{"id":5343,"date":"2021-06-22T18:43:48","date_gmt":"2021-06-22T16:43:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5343"},"modified":"2021-06-22T18:45:56","modified_gmt":"2021-06-22T16:45:56","slug":"predigt-zu-gen-50-15-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-gen-50-15-21\/","title":{"rendered":"Predigt zu Gen 50, 15-21"},"content":{"rendered":"<h3>\u201eNun erkenne ich den Sinn des Ganzen\u201c | Predigt am 4. Sonntag nach Trinitatis | 27.06.2021 | \u00fcber Gen 50, 15-21 | verfasst von Peter Schuchardt | Pastor in Bredstedt |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Hl. Geistes sei mit euch allen!<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p><em>\u201eVerstehen kann man das Leben nur r\u00fcckw\u00e4rts, leben muss man es vorw\u00e4rts.\u201c <\/em>Das ist f\u00fcr mich ein kluger und tiefsinniger Satz. Der d\u00e4nische Philosoph S\u00f6ren Kierkegaard schreibt ihn in seinen Tageb\u00fcchern. Er dr\u00fcckt damit eine Erfahrung aus, die wohl viele von uns schon gemacht haben. Wir haben Pl\u00e4ne f\u00fcr unser Leben. Wir ertr\u00e4umen uns einen Weg und eine Zukunft f\u00fcr uns. Oft aber kommt es anders als du es dir getr\u00e4umt hast. Gl\u00fcck und Niederlage liegen dicht beieinander. So sehr sich jeder und jede ein sch\u00f6nes Leben ertr\u00e4umt, es kommt eben oft doch anders. Niemand w\u00fcnscht sich schwere Zeiten f\u00fcr sich selber. Doch dem Schweren, den Abgr\u00fcnden, den finsteren T\u00e4lern kann ich nicht ausweichen. Ich treffe eine falsche Entscheidung, und das Leben nimmt pl\u00f6tzlich eine Richtung, die ich gar nicht wollte. Menschen, denen ich vertraut habe, nutzen mich aus, hauen mich \u00fcbers Ohr oder tun mir B\u00f6ses. Ich kenne es aus den schweren Zeiten in meinem Leben, dass ich mich dann frage: <em>\u201eIch wei\u00df nicht, wozu das alles gut sein soll. Steckt da jetzt ein Sinn dahinter?\u201c<\/em> Aus vielen Gespr\u00e4chen in der Gemeinde und in der Klinik wei\u00df ich, dass es anderen oft auch so ergeht. In dem Chaos, in dem Leben, das so anders ist als mein Traum, suche ich lange vergeblich nach einem Sinn und einem roten Faden. Und dann erkenne ich im R\u00fcckblick doch sinnvolle Zusammenh\u00e4nge. Ich verstehe meine Leben, indem ich es r\u00fcckw\u00e4rts noch einmal angucke. Ich kann sehen: Nach diesem Schweren bin ich gest\u00e4rkt, kl\u00fcger und gereifter. Aus manchem, was kaum zu ertragen und verletzend war, ist dann doch Gutes geworden. Doch solange ich in dem Chaos und dem Dunkel drinstecke, hilft es nicht, dass ich mir sage: \u201eNaja, irgendeinen Sinn wird das Ganze wohl haben, auch wenn ich ihn nicht sehe.\u201c Dann muss ich erst einmal weiter vorw\u00e4rts leben und darauf hoffen, dass sich mir irgendwann der Sinn erschlie\u00dft. Ich wei\u00df von mir selbst: Das, was mich durch diese schweren Zeiten hindurchgetragen hat, war mein Vertrauen zu Gott.<\/p>\n<p>Um dieses Gottvertrauen geht es heute in unserem Gottesdienst, um Gottvertrauen in schwerer Zeit \u2013 und dar\u00fcber hinaus in unserem ganzen Leben. (Darum ist es wunderbar, heute diese beiden Kinder taufen zu k\u00f6nnen. Denn es ist dieses Vertrauen, liebe Eltern, dass ihr euren Kindern mitgeben m\u00f6chtet.)