{"id":3768,"date":"2020-11-25T07:45:05","date_gmt":"2020-11-25T06:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=3768"},"modified":"2020-11-25T08:01:36","modified_gmt":"2020-11-25T07:01:36","slug":"neben-uns-in-unserer-zeit-der-friedefuerst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/neben-uns-in-unserer-zeit-der-friedefuerst\/","title":{"rendered":"Neben uns in unserer Zeit&#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>Neben uns in unserer Zeit der Friedef\u00fcrst! | Erster Advent, 29.11.2020 | Text: Sacharja 9,9-10\u00a0 | verfasst von Rainer Stahl |<\/h3>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Nun treten wir wieder in die Adventszeit ein. So oft haben wir schon Advent begangen \u2013 gefeiert, dass wir gewiss spezielle Situationen, Texte und Lieder mit dieser Zeit verbinden, mit denen wir uns auf diese Zeit und w\u00e4hrend dieser Zeit freuen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich ist es immer auch ein Lied aus unserer Lied-Tradition, das ich besonders liebe, ein Lied, f\u00fcr das bewusst eine wunderbare Melodie von Georg Friedrich H\u00e4ndel eingesetzt worden war:<\/p>\n<p>\u201eTochter Zion, freue dich,<\/p>\n<p>jauchze laut, Jerusalem!<\/p>\n<p>Sieh, dein K\u00f6nig kommt zu dir,<\/p>\n<p>ja er kommt, der Friedef\u00fcrst. [\u2026]<\/p>\n<p>[\u2026] sei gesegnet deinem Volk!<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde nun dein ewig Reich, [\u2026]<\/p>\n<p>[\u2026] sei gegr\u00fc\u00dfet, K\u00f6nig mild!<\/p>\n<p>Ewig steht dein Friedensthron,<\/p>\n<p>du, des ewgen Vaters Kind. [\u2026]\u201c (Ev. Gesangbuch 13, aus den Strophen 1-3).<\/p>\n<p>Diese \u201eMilde\u201c \u2013 welch altert\u00fcmlicher Begriff; redet heute \u00fcberhaupt noch jemand so? \u2013, diese \u201eMilde\u201c, diese \u201eFreundlichkeit\u201c ist in einem anderen Adventslied unvergleichlich zur Sprache gebracht worden:<\/p>\n<p>\u201eEr ist gerecht, ein Helfer wert;<\/p>\n<p>Sanftm\u00fctigkeit ist sein Gef\u00e4hrt,<\/p>\n<p>sein K\u00f6nigskron ist Heiligkeit,<\/p>\n<p>sein Zepter ist Barmherzigkeit; [\u2026].<\/p>\n<p>O wohl dem Land, o wohl der Stadt,<\/p>\n<p>so diesen K\u00f6nig bei sich hat. \u00a0\u00a0\u00a0 [\u2026]\u201c (Ev. Gesangbuch 1, aus den Strophen 1 und 2).<\/p>\n<p>Gerade die beiden letzten Zeilen waren mir in meiner Jugendzeit in der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik ganz wichtig: In unsere, sich atheistisch gebende Gesellschaft wird geheimnisvoll dieser K\u00f6nig einziehen und seine guten Wirkungen ausstrahlen. Aber ist das nicht auch heute in unserer sich manchmal als dem Glauben nahe gebende, in Wahrheit sich aber doch als noch viel weitergehender atheistisch erweisender Gesellschaft <u>die<\/u> entscheidende Herausforderung, <u>die<\/u> eigentliche Hoffnung? Dass da eine liebende Macht in unsere Welt kommt, ja: als in unserer Welt geheimnisvoll gegenw\u00e4rtig erkannt wird! Neben uns, neben Ihnen, neben mir ist \u2013 Ich wage \u201eist\u201c zu sagen! \u2013, neben uns, neben Ihnen, neben mir ist ein \u201eFriedef\u00fcrst\u201c, ein \u201eK\u00f6nig mild\u201c. Ist das nicht unsere Hoffnung f\u00fcr jede Advents- und Weihnachtszeit? Dass wir <u>das<\/u> ahnen?! Dass wir <u>das<\/u> ein wenig f\u00fchlen k\u00f6nnen?!