{"id":5202,"date":"2021-05-26T12:53:29","date_gmt":"2021-05-26T10:53:29","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5202"},"modified":"2021-05-26T12:53:29","modified_gmt":"2021-05-26T10:53:29","slug":"predigt-ueber-johannes-31-8-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-ueber-johannes-31-8-2\/","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Johannes 3,1-8"},"content":{"rendered":"<h3>Trinitatis und die ganz andere Lebenswirklichkeit Gottes. | Predigt \u00fcber Joh 3,1-8 am Sonntag Trinitatis den 30.05.2021 | von Andreas Pawlas |<\/h3>\n<p><em>Es war aber ein Mensch unter den Pharis\u00e4ern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr m\u00fcsst von neuem geboren werden. Der Wind bl\u00e4st, wo er will, und du h\u00f6rst sein Sausen wohl; aber du wei\u00dft nicht, woher er kommt und wohin er f\u00e4hrt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Liebe Gemeinde!<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Wenn man ein Fest feiern will, dann muss man doch wissen warum. Das ist doch ganz banal. Und heute, da feiern wir das Fest der Hl. Dreieinigkeit \u2013 aber wissen wir eigentlich wirklich warum?<\/p>\n<p>Es scheint alles sehr kompliziert zu sein. Nein, kompliziert ist gar nicht der richtige Ausdruck. Denn vielmehr erscheint alles, was in der christlichen Tradition \u00fcber die Dreieinigkeit von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligem Geist gesagt wird, f\u00fcr viele kluge Leute auf dieser Welt damals wie heute und genauso f\u00fcr Juden oder Muslime v\u00f6llig <strong><em>absurd<\/em><\/strong> oder <strong><em>anst\u00f6\u00dfig.<\/em><\/strong> Das ist der gegenw\u00e4rtige Stand der Diskussion.<\/p>\n<p>Und genauso unbegreiflich und <strong><em>verworren <\/em><\/strong>scheint es auch in dieser Szene zu gehen, in die uns dieses Gotteswort hineinzieht, also in diesem Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und Nikodemus. Allein, wie dieses Gespr\u00e4ch beginnt! Denn da fragt der eine zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nichts, und dann scheint der andere ohne Beziehung auf das Gesagte zu antworten. Was ist das f\u00fcr ein Austausch?! Aber vielleicht klingt das nur f\u00fcr <strong><em>uns heutige<\/em><\/strong> so merkw\u00fcrdig. Warum?<\/p>\n<p>Weil es doch ein Gespr\u00e4ch unter Fachleuten ist: Denn Nikodemus, dieser \u201eObere der Juden\u201c, der nennt Jesus einen Lehrer, also nach heutigem Verst\u00e4ndnis einen Weisen. Und Nikodemus selbst wird an anderer Stelle (Joh 3,10) von Jesus ebenfalls als Lehrer Israels bezeichnet. Und womit besch\u00e4ftigen sich nun tagaus tagein die hochgesch\u00e4tzten Lehrer des Volkes? Doch mit der <strong><em>Zukunft<\/em><\/strong> und der <strong><em>Hoffnung<\/em><\/strong> des Volkes, eben mit dem <strong><em>Reich Gottes<\/em><\/strong>.<\/p>\n<p>Oh nein, das darf nicht mit irgendeiner religi\u00f6s abgehobenen Spekulation verwechselt werden, sondern es geht ganz konkret um die Frage nach den <strong><em>Lebensm\u00f6glichkeiten <\/em><\/strong>in jenem besetzten, gedem\u00fctigten und hoffnungslos gewordenen Landstrich im \u00f6stlichen Mittelmeer, diesem Spielball politischer Regionalinteressen. Es geht ganz konkret um die <strong><em>Vision<\/em><\/strong> f\u00fcr die jetzt als Knechte von den R\u00f6mern niedergedr\u00fcckten Menschen, die sich doch vielleicht noch erinnern, dass es irgendwann f\u00fcr sie einmal eine Verhei\u00dfung als Gottes <strong><em>auserw\u00e4hltes Volk<\/em><\/strong> gab, mit <strong><em>David<\/em><\/strong> und seinen Nachkommen an der Spitze. Es geht also ganz konkret darum, <strong><em>wer<\/em><\/strong> denn nun <strong><em>wann<\/em><\/strong> endlich, endlich als bevollm\u00e4chtigter F\u00fchrer das Heft ergreift und dem Volk wieder <strong><em>Macht<\/em><\/strong> und <strong><em>Perspektive<\/em><\/strong> gibt, wie damals zu Davids Zeiten. Ja, es sind diese <strong><em>ganz konkreten Fragen<\/em><\/strong>, die damals die Lehrer Israels bewegten.