{"id":4118,"date":"2020-12-23T14:51:55","date_gmt":"2020-12-23T13:51:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=4118"},"modified":"2020-12-23T14:52:55","modified_gmt":"2020-12-23T13:52:55","slug":"fortsetzung-folgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/fortsetzung-folgt\/","title":{"rendered":"Fortsetzung folgt: &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fortsetzung folgt:&nbsp; Vom Wochenbett in die \u00d6ffentlichkeit | Predigt zu Lukas, 2, 21-40 | Verfasst von Kira Busch-Wagner, Trinitatisgemeinde Karlsruhe-Aue |&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt! Wir haben Weihnachten erreicht. Viele haben es festgehalten auf Handys, Videoclips, Blogs. Der Heilige Abend \u2013 eine Z\u00e4sur. Obwohl in diesem Jahr die Stille schon vorgezogen war, f\u00fcr mache unheimlich. Und nun geht es weiter. In Etappen. Auch in den Weihnachtsgeschichten der Bibel. Eine Woche sp\u00e4ter. Einen Monat sp\u00e4ter. Immer noch in Bezug auf das Fest der Geburt. Immer noch davon gepr\u00e4gt, aber mit neuem Ausblick.<\/p>\n<p>An die Geburt des Kindes in der Davidsstadt Bethlehem schlie\u00dfen sich an Namensgebung des Kindes,Jesus, und Beschneidung. Jesu Zugeh\u00f6rigkeit zum Bund, zum Volk Gottes ist jetzt offenkundig.<\/p>\n<p>Und dann, so erz\u00e4hlt der Evangelist, einen Monat sp\u00e4ter: nach der religi\u00f6sen Reinigung der Mutter die sogenannte Ausl\u00f6sung der m\u00e4nnlichen Erstgeburt. Ein Fest in besonderer Erinnerung daran, dass kurz vor dem Auszug aus \u00c4gypten, die m\u00e4nnlichen Erstgeborenen, ganz besonders bedroht waren. Hatten erst die mutigen Hebammen das Leben der Kinder gerettet, so verdanken sie am Ende ihr Leben Gottes Weisung und Ruf. Ganz Israel ist sich bewusst: die erstgeborenen Jungen aller Zeiten stehen Gott gegen\u00fcber in besonderer Dankespflicht. Auf die Erstgeborenen hat Gott ein besonderes Vorrecht. Sie werden daher symbolisch ausgel\u00f6st. Ein besonderes Fest, ein besonderer Dank bis heute. Jesus h\u00e4lt gewisserma\u00dfen an seiner Verpflichtung fest. Sein Leben ist gebunden an Gott bis zum Tod und dar\u00fcber hinaus. Und Gott ruft und rettet am Ende auch den Erstgeborenen Jesus vom Tode. Das wird dann Ostern sein.<\/p>\n<p>Noch aber sind wir in der Weihnachtszeit, kurz nach der Geburt.<\/p>\n<p>Als Fest der Familie wird Weihnachten dem entsprechend oft zitiert. Dabei sind in der Bibel neben der jungen Familie mit dem Kind von vornherein noch ganz andere Lebensgemeinschaften mit dabei. Die Hirten als eine sehr bodenst\u00e4ndige Arbeits- und Lebensgemeinschaft. Die Menge der himmlischen Heerscharen:&nbsp; Boten g\u00f6ttlicher Sph\u00e4re. Bei Matth\u00e4us bezeugen k\u00f6nigliche Sterndeuter die eigentlichen, die richtigen Machtverh\u00e4ltnisse, als sie das Kind verehren.<\/p>\n<p>Lukas vergr\u00f6\u00dfert gleich nach Geburt, Namensgebung und Beschneidung den Raum f\u00fcr ganz Israels. &nbsp;Er vergr\u00f6\u00dfert den Raum. Die Familie, erz\u00e4hlt Lukas, zieht nach Jerusalem, in den Tempel. Sie kommt vom Wochenbett in die \u00d6ffentlichkeit. Bei unseren Bezirkssynode ist die \u00d6ffentlichkeit gew\u00e4hrleistet selbst durch eine einzelne Vertreterin der Presse. Bei Lukas ist die \u00d6ffentlichkeit repr\u00e4sentiert durch zwei Figuren: Simeon und Hanna.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Simeon und Hanna l\u00e4sst sich sagen: Weihnachten ist ein Fest der Sinne. Simeon und Hanna: Sie hatten gewartet. Hatten vielleicht gezweifelt, gejammert, ihren Alltag gemeistert, haben die Jahre hingehen sehen. Jetzt sp\u00fcren sie hin, sehen, h\u00f6ren. Sie staunen, lachen, singen, loben, danken, segnen. Und sie sp\u00fcren, sehen, h\u00f6ren, denken \u00fcber sich selbst hinaus. Tr\u00f6sten. Reden. Diskutieren. Verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>\u201eMeine Augen haben das Heil gesehen,\u201c sagt Simeon. \u201eEin Licht zur Erleuchtung der Heiden, der V\u00f6lker der Welt jenseits von Israel. Ein Licht, wozu man Israel nur gratulieren kann.