<\/p>\n<p>In diesem Jahr 2020 wird uns nun an diesem ersten Sonntag der Adventszeit, an diesem 1. Advent, das eigentliche biblische Wort zugemutet, von dem her in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts Friedrich Ranke das sch\u00f6ne Lied \u201eTochter Zion, freue dich\u201c gedichtet hatte. Das aber \u2013 so erkennen wir jetzt richtiggehend erschreckt \u2013 f\u00fcgt sich gar nicht so glatt in unsere Sehns\u00fcchte. Das aber verunsichert unsere Sehns\u00fcchte ein gutes St\u00fcck weit:<\/p>\n<p>\u201eJauchze sehr, Tochter Zion,<\/p>\n<p>rufe Tochter Jerusalem:<\/p>\n<p>\u201aSiehe, dein K\u00f6nig ist kommend zu dir,<\/p>\n<p>der ein Gerechter und ein Rettender ist,<\/p>\n<p>der ein Armer und ein Reitender auf einem Esel<\/p>\n<p>und auf einem Eselsf\u00fcllen, dem Sohn von Eselinnen, ist!\u2018<\/p>\n<p>[Der sagt:]<\/p>\n<p>\u201aIch rotte die Streitw\u00e4gen \u00fcber Ephraim aus<\/p>\n<p>und die Reiterei \u00fcber Jerusalem<\/p>\n<p>und zerschlage den Bogen des Krieges.\u2018<\/p>\n<p>Und er ruft aus Frieden f\u00fcr die V\u00f6lker.<\/p>\n<p>Und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer sein<\/p>\n<p>und vom Strom bis zu den Enden des Landes\u201c (Sacharja 9,9-10 \u2013 vgl. Sie am Ende die Wiedergabe des hebr\u00e4ischen Originals).<\/p>\n<p>D\u00fcrfen wir dieses Wort \u00fcberhaupt auf uns beziehen? Gilt es uns? Waren wir im Blick, als dieses Wort gefunden worden war? Gefunden worden vielleicht von Denkern in Jerusalem im ausgehenden 3. Jahrhundert vor Christus \u2013 stammelnd, stotternd, aber doch ausgesagt! Also gefunden worden in den Jahrzehnten, in denen das Siedlungsgebiet um Jerusalem Spielball der K\u00e4mpfe zwischen den beiden griechisch geleiteten Gro\u00dfreichen der Region war, zwischen dem Gro\u00dfreich der Ptolem\u00e4er von \u00c4gypten aus im S\u00fcden und dem Gro\u00dfreich der Seleukiden vom heutigen Irak und von Syrien aus im Norden. Damals konnte man von Jerusalem aus das eigene Schicksal kaum bestimmen. Genau damals wurde diese besondere Hoffnung formuliert und dem Schatz an Worten jenes Propheten Sacharja hinzugef\u00fcgt, der im ausgehenden 6. Jahrhundert vor Christus, also 300 Jahre fr\u00fcher gelebt und gewirkt hatte. Vor vielen Jahrzehnten hatte ich einmal ein Seminar zu Worten jenes Sacharja durchgef\u00fchrt. Damals habe ich nat\u00fcrlich diese Worte, die heute in Sacharja 9 stehen, gar nicht behandelt, weil sie ja von viel Sp\u00e4teren ausgesprochen worden waren. Jetzt aber wird mir ein Zusammenhang bewusst, der damals verborgen bleiben musste: Dieses, unser Wort bestimmt das Wissen um Sacharja ganz neu, f\u00fcgt diesem Wissen eine neue Ahnung hinzu: Sacharja war ein Mann gewesen, der Gott bedr\u00e4ngend angeschrien hatte:<\/p>\n<p>\u201eBis wann \/ wie lange wirst du dich nicht erbarmen \u00fcber Jerusalem und die St\u00e4dte Judas?\u201c<\/p>\n<p>(aus Sacharja 1,12).<\/p>\n<p>Und dem die Antwort von Gott her aufd\u00e4mmerte:<\/p>\n<p>\u201eIch eifere f\u00fcr Jerusalem \u2013 gro\u00dfer Eifer!\u201c (aus Sacharja 1,14).