{"id":5602,"date":"2021-08-10T17:52:40","date_gmt":"2021-08-10T15:52:40","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5602"},"modified":"2021-08-11T12:18:05","modified_gmt":"2021-08-11T10:18:05","slug":"predigt-zu-eph-2-4-10-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-eph-2-4-10-2\/","title":{"rendered":"Predigt zu Eph 2, 4-10"},"content":{"rendered":"<h3>Das Neue Leben als Geschenk der Gnade | 11. Sonntag nach Trinitatis 2021 | Predigt zu Eph 2, 4-10 | von Rainer Kopisch |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>ich m\u00f6chte Sie heute auf ein Lied aufmerksam machen, das in der Urgemeinde in der Zeit des Paulus in Gottesdiensten gesungen worden ist.<\/p>\n<p>Es teilt sein Schicksal mit den Liedern des Alten Testamentes.<\/p>\n<p>Niemand heute mehr wei\u00df, wie sie gesungen wurden.<\/p>\n<p>Erst im Fr\u00fchmittelalter, entstand im 9. Jahrhundert ein erstes Notensystem zur Niederschrift der Musik.<\/p>\n<p>Bis in diese Zeit wurden die liturgischen Ges\u00e4nge der Gregorianik gem\u00e4\u00df der altgriechischen Tradition auf m\u00fcndlichem Weg von Generation zu Generation \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Bei den Psalmen des Alten Testamentes finden wir noch ab und zu eine Ausf\u00fchrungsanweisung oder einen Hinweis auf eine damals bekannte Melodie.<\/p>\n<p>Am Anfang von Psalm 12, einer Klage \u00fcber die Macht des B\u00f6sen, hei\u00dft es: \u201eEin Psalm Davids, vorzusingen, auf acht Saiten.\u201c<\/p>\n<p>Der Psalm 22 \u201eLeiden und Herrlichkeit des Gerechten\u201c beginnt mit den Worten: \u201eEin Psalm Davis, vorzusingen, nach der Weise \u201aDie Hirschkuh, die fr\u00fch gejagt wird\u2018.<\/p>\n<p>Wir wissen aus eigener Erfahrung:<\/p>\n<p>Eine passende Melodie bringt einen Text unserem Herzen und unseren Gef\u00fchlen schnell n\u00e4her. Ein Text allein braucht mehr Zeit und Aufmerksamkeit, bis er unser Herz erreicht.<\/p>\n<p>Wie tief ein Text in unser Herz eindringen kann, k\u00f6nnen wir zum Beispiel mit dem Psalm 23 erfahren. Die alttestamentliche Bildersprache vermittelt uns den hingebungsvollen Glauben des Beters:<\/p>\n<p>\u201eDer Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf gr\u00fcner Aue und f\u00fchret mich zum frischen Wasser.\u201c Viele von uns kennen diesen Psalm auswendig und haben ihn zu ihren Herzenspsalm gemacht. Er hat es verdient.<\/p>\n<p>Auch das Lied, das als neutestamentliche Hymnus, in unserem Predigttext enthalten ist, kann unser Herz erwecken.<\/p>\n<p>\u201eMan sieht nur mit dem Herzen gut.\u201c sagt der kleine Prinz in der gleichnamigen mit eigenen eindrucksvollen Bildern versehenen Erz\u00e4hlung von Antoine de Saint-Exup\u00e9ry . Damit meint er, dass wir unserem Herzen folgen sollten, um wirklich wahrzunehmen, was f\u00fcr uns wichtig ist.<\/p>\n<p>Sie haben am Eingang mit dem Gesangbuch auch ein Blatt mit dem Predigttext bekommen.<\/p>\n<p>Als kleine Aufmerksamkeitshilfe sind Textteile in verschiedenen Farben gedruckt.<\/p>\n<p>Nehmen Sie das Blatt jetzt zur Hand und achten Sie bitte beim Lesen<\/p>\n<p>auch auf die verschiedenen Farben des Textes.<\/p>\n<p>Ich lese vorweg auch die drei Verse vor dem heutigen Predigttext,<\/p>\n<p>die ebenfalls farbig markierte Textteile haben.<\/p>\n<p>Sie werden sp\u00fcren, dass diese ersten drei Verse noch nicht zum Hymnus, dem Lied ab Vers 4 geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sie sprechen die Heidenchristen auf ihr fr\u00fcheres Leben als Heiden an.