<\/p>\n<p>Und wie bezieht Jesus da Position? Da sagt er doch mit einem Male irgendetwas \u00fcber <strong><em>Wiedergeburt<\/em><\/strong> und <strong><em>Geist<\/em><\/strong>! Aber was sollte das denn mit den alle bewegenden Fragen zu tun haben?<\/p>\n<p>Oder kann etwa die Frage nach dem Wiedergeborenwerden, nach der Seelenwanderung, <strong><em>dennoch<\/em><\/strong> eine L\u00f6sung f\u00fcr alle aktuellen und vorangegangenen Probleme sein? Wenn die Gegenwart zu schlimm ist, dann warte ich eben die n\u00e4chste Wiedergeburt ab und dann wird alles besser. Oder wenn ich in der Gegenwart \u00fcble Dinge getan habe, dann war es eben <strong><em>nicht ich<\/em><\/strong><em>,<\/em> sondern nur der schlimme alte <strong><em>Raubritter<\/em><\/strong>, der in mir nun mal so wiedergeboren ist. Was w\u00e4re das entlastend \u2013 f\u00fcr mich und f\u00fcr viele andere!<\/p>\n<p>Sicherlich kannte Nikodemus als erfahrener Lehrer im alten Gottesvolk solche \u00dcberlegungen \u2013 und auch ihre Probleme. Denn wenn man sich so mit Seelenwanderung aus der Gegenwart verabschiedet, dann ist es <strong><em>aus <\/em><\/strong>mit dem, was <strong><em>Volk<\/em><\/strong> hei\u00dft. Dann ist die Zukunft des Volkes als Volk <strong><em>verloren<\/em><\/strong>. Aber vor allem ist dann die eigene <strong><em>Gegenwart<\/em><\/strong> verloren.<\/p>\n<p>Aber w\u00e4re das nicht gerade <strong><em>gut<\/em><\/strong>? Denn wie h\u00e4ufig ist unsere Gegenwart \u00fcbel gepr\u00e4gt durch Krankheit und Dem\u00fctigung, Entt\u00e4uschungen und Sorgen, Hoffnungslosigkeit und Leere! W\u00e4re es da nicht perfekt, dem allen durch Seelenwanderung, durch Wiedergeburt in bessere Welten zu entfliehen zu k\u00f6nnen? Ein Druck auf den \u201eExit-Knopf\u201c und wir sind heraus aus dem Spiel? So l\u00e4uft das doch in unseren Computer-Spielen.<\/p>\n<p>Und Jesus? Was macht denn nun eigentlich Jesus angesichts unserer Leiden, Sehns\u00fcchte und Erwartungen? Jesus l\u00e4sst sich eben nicht auf solche von uns ausgedachten Spiele ein. Nein, er l\u00e4sst sich nicht in so einer Art Wunscherf\u00fcllungs-Game in unser Wohnzimmer stellen oder in die Staatskanzlei von Nikodemus. Nein, Jesus macht unser Denken nicht mit. Aber er macht etwas ganz anderes. Etwas ganz Entscheidendes! Was denn?<\/p>\n<p>Er zerrei\u00dft einen Vorhang vor unseren Blicken: Denn Gottes Wirklichkeit ist ganz anders als unsere Gedankenwelt. Und sie betrifft uns nicht erst irgendwann am Ende unseres Lebens oder nach irgendeinem von Wiedergeburtsfanatikern m\u00f6glicherweise errechneten hunderttausendsten Leben, sondern Gottes Wirklichkeit will uns in ihrer geistlichen Andersartigkeit schon jetzt und hier in unserem gegenw\u00e4rtigen Gottesdienst ber\u00fchren.