{"id":5219,"date":"2021-06-02T16:58:51","date_gmt":"2021-06-02T14:58:51","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5219"},"modified":"2021-06-02T17:00:57","modified_gmt":"2021-06-02T15:00:57","slug":"predigt-zu-jona-11-21f-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-jona-11-21f-9\/","title":{"rendered":"Predigt zu Jona 1,1 \u2013 2,1f.+9"},"content":{"rendered":"<h3>&#8222;Warum macht er das?\u2026&nbsp; Und warum mache ich das?&#8220; | Predigt zu Jona 1,1 \u2013 2,1f.+9 | 1. Sonntag nach Trinitatis 5. Juli 2021 | verfasst von Susanna Kschamer |<\/h3>\n<p>Die Gnade unseres Herren Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>heute geht es in der Predigt um den Propheten Jona \u2013 Sie wissen schon, der mit dem Walfisch. Eben haben wir schon den Psalm aus dem Buch Jona miteinander gebetet. Und vermutlich kennen Sie die Geschichte von Jona aus der Kinderbibel, aus einem Bilderbuch oder aus dem Fernsehen. Aber haben Sie die Geschichte auch schon einmal in der Bibel gelesen? Zumindest als Predigttext ist das Buch Jona, oder genauer des erste Teil davon, heute zum ersten Mal in der Perikopenordnung als Predigttext vorgesehen.<\/p>\n<p>Ich lese aus dem Buch Jona das Kapitel 1 und die Verse 1 und 9 aus dem 2. Kapitel.<\/p>\n<p>Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: Mache dich auf und geh in die gro\u00dfe Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er F\u00e4hrgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN. Da lie\u00df der HERR einen gro\u00dfen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein gro\u00dfes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff w\u00fcrde zerbrechen. Und die Schiffsleute f\u00fcrchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter w\u00fcrde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schl\u00e4fst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht verderben. Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so \u00fcbel geht. Und als sie losten, traf&#8217;s Jona. Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, um wessentwillen es uns so \u00fcbel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du? Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebr\u00e4er und f\u00fcrchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat. Da f\u00fcrchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Was hast du da getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungest\u00fcmer. Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich wei\u00df, dass um meinetwillen dies gro\u00dfe Ungewitter \u00fcber euch gekommen ist. Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land k\u00e4men; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungest\u00fcmer gegen sie an.&nbsp; Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir&#8217;s gef\u00e4llt.&nbsp; Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und lie\u00df ab von seinem W\u00fcten.&nbsp; Und die Leute f\u00fcrchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gel\u00fcbde.<\/p>\n<p>Aber der HERR lie\u00df einen gro\u00dfen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei N\u00e4chte. <em>Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches<\/em><\/p>\n<p>Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.<\/p>\n<p>Das ist eine sch\u00f6ne Geschichte, aber ganz offensichtlich kein Tatsachenbericht. Ein&nbsp; Prophet mit dem Namen Jona, Sohn Amittais, lebte im 8. Jahrhundert vor Christus. \u00dcber ihn ist nichts weiter bekannt. Unsere Geschichte wird vierhundert Jahre sp\u00e4ter entstanden sein. Die pr\u00e4chtige Stadt Ninive war zu diesem Zeitpunkt schon zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Versuche aus dem Zeitalter der Aufkl\u00e4rung diese Geschichte als Tatsachenbericht zu retten&nbsp; \u2013 etwas in dem man vermutete, dass Jona nicht von einem gro\u00dfen Fisch gerettet wurde, sondern von einem Schiff, das \u201eWalfisch\u201c hie\u00df &#8211;&nbsp; machten sie nicht glaubw\u00fcrdiger.