<\/p>\n<p>1 Auch ihr wart tot durch eure \u00dcbertretungen und S\u00fcnden,<\/p>\n<p>2 in denen ihr fr\u00fcher gewandelt seid nach der Art der Welt,<\/p>\n<p>unter dem M\u00e4chtigen, der in der Luft herrscht,<\/p>\n<p>n\u00e4mlich dem Geist, der zu dieser Zeit<\/p>\n<p>am Werk ist in den <span style=\"color: #ff0000;\">Kindern des Ungehorsams<\/span>.<\/p>\n<p>3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben gef\u00fchrt<\/p>\n<p>in den Begierden des Fleisches und der Vernunft<\/p>\n<p>und waren <span style=\"color: #ff0000;\">Kinder des Zorns<\/span> von Natur wie auch die andern.<\/p>\n<p>Diese Verse sprechen von verloren Kindern Gottes im Herrschaftsbereich des B\u00f6sen.<\/p>\n<p>Ich lese jetzt die Verse des Predigttextes:<\/p>\n<p>4 Aber<\/p>\n<p>Gott,<\/p>\n<p>der reich ist an Barmherzigkeit,<\/p>\n<p>hat in seiner gro\u00dfen Liebe,<\/p>\n<p>mit der er uns geliebt hat,<\/p>\n<p>5 auch uns,<\/p>\n<p>die wir tot waren in den S\u00fcnden,<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">mit Christus lebendig gemacht<\/span><\/p>\n<p>\u2013 aus Gnade seid ihr gerettet -;<\/p>\n<p>6 und er hat uns mit ihm auferweckt<\/p>\n<p>und <span style=\"color: #ff0000;\">mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,<\/span><\/p>\n<p>7 damit<\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">er in den kommenden Zeiten erzeige<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">den \u00fcberschw\u00e4nglichen Reichtum seiner Gnade<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">durch seine G\u00fcte gegen uns in Christus Jesus.<\/span><\/p>\n<p>8 Denn<\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\">und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es,<\/span><\/p>\n<p>9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand r\u00fchme.<\/p>\n<p>10 Denn<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\">wir sind sein Werk,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\">geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\">die Gott zuvor bereitet hat,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\">dass wir darin wandeln sollen.<\/span><\/p>\n<p>Der Schreiber des Epheserbriefes ist ein Sch\u00fcler des Paulus.<\/p>\n<p>Er hat seinen Meister gut verstanden und f\u00fchrt dessen Gedanken fort.<\/p>\n<p>Wenn Ihnen Martin Luther einf\u00e4llt, der mit Nachdruck betonte,<\/p>\n<p>dass wir allein aus Glauben vor Gott gerecht werden<\/p>\n<p>und nicht wegen unserer Werke, so hat das hier seinen Grund.<\/p>\n<p>Martin Luther hat auch gerade aus diesem Epheser-Text seine Gedanken gesch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Lassen Sie uns in gut lutherischer Weise also kreativ diesen Text betrachten.<\/p>\n<p>Dazu wird es wichtig sein, dass wir versuchen, als Leser und H\u00f6rer unserer Zeit mit dem Schreiber dieser Verse ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p>Zuerst werden wir ihn fragen, warum er die Verse 1 bis 3 vor diesen Text gesetzt hat.<\/p>\n<p>Er antwortet uns:<\/p>\n<p>\u201eMir war es wichtig, bei aller Begeisterung f\u00fcr den christlichen Glauben und seine Herzensgeheimnisse, auf eine wichtige Tatsache hinzuweisen:<\/p>\n<p>Wir Menschen auf Erden leben in einer Welt des Todes,<\/p>\n<p>einer Welt der Herrschaft des B\u00f6sen.