<\/p>\n<p>Allerdings hei\u00dft das gleichzeitig auch etwas anderes, n\u00e4mlich dass unser normales Alltagsdenken und F\u00fchlen, das die Bibel immer wieder als \u201eFleisch\u201c bezeichnet, diese andere Wirklichkeit Gottes nicht wirklich erkennen kann, ebenso wenig wie etwa ein Regenwurm etwas vom Flug der Schmetterlinge wissen kann. Denn was Fleisch ist, das bleibt Fleisch, alles was Alltagsdenken ist, das bleibt Alltagsdenken und das muss auch wie alles Fleisch vergehen. Aber alles, was aus Gottes ganz anderer Lebenswelt kommt, alles was Geist ist und aus Gottes Geist geboren ist, das lebt und bleibt in Ewigkeit.<\/p>\n<p>So hat es Gott geordnet, ob wir das wollen oder nicht, und egal ob von klugen Leuten oder anderen Religionen etwas anderes gesagt wird. Und auch egal, was es dazu f\u00fcr Computerspiele gibt. Das Alltagsdenken des Fleisches und der verg\u00e4nglichen Welt das kann eben nur so etwas wie das Sausen des Windes, das Sausen des Geistes h\u00f6ren. Es kann aber nicht begreifen, woher er kommt und wohin er f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Das soll es nun nicht geben, dass zwei Wirklichkeiten so aneinandersto\u00dfen und ein n\u00fcchterner Mensch das nicht begreift? <strong><em>Doch<\/em><\/strong>, das passiert andauernd. Hier einmal ein einfaches weltliches Beispiel:<\/p>\n<p>Da sitzen zwei Konfirmanden im Klassenzimmer im Parterre bei offenem Fenster: Lukas und Marcel. Es ist Pause, es ist Sommer und ein Radio dudelt. Dabei h\u00f6ren beide von einer S\u00e4ngerin gesungen den altbekannten Satz \u201eIch liebe Dich\u201c! Und der Satz geht den beiden in das eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder hinaus.<\/p>\n<p>Aber da erscheint pl\u00f6tzlich drau\u00dfen vorm Fenster und so, dass nur Lukas es sehen kann, seine schon lange verehrte Mitkonfirmandin Marit, und die singt ihm leise genau <strong><em>diesen<\/em><\/strong> Satz zu, den er und Marcel so nebenbei im Radio h\u00f6ren: Ich liebe Dich\u201c!<\/p>\n<p>Jeder kann sich vorstellen, wie der Lukas fast <strong><em>durchdreht<\/em><\/strong>! Wie es ihn nicht mehr auf seinem Sitz h\u00e4lt. Und was macht da Marcel, der um diese Liebe nicht wei\u00df? Der kann das alles gar nicht begreifen. Aber offenkundig sto\u00dfen da un\u00fcbersehbar in diesem ganz innerweltlichen Beispiel zwei Wirklichkeiten aneinander.<\/p>\n<p>Wie viel mehr muss es im Gegen\u00fcber von unserer Alltagswelt und Gottes ganz anderer Wirklichkeit zu Unverst\u00e4ndnis kommen, wo niemand etwas erkennen und erfahren kann, der nicht aus dem Geiste Gottes wiedergeboren ist!<\/p>\n<p>Ja, und wozu geh\u00f6ren wir nun? Geh\u00f6ren wir zu denen, die es wie dieser Lukas am Fenster nicht mehr auf dem Sitz h\u00e4lt? Geh\u00f6ren wir zu denen, die Gottes Geist so ber\u00fchrt und bewegt hat, dass sie dar\u00fcber ganz <strong><em>erf\u00fcllt<\/em><\/strong> und <strong><em>dankbar<\/em><\/strong> sind, dass sie nun aus der Liebe Gottes leben d\u00fcrfen j<strong><em>etzt und ewig<\/em><\/strong>? Die darum <strong><em>singen<\/em><\/strong> und <strong><em>tanzen<\/em><\/strong> m\u00f6gen und die ganze Welt umarmen und darum Gott <strong><em>preisen <\/em><\/strong>als Vater, Sohn und Heiligen Geist zum Fest der Heiligen Dreieinigkeit?<\/p>\n<p>Oder geh\u00f6ren wir zu solchen Menschen wie Nikodemus, die fragend und suchend zu Jesus kommen, mit manchen Schmerzen und Entt\u00e4uschungen, mit Sorge und Trauer? Und die nur irgendwie etwas vage versp\u00fcrt haben, in denen sich aber ein Keim von Hoffnung r\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es von unseren Alltagserfahrungen her v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, warum man ausgerechnet zu diesem <strong><em>Jesus<\/em><\/strong> kommen sollte. Aber beobachten kann doch <strong><em>jedermann<\/em><\/strong>, dass es in dieser unserer Welt Menschen gibt, die <strong><em>anders<\/em><\/strong> sind, die offensichtlich von einer <strong><em>anderen<\/em><\/strong> Hoffnung leben als jedermann, Menschen, in denen das ganz andere Reich Gottes schon seine ersten <strong><em>Spuren<\/em><\/strong> hinterlassen hat.