{"id":5354,"date":"2021-06-23T19:41:55","date_gmt":"2021-06-23T17:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5354"},"modified":"2021-06-23T19:42:54","modified_gmt":"2021-06-23T17:42:54","slug":"predigt-zu-1-mose-5015-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-1-mose-5015-21\/","title":{"rendered":"Predigt zu 1. Mose 50,15-21"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Ende gut, alles gut | <\/strong><strong>Sonntag nach Trinitatis, 27.06.2021 | Predigt zu 1. Mose 50,15-21 | verfasst von Manfred Gerke |<\/strong><\/h3>\n<p>Da stehen sie am Grab ihres Vaters, Joseph und die Br\u00fcder. Das Loch im Felsen ist mit einem gro\u00dfen Stein verschlossen. Da stehen sie und weinen, sch\u00e4\u00admen sich ihrer Tr\u00e4nen nicht. \u2013 Ihr Vater ist tot. Gewiss, auch er war ein Mensch mit Fehlern und Schw\u00e4chen. Manches haben sie nicht verstanden. Manchmal haben sie \u00fcber ihn den Kopf gesch\u00fcttelt. Doch es war ihr Vater. Sie hatten ihm auch viel zu verdanken. Er hat an ihrer Seite einen sch\u00f6nen Lebensabend im Land Gosen verbracht. Jetzt ist er tot. \u2013 Dort stehen sie, die Br\u00fcder und Joseph, hinter ihnen ein gro\u00dfer Geleitzug von \u00c4gyptern. Mit allen Ehren wurde er beerdigt, der Vater des zweitm\u00e4chtigsten Mannes dieses Weltreiches, der Vater Josephs.<\/p>\n<p>Einige Wochen sp\u00e4ter. Zu einer Krisensitzung haben sich die Br\u00fcder versammelt. Juda f\u00fchrt das Wort. \u201eLiebe Leute, ist euch klar, wie die Lage f\u00fcr uns aussieht? Unser Vater ist tot. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, auf den Joseph gewartet hat. Jetzt wird er sich an uns r\u00e4chen. Bislang hat er uns verschont \u2013 wegen Vater. Er wollte ihn nicht kr\u00e4nken, ihm kein Herzeleid zuf\u00fcgen. Doch jetzt ist der Weg frei. Und wir, wir sind ihm hilflos ausge\u00adliefert. Er hat uns in seiner Hand.\u201c<\/p>\n<p>Benjamin sch\u00fcttelt ein wenig \u00e4rgerlich den Kopf. \u201eDas glaube ich nicht. Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Erinnert ihr euch noch, wie sich Joseph zu erkennen gab, damals, als wir Getreide kaufen wollten. Erinnert ihr euch, wie er weinte und sich freute, wie er jeden von uns in den Arm nahm. Nein, das war nicht gespielt. Joseph meint es ehrlich. Ich habe keine Angst vor ihm.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa ja\u201c, bemerkt Simeon, \u201edas stimmt schon. Doch kann man vergessen, was wir ihm angetan haben? Ich sehe ihn noch vor mir, wie er auf den Knien lag und jammerte, wie er uns anflehte und bettelte. Und wir, wir haben ihn in die Zisterne geworfen und gelacht. Und zugelassen, dass er verkauft wurde wie ein St\u00fcck Vieh, unseren Bruder als Sklaven verkauft. Kann man das vergessen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch meine\u201c, erg\u00e4nzt Asser, \u201eJoseph hat sich auch ge\u00e4ndert. Fr\u00fcher war er \u00f6fter hier bei uns. Fr\u00fcher hat er uns h\u00e4ufiger zum Essen eingeladen. Das ist alles ein wenig anders geworden.\u201c \u201eGenau\u201c, pflichtet Juda bei. \u201eHabt ihr das denn gar nicht beobachtet. Als wir von der H\u00f6hle Machpela kamen, von Vaters Grab, f\u00fchrte unser Weg an jenem Brunnen vorbei, in den wir ihn geworfen hatten. Da hat Joseph sein Kamel angehalten, ist abgestiegen, auf den Brunnen zugegangen und hat still verharrt. Ich sage euch: Er hat Rache geschworen.