{"id":3556,"date":"2020-10-21T14:15:17","date_gmt":"2020-10-21T12:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=3556"},"modified":"2020-10-21T14:17:40","modified_gmt":"2020-10-21T12:17:40","slug":"wie-der-weg-jesu-durchs-kornfeld-unseren-weg-durchs-leben-kreuzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wie-der-weg-jesu-durchs-kornfeld-unseren-weg-durchs-leben-kreuzt\/","title":{"rendered":"Wie der Weg Jesu durchs &#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>Wie der Weg Jesu durchs Kornfeld unseren Weg durchs Leben kreuzt. | Predigt zu Markus 2, 23-28 | verfasst von Konrad Gl\u00f6ckner |<\/h3>\n<p>Kanzelgru\u00df:<\/p>\n<p>Gnade sei mit Euch und Friede, von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus Amen.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir f\u00fcr die Predigt heute auf Worte aus dem Markusevangelium im 2. Kapitel:<\/p>\n<p>(Lesung: Markus 2, 23-28)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde<\/p>\n<p>\u201eDer Mensch ist nicht f\u00fcr die Maschinen da, sondern die Maschinen f\u00fcr den Menschen!\u201c Ein Argument gegen die zunehmende Schicht- und Rundumdieuhrarbeit. Sei doch der Sonntag ein sch\u00fctzenswertes Gut, die Siebentagewoche das Geschenk von Judentum und Christentum an die Menschheit!<\/p>\n<p>Diese S\u00e4tze tauchen aus meiner Erinnerung auf. Sie reichen zur\u00fcck in eine Zeit, die noch nicht so beschleunigt war, wie die Zeit heute. Sie waren gesprochen vor der Globalisierung und Entgrenzung unserer Welt, in dem Biotop, das sich hinter dem eisernen Vorhang gebildet hatte, in den W\u00e4nden des elterlichen Pfarrhauses.<\/p>\n<p>Heute wirkt dieses Argument eigenartig antiquiert. Unser t\u00e4gliches Leben hat l\u00e4ngst Fahrt aufgenommen. Produktivit\u00e4t z\u00e4hlt und uns allen ist klar, wie hoch der Konkurrenzdruck ist. Es geht um den Erhalt von Arbeitspl\u00e4tzen. Romantik ist da fehl am Platz. Die Gesetze des Kapitals wiegen schwerer als die Gebote des alten Gottes. Und letztlich sind sie uns auch n\u00e4her und einleuchtender. Exemplarisch sichtbar ist dies in unseren norddeutschen K\u00fcstengebieten, wo gro\u00dfe und kleine Unternehmer im Einklang mit den Touristen gegen das Sonntagsverkaufsverbot Sturm laufen. \u201eEine Kette am Bein auf dem Weg freier Entfaltung.\u201c Der Mahnruf der Kirchen \u201eOhne Sonntag gibt es nur noch Werktage.\u201c klingt da wie Lobbyismus in eigener Sache. Die Siebentagewoche gut und sch\u00f6n, aber sie hat sich doch l\u00e4ngst verselbst\u00e4ndigt und ist ein s\u00e4kulares Gut mit empfehlender Wirkung geworden. Letztlich ist es auch egal, wie die freien Tage liegen, ob Montag oder Dienstag \u2026, Hauptsache frei. Wer geht denn schon zum Gottesdienst?<\/p>\n<p>Das heutige Leben mit seinen Zw\u00e4ngen und seinen Freiheiten mag f\u00fcr uns Christen in mancherlei Hinsicht herausfordernd sein, weil es zunehmend die Achtung vor dem, was uns von Gott her geboten ist, zu verlieren scheint. Oder hat der moderne Zeitgeist nicht die Worte Jesu auf seiner Seite, die uns soeben im Markusevangelium begegnet sind: \u201eDer Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.