{"id":4725,"date":"2021-03-29T14:11:55","date_gmt":"2021-03-29T12:11:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=4725"},"modified":"2021-03-29T14:12:55","modified_gmt":"2021-03-29T12:12:55","slug":"wer-glaubt-was-verkuendet-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wer-glaubt-was-verkuendet-wird\/","title":{"rendered":"\u00abWer glaubt, was verk\u00fcndet &#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>\u00abWer glaubt, was verk\u00fcndet wird?\u00bb | Karfreitag | 2. April 2021 | Predigt zu Jesaja 52,13\u201315; 53,1\u201312 | verfasst von Paul Wellauer |<\/h3>\n<p><strong>Predigttext Jesaja 5,1-7 [Die Z\u00fcrcher Bibel, Ausgabe 2007, \u00a9 Theologischer Verlag Z\u00fcrich]<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Das Leiden des Gottesknechts <\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>13 Sieh, mein Diener wird Erfolg haben, er wird emporsteigen, wird hoch erhoben und sehr erhaben sein. <\/em><\/p>\n<p><em>14 Wie sich viele \u00fcber dich entsetzt haben &#8211; so entstellt, nicht mehr menschlich war sein Aussehen, und seine Gestalt war nicht wie die eines Menschen -, 15 so wird er viele Nationen besprengen, und K\u00f6nige werden ihren Mund vor ihm verschliessen. Denn was ihnen nie erz\u00e4hlt wurde, werden sie gesehen haben, und was sie nie h\u00f6rten, werden sie verstanden haben. <\/em><\/p>\n<p><em>1 Wer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; und der Arm des HERRN, \u00fcber wem ist er offenbar geworden? <\/em><\/p>\n<p><em>2 Und wie ein S\u00e4ugling wuchs er auf vor ihm und wie eine Wurzel aus d\u00fcrrem Land. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht, dass wir ihn angesehen h\u00e4tten, und sein Aussehen war nicht so, dass er uns gefallen h\u00e4tte. <\/em><\/p>\n<p><em>3 Verachtet war er und von Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut und wie einer, vor dem man das Gesicht verh\u00fcllt, ein Verachteter, und wir haben ihn nicht geachtet. <\/em><\/p>\n<p><em>4 Doch unsere Krankheiten, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich genommen. Wir aber hielten ihn f\u00fcr einen Gezeichneten, f\u00fcr einen von Gott Geschlagenen und Gedem\u00fctigten. <\/em><\/p>\n<p><em>5 Durchbohrt aber wurde er unseres Vergehens wegen, unserer Verschuldungen wegen wurde er zerschlagen, auf ihm lag die Strafe, die unserem Frieden diente, und durch seine Wunden haben wir Heilung erfahren. <\/em><\/p>\n<p><em>6 Wie Schafe irrten wir alle umher, ein jeder von uns wandte sich seinem eigenen Weg zu, der HERR aber liess ihn unser aller Schuld treffen. <\/em><\/p>\n<p><em>7 Er wurde bedr\u00e4ngt, und er ist gedem\u00fctigt worden, seinen Mund aber hat er nicht aufgetan wie ein Lamm, das zur Schlachtung gebracht wird, und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt. Und seinen Mund hat er nicht aufgetan. 8 Aus Drangsal und Gericht wurde er herausgenommen, doch sein Geschick &#8211; wen k\u00fcmmert es? Denn aus dem Land der Lebenden wurde er herausgeschnitten, der Schuld meines Volks wegen hat es ihn getroffen. 9 Und bei Frevlern gab man ihm sein Grab und bei Reichen, als er starb, obwohl er keine Gewalttat ver\u00fcbt hatte und kein Trug in seinem Mund war. <\/em><\/p>\n<p><em>10 Dem HERRN aber gefiel es, ihn mit Krankheit zu schlagen. Wenn du ihn zur Tilgung der Schuld einsetzt, wird er Nachkommen sehen, wird er lange leben, und die Sache des HERRN wird Erfolg haben durch ihn. <\/em><\/p>\n<p><em>11 Der M\u00fchsal seines Lebens wegen wird er sich satt sehen, durch seine Erkenntnis wird er, der Gerechte, mein Diener, den Vielen Gerechtigkeit verschaffen, und ihre Verschuldungen, er wird sie auf sich nehmen. <\/em><\/p>\n<p><em>12 Darum werde ich ihm Anteil geben bei den Vielen, und mit Starken wird er Beute teilen daf\u00fcr, dass er sein Leben dem Tod hingegeben hat und sich den \u00dcbelt\u00e4tern zurechnen liess. Er hat die S\u00fcnde vieler getragen, und f\u00fcr die \u00dcbelt\u00e4ter trat er ein.