<\/p>\n<p>Von diesem Gottvertrauen erz\u00e4hlt auch die Geschichte von Josef aus dem Alten Testament. Manch einer von euch kennt sie. Sie steht im 1. Buch Mose. Thomas Mann hat einen wunderbaren (und dicken!) Roman dazu geschrieben, \u201eJosef und seine Br\u00fcder\u201c, Andrew Lloyd Webber hat ein Musical dazu gemacht (\u201eJoseph and the amazing technicolor dreamcoat\u201c).&nbsp; Josef w\u00e4chst mit seinen 11 Br\u00fcdern auf. Er ist der Lieblingssohn seines Vaters Jakob, was nat\u00fcrlich die Eifersucht seiner anderen Br\u00fcder weckt. Dass sein Vater ihm einen besonderen Mantel schenkt, verst\u00e4rkt die Eifersucht und die Wut der Br\u00fcder auf Josef noch mehr. Dazu kommt, dass Josef ihnen von seinen Tr\u00e4umen erz\u00e4hlt, in denen sich die Br\u00fcder vor ihm verneigen. \u201eWas,\u201c so schimpfen sie, \u201ewillst du dich etwa \u00fcber uns stellen?!\u201c Sie sind so w\u00fctend, dass sie ihn nur noch loswerden wollen. Bei einer g\u00fcnstigen Gelegenheit verkaufen sie ihn an eine Karawane, die nach \u00c4gypten will. Dem Vater Jakob erz\u00e4hlen die Br\u00fcder, ein wildes Tier habe Josef get\u00f6tet. Josef kommt in \u00c4gypten in das Haus von Potiphar, einem hohen Beamten am Hof des \u00e4gyptischen Pharaos. Dessen Frau findet Gefallen an Josef. Als er sie abweist, beschuldigt die Frau ihn der versuchten Vergewaltigung. Josef kommt ins Gef\u00e4ngnis. Nun besitzt er die Gabe, Tr\u00e4ume deuten zu k\u00f6nnen. Damit hilft er einem Gefangenen, dem Mundschenk des K\u00f6nigs. Doch der vergisst ihn, sobald er freigelassen ist. Erst Jahre sp\u00e4ter, als der Pharao seltsame Tr\u00e4ume hat, f\u00e4llt diesem ehemaligen Mith\u00e4ftling ein: Da war doch dieser Josef. Josef deutet die Tr\u00e4ume des Pharaos. Auf das Land kommen sieben fette, gute Jahre zu, dann aber sieben magere Hungerjahre. Er r\u00e4t dem Pharao, sich auf diese D\u00fcrre vorzubereiten und Vorratsspeicher anzulegen. Der Pharao ist so beeindruckt von Josefs Klugheit und Weisheit, dass er ihn zum 2. Mann im Staate macht. Und Josef organisiert mit Geschick und Weitsicht die Vorbereitung f\u00fcr die kommende Hungerzeit. Die Katastrophe f\u00fcr \u00c4gypten ist abgewendet. Doch auch in den umliegenden L\u00e4ndern herrscht Hunger, so auch bei der Familie von Josef, in Kanaan. Josefs Br\u00fcder erfahren, dass es in \u00c4gypten noch Getreide gibt und machen sich auf den Weg dahin. Sie treffen mit Josef zusammen, erkennen ihn aber nach all den Jahren nicht. Nach vielen Verwicklungen gibt sich Josef aber als ihr Bruder zu erkennen. Jakob, der alte Vater, ist \u00fcbergl\u00fccklich, dass sein Sohn noch lebt. Auch er darf nachkommen, damit nun die ganze Familie in Sicherheit ist. Doch als Jakob stirbt, haben die Br\u00fcder Angst: Wird sich Josef nun an ihnen r\u00e4chen? Grund genug h\u00e4tte er ja. Denn schlie\u00dflich waren die Br\u00fcder Schuld an seinem Ungl\u00fcck, an der Sklaverei, an dem Gef\u00e4ngnis, in dem Josef jahrelang hockte. Was dann geschieht, davon lesen wir im 1. Mose 50, 15-21: <em><sup>15<\/sup><\/em><em>Als Josefs Br\u00fcder begriffen, dass ihr Vater tot war, bekamen sie Angst. Sie dachten: \u00bbHoffentlich ist Josef uns gegen\u00fcber nicht nachtragend. Sonst wird er uns all das B\u00f6se heimzahlen, das wir ihm angetan haben.