{"id":5137,"date":"2021-05-17T21:36:22","date_gmt":"2021-05-17T19:36:22","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5137"},"modified":"2021-05-21T18:07:46","modified_gmt":"2021-05-21T16:07:46","slug":"predigt-zu-genesis-111-9-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-genesis-111-9-2\/","title":{"rendered":"Predigt zu Genesis 11,1-9"},"content":{"rendered":"<h3>&#8222;Erzwungene Einheit oder geschenkte Vielfalt&#8220; |\u00a0Pfingstsonntag, 23.05.2021 | Predigt zu Genesis 11,1\u20139 | verfasst von Thomas Bautz |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>In der hebr\u00e4ischen Bibel gibt es Erz\u00e4hlungen, die f\u00fcr bestehende Gegebenheiten oder Zust\u00e4nde einen Grund, einen Ursprung oder eine Ursache angeben m\u00f6chten. Sie kleiden ihr Anliegen oder Thema in ein mythologisches Gewand. Sie sind au\u00dferdem durch ihre Abgrenzung von benachbarten Religionen, Kulten und ihren \u00dcberlieferungen motiviert. Auf dieser Basis ist die Erz\u00e4hlung vom Bau einer Stadt mit einem besonders hohen Turm in Babel, verbunden mit dem Ansinnen der Bewahrung von Einheit der Sprache und Zusammenhalt der Gemeinschaft am gleichen Ort, zu verstehen.<\/p>\n<p>Die alten Mythen wollen nichts erkl\u00e4ren, sie rationalisieren nicht, aber sie erz\u00e4hlen Geschichten, die es einer Gemeinschaft erm\u00f6glichen, sich im Glauben und im Denken an etwas Plausibles halten zu k\u00f6nnen. Der Frage, wie es zur Vielfalt der V\u00f6lker und Sprachen kommt, geht der Mythos in Genesis 11 nach, indem er nach einer Ursache f\u00fcr\u00a0 die V\u00f6lkervielfalt und damit auch die Vielzahl der Sprachen sucht,<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> die in Gen 10 schon vorausgesetzt werden. Die biblische Erz\u00e4hlung erw\u00e4hnt zwei Bauprojekte: eine Stadt und eine Zitadelle; der Bau der Stadt bildet den Mittelpunkt. Die Bauvorhaben gelangen nicht ans Ziel; der Abbruch des Baues der Zitadelle wird zuletzt gar nicht mehr erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Die Wortverbindung \u201eStadt und Zitadelle\u201c verweist auf eine ummauerte Stadt mit erh\u00f6hter, weithin sichtbarer Zitadelle. Das entspricht Bildern aus dem alten Vorderasien und aus Alt\u00e4gypten. In solch einer Zitadelle konnten Stadtpalast, Haupttempel und noch andere Geb\u00e4ude liegen. Auslegungs- und Wirkungsgeschichte der biblischen Erz\u00e4hlung sprechen immer wieder von einem \u201eTurm\u201c im Sinne einer Ziqqurrat, doch ist damit im Hebr\u00e4ischen kein sakrales Geb\u00e4ude gemeint,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> es bezeichnet aber oft eine Zitadelle.<\/p>\n<p>Seit der Antike gibt es zahlreiche Versuche, den sog. \u201eTurm\u201c mit entsprechenden \u00dcberbleibseln, die er hinterlassen haben soll, zu identifizieren. Einige Zeit war die These akzeptiert, dass die Ziqqurrat (Stufenturm) von Babylon, \u201eE-temen-an-ki\u201c, der biblische Turm w\u00e4re.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Das sumerische Wort meint \u201eHaus der Gr\u00fcndung von Himmel und Erde\u201c, \u201edessen h\u00f6chster Punkt 100 m \u00fcber die Umgebung herausragte\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDas Bauwerk wurde Mitte des 7. Jh. (v.d.Z.) unter Nabu-polassar (1. K\u00f6nig des neubabylonischen Reiches) restauriert; er redet vom Bau als vom \u201aHaus, dessen Grundmauern im Scho\u00df der Unterwelt und dessen Spitze in den Himmel ragen\u2018 (\u2026).