{"id":4916,"date":"2021-04-20T18:49:17","date_gmt":"2021-04-20T16:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=4916"},"modified":"2021-04-20T18:49:17","modified_gmt":"2021-04-20T16:49:17","slug":"keine-mission-impossible","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/keine-mission-impossible\/","title":{"rendered":"(K)Eine Mission impossible"},"content":{"rendered":"<h3>Jubilate, 25.04.2021 | Predigt zu Apostelgeschichte 17, 22-34 | verfasst von Sabine Handrick |<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Heute nehme ich Sie mit in den S\u00fcden. Haben Sie Lust auf eine kleine Kopf-Reise?<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig, wo das Reisen so eingeschr\u00e4nkt ist, w\u00e4ren wir gern mal anderswo,<\/p>\n<p>dort wo die Sonne lacht, die Temperaturen angenehm und die Menschen freundlich sind,<\/p>\n<p>wo die Wellen rauschen und die Abendsonne den Wein im Glas funkeln l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Doch halt stopp, ich entf\u00fchre Sie nicht in ein Urlaubsparadies mit Strand und Meerblick.<\/p>\n<p>Wir reisen heute in eine Metropole mit besonderem Klang: Athen, Hauptstadt Griechenlands, Wiege der Demokratie, der Philosophie und des Theaters; Zentrum der europ\u00e4ischen Kultur, der Kunst\u2026<\/p>\n<p>Woran denken Sie, wenn ich \u201eAthen\u201c sage? \u2026<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich, weil Sie schon mal dort waren?<\/p>\n<p>Fallen Ihnen Werke des klassischen Altertums ein oder eher neuere Bilder von Demonstrationen w\u00e4hrend der Finanzkrise?<\/p>\n<p>Bestimmt aber sehen Sie die Akropolis vor Ihrem inneren Auge, wie sie die Stadt \u00fcberragt.<\/p>\n<p>Normalerweise ist sie eine Attraktion f\u00fcr Heerscharen von Touristen.<\/p>\n<p>Nun \u2013 heute f\u00fchre ich Sie nicht auf diesen Aussichtspunkt.<\/p>\n<p>Wir lassen den Parthenon-Tempel, einst der Schutzg\u00f6ttin Pallas Athene geweiht, hinter uns.<\/p>\n<p>Steigen wir von der Festung hinab ins Gewirr der Stra\u00dfen und Gassen: Unser Weg f\u00fchrt \u00fcber den Areopag hinunter in die Stadt. Passen Sie auf, dieser Felsenh\u00fcgel ist uneben!<\/p>\n<p>Unten angekommen \u2013 schauen Sie nach rechts, gleich hinter dem Brunnenhaus sehen Sie das Oberste Gericht. Und ein paar Schritte weiter liegt sie schon vor uns: die Agora, der Marktplatz der Stadt.<\/p>\n<p>Hier tobt das Leben \u2013 Handel und Wandel.<\/p>\n<p>Sehen Sie die imposanten, farbenfrohen S\u00e4ulenhallen, die den Platz begrenzen!<\/p>\n<p>Dort in der Mitte das Odeon, ein Auditorium mit 1000 Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Tagt\u00e4glich kann man Vortr\u00e4gen lauschen oder Liederabende erleben.<\/p>\n<p>Und \u00fcbersehen Sie linkerhand das Rathaus nicht, das sich hinter dem Tempel der Kybele erhebt.<\/p>\n<p>Schlendern Sie vorbei an den Helden und G\u00f6tterstatuen.<\/p>\n<p>Betrachten Sie die kleinen Tempel, die im Schatten des Ares-Tempels liegen.<\/p>\n<p>In der n\u00f6rdlichen Ecke finden Sie den 12 G\u00f6tter-Altar.<\/p>\n<p>Nehmen Sie sich Zeit, liebe G\u00e4ste, orientieren Sie sich am Plan, den Sie bekommen haben.