\u201c \u201eUm des Menschen willen\u201c, das klingt doch wie: \u201eum dem Willen des Menschen zu dienen\u201c, klingt wie nach Freistellung pur. Der Mensch muss es m\u00f6gen, dann ist es gut. Und dieses freistellende Wort Jesu vom Sabbat ist das Original, der Spruch von den Maschinen nur eine verzerrte Kopie. Wollten wir uns als Christen und Kirche gegen den Zeitgeist stellen, m\u00fcssten wir uns dann nicht auf die Seite der Pharis\u00e4er schlagen und mit ihnen gegen Jesus Einspruch erheben: \u201eWarum tun deine J\u00fcnger das, was nicht erlaubt ist?\u201c<\/p>\n<p>Bleiben wir ruhig eine Weile bei den Pharis\u00e4ern stehen und freunden uns ein wenig mit ihnen an. Wir treffen auf Menschen, die mit tiefem Ernst ihren Glauben leben und die versuchen, Gottes Willen bestm\u00f6glich Raum zu geben. So fragen sie nach dem, was uns Menschen von Gott vorgegeben und damit unserer eigenen Verf\u00fcgungsgewalt entzogen ist. Welche Tabus, so fragen sie, sind zu wahren und keineswegs zu \u00fcberschreiten, damit menschliches Leben gelingt und nicht aus der Bahn geworfen wird. Welche Tabus darf man keineswegs \u00fcberschreiten? Eine wichtige und stets neu zustellende Frage. Was ist tabu, was ist heute tabu? Das Klonen von Menschen? Noch sind wir uns einig, dass das Schaffen von Menschen nicht in des Menschen Belieben gestellt ist. Aber das Genom ist entschl\u00fcsselt und die Produktion genmanipulierter Kinder im November 2018 erstmalig geschehen. Und Dammbr\u00fcche verschieben die Grenzen. Was ist tabu? Wehe dem, der diese Frage verdr\u00e4ngt!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Pharis\u00e4er sind zur Beantwortung dieser Frage, keine Abw\u00e4gungen von Ethikkommissionen demokratischer Staaten ma\u00dfgebend, schon gar nicht Entscheidungen autokrativer Systeme. Sie vertrauen sich der Schrift an, die zu ihnen spricht: \u201eEs ist dir gesagt Mensch, was gut ist, und was Gott der Herr von Dir fordert, n\u00e4mlich Gottes Wort halten, Liebe \u00fcben und dem\u00fctig sein, vor deinem Gott.\u201c Und also achten sie Gottes Gebote und auch das Gebot Gottes, dass der Sabbat zu heiligen ist. Niemand soll dieses Gebot \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Dammbr\u00fcche verschieben Grenzen, in der Tat, tuen sie das. Fragen wir uns doch zum Spa\u00df, wie viele der 10 Gebote heute noch ernsthafte Tabus benennen, die wir nicht leichtfertig \u00fcberschreiten, oder von denen wir uns daran gew\u00f6hnt haben, dass sie von anderen leichtfertig \u00fcberschritten werden: \u201eDu sollst nicht l\u00fcgen?\u201c \u201eDu sollst nicht begehren?\u201c \u201eDu sollst nicht ehebrechen?\u201c \u201eDu sollst den Namen des Herrn, Deines Gottes nicht unn\u00fctz f\u00fchren?\u201c \u2013 \u201eAch Gottchen!\u201c \u201eDu sollst den Feiertag heiligen?\u201c Ist nicht all dies ins Belieben von uns Menschen gestellt?<\/p>\n<p>\u201eWarum tun deine J\u00fcnger am Sabbat, was nicht erlaubt ist\u201c, fragen die Pharis\u00e4er. Sie fragen Jesus, als sie sehen, wie er an einem Sabbat mit seinen J\u00fcngern durch die Kornfelder ging, und wie diese dabei \u00c4hren ausraufen. Wir haben uns an ihre Seite gestellt, denn wir haben den Ernst ihres Anliegens verstanden. Aber dennoch, ganz wohl f\u00fchlen wir uns nicht. Die Pharis\u00e4er haben Recht, im Prinzip, aber m\u00fcssen sie in diesem Fall derart auf ihren Prinzipien reiten? Die kleinen K\u00f6rnchen und die gro\u00dfen Fragen, passt das denn zusammen? Muss man aus jeder M\u00fccke gleich einen Elefanten machen? Zu ernten, ja das w\u00e4re verboten, aber beil\u00e4ufiges Ausrupfen und Essen? Dies sollte doch erlaubt sein, denken wir \u2013 und ist es auch, f\u00e4llt uns pl\u00f6tzlich ein. Steht es nicht so im 5. Buch Mose? Im 23. Kapitel? Jesus wird es wissen und den Pharis\u00e4ern freundlich auf die Schultern klopfen und zu ihnen sagen: \u201eGut, dass Ihr Gottes Gebot ernst nehmt. Hier allerdings trifft es nicht zu.