\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Im angrenzenden Gebiet gab es den wichtigen Tempel des Nebo (Nabu; babylonisch-assyrische Gottheit): sumerisch \u201ee-ur-imin-an-ki\u201c, \u201eHaus der sieben Stufen Himmels und der Erde\u201c, restauriert unter Nebu-kadnezzar II., doch nie vollendet.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Der Name des herausragenden neubabylonischen K\u00f6nigs (um 640\u2013562 v.d.Z.) bedeutet: \u201eDer Gott Nabu sch\u00fctze meinen ersten Sohn\u201c. Er regierte von 605 bis 562 und wurde ber\u00fchmt f\u00fcr seine in den K\u00f6nigsinschriften betonte umfangreiche Baut\u00e4tigkeit nach der offiziellen Thronbesteigung. Er errichtete Zikkurate, Pal\u00e4ste, Tempel und Befestigungsmauern in damals bekannten St\u00e4dten wie auch in Babylon.<\/p>\n<p>Angeblich wird die Ziqqurrat in Babylon, der \u201eTurm zu Babel\u201c, unter Nebu-kadnezzars Herrschaft errichtet, doch gibt es im Zweistromland (Mesopotamien) Dutzende solcher Tempel zu seiner Zeit. Solch ein babylonischer Tempelturm ist ein Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde, eine \u201eHimmelspforte\u201c: Der Gott, zu dessen Ehre der Tempelturm errichtet wurde, steigt in der Nacht auf den Turm hinab, um dort einige Zeit mit einer Priesterin zu verbringen. Ein Bericht des griechischen Historikers und V\u00f6lkerkundlers Herodot (5. Jh. v.d.Z.), um 460 v.d.Z. in der Gegend, erw\u00e4hnt diesen Kult; die Glaubw\u00fcrdigkeit wird im 20. Jh. religionsgeschichtlich best\u00e4tigt. Allerdings beschreibt er ein Geb\u00e4ude, das mit sp\u00e4teren Ausgrabungsfunden zur Identifizierung des biblischen Turms\u00a0 au\u00dfer dem Ortsnamen Babel\/ Babylon nichts gemein hat.<\/p>\n<p>Die in Babylon zum Ausdruck kommende Fr\u00f6mmigkeit, die Begegnung von Gottheit und Mensch, dieser sakrale Ber\u00fchrungspunkt auf der Spitze des Tempelturms, aus der Zitadelle inmitten der Stadt herausragend, ist dem Autor der Erz\u00e4hlung in Genesis 11 offensichtlich ein Dorn im Auge. Gehen wir davon aus, dass die Abfassung w\u00e4hrend des babylonischen Exils oder kurz danach erfolgt ist, sollten wir zum besseren Verst\u00e4ndnis diese Zeit kurz beleuchten.<\/p>\n<p>Ab 597 v.d.Z. wird ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung Jud\u00e4as, vor allem Angeh\u00f6rige der Oberschicht \u2013gem\u00e4\u00df babylonischer Praxis nach Eroberungen \u2013 nach Babylon exiliert und dort angesiedelt. Es ist belegt, dass Namen von Hebr\u00e4ern aus der privilegierten Oberschicht in babylonischen Urkunden auftauchen. Das Leben im Exil gestaltet sich bei weitem nicht so negativ, wie biblische \u00dcberlieferung innerhalb der hebr\u00e4ischen Bibel es darstellt.<\/p>\n<p>Aufgrund von Fehlinterpretationen und religi\u00f6sen Interessen wird bis heute ein falsches Bild vom Exil gezeichnet. So sieht man im Psalm 137 die \u201eBev\u00f6lkerung als Gefangene zur Sklavenarbeit gezwungen, am Tagesende an den Fl\u00fcssen Babylons, weinend Zions gedenkend\u201c. Das Exil wird als religi\u00f6se Strafe empfunden, doch de facto bestehen f\u00fcr die Juden in Babylon komfortable Lebensumst\u00e4nde. Genau wie andere, in Kolonien angesiedelte Juden k\u00f6nnen sie ohne Zwang Handel, Landwirtschaft und H\u00e4userbau betreiben. Selbst Sklavenhaltung war erlaubt.