<\/p>\n<p>Doch dem&nbsp; Autor des Jonabuches geht es nicht darum, einen historischen Sachverhalt darzustellen. Diese Geschichte ist kein schlecht gemachter Tatsachenbericht, sondern eine gut erz\u00e4hlte Geschichte voller symbolischer Wahrheiten. Wie in M\u00e4rchen und Mythen ist hier von allgemeinen&nbsp; Menschheitserfahrungen die Rede, die jeder und jede mal macht.<\/p>\n<p>Und so entstand eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt: \u00dcber Gott, \u00fcber Jona und \u00fcber uns selbst.<\/p>\n<p>Jona hatte einen klaren Auftrag von Gott bekommen: Er sollte von Israel aus nach Osten auf dem Landweg in die gro\u00dfe Stadt Ninive reisen und dort den Menschen predigen, dass ihre Stadt wegen ihrer Bosheit in 40 Tagen untergehen wird.<\/p>\n<p>Jona machte sich auf \u2013 doch nicht nach Osten sondern auf den Seeweg auf nach Westen. Er machte also exakt das Gegenteil von dem, was er tun sollte.<\/p>\n<p>Aber warum?<\/p>\n<p>Am weiten und m\u00fchsamen Weg kann es nicht gelegen haben. Der Weg, den er nun einschlug, war nicht bequemer, im Gegenteil: Er f\u00fchrte \u00fcber das gef\u00e4hrliche Meer, das als Chaosmacht gef\u00fcrchtet wurde.<\/p>\n<p>Hatte Jona Angst die Bewohner von Ninive mit einer bedrohlichen Wahrheit zu konfrontieren?<\/p>\n<p>Und dachte er, es ihnen und sich selbst ersparen zu k\u00f6nnen, in dem er die Augen davor verschlie\u00dft und einfach nicht dar\u00fcber redet? Und das obwohl die Bosheit in Ninive wahrhaftig nicht zu \u00fcbersehen war?<\/p>\n<p>Hat er bef\u00fcrchtet, dass die Menschen aus Ninive ungehalten oder sogar aggressiv reagieren k\u00f6nnten, gerade weil er mit dem recht hat, was er sagt? Das w\u00e4re ja alles verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Doch dieser Auftrag kam nicht von irgendwoher, sondern von Gott. Hat Jona ernsthaft damit gerechnet, dass Gott ihm das so durchgehen l\u00e4sst? Hielt er Gott f\u00fcr so schwach? Oder hatte er so schwerwiegende Bedenken gegen diese Mission, dass er sogar sein eigenes Leben riskiert h\u00e4tte, nur um diesen Auftrag nicht ausf\u00fchren zu m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Vielleicht, weil er die Feinde Israels in Ninive gar nicht warnen wollte? Weil er bef\u00fcrchtet&nbsp; hatte, dass der Gott Israels (oder er selbst) als L\u00fcgner&nbsp; dastehen, wenn das angek\u00fcndigte Gericht dann doch nicht eintritt? Weil er Gott eigentlich nicht traute?<\/p>\n<p>Als Gott&nbsp; am Ende der Geschichte die Stadt Ninive tats\u00e4chlich verschonte, behauptete Jona, er habe das schon geahnt und den Auftrag deshalb von Anfang an nicht ausf\u00fchren wollen. Aber waren das auch am Anfang seine Motive? Sie merken schon: da kann man unendlich spekulieren. An einem lauschigen Sommerabend kann das bei einem guten Glas Wein auch durchaus Spa\u00df machen.<\/p>\n<p>Ich merke aber, dass ich mehr davon habe, wenn ich die Geschichte zur Selbstreflexion zu nutzen und \u00fcber mein eigenes Leben und mein eigene Bild von Gott nachzudenken. Vielleicht wird das Buch Jona deswegen am h\u00f6chsten j\u00fcdischen Feiertag Jom Kippur, dem Vers\u00f6hnungstag gelesen. An diesem Tag fasten J\u00fcdinnen und Juden 25 Stunden und denken \u00fcber ihr Leben nach und auch dar\u00fcber, mit wen sie sich vers\u00f6hnen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Eine Frage, die die Geschichte von Jona mir stellt, ist: Wann war ich in einer Situation, in der ich eigentlich genau wusstest, was richtig gewesen w\u00e4re, und dann doch das Gegenteil gemacht habe? Warum? Ich finde das auch im Nachhinein gar nicht so einfach herauszufinden, entdecke nach Jahren weitere Gr\u00fcnde. Manchmal sogar welche, die mich mit der damals getroffenen Fehlentscheidung etwas auss\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Aber weiter in der Geschichte: Die Flucht war jedenfalls gut geplant. Jona ging hinunter an den Hafen von Jafo.&nbsp; Er suchte sich ein Schiff, das \u00fcber das Mittelmeer bis nach Tarsis in Spanien fahren sollte. Anders als damals \u00fcblich, bezahlte er das Fahrgeld im Voraus. Und dann legte er sich unten im Bauch des Schiffes schlafen. Blo\u00df weg! Und blo\u00df nichts mehr mitkriegen!