<\/p>\n<p>Solcher Hoffnung wird nun aber unsere Konkretion hinzugef\u00fcgt:<\/p>\n<p>\u201e\u2018Ich rotte die Streitw\u00e4gen \u00fcber Ephraim aus<\/p>\n<p>und die Reiterei \u00fcber Jerusalem<\/p>\n<p>und zerschlage den Bogen des Krieges.\u2018<\/p>\n<p>Und er ruft aus Frieden f\u00fcr die V\u00f6lker.\u201c<\/p>\n<p>Das ist <u>die<\/u> Herausforderung unseres Bibelwortes! K\u00f6nnen wir uns \u00fcberhaupt auf sie einlassen? \u2013 Auf eine endg\u00fcltige L\u00f6sung der Machtfrage zugunsten Jerusalems, zugunsten Israels \u2013 stotternd wage ich hier den Namen des modernen Staates \u201eIsrael\u201c anzudeuten, denn wie sonst k\u00f6nnten die Begriffe \u201eEphraim\u201c und \u201eJerusalem\u201c aufgenommen werden? Auf eine Zerst\u00f6rung der vorhandenen milit\u00e4rischen Waffenarsenale \u2013 von Panzerarmeen bis zu Bomberflottillen, zu Raketen in Silos, zu waffentragenden Drohnen, zu Lagern von Chemiewaffen, zu Arsenalen von Hackertechnologien, um Krankenh\u00e4user, Kraftwerke lahmzulegen\u2026 Wer von uns bedenkt solche Dimensionen, wenn sie oder er sich auf Advent und Weihnachten vorbereitet? Wer stellt sich einen K\u00f6nig vor, der unsere Welt der Jahre 2020 und 2021 auf solche Richtung hin \u00e4ndert?<\/p>\n<p>Wir lesen diese alten Worte als Christen, als Frauen und M\u00e4nner, die sich dem Christentum \u00f6ffnen, die Christinnen und Christen sein wollen, die ihrem Leben christliche Ausrichtungen geben! Das hei\u00dft, wir lesen diese alten Worte als Worte, die im Zusammenhang mit Jesus aus Nazareth stehen, die f\u00fcr uns von ihm sprechen. Dieser Jesus aus Nazareth ist f\u00fcr uns<\/p>\n<p>\u201eunser K\u00f6nig, der kommend ist zu uns,<\/p>\n<p>der ein Gerechter und ein Rettender ist,<\/p>\n<p>der ein Armer und ein Reitender auf einem Esel<\/p>\n<p>und auf einem Eselsf\u00fcllen, dem Sohn von Eselinnen, ist!\u201c<\/p>\n<p>Dieser Jesus hat die Gewaltstrukturen seiner Zeit immer wieder zeichenhaft \u00fcberwunden aber letztlich nicht aufgehoben. Er hat sie nicht beseitigt. Sondern er wurde unter ihnen zerst\u00f6rt. Nur, weil er als Auferstandener erfahren wurde und wir ihn als Auferstandenen glauben, ahnen wir, dass es jenseits unserer Machtstrukturen von Milit\u00e4r, Geld, Elitenmacht und Hackerarbeit eine besondere, eine eigentliche Macht gibt. \u2013 <u>Diese<\/u> glauben wir, <u>diese<\/u> begr\u00fc\u00dfen wir zu Advent und zu Weihnachten.<\/p>\n<p>Ich darf noch einmal eine Verbindung zu meiner Jugendzeit herstellen: Damals habe ich als B\u00fcrger des Sowjetischen Imperiums, als B\u00fcrger der sozialistischen und atheistischen DDR geglaubt, dass es eine wahre Wirklichkeit voller Macht gibt, die jenseits allem Beobachtbaren, jenseits aller allt\u00e4glichen Kompromisse doch da ist. Deshalb habe ich auf sie mitten in den allt\u00e4glichen Kompromissen vertraut. Von ihrer F\u00e4higkeit und Herrschaft war ich im Unterschied zu allen offensichtlichen Machtstrukturen \u00fcberzeugt. Dass es also dieser Christus ist, den \u201eunser Land, unsere Stadt bei sich hat\u201c. Dazu lade ich auch heute, auch zur Adventszeit des Jahres 2020 ein!