<\/p>\n<p>Die Verwaltung obliegt den Exilanten selbst. Belege \u00fcber speziell den Juden auferlegte Fronarbeit gibt es nicht. Bekannt ist nur, dass die babylonische Bev\u00f6lkerung generell in bestimmten F\u00e4llen zur kurzfristigen Fronarbeit gezwungen wurde, etwa um k\u00f6nigliche Bauvorhaben durchzuf\u00fchren. Im babylonischen Exil k\u00f6nnen die Juden ihre Traditionen und ihre religi\u00f6se Identit\u00e4t bewahren. Die in und um Babylon angesiedelten Juden assimilieren sich aber recht schnell.<\/p>\n<p>So fand man in Schriftzeugnissen j\u00fcdische Namen, die belegen, dass Juden im Hofstaat und im Milit\u00e4r von Nebu-kadnezzar II. Karriere machen konnten. Es gibt Berichte \u00fcber j\u00fcdische Bankiersdynastien. Auserw\u00e4hlte Exilanten erhalten eine Ausbildung f\u00fcr den babylonischen Staatsdienst. Die schnelle Assimilation und die damit verbundene Versuchung zur Annahme einer fremden Religion tragen aber dazu bei, dass in der hebr\u00e4ischen Bibel ein d\u00fcsteres Bild vom babylonischen Exil gezeichnet wird.<\/p>\n<p>Um zu verhindern, dass das genuin J\u00fcdische vollkommen im Vielv\u00f6lkergemisch Babylons untergeht, betonen die j\u00fcdischen Theologen und Gelehrten die Besonderheit des Judentums, insbesondere des j\u00fcdischen Glaubens. Mittelpunkt des Lebens werden die Tora und die religi\u00f6se Gelehrsamkeit. So gilt das babylonische Exil als eine der fruchtbarsten Zeiten der j\u00fcdischen Theologie. Vor dem Hintergrund, dass der heimatliche Tempel f\u00fcr das gemeinsame Gebet fehlt, entstehen die ersten Synagogen.<\/p>\n<p>Das Bed\u00fcrfnis und die behauptete Notwendigkeit zur Abgrenzung gegen\u00fcber fremden Religionen und Kulten hat die Interpretation der Erz\u00e4hlung in Gen 11 von Anfang an entscheidend gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Den wirklichen, insgesamt angenehmen Lebensumst\u00e4nden der Exilanten zum Trotz entwickelt sich innerhalb biblischer \u00dcberlieferungen eine starke Aversion, ja, Feindschaft gegen\u00fcber Babylon. Die Erz\u00e4hlung in Gen 11 fungiert als Spottrede auf Bestrebungen, politische und kulturelle Einheit um jeden Preis wahren zu wollen. Die Einheit soll gefestigt, gest\u00e4rkt, garantiert werden, indem man sich einen Namen macht durch spektakul\u00e4re Bauvorhaben: eine riesige Stadt mit Zitadelle, mit bis zum Himmel reichenden Turm. Der Name symbolisiert das gemeinsame Ansehen, und die gigantischen Bauwerke, weithin sichtbar, repr\u00e4sentieren die Volksgemeinschaft.<\/p>\n<p>Der Erz\u00e4hler wei\u00df von der Vielzahl und Vielfalt der V\u00f6lker und Sprachen: \u201edas sind die S\u00f6hne Jafets in ihren L\u00e4ndern, je nach ihrer Sprache, nach ihren Sippen, in ihren V\u00f6lkerschaften\u201c (Gen 10,5). So wird es auch f\u00fcr die \u201eS\u00f6hne Hams\u201c und f\u00fcr die \u201eS\u00f6hne Sems\u201c ausgesagt (10,20.31); res\u00fcmierend: \u201edas sind die Sippen der S\u00f6hne Noahs nach ihrer Abstammung in ihren V\u00f6lkerschaften, und von ihnen verzweigten sich die V\u00f6lker auf der Erde nach der Sintflut\u201c (10,32). Die Sprachenvielfalt wird nicht mehr erw\u00e4hnt. Die Existenz nur <em>einer<\/em> Sprache ist nicht im Blick, doch muss es dem Erz\u00e4hler (in Gen 11) logisch erscheinen, das ein einziges, riesiges Volk mit diesen gigantischen Bauvorhaben nur mit einer Universalsprache einhergehen und bew\u00e4ltigt werden kann: ein gleicherma\u00dfen utopisches wie gef\u00e4hrliches Projekt. Dem begegnet die mythologische Erz\u00e4hlung mit Ironie und Spott (Gen 11,1.6a): \u201ealle Erdbewohner hatten <em>eine<\/em> Sprache und <em>einen<\/em> Wortschatz\u201c. \u201eSchau an, ein <em>einziges<\/em> Volk und eine <em>einzige<\/em> Sprache f\u00fcr sie alle\u201c (\u2026).