<\/p>\n<p>Dieser B\u00f6se betreibt seine Herrschaft als windiger Geselle<\/p>\n<p>zwischen Erde und Himmel.<\/p>\n<p>Das ist die Wirklichkeit, in der auch wir Menschen leben.\u201c<\/p>\n<p>Das ist die fiktive Antwort des Autors des Epheserbriefes auf unsere Frage.<\/p>\n<p>In Vers 2 haben wir eine genaue Beschreibung des Herrschaftsbereiches des b\u00f6sen Herrschers zwischen Himmel und Erde.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat sich Jahrzehnte mit dem personifizierten B\u00f6sen besch\u00e4ftigt und mit Faust 1 und 2 gro\u00dfe Theaterst\u00fccke verfasst.<\/p>\n<p>Goethe l\u00e4sst in Faust 1 in einer Szene in Auerbachs Keller in Leipzig Mephisto zu Faust sagen:<\/p>\n<p>\u201eDen Teufel sp\u00fcrt das V\u00f6lkchen nie \/ und wenn er sie am Kragen h\u00e4tte.\u201c<\/p>\n<p>Martin Luther hat sein bekanntes Lied \u201eEin feste Burg ist unser Gott\u201c auch in Kenntnis der Verse Epheser 2, 1 bis 10 geschrieben. In seinem Lied hat er den B\u00f6sen aus dem Vers 2 des Epheserkapitels 2 genauer beschrieben:<\/p>\n<p>\u201eDer altb\u00f6se Feind, mit Ernst er\u2019s jetzt meint, gro\u00df Macht und viel List sein grausam R\u00fcstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.\u201c<\/p>\n<p>In Johannes 16, 33 sagt Jesus seinen J\u00fcngern: \u201eDies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/p>\n<p>Einem Jungen, der unter einem Kriegstrauma litt und manchmal nachts von einem gro\u00dfen Druck auf die Brust aufwachte, riet seine Mutter, sofort den Namen Jesus laut zu sagen. Das hat ihm geholfen und die n\u00e4chtliche Bedr\u00fcckung wich.<\/p>\n<p>Wir Christen leben in zwei Welten, in einer Welt des Todes und in einer Welt des ewigen Lebens, im Herrschaftsbereich des B\u00f6sen und im Reich Gottes.<\/p>\n<p>Wir leben in der Welt des ewigen Lebens nicht aus eigenem Verdienst und nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Kraft der Liebe Gottes,<\/p>\n<p>die Jesus Christus uns vermittelt hat und in der er mit uns verbunden ist.<\/p>\n<p>Davon singt der urchristliche Hymnus in unserem Predigttext:<\/p>\n<p>\u201e4 Aber<\/p>\n<p>Gott,<\/p>\n<p>der reich ist an Barmherzigkeit,<\/p>\n<p>hat in seiner gro\u00dfen Liebe,<\/p>\n<p>mit der er uns geliebt hat,<\/p>\n<p>5 auch uns,<\/p>\n<p>die wir tot waren in den S\u00fcnden,<\/p>\n<p>mit Christus lebendig gemacht<\/p>\n<p>\u2013 aus Gnade seid ihr gerettet -;<\/p>\n<p>6 und er hat uns mit ihm auferweckt<\/p>\n<p>und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus,<\/p>\n<p>Nach j\u00fcdischer endzeitlicher Tradition geschieht das am j\u00fcngsten Tag.<\/p>\n<p>Diese j\u00fcdische eschatologische Tradition wurde in Vorstellungen des Neuen Testamentes vom Wiederkommen Christi und vom endzeitlichen Gericht aufgenommen.<\/p>\n<p>Sicher sind diese Glaubensvorstellungen dem Bed\u00fcrfnis der Menschen geschuldet, in geordneten Zeitvorstellungen zu denken.<\/p>\n<p>Der Autor des Epheserbriefes mutet uns aber zu, Gegenwart und Ewigkeit in unserem Glauben zusammen zu denken.<\/p>\n<p>Wie das gehen kann erfahren wir in der Sammlung neuer Kirchenlieder \u201eBerliner Lieder\u201c von Olaf Trenn getextet.<\/p>\n<p>Darin \u00a0gibt es ein bekanntes Lied:<\/p>\n<p>\u201aMit meinem Gott kann ich \u00fcber Mauern springen.\u2018<\/p>\n<p>Der Refrain hei\u00dft:<\/p>\n<p>\u201eMit meinem Gott kann ich \u00fcber Mauern springen<\/p>\n<p>Einfach unglaublich, dass er das tut,<\/p>\n<p>ich kann es gar nicht fassen, dass er mich mitnimmt,<\/p>\n<p>kaum zu glauben, aber es tut gut.