<\/p>\n<p>Erkunden Sie die Agora mit all ihren historischen Sch\u00e4tzen. Werfen Sie auch einen Blick auf die St\u00e4nde der Handwerker und Kaufleute mit ihren verlockenden Waren, Fr\u00fcchte des Hinterlands, k\u00f6stliche Weine und Gew\u00fcrze aus aller Welt \u2026 alles was das Herz begehrt.<\/p>\n<p>Als Paulus nach Athen kommt, hat er keine Reiseleiterin, die ihm hilft, sich in der Stadt zu orientieren.<\/p>\n<p>Hinter ihm liegt ein langer Fu\u00dfmarsch. Zum Gl\u00fcck kommt man auf den gepflasterten R\u00f6merstra\u00dfen gut voran. Wenn nur die Sonne nicht so unbarmherzig brennen w\u00fcrde!<\/p>\n<p>Paulus ist froh \u00fcber ein paar Tage Pause. W\u00e4hrend er auf seine Reisegef\u00e4hrten Silas und Timotheus warten muss, bleibt ihm Zeit, die Athener kennenzulernen.<\/p>\n<p>Gastfreundliche Menschen vermieten ihm einen Schlafplatz. Und es dauert nicht lange, da hat Paulus am Rand der Agora einen Ort gefunden, wo er seinen Stand aufbauen kann.<\/p>\n<p>Als Zeltmacher kann er \u00fcberall arbeiten. Paulus sitzt nun unter einem Sonnensegel und tut, was er immer tut, wenn er nicht unterwegs ist: Zelte n\u00e4hen. Das kann er gut. Seine H\u00e4nde stechen die Nadel geschickt durch den schweren Stoff.<\/p>\n<p>Sein Werkzeug hat er immer dabei. Leinen kaufte er von einem Tuchh\u00e4ndler aus Kilikien und ein paar Lederreste vom Gerber um die Ecke.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Paulus n\u00e4ht, bleiben die Leute gern bei ihm stehen. Nebenbei verwickelt er sie in ein Gespr\u00e4ch. Und die Athener staunen nicht schlecht, wie sprachgewandt und gebildet so ein einfacher Zeltmacher sein kann. Immer wieder ist er umringt von Menschen. Die sprichw\u00f6rtliche Neugierde der Athener ist wohl kein Klischee.<\/p>\n<p>F\u00fcr jedes Sonnensegel, das fertig wird, findet sich sofort ein K\u00e4ufer. Paulus freut sich, dass seine Ware so guten Anklang findet. Doch eigentlich kam er nicht in die Stadt, um Planen und Zelte zu verkaufen, sondern um die Botschaft von Jesus Christus unters Volk zu bringen.<\/p>\n<p>Mittlerweile hat Paulus erfahren, wieviel Wert die Athener auf ihre intellektuelle Ausstrahlung legen. Kaum einer, der nicht beil\u00e4ufig erw\u00e4hnte, bei welchem Philosophen er studiert h\u00e4tte oder der mit Paulus \u00fcber die neueste Theaterauff\u00fchrung sprechen wollte.<\/p>\n<p>Paulus sieht, wie die gelehrten Herren mit ihren eifrigen Sch\u00fclern in den S\u00e4ulenhallen auf und ab gehen. Die Attalos-Stoa hat er gut im Blick und die Rednertrib\u00fcne davor ebenso.<\/p>\n<p>Er beobachtet sie, w\u00e4hrend sie diskutieren.<\/p>\n<p>Ab und zu dringen ein paar Wortfetzen an sein Ohr.<\/p>\n<p>Wor\u00fcber sich die Philosophenschulen streiten, das interessiert ihn als ehemaligen Pharis\u00e4er sehr.<\/p>\n<p>Ein gutes Streitgespr\u00e4ch wei\u00df er durchaus zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Den griechischen Philosophen geht\u2019s ums Gl\u00fcck im Leben und das Heil der Seele.<\/p>\n<p>Doch wie der vern\u00fcnftigste Weg dahin zu finden sei, dar\u00fcber scheint man sich uneins.<\/p>\n<p>Stoiker betonen die politische Verantwortung des Einzelnen als Teil des Ganzen. Sie ziehen daraus ethische Konsequenzen und fordern die Einhaltung bestimmter Regeln.<\/p>\n<p>Epikureer hingegen wollen das Leben genie\u00dfen und wehren sich gegen alles, was die individuelle Freiheit einschr\u00e4nkt. Sie leben eher nach dem Lustprinzip.