<\/p>\n<p>Eine Welteinheitssprache k\u00f6nnte eine grundlegende Voraussetzung zur Erlangung der Weltherrschaft sein. Sprache ist nicht nur Vehikel der Kommunikation, sondern auch Instrument der Manipulation. Unterschiede zwischen Menschen verschiedener Herkunft w\u00fcrden in allen wichtigen Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens nivelliert. Das Andere, das Fremde w\u00fcrde ma\u00dfgeblich vereinheitlicht. Was einst verschieden war \u2013 Denken, Glauben, Wahrnehmen \u2013, dies alles verschmilzt zu einem Konglomerat ungeahnten Ausma\u00dfes. Die Existenz nur eines einzigen Volkes mit nur einer einzigen Sprache bleibt eine reine und dazu noch unerw\u00fcnschte Utopie.<\/p>\n<p>Es gibt eine mythologische Erz\u00e4hlung aus Sumer, die ein Goldenes Zeitalter mit einer einheitlichen Sprache heraufbeschw\u00f6rt; doch Enki, der Gott der Weisheit, der den Menschen freundlich gesinnt ist, verwirrt ihre Sprache.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Dieser sumerische Mythos ist f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Gen 11 wichtig, weil dadurch deutlich wird, dass die Intervention der Gottheit keineswegs als Strafaktion, noch nicht einmal als Spott betrachtet werden muss. Im Wesentlichen will das mythische Denken dahin f\u00fchren, zum einen, Gegebenheiten als solche anzuerkennen, zum anderen, F\u00e4higkeiten innerhalb der nat\u00fcrlichen Grenzen zu sehen: Sprachenvielfalt ist dem Menschen von jeher vorgegeben; davor gibt es nichts, was f\u00fcr uns fassbar w\u00e4re. K\u00fcnstliche Weltsprachen wie Esperanto haben sich als solche nicht durchsetzen k\u00f6nnen und sind auch nicht mit der \u201eurspr\u00fcnglich\u201c <em>einen<\/em> Sprache (in Gen 11) vergleichbar. Bauprojekte gro\u00dfen Stils und neue, gro\u00dfartige technische Errungenschaften sollen nicht zum Gr\u00f6\u00dfenwahn verf\u00fchren.<\/p>\n<p>Versuchen wir, das eigentlich Mythische an dieser Erz\u00e4hlung zu befragen, um dem Bedeutungsgehalt n\u00e4herzukommen. Offenbar bereitet eine Begegnung von Gottheit und Mensch, wie er im Falle des Tempelturms (Ziqqurrat) in Babylon als sakraler Ber\u00fchrungspunkt, als Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde m\u00f6glich war, dem Erz\u00e4hler Probleme. Vermutlich beurteilt er aus seiner Sicht die Zeit des Exils und entwickelt r\u00fcckblickend eine negative Schau von der imperialen Macht Babylons, pars pro toto anhand der Stadt Babel.<\/p>\n<p>Der Erz\u00e4hler von Gen 11 l\u00e4sst seinen Gott JHWH einmal hinabsteigen, um sich die Bauma\u00dfnahmen der Menschen anzuschauen, und um festzustellen, dass ihnen (als ein <em>einziges<\/em> Volk mit einer <em>einzigen<\/em> Sprache) \u201enichts von dem, das sie zu tun gedenken, unm\u00f6glich sein\u201c wird. Ein zweites Mal, um ihre Sprache zu verwirren, so dass einer des anderen Rede nicht mehr verstehe. Resultat des g\u00f6ttlichen Eingreifens ist Zerstreuung (der Menschen, des einzigen Volkes?) und Abbruch des Baues der Stadt.<\/p>\n<p>Der Anthropomorphismus, dass JHWH extra hinabsteigt, um den Bau der Stadt mit Zitadelle (oder mit Turm) zu besichtigen, ist f\u00fcr das religi\u00f6se, kulturelle babylonische Umfeld nicht ungew\u00f6hnlich. Daher k\u00f6nnte dem Erz\u00e4hler diese Vorstellung nicht direkt als literarisches Mittel der Ironie oder gar des Spottes dienen, etwa nach dem Motto: So winzig wirkt das gigantische Bauprojekt in den Augen JHWHs, dass dieser hinabsteigen muss, um das Menschenwerk \u00fcberhaupt zu sehen. Doch will sich der Erz\u00e4hler abgrenzen und schl\u00e4gt eben doch einen \u201eironischen, ja humoristischen Unterton\u201c an, um menschliches Unterfangen wie g\u00f6ttliches Reagieren als Karikaturen darzustellen.