{"id":4270,"date":"2021-01-14T20:27:41","date_gmt":"2021-01-14T19:27:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=4270"},"modified":"2021-01-14T20:36:37","modified_gmt":"2021-01-14T19:36:37","slug":"wunder-wasser-wein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wunder-wasser-wein\/","title":{"rendered":"Wunder, Wasser, Wein"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Predigt \u00fcber Joh 2, 1-11 | verfasst von D\u00f6rte Gebhard |\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><em>Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn, Jesus Christus.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen. <\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde<\/p>\n<p>Nicht einmal Abendmahl ist derzeit m\u00f6glich,<\/p>\n<p>ist da eine Predigt \u00fcber ein Weinwunder n\u00f6tig?<\/p>\n<p>Selbst Kirchenkaffee im mittelgrossen Kreis ist abgesagt,<\/p>\n<p>ist da das Partygefl\u00fcster von einer gr\u00f6sseren Hochzeitsfete angesagt?<\/p>\n<p>Wenn wir sogar das gemeinsame Singen lassen m\u00fcssen,<\/p>\n<p>soll da Partymusik durch die Kirche t\u00f6nen?<\/p>\n<p>Es geht aber um mehr als das N\u00f6tige.<\/p>\n<p>Es geht sogar um mehr als das M\u00f6gliche.<\/p>\n<p>Es geht um das Gute von Gott.<\/p>\n<p>Davon gibt es immer mehr als genug.<\/p>\n<p>Darum h\u00f6ren wir in diesem Gottesdienst nicht nur Partysound, sondern aus dem Johannesevangelium (Joh 2, 1-11 aus der Z\u00fcrcher Bibel) \u00fcber die Hochzeit in Kana:<\/p>\n<p><strong><em>Die Hochzeit in Kana<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><sup>1 <\/sup><\/em><em>Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galil\u00e4a, und die Mutter Jesu war dort.\u00a0<sup>2 <\/sup>Aber auch Jesus und seine J\u00fcnger waren zur Hochzeit geladen.\u00a0<sup>3 <\/sup>Und als der Wein ausging, sagt die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.\u00a0<sup>4 <\/sup>Und Jesus sagt zu ihr: Was hat das mit dir und mir zu tun, Frau?\u00a0Meine Stunde ist noch nicht da.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>5 <\/sup><\/em><em>Seine Mutter sagt zu den Dienern: Was immer er euch sagt, das tut.\u00a0<sup>6 <\/sup>Es standen dort aber sechs steinerne Wasserkr\u00fcge, wie es die Reinigungsvorschriften der Juden verlangen, die fassten je zwei bis drei Mass.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>7 <\/sup><\/em><em>Jesus sagt zu ihnen: F\u00fcllt die Kr\u00fcge mit Wasser! Und sie f\u00fcllten sie bis oben.\u00a0<sup>8 <\/sup>Und er sagt zu ihnen: Sch\u00f6pft jetzt und bringt dem Speisemeister davon. Und sie brachten es.\u00a0<sup>9 <\/sup>Als aber der Speisemeister das Wasser kostete, das zu Wein geworden war, und nicht wusste, woher es war &#8211; die Diener aber, die das Wasser gesch\u00f6pft hatten, wussten es -, da ruft der Speisemeister den Br\u00e4utigam\u00a0<sup>10 <\/sup>und sagt zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie betrunken sind, den schlechteren. Du hast den guten Wein bis jetzt zur\u00fcckbehalten.<\/em><\/p>\n<p><em><sup>11 <\/sup><\/em><em>Das tat Jesus als Anfang der Zeichen in Kana in Galil\u00e4a, und er offenbarte seine Herrlichkeit, und seine J\u00fcnger glaubten an ihn. <\/em><\/p>\n<p>I<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde<\/p>\n<p><em>Sie haben keinen Wein &#8230;<\/em><\/p>\n<p>Das scheint ihr Problem zu sein. Aber in Wirklichkeit gehen die grossen Wunder in dieser Geschichte schon mit diesen Worten los.<\/p>\n<p>Wie diskret die Mutter Jesu das sagt! Nur zu ihrem Sohn, sie h\u00e4ngt es nicht an die grosse Glocke. Ob sie noch total n\u00fcchtern war?<\/p>\n<p><em>Sie haben keinen Wein &#8230; <\/em>Weiter nichts.<\/p>\n<p>Die Frau nennt keine Schuldigen. Sie nennt gar keine Namen. Es ist eh\u2019 peinlich, wenn man G\u00e4ste nicht richtig bewirten kann. Aber es muss hier kein S\u00fcndenbock gefunden und \u00fcberliefert werden. Damit er tausend Tode stirbt, so oft jemand die Geschichte erz\u00e4hlt oder h\u00f6rt oder liest.