend. Aber bewirkt er auch etwas damit?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>mich fasziniert weiterhin das Geschehen zwischen den Beiden. Der Blinde, der mit pr\u00e4zisem Geh\u00f6r alles St\u00f6rende \u00fcberh\u00f6rt, und Jesus, der mit pr\u00e4zisem Blick seine ganze Biographie erfasst. So begegnen sich die Zwei. Jesus kniet stumm vor ihm nieder und ist mit irgendwas besch\u00e4ftigt, dann erhebt er sich und bestreicht dessen Augen mit einer Paste. Zuletzt befiehlt er ihm auf Augenh\u00f6he: \u201eGeh und wasch dich!\u201c Umgehend setzt der Blinde die Befehle Jesu um; er geht los, wird sehend und kommt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das h\u00e4lt mein Glaubensinteresse wach. Vom Zwischenstreit speichere ich ab, dass Jesus wieder die Initiative ergreift. Und auch der Intrigenstreit geh\u00f6rt dazu, der dann folgt: Wie die Heilung angezweifelt wird; wie der Ex-Blinde abgewertet wird und wie dessen Eltern verh\u00f6rt werden; wie dabei die Pharis\u00e4er die Strippen ziehen, damit sie bald Jesus steinigen k\u00f6nnen. \u201eSie\u201c sind bei Johannes \u201edie Juden\u201c, und in dieser Verallgemeinerung wird er ihnen feindselig. Johannes hat wohl angesichts vieler Konflikte in seiner Generation nach einer alten Hoffnung gesucht. Den Plan der Pharis\u00e4er, Jesus wegen Gottesl\u00e4sterung zu t\u00f6ten, h\u00f6rt er als hoffentlich \u201eletzten Aufschrei einer sterbenden Religionsdiktatur.\u201c (1) Doch bis heute hat sich die Hoffnung nicht erf\u00fcllt, dass der religi\u00f6se Rigorismus abstirbt. Andere Bibel-Schreiber haben es besser verstanden, Juden und Christen auf einem gemeinsamen Weg darzustellen. Auf dem Weg, der uns gemeinsam zum Ziel f\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>ich kehre zur\u00fcck zu den Einzelszenen und den Zutaten der Binnen-Geschichte. Zum Speichel und Staub, zum Gang des Blinden zum Teich, zu seinem Waschvorgang und seiner Heilung, und zu seiner R\u00fcckkehr bis hin zu seiner Familie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die meisten Erblindungen in der Antike entstanden durch aufgewirbelten Schmutz. Dass Jesus den Stra\u00dfenstaub benutzt, wirkt auf mich wie eine Konversion dessen, auch wenn er daraus keine \u201eHeilerde\u201c macht. Er formt keinen Klo\u00df und bl\u00e4st ihn auch nicht an, wie die Formatvorlage aus der Sch\u00f6pfungsgeschichte anbietet. Er benutzt normalen Staub, den er mit einer Handbewegung zusammenwischt. Und das mit dem Speichel? Der besteht aus viel Wasser und wenig Luft, auch wenn heute die Aerosole alles zu dominieren scheinen. Aber Jesus \u201esp\u00fctzt\u201c nur einen Tropfen, um die Paste anzur\u00fchren. Er streicht nicht seinen Speichel wie ein Guru auf die Aug\u00e4pfel seiner blinden Gefolgschaft. Nein, Speichel und Staub sagen sich: \u201eGemeinsam schaffen wir das\u201c &#8211; ohne Pathos, ohne Zauberformel, ohne Zusatzstoffe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als der Blinde den Auftrag des feuchten Breis zul\u00e4sst, denken Einige: \u201eBlinder geht\u2019s wohl nicht mehr!\u201c Liegt denn Jesus falsch mit seiner alternativen Therapie, die die Ursache weiter verfestigt? Der Blinde litt doch schon unter der Erbs\u00fcnde-Vermutung, gibt ihn Jesus jetzt der L\u00e4cherlichkeit preis? Wie in den Menschenschauen in den deutschen Zoos zu Kaiserzeiten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Blinde steht wie in einer Arena. Er sp\u00fcrt die Blicke von allen Seiten. Die Sonne brennt, der Lehm wird unangenehm. Wie kann er ihn loswerden? &#8211; Nelson Mandela erz\u00e4hlt, wie er als 16j\u00e4hriger Junge bei seiner Beschneidung komplett mit wei\u00dfer Farbe bestrichen wurde. Erst nach Tagen durfte er &#8211; und die anderen &#8211; in einem riesigen Badespektakel seine Lehmkruste abwaschen. Als symbolischen Abschluss seiner Pubert\u00e4t. (2)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach der sensiblen Ber\u00fchrung ihrer Fingerspitzen und Augenlider ahnen Jesus und der Blinde noch nicht, wie ihr gemeinsames Ritual weitergeht. Da schickt ihn Jesus weg mit dem Befehl: Geh dich waschen im Teich Siloah. Daraufhin wagt der Blinde einen ersten Schritt. Diese erste Bewegung fasziniert mich. In seinem Losgehen beginnt seine Heilung. Jesus hatte ihm einen Impuls gegeben, aus dem er einen Anfang zulie\u00df. Zu einem Mut-Glauben f\u00fcr die letzten Meter in der Blindheit. Zu einem Erstarkungs-Glauben, der ihn als bisheriges Objekt aktiv werden lie\u00df. Zu einem Gewi\u00dfheits-Glauben, dass beide Blindheiten &#8211; die angeborene und die aufgepappte &#8211; aufh\u00f6ren werden. Diese Glaubenskr\u00e4fte sind f\u00fcr ihn zielf\u00fchrend. Werden sie auch etwas bewirken?