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Lediglich die Sprachverwirrung oder \u2013vermengung und die Zerstreuung in Folge als Best\u00e4tigung des ohnehin Gegebenen, n\u00e4mlich Vielzahl und Vielfalt der V\u00f6lker (und Sprachen), zeigen, dass die Motive und Pl\u00e4ne der Menschen von vornherein zum Scheitern verurteilt waren. Vom Schluss der Erz\u00e4hlung her betrachtet, entlarvt der Mythos Bestrebungen der Vereinheitlichung als Illusionen; verdeutlicht, dass die Vielzahl der Sprachen nicht auf eine <em>Einheitssprache<\/em> reduziert und die Vielfalt der V\u00f6lker nicht auf ein einziges Volk zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann. Der vorl\u00e4ufige Abbruch der Bauvorhaben ist nur Beiwerk zur Veranschaulichung, dass selbst die Pl\u00e4ne einer politischen Macht wie Babylon nicht immer gelingen, sondern auch an ihre Grenzen sto\u00dfen. Dar\u00fcber mag der Erz\u00e4hler spotten.<\/p>\n<p>Deshalb befremdet mich zun\u00e4chst der Gedanke, den der Erz\u00e4hler JHWH in den Mund legt (Gen 11,6): \u201eSiehe, sie sind <em>ein<\/em> Volk und sprechen alle <em>eine<\/em> Sprache. Das ist erst der Anfang ihres Tuns. Fortan wird f\u00fcr sie nichts mehr unausf\u00fchrbar sein, was immer sie zu tun ersinnen\u201c.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Normalerweise wird vom \u201eGott Israels\u201c ausgesagt, dass er alles vollbringt, was ihm gef\u00e4llt (Ps 115,3; 135,6), dass ihm also nichts unausf\u00fchrbar ist, und nun wird pl\u00f6tzlich in einer Erz\u00e4hlung, die doch wohl eher die Begrenztheit menschlichen Tuns anspricht, dargelegt, dass f\u00fcr den Menschen auch alles machbar ist?! Und deshalb m\u00fcsse ihn eine Gottheit, in dem Falle JHWH, daran hindern?!<\/p>\n<p>Vielleicht handelt es sich gerade hierbei um eine versteckte Ironie, die der Erz\u00e4hler in Gen 11 mehr oder weniger geschickt einflechtet: Nat\u00fcrlich verm\u00f6gen Menschen l\u00e4ngst nicht alles, was sie sich vornehmen, was sie planen, was sie ausf\u00fchren wollen. Aber oft halten sie alles f\u00fcr machbar, schie\u00dfen \u00fcber ihr Ziel hinaus, haben sich so verrannt und erkennen ihren Wahnsinn erst, wenn es zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n<p>Die Mythen in der Urgeschichte der hebr\u00e4ischen Bibel bem\u00fchen das Eingreifen einer Gottheit bzw. JHWHs, um den Menschen ihre Begrenztheit aufzuzeigen, um Grenzen zu setzen, wo der Mensch \u00fcber das gesteckte Ziel hinausschie\u00dft und bleibenden Schaden anrichtet. Wir modernen Menschen t\u00e4ten gut daran, diese mythologischen Erz\u00e4hlungen, die uns gerade heute tiefe Weisheit vermitteln, neu zu entdecken und mit ihnen zu arbeiten. Wir sind es gewohnt, weniger eine Gottheit oder Gott zu bem\u00fchen, um unsere Probleme aufzuarbeiten; wir verlassen uns auf unsere Vernunft, scheitern damit aber immer wieder.