{"id":5082,"date":"2021-05-08T11:51:10","date_gmt":"2021-05-08T09:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5082"},"modified":"2021-05-08T11:53:25","modified_gmt":"2021-05-08T09:53:25","slug":"epheser-115-23-der-uns-der-intimst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/epheser-115-23-der-uns-der-intimst\/","title":{"rendered":"Predigt zu Epheser 1,15-23"},"content":{"rendered":"<h3><strong>&#8222;Der uns der intimst <\/strong><strong>N\u00e4chste und der uns der absolut Gegen\u00fcberbefindliche&#8220; | Himmelfahrt, 13. Mai 2021 | <\/strong><strong>Predigt zu Epheser 1,15-23 | <\/strong><strong>verfasst von Dr. Rainer Stahl |<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus,<\/p>\n<p>die Liebe Gottes<\/p>\n<p>und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Wir haben mit dem Lied von Michael Praetorius aus dem Jahr 1607 begonnen: \u201eWir danken dir, Herr Jesu Christ, da\u00df du gen Himmel g\u2019fahren bist. [\u2026] o starker Gott Immanuel, st\u00e4rk uns an Leib, st\u00e4rk uns an Seel\u201c (EG 121,1-2). Mit dieser Bitte h\u00f6ren wir auf die Worte aus dem ersten Kapitel des Epheserbriefes:<\/p>\n<p>15 \/ 16 Deshalb h\u00f6re ich nicht auf \u2013 der ich geh\u00f6rt habe von Eurem Glauben in dem Herrn Jesus<\/p>\n<p>und von [Eurer] Liebe zu allen Heiligen \u2013 Euch zu danken,<\/p>\n<p>[indem ich] (Euer) in meinen Gebeten gedenke,<\/p>\n<p>17\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit,<\/p>\n<p>Euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung seiner Erkenntnis von sich gebe<\/p>\n<p>18\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 und erleuchtete Augen des Herzens,<\/p>\n<p>dass Ihr erkennt:<\/p>\n<p>+\u00a0 was die Hoffnung [darstellt], zu der Ihr berufen seid,<\/p>\n<p>+\u00a0 (und) was den Reichtum der vererbten Herrlichkeit in seinen Heiligen [ausmacht]<\/p>\n<p>19\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 +\u00a0 und was die \u00fcberschw\u00e4ngliche Gr\u00f6\u00dfe seiner Kraft in uns (in Euch) Glaubenden<\/p>\n<p>entsprechend der Wirksamkeit der Kraft seiner St\u00e4rke [bewirkt].<\/p>\n<p>20\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das hatte er gewirkt in Christus,<\/p>\n<p>den er von den Toten auferweckte<\/p>\n<p>und ihn platzierte zu seiner Rechten in den Himmeln<\/p>\n<p>21\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00fcber jeder Regierung und jeder Macht und jeder Gewalt und jeder Herrschaft<\/p>\n<p>und [\u00fcber] jedem Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit sondern auch<\/p>\n<p>in der kommenden Weltzeit genannt wird.<\/p>\n<p>22\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eUnd alles hat er unter seine F\u00fc\u00dfe getan\u201c [Psalm 8,7]<\/p>\n<p>und ihn gesetzt zum Haupt \u00fcber alles der Gemeinde \/ der Kirche,<\/p>\n<p>23\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die seinen Leib darstellt,<\/p>\n<p>[n\u00e4mlich] die F\u00fclle dessen, der das All in allem erf\u00fcllt.