<\/p>\n<p>Hier ist unser Glaube an Wunder schon gefragt. Es gibt sie wirklich, auch wenn wir nicht immer davon \u00fcberzeugt sind: L\u00f6sungen f\u00fcr Schwierigkeiten \u2013 <em>ohne<\/em> vorher die Schuldigen zu suchen. Man kann peinliche Momente beenden und vor\u00fcbergehen lassen, ohne sie heraus zu posaunen, ohne sie auf insta zu posten, ohne sie damit noch peinlicher zu machen.<\/p>\n<p>Es ist wahr: Man muss sich nicht jedesmal die M\u00fche machen, festzustellen, wer ganz genau schuld ist an einer Misere.<\/p>\n<p>Was ist das Sch\u00f6nste an diesem ersten Wunder? Wir k\u00f6nnen es Jesus leicht nachmachen! Es ginge ungef\u00e4hr so:<\/p>\n<p>Vielleicht ist der Br\u00e4utigam ein kleiner T\u00f6lpel, das geht mich aber nichts an! Oder die Schwiegermutter hat es nicht richtig berechnet, aber ich bin nicht verpflichtet, mich dar\u00fcber aufzuregen. Es wird auch nicht meine Schwiegermutter. Oder die G\u00e4ste haben f\u00fcr einmal tiefer als erwartet in die Gl\u00e4ser geschaut, mag auch sein.<\/p>\n<p>Oder es geht so:<\/p>\n<p>Eine Bestellung ist vergessen gegangen, ich denke jetzt dran und k\u00fcmmere mich in genau der Zeit darum, in der ich sonst ein Rundmail geschrieben h\u00e4tte, um herauszufinden, wer zust\u00e4ndig gewesen w\u00e4re, eigentlich, in der Zeit, in der ich herumtelefoniert h\u00e4tte, um zu erfahren, wo es untergegangen ist, ehe es jetzt wiederauftauchte. Das hat Vorteile; es ist dann gemacht und parat, wenn es gebraucht wird.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re wunderbar, wenn viele mitmachten beim Probleml\u00f6sen ohne vorher Schuldige zu suchen. Das war das erste Wunder, das zweite folgt sogleich.<\/p>\n<p><em>II<\/em><\/p>\n<p><em>Sie haben keinen Wein <u>mehr<\/u>. <\/em><\/p>\n<p>Seit gut 13 Jahren lebe ich in der Schweiz und kann es mir nicht verkneifen, bei diesem Satz noch etwas anderes zu denken.<\/p>\n<p>Denn ich habe es inzwischen sehr verinnerlicht:<\/p>\n<p>\u00abS\u2019hett solang\u2019s hett!\u00bb<\/p>\n<p>Dazu leicht mit den Schultern zucken.<\/p>\n<p>Ziemlich unerbittlich gucken.<\/p>\n<p>Etwas seufzen und nochmals wiederholen:<\/p>\n<p>\u00abS\u2019hett solang\u2019s hett!\u00bb<\/p>\n<p>Aber diesen Spruch kann die Mutter Jesu nicht kennen, sie ist keine reformierte Schweizerin gewesen, sondern war als Orientalin sicher mit rauschenden Festen bestens vertraut. Diese Weisheit stimmt nur hier, auf keinen Fall da. Bei manchen Neutestamentlern ist von Festivit\u00e4ten die Rede, die sieben Tage dauern konnten. Das \u00fcbersteigt eigentlich meine Vorstellungskraft.<\/p>\n<p>\u00abEinisch isch fertig &#8230;\u00bb<\/p>\n<p>Sie haben also keinen Wein mehr und meine n\u00e4chste, ironische Regung war: Dann m\u00f6chte ich gern einen Moment ihre Sorgen haben und die aktuellen Probleme der Welt f\u00fcr einen kleinen Augenblick tauschen.<\/p>\n<p>Das zweite Wunder in der Geschichte ist f\u00fcr uns leicht zu \u00fcberlesen: <em>Jesus sagt zu ihnen: F\u00fcllt die Kr\u00fcge mit Wasser! Und sie f\u00fcllten sie bis oben.<\/em><\/p>\n<p>Sie haben also reichlich Wasser, ungef\u00e4hr 600-700 Liter, je nachdem, wie gross die sechs Kr\u00fcge waren.<\/p>\n<p>Aber ich muss an alle Menschen denken, die t\u00e4glich darauf warten, dass sich irgendetwas in Wasser verwandelt, vor allem in Trinkwasser, das erreichbar ist und nicht krank macht. Menschen warten auf \u00abVerwandlung\u00bb von Salz- in S\u00fcsswasser, von schmutzigem in gereinigtes Wasser, von einer ausgetrockneten Wasserstelle in einen neuen, tieferen Brunnen, von d\u00fcrrem Boden in fruchtbares Land &#8230;<\/p>\n<p>2,2\u00a0Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelm\u00e4\u00dfigen Zugang zu sauberem Wasser, teilt <em>unicef<\/em> mit. Eine unfassbare Zahl, ich kann sie mir nicht wirklich vorstellen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Wasser sollte \u00absicher\u00bb sein, sonst breiten sich vermeidbare, aber t\u00f6dliche Krankheiten rasant aus.<\/p>\n<p>Dauernd die H\u00e4nde waschen m\u00fcssen ist l\u00e4stig, aber \u00fcberhaupt die H\u00e4nde waschen k\u00f6nnen ist Luxus!