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfenwahn ist aber nicht das einzige Motiv, um von V\u00f6lkergemeinschaft zu tr\u00e4umen, die Grenzen \u00fcberwindet; wo Staaten in friedlicher Koexistenz mit gegenseitigem Respekt zum Wohl aller leben. Unsterblich bleibt ein Lied von John Lennon (1940\u20131980, ermordet durch Attentat in N.Y.): \u201e<em>Imagine<\/em>. Imagine there&#8217;s no heaven \/ It&#8217;s easy if you try \/ No hell below us \/ Above us, only sky \/\/ \u2026 Imagine there&#8217;s no countries \/ It isn&#8217;t hard to do \/ Nothing to kill or die for \/ And no religion, too \/\/ Imagine all the people \/ Livin&#8216; life in peace\u00a0 \u2026 \/\/ You may say I&#8217;m a dreamer \/ But I&#8217;m not the only one \/ I hope someday you&#8217;ll join us \/ And the world will be as one \/\/ \u2026\u201d<\/p>\n<p>Der Lieddichter kennt die Himmelsst\u00fcrmer; sie verf\u00fchren die Menschen mit grandiosen Ideologien, mit ihrer Propaganda versprechen sie himmlisches Leben, in Wahrheit im Wolkenkuckucksheim. Nur der Arme, Bescheidene und Weise gibt sich zufrieden und erfreut sich an dem Himmel (sky), der die Erde sch\u00fctzend umgibt, wobei wir Menschen leider das Bewahrende des Klimas besch\u00e4digt haben. Der Wunsch nach einer Aufhebung der L\u00e4ndergrenzen ist bei Lennon verbunden mit der Hoffnung auf Ausbleiben von Krieg und Gewalt, die h\u00e4ufig genug auch von Religionen ausgeht. Man denke nur an das wiederholt entz\u00fcndete Pulverfass im Nahen Osten, provoziert durch uralte religi\u00f6se, politische Anspr\u00fcche und gegenseitigem Hass der Kontrahenten. Lennon wei\u00df, man sieht ihn als Tr\u00e4umer, aber er ist damit nicht allein; so gibt er sich der Hoffnung hin, dass die Schar Gleichgesinnter wachsen wird: \u201eAnd the world will be as one \u2026\u201c!<\/p>\n<p>F\u00e4llt Lennons Gedanke unter das gleiche Verdikt, wie das vom Mythos ausgesprochene? Ich glaube nicht. Ihm geht es um V\u00f6lkergemeinschaft in Verschiedenheit, nicht um Einheit in Gleichheit, schon gar nicht erzwungen wie in totalit\u00e4ren Systemen. Man mag ihm und Gleichgesinnten vorwerfen, sie lebten in einer Traumwelt, ihre Vorstellungen seien absolut unrealistisch; ihre Anliegen lie\u00dfen sich nicht verwirklichen, zum Teil sei ihre Verwirklichung noch nicht einmal w\u00fcnschenswert. Man k\u00f6nnte an dieser Stelle den Mythos umkehren: Es ist notwendig, dass Menschen aus verschiedenen L\u00e4ndern und Kulturen <em>inhaltlich<\/em> zu <em>einer<\/em> Sprache, zu <em>einem<\/em> Wortschatz zusammenfinden.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben einzelne Jugendliche internationale Bewegungen ausgel\u00f6st; engagiert \u00a0setzen sie sich mit dem Klimawandel auseinander, im Gespr\u00e4ch mit Politik und Wissenschaft. Frieden und Gewaltlosigkeit verpflichtet, streitbar im Kampf f\u00fcr eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft, ihre Zukunft! Um nahe und ferne Ziele zu formulieren, bedarf es exakter Begriffe, einer Sprache, die verst\u00e4ndlich, aber ebenso genau genug ist. Mein Lateinlehrer hatte im Lazarett w\u00e4hrend des Krieges noch erlebt, wie sich Latein als medizinische Fachsprache bew\u00e4hrte, um Verletzte an der Front zu verarzten. \u00dcbersetzungen auf Englisch, Franz\u00f6sisch, Deutsch hin und her w\u00e4ren zu zeitraubend.