<\/p>\n<p>Kommt Ihnen das bekannt vor, liebe Reiseg\u00e4ste? Manche Auseinandersetzung in unserer heutigen Gesellschaft entsteht an \u00e4hnlichen Bruchlinien, oder?<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu Paulus, der allm\u00e4hlich eine Idee davon bekommt, wie die Athener ticken. Und wie sehr der Putz br\u00f6ckelt hinter der stolzen Fassade, das hat er auch durchschaut: Der einst so m\u00e4chtige Stadtstaat ist mittlerweile auf Provinzniveau geschrumpft. Die wenigen tausend Einwohner, die noch in Athen leben, sind kein Vergleich zu Handelsmetropolen Ephesos oder Thessalonich.<\/p>\n<p>\u201a<em>Die B\u00fcrger Athens ruhen sich auf ihrer einstigen Gr\u00f6\u00dfe aus\u2018<\/em>, denkt Paulus. \u201a<em>W\u00e4hrend Macht und Einfluss l\u00e4ngst in gro\u00dfe Hafenst\u00e4dte abgewandert sind, wandeln sie hier durch ihre philosophischen Gedankengeb\u00e4ude<\/em>.\u2018<\/p>\n<p>Eines Nachmittags kommt eine Gruppe junger M\u00e4nner zum Stand des Zeltmachers her\u00fcber. Alle reden durcheinander: \u201e<em>Was will denn diese Saatkr\u00e4he schon sagen?<\/em>\u201c h\u00f6rt Paulus. Andere halten dagegen: \u201e<em>Er scheint von fremden g\u00f6ttlichen M\u00e4chten zu erz\u00e4hlen, die wir noch nicht kennen. Das ist doch interessant<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Paulus schweigt l\u00e4chelnd. \u201a<em>Wollen die Studenten mich etwa beleidigen?\u2018<\/em><\/p>\n<p>Er wartet ab und im Stillen: \u201a<em>Von wegen K\u00f6rnerpicker, Saatkr\u00e4he \u2013 euch werde ich was erz\u00e4hlen!\u2018<\/em><\/p>\n<p>Als sie direkt vor Paulus stehen, fragt einer: \u201e<em>K\u00f6nnen wir erfahren, was das f\u00fcr eine neue Lehre ist, die du vertrittst? Komm doch mit auf den Areopag, dort kannst du uns erz\u00e4hlen, worum es geht!\u201c <\/em><\/p>\n<p>Paulus l\u00e4sst sich das nicht zweimal sagen und geht mit ihnen.<\/p>\n<p>Auf dem Areopag-H\u00fcgel steht er dann vor den jungen M\u00e4nnern und ihren Lehrern und h\u00e4lt seine Rede.<\/p>\n<p>Lukas vermittelt uns in der Apostelgeschichte einen Eindruck davon. Die Areopag-Rede wirkt fundiert und tiefgr\u00fcndig. Paulus kn\u00fcpft eigentlich recht geschickt bei seinem Publikum an. Dennoch scheitert er mit seiner Absicht, den Athenern die Botschaft von Jesus Christus nahe zu bringen.<\/p>\n<p>Es gelingt ihm nicht, die Menschen zu \u00fcberzeugen. Die Einen lachen ihn aus \u2013 die Anderen gehen einfach fort und lassen ihn stehen\u2026 \u201e<em>Das kannst du uns sp\u00e4ter mal genauer erz\u00e4hlen<\/em>.\u201c \u2026 und weg sind sie.<\/p>\n<p>Hat er etwas falsch gemacht?<\/p>\n<p>Als Einstieg w\u00e4hlt Paulus die vielen Tempel und Alt\u00e4re, die er in der Stadt gesehen hat. Er lobt die Zuh\u00f6rer f\u00fcr ihre Gottesfurcht, dass sie sogar unbekannte G\u00f6tter verehren, die sie noch nicht kennen. Doch einen gewissen, kritischen Unterton kann er nicht verbergen. Paulus h\u00e4lt die griechische Religiosit\u00e4t f\u00fcr oberfl\u00e4chlich und abergl\u00e4ubisch.