<\/em><\/p>\n<p>Selig ist jeder Mensch, der Gottes Wort h\u00f6rt, in seinem Herzen bewahrt und danach lebt. Amen<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, liebe Br\u00fcder und Schwestern in der Gnade und Liebe Gottes,<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4726 alignright\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/karfreitag-wellauer-300x257.jpg\" alt=\"\" width=\"403\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/karfreitag-wellauer-300x257.jpg 300w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/karfreitag-wellauer.jpg 656w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/>Welche Gedanken bewegen Sie, wenn Sie ein Kreuz sehen? Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie in einer Kirche, am Wegrand, auf einem Grab oder als Schmuckst\u00fcck ein Kreuz erblicken?<\/p>\n<p>Heute an Karfreitag geht es genau um diese Frage: Welche Bedeutung hat das Kreuz f\u00fcr Sie, f\u00fcr dich, f\u00fcr mich?<\/p>\n<p>Wenn wir nach dem Gottesdienst die Gelegenheit haben, miteinander dar\u00fcber zu diskutieren, sind bestimmt so viele unterschiedliche Antworten zu h\u00f6ren, wie wir Personen sind: Jede und jeder hat je ganz eigene, pers\u00f6nliche Kreuzerfahrungen, Kreuzgeschichten, Kreuzmomente.<\/p>\n<p>Bei den einen von uns leuchtet m\u00f6glicherweise ein Erlebnis aus der Kindheit auf, bei anderen eine Situation aus der j\u00fcngsten Vergangenheit.<br \/>\nBetrachten wir doch einen Moment dieses Kreuz und lassen wir innere Kreuz-Erinnerungen aufsteigen.<\/p>\n<p>Ich stelle mir vor, in unseren Gedanken tauchen ernste, traurige und auch frohe, begl\u00fcckende Bilder auf: Nach einem strengen Aufstieg auf der H\u00f6he eines Berges angekommen beim Gipfelkreuz zu stehen und \u00fcber das weite Land zu blicken, erf\u00fcllt mit Freude, Stolz und Dankbarkeit. Gut m\u00f6glich, dass wir dabei innerlich Gott, dem Sch\u00f6pfer aller Dinge, zujubeln und danken f\u00fcr die Sch\u00f6nheit und Pracht seiner Natur. Neben dem Gipfelkreuz zu stehen, erm\u00f6glicht einen begl\u00fcckenden Blick \u00fcber den zur\u00fcckgelegten Weg: Farbenfroh, hoffnungsvoll und leuchtend wie das Kirchenfenster neben dem abgebildeten Kruzifix liegt uns die Landschaft zu F\u00fcssen.<\/p>\n<p>Oder aber unser Herz ist bewegt vom Schmerz einer Beerdigung: Ein provisorisches Holzkreuz steckt in der aufgegrabenen Erde und davor eine Trauerfamilie in ihrer Not und Ersch\u00fctterung. Das Kreuz tr\u00e4gt den Namen der verstorbenen Person mit den Jahreszahlen von Geburt und Tod. Es f\u00fchrt die unab\u00e4nderliche Endlichkeit des Lebens vor Augen und macht deutlich: Hier endet ein irdisches Leben.<\/p>\n<p>Das Kreuz kann beides sein: Ein Hoffnungsort, der einen weiten Blick in Zeit und Ewigkeit erm\u00f6glicht und zugleich \u00abmemento mori\u00bb, gedenke des Todes, werde dir deiner Endlichkeit bewusst:<em> \u00abLehre uns bedenken, dass wir sterben m\u00fcssen, auf dass wir klug werden.\u00bb<\/em> (Psalm 90,12 Lutherbibel 2017)<\/p>\n<p>Der Prophet Jesaja zeichnet uns mit seinem Bericht vom leidenden Gottesknecht ein \u00e4hnlich spannungsvolles Bild vor Augen: Da ist von Erfolg die Rede, \u00ab<em>emporsteigen, hoch erhoben und sehr erhaben\u00bb (52,13) <\/em>und im n\u00e4chsten Atemzug von Entstellung und Entsetzen, Verachtung, Krankheit und Schmerz.