<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Es gibt einen Tag, den ich nie vergessen habe \u2013 nat\u00fcrlich musste ich mir das konkrete Datum mit Hilfe des Internets wieder sorgf\u00e4ltig erarbeiten \u2013: den 18. Oktober 1963. Da war ich mit der gesamten Schule zu einer Stra\u00dfe oberhalb von Meiningen gegangen. Wir stellten uns dort am Stra\u00dfenrand auf und warteten: Dann kam von Rohr her die Wagenkolonne mit einer Polizei-Eskorte davor. Das Dach des gro\u00dfen sowjetischen Wagens war sogar aufgeklappt, der Mann, auf den wir warteten, stand schon, so dass wir ihn alle gut sehen konnten und er uns beim Vorbeifahren herzlich gegr\u00fc\u00dft hat! So sehe ich ihn noch heute vor mir: Jurij Gagarin, den ersten menschlichen Kosmonauten (amerikanisch gesagt: Astronauten), der am 12. April 1961 im Raumschiff \u201eWostok 1\u201c, zu Deutsch: \u201eOsten 1\u201c, die Erde einmal umrundet hatte!<\/p>\n<p>Am 10. April 2019 gelang es erstmals acht koordinierten Radioteleskopen, die sich um die gesamte Erde herum befinden, ein Schwarzes Loch in der 55 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxis Messier 87 im Virgo-Galaxien-Haufen zu fotografieren! Uns allen ist ja die sogenannte \u201eMilchstra\u00dfe\u201c am Nachthimmel bekannt. Wenn wir uns nachts an diesem Band von Sternen erfreuen, schauen wir in Wahrheit in eine Galaxis \u2013 n\u00e4mlich in die unsere. Sie ist eine zweiarmige Galaxis, bei der sich unsere Sonne gegen Ende des einen Armes befindet. In solchen N\u00e4chten sehen wir also auf die vielen Sonnen dieser Arme und des Zentrums unserer Galaxis.<\/p>\n<p>Am 30. Juli 2020 startete die NASA-Sonde \u201ePerseverance\u201c \/ \u201eBeharrlichkeit\u201c von der Startbahn auf Florida. Und wirklich: Am 18. Februar dieses Jahres landete sie auf dem Mars. \u00dcberraschend schnell kamen schon erste Fotos von dieser gegl\u00fcckten Aktion bei uns an. Wenn alles gut geht, wird sie mit Bodenfunden von der Marsoberfl\u00e4che wieder zur Erde zur\u00fcckfliegen. Jetzt soll aber auch der mit zum Mars transportierte Hubschrauber \u201eIngenuity\u201c \/ \u201eGeschicklichkeit\u201c zum Einsatz kommen. Manchmal scheiterte es, manchmal gelang es. Erleben wir da den Erfolg menschlichen K\u00f6nnens oder sein Scheitern?<\/p>\n<p>Von allen diesen Zusammenh\u00e4ngen und Dimensionen hatten die Menschen zur Zeit Jesu keinerlei Ahnung. Die Gebildeten unter ihnen wussten schon lange, dass die Erde kugelf\u00f6rmig ist. Der bedeutende Philosoph und Naturbeobachter Eratosthenes hatte sogar schon vor 200 vor Christus in \u00c4gypten auf dem Wege interessanter Beobachtungen den Umfang der Erde ann\u00e4hernd richtig mit \u2013 modern gesagt \u2013 etwa 40.000 Kilometern berechnet. Aber ganz lange gab es sehr unterschiedliche Auffassungen von der Erde und ihrem Platz im Weltraum. Ich geh\u00f6re zu den optimistischen Menschen, die die modernen Auffassungen f\u00fcr nicht falsch ansehen k\u00f6nnen, denn auf ihrer Grundlage gelang es, die Erde zu umrunden \u2013 durch Laika, Jurij Gagarin und andere \u2013, zum Mond zu fliegen und jetzt zum Mars.<\/p>\n<p>Mit all\u2018 dem hat das Fest der \u201eHimmelfahrt Christi\u201c nichts zu tun! Seine \u201eHimmelfahrt\u201c war keine Reise in diesen Dimensionen. Denn wenn sie das gewesen w\u00e4re, m\u00fcssten wir auch angeben k\u00f6nnen, wo Christus jetzt ist. Bei einer Flugdauer von 1.991 Jahren, seit 30 nach Christus, f\u00fcr die es als h\u00f6chste Geschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit gibt, m\u00fcsste man eine kugelf\u00f6rmige Grenze angeben k\u00f6nnen, an der sich dieser \u201ehimmelfahrende Christus\u201c irgendwo befinden m\u00fcsste. Einmal abgesehen davon, dass ich das nicht berechnen kann, merken wir, wie unsinnig ein solches Verstehen w\u00e4re!