{"id":3525,"date":"2020-10-13T17:27:16","date_gmt":"2020-10-13T15:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=3525"},"modified":"2020-10-16T12:41:22","modified_gmt":"2020-10-16T10:41:22","slug":"sehnsucht-nach-befreiung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/sehnsucht-nach-befreiung\/","title":{"rendered":"Sehnsucht nach Befreiung"},"content":{"rendered":"<h3>Predigt \u00fcber Eph 4, 22-32 | von Reinhard Gaede |\u00a0 Auferstehungskirche Herford-Laar |\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><em>22\u00a0Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem fr\u00fcheren Wandel, der sich durch tr\u00fcgerische Begierden zugrunde richtet. 23\u00a0Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24\u00a0und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. <\/em><\/p>\n<p><strong><em>Weisungen f\u00fcr das neue Leben<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>25\u00a0Darum legt die L\u00fcge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem N\u00e4chsten, weil wir untereinander Glieder sind. 26\u00a0Z\u00fcrnt ihr, so s\u00fcndigt nicht; lasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen 27\u00a0und gebt nicht Raum dem Teufel. 28\u00a0Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen H\u00e4nden das n\u00f6tige Gut, damit er dem Bed\u00fcrftigen abgeben kann. 29\u00a0Lasst kein faules Geschw\u00e4tz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe denen, die es h\u00f6ren. 30\u00a0Und betr\u00fcbt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid f\u00fcr den Tag der Erl\u00f6sung. 31\u00a0Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und L\u00e4sterung seien fern von euch samt aller Bosheit. 32\u00a0Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. <\/em><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Der Epheserbrief wurde im Namen des Paulus geschrieben, etwa um 90 n.Chr., wie die Forschung sch\u00e4tzt. Der erste Teil spricht in feierlich-liturgischer Rede von Gottes Plan zur Erl\u00f6sung der Welt durch Christus. Sein Haupt-Anliegen ist die Einheit der Kirche von Menschen aus Israel und Menschen aus den \u00fcbrigen V\u00f6lkern. Christus garantiert Frieden und Einheit.<\/p>\n<p>Aus dem zweiten, dem Teil \u00fcber Ethik der Christ(inn)en haben wir Mahnungen geh\u00f6rt. Sie richten sich an Menschen, die fr\u00fcher einmal Heiden waren, bis sie die christliche Botschaft angenommen haben. Und das ist gleichbedeutend mit einem neuen Leben. Menschen, die Christen werden, fangen ein neues Leben an. Das alte Leben mit seinen \u201etr\u00fcgerischen Begierden\u201c und Bosheiten legen sie ab, wie man ein schlechtes Gewand ablegt und schl\u00fcpfen in ein sch\u00f6nes Gewand. Mit der Taufe in ihrem Taufkleid werden sie \u201eneue Menschen\u201c nach dem Willen Gottes, wie Paulus gesagt hat: \u201eIst jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur (neue Sch\u00f6pfung); das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.\u201c (2.Kor. 5,17)<\/p>\n<p>Und was bedeutet das im Alltag? Christ(inn)en sollen die Wahrheit sagen, nicht l\u00fcgen. Zornig werden ist manchmal n\u00f6tig. Aber noch vor Sonnenuntergang soll Vers\u00f6hnung m\u00f6glich werden. Die Zunge sollen wir im Zaum halten, keine b\u00f6sen Ger\u00fcchte in die Welt streuen.