<\/p>\n<p>Und mittendrin stellt Jesaja seinen Zuh\u00f6rern die scheinbar rhetorische Frage: \u00ab<em>Wer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; und der Arm des HERRN, \u00fcber wem ist er offenbar geworden?\u00bb (53,1)<\/em><\/p>\n<p>Welche Bedeutung wir den beschriebenen Geschehnissen geben, ist demnach eine Frage unseres Glaubens. Genauso wie es unser Glaube ist, der im Kreuz ein Zeichen des Todes oder der Hoffnung sieht.<\/p>\n<p>Jesaja macht deutlich: Der Glaube sieht in Tod und Hoffnung keinen Gegensatz, sondern der Tod des Einen wird zur Hoffnung f\u00fcr die Vielen. (53,12)<\/p>\n<p>Aus unserer nach\u00f6sterlichen Perspektive deuten wir die grausame Beschreibung des leidenden Gottesknechts auf die Leidensgeschichte von Jesus hin: So viele \u00dcbereinstimmungen lassen sich entdecken, so viele geheimnisvolle Andeutungen finden in der Passion und im Kreuzesgeschehen von Jesus ihre Erf\u00fcllung. Es gibt aber ebenso viele Fragen, die offen bleiben: Woran dachte wohl der Prophet Jesaja oder sein Prophetensch\u00fcler, als er diese kraftvollen Worte aufschrieb? Dachte er an einen zeitgen\u00f6ssischen Propheten oder sogar an sein ganz pers\u00f6nliches Martyrium? Oder erhielt er von Gott eine weit \u00fcber ihn hinaus deutende Schau zuk\u00fcnftiger Ereignisse? Oder als Kombination beider M\u00f6glichkeiten: Er erduldete am eigenen Leib Schmerzen, Krankheiten und den Tod eines Opferlammes, wie ihn hunderte Jahre sp\u00e4ter Jesus in neuer, umfassender Bedeutung auch erlebte. Gottes Wort und Wille in einem prophetischen Bild kann sich ja auch mehrere Male erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><em>\u00abWer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; \u2026\u00bb: <\/em>Unser Auge sieht den \u00abVerachteten, Gezeichneten, Geschlagenen und Gedem\u00fctigten\u00bb. Kann unser Herz, unser Glaube im \u00abLamm, das zur Schlachtung\u00bb gef\u00fchrt wird, den \u00abGerechten, der den Vielen Gerechtigkeit verschafft\u00bb erkennen? Jesaja setzt alles daran, uns deutlich zu machen, wie d\u00fcster und tragisch das Schicksal des leidenden Gottesknechts war: Nach menschlichem Ermessen ist dieser hoffnungslos verloren, ausgestossen, gemieden, verh\u00f6hnt. Gott aber gibt ihm \u00fcber alles menschliche Verstehen hinaus Ehre und Anerkennung, eine g\u00f6ttliche Bestimmung.<\/p>\n<p>Doch k\u00f6nnen, wollen, d\u00fcrfen wir das glauben?<\/p>\n<p>Leicht f\u00e4llt es uns nicht, das wusste auch Paulus, als der den Korinthern schrieb: (1. Korinther 1,18-25) \u00a0<em>18 \u00abDenn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist&#8217;s eine Gotteskraft. 19 Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14): \u00bbIch will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verst\u00e4ndigen will ich verwerfen.\u00ab 20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben. 22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein \u00c4rgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist st\u00e4rker, als die Menschen sind.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Du kannst das Kreuz als \u00c4rgernis oder Torheit empfinden, so wie der leidende Gottesknecht als Inbegriff eines Versagers abgetan werden k\u00f6nnte. F\u00fcr Paulus aber ist ganz klar: Das Kreuz ist \u00abGottes Kraft und Gottes Weisheit\u00bb (Vers 24).