<\/p>\n<p>Laut UN verf\u00fcgt jedes vierte Krankenhaus\u00a0weltweit \u00fcber kein fliessendes Wasser und keine Seife zum H\u00e4ndewaschen. 21% haben nicht einmal einfachen Toiletten.\u00a0Wohlgemerkt: Die Rede ist nicht von irgendwelchen Behausungen, von Notunterk\u00fcnften, von H\u00fctten und Zelten, sondern von Spit\u00e4lern!<\/p>\n<p>Unicef berichtet von jungen M\u00e4dchen in abgelegenen Regionen \u00c4thiopiens, die t\u00e4glich bis zu acht Stunden zu Fuss gehen, um f\u00fcr ihre Familie wenige Liter Trinkwasser zu holen. Zeit f\u00fcr Schule bleibt dann keine, so etwas wie Kindheit findet gar nicht statt.<\/p>\n<p>Sehnsucht nach noch mehr Wein haben sie wohl nicht; gen\u00fcgend Wasser w\u00e4re Wunder genug!<\/p>\n<p>Auch beim zweiten Wunder, dass es gen\u00fcgend Wasser hat, k\u00f6nnen wir wenigstens mitwirken. Unsere Gemeinde unterst\u00fctzt mit ihrem Gemeindehilfsprojekt via mission21 und eine einheimische Partnerorganisation in einer sehr abgelegenen Region von Bolivien Kleinb\u00e4uerinnen und -bauern. Sie m\u00fcssen sich gegenw\u00e4rtig zus\u00e4tzlich zu allen anderen Sorgen auch auf den Klimawandel einstellen.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen auf der Welt w\u00e4ren wohl bis hierher genug Wunder geschehen: Probleme l\u00f6sen ohne Schuldige zu suchen und gef\u00fcllte Wasserkr\u00fcge haben, <em>bis oben<\/em>.<\/p>\n<p>III<\/p>\n<p>Aber aller guten Dinge und Wunder sind drei. Die Geschichte geht weiter, auf dass <em>der Wein erfreue des Menschen Herz<\/em> (vgl. Psalm 104, 15). Denn der Wein fliesst schliesslich reichlich und gut, beeindruckend und glaubw\u00fcrdig f\u00fcr die jungen J\u00fcnger Jesu.<\/p>\n<p>Was sie wohl beim Blauen Kreuz dazu sagen? Auch diese Frage konnte ich nicht unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Das Blaue Kreuz setzt sich seit 1877 f\u00fcr Suchtkranke ein und engagiert sich seither auch in der Pr\u00e4vention von Alkoholmissbrauch.<\/p>\n<p>Das Blaue Kreuz Schweiz wirbt gerade jetzt, nach dem Jahreswechsel, daf\u00fcr, an der weltweiten Bewegung teilzunehmen und empfiehlt:<\/p>\n<p>\u00abTrocken durch den Januar rocken\u00bb<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>.<\/p>\n<p>Die Challenge wird witzig beworben, beeindruckend und glaubw\u00fcrdig f\u00fcr junge Leute heute<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4271\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt2.png\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"285\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4272\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt3.png\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt3.png 287w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt3-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4273\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt1.png\" alt=\"\" width=\"281\" height=\"285\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4274\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Unbenannt.png\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"291\" \/><\/p>\n<p>Und das Blaue Kreuz warnt vor den Nebenwirkungen im trockenen Januar:<\/p>\n<ul>\n<li>Mehr Energie<\/li>\n<li>Besserer Schlaf<\/li>\n<li>Mehr Geld auf dem Konto<\/li>\n<li>Weniger Kilos auf der Waage.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Blaue Kreuz ist eine \u00e4usserst bunte Truppe; Junge, Alte, Strenge und Gem\u00e4ssigte \u2013 alle geh\u00f6ren dazu, wie bei den ChristInnen insgesamt auch. Es ist sehr gut, dass sie so viele Verschiedene sind. Sie werden alle gebraucht, denn jede f\u00fcnfte Person in der Schweiz trinkt missbr\u00e4uchlich Alkohol, das heisst regelm\u00e4ssig oder sporadisch zu viel, zu oft oder zur falschen Zeit. Eine Viertelmillion Menschen hierzulande sind alkoholabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Einige wenige vom Blauen Kreuz habe ich pers\u00f6nlich zum Weinwunder in Kana gefragt. Die einen vermuteten, es sei in Kana auch nur Saft gewesen. Die anderen fanden, auf keinen Fall, denn den Saft h\u00e4tte man ja gar nicht haltbar machen k\u00f6nnen. Wieder andere sagen, f\u00fcr Saft und Wein habe es nur ein einziges Wort gegeben \u2013 und der \u00dcbergang zwischen den beiden Getr\u00e4nken sei wohl ziemlich \u00abfliessend\u00bb gewesen, noch dazu bei Hitze.