\u201c Leicht wird er den Streit aus der Welt schaffen, wird er das Missverst\u00e4ndnis aufr\u00e4umen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber freuen wir uns und warten neugierig auf seine Antwort.<\/p>\n<p>Jesu Antwort f\u00e4llt anders aus als von uns erwartet. Er verweist nicht auf die Stelle im Buch Mose, an die wir dachten, sondern er erinnert an eine Geschichte, in welcher David im Tempel die Schaubrote nahm, weil er und seine Gef\u00e4hrten Hunger hatten. Schaubrote waren f\u00fcr einige Tage vor dem Allerheiligsten ausgestellt. Anschlie\u00dfend mussten die Priester sie essen und auch nur sie durften es tun. Kultische Reinheit war dazu erforderlich. David jedenfalls war nicht befugt und auch nicht seine Gef\u00e4hrten. Akute Gefahr des Verhungerns h\u00e4tte vielleicht sein Handeln legitimiert, aber davon ist keinesfalls die Rede. Dennoch kann David es tun. Nicht verstohlen und heimlich. Er berichtet davon und es wird dar\u00fcber berichtet, denn auf andere Weise ist es recht und richtig bei ihm. Es ist seine Autorit\u00e4t, seine Autorisierung durch Gott und der Beginn seines K\u00f6nigtums, was ihm das Recht dazu verleiht. Und diese Autorit\u00e4t, die ihm eignet, strahlt bis in diese Zeit. Nun l\u00e4sst sie die Pharis\u00e4er verstummen. Sie brechen ihr Streitgespr\u00e4ch ab, blo\u00df weil Jesus an diese Begebenheit erinnert. Dabei hat er doch gar nicht auf ihre Frage erwidert! Der Zwist bleibt im Raum.<\/p>\n<p>Nicht, als l\u00e4ge eine Auslegungsfrage des Sabbatgebotes vor, die mit einem Schriftverweis schnell aufgekl\u00e4rt w\u00e4re, antwortete Jesus, nicht so, als h\u00e4tten die Pharis\u00e4er eine konkrete Handlung von ihm hinterfragt, sondern so, als h\u00e4tten sie seine Autorit\u00e4t ganz grunds\u00e4tzlich in Frage gestellt. Wahrscheinlich hat er Recht und ein feines Gesp\u00fcr f\u00fcr untergr\u00fcndige Spannungen und T\u00f6ne. Souver\u00e4n durchbricht er die Struktur der Argumentation seiner Gegner und l\u00e4sst sich nicht auf die Diskussion \u00fcber ein Verst\u00e4ndnis von Schriftworten ein, zu dem sie ihn verleiten. Er w\u00e4re wohl in eine Falle getreten und die Pharis\u00e4er h\u00e4tten Recht behalten, selbst wenn sie von ihm widerlegt worden w\u00e4ren. Denn sie h\u00e4tten die Ebene und die Qualit\u00e4t des Gespr\u00e4ches bestimmt. Stattdessen wechselt Jesu die Ebenen und erz\u00e4hlt nicht vom Buchstaben, sondern vom Geist, der in der Schrift liegt. \u201eWisst Ihr denn nicht, was David tat\u201c, sagt er zu ihnen und nimmt damit zugleich den freien Geist und die Autorit\u00e4t Davids f\u00fcr sich in Anspruch: Er, Jesus, vergleicht sich mit David dem K\u00f6nig, der die Schaubrote nahm. Als Davids Sohn weist er sich aus und in gleicher Freiheit wie David gew\u00e4hrt er seinen J\u00fcngern, am Sabbat \u00c4hren zu raufen. Autorisiert ist er durch Gott und am Beginn seines Wirkens. Ganz in diesem Duktus f\u00fcgt er hinzu: \u201eSo ist der Menschensohn Herr auch \u00fcber den Sabbat.