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>das innerst\u00e4dtische Wasserbecken Siloah hat eine externe Quelle, deren Wasser durch einen 500 m langen Tunnel zugeleitet wird. Alle kannten den Herweg des quellfrischen Wassers. Und nun kommt der stadtbekannte Blinde daher, sicher schreitend wie durch einen Tunnel. Er ist ein an sich gesunder Mann, der eine partielle, wenn auch sehr hinderliche Beeintr\u00e4chtigung hat. Vor aller Augen sch\u00f6pft er mit der Hand Wasser in sein Gesicht und w\u00e4scht vorsichtig seine Augenpartie frei. Aus seiner Vorsicht wird Klarsicht, dreidimensionale Weitsicht, Farbenunterscheidung. Er blinzelt in die Sonne, die ihm zulacht. Er lernt, seinen Augen zu trauen. Er staunt, dass Gew\u00fcrze farbig sind. Er staunt \u00fcber seinen Schatten, der sich bewegt. Was ist real, was scheint nur so? Welchen Weg soll er einschlagen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schneller als seine F\u00fc\u00dfe ihn tragen, saust die Wundernachricht durch die Gassen. Ich w\u00e4re gerne dabei, wenn seine Eltern von seiner Heilung erfahren, vor allem vom Freispruch durch Jesus. Als sie dann verh\u00f6rt werden, durchschauen sie es als Teil des Schauprozesses der Pharis\u00e4er. Aber das Gl\u00fcck \u00fcberwog, denn Jesus hatte ihre tiefe Kr\u00e4nkung geheilt. Auch f\u00fcr sie war Jesus das Licht der Welt und der Anwalt des Lebens geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>diese Geschichte ist eine Provokation f\u00fcr alle chronisch Kranken. Sie verliert aber nicht an heilsamer Zumutung, wenn wir sie zus\u00e4tzlich anwenden bez\u00fcglich unserer Blindheiten. Denn f\u00fcr uns, so denke ich, geht es eher um die antrainierten Seh-Gewohnheiten, und auch um unsere erlernten Blindheiten. Die amerikanischen Unruhen haben ihren Antrieb in der Frage: \u201eWas seht ihr Wei\u00dfen in uns Schwarzen?\u201c Zwar stimmen auch wir der \u00dcberzeugung zu: \u201eRassismus ist S\u00fcnde!\u201c Aber in unserem kirchlichen Leben bildet sich viel zu wenig die Buntheit der Gesellschaft ab. (3) Dagegen hilft eine neue Sicht der Dinge, ein Ansehen der Person ohne Diskriminierung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn &#8211; um im Bild zu sprechen: Wir sp\u00fcren einige Abdunkelungen unseres Gesichtsfeldes, die Lehmschichten werden allm\u00e4hlich kross. Was empfiehlt uns die biblische Geschichte? Johannes nachzueifern besser nicht, Jesus nachzuahmen wohl kaum, den Blinden nachzuspielen auch nicht. Vielmehr ist es hilfreich, wenn wir uns vom Vertrauensstart des Blinden inspirieren lassen. Damit in unserer Befangenheit das Zutrauen Gottes anf\u00e4ngt. Als Mut-Glauben f\u00fcr die letzten Meter in unserer Verschlossenheit. Als Erstarkungs-Glauben, der uns emanzipiert. Als Gewi\u00dfheits-Glauben, dass wir auch erlernte Hemmnisse abstreifen k\u00f6nnen. Damit auch wir zur\u00fcckkehren als Anw\u00e4lte des Lebens. Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Nachtrag: Ich las eine starke Variante; sie lautet: Jesus ging vor\u00fcber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Er hielt an und fragte ihn: \u201eWas soll ich f\u00fcr dich tun?\u201c Er antwortete: \u201eMeine Nachbarin, die Witwe, ist arm und hungert. Hilf ihr! Ich will dir den Weg zu ihr zeigen!\u201c Und Jesus folgte ihm nach. (4)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1) Christian Weisner als Sprecher der \u201eKirche von unten\u201c zu den aktuellen Instruktionen des Papstes; siehe \u00a9\u00a0dpa-infocom GmbH\/arcor; 23.7.2020<\/p>\n<p>2) Nelson Mandela in seiner Biographie: \u201eIch erinnere mich noch, wie hart die getrocknete Farbe sich auf meinem K\u00f6rper anf\u00fchlte.