\u00ab<\/em><em><sup>16<\/sup><\/em><em>Darum lie\u00dfen sie ihm mitteilen: \u00bbDein Vater hat uns vor seinem Tod aufgetragen,<\/em><em><sup>17<\/sup><\/em><em>dir zu sagen: \u203aVergib deinen Br\u00fcdern das Unrecht und ihre Schuld! Ja, sie haben dir B\u00f6ses angetan. Nun vergib ihnen dieses Unrecht. Sie dienen doch dem Gott deines Vaters!\u2039\u00ab Als Josef das h\u00f6rte, fing er an zu weinen.<\/em><em><sup>18<\/sup><\/em><em>Da gingen seine Br\u00fcder zu ihm hin, warfen sich vor ihm nieder und sagten: \u00bbWir sind deine Knechte.\u00ab<\/em><em><sup>19<\/sup><\/em><em>Aber Josef sagte zu ihnen: \u00bbF\u00fcrchtet euch nicht! Bin ich etwa Gott?<\/em><em><sup>20<\/sup><\/em><em>Ihr hattet B\u00f6ses f\u00fcr mich geplant. Aber Gott hat es zum Guten gewendet. Er wollte tun, was heute Wirklichkeit wird: ein gro\u00dfes Volk am Leben erhalten.<\/em><em><sup>21<\/sup><\/em><em>Deshalb f\u00fcrchtet euch nicht! Ich werde f\u00fcr euch und f\u00fcr eure Kinder sorgen.\u00ab Er tr\u00f6stete sie und redete freundlich mit ihnen.<\/em> (1 Mose 50, 15-21 BasisBibel)<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, ich kann die Angst der Br\u00fcder sehr gut verstehen. Ihr Vater, das Oberhaupt und Bindeglied der Familie, ist tot. Seine sch\u00fctzende Hand fehlt nun. Sind sie jetzt dem Zorn und der Wut Josefs ausgeliefert? Sie f\u00fcrchten, dass Josef sich r\u00e4cht. Rache, liebe Schwestern und Br\u00fcder, ist immer eine Verlockung und Versuchung. Vor allem dann, wenn ich pl\u00f6tzlich in einer st\u00e4rkeren Position bin als vorher. Dann kann ich ja endlich all die Verletzungen, die Entt\u00e4uschung, alles, was ich aushalten musste, voller Wut dem anderen heimzahlen. Rache ist s\u00fc\u00dft, sagt das Sprichwort. Aber Rache bringt nicht weiter, so verst\u00e4ndlich das Gef\u00fchl auch oft ist. Die Br\u00fcder haben Angst vor Josefs Rache. Darum erz\u00e4hlen sie von einem angeblichen Auftrag, einem letzten Willen ihres Vaters, den sie Josef weitersagen sollen: <em>Vergib doch deinen Br\u00fcdern! <\/em>Nirgendwo ist von so einem letzten Willen Jakobs etwas zu lesen. Haben die Br\u00fcder sich das blo\u00df ausgedacht, um sich mit einer L\u00fcge vor Josefs Zorn zu sch\u00fctzen? Ich kann mir das gut vorstellen, so gro\u00df ist ihre Angst. Aber als Josef davon h\u00f6rt, f\u00e4ngt er an zu weinen, wohl auch, weil er die Angst seiner Br\u00fcder mit H\u00e4nden greifen kann. Doch er sagt: <em>F\u00fcrchtet euch nicht! Habt keine Angst. Denn ich stehe doch nicht an Gottes Stelle. Und nun ist mir klar geworden: Ja, ihr hattet B\u00f6ses f\u00fcr mich geplant, und ihr habt mir B\u00f6ses angetan. Aber jetzt erkenne ich: Gott hat aus all dem Dunklen und dem, was kaum auszuhalten war, Gutes werden lassen. Denn Gott kann das, kann das B\u00f6se und Dunkle verwandeln in Gutes und in Licht. Es war \u00fcberhaupt nicht leicht, mein Leben zu leben. Aber nun, wo ich auf mein Leben zur\u00fcckblicke, verstehe ich, wozu das alles passiert ist. Und es geht gar nicht darum, dass es mir nun gut geht. Nein, seht doch:&nbsp; Gott wollte, dass das gro\u00dfe Volk der \u00c4gypter am Leben bleibt. Ja, und auch unserer Familie soll doch am Leben bleiben. Es geht um viel mehr als um eure Bosheit und meine Rachegef\u00fchle. Es geht darum, dass Gott viel st\u00e4rker ist als das, was wir Menschen alles B\u00f6ses tun.