\u201c<\/p>\n<p>Ruben wird es zu viel: \u201eWisst ihr was, das Beste ist, wir machen klaren Tisch und reden mit Joseph.\u201c \u201eMit Joseph reden\u201c, springt Juda entsetzt auf, \u201euns in seine H\u00e4nde ausliefern? Niemals. Wir schicken Bo\u00adten. Dann h\u00f6ren wir, wie er reagiert. Das ist mir sicherer. Lasst mich mal machen.\u201c Den anderen ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken; doch sie willigen ein. \u2013<\/p>\n<p>Wir befinden uns in der K\u00f6nigsstadt Memphis, im Haus des Stellvertreters des Pharaos, im Haus Josephs. Er hat gerade Audienz und empf\u00e4ngt einige M\u00e4nner aus dem Norden des Landes. \u201eFriede sei mit dir\u201c, gr\u00fc\u00dfen sie ihn. \u201eDeine Br\u00fcder schicken uns mit einer Nachricht. Dein Vater hat vor seinem Tod folgendes befohlen: \u201aSo sprecht zu Joseph: Ach, vergib doch deinen Br\u00fcdern die S\u00fcnde und Misse\u00adtat, denn B\u00f6ses haben sie dir angetan. Nun vergib doch die S\u00fcnde der Diener des Gottes deines Vaters!\u2018\u201c<\/p>\n<p>Joseph schaut die Boten an. Er senkt den Kopf und weint. Warum trauen sie ihm nicht? Warum haben sie immer noch Angst? Warum ist nicht endlich Frieden und diese ganze b\u00f6se Sache vom Tisch, vergeben und vergessen?<\/p>\n<p>Joseph konnte die Nacht nicht gut schlafen. Immer wieder musste er an seine Br\u00fcder denken, an ihre Angst, ihr Misstrauen, ihre Schuldgef\u00fchle. Unruhig geht er in seinem Amtszimmer auf und ab. Es klopft. \u201eDeine Br\u00fcder w\u00fcnschen dich zu sprechen,\u201c meldet die Wache. \u201eLass sie reinkommen!\u201c Langsam und verlegen treten sie ein. Sie schauen weg. Sie fallen vor Joseph auf die Knie. Ruben, der \u00c4lteste, sagt laut: \u201eHier sind wir; wir sind deine Sklaven.\u201c<\/p>\n<p>Joseph ist zuerst sprachlos. Und dann ruft er ihnen zu: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Bin ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es b\u00f6se mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, n\u00e4mlich am Leben zu erhalten ein gro\u00dfes Volk. So f\u00fcrchtet euch nun nicht. Ich, ich will euch und eure Kinder versorgen.\u201c \u2013 Joseph reicht ihnen die Hand, richtet sie auf. Und dann hei\u00dft es in der Bibel: \u201eUnd er tr\u00f6stete sie und redete zu ihren Herzen.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, ich kann die Br\u00fcder gut verste\u00adhen, ihre Angst, ihr Misstrauen. Wie sich Joseph ver\u00adh\u00e4lt, das ist ja auch alles andere als normal. Seine Br\u00fcder wollten ihn umbringen, verkauften ihn als Sklaven \u2013 und er, er sorgt daf\u00fcr, dass sie \u00fcberleben, er vergibt und verzeiht.<\/p>\n<p>Normal ist das unter uns Menschen nicht. \u201eWie du mir, so ich dir\u201c, sagen wir, und: \u201eRache ist s\u00fc\u00df.\u201c Nichts f\u00e4ngt der Mensch gr\u00fcndlicher und radikaler an als die Rache. Er bereitet sich darauf vor, wie auf das schwierigste Examen. Es umfasst ihn mit Haut und Haaren. Rache \u2013 dieser Gedanke kann aus uns eine Bestie ma\u00adchen. Die Kriege sind das beste Beispiel daf\u00fcr. Der eine \u00fcbertrumpft den anderen mit Scheu\u00dflichkeiten. Mit letzter Kraftanstrengung und Hingabe arbeiten wir an Vergeltungswaffen.