\u201c Der Punkt ist gesetzt!<\/p>\n<p>Oder vielleicht auch nicht. Jedenfalls nicht so. M\u00f6glicherweise f\u00fcgt Jesu diesen letzten Satz nicht selbst hinzu. Vermutlich wurde er von sp\u00e4teren Erz\u00e4hlern erg\u00e4nzt, die damit den anderen Satz Jesu interpretieren und ausschlie\u00dflich auf Jesus und seine einzigartige Bevollm\u00e4chtigung als Davids- und Menschensohn bezogen wissen wollen, den anderen Satz, der uns zu Beginn dieser Predigt begegnete, den auch wir durchaus f\u00fcr problematisch erfanden \u2013 und den bezeichnender Weise auch die sp\u00e4teren Evangelisten nicht von Markus \u00fcbernahmen \u2013 den Satz n\u00e4mlich: \u201eDer Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.\u201c<\/p>\n<p>Aber es w\u00e4re schade, wenn dieser Satz fehlte, oder exklusiv nur auf die Person Jesu gedeutet w\u00fcrde. Eine entscheidende Pointe w\u00fcrde der Geschichte vom \u00c4hrenraufen dann fehlen, eine Pointe, die wir nun, nach l\u00e4ngerem Blick auf die ganze Begebenheit, sehen k\u00f6nnen. Nun begegnet uns der Satz Jesu keineswegs mehr als ein allgemeiner, aus seinem Kontext zu l\u00f6sender Weisheitsspruch, der uns Menschen erm\u00e4chtigte, je nach Belieben zu entscheiden, was heilig und gut f\u00fcr uns sei. \u201eUm des Menschen willen\u201c, das klingt nun nicht l\u00e4nger nach der Freistellung pur: \u201eum dem Willen des Menschen zu dienen\u201c. Die Worte begegnet als ein Ausspruch Jesu, der die Autorit\u00e4t und die Freiheit seines eigenen Handelns mit Verweis auf David aus seiner besonderen N\u00e4he zu Gott begr\u00fcndet und somit aus seiner ihm eigenen Bereitschaft, Gott mit seinem ganzem Herzen zu lieben, mit seiner ganzen Seele und mit aller seiner Kraft. Der Satz begegnet als Ausspruch aus dem Mund des Menschen Jesu, der konsequent nach dem Willen Gottes fragt, der sein Selbstsein im tiefsten Vertrauen auf Gott begr\u00fcndet und der das Gebet: \u201eaber nicht mein, sondern Dein Wille geschehe\u201c spricht, als es f\u00fcr ihn um Leben um Tod f\u00fcr ihn geht. Und der so das Leben gewinnt.<\/p>\n<p>Das Besondere und Wunderbare an dem sperrigen Wort Jesu nun aber ist, dass er diese Freiheit, die aus seiner Beziehung zu Gott erw\u00e4chst, nicht exklusiv f\u00fcr sich allein in Anspruch nimmt. Er spricht sie als etwas aus, was allen Menschen gilt, uns allen, weil er glaubt und daf\u00fcr einsteht, dass Gott einem jeden von uns mit gleicher Liebe und N\u00e4he begegnet, wie ihm. Sein Menschsein erhebt Jesu zum Bild exemplarischen Menschseins und ruft uns auf, ihm zu folgen. Nicht allein er ist Herr \u00fcber den Sabbat, wir alle sind es, um unser aller Menschen willen ist der Sabbat geschaffen! Gottes Gebot, den Sabbat zu ehren, wird in einer neuen, einfachen und klaren Bedeutung erkennbar, n\u00e4mlich dass wir Menschen des Geschenks des Sabbats bed\u00fcrfen, um wirklich Menschen zu sein. Uns Menschen fehlt etwas, wenn wir uns nicht auf Gott ein- und von ihm beschenken lassen. Wir brauchen diese besondere Zeit im Laufe all unserer sonstigen Zeit, um die Begegnung mit Gott zu pflegen, eine Begegnung, zu der Gott selbst uns einl\u00e4dt und zu welcher er steht. Das Sabbatgebot l\u00e4dt uns ein, unsere Sinne f\u00fcr die Gegenwart Gottes in unserem