<\/p>\n<p>Die einen finden, man solle \u00fcberhaupt keinen Alkohol trinken \u2013 sehr nachvollziehbar im Blick auf die grosse Zahl von Suchtkranken, um die es bei der Hochzeit zu Kana aber nicht geht. Die anderen legen Wert auf das rechte Mass und meinen, bei Hochzeiten ist es etwas ganz anderes als regelm\u00e4ssig, im Alltag und wom\u00f6glich allein zu trinken, aus Frust und Einsamkeit.<\/p>\n<p>Eine Frau, die sich beim Blauen Kreuz schon Jahrzehnte engagiert, schreibt: \u00abEs war ganz bestimmt Wein. &#8230; Dieser \u2018Anfang der Zeichen Jesu\u2019 zeigt mir einen Jesus, der es gut meint mit uns. Er g\u00f6nnt uns das Allerbeste \u2013 nicht nur Wasser \u2013 den allerbesten Wein. &#8230; Jesus kann helfen, immer! &#8230; Die Geschichte zeigt mir einen Jesus, der die Menschen liebt, der ihnen etwas Gutes g\u00f6nnt, der Humor hat und kein Spielverderber ist.\u00bb Und: \u00abEs gibt ja noch so viele \u2018alkoholfreie\u2019 Wundertaten Jesu.\u00bb<\/p>\n<p>Was ist das Beste am dritten Wunder, Wasser in Wein zu verwandeln, f\u00fcr uns? Wir k\u00f6nnen es nicht so leicht nachmachen, wir m\u00fcssen eben doch erst einen Weinstock anpflanzen, ein paar Jahre giessen, hacken, j\u00e4ten und k\u00f6nnen erst dann ernten, keltern und geniessen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich dieses dritte Wunder f\u00fcr meinen Glauben am wenigsten n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Ausserdem sind wir mit den anderen zwei Wundern, dem Vergeben und dem Vergessen nach Schuldigen zu suchen und f\u00fcr alle f\u00fcr volle Wasserkr\u00fcge, bis oben, zu sorgen, wohl noch ein Weilchen vollauf besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><em>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft, st\u00e4rke und bewahre dabei unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen. <\/em><\/p>\n<p>Pfarrerin D\u00f6rte Gebhard, Sch\u00f6ftland<\/p>\n<p>Mail: doerte.gebhard@web.de<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u00a0Vgl. zum Thema \u201eWasser ist ein Wunder\u201c: <a href=\"http:\/\/www.unicef.de\">www.unicef.de<\/a>, Stichwort: Weltwassertag 2020 \u2013 10 Fakten \u00fcber Wasser, abgerufen am 7. 1. 2021.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Dry January CH auf facebook oder instagram; dort auch die flotten Spr\u00fcche zur Kampagne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Joh 2, 1-11 | verfasst von D\u00f6rte Gebhard |\u00a0 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn, Jesus Christus.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amen. Liebe Gemeinde Nicht einmal Abendmahl ist derzeit m\u00f6glich, ist da eine Predigt \u00fcber ein Weinwunder n\u00f6tig? Selbst Kirchenkaffee im mittelgrossen Kreis ist abgesagt, ist da das Partygefl\u00fcster [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4254,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,659,1,157,114,475,658,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-4270","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-johannes","category-2-so-n-epiphanias","category-aktuelle","category-beitragende","category-deut","category-doerte-gebhard","category-kapitel-02-chapter-02-johannes","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4270"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4270\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4280,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4270\/revisions\/4280"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4270"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=4270"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=4270"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=4270"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=4270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}