<\/p>\n<p>Rache ist s\u00fc\u00df. Das gilt auch f\u00fcr den einzelnen. Das gibt es unter Freunden und in Familien. Da ist der Vater gestorben oder die Mutter. Und die Kinder ge\u00adraten in Streit, kommen nicht mehr auf ein Brett. Rache ist s\u00fc\u00df. Das gibt es in der Schule und am Arbeitsplatz. Das gibt es in der Disco und beim Fu\u00df\u00adballspiel, das ber\u00fchmte Revanchefoul. Rache \u2013 wie ein Feuerbrand pflanzt sie sich fort. Und erst recht in der Politik. Anstatt sich zu freuen, dass sie gemeinsam durch die schwierige Coronakrise gef\u00fchrt haben, hacken die Koalitionspartner aufeinander rum, werden Behinderte und Obdachlose instrumentalisiert und zu Waffen der Propaganda und des Wahlkampfs. Das ist einfach nur unw\u00fcrdig. Als Bundespr\u00e4sident w\u00fcrde ich gelbe und rote Karten verteilen.<\/p>\n<p>Und ich frage mich: Wie s\u00e4he eine Welt aus, wenn man das Wort \u201eVerzeihung\u201c aus den W\u00f6rterb\u00fcchern streichen w\u00fcrde? Wenn sie nicht mehr zu den Erfahrungen geh\u00f6rte, die jeder machen kann? Wenn der Schuldiggewordene schuldig bleiben m\u00fcsste? Wenn jeder mit seinem Versagen auf sich allein gestellt bliebe? Wenn nur noch Vergeltung, nicht mehr Vergebung z\u00e4hlen w\u00fcrde? Wie s\u00e4he es dann aus?<\/p>\n<p>Eine Welt ohne Vergebung, ohne Liebe, ohne Verzeihung \u2013 ich will sie mir nicht vorstellen. Und Josef auch nicht. Er l\u00e4sst der Rache keine Chance. Joseph ver\u00adgibt und will vergessen. Er reicht nicht z\u00e4hneknir\u00adschend seinen Br\u00fcdern die Hand. Er nimmt sie vorbe\u00adhaltlos in den Arm. Er begr\u00e4bt nicht die Streitaxt und grollt munter weiter in seinem Herzen. Er will f\u00fcr sie sorgen. Joseph vergibt.<\/p>\n<p>Warum eigentlich? Warum nutzt er nicht die Gelegen\u00adheit zur Rache? Warum tut er nicht, was alle tun? Joseph sagt es selbst: Gott hat alles b\u00f6se Planen und Tun zum Guten gewandt. Sie haben ihn als Sklaven verkauft. Das war b\u00f6se. Und Joseph sagt das auch so. Doch Gott hat das Beste daraus gemacht: Joseph wurde zum Retter seiner Familie und des ganzen Volkes. Joseph sieht hinter allem \u2013 auch dem b\u00f6sen Tun der Br\u00fcder \u2013 Gott am Werk. \u201eIch glaube\u201c, schrieb Dietrich Bonhoeffer in seiner Rechenschaft zum Jahr 1943, \u201edass Gott aus allem, auch aus dem B\u00f6sesten, Gutes entstehen lassen kann und will.\u201c\u00b9<\/p>\n<p>Und Joseph \u00fcbt keine Rache, weil er nicht an Gottes Statt ist. Er steht unter Gott. Gott ist der Herr. Gott ist auch der Richter, nicht der Mensch. Und Joseph h\u00e4lt fest: Unser Vater ist zwar tot. Ihm waren wir verantwortlich. Doch wir alle geh\u00f6ren zu dem himmlischen Vater, zu Gott. Wir sind seine Kinder. Wir geh\u00f6ren zusammen. Und weil er uns vergibt, weil er Frieden macht, k\u00f6nnen auch wir nichts anderes wollen. Dies sind Josephs Argumente, drei Argumente gegen die Rache.<\/p>\n<p>Und ich will noch ein viertes nennen und dazu von Eva Mozes Kor erz\u00e4hlen, einer J\u00fcdin. Eva und ihre Zwillingsschwester Miriam waren gerade mal 10 Jahre alt, als sie nach Auschwitz gebracht wurden. Ihre Eltern sahen die Schwestern an der Entladerampe in Auschwitz-Birkenau zum letzten Mal. Kurz danach wurde Eva mit gro\u00dfer Gewalteinwirkung die Nummer A-7063 eint\u00e4towiert. Dann brachte man Eva und Miriam in eine Baracke voller M\u00e4dchen im Alter von 1-13 Jahren. Sie wurden zu einem der 1500 Versuchs-Zwillingsp\u00e4rchen, die von Mengele Keime und Chemikalien gespritzt bekamen. Dreimal w\u00f6chentlich mussten die Schwestern f\u00fcr 6-8 Stunden Mengeles Qu\u00e4lereien aushalten. Am 27. Januar 1945, vier Tage vor dem 11. Geburtstag, wurden die Schwestern gemeinsam mit den anderen noch lebenden H\u00e4ftlingen befreit. Doch der Rest der Familie, Mutter, Vater und Schwestern waren Auschwitz zum Opfer gefallen. Auch Miriam starb bald nach der Befreiung durch die Sowjets.