<\/p>\n<p>Ja, Worte sind m\u00e4chtig. Worte k\u00f6nnen Mut machen, tr\u00f6sten, liebevoll sein. Aber auch sehr verletzen. Beliebt ist das L\u00e4stern. Bei Jung und Alt, in Schulklassen, am Arbeitsplatz, in Wohnh\u00e4usern, in Internet-Foren. Verletzende Worte bringen \u00c4rger, Streit, Zerst\u00f6rung von Gemeinschaft. Manche Pfarrer hatten die Idee, das klar zu machen. Ihre Gemeindeglieder, die Lust auf das L\u00e4stern hatten, erhielten die Weisung, sie sollten einmal ein Federkissen am offenen Fenster aufschlitzen und dann die Federn wieder einsammeln. Unm\u00f6glich. In alle Windesrichtungen waren sie zerstreut. So geht es auch mit b\u00f6sen und unwahren Geschichten, die \u00fcber andere erz\u00e4hlt werden. Kleine schwarze Federn sind es, die niemand wieder einsammeln kann.<\/p>\n<p><strong><em>Scheitern<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Freilich, damit dass wir Christinnen und Christen sind, sind nicht alle Lebensprobleme gel\u00f6st. Sektenprediger, die das behaupten, f\u00fchren nur noch tiefer in die Entt\u00e4uschung und in die Verzweiflung, die sagt: \u201eGott fordert, dass ich ein neuer Mensch werde, aber ich bin immer noch der alte geblieben. Ich habe etwas angerichtet, was ich gar nicht wollte.\u201c Und dann gibt es Menschen, f\u00fcr die keiner mehr Hoffnung zu haben scheint. Gewaltt\u00e4tige Jugendliche z.B., die immer wieder zuschlagen, weil sie sich provoziert f\u00fchlen, ihre Probleme mit Gewalt l\u00f6sen wollen oder einfach nur einen Rausch von Macht erleben wollen, die immer wieder von der Polizei aufgegriffen werden, freigelassen werden und von neuem Straftaten beginnen. Gerade in Wahlkampfzeiten werden dann bei Serien-T\u00e4tern immer h\u00e4rtere Strafen gefordert. Aber es gibt Alternativen: Z.B. Abenteuerurlaub mit P\u00e4dagogen. Wer im Dschungel \u00dcberlebenstraining \u00fcbt, lernt besser, sich selbst zu beherrschen. Oder schwer erziehbare Jugendliche lernen bei einem P\u00e4dagogen in einsamer Gebirgsgegend in der Gruppe soziales Verhalten und werden willig, etwas zu lernen. Jugendliche, die mit Gewalt gegen Menschen mit Migrationshintergrund in unserm Land vorgehen, k\u00f6nnen Achtung vor Mitmenschen lernen, wenn sie selbst einmal in einem anderen Land zu Gast sind.<\/p>\n<p>Freiheit, davon tr\u00e4umen wir. Was w\u00e4re das f\u00fcr eine Befreiung, was w\u00e4re das f\u00fcr eine Erl\u00f6sung, wenn diese Men\u00adschen das erleben d\u00fcrften. Die eigene Angst, das eigene Unverm\u00f6gen, die innere Unfreiheit einfach ablegen zu k\u00f6nnen. Ein f\u00fcr allemal. So wie der Sklave sein Sklavengewand ablegen konnte. Um dann das Gewand eines freien Menschen anziehen zu k\u00f6nnen. Der frei ist von aller Enge und Angst. Frei von aller Neigung, eigenes und fremdes Leben zu besch\u00e4digen und zu ent\u00adwerten. So dass ein neues Leben beginnt. Ein Leben, das diesen Namen verdient. So wie der Erfinder des Lebens es urspr\u00fcng\u00adlich gemeint hat.<\/p>\n<p>Eine tiefe Sehnsucht ist das, die vielleicht zum Kost\u00adbarsten geh\u00f6rt, was wir in uns haben. Eine Sehnsucht, die darum auch sozusagen einer liebevollen Pflege und eines verantwor\u00adtungsvollen Umgangs bedarf.<\/p>\n<p><strong><em>Befreiung<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Wer hat noch Hoffnung, dass wir Menschen mit unseren Fehlern und Schw\u00e4chen uns \u00e4ndern, dass skandal\u00f6se Zust\u00e4nde sich \u00e4ndern? Der Apostel Pau\u00adlus hat in seinem Ringen, ein guter Mensch zu sein, doch offen \u00fcber den m\u00f6glichen R\u00fcckfall gesprochen: \u201e<em>Das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das B\u00f6se, das ich nicht will, das tue ich<\/em>.