{"id":5892,"date":"2021-10-06T07:30:00","date_gmt":"2021-10-06T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5892"},"modified":"2021-10-06T07:30:00","modified_gmt":"2021-10-06T05:30:00","slug":"jesaja-389-20-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-389-20-2\/","title":{"rendered":"Jesaja 38,9\u201320"},"content":{"rendered":"<h3>Hiskia, K\u00f6nig von Juda \u2013 gl\u00e4ubig und politisch besonnen | 19. So. n. Trinitatis, 10.10.2021 | Predigt zu Jesaja 38,9\u201320 | verfasst von Thomas Bautz |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Hiskia (725\u2013696 v.d.Z.)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> ist K\u00f6nig von Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Er wird, von ihm selbst so empfunden, von todbringender Krankheit befallen, die ihm JHWH zuf\u00fcgte. Die d\u00fcstere Nachricht wird vom Propheten Jesaja \u00fcbermittelt. Doch Hiskia findet sich nicht damit ab; er klagt JHWH sein Leid und beruft sich dabei auf seine Ergebenheit und Treue im Glauben. JHWH l\u00e4sst sich davon erweichen und l\u00e4sst Jesaja diesmal eine frohe Botschaft \u00fcberbringen: Sein Leben wird verschont und ihm obendrein noch f\u00fcnfzehn Jahre hinzugef\u00fcgt, und Jerusalem soll Angriff und Eroberungswillen der Assyrer heil \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Hiskias Klagegebet wandelt sich am Ende in ein Lob- und Dankgebet; ausdrucksvoll und authentisch klingen seine Worte (Jes 38,17):<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> \u201eSieh, Bitteres gereichte mir zum Frieden, Bitteres. Doch du hast dich an meine Seele (an mich) gebunden, hast mich bewahrt vor dem Grab der Verderbnis. Wahrlich, du hast all meine S\u00fcnden hinter dir (hinter deinem R\u00fccken) gelassen.\u201c<\/p>\n<p>Wovon wir h\u00f6rten, ist die Klage des Einzelnen \u00fcber die schier unertr\u00e4gliche Not in einer schweren, unheilbar erscheinenden Krankheit. Dem Tode nah, b\u00e4umt sich Hiskia dagegen auf und hat den fast ungeheuren Mut, seinem und Juda\u2018s Gott sein gottesf\u00fcrchtiges Leben (Glaube und Rechtschaffenheit) vorzuhalten (Jes 38,3). Am Ende seiner Klage (38,15) wird ihm bewusst: Er (Gott) selbst hat es getan! \u201eWie ein L\u00f6we zermalmt er all meine Knochen\u201c (38,13).<\/p>\n<p>Man mag an das weisheitliche Buch Hiob denken, doch Hiob hatte uns\u00e4glich viel mehr zu erleiden, f\u00fchlte sich v\u00f6llig ungerecht und grausam \u201evon Gott\u201c behandelt, haderte mit \u201eGott\u201c und stritt mit ihm heftig. Im Anhang zum Buch wird erz\u00e4hlt, dass Hiob als gl\u00e4ubiger, gottesf\u00fcrchtiger Mann rehabilitiert und reichlich belohnt sowie \u201eentsch\u00e4digt\u201c wurde, sofern man \u00fcberhaupt f\u00fcr den grausamen Verlust der Familie, insbesondere der eigenen Kinder entsch\u00e4digt werden kann!<\/p>\n<p>Hiskias Leiden wird weniger dramatisch erz\u00e4hlt, wirkt aber nicht weniger ernsthaft. Vor allem klingt im Gebet (Psalm) des K\u00f6nigs von Juda etwas an, von dem viele Psalmen in der hebr\u00e4ischen Bibel t\u00f6nen: Es handelt sich um den Zusammenhang, der auch in Erz\u00e4hlungen durchschimmert, zwischen S\u00fcnde und Krankheit \u2013 Krankheit als Erziehungsmittel durch \u201eGott\u201c oder gar als Bestrafung. Noch heute gibt es sogar Exegeten, die meinen, dass Hiskia (erst) \u201edurch die Erfahrung der Rettung Gottes aus seiner Bitterkeit\u201c bef\u00e4higt ist, \u201edieses heilsame Wort zu h\u00f6ren.\u201c Sie sehen den \u201eZusammenhang von k\u00f6rperlicher Genesung und spiritueller Erneuerung\u201c.