<\/em> Und weil das so ist, kann Josef nun auch die Sorgen und sogar die Schuld seiner Br\u00fcder aushalten. <em>\u201eEiner trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erf\u00fcllen\u201c<\/em>, wird viele Jahre sp\u00e4ter der Apostel Paulus schreiben. Auch die Last der Schuld und der Angst ist damit gemeint.<\/p>\n<p><em>\u201eIhr hattet B\u00f6ses f\u00fcr mich geplant. Aber Gott hat es zum Guten gewendet.\u201c <\/em>Diese S\u00e4tze sind der leuchtende Abschluss der Geschichte von Josef und seinen Br\u00fcdern. Sie h\u00fcllen das, was vorher war, auch die Angst und Sorgen, in das helle Licht der F\u00fcgungen und Lenkungen Gottes. Ich denke dabei auch an Dietrich Bonhoeffer. Er hat das Dunkel und den Terror der Naziherrschaft am eigenen Leib erfahren m\u00fcssen. Aber er schreibt dazu ein ganz pers\u00f6nliches Glaubensbekenntnis: <em>Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem B\u00f6sesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Daf\u00fcr braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.<\/em> Um Gottvertrauen geht es in der Geschichte von Josef und seinen Br\u00fcdern. Um Josefs Gottvertrauen! Er geh\u00f6rt zu den Menschen, die sich <em>alle Dinge zum Besten dienen lassen<\/em>. In der ganzen Geschichte lesen wir nichts davon, dass Josef mit Gott ringt, zu Gott betet oder mit ihm hadert. Sein Gottvertrauen ist einfach da. Und auch Gott ist einfach da. Immer wieder ist zu lesen: <em>Gott war mit Josef<\/em>, und darum ver\u00e4nderte sich das Schwere in Gutes. Das ist kennzeichnend f\u00fcr die Weisheitsliteratur, zu der die Josefserz\u00e4hlung geh\u00f6rt. Gott ist da als allumfassende Wirklichkeit und Grund des Lebens. Und so k\u00f6nnen wir in diese Geschichte hineinsteigen und mit Josef gehen. Josef f\u00fchlt sich am Ende der Geschichte nicht als Sieger, sondern als dankbares Teil der Geschichte Gottes. Der Erz\u00e4hler m\u00f6chte, dass auch wir miteinstimmen in Josefs Erkenntnis: Ihr wolltet mir B\u00f6ses, aber Gott hat es zum Guten gewendet.<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, <em>\u201everstehen kann man das Leben nur r\u00fcckw\u00e4rts, leben muss man es vorw\u00e4rts.\u201c <\/em>Es mag sein, wir verstehen in den Bruchst\u00fccken unseres Lebens nicht immer den Sinn des Ganzen. Aber es kann diese leuchtenden Momente wie bei Josef geben, dass auch wir sagen: Ich blicke zur\u00fcck auf mein Leben. Nicht alles war leicht, vieles war kaum zu tragen. Aber nun erkenne ich, dass Gott es zu einem guten Ganzen zusammengef\u00fcgt hat. Und er kann sogar aus dem B\u00f6sen, das andere Menschen mir angetan haben, Gutes entstehen lassen. Dieses Vertrauen kann uns helfen, auch schwierige und dunkle Zeiten zu \u00fcberstehen. Dieses Vertrauen zu unserem Gott w\u00fcnsche ich euch von Herzen (\u2013 und heute vor allem unseren beiden Taufkindern).