<\/p>\n<p>Das Kreuz erinnert an und vergegenw\u00e4rtigt Jesus Christus, der f\u00fcr dich und mich am Kreuz gestorben ist und f\u00fcr dich und mich auferweckt worden ist. Ohne diese zentrale Botschaft w\u00e4re das Christentum leer, ja, unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ohne Kreuz geht es nicht, was den Juden der damaligen Zeit ein Gr\u00e4uel und \u00c4rgernis war: \u00abVerflucht ist, was am Holze h\u00e4ngt!\u00bb (Galater 3,13\/5. Mose 21,23) In andern Worten heisst dies: \u00abWer so stirbt, kann nicht der erhoffte Messias sein!\u00bb<\/p>\n<p>Und f\u00fcr weise griechische Ohren musste diese Botschaft ebenso eine Torheit sein: Das Kreuz passt nicht in eine Heldengeschichte und befriedigt philosophische Erwartungen ganz und gar nicht. Das Kreuz ist die absolute Niederlage, weit weg vom Sieg und Glorie.<\/p>\n<p>Das Kreuz: Torheit und \u00c4rgernis! Oder aber: Gottes Kraft und Gottes Weisheit?!<\/p>\n<p><em>\u00abWer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; \u2026\u00bb <\/em>Der leidende Gottesknecht als Inbegriff eines erb\u00e4rmlichen Versagers oder als Prototyp f\u00fcr Jesus, der am Kreuz die Schuld der Welt tr\u00e4gt?<\/p>\n<p>Jesaja mutet uns diese spannungsvolle Frage als Herausforderung an unseren Glauben zu. An dir und mir ist es zu entscheiden: Begegnet uns in Gottesknecht und Kreuz ein R\u00e4tsel, ein Geheimnis des Glaubens? Oder glaube und sehe ich darin den Hoffnungsanker und Kern der christlichen Botschaft?<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals das Bild mit Kreuz und Kirchenfenster: Beide sind in unserer katholischen Schwesterkirche direkt nebeneinander. Hier das Kreuz und daran \u00ab<em>ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut\u00bb <\/em>und daneben das farbige Fenster, dass die Sonnenstrahlen in warmes, farbiges Licht verwandelt. So ist es wohl auch f\u00fcr unseren Glauben: Da ist kein \u00abEntweder \u2013 Oder\u00bb, sondern ein \u00abSowohl als auch\u00bb. Wir sehen den leidenden Gottesknecht und zugleich ahnen wir etwas vom Erl\u00f6sungswerk Gottes, wir sind betroffen von der Not und Last, die auf seinen Schultern liegt und sp\u00fcren den Schmerz, den die N\u00e4gel in seinen H\u00e4nden bewirken. Zugleich sind wir uns bewusst, dass wir erl\u00f6sungsbed\u00fcrftig sind und der leidende Gottesknecht dies alles f\u00fcr uns erduldet, erleidet: \u00ab<em>Durchbohrt aber wurde er unseres Vergehens wegen, unserer Verschuldungen wegen wurde er zerschlagen, auf ihm lag die Strafe, die unserem Frieden diente, und durch seine Wunden haben wir Heilung erfahren.\u00bb (Vers 5)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00abWer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; \u2026\u00bb &#8211; <\/em>Die Frage ist nun: Will ich das annehmen, dass der leidende Gottesknecht in der Gestalt von Jesus so grausam f\u00fcr mich sterben muss? Wage ich es, zu vertrauen, dass es wirklich wahr ist und mich von aller Last befreit, dass Jesus auch meine Krankheit, meine Schmerzen, meine Vergehen und Verschuldungen ans Kreuz getragen hat? Kann ich gleichzeitig mit den Fragen leben: Weshalb dieses grausame Geschehen? H\u00e4tte Gott nicht eine andere L\u00f6sung f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung finden k\u00f6nnen? Solange wir keine Alternative sehen, ist dies nach wie vor unsere zentrale christliche Hoffnung: Das Kreuz Jesu schenkt uns Erl\u00f6sung. Der Weg f\u00fchrt durch die Dunkelheit des Kreuzes zum Licht des Ostermorgens. Am Kreuz \u00f6ffnet sich in Not und Tod des Gottesknechts das Fenster zum Himmel.