Leben zu sch\u00e4rfen und uns von seiner Liebe zum Leben anstecken zu lassen. Wir brauchen das Sabbatgebot und wir brauchen wir auch all die anderen Gebote Gottes, um wirklich Menschen zu sein. Sie ordnen unser Leben. Nicht, indem wir sie \u00e4ngstlich befolgen, sondern indem wir ihren Geist begreifen und uns, wie Jesus, von Gottes Liebe zum Leben anstecken lassen. Sie sind ein Gel\u00e4nder, an das wir greifen k\u00f6nnen, wenn wir ansonsten den Halt verlieren. Sie wollen uns zur Freiheit anleiten, nicht g\u00e4ngeln.<\/p>\n<p>\u201eDer Buchstabe t\u00f6tet, aber der Geist macht lebendig.\u201c wird der Apostel Paulus sp\u00e4ter schreiben. Es geht um Leben und Tod, wie bei Jesus auch. In der Tat. Im ernsten und rechten Umgang mit Gottes Geboten entscheidet sich viel. Daran entscheidet sich, ob wir das Gesp\u00fcr f\u00fcr die Liebe Gottes bewahren, in welcher er die Welt ins Dasein gerufen hat, und uns Menschen, dass uns vor seinem Angesicht ein freies und m\u00fcndiges Leben gelingt.<\/p>\n<p>Was ist der Mensch, wozu ist er da \u2013 was ist gelingendes Leben? Diese Fragen sind uns auch heute, in unserer modernen und schnelllebigen Welt, nicht fremd. Keineswegs sind sie antiquiert, selbst wenn uns manche Antworten heute so vorkommen. Die Antwort aber, die Jesu den Pharis\u00e4ern gibt, und die der Evangelist Markus uns \u00fcberliefert, ist nach wie vor unverbraucht und sie hebt sich in von vielen andern ab: \u201eUm des Menschen willen hat Gott den Sabbat geschaffen!\u201c Welches Menschenbild, welches Weltbild und welches Gottesbild steckt darin? Dar\u00fcber nachsinnend gehen wir weiter, entfernen uns von den Pharis\u00e4ern. Wir teilen den Ernst ihrer Suche, aber gerade darum gehen wir weiter und schlie\u00dfen uns Jesu an. Gemeinsam mit ihm und seinen J\u00fcngern ziehen wir nun durchs Kornfeld. Noch immer ist Sabbat, beil\u00e4ufig aber zupfen auch wir hier und da \u00c4hren und kauen auf ihnen herum. Angef\u00fcllt sind wir mit Bildern, die aus der Vergangenheit auftauchen und mit Fragen, die in die Zukunft reichen, und wir sp\u00fcren dabei, wie das Wort Jesu uns dabei weiterhilft. Es hilft uns die Ahnung f\u00fcr das, was Heilig ist, zu wahren, inmitten unseres schnelllebigen Alltags, inmitten eines Lebens, das nur dem Schein nach sich selber gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne, in Jesus Christus, unserem Herrn.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>Pastor Dr. Konrad Gl\u00f6ckner<\/p>\n<p>Kirchweg 42, 18565 Hiddensee<\/p>\n<p><a href=\"mailto:Kloster@pek.de\">Kloster@pek.de<\/a><\/p>\n<p><em>Konrad Gl\u00f6ckner, geb. 1966, Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Seit 2008 t\u00e4tig als Pastor in Kloster, Insel Hiddensee<\/em><\/p>\n<p><strong>Liedvorschlag: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wohl denen, die da wandeln, EG 295, 1-4<\/li>\n<li>Vertraut den neuen Wegen, EG 395, 1-3<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Weg Jesu durchs Kornfeld unseren Weg durchs Leben kreuzt. | Predigt zu Markus 2, 23-28 | verfasst von Konrad Gl\u00f6ckner | Kanzelgru\u00df: Gnade sei mit Euch und Friede, von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus Amen. H\u00f6ren wir f\u00fcr die Predigt heute auf Worte aus dem Markusevangelium im 2. 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