<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich muss ich ehrlicherweise eine Einschr\u00e4nkung einf\u00fcgen: Die Denker im Einfluss der Wirkungen Jesu \u2013 so der Briefschreiber des Epheserbriefes, so die Verfasser unserer Evangelien \u2013 meinten wirklich, dass Jesus nach seiner Auferweckung in einen Bereich Gottes \u201eaufgefahren w\u00e4re\u201c, den sie oberhalb des von ihnen vorgestellten Kosmos lokalisierten. Also: oberhalb des von uns zu sehenden Himmels, den sie sich als mehrschichtige Konstruktion vorstellten \u2013 deshalb wird auch in unserem Bibeltext von \u201eden Himmeln\u201c gesprochen (V. 20) \u2013.<\/p>\n<p>Deshalb ist unsere Erkenntnis so wichtig: Wenn wir von \u201eHimmelfahrt Christi\u201c reden, dann meinen wir etwas v\u00f6llig anderes als Flugbewegungen in unserem Kosmos unter Nutzung nat\u00fcrlicher Energien, unter Nutzung materieller M\u00f6glichkeiten der von Gott geschaffenen Welt. Der \u201ehimmelfahrende Christus\u201c bewegt sich vielmehr in einer ganz anderen Dimension \u2013 quer zu allen Dimensionen, die wir erfahren und erkennen k\u00f6nnen. Ja, ich wage zu sagen: Weil der \u201ein den Himmel aufgefahrene Christus\u201c Gott nahe ist, ja: Gott ist, ist er uns n\u00e4her als er je w\u00e4hrend seinem irdischen Leben seinen J\u00fcngern sein konnte. Ist er \u2013 wie ich gern sage \u2013 uns n\u00e4her als wir selbst uns sind. Mir selber bin doch ich selbst die n\u00e4chste Person. Und ihr ist dieser \u201ezum Himmel aufgefahrene Christus\u201c noch n\u00e4her, noch intimer! Deshalb brauchen wir uns um die Begleitung, um die N\u00e4he durch Christus nicht mehr zu sorgen. Deshalb hat auch der \u201eHimmel\u201c, in den Christus \u201eaufgefahren ist\u201c, nichts mit dem Himmel zu tun, den wir t\u00e4glich und n\u00e4chtlich sehen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Der Briefschreiber des Briefes an die Gemeinde in Ephesus hat das gro\u00dfartig ausgesagt:<\/p>\n<p>\u201edass Ihr erkennt:<\/p>\n<p>+\u00a0 was die Hoffnung [darstellt], zu der Ihr berufen seid,<\/p>\n<p>+\u00a0 (und) was den Reichtum der vererbten Herrlichkeit in seinen Heiligen [ausmacht]<\/p>\n<p>+\u00a0 und was die \u00fcberschw\u00e4ngliche Gr\u00f6\u00dfe seiner Kraft in uns Glaubenden entsprechend<\/p>\n<p>der Wirksamkeit der Kraft seiner St\u00e4rke [bewirkt]\u201c (V. 18b-19).<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Bereiche unseres Lebens \u2013 unsere Planungen, unsere Leistungen, unsere Zuversicht, unsere \u00c4ngste \u2013 k\u00f6nnen wir Christus uns nahe wissen \u2013: \u201ewas die \u00fcberschw\u00e4ngliche Gr\u00f6\u00dfe seiner Kraft in uns Glaubenden entsprechend der Wirksamkeit der Kraft seiner St\u00e4rke [bewirkt]\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich gilt noch eine weitere Einsicht: Dieser \u201ein den Himmel aufgefahrene Christus\u201c bleibt uns auch gegen\u00fcber, bleibt von uns Menschen, von seiner gesamten Sch\u00f6pfung, dem Kosmos, den wir nur zu Teilen