\u201c \u00a0\u201eDer lange Weg zur Freiheit\u201c Ffm 2017, S.46<\/p>\n<p>3) Manfred Rekowski, Pr\u00e4ses der EkiRh, in seinem Blog vom 10.6.2020<\/p>\n<p>4) nach Eske Wollrad: So ist mein Fleisch \u2013 postkolonial-feministische Anst\u00f6\u00dfe; G\u00fctersloh 2012 S.121; zitiert in: Predigtmeditationen im christlich-j\u00fcdischen Kontext, Berlin 2019, dort Marie Hecke zur Perikope<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vorschlag Liturgietext:<\/p>\n<p><em>(Lothar Zenetti in: Auf seiner Spur; Mainz S. 200)<\/em><\/p>\n<p>Wie ein Traum wird es sein, wenn der Herr uns befreit<br \/>\nzu uns selbst und zum Gl\u00fcck seiner kommenden Welt<\/p>\n<p>Der Blinde blinzelt in die Sonne<br \/>\ndem Tauben verr\u00e4tst du ein Wort und er nickt<br \/>\nwer stumm gewesen spricht die Wahrheit<br \/>\nder lahme Mann schiebt seinen Rollstuhl nach Haus<\/p>\n<p>Geduckte haben ihre K\u00f6pfe<br \/>\nEntt\u00e4uschte entdecken: Die Welt ist so bunt<br \/>\nVerplante machen selber Pl\u00e4ne<br \/>\ndie Schwarzseher sagen: Es ist alles gut!<\/p>\n<p>Die Alleswisser haben Fragen<br \/>\nder Analphabet liest die Zeichen der Zeit<br \/>\nwer nichts besitzt spendiert f\u00fcr alle<br \/>\ndie Herrschenden machen sich n\u00fctzlich im Haus<\/p>\n<p>Wie ein Traum wird es sein, wenn der Herr uns befreit<br \/>\nzu uns selbst und zum Gl\u00fcck seiner kommenden Welt<\/p>\n<p>Vorschlag Lieder:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>EG 236 Ohren gabst Du mir<\/p>\n<p>EG 437 Die helle Sonn leucht\u2018 jetzt herf\u00fcr<\/p>\n<p>tvd 037 Du Licht des Morgens<\/p>\n<p>tvd 225 Wie ein Traum wird es sein (H. Beuerle)<\/p>\n<p>tvd 257 Eines Tages kam einer<\/p>\n<p>tvd 289 Wie ein Fest nach langer Trauer<\/p>\n<p>tvd 217 In unsre Trauer f\u00e4llt ein Licht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vorschlag F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p>(aus: Gottesdienst-Material der Christoffel-Blindenmission, Bensheim 2016)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Manchmal sehen wir nicht, was vor unseren Augen ist. Wir sind blind. Gott, wir bitten dich, \u00f6ffne<\/li>\n<\/ol>\n<p>unsere Augen f\u00fcr dich und f\u00fcr Menschen in Not. Kyrie-Ruf<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Manchmal handeln wir als w\u00e4ren wir machtlos. Gott, st\u00e4rke unsere H\u00e4nde, um anderen zu helfen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Kyrie-Ruf<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Manchmal sind wir wie gel\u00e4hmt und kommen nicht vorw\u00e4rts. Gott, wir bitten dich, mache unsere<\/li>\n<\/ol>\n<p>Beine stark, damit wir die richtigen Schritte tun. Kyrie-Ruf<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Manchmal ist nur noch Schweigen um uns, weil wir einsam sind und keine Stimme mehr an unser<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ohr dringt. Gott, wir bitten f\u00fcr unsere einsamen Stunden, dass du uns aus der Einsamkeit befreist. Kyrie-Ruf<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Manchmal f\u00fchlen wir uns, als l\u00e4gen Fesseln um unser Herz. Der Kummer ist \u00fcberm\u00e4chtig. Gott,<\/li>\n<\/ol>\n<p>nimm unsere Last ab und lass unser Herz wieder frei werden. Kyrie-Ruf<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Gott, wir bitten dich um die F\u00e4higkeit, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden<\/li>\n<\/ol>\n<p>und die F\u00fclle des Lebens wieder wahrzunehmen. Kyrie Ruf<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn und Ruanda. Instrumentalist und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Johannes 9, 1-7 am 8. Sonntag nach Trinitatis 26.7.2020 | verfasst von Manfred Mielke | &nbsp; Liebe Gemeinde, &nbsp; Der Evangelist Johannes berichtet von einer Blindenheilung durch Jesus so, als w\u00e4re er dabei gewesen. Jahrzehnte sp\u00e4ter schreibt er auf: Jesus ging vor\u00fcber und sah einen Menschen, der blind geboren war. 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