<\/p>\n<p>Die Kritik des Mythos am Projekt <em>einer<\/em> Sprache ber\u00fchrt keine hilfreichen Fachsprachen, auch nicht Weltsprachen wie Englisch als Weltverkehrssprache und international bedeutendste Weltsprache; eine Weltsprache zeichnet sich nicht nur durch die Zahl der Sprecher, sondern durch Verbreitung der Sprache aus. Obwohl Vielzahl und Vielfalt von V\u00f6lkern und Sprachen vorauszusetzen ist, spricht der Erz\u00e4hler in einem Atemzug von Volk und Sprache im Sinne einer Singularit\u00e4t, die aber unnat\u00fcrlich, nicht per Zufall, sondern durch Gewaltherrschaft durchgesetzt wurde. Ein Weltreich braucht de facto eine fl\u00e4chendeckende Sprache als Instrument l\u00fcckenloser Kontrolle. Durch die Digitalisierung der Alltagswelt, des beruflichen und zunehmend des privaten Lebens wird das g\u00f6ttliche Auge verwandelt in den b\u00f6sen oder pr\u00fcfenden Blick des Herrschers und einer Partei: <em>Big Brother Is Watching You<\/em> (George Orwell: <em>1984<\/em>; 1946\u20131948). China ist derzeit f\u00fchrend als totalit\u00e4res Regime. Jede Regierung, die den Sprachgebrauch kontrolliert, reglementiert, unterbindet \u2013 die Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Demonstrationsrecht mit F\u00fc\u00dfen tritt \u2013, unterdr\u00fcckt das eigene Volk. Es sind L\u00e4nder ohne demokratische Strukturen. Auch Literaten, K\u00fcnstler, Filmemacher stehen unter der Zensur.<\/p>\n<p>Was\u00a0 mag die vom Mythos angeprangerte <em>eine<\/em> Sprache als Eigenschaften f\u00fcr sich verbucht haben, um gar mit ihrer Hilfe eine Weltherrschaft anstreben zu k\u00f6nnen? Man fragte nach dem Ursprung aller Sprachen; welche Sprache ist die urspr\u00fcngliche? Es m\u00fcsste eine vollkommene Universalsprache sein; man sah das Hebr\u00e4ische als eine solche an. Pal\u00e4oanthropologie (Pr\u00e4historische Anthropologie) und Sprachwissenschaften ist es aber unm\u00f6glich, auch nur irgendeine der bekannten Sprachen den Charakter einer universalen Sprache zusprechen zu k\u00f6nnen. Vehement, aber nicht unberechtigt mahnt Francesco Soave (1743\u20131806), Philosoph, \u00dcbersetzer, Dozent:<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>\u201eIch kann euch gewi\u00df niemals raten, dem hier aufgekommenen bizarren Denken zu folgen und von der universalen Sprache zu tr\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p>K\u00f6nnte das Auffinden einer universalen Sprache theoretisch dazu verf\u00fchren, sie zum Aufbau eines neuen Weltreiches zu missbrauchen? Wenn wir den Sprachbegriff von der Informatik her erweitern, wissen wir, dass L\u00e4nder \u00fcbergreifende Kommunikation und damit auch Manipulation kein Problem darstellen. Universalsprachen sind keine nat\u00fcrlichen Sprachen, sondern Maschinensprachen, die zur Nutzung von Endger\u00e4ten die Basis f\u00fcr menschliche Kommunikation verk\u00f6rpern. Wer die digitale Welt zu nutzen wei\u00df, insbesondere das Internet, wird davon schier unersch\u00f6pflich profitieren; wie leicht kann man aber im World Wide Web ertrinken. Man braucht Disziplin, sonst wird ein User allzu bald ein Loser! Wer meint, er w\u00e4r ein IT Cracker, den erwischt alsbald ein Hacker. Das h\u00f6rt sich lustig an, jedoch mehren sich die F\u00e4lle von Cybercrime. Es werden nicht nur wichtige Einrichtungen attackiert, sondern auch b\u00fcrgerliche Freiheiten werden angegriffen. Wir sollten daher mit unseren Kindern im Gespr\u00e4ch dar\u00fcber bleiben, wie sie das Internet f\u00fcr sich nutzen und wem sie sich \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>H\u00e4tte die Gro\u00dfmacht Babylon \u00fcber unsere Technologie verf\u00fcgen k\u00f6nnen, w\u00e4ren die gigantischen Bauvorhaben wohl fertiggestellt worden. Immerhin hatten sie <em>eine<\/em> Sprache, ihre Kommunikation war dadurch st\u00f6rungsfrei und erleichterte die Bauma\u00dfnahmen. Sicher