\u201c<\/p>\n<p>Auch Olaf Trenn nimmt hier die Tradition der alttestamentlichen Psalm-Lieder auf. Im Psalm 18 \u201eHerzlich lieb habe ich dich, Herr, meine St\u00e4rke\u201c stehen im Vers 30 die Worte: und mit meinem Gott \u00fcber Mauern springen.<\/p>\n<p>Nehmen Sie das bunte Textblatt wieder zur Hand.<\/p>\n<p>In Vers 7 ist zu sehen und zu h\u00f6ren, mit welcher Absicht wir mit den ersten Christen durch die Botschaft im Hymnus verbunden sind und wie dieses Tun Gottes auf Zukunft hin angelegt ist.<\/p>\n<p>7 damit<\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">er in den kommenden Zeiten erzeige<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">den \u00fcberschw\u00e4nglichen Reichtum seiner Gnade<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #cc99ff;\">durch seine G\u00fcte gegen uns in Christus Jesus.<\/span><\/p>\n<p>8 Denn<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ff00;\">aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ff00;\">und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es,<\/span><\/p>\n<p>Das ist die Botschaft vom gn\u00e4digen Handeln Gottes, der Liebe und Gnade Gottes f\u00fcr alle Zeit.<\/p>\n<p>Um es aber auch klar zu stellen, dass wir Menschen daf\u00fcr keine Leistung erbringen m\u00fcssen, ist das ausdr\u00fccklich betont:<\/p>\n<p>9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand r\u00fchme.<\/p>\n<p>Gute Werke zu tun, bleibt aber weiterhin eine wichtige Aufgabe f\u00fcr uns Christen. Wie das aber in unser Leben bedeutet, sagt uns die letzte Strophe im neutestamentlichen Hymnus:<\/p>\n<p>10 Denn<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">wir sind sein Werk,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">die Gott zuvor bereitet hat,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">dass wir darin wandeln sollen.<\/span><\/p>\n<p>Das klingt wie ein Urgrund unseres menschlichen Seins.<\/p>\n<p>Gott, der Sch\u00f6pfer hat in uns Menschen etwas ganz Kostbares gelegt:<\/p>\n<p>Wir sind f\u00e4hig, gute Werke zu tun.<\/p>\n<p>Wir wissen: Jede und jeder Einzelne ist ein einzigartiges Gesch\u00f6pf.<\/p>\n<p>Das Besondere an uns herauszufinden, ist Aufgabe unseres Lebens.<\/p>\n<p>Die ersten Menschen in unserem Leben, die das herausfinden wollten, waren unsere Eltern.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt weniger die Aufgabe Erzieher zu sein, sondern die Aufgabe als Entdecker Kinder und Jugendlichen Begleiter und Helfer zu sein.<\/p>\n<p>Hierbei ist Liebe gefragt, wie bei aller Zuwendung an Menschen.<\/p>\n<p>Um im Sprachgebrauch der letzten Strophe des Hymnus zu bleiben.<\/p>\n<p>Es geht darum, die Liebe Gottes in uns zu entdecken.<\/p>\n<p>Bei aller Verschiedenheit der Menschen gibt es bei allen ein gutes Werk,<\/p>\n<p>das Gott all seinen Gesch\u00f6pfen ins Herz gelegt hat.<\/p>\n<p>Es ist die Liebe zu sich selbst.<\/p>\n<p>Sie lernen Kinder in der Regel durch die Liebe ihrer Mutter.<\/p>\n<p>Ja, es ist sicherlich richtig, wenn Sie vermuten,<\/p>\n<p>dass Gott auch allen M\u00fcttern die Mutterliebe ins Herz geben hat.<\/p>\n<p>Obwohl Gott uns Liebe als gutes Werk in unser Herz gelegt hat,<\/p>\n<p>braucht es f\u00fcr uns Menschen manchmal eine gro\u00dfe \u00dcberwindung,<\/p>\n<p>von diesem Geschenk an andere Menschen weiterzugeben.