<\/p>\n<p>Wie er die Kurve kriegt, von den \u201eUnbekannten G\u00f6ttern\u201c, so lautete eine Inschrift an jenem Altar \u2013 zu \u201eDem unbekannten Gott\u201c \u2013 (Singular!), das ist schon geschickt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich geht es ihm um den einen, den einzigen Gott, den Sch\u00f6pfer der Welt, der sich Israel offenbart hat und nun aller Welt verk\u00fcndigt werden sollte.<\/p>\n<p>Doch die Br\u00fccke zu bauen von den griechischen G\u00f6ttern zum biblischem Gott, gelingt Paulus nicht!<\/p>\n<p>Er redet ja von einem Gott, der sich nicht in Bilder und Figuren pressen und keine anderen G\u00f6tter neben sich gelten l\u00e4sst, wie es das biblische Bilderverbot (Ex 20,3) ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Damit k\u00f6nnen aber die Griechen nichts anfangen. Sie sind von unz\u00e4hligen G\u00f6tterstatuen und Heldenepen umgeben und v\u00f6llig anders gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Obwohl Paulus versucht, auf sein Publikum einzugehen, sich in Sprache und Stil anzupassen, f\u00e4llt seine Botschaft nicht auf fruchtbaren Boden. Als Redner ist Paulus weder attraktiv noch gewinnend. Seine Zuh\u00f6rer sehen in ihm lediglich einen einfachen Handwerker mit krummen Beinen und zerstochenen Fingern.<\/p>\n<p>Nicht mal mit einem philosophischen Zitat des Dichters Aratus kann er punkten. Die Griechen nehmen den Gespr\u00e4chsfaden nicht auf, den er ihnen anbietet.<\/p>\n<p>Als er bekr\u00e4ftigt, dass wir alle \u201e<em>in Gott leben, uns bewegen und sind\u201c, <\/em>wollen sie den Gedanken von Paulus nicht weiterf\u00fchren. Sein Impuls, umzukehren und Gott ganz neu zu denken, st\u00f6\u00dft auf gar keine Resonanz. Die Sache ist bereits gelaufen, als Paulus von Jesus, der Auferstehung und der Gerechtigkeit Gottes anf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die weisheitsliebenden Griechen missverstehen das gr\u00fcndlich und beginnen zu spotten.<\/p>\n<p>Sie wenden sich ab und zeigen ihr Desinteresse deutlich. Sie gehen einfach.<\/p>\n<p>Lediglich zwei Zuh\u00f6rende verhalten sich anders.<\/p>\n<p>Dass Lukas Damaris und Dionysius erw\u00e4hnt, die beide zum Glauben finden, wirkt wie ein vers\u00f6hnliches Trostpflaster zum Abschluss der Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun, was denken Sie, liebe Gemeinde?<\/p>\n<p>Haben sich die ganzen M\u00fchen gelohnt oder ist \u201eau\u00dfer Spesen nichts gewesen\u201c?<\/p>\n<p>Ich vermute, dass Paulus selber diese Rede auf dem Areopag als einen gescheiterten Versuch verbucht hat.<\/p>\n<p>Die Frage ist nur, warum wir \u00fcberhaupt noch dar\u00fcber reden und warum Lukas es f\u00fcr berichtenswert h\u00e4lt. Die Apostelgeschichte bewertet Aufwand und Nutzen trotzdem als positiv.<\/p>\n<p>Sie zeigt die \u201einterkulturelle Kompetenz\u201c, die Paulus aufbringt. Wie er sich auf die Gewohnheiten, Denkweisen und Kultur seiner Gespr\u00e4chspartner einlie\u00df und Ankn\u00fcpfungspunkte fand, ist bemerkenswert. \u00a0Der Dialog auf Augenh\u00f6he funktionierte. Zun\u00e4chst weckte er ja das Interesse der Athener. Am wichtigsten aber war, dass sich Paulus durch seine Niederlage nicht entmutigen liess. Aufstehen, weiter gehen und auf die Kraft Gottes vertrauen, die in den Schwachen m\u00e4chtig wird! Das war seine Devise.<\/p>\n<p>Nun denn \u2013 wenn der Areopag in Athen nicht seine B\u00fchne war \u2013 Paulus sch\u00fcttelte sich den Staub aus der Kleidung und zog weiter zum n\u00e4chsten Ort, in diesem Fall nach Korinth.