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Dagegen meint Joachim Begrich: \u201eHier den Gedanken des erzieherischen Leidens zu suchen, der Z\u00fcchtigung zur Besserung, geht nicht an.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Dieses Denken wird bereits im Hiobbuch massiv infrage gestellt, viel sp\u00e4ter aber erst im Evangelium nach Johannes in beeindruckender und konsequenter Weise verworfen. Eine Episode aus dem Leben des Nazareners erz\u00e4hlt (Joh 9,1\u20133), wie Jesus einen Mann sieht, der von Geburt blind ist. Sogleich fragen Jesu J\u00fcnger: \u201eRabbi, wer hat ges\u00fcndigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern ges\u00fcndigt, sodass er blind geboren wurde?\u201c Der Meister antwortet: \u201eWeder er noch seine Eltern haben ges\u00fcndigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.\u201c<\/p>\n<p>In diesem Kontext wird der Zusammenhang zwischen Lebenswandel (in S\u00fcnden) und Krankheit noch erheblich erweitert und gesteigert, indem sogar die starke Einschr\u00e4nkung eines Menschen durch das angeborene Fehlen des Gesichtssinnes, diese enorme Behinderung, ausgerechnet von J\u00fcngern des Rabbi Jesus als Folge eines s\u00fcndigen Verhaltens oder gar Lebens beurteilt wird.<\/p>\n<p>Man sollte stets darauf hinweisen, dass \u201eS\u00fcnde\u201c im Hebr\u00e4ischen und im Griechischen prim\u00e4r nichts Moralisches, in gewissem Sinn auch nichts prim\u00e4r Spirituelles oder Religi\u00f6ses bedeuten muss. Vielmehr meint das griechische Wort \u201ehamart\u00eda\u201c Zielverfehlung (urspr\u00fcnglich beim Bogenschie\u00dfen). Ziele kann jeder Mensch im Leben (mehrmals) verfehlen,<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> ohne deshalb als unmoralisch oder als ungl\u00e4ubig oder gar als kriminell gelten zu m\u00fcssen. Freilich kann man schon falsch beurteilt oder gar verurteilt werden, wenn man auch nur anders ist, anders denkt oder etwas aus dem Rahmen einer Gemeinschaft f\u00e4llt. Diesen Eindruck gewinnt man \u201eleider Gottes\u201c auch in Kirchengemeinden, wo man sich schwer tut, einem Fremden und vor allem dem Fremden als solchen wahrhaft zu begegnen.<\/p>\n<p>Diese zwischenmenschlichen Probleme besch\u00e4ftigen Hiskia nicht, den Erz\u00e4hlungen in der Bibel nach ist er au\u00dfen-, aber auch innenpolitisch sehr engagiert. Geschickt paktiert er mit assyrischen K\u00f6nigen, indem er sich (wie sein Vater Ahas) mal als ihr Vasall<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> ergeben anpasst oder hohe Tribute leistet oder aber stark opponiert, indem er sich einer Koalition von Nachbarstaaten anschlie\u00dft<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> und sich auch mit \u00c4gypten anfreundet. Der amtierende assyrische K\u00f6nig Sanherib hat aber aufst\u00e4ndische Stadtstaaten in Pal\u00e4stina erobert,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> doch ger\u00e4t er unter Druck durch die erstarkenden \u00c4gypter. Au\u00dferdem muss er die Grenzen seines Gebiets sichern. Offenbar Gr\u00fcnde genug, dass er sich zwar Juda als Vasall und mit Auflagen von nun nicht gerade niedrigen Tributen gef\u00fcgig machen kann, dass er sich aber nicht in gew\u00fcnschtem Ma\u00dfe auf eine Eroberung Jerusalems konzentrieren kann. Es gibt aber noch andere Ursachen f\u00fcr Sanheribs Scheitern, Gr\u00fcnde f\u00fcr die Bewahrung Jerusalems.