{"id":3133,"date":"2020-08-05T16:00:13","date_gmt":"2020-08-05T14:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=3133"},"modified":"2020-08-05T16:16:11","modified_gmt":"2020-08-05T14:16:11","slug":"da-ist-jemand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/da-ist-jemand\/","title":{"rendered":"Da ist jemand&#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>Da ist jemand \u2013 du bist nicht nur du selbst | 9. Sonntag nach Trinitatis &#8211; 9.8.2020 |\u00a0Lukas 18,1-8 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | verfasst von\u00a0Elof Westergaard | aus dem D\u00e4nischen \u00fcbersetzt von Eberhard Harbsmeier |<\/h3>\n<p>Jesus ermuntert uns in seinem Gleichnis heute dazu, auszuhalten und festzuhalten. Das sollen wir im Vertrauen auf Gott. Und im Glauben an ihn wird zugleich unsere Hoffnung gen\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Gleichnis Jesu ist kurz und einfach. Da sind zwei Personen: ein Richter und eine Witwe.<\/p>\n<p>Der Richter ist daf\u00fcr bekannt, dass er weder Gott noch andere Menschen f\u00fcrchtet. Er hat keinen guten Ruf. Er ist sowohl r\u00fccksichtslos als auch gottlos.<\/p>\n<p>Die Witwe, sie hat ein Anliegen, das sie gerne vorbringen will. Sie m\u00f6chte, dass sie der Richter in Bezug auf ihren Widerpart unterst\u00fctzt. Sie ist hartn\u00e4ckig, stellt dem Richter nach. Sie respektiert ein Nein nicht als ein Nein, sondern sie wird beim ihm mit ihrem Anliegen weiter vorstellig, immer wieder.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gibt er Richter nach. Er denkt: \u201eIch muss ihr am besten helfen, denn sonst macht sie nur so weiter. Sie ist ja so furchtbar aufdringlich. Schlie\u00dflich kann sie gar auf die Idee kommen, mich zu \u00fcberfallen, mir ins Gesicht zu schlagen, wenn ich ihr nicht nachgebe\u201c.<\/p>\n<p>Weiter geht das Bild des Gleichnisses selbst nicht. Jesus schlie\u00dft dann von den beiden, dem Richter und der Witwe, auf das Verh\u00e4ltnis zwischen Gott und Mensch. Wenn ein gottloser Richter nachgibt und einer hartn\u00e4ckigen, anma\u00dfenden und irritierenden Witwe zu ihrem Recht verhilft, dann kannst du darauf vertrauen, dass Gott auf Menschen h\u00f6ren will, die er seine Kinder nennt, dass er unsere Gebete erh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>Das Gleichnis Jesu vom Richter und der Witwe ist somit ein Gleichnis, wo Jesus will, dass wir vom Kleinen auf das Gr\u00f6\u00dfere schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>So wie wenn Jesus in der Bergpredigt will, dass wir auf die V\u00f6gel des Himmels und die Lilien des Feldes sehen sollen, damit daraus unsere Sorglosigkeit erw\u00e4chst. Seht die V\u00f6gel des Himmels und die Lilie des Feldes! Wenn die V\u00f6gel so freim\u00fctig fliegen und ihre Lieder singen k\u00f6nnen, dann sollen auch wir, getragen vom Vertrauen auf Gott, seine Liebe und Gnade, unser Leben leben und sorglos dem morgigen Tag entgegengehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>Der Richter und die Witwe sind somit kein Bild von anderen als ihnen selbst. Sie sind auch nicht Symbole f\u00fcr dieses oder jenes. Sie sind sich selbst, ein von sich selbst eingenommener Richter und eine irritierende, anma\u00dfende Witwe. Aber in dem, was zwischen ihnen geschieht, werden sie zugleich zu einer Inspiration f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Jesus zieht das Verhalten der Witwe heran, um uns dazu anzuregen, hartn\u00e4ckig zu sein. Und er benutzt sie als ein Beispiel, das uns dazu aufmuntern soll, nie zu fr\u00fch aufzugeben. Wenn dir das Leben misslingt, wenn du verletzbar bist und Hilfe brauchst, dann richte dein Bitten an Gott und suche deinen N\u00e4chsten. Da ist jemand da drau\u00dfen, drau\u00dfen in der Welt, und im Himmel. Du bist nicht nur du selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich, wenn Jesus diesen gottlosen Richter und diese irritierende Frau als Beispiel heranziehen kann, dann k\u00f6nnen auch wir es wagen, zu hoffen und zu glauben, dass wir auch zu etwas gebraucht werden und zu Nutzen sein k\u00f6nnen. In Namen Jesu \u2013 Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bischof Elof Westergaard<\/p>\n<p>DK 6760 Ribe<\/p>\n<p>eve(at)km.dk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ist jemand \u2013 du bist nicht nur du selbst | 9. Sonntag nach Trinitatis &#8211; 9.8.2020 |\u00a0Lukas 18,1-8 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | verfasst von\u00a0Elof Westergaard | aus dem D\u00e4nischen \u00fcbersetzt von Eberhard Harbsmeier | Jesus ermuntert uns in seinem Gleichnis heute dazu, auszuhalten und festzuhalten. Das sollen wir im Vertrauen auf Gott. 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