<\/p>\n<p>Unser Predigtwort in Sacharja 9 k\u00f6nnen wir nur richtig verstehen, wenn wir erkennen: Jesus ist Sieger \u2013 aber ganz anders, als die Theologen Jerusalems um 230 vor Christus gehofft hatten. Und seine Herrschaft gilt \u00fcberall und f\u00fcr alle \u2013 nicht nur f\u00fcr ein Gebiet im Vorderen Orient \u201evom Meer zum Meer\u201c, \u201evom Strom bis zum Ende des Landes\u201c. Seine Herrschaft besteht auch f\u00fcr uns in Franken, in Erlangen, und f\u00fcr die Menschen von Wladiwostok ganz im Osten Russlands, in Ostsibirien, bis zu jenen in Punta Arenas ganz im S\u00fcden Chiles, um nur die beiden Pole zu nennen, die ich bei meinen vielen Besuchen und Begegnungen vom Martin-Luther-Bund aus in Partnerkirchen erreicht hatte.<\/p>\n<p>Werden wir aufmerksam auf die kleinen, ganz verhaltenen, aber doch \u00fcberw\u00e4ltigenden Zeichen und Hinweise dieser geheimnisvollen Macht: In diesem Jahr werden wir nicht in bisher gewohnter Weise auf Weihnachtsm\u00e4rkte gehen k\u00f6nnen, nicht dort begeistert zusammen mit anderen stehen k\u00f6nnen, nicht feinen Gl\u00fchwein trinken und nicht schmackhafte \u201eDrei im W\u00e4ckla\u201c essen k\u00f6nnen. Aber verteilt in einer Stadt wird es einzelne St\u00e4nde geben. Bei Beachtung der Abstandsregelungen werden wir an ihnen schauen und kaufen k\u00f6nnen. Sind diese vereinzelten St\u00e4nde nicht ein Symbol daf\u00fcr, dass eine bessere Wirklichkeit da ist und sozusagen hier und da hineinragt in unser Leben?! Ich habe schon in dieser Zeit im Kopf: an einem Platz in Erlangen ein Karussell, das dort ganz allein dasteht, aber Kinder zum fr\u00f6hlichen Fahren auf seinen Pferdchen einl\u00e4dt. Mitten in unserer allt\u00e4glichen Welt, in der wir von einem Kaufhaus in das andere wechseln, so ein Angebot einer ganz anderen Wirklichkeit! W\u00e4re dieses Angebot nicht auch ein Hinweis auf diese ganz andere Wirklichkeit, die sich \u00fcber unserer Welt w\u00f6lbt:<\/p>\n<p>\u201e[\u2026] so lass uns h\u00f6ren jenen vollen Klang<\/p>\n<p>der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,<\/p>\n<p>all deiner Kinder hohen Lobgesang\u201c (Ev. Gesangbuch 65, aus Strophe 6).<\/p>\n<p>\u00d6ffnen wir uns also dieser beeindruckenden Dimension, durch die auch wir erfasst werden, erreicht werden, betroffen werden:<\/p>\n<p>\u201eHosianna, Davids Sohn,<\/p>\n<p>sei gesegnet deinem Volk!\u201c\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen<\/p>\n<p><strong>Text:<\/strong><\/p>\n<p>9a\u03b1\u03b1\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d2\u05d9\u05dc\u05d9 \u05de\u05d0\u05d3 \u05d1\u05ea \u05e6\u05d9\u05d5\u05df\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jauchze sehr, Tochter Zion,<\/p>\n<p>9a\u03b1\u03b2\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d4\u05e8\u05d9\u05e2\u05d9 \u05d1\u05ea \u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05dd\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Rufe [Septuaginta: Verk\u00fcndige] Tochter Jerusalem:<\/p>\n<p>9a\u03b1\u03b3\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d4\u05e0\u05d4 \u05de\u05dc\u05db\u05da \u05d9\u05d1\u05d5\u05d0 \u05dc\u05da\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Siehe, dein K\u00f6nig kommt (ist kommend) zu dir \u2013<\/p>\n<p>9a\u03b1\u03b4\u00a0\u00a0\u00a0 \u05e6\u05d3\u05d9\u05e7 \u05d5\u05e0\u05d5\u05e9\u05e2 \u05d4\u05d5\u05d0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ein Gerechter und ein Rettender [Septuaginta: Retter] ist er,<\/p>\n<p>9b\u03b1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u05e2\u05e0\u05d9 \u05d5\u05e8\u05db\u05d1 \u05e2\u05dc \u05d7\u05de\u05d5\u05e8\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ein Armer und ein Reitender auf einem Esel<\/p>\n<p>9b\u03b2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d5\u05e2\u05dc \u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05df \u05d0\u05ea\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und auf einem Eselsf\u00fcllen, dem Sohn von Eselinnen, ist er:<\/p>\n<p>10a\u03b1\u03b1\u00a0 \u05d5\u05d4\u05db\u05e8\u05ea\u05d9 \u05e8\u05db\u05d1 \u05de\u05d0\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eUnd ich rotte aus [Septuaginta: Und er wird vernichten] den Wagen (die Streitw\u00e4gen) von (\u00fcber) Ephraim<\/p>\n<p>10a\u03b1\u03b2\u00a0 \u05d5\u05e1\u05d5\u05e1 \u05de\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05dd\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und das Pferd (die Reiterei) von (\u00fcber) Jerusalem<\/p>\n<p>10a\u03b1\u03b3\u00a0 \u05d5\u05e0\u05db\u05e8\u05ea\u05d4 \u05e7\u05e9\u05ea \u05de\u05dc\u05db\u05de\u05d4\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und zerschlage den Bogen des Krieges.\u201c<\/p>\n<p>10a\u03b1\u03b4\u00a0 \u05d5\u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05dc\u05d5\u05dd \u05d2\u05d5\u05d9\u05dd\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Und er ruft aus Frieden [Septuaginta: es wird sein F\u00fclle und Frieden] f\u00fcr die V\u00f6lker.<\/p>\n<p>10b\u03b1\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d5\u05de\u05e9\u05dc\u05d5 \u05de\u05d9\u05dd \u05e2\u05d3 \u05d9\u05dd\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer sein [Septuaginta: Und er wird Gew\u00e4sser beherrschen bis zum Meer]<\/p>\n<p>10b\u03b2\u00a0\u00a0\u00a0 \u05d5\u05de\u05e0\u05d4\u05e8 \u05e2\u05d3 \u05d0\u05e4\u05e1\u05d9 \u05d0\u05e8\u05e5\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und vom Strom {Euphrat?} bis zu den Enden des Landes [Septuaginta: und Flussm\u00fcndungen auf der Erde].<\/p>\n<p>Dr. Rainer Stahl<\/p>\n<p>Erlangen<\/p>\n<p><a href=\"mailto:rainer.stahl.1@gmx.de\">rainer.stahl.1@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>[1951 geboren, Studium der Theologie in Jena, Assistent im Alten Testament, 1981 ordiniert, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirche in Th\u00fcringen, zwei Jahre lang Einsatz beim Lutherischen Weltbund in Genf, dann Pfarrer in Altenburg, Alttestamentler an der Kirchlichen Hochschule in Leipzig, Referent des Th\u00fcringer Landesbischofs in Eisenach, seit 1998 Dienst f\u00fcr den Martin-Luther-Bund (das lutherische Diasporawerk) in Erlangen, seit 2016 im Ruhestand.]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben uns in unserer Zeit der Friedef\u00fcrst! | Erster Advent, 29.11.2020 | Text: Sacharja 9,9-10\u00a0 | verfasst von Rainer Stahl | Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Nun treten wir wieder in die Adventszeit ein. 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