<\/p>\n<p>Zuvor kann sich das Nordreich mit Samaria als Hauptstadt n\u00e4mlich nicht mehr gegen die Assyrer behaupten und ist dem Niedergang ausgeliefert. Davon aber profitiert das S\u00fcdreich Juda, weil viele Fl\u00fcchtlinge ins Land, vor allem nach Jerusalem fliehen. Zudem erbl\u00fcht Jerusalem wirtschaftlich. Man hat Grabanlagen entdeckt, \u201ewo sich erstmals vornehme und aufwendig gestaltete Felskammergr\u00e4ber z.T. mit Inschriften finden lassen.\u201c Nun geh\u00f6rt \u201eauch Juda zu den zentral verwalteten Staaten\u201c, in denen sich Schriftlichkeit in Form von Inschriften, Siegel und Siegelabdr\u00fccken findet.\u201c Man erkennt \u201eeine deutliche Urbanisierung\u201c. Im Land werden Keramikgef\u00e4\u00dfe massenhaft produziert; Vorratskr\u00fcge sind mit Stempelaufdruck versehen; auf denen findet man in Konsonantenschrift auf Hebr\u00e4isch lmlk (\u201ef\u00fcr den K\u00f6nig\u201c), z.T. als Emblem eine gefl\u00fcgelte Sonne oder ein Skarab\u00e4us (k\u00f6nigliche Insignien). \u201eSie lassen auf eine zentral organisierte Verwaltung der Steuern und Abgaben und auf gesteigerte \u00d6l- und Weinproduktion schlie\u00dfen.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Prosperit\u00e4t Judas verdankt sich der Kooperation mit dem assyrischen Reich, das den internationalen Handel auf gesicherten Verkehrswegen erm\u00f6glicht. Der kluge K\u00f6nig Hiskia l\u00e4sst wegen der Bedrohung durch die Gro\u00dfmacht Assyrien die Schutzmauern der Stadt enorm erweitern und einen Tunnel graben, den man zu einem gro\u00dfen Teil noch heute begehen kann. Dieser Tunnel dient als \u00fcberlebenswichtiges Wasserreservoir, indem er die Gihon-Quelle mit dem Siloah-Teich verbindet.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Diese dauerhafte Versorgung mit Trinkwasser ist von au\u00dfen nicht angreifbar und st\u00e4rkt die Kraft der Einwohner in Jerusalem durchzuhalten.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich kann Sanherib die Stadt nur belagern, aber (701 v.d.Z.) nicht erobern. Jerusalem ist also gerettet; die Einwohner sehen darin ein deutliches Eingreifen JHWHs, ihres Gottes, wie er auch ihren K\u00f6nig Hiskia von t\u00f6dlicher Krankheit erl\u00f6st und geheilt hat. Die ganze Stadt reagiert \u00fcberschw\u00e4nglich; man h\u00e4lt sich fortan f\u00fcr unbezwingbar, weil JHWH ihren \u201eFortbestand auf Dauer garantiere\u201c. Die Folgen solchen Glaubens (\u201eGottvertrauens\u201c) sind fatal. Juda wird fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig stark verkleinert; Jerusalem verliert wirtschaftlich und verkehrstechnisch wichtige Gebiete wie z.B. ein agrarisches Zentrum mit beachtlicher Jahresproduktion von ca. 1000 Tonnen.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Nachdem Sanherib einige St\u00e4dte, darunter auch die gut befestigte und florierende Stadt Lachisch, erobert hatte und nun auch Jerusalem einzunehmen drohte, bleibt Hiskia keine Wahl, als sich ihm zu unterwerfen. Die als \u201eRettung\u201c erscheinende Verschonung Jerusalems entpuppt sich als ein dubioser Erfolg. Juda wird sp\u00e4ter noch Teil des babylonischen Reiches. Aber in Jerusalem setzt man durch die Erfahrung von 701 voraus, dass die feindlichen Truppen \u201eder Stadt nichts anhaben k\u00f6nnten.\u201c Falsche Propheten verk\u00fcnden \u201eden immerw\u00e4hrenden Frieden und die Unbezwingbarkeit Jerusalems\u201c.<\/p>\n<p>Der Prophet Jeremia schl\u00e4gt Alarm, aber seine Warnungen finden kein Geh\u00f6r. Jerusalem kann der milit\u00e4rischen Wucht der n\u00e4chsten Gro\u00dfmacht, der Babylonier, nicht mehr standhalten. Mit dem Ausbleiben der Tribute an die Babylonier wird Jerusalem 597 bzw. 586 v.d.Z. \u201eerobert, ein Teil der Bev\u00f6lkerung deportiert und bei der zweiten Eroberung die ganze Stadt von Nebukadnezar dem Erdboden gleichgemacht.