<\/p>\n<p>Wir sollten nicht vergessen: Die Liebe Gottes ist in F\u00fclle vorhanden.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist nur, dass wir Menschen offenbar manchmal denken,<\/p>\n<p>Liebe sei so etwas wie eine Handelsware.<\/p>\n<p>Dann spielen Erwartungen, W\u00fcnsche und infolge auch Angst vor Verlusten und Entt\u00e4uschungen eine Rolle.<\/p>\n<p>Gottes Liebe kennt keine solche Bedenken. Gottes Liebe kostet nichts.<\/p>\n<p>Wirklich lieben zu lernen ist eine der Voraussetzungen, die guten Werke auch tun zu k\u00f6nnen, die Gott, der Sch\u00f6pfer in uns angelegt hat und die zu tun uns Jesus Christus gelehrt und vorgelebt hat.<\/p>\n<p>Paul Gerhard, der Dichter vieler zu Herzen gehender Kirchenlieder, hat nach der \u00dcberwindung der Schrecken des 30j-\u00e4hrigen Krieges von 1618 bis 1648 im Jahr 1653 sein bekanntes Lied gedichtet:<\/p>\n<p>Sollt ich meinem Gott nicht singen?<\/p>\n<p>Sollt ich ihm nicht dankbar sein?<\/p>\n<p>Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er\u2019s mit mir mein\u2018.<\/p>\n<p>Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt,<\/p>\n<p>das ohn Ende hebt und tr\u00e4gt, die in seinem Dienst sich \u00fcben.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen allen ein liebevolles und Gott dankbares Herz.<\/p>\n<p>Bleiben Sie von ihm beh\u00fctet.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfarrer i. R. Rainer Kopisch<\/p>\n<p>Braunschweig<\/p>\n<p>E-Mail: rainer.kopisch@gmx.de<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zur Erstellung der Exegese des Textes habe ich das Theologische W\u00f6rterbuch zum NeuenTestament von Kittel in der ersten Auflage und die Interlinear\u00fcbersetzung von Ernst Dietzfelbinger in der dritten Auflage benutzt.<\/p>\n<p>Eingesehene Stellen im Internet:<\/p>\n<p>Anf\u00e4nge der Notation von Musik:<\/p>\n<p>https:\/\/www.wissen.de\/bildwb\/musik-von-der-fruehzeit-bis-zum-mittelalter-anfaenge-der-tonkunst<\/p>\n<p>Sammlung neuer Kirchenlieder \u201eBerliner Lieder\u201c von Olaf Trenn getextet:<\/p>\n<p>https:\/\/www.evangeliums.net\/lieder\/liederbuch_berliner_lieder.html<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Rainer Kopisch, Pfarrer in Ruhe der Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig,<\/p>\n<p>Seelsorger mit logotherapeutischer Kompetenz,<\/p>\n<p>letztes selbstst\u00e4ndiges Pfarramt: Martin Luther in Braunschweig,<\/p>\n<p>in der Vergangenheit:<\/p>\n<p>langj\u00e4hriger Vorsitzender der Vertretung der Pfarrer und Pfarrerinnen in der Landeskirche,<\/p>\n<p>Mitglied in der Pfarrervertretung der Konf\u00f6deration der Landeskirchen in Niedersachsen,<\/p>\n<p>Mitglied in der Pfarrvertretung der VELKD, Mitglied in der Fuldaer Runde.<\/p>\n<p>Seit Beginn meines Ruhestandes vor 15 Jahren schreibe ich Predigten im Portal der G\u00f6ttinger Predigten. Diese Arbeit ist mein Dank f\u00fcr die Liebe Gottes, die mich in meinem Leben begleitet hat.<\/p>\n<p>Roonstr. 6<br \/>\n38102 Braunschweig<br \/>\n<a href=\"mailto:rainer.kopisch@gmx.de\">rainer.kopisch@gmx.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Neue Leben als Geschenk der Gnade | 11. Sonntag nach Trinitatis 2021 | Predigt zu Eph 2, 4-10 | von Rainer Kopisch | Liebe Gemeinde, ich m\u00f6chte Sie heute auf ein Lied aufmerksam machen, das in der Urgemeinde in der Zeit des Paulus in Gottesdiensten gesungen worden ist. 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