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Eltern aber, ahnt Simeon, wird das nicht leicht werden. Gegen\u00fcber Maria spricht Simeon auch dunkle Zeiten an. Gut, dass jemand auch so etwas wahrnimmt, auch da hinsp\u00fcrt. Gut, dass einer auch Schweres anspricht in all der Freude und die Eltern auch damit nicht allein l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Hanna ist ein genaues, sozusagen biblisches Alter bekannt: 84 Jahre ist sie. Eine alleinstehende Seniorin. Ihr Anliegen: die Schrift zu lesen im Blick auf die eigene Gegenwart. Und ihre Lesart in die \u00d6ffentlichkeit zu bringen. Darum nennt sie Lukas eine Prophetin. Nach der Begegnung im Tempel redet Hanna \u00fcber das Kind mit allen, die auf die Befreiung Jerusalems warten. Die Hoffnung und die Bitte: \u201eerl\u00f6se uns vom B\u00f6sen\u201c bekommen durch sie neue Nahrung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Lukas gibt es einige Geschichten, die ganz parit\u00e4tisch besetzt sind. Eine Frau, ein Mann. Unterschiedliche Perspektiven. Unterschiedliche Lebensgestaltung. Gemeinsam: Repr\u00e4sentanten Israels. F\u00fcr die gro\u00dfe \u00d6ffentlichkeit. F\u00fcr die V\u00f6lker der Welt. F\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Sie haben gewartet. Hingesp\u00fcrt. Hingesehen. Hingeh\u00f6rt. Sie haben dann vom Kind her aufgeschaut. Auf die drum rum. Auf uns. Um zu danken. Zu tr\u00f6sten. Zu verhei\u00dfen. Zu hoffen. Um zu erz\u00e4hlen. Zu bereden. Um zu segnen. Und wirksam zu werden.<\/p>\n<p>Mit Simeon und Hanna wird aus dem Fest der Geburt und dem Fest der Familie ein \u00f6ffentliches Fest. Auch wenn es nur zwei Personen sind.<\/p>\n<p>Die Familie kehrt erst mal heim nach Nazareth. Simeon und Hanna bleiben in Jerusalem. Bleiben Gemeinde. Bleiben \u00d6ffentlichkeit. Sind ansprechbar. Haben anders als die Eltern Maria und Josef mit dem ersten Kind wie gute Gro\u00dfeltern den Kopf und die H\u00e4nde frei. K\u00f6nnen hinsehen. K\u00f6nnen weitergeben.<\/p>\n<p>Unser Fest, gr\u00f6\u00dfer als f\u00fcr eine Kleinfamilie, und seine Fortsetzung verdanken wir ihnen.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liedvorschl\u00e4ge aus dem EG:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>52 Wisst ihr noch, wie es geschehen, immer werden wir\u2019s erz\u00e4hlen: 1,5.6.<\/p>\n<p>56 Weil Gott in tiefster Nacht erschienen: 1.4.5.<\/p>\n<p>57 Uns wird erz\u00e4hlt von Jesus Christ<\/p>\n<p>163 Unsern Ausgang segne Gott<\/p>\n<p>172 Sende dein Licht und deine Wahrheit<\/p>\n<p>222 (nach dem Nunc dimittis) Im Frieden dein<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Predigt entsprechend<\/p>\n<p>f\u00fcr Lebenszusammenh\u00e4nge jenseits von Kleinfamilie<\/p>\n<p>f\u00fcr Repr\u00e4sentantInnen der \u00d6ffentlichkeit<\/p>\n<p>f\u00fcr Familien, die unter besonderen Belastungen leiden, um Trost und Beistand<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pfarrerin Kira Busch-Wagner, Karlsruhe<\/p>\n<p>e-mail: <a href=\"mailto:Kira.Busch-Wagner@kbz.ekiba.de\">Kira.Busch-Wagner@kbz.ekiba.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kira Busch-Wagner, geb. 1961, Pfarrerin in Aue, engagiert im christlich-j\u00fcdischen Gespr\u00e4ch und in der evangelisch-katholischen \u00d6kumene<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung folgt:&nbsp; Vom Wochenbett in die \u00d6ffentlichkeit | Predigt zu Lukas, 2, 21-40 | Verfasst von Kira Busch-Wagner, Trinitatisgemeinde Karlsruhe-Aue |&nbsp; &nbsp; Liebe Gemeinde, Fortsetzung folgt! Wir haben Weihnachten erreicht. Viele haben es festgehalten auf Handys, Videoclips, Blogs. Der Heilige Abend \u2013 eine Z\u00e4sur. Obwohl in diesem Jahr die Stille schon vorgezogen war, f\u00fcr mache [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4067,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,547,1,157,114,636,349,455,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-4118","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-1-so-n-christfest","category-aktuelle","category-beitragende","category-deut","category-kapitel-02-chapter-02-lukas","category-kasus","category-kira-busch-wagner","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4118"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4118\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4120,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4118\/revisions\/4120"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4118"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=4118"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=4118"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=4118"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=4118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}