erkennen k\u00f6nnen, geschieden! Ich darf dieses vielleicht altert\u00fcmlich wirkende Wort \u201egeschieden\u201c verwenden. Es sagt: Christus, Gott, ist in einer ganz eigenst\u00e4ndigen Wirklichkeit, in die wir nicht vordringen k\u00f6nnen. Deshalb ist die andere Aussage unseres Briefschreibers merkw\u00fcrdig unangemessen. Denn unser Briefschreiber verwendet Begriffe f\u00fcr die damaligen Herrschaftsstrukturen:<\/p>\n<p>\u201e[\u2026] und Gott platzierte ihn <em>dexia autou<\/em> \u2013 zu seiner Rechten in den Himmeln<\/p>\n<p>\u00fcber jeder <em>arch\u00e4<\/em> \u2013 \u00fcber jede Regierung<\/p>\n<p>und jeder <em>exousia<\/em> \u2013 Macht<\/p>\n<p>und jeder <em>dynamis<\/em> \u2013 Gewalt<\/p>\n<p>und jeder <em>kyriot\u00e4s<\/em> \u2013 Herrschaft\u201c (Verse 20b-21a).<\/p>\n<p>Das sind alles Begriffe, die in den Staatslehren des R\u00f6mischen Reiches verwendet wurden f\u00fcr den Kaiser, f\u00fcr die Konsuln und f\u00fcr die Legaten, f\u00fcr die Gouverneure. Ist mit ihnen die Macht Gottes, die Macht des \u201ein den Himmel aufgefahrenen Auferweckten\u201c zutreffend benannt?<\/p>\n<p>Bei einer Friedenskonferenz der Russischen Orthodoxen Kirche in der damaligen Sowjetunion muss eine \u00dcbersetzerin f\u00fcr den Begriff \u00ab\u0421\u0432\u044f\u0442\u043e\u0439 \u0414\u0443\u0445\u00bb \u2013 \u201eHeiliger Geist\u201c hilflos \u00ab\u0413\u0435\u043d\u0435\u0440\u0430\u043b\u044c\u043d\u044b\u0439 \u0421\u0435\u043a\u0440\u0435\u0442\u0430\u0440\u044c \u041f\u043e\u043b\u0438\u0442\u0431\u044e\u0440\u043e\u00bb \u2013 \u201eGeneralsekret\u00e4r des Politb\u00fcros\u201c gesagt haben. Danach gab es wohl Probleme. Aber: Ihr faux pas, ihr Fehlgriff, zeigte doch, wie eigentlich unangemessen Begriffe unserer Erfahrungswelt f\u00fcr Gott sind. Deshalb bleibe ich bei den beiden erkannten Dimensionen:<\/p>\n<p>Gott ist<\/p>\n<p>+ derjenige, der uns der intimst N\u00e4chste ist,<\/p>\n<p>+ derjenige, der uns der absolut Gegen\u00fcberbefindliche ist.<\/p>\n<p>Diese beiden Dimensionen werden nun in unserem Bibelwort miteinander verbunden:<\/p>\n<p>\u201e[\u2026] und Gott hat ihn gesetzt zum Haupt \u00fcber alles der Gemeinde \/ der Kirche,<\/p>\n<p>die seinen Leib darstellt,<\/p>\n<p>[n\u00e4mlich] die F\u00fclle dessen, der das All in allem erf\u00fcllt\u201c (Verse 22b-23).<\/p>\n<p>In den verschiedenen \u00dcbersetzungen wird entweder der Begriff \u201eGemeinde\u201c eingesetzt oder der Begriff \u201eKirche\u201c. In jedem Fall ist wirklich die Gemeinschaft der Kirche Christi durch alle Generationen hindurch und auf der gesamten Erde gemeint. Das meint also sicher zuerst die f\u00fcr unsere Erfahrung grundlegende \u00f6rtliche Gemeinde innerhalb der eigenen konfessionellen Kirche. Aber dar\u00fcber hinaus nat\u00fcrlich die Gemeinschaft der gesamten allgemeinen Kirche, f\u00fcr die auch unsere Tradition den Begriff \u201ekatholische Kirche\u201c verwendet. Erst wer sich auf diesen Begriff \u201ekatholisch\u201c f\u00fcr sich selbst einlassen kann, begreift, dass unsere r\u00f6misch-katholische Schwesterkirche auch nur eine andere spezifisch konfessionelle Kirche ist. In unserem Bibelwort geht es aber um die unsere kleine Erfahrungswirklichkeit \u00fcbersteigende gro\u00dfe, wirklich \u201ekatholische\u201c Erfahrungswirklichkeit des einen \u201eLeibes Christi\u201c, des Leibes des \u201eauferstandenen und in den Himmel aufgefahrenen Christus\u201c. Zu dieser Wirklichkeit d\u00fcrfen wir uns geh\u00f6rig wissen, d\u00fcrfen wir uns berufen glauben!