<\/p>\n<p>Letztlich fordert mich das Kreuz zu einem Glaubensschritt, einer inneren Entscheidung heraus, nicht nur an Karfreitag, sondern t\u00e4glich neu: Ist es f\u00fcr mich ein menschliches \u00c4rgernis oder meine ewige christliche Hoffnung?<\/p>\n<p>Wie Paulus den Christen in Korinth erl\u00e4uterte: Diese Botschaft ist eigentlich ganz einfach \u2013 und doch so schwer: Sie widerspricht der \u00abWeisheit der Griechen\u00bb und der \u00abZeichensehnsucht\u00bb der Juden. Dennoch ist sie die \u00ab<em>Gottes Kraft und Gottes Weisheit\u00bb und \u00abverschafft den Vielen Gerechtigkeit\u00bb. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00abWer hat geglaubt, was uns verk\u00fcndet wurde; \u2026\u00bb <\/em>Unser Glaube ist gefordert, neben und hinter dem Kreuz das Fenster zum ewigen Leben zu entdecken. Heute an Karfreitag und jeden Tag neu.<\/p>\n<p>AMEN<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p>ERG 445\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 O Haupt voll Blut und Wunden<\/p>\n<p>ERG 447\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesu, deine Passion<\/p>\n<p>RW 26 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hab\u2019 Dank von Herzen, Herr<\/p>\n<p>RW 121\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von guten M\u00e4chten<\/p>\n<p>ERG = Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz, \u00a9 Friedrich Reinhard Verlag Basel, &amp; Theologischer Verlag, Z\u00fcrich 1998<\/p>\n<p>RW = R\u00fcckenwind, Lieder f\u00fcr den Gottesdienst, Hrsg. Evang Landeskirche des Kantons Thurgau, Theologischer Verlag, Z\u00fcrich 2017<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Bildrechte: <\/strong><\/p>\n<p>Bild Kath. Pelagiuskirche, Bischofszell, \u00a9 Paul Wellauer<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfr. Paul Wellauer<\/p>\n<p>Bischofszell, Schweiz<\/p>\n<p>E-Mail: paul.wellauer@internetkirche.ch<\/p>\n<p>Paul Wellauer, geb. 1967, Pfarrer der evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, Schweiz. Seit 2009 in Bischofszell-Hauptwil, 1996-2009 in Z\u00fcrich-Altstetten, davor 1993-1996 Seelsorger und Projektleiter in der Stiftung Sozialwerke Pfr. Ernst Sieber, Z\u00fcrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abWer glaubt, was verk\u00fcndet wird?\u00bb | Karfreitag | 2. April 2021 | Predigt zu Jesaja 52,13\u201315; 53,1\u201312 | verfasst von Paul Wellauer | Predigttext Jesaja 5,1-7 [Die Z\u00fcrcher Bibel, Ausgabe 2007, \u00a9 Theologischer Verlag Z\u00fcrich] Das Leiden des Gottesknechts 13 Sieh, mein Diener wird Erfolg haben, er wird emporsteigen, wird hoch erhoben und sehr erhaben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4721,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22,1,2,157,120,114,121,701,702,349,123,396,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-4725","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jesaja","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-bes_gelegenheiten","category-deut","category-festtage","category-kapitel-53-chapter-53","category-karfreitag","category-kasus","category-passionsz_karw_ostern","category-paul-wellauer","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4725"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4729,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4725\/revisions\/4729"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4725"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=4725"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=4725"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=4725"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=4725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}