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Die Schriftsteller der hebr\u00e4ischen Bibel haben sich nat\u00fcrlich bei der Komposition und Redaktion ihrer Texte \u201eetwas\u201c dabei gedacht; im Falle der Erz\u00e4hlungen, die sich um \u201eHiskia\u201c ranken, hat man eruiert: \u201eDie ausf\u00fchrliche Darstellung der Erkrankung Hiskias w\u00e4hrend der Belagerung der Stadt und seine wunderbare Rettung (\u2026) hat legend\u00e4re Z\u00fcge und beruht auf sp\u00e4terer Tradition\u201c. Sie verbindet Hiskias pers\u00f6nliche Geschichte (Krankheit und Gesundung) mit der bedrohlichen Situation Jerusalems und seiner Befreiung.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die Textkomposition (sowie Paralleltexte,<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> assyrische Zeugnisse, arch\u00e4ologische Funde) zeigen aber gro\u00dfenteils historische Glaubw\u00fcrdigkeit. Es ist aber auch klar, dass der K\u00f6nig von Juda, Hiskia, sukzessive aufgewertet werden sollte \u201eals von Gott begnadeter Herrscher (\u2026), der die Stadt vor dem Feind bewahrte, ihren (importierten) Kult reformierte und als schwerkranker Mann dem Tode knapp entging.\u201c<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Solche Erhebung oder Verherrlichung gibt es nicht nur aus dem Bereich der Politik \u2013 auch K\u00fcnstler, Schriftsteller, Musiker, Philosophen, Filmemacher, Sportler u.a. werden auf ein Podest des Ruhmes und der Verehrung emporgehoben \u2013, was ihnen nicht uneingeschr\u00e4nkt zusteht. Manche wollen es auch gar nicht! Jesus von Nazareth z.B. wollte gar nicht als Retter, Wunderheiler oder als K\u00f6nig \u00f6ffentlich gelten. Sein Reich (die Herrschaft Gottes) war \u201enicht von dieser Welt\u201c.<\/p>\n<p>\u00c0 propos, Wunderheilung: Man mag fragen, ob z.B. die Heilung Hiskias in Jes 38 oder des Blinden in Joh 9 authentisch oder real sind. Wenn man generell an Wunder glaubt, ist das wohl kein Problem. Ich denke dabei nicht an allt\u00e4gliche \u201eWunder\u201c, wenn man z.B. nach scheinbar vergeblichem Suchen etwas wiederfindet, was einem wichtig, aber noch nicht mal unbedingt wertvoll ist. Oder wenn dem eigenen Kind endlich einmal eine \u201eZwei\u201c in einer Klassenarbeit gelingt; wenn Menschen es pl\u00f6tzlich schaffen, ihre manchmal unangenehmen Eigenheiten zu \u00fcberwinden oder punktuell \u00fcber ihren Schatten springen; wenn man selbst schier Unm\u00f6gliches leistet, weil das Selbstbewusstsein stieg oder weil einfach die Zeit dazu reif war. Das sind gewisserma\u00dfen kleine und gro\u00dfe Wunder!<\/p>\n<p>Aber die Bibel und andere Weisheitsb\u00fccher muten uns aufgekl\u00e4rten, modernen Menschen Wunder von dem Kaliber zu, die Hiskia (von t\u00f6dlicher Krankheit genesen) und der Blinde (wurde sehend) real erlebt haben; so wird es zumindest erz\u00e4hlt. Meist begn\u00fcgen wir uns in der Bibelauslegung damit, nach dem Sinn solcher Geschichten zu fragen. Kaum, selten wagt sich ein Exeget als Wissenschaftler an diese Wunder heran, weil sie alle uns bekannten Naturgesetze und medizinischen Erfahrungen durchbrechen, unser eingeschr\u00e4nktes Wissen oder unsere Hilflosigkeit offenbaren. Die meisten Menschen in den \u201ehochentwickelten\u201c Industriel\u00e4ndern vertrauen auf Erkenntnisse und Praxis der Schulmedizin, wie sie an den Universit\u00e4ten gelehrt wird. Sie hat ein international anerkanntes Renomm\u00e9e; man kennt aber auch ihre Defizite und ihr Versagen in einzelnen F\u00e4llen, mitunter gar in gr\u00f6\u00dferem Umfang. Die Betroffenen k\u00f6nnen davon berichten, wenn sie noch leben!