gab es auch viele Fremdarbeiter. Doch war die sprachliche Einheit nur ein Traum? Gen 10 hatte die Sprachenvielfalt als nat\u00fcrliche Folge der V\u00f6lkervielfalt angesprochen. Dem mussten sich die Weltreiche in Mesopotamien anpassen. Der Mythos bekr\u00e4ftigt dieses Faktum, indem er JHWH als Antagonisten ins Spiel bringt, der Missfallen gegen\u00fcber der Vereinheitlichung von Volk und Sprache \u00e4u\u00dfert, der Sprache ihre Struktur und ihre Grammatik nimmt. Die Kommunikation bricht im Wesentlichen ab. Die Bauten bleiben unvollendet.<\/p>\n<p>Wir sollten uns im Christlichen und Kirchlichen von Vereinheitlichungen distanzieren, auch von einer Nivellierung der Sprache; wir brauchen einen lebendigen Glauben in der Vielfalt.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p>Bonn<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:thomas.bautz@ekir.de\">thomas.bautz@ekir.de<\/a><\/p>\n<p>Thomas Bautz, Pfarrer i.R. (EKiR), geb. 1954 in Berlin-West, vh., einen Sohn (15 J.), Studium: Allg. Sprachwissenschaft (1. Hauptfach), ev. Theologie (2. Hauptfach), Philosophie (Nebenfach) \u2013 Berlin, G\u00f6ttingen, K\u00f6ln, Bonn. Schwerpunkte: Diakonie (Gerontologie, Sterbeforschung, Seelsorge in Seniorenpflegeheimen); ev. Erwachsenenbildung; 8 Jahre Geistlicher bei der Bundeswehr: Wetzlar, D\u00fcsseldorf, Euskirchen, D\u00fcren, N\u00f6rvenich; wg. Aufl\u00f6sung diverser Standorte). Gemeindearbeit zur Unterst\u00fctzung von Kollegen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Cf. Christoph Uehlinger: Weltreich und \u201eeine Rede\u201c. Eine neue Deutung der sog. Turmbauerz\u00e4hlung (Gen 11,1\u20139), OBO 101 (1990) , 343.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Uehlinger: Weltreich und \u201eeine Rede\u201c, 232.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Widerlegung bei Uehlinger: Weltreich und \u201eeine Rede\u201c, 201\u2013253).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> J. Alberto Soggin: Das Buch Genesis. Kommentar (1997), 183\u2013184; cf. Norbert Clemens Baumgart: Turmbauerz\u00e4hlung, Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (www.wibilex.de).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Soggin: Genesis, 184.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Heinrich Krauss\/ Max K\u00fcchler: Erz\u00e4hlungen der Bibel. Das Buch Genesis in literarischer Perspektive: Die biblische Urgeschichte (Gen 1 \u2013 11), (2003): Die Zerstreuung der Menschheit (Gen 11,1\u20139), 180\u2013185, 182.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Soggin: Genesis, 177 u. 178\u2013179.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Krauss\/ K\u00fcchler, 182.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Francesco Soave: Riflessioni intorno all\u2018istituzione di una lingua universale (1774), zit. n. Umberto Eco: Die Suche nach der vollkommenen Sprache (2. Aufl. 1994), 11 (Motto; ohne genauere Quellenangabe).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Erzwungene Einheit oder geschenkte Vielfalt&#8220; |\u00a0Pfingstsonntag, 23.05.2021 | Predigt zu Genesis 11,1\u20139 | verfasst von Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! In der hebr\u00e4ischen Bibel gibt es Erz\u00e4hlungen, die f\u00fcr bestehende Gegebenheiten oder Zust\u00e4nde einen Grund, einen Ursprung oder eine Ursache angeben m\u00f6chten. Sie kleiden ihr Anliegen oder Thema in ein mythologisches Gewand. 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