<\/p>\n<p>Nein, das sind keine besonders mutigen, oder besonders erfolgreichen oder besonders gesunde Menschen. Es sind Menschen wie Du und ich. Es sind Zeugen Jesu Christi, weil sie ihre Lebensfreude und ihr Lebensleid <strong><em>geistlich<\/em><\/strong> erfahren, fest halten in der ganz anderen Lebenswirklichkeit Gottes, Menschen, die sich deshalb von Gott reich beschenkt wissen und darum gern f\u00fcr ihren N\u00e4chsten da sind.<\/p>\n<p>Es sind Menschen, die <strong><em>ernst<\/em><\/strong> machen mit ihrer in der Taufe, also der durch Wasser und Geist verb\u00fcrgten Zugeh\u00f6rigkeit zum Lebensraum Gottes. Es sind Menschen, die leben und sterben in der <strong><em>Gewissheit<\/em><\/strong>, durch Gott, den Vater, geschaffen, durch Gott den Sohn erl\u00f6st zu sein, und von Gottes Geist <strong><em>gef\u00fchrt<\/em><\/strong>, <strong><em>gereinigt<\/em><\/strong> und <strong><em>vollendet<\/em><\/strong> zu werden.<\/p>\n<p>Ja, aber noch einmal, was ist mit uns? Bleiben wir nun wie Nikodemus nur mit offenem Munde stehen? Oder packt uns <strong><em>\u00fcberm\u00e4chtig<\/em><\/strong> die Sehnsucht, genauso wie die anderen Zeugen Jesu Christi <strong><em>endlich genau so <\/em><\/strong>von Gottes Geist erf\u00fcllt, geheilt und getr\u00f6stet zu werden, <strong><em>endlich <\/em><\/strong>in Gottes ganz anderem Lebensraum fest und unverlierbar gehalten und getragen zu werden?<\/p>\n<p>Aber wenn uns so \u00fcberm\u00e4chtig diese Sehnsucht <strong><em>packt<\/em><\/strong> und wir dann tats\u00e4chlich die H\u00e4nde falten und unseren Gott von Herzen bitten, dann will er ganz bestimmt unser Bitten <strong><em>erh\u00f6ren<\/em><\/strong>. Vielleicht nicht immer so, wie wir es uns ausmalen, aber bestimmt so, wie es am <strong><em>besten<\/em><\/strong> f\u00fcr uns ist.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt, <strong><em>dass<\/em><\/strong> wir \u00fcberhaupt so beten k\u00f6nnen, das ist doch bereits ein Zeichen daf\u00fcr, dass Gottes guter Geist uns <strong><em>erf\u00fcllen<\/em><\/strong> und <strong><em>verwandeln<\/em><\/strong> und <strong><em>neu<\/em><\/strong> machen will! Dann brauchen wir nur noch fest und begeistert darauf vertrauen, dass Gott das auch so <strong><em>tun<\/em><\/strong> will, was er uns an Trost und Erl\u00f6sung durch Jesus Christus versprochen hat. Und dann <strong><em>geh\u00f6ren<\/em><\/strong> wir bereits zu Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist <strong><em>jetzt <\/em><\/strong>und in <strong><em>Ewigkeit<\/em><\/strong>. Gott sei Dank.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pastor i. R. Prof. Dr. Andreas Pawlas<\/p>\n<p>Eichenweg 24<\/p>\n<p>25365 Kl. Offenseth-Sparrieshoop<\/p>\n<p>Andreas.Pawlas@web.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trinitatis und die ganz andere Lebenswirklichkeit Gottes. | Predigt \u00fcber Joh 3,1-8 am Sonntag Trinitatis den 30.05.2021 | von Andreas Pawlas | Es war aber ein Mensch unter den Pharis\u00e4ern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 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