<\/p>\n<p>Medizin lebt wie jede Wissenschaft vom eigenen Fortschritt, von ihrer Geschichte; die Entwicklung beweist immer wieder, dass medizinischer Fortschritt m\u00f6glich ist. Heute haben wir Krankheiten im Griff, die noch vor Jahrhunderten Millionen Menschen in k\u00fcrzester Zeit dahingerafft haben. Dennoch ist auch eine gro\u00dfe, aufrichtige Bescheidenheit angesagt. Man denke nur an dieses relativ neue Virus, das blitzschnell eine Pandemie ausgel\u00f6st hat, die soweit ich wei\u00df, fast jedes Land der Erde erfasst hat. Es schr\u00e4nkt unser \u00f6ffentliches, berufliches und privates Leben enorm ein.<\/p>\n<p>Kommt es nicht einem Wunder gleich, dass vergleichsweise innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein Impfstoff nach dem anderen gegen Covid-19, das Corona-Virus, erfunden worden sind?! Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen arbeiten an Verbesserungen und Erweiterungen, auch zeitlicher Reichweite. L\u00e4nder, die weltanschaulich, politisch, wirtschaftlich, kulturell und zum Teil religi\u00f6s unterschiedlich sind, arbeiten international gemeinsam an ihrem eigenen Fortbestand.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen m.E. nicht wissen, wie und warum genau Hiskia oder jener Blinde heil, gesund wurden. Vor allem sollte man Verallgemeinerungen vermeiden; nicht jeder oder sogar nur wenige werden geheilt, weil sie fromm sind und zu Gott beten. Der Blinde wusste gar nicht, wie ihm geschah, bevor es ihm Jesus versuchte zu erkl\u00e4ren; seine Umgebung war voller Zweifel. Auch heute noch werden Menschen mitunter gesund, z.B. Krebspatienten, die eine Chemotherapie ablehnen, (aber auch nicht zu einem Heilpraktiker o.\u00e4. gehen), ohne dass die \u00c4rzteschaft mit einer Erkl\u00e4rung aufwarten kann.<\/p>\n<p>Bei tieferem Nachdenken und Beobachten der Natur w\u00fcrden wir viel mehr Ph\u00e4nomene entdecken, als wir es jemals h\u00e4tten erahnen k\u00f6nnen. Die treibenden, motivierenden Kr\u00e4fte f\u00fcr diese Reisen in Welten, die uns noch verschlossen sind, f\u00fcr die wir aber offen sein k\u00f6nnen und sollten, bed\u00fcrfen kindlicher Neugier und einer grundehrlichen Bescheidenheit, welche die eigene Begrenztheit, auch des Geistes, des Verstandes und Wissens, anerkennt. Menschen wie Albert Einstein verk\u00f6rpern diese Eigenschaften, sto\u00dfen T\u00fcren auf, ohne gewusst zu haben, was sich Wunderbares (!) dahinter verbirgt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch pers\u00f6nliches Leid wie Krankheit oder Verlust eines geliebten Menschen etwas Wundersames bedeuten, indem sie eine unerwartete Wendung annehmen. Man zieht sich zur\u00fcck, w\u00e4hlt die Isolation, m\u00f6chte nicht mehr unter Menschen sein. Bestenfalls wird man allm\u00e4hlich wieder bereit, dem Beruf, der Arbeit nachzugehen; doch die Kommunikation selbst mit der Familie und mit Freunden beschr\u00e4nkt sich auf das notwendige Mindestma\u00df. Stellt die Umwelt sich darauf ein, findet der vom Leid Geplagte ganz ungeahnt allm\u00e4hlich wieder einen Zugang zur Gemeinschaft und redet vielleicht auch \u00fcber sein Geschick.