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Verk\u00fcndiger des christlichen Glaubens hatte gelernt, dass er kein Redner war, dem die Herzen zuflogen. Daf\u00fcr hatte er andere St\u00e4rken als Kommunikator des Evangeliums. Die vielen Gespr\u00e4che, die er von Mensch zu Mensch f\u00fchrte, zeigten Wirkung. Die Briefe an die Gemeinde in Korinth sind ein eindr\u00fcckliches Zeichen. Paulus wurde ein sehr erfolgreicher Theologe, Verk\u00fcndiger, Ratgeber der Gemeinden, Gespr\u00e4chspartner, Briefeschreiber.<\/p>\n<p>Leider aber nicht f\u00fcr die Athener. Nach seiner gescheiterten Mission dort, ist es nicht verwunderlich, dass er wohl keinen Brief an sie schrieb.<\/p>\n<p>Ich staune, welchen Mut Paulus hatte, immer wieder neu anzufangen und sich ungewissen Situationen auszusetzen, die er nicht in der Hand hatte. Paulus wagte sich auf seinen Reisen immer weiter vor auf unbekanntes Terrain. Durch seine tausende Kilometer langen Fu\u00dfm\u00e4rsche webte er ein weitverzweigtes Beziehungsnetz. So kam der christliche Glauben Schritt f\u00fcr Schritt nach Europa.<\/p>\n<p>Paulus versuchte, den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche zu sein.<\/p>\n<p>Er lehrte die Gemeinden, dass die Unterschiede, die Menschen oft trennen, unter uns Christinnen und Christen ihre Bedeutung verlieren. <em>Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann noch Frau. Denn ihr seid alle\u00a0eins in Christus\u00a0Jesus.<\/em> (Gal 3,28)<\/p>\n<p>Mit Paulus begann, sich die Idee von der gleichen W\u00fcrde aller in der ganzen Welt zu verbreiten.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberzeugung ist seitdem nicht mehr totzukriegen.<\/p>\n<p>Und es bleibt eine Erfolgsgeschichte, die durch die Episode in Athen in gar keiner Weise geschm\u00e4lert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Lieben: Haben wir den Mut, zu unserem Glauben zu stehen?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns ja nicht unbedingt auf den Marktplatz stellen und predigen.<\/p>\n<p>Doch jede\/r kann in der \u00d6ffentlichkeit oder im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch zeigen, worauf wir hoffen, was wir lieben, wem wir vertrauen.<\/p>\n<p>Gott gibt uns die Kraft, die Liebe und die Zuversicht, dies in der Freiheit der Kinder Gottes zu wagen.<\/p>\n<p>Aber erinnern wir uns immer: offensichtlicher, schneller Erfolg ist nicht der Ma\u00dfstab Gottes, sondern der unersch\u00fctterliche Glauben an den, der seine Macht erweisen wird. Amen<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p>Psalmlied: Jauchzt, alle V\u00f6lker, preiset alle den Herrn und seine Freundlichkeit<\/p>\n<p>Laudate omnes gentes<\/p>\n<p>Wir strecken uns nach dir<\/p>\n<p>Bewahre uns Gott<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfarrerin Sabine Handrick<\/p>\n<p>D\u00fcdingen<\/p>\n<p><a href=\"mailto:pfarramt@refdue.ch\">pfarramt@refdue.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jubilate, 25.04.2021 | Predigt zu Apostelgeschichte 17, 22-34 | verfasst von Sabine Handrick | Liebe Gemeinde! Heute nehme ich Sie mit in den S\u00fcden. Haben Sie Lust auf eine kleine Kopf-Reise? 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