<\/p>\n<p>Doch vor Gott konnte Jona nicht so einfach fliehen. Ein heftiger Sturm kam auf. Die Mannschaft und die anderen Fahrg\u00e4ste aus aller Welt&nbsp; k\u00e4mpften verzweifelt gegen das Unwetter an. Sie warfen die Ladung ins Meer. Sie beteten inbr\u00fcnstig \u2013 jeder zu dem Gott, an den er glaubte. In unserer Geschichte wird \u00fcbrigens kein Wort des Tadels \u00fcber diesen G\u00f6tzendienst laut. Schlie\u00dflich weckte der Kapit\u00e4n Jona. Hatte er wirklich nichts mitbekommen? War er so ignorant? Der Kapit\u00e4n musste ihn jedenfalls ausdr\u00fccklich auffordern zu beten.<\/p>\n<p>Die anderen Besatzungsmitglieder haben in der Zwischenzeit gelost, um herauszufinden, wem sie ihre bedrohliche Lage zu verdanken haben: Das Los fiel auf Jona. Als sie von Jona wissen wollen, mit wem&nbsp; sie es zu tun haben, antwortet der denkbar knapp. Gerade einmal Volks- und Religionszugeh\u00f6rigkeit liess er sich entlocken. Er war der einzige Hebr\u00e4er auf dem Schiff, der einzige, der an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs glaubte.<\/p>\n<p>Die Mitreisenden, alles Menschen, die die Bibel als Heiden bezeichneten w\u00fcrde, machten es sich nicht leicht. Sie hatten zwar ohne zu z\u00f6gern kostbare Ladung \u00fcber Bord geworfen. Aber das Leben dieses merkw\u00fcrdigen Fremden wollten sie nicht leichtfertig opfern. Sie suchten nicht einfach einen S\u00fcndenbock. Sie fragten Jona selbst danach, was nun nun tun sei. Er war es, der ihnen sagte,&nbsp; dass die Katastrophe nur abgewendet werden k\u00f6nnte, wenn sie ihn ins Meer w\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Aber warum machte Jona diesen Vorschlag? Wollte er wenigstens seine Mitreisenden retten? Oder war er so trotzig, dass er lieber sterben, als diesen Auftrag erf\u00fcllen wollte? Oder meinte er gar das seinem Gott und seinem Volk schuldig zu sein? Damit die in der Welt der Heiden nicht schlecht dastehen? Wieder l\u00f6st die Geschichte viele Fragen bei mir aus. Und wieder merke ich, dass es heilsamer sein k\u00f6nnte, nicht \u00fcber Jona zu spekulieren, sondern diese Fragen an mich und an mein eigenes Verhalten zu stellen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner vom Schiff hingegen wollten Jonas Leben noch nicht verloren geben. Sie ruderten mit all ihrer Kraft gegen das Unwetter an. Erst als sich das als aussichtslos herausstellte, waren sie bereit Jona ins Meer zu werfen. In einer j\u00fcdischen Geschichte wird sogar erz\u00e4hlt, dass die M\u00e4nner Jona drei Mal ins Wasser gehalten haben. Einmal bis zu den F\u00fc\u00dfen, ein Mal bis zum Bauch und ein drittes Mal bis zum Hals. Jedes Mal h\u00f6rte der Sturm auf, wenn Jona im Wasser war, und jedes Mal begann er wieder zu toben, wenn die M\u00e4nner Jona wieder aus dem Wasser zogen. Erst als sie wirklich alles probiert hatten, warfen sie ihn ins Meer und das Meer blieb still. Mich beeindruckt es, wie positiv im Buch Jona und in j\u00fcdischen Auslegungen die andersgl\u00e4ubigen Menschen aus den fremden V\u00f6lkern beschrieben werden. Das gilt f\u00fcr die Seeleute auf dem Schiff ebenso, wie f\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner von Ninive, von denen der zweite Teil des Buches handelt, der hier nicht vorgelesen worden ist. Nachdem&nbsp; die von Jona damit konfrontiert wurden, dass die Bosheit in ihrer Stadt herrscht, haben sie ihre Chance genutzt und sich ge\u00e4ndert. So wie die Geschichte erz\u00e4hlt ist, l\u00e4sst sie Jona und (damit auch der Leserin und dem Leser) eigentlich keine Chance, die Verantwortung f\u00fcr die Misere einfach auf \u201edie Anderen\u201c oder \u201edie Fremden\u201c zu schieben. Und das Buch Jona l\u00e4sst kein Zweifel daran, dass der Gott Israels Heil f\u00fcr die ganze Welt will.<\/p>\n<p>Um so entt\u00e4uschter war ich, als ich eine Predigt von Martin Luther aus dem Jahr 1526 \u00fcber das Buch Jona las. Er missbraucht dieses Buch, um zu behaupten, dass die Verhei\u00dfung Gottes&nbsp; nicht mehr den Juden, sondern den Christen gelte \u2013 die Juden k\u00f6nnten sich ja taufen lassen und dann auch daran teilhaben. Da ich von Luther eigentlich eine Menge halte, habe ich mich regelrecht daf\u00fcr gesch\u00e4mt.