\u201c Und dann ausgerufen: \u201e<em>Wer wird mich erl\u00f6sen?!<\/em>\u201c Wer so fragt, st\u00f6\u00dft auf die Befreiung, die Gottes Wort verk\u00fcndigt: \u201e<em>Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus<\/em>\u201c, sagt der Apostel. Unser Verhalten untereinander soll widerspiegeln, was Gott in seiner G\u00fcte uns zukommen l\u00e4sst. Deshalb kann der Apostel die Mahnungen aussprechen: Richte im Zorn nichts B\u00f6ses an, lass die Bitterkeit los, gib der blinden Wut keinen Raum. Du lebst ja nicht von der Anerkennung, die der Erfolg bringt. Und auch das Verm\u00f6gen, Geld und Gut, das du hast oder erwerben willst, bestimmt nicht deinen Wert. Sogar Lob oder Tadel anderer ist nicht entscheidend. Sondern davon lebst du, dass Gott in Christus dir vergibt und Dich mit neuen Aufgaben seinem Willen entsprechend betraut.<\/p>\n<p>Es begann damit, als wir klein waren und zur Taufe getragen wurden. Zur Taufe ziehen Eltern dem Kind ein besonderes Kleid an, kein Alltags-Gewand. In manchen Familien gibt es das noch: Ein Kleid, das vererbt wird, ein Taufkleid. Und auch unsere Jugendlichen, die getauft werden, sind festlich gekleidet. Das neue, sch\u00f6ne Gewand ist ein Sinnbild des Herrschaftswechsels. Nun geh\u00f6ren wir zu Christus. Mit anderen Getauften bilden wir eine Gemeinschaft, die dem Herrn Christus angeh\u00f6rt. Wenn wir als \u00c4ltere m\u00fcde oder traurig sind, d\u00fcrfen wir die Freude anziehen wie ein Festkleid, die Freude, dass wir zu Christus geh\u00f6ren. Das meint das sch\u00f6ne Sinnbild: Den neuen Menschen anziehen.<\/p>\n<p>Christus ist der neue Mensch, der Mensch, wie Gott ihn haben will:<\/p>\n<p>Er stellte sich zur Ehebrecherin, als sich alle von ihr distanzierten. Er kehrte bei dem Z\u00f6llner ein, als sich alle \u00fcber ihn emp\u00f6rten. Er rief die Kinder zu sich, als alle sie wegschicken wollten. Er vergab dem Petrus, als der sich selbst verdammte. Deshalb ruft der Apostel zur Erneuerung, weil er von Christus als dem neuen Menschen spricht. Christus kam in die Welt, in der Menschen sich nicht verzeihen und sich aus Angst vor einander wutverzerrt und hinterlistig begegnen. Er hat seinen Folterern und M\u00f6rdern am Kreuz verziehen. Christus, der G\u00fcte und Vergebung vorlebte, m\u00f6chte uns teilnehmen lassen an seiner Art zu leben, m\u00f6chte uns hineinziehen in sein neues Leben.<\/p>\n<p>Wenn all das, was uns Sorgen bereitet, was uns \u00e4ngstigt, was uns zu zwanghaftem Verhalten treibt, ganz vorbei ist, wird das der Tag der vollkommenen Erl\u00f6sung sein, der Tag, an dem wir geborgen sind in der N\u00e4he Gottes und bei ihm Friede und Freude haben.<\/p>\n<p>Aber diesen Tag der vollkommenen Befreiung feiern wir schon heute. Denn die Urkunde unserer Befreiung ist heute schon unterzeichnet und \u201egesiegelt\u201c. So ist im Brief an die Epheser von der Taufe die Rede: als einem Siegel f\u00fcr den Tag der Erl\u00f6sung. Und alle, die das h\u00f6ren und lesen, ruft er auf, das Leben im Licht der Befreiung zu sehen. Was uns \u00e4ngstigt und einengt, sollen wir nicht f\u00fcr das Schlimmste und Letzte halten. So hat Martin Luther an Tagen gro\u00dfer Mutlosigkeit und Schw\u00e4che sich mit Kreide auf den Tisch geschrieben: Ich bin getauft. Dass Gott uns als seine Kinder annimmt, ist Grund f\u00fcr Zuversicht und Freude unser Leben lang.