<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lieder<\/strong>:<\/p>\n<p>EG 428 Komm in unsre stolze Welt (Wochenlied)<\/p>\n<p>EG 620 Ins Wasser f\u00e4llt ein Stein<\/p>\n<p>HuT (Durch Hohes und Tiefes, Gesangbuch der Evangelischen Studierendengemeinden) 347 Wo ein Mensch Vertrauen gibt<\/p>\n<p>HuT 298 Wir haben Gottes Spuren festgestellt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbittgebet<\/strong><\/p>\n<p>Barmherziger Vater,<\/p>\n<p>dein Sohn Jesus Christus hat unsere Schuld und unsere Fehler am Kreuz getragen.<\/p>\n<p>Alle Lasten unseres Lebens willst du in deine liebevollen H\u00e4nde nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So bitten wir dich nun f\u00fcr alle,<\/p>\n<p>die unter ihrer Schuld zusammenbrechen.<\/p>\n<p>Zeige ihnen, dass du ihnen vergeben willst.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle, die Verantwortung tragen,<\/p>\n<p>in Politik und Wirtshaft, in den Schulen, Universit\u00e4ten und Kinderg\u00e4rten.<\/p>\n<p>Gib ihnen Kraft f\u00fcr ihr Tun, und lass sie gute Entscheidungen treffen.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr deine Kirche.<\/p>\n<p>Du hast uns dein Wort anvertraut.<\/p>\n<p>Lass uns dies Wort zu den Menschen bringen, die sich nach Trost und Hilfe sehnen.<\/p>\n<p>Hilf uns, dass es sie auch erreicht.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir bitten f\u00fcr unser Kinder und Jugendlichen.<\/p>\n<p>Durch die Pandemie m\u00fcssen sie Lasten tragen,<\/p>\n<p>die ganz neu f\u00fcr sie sind.<\/p>\n<p>St\u00e4rke sie.<\/p>\n<p>Und lass sie bei aller Belastung nicht vergessen,<\/p>\n<p>wie sch\u00f6n das Leben ist.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir denken an alle, die krank sind, verzweifelt, die sich verrannt haben im Leben,<\/p>\n<p>in der Sucht, in der Verzweiflung.<\/p>\n<p>Hilf ihnen.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir bitten f\u00fcr uns selbst.<\/p>\n<p>Du wei\u00dft, Herr, wo wir uns zu viel zumuten,<\/p>\n<p>wo wir unsere Grenzen nicht anerkenne wollen.<\/p>\n<p>Schenke uns Barmherzigkeit f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr die Menschen, die mit uns leben.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen zu dir:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr, erbarme dich!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir danken dir Herr,<\/p>\n<p>dass du unserer Gebete erh\u00f6rst.<\/p>\n<p>Dir vertrauen wir uns an, heute und an allen Tagen, die du uns schenken wirst.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong><\/p>\n<p>Gute Anregungen fand ich bei<\/p>\n<p>Gottfried Voigt, Die geliebte Welt, Homiletische Auslegung der Predigttexte. Neue Folge: Reihe III, G\u00f6ttingen 1980<\/p>\n<p>Nico ter Linden, Es wird erz\u00e4hlt Bd.1, Von der Sch\u00f6pfung zum Gelobten Land, G\u00fctersloh 1998,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pastor Peter Schuchardt<\/p>\n<p>Bredstedt<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:peter.schuchardt@kirche-nf.de\">peter.schuchardt@kirche-nf.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Peter Schuchardt, geb. 1966, Pastor der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), seit 1998 Pastor an der St. Nikolai Kirche in Bredstedt\/Nordfriesland (75%), seit 2001 zus\u00e4tzlich Klinikseelsorger an der DIAKO NF\/Riddorf (25%).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNun erkenne ich den Sinn des Ganzen\u201c | Predigt am 4. 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