<\/p>\n<p>Doch wir wollen uns erneut der Geschichte zuwenden: F\u00fcr Jona ging es nun noch einen Stufe tiefer herab: in die Untiefen des Meeres. Aber Gott gab ihn nicht auf. Er schickte einen gro\u00dfen Fisch und Jona landete in seinem Bauch. Drei Tage blieb er im Bauch des Fisches. Blieb mit sich selbst konfrontiert, im Rachen des Todes, in der Tiefe unter Wogen und Wellen, fernab von allem Leben. Manche Dinge lernt man leider nicht freiwillig. Doch auch an diesem unwirtlichen Ort erreichte Jonas Gebet Gott. Nach drei Tagen spuckte ihn der Fisch aufs Land. Die Zeit im Fisch war eine Krisenerfahrung, die Jona ver\u00e4ndert hat, und die ihn bereit gemacht hat, seinen Auftrag doch noch auszuf\u00fchren. Nun war er in der Lage den Menschen und den Tieren von Ninive zu Reue und Umkehr und damit zu neuem Leben zu verhelfen.<\/p>\n<p>Wenn man den weiteren Verlauf unsere Geschichte betrachtet, erscheint mir die Beschreibung von Jonas Charakter realistisch und ern\u00fcchternd. So ganz hat er sich nicht ge\u00e4ndert. Es bleibt fraglich, ob er&nbsp; selbst wirklich begriffen hat, dass Gott das Leben will und nicht Rache und Opfer. Dass Gott zur Vers\u00f6hnung bereit ist und auch selbst uns Menschen dazu einl\u00e4dt. Wenn man liest, wie zornig er dar\u00fcber war, dass Ninive nicht untergegangen ist, und wie w\u00fctend er war, dass der Rizinusbaum, der ihm Schatten gespendet hat, eingegangen ist, scheint ihm das nicht ganz gelungen zu sein. Trotz der eindr\u00fccklichen Erfahrung im Bauch des Fisches h\u00e4tte Jona da noch einiges zu lernen. Aber ehrlich gesagt kenne ich das leider auch von mir. Es sind immer wieder \u00e4hnliche Herausforderungen, mit denen ich zu k\u00e4mpfen habe. Und ich hoffe, dass Gott auch mir immer wieder Walfische, Rizinusb\u00e4ume und \u00e4hnliches schickt und mir eine neue Chance gibt. Und bei all meinen Versuchen mit einem liebevoll auf mich sieht.<\/p>\n<p>Und wie geht es Ihnen?<\/p>\n<p>Der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pastorin Susanna Kschamer * 1964, seit 2013 Pastorin in der Kirchengemeinde Kosel an der Schlei in Schleswig-Holstein, zu erreichen unter s.kschamer@kirche-kosel.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Psalm wird in diesem Gottesdienst der Psalm der Jona im Wechsel gebetet; die vorgesehenen Texte f\u00fcr Epistel und Evangelium bleiben und werden so zum Resonanzraum der Predigt. Vor der Predigt singen wir \u201eAus der Tiefe rufe ich zu dir\u201c (Liederbuch Durch Hohes und Tiefes 262 ) und nach der Predigt \u201eIch lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt \u201e(Durch Hohes und Tiefes 89)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Psalm des Jona<\/p>\n<p>Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir.<\/p>\n<p>Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und du h\u00f6rtest meine Stimme.<\/p>\n<p>Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, dass die Fluten mich umgaben.<\/p>\n<p>Alle deine Wogen und Wellen gingen \u00fcber mich,<\/p>\n<p>dass ich dachte, ich w\u00e4re von deinen Augen versto\u00dfen,<\/p>\n<p>ich w\u00fcrde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen.<\/p>\n<p>Wasser umgaben mich bis an die Kehle,<\/p>\n<p>die Tiefe umringte mich,<\/p>\n<p>Schilf bedeckte mein Haupt.<\/p>\n<p>Ich sank hinunter zu der Berge Gr\u00fcnden,<\/p>\n<p>der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich.<\/p>\n<p>Aber du hast mein Leben aus dem Verderben gef\u00fchrt, HERR, mein Gott!<\/p>\n<p>Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN,<\/p>\n<p>und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.<\/p>\n<p>Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade,<\/p>\n<p>Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen.<\/p>\n<p>Meine Gel\u00fcbde will ich erf\u00fcllen. Hilfe ist bei dem HERRN.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Warum macht er das?\u2026&nbsp; Und warum mache ich das?&#8220; | Predigt zu Jona 1,1 \u2013 2,1f.+9 | 1. Sonntag nach Trinitatis 5. Juli 2021 | verfasst von Susanna Kschamer | Die Gnade unseres Herren Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 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