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter geschieht etwas Beeindruckendes. Am 27. Januar 1995 wurde in Auschwitz des 50. Jahrestages der Befreiung durch die Rote Armee gedacht. An diesem Tag an diesem Ort hat Eva Mozes Kor dem ehemaligen KZ-Arzt Dr. Hans M\u00fcnch \u00f6ffentlich verziehen. In einem Interview sagte sie 2012: \u201eIch habe M\u00fcnch auch vergeben, weil ich ihn auch mochte, und ich kleines Versuchskaninchen aus den Experimenten in Auschwitz habe gemerkt, dass ich die Kraft hatte, diesen Menschen zu vergeben. Ich hatte die Kraft, M\u00fcnch, Mengele, Hitler zu vergeben, allen, die mir etwas angetan hatten, allen, die mich verletzt haben, hatte ich die Kraft zu vergeben.<\/p>\n<p>Ich habe nicht darauf gewartet, dass sie sich entschuldigen bei mir. Denn wenn ich das tun w\u00fcrde, dann w\u00fcrde ich ja den T\u00e4tern Macht \u00fcber mich geben oder Macht \u00fcber mein Leben geben, und das werde ich niemals freiwillig tun. Und das Verzeihen, das Vergeben gibt einem Kraft, es heilt einen, befreit einen, und ich w\u00fcrde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es das gebrochene Leben wieder zu einem Ganzen zusammenzusetzen hilft.\u201c<\/p>\n<p>Und sie f\u00fcgt hinzu: \u201eIch bin 100 Prozent davon \u00fcberzeugt, dass dieses Vergeben mich geheilt hat, dass es daf\u00fcr gesorgt hat, dass meine Albtr\u00e4ume verschwunden sind.\u201c Und darin sieht sie jetzt ihren Auftrag: \u201eDas versuchen wir jetzt, der Welt zu sagen, wir versuchen den Opfern zu sagen, durch das Vergeben erhaltet ihr die M\u00f6glichkeit, euch selbst zu heilen. So erreicht ihr die M\u00f6glichkeit, Frieden zu erhalten, statt Rache zu \u00fcben.\u201c\u00b2<\/p>\n<p>Eva Mozes Kor \u2013 eine starke Frau! Sie zeigt uns: Durch Vergeben erhalten wir die M\u00f6glichkeit, uns selbst zu heilen \u2013 und Frieden zu schaffen, anstatt Rache zu \u00fcben. Ein gebrochenes Leben wird wieder ein Ganzes \u2013 wie bei Josef. \u2013 Und das f\u00e4ngt ganz klein an. Rudolf Otto Wiemer notierte:<\/p>\n<p>Ich empfehle<\/p>\n<p>der Friedenskonferenz<\/p>\n<p>den Tisch meiner Gro\u00dfmutter,<\/p>\n<p>die, am Tisch sitzend, das Gez\u00e4nk<\/p>\n<p>mit dem Gro\u00dfvater j\u00e4h unterbrach,<\/p>\n<p>indem sie die Hand ausstreckte und<\/p>\n<p>wartete, bis die andere Hand, die<\/p>\n<p>gro\u00dfe des Mannes, sich, wenn auch z\u00f6gernd,<\/p>\n<p>n\u00e4her heranschob \u2013<\/p>\n<p>diesen Tisch<\/p>\n<p>aus schlechtem fichtenen Holz und<\/p>\n<p>alt wie das faltige L\u00e4cheln der Gro\u00dfmutter,<\/p>\n<p>ihn empfehl ich.\u00b3<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnte geschehen, wenn wir, wenn jeder von uns in der kommenden Woche einem Menschen, wenigstens einem, die Hand reichend vergeben w\u00fcr\u00adde! Was k\u00f6nnte geschehen, in unseren Familien, in der Schule, bei der Arbeit, hier in unserer Gemein\u00adde und in der Politik, wenn jeder von uns sein Kriegsbeil begr\u00e4bt, sich so vers\u00f6hnt mit seiner Vergangenheit, mit sich, mit den anderen und Frieden schafft! \u2013 Ich sage nur: \u201eEnde gut, alles gut!