<\/p>\n<p>\u201ePfannkuchen\u201c hei\u00dft eine Geschichte von Josy Eichhorn (gestern. heute und morgen,<\/p>\n<p>1992, Nr. 46) Ein junger Mann, mit 23 Jahren arbeitslos, schlendert ziellos durch die Stadt. Weil es regnet, will er sich in eine Kirche unterstellen. Eine kleine Marienstatue sieht er dort. \u201eZiemlich wertvoll\u201c denkt er absch\u00e4tzend \u2013 und hat sie schon in seiner Hand. \u201eIst sie nicht sch\u00f6n?\u201c h\u00f6rt er da eine sanfte Stimme. Erschreckt f\u00e4hrt er herum. Eine kleine wei\u00dfhaarige Frau steht vor ihm. \u201eSch\u00f6n, nicht wahr?\u201c sie deutet auf die Statue in seiner Hand. Er beeilt sich, die Statue wieder zur\u00fcckzustellen. \u201eHaben Sie vielleicht um ein Wunder gebetet?\u201c fragt das Weiblein in vertraulichem Ton. \u201eSo kann man es auch nennen\u201c, antwortet der junge Mann sarkastisch. \u201eArbeitslos, wie?\u201c, fragt sie. \u201eSie haben recht\u201c, erwidert er missmutig. \u201eSchwer f\u00fcr Sie\u201c, sinniert die Frau. Nach einer Weile sagt sie pl\u00f6tzlich: \u201eM\u00f6gen Sie Pfannkuchen?\u201c \u201eNun ja\u201c, sagt er z\u00f6gernd. \u201eDann kommen Sie mit!\u201c, dr\u00e4ngt ihn die Frau. Schon sitzt er in ihrer K\u00fcche, sieht, wie sie Eier aufschl\u00e4gt, goldgelbe Pfannkuchen mit k\u00f6stlicher F\u00fcllung. Beinahe h\u00e4tte er sich mit Hei\u00dfhunger darauf gest\u00fcrzt, doch er bezwingt sich, er musste ja sein Gewissen erst entlasten. Doch die g\u00fctige Frau kommt ihm zuvor. \u201eNat\u00fcrlich wei\u00df ich\u201c, sagt sie verschmitzt, Sie dachten einen Moment, die Statue mitgehen zu lassen. Aber Sie taten es ja nicht vors\u00e4tzlich. Wer einmal den Krieg miterlebt hat und Hunger gelitten hat, urteilt milder \u00fcber die Angelegenheiten von mein und dein. Zudem glaube ich, dass die Vorsehung uns zusammengef\u00fchrt hat. Sie sind das Wunder, um das ich gebetet habe.\u201c \u201eWie k\u00e4me ich dazu?\u201c, antwortet er belustigt, w\u00e4hrend er schmaust. \u201eDoch\u201c, beharrt die Alte. \u201eSie wurden mir von oben geschickt. Sie wissen doch sicher, dass es hier ein Heim f\u00fcr chronisch Kranke gibt. Die Leiterin ist verzweifelt. Alles \u00e4ltere und \u00fcberarbeitete Pflegerinnen. Dabei werden junge, kr\u00e4ftige M\u00e4nner gebraucht. Es ist so schade, dass die meisten kein Interesse haben f\u00fcr diese erf\u00fcllende T\u00e4tigkeit, und nun\u2026\u201c, sie schweigt. \u201eHaben Sie an mich gedacht?\u201c erg\u00e4nzt ihr Gast. Die alte Frau sieht den jungen Mann fragend an. Er nickt, kaum merklich. Da geht die Frau zum Telefon, w\u00e4hlt eine Nummer und sagt: \u201eDas Wunder ist geschehen. Er kommt morgen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Wunder ist das, sagt uns die Geschichte, wenn ein Mensch sich \u00e4ndert.<\/p>\n<p>Aus Schuld und Versagen wird ein Auftrag, im Namen Gottes Menschen zu helfen. Das ist der Weg der Nachfolger Jesu.<\/p>\n<p>Dem Dichter <em>Lothar Zenetti<\/em> ist das Anfangen gro\u00dfer Aufgaben im Lebensraum der V\u00f6gel zum Gleichnis geworden. \u201e<em>Herzklopfen\u201c<\/em> nennt er seinen poetischen Text.<\/p>\n<p>\u201c<em>Im Vogelhaus des zoologischen Gartens \/ sah ich fasziniert, wie aus einem H\u00fchnerei \/ unter w\u00e4rmendem Licht ein K\u00fcken ausschl\u00fcpft. \/<\/em><\/p>\n<p><em>Von innen klopft es \/ mit seinem Schnabel \/ an die wei\u00dfe Schale \/ und will ans Licht.