<\/p>\n<p>Hier wird uns eine entscheidende Wahrheit erinnert: So wichtig unsere pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott, zu Christus, ist, so wichtig unsere pers\u00f6nliche Glaubenstreue ist \u2013 so m\u00fcssen doch beide bewahrt bleiben in der Gemeinschaft dieser umfassenden Kirche. Denn durch sie wird uns diese F\u00fclle vermittelt, die \u201edas All in allem erf\u00fcllt\u201c. Die ein All erf\u00fcllt, zu dem nun auch unsere kosmonautischen, unsere astronautischen Erfolge geh\u00f6ren, zu dem sie als ganz kleine Ereignisse geh\u00f6ren. Gehen wir mit diesem gro\u00dfartigen Bewusstsein heute nach Hause!<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>\u201eUnd der Friede Gottes,<\/p>\n<p>der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p>bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p>Und jetzt beschlie\u00dfen wir mit dem n\u00e4chsten Teil des Liedes von Michael Praetorius: \u201eGen Himmel aufgefahren hoch, ist er doch allzeit bei uns noch [\u2026]. Durch ihn der Himmel unser ist.\u201c (EG 121,3-4).<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><em>Predigt verfasst zugleich f\u00fcr: Johannesgemeinde, Erlangen<\/em><\/p>\n<p>Dr. Rainer Stahl<\/p>\n<p>Erlangen<\/p>\n<p><a href=\"mailto:rainer.stahl.1@gmx.de\">rainer.stahl.1@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>1951 geboren, Studium der Theologie in Jena, Assistent im Alten Testament, 1981 ordiniert, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirche in Th\u00fcringen, zwei Jahre lang Einsatz beim Lutherischen Weltbund in Genf, dann Pfarrer in Altenburg, Alttestamentler an der Kirchlichen Hochschule in Leipzig, Referent des Th\u00fcringer Landesbischofs in Eisenach, seit 1998 Dienst f\u00fcr den Martin-Luther-Bund (das lutherische Diasporawerk) in Erlangen, seit 2016 im Ruhestand.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a>\u00a0\u00a0 Begriffe in ( ) geben Varianten an, die in antiken Abschriften vorliegen. Begriffe in [ ] geben Kl\u00e4rungen des Satzbaus. Der Begriff nach \/ gibt eine Variante des Verstehens.<\/p>\n<p>Diesmal muss ich zugeben: Dieser Bibeltext ist im Griechischen gar nicht einfach. Wie kann man Vers 20 in zwei Teile aufteilen und den Predigttext mit einem Vers 20b beginnen? Letztlich biete ich eine \u00dcbersetzung, bei der ich besonders vier Vorlagen befragt habe: Das griechische Original (NT-Graece, 28. Auflage), eine \u00dcbersetzung ins Hebr\u00e4ische (London, wohl aus dem 19. Jahrhundert), die englische \u00dcbersetzung der Revised Standard Version von 1971 und schlie\u00dflich unsere Luther\u00fcbersetzung in den Revisionen von 1903 und von 2017.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der uns der intimst N\u00e4chste und der uns der absolut Gegen\u00fcberbefindliche&#8220; | Himmelfahrt, 13. Mai 2021 | Predigt zu Epheser 1,15-23 | verfasst von Dr. Rainer Stahl | \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! 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