\u201c Amen.<\/p>\n<p>\u00b9 Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, M\u00fcnchen und Hamburg \u20761970<\/p>\n<p>\u00b2 Informationen aus dem Internet und <a href=\"http:\/\/www.weltbild.de\/9\/Eva+Mozes+Kor.html\">Eva Mozes Kor<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.weltbild.de\/9\/Lisa+R.+Buccieri.html\">Lisa R. Buccieri<\/a>, Ich habe den Todesengel \u00fcberlebt. Ein Mengele-Opfer erz\u00e4hlt, 2012<\/p>\n<p>\u00b3 u.a. im Mennonitischen Gesangbuch, s.a. verschiedene Seiten im Internet<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gebet:<\/strong><\/p>\n<p>Herr, wir danken Dir f\u00fcr Dein Wort. Danke, dass Du uns Josef vor Augen stellst.<br \/>\nEr hat das bittere Unrecht nicht ger\u00e4cht. Er hat vergeben, seinen Br\u00fcdern die Hand gereicht.<br \/>\nEr hat sich vers\u00f6hnt mit ihnen und mit seiner Vergangenheit.<br \/>\nHerr, gib uns die Kraft, einander zu vergeben. Mache Du uns bereit, von Rache abzusehen.<br \/>\nSchenk, dass wir auch vergessen k\u00f6nnen.<br \/>\nMach uns zu Menschen, die den Feuerbrand der Rache stoppen mit Deiner Liebe.<br \/>\nHerr, Du hast es uns vorgemacht. Du hast uns lieb. Du reichst uns die Hand und vergibst. Wir danken Dir.<br \/>\nVergib uns, dass wir nicht vergeben und vergessen wollten.<br \/>\nVergib uns, wo wir uns immer noch mit bitteren Gedanken qu\u00e4len und nicht zur Ruhe kommen.<br \/>\nVergib uns, wo wir nicht Frieden und Vers\u00f6hnung gesucht haben.<br \/>\nHerr, wir bitten Dich f\u00fcr unsere Familien: Schenk Du Frieden und Vers\u00f6hnung.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr unsere Gemeinde: Schenk Du Frieden und Vers\u00f6hnung.<br \/>\nWir bitten Dich f\u00fcr unsere Welt: Schenk Du Frieden und Vers\u00f6hnung.<br \/>\nHerr, mache Du uns zu Deinen Friedensboten. Amen.<\/p>\n<p><strong>Lieder: <\/strong>279,1-2; 413,5-8; 670,1-3.8 (H\u00f6rt, wen Jesus gl\u00fccklich preist); 170,1-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pastor i.R. Manfred Gerke,<br \/>\nImmanuel-Kant-Stra\u00dfe 5,<br \/>\n26789 Leer<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:manfred.gerke@ewe.net\">manfred.gerke@ewe.net<\/a><\/p>\n<p>Seit Juni 2017 bin ich Pastor i. R. und wohne in Leer. Von 1977 bis 2017 war ich aktiv in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Stapelmoor, zun\u00e4chst als Vikar, dann als Pfarrer. Verschiedene Schwerpunkte kennzeichneten meinen Dienst: Zun\u00e4chst war ich im Synodalverband ehrenamtlich Jugendpfarrer, dann zehn Jahre verantwortlich f\u00fcr die Ausbildung und Begleitung von Lektoren und \u00c4ltestenpredigern in der Ev.-ref. Kirche und achtzehn Jahre Pr\u00e4ses in unserem Synodalverband. Im Auftrag der EKD habe ich in den Jahren 2017 bis 2020 fast zwanzig Monate in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde auf den Balearen mitgearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende gut, alles gut | Sonntag nach Trinitatis, 27.06.2021 | Predigt zu 1. Mose 50,15-21 | verfasst von Manfred Gerke | Da stehen sie am Grab ihres Vaters, Joseph und die Br\u00fcder. Das Loch im Felsen ist mit einem gro\u00dfen Stein verschlossen. 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