<\/em><\/p>\n<p><em>Daran muss ich denken, \/ als ich predigten h\u00f6rte, \/ der Heilige Geist, der wei\u00dfe Vogel, \/ wohne in mir und wolle kommen \/ in die Welt.<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Herzklopfen \/ vor einer mir zugemuteten neuen Aufgabe \/ muss ich das deuten \/ als das dr\u00e4ngende Klopfen \/ eines unsichtbaren Schnabels in mir?<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Der Heilige Geist bewirkt, dass wir im Glauben und in der Liebe wachsen. Der Heilige Geist erinnert uns immer im rechten Augenblick an unsere Taufe: Dass unser Leben neu wird und wir frei und fr\u00f6hlich werden. Dass wir t\u00e4glich die Aufgaben finden, die wir wahrnehmen sollen als Kinder Gottes.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><em>Pfarrer i.R. Dr. Reinhard Gaede<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Lieder 19. So. n. Trin. 2020<\/strong><\/p>\n<p>EG 681, 1-3 Gelobt sei deine Treu<\/p>\n<p>EG 324. 1, 3, 13 Ich singe dir mit Herz und Mund (Wochenlied)<\/p>\n<p>EG 390, 1-2 Erneure mich, o ewigs Licht<\/p>\n<p>EG 575 Segne und beh\u00fcte<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>F\u00fcrbitten<\/strong><\/p>\n<p>Wir wenden uns zu dir, Gott, mit unsern Sorgen und Bitten.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns und andere wollen wir beten.<\/p>\n<p>Von allen Seiten erfahren wir Ungl\u00fcck und Leiden.<\/p>\n<p>Kriegsvorbereitungen erschrecken uns.<\/p>\n<p>Menschenrechte werden verletzt.<\/p>\n<p>Wir bitten dich: Gib Mut zum Neubeginn,<\/p>\n<p>Kraft zum Leben, st\u00e4rke den Willen zur Gerechtigkeit<\/p>\n<p>Und wecke den Geist zur Vers\u00f6hnung zwischen Feinden.<\/p>\n<p>Wir beten f\u00fcr die Menschen, die unter Ungerechtigkeit und Hass leiden,<\/p>\n<p>die von ihrer Heimat vertrieben, fliehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir bitten dich: Gib Mut zum Neubeginn,<\/p>\n<p>Kraft zum Leben, wecke Hilfsbereitschaft f\u00fcr die Notleidenden.<\/p>\n<p>Wir beten f\u00fcr die Menschen, die vom Coronavirus in Angst versetzt werden,<\/p>\n<p>erkrankt sind und leiden, dass sie wieder gesund werden,<\/p>\n<p>dass die Pandemie uns nicht ganz niederdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Wir bitten dich: Gib Mut zum Neubeginn, Kraft zum Leben,<\/p>\n<p>neue Erkenntnisse f\u00fcr gesunde Lebensbedingungen.<\/p>\n<p>Wir bitten f\u00fcr alle Menschen: f\u00fcr die Fr\u00f6hlichen, dass ihr Lachen auch anderen Freude macht, f\u00fcr die Traurigen, dass sie neuen Lebensmut fassen.<\/p>\n<p>Wir beten f\u00fcr alle, deren Namen uns vertraut sind,<\/p>\n<p>in der Stille kommen sie uns nahe.<\/p>\n<p>F\u00fcr sie und f\u00fcr uns bitten wir:<\/p>\n<p>Gib Mut zum Neubeginn, Kraft zum Leben, den Geist zur Vers\u00f6hnung,<\/p>\n<p>dass wir uns \u00f6ffnen f\u00fcr dein kommendes Reich.<\/p>\n<p>Wir beten, wie Christus uns gelehrt hat:<\/p>\n<p><u>Vater unser<\/u><\/p>\n<p><u>Segen<\/u><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Eph 4, 22-32 | von Reinhard Gaede |\u00a0 Auferstehungskirche Herford-Laar |\u00a0\u00a0 22\u00a0Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem fr\u00fcheren Wandel, der sich durch tr\u00fcgerische Begierden zugrunde richtet. 23\u00a0Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24\u00a0und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. 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