<\/p>\n<p>Wenn gl\u00e4ubige Menschen angesichts einer todbringenden Krankheit zu ihrem \u201eGott\u201c beten und ihn um Heilung bitten und glauben, dass \u201eGott\u201c die Ursache f\u00fcr ihr t\u00f6dliches Gebrechen ist sowie davon \u00fcberzeugt sind, dass ihre \u201eS\u00fcnden\u201c (Zielverfehlungen) der eigentliche Grund sind f\u00fcr die Krankheit \u2013 und von diesen Gedanken zeugt der Hiskia-Psalm im Rahmen der Hiskia-Jesaja-Erz\u00e4hlungen \u2013, dann sind wir herausgefordert: Denn wir haben l\u00e4ngst erfahren, dass nur wenige Menschen geheilt oder gerettet werden, auch wenn sie als Gl\u00e4ubige beten und ihren \u201eGott\u201c um Heilung bitten. Im Grunde gibt es keinen nachvollziehbaren Unterschied, auch nicht bei Sterbenden \u2013, ob ein Mensch fromm ist oder nicht. Gl\u00e4ubige sterben auch nicht zwangsl\u00e4ufig oder automatisch leichter. Wer mit sich, mit der Familie, mit anderen Menschen, wom\u00f6glich auch noch mit \u201eGott\u201c erst noch ins Reine kommen muss, dieser Mensch hat es so oder so nicht leicht.<\/p>\n<p>Einst besuchte ich eine betagte Katholikin am Sterbebett, die wiederholt seufzte ob einer \u201eS\u00fcnde\u201c, die sie in der Jugend begangen hatte. Sie konnte nicht mehr rechtzeitig um Verzeihung bitten. Aus meiner Sicht handelte es sich um eine Lappalie, aber f\u00fcr sie war es eine echte Belastung. \u201eAus dem Bauch heraus\u201c (intuitiv) sprach ich langsam und bedacht Worte aus Jesaja 43,1: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, ich habe dich erl\u00f6st, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!\u201c Die Dame memorierte und wiederholte die Trostworte, atmete tief durch und sprach mit einem tiefen Seufzer: \u201eDanke, Herr Pfarrer, danke!\u201c Ich hatte die Bibel nicht methodisch \u201eeingesetzt\u201c, auch vorher nicht, aber hier war ich sehr froh, weil ich selbst direkt nie diesen Trost h\u00e4tte spenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dazu noch eine Geschichte, die auf einer Fortbildung der Gr\u00fcnder der Internationalen Gesellschaft f\u00fcr Sterbebegleitung und Lebenshilfe e.V. (Bingen am Rhein), Dr. Becker (Internist; Katholik), erz\u00e4hlte. \u00dcber mehrere Monate hatte er einen sterbenden, erkl\u00e4rten Atheisten begleitet; dieser lie\u00df ihn eines Tages rufen und sagte: Herr Dr. Becker, so oft Sie mich besuchten, haben Sie nie \u00fcber den oder Ihren Glauben gesprochen, aber heute will ich es tun; lassen Sie mir eine Bibel da! Der Sterbende hat nie mit dem Arzt dar\u00fcber gesprochen, was er in der Bibel gelesen haben mag. Aber das ist die Wahrheit.<\/p>\n<p>Wenn es angebracht ist, h\u00f6re ich mich schon einmal sagen: Gl\u00e4ubig oder nicht \u2013 einmal m\u00fcssen wir alle dran glauben! Das ist zun\u00e4chst zum Schmunzeln, kann uns aber auch nachdenklich stimmen und irgendwann ist niemandem mehr zum Lachen. Hiskia nimmt seine todbringende Krankheit und seine Isolation \u201eaus Gottes Hand\u201c, gibt sich dabei aber nicht auf, findet den Mut zur Klage und h\u00e4lt JHWH seine lebenslang aufrichtige Haltung und seinen gottesf\u00fcrchtigen Lebenswandel vor. So mutig und selbstbewusst, so ehrlich und dankbar gegen\u00fcber seinem \u201eGott\u201c ist er, nachdem JHWH ihn geheilt hat. Man behauptet, jeder Mensch sei religi\u00f6s; ich denke nicht, abgesehen davon, dass es noch nie gelungen ist, Religiosit\u00e4t eindeutig zu definieren. Das ist wohl auch eine theoretische Sache.<\/p>\n<p>Aber wie begegne ich selbst einer t\u00f6dlichen oder unheilbaren Krankheit? Wie finde ich den Ausgang in eine andere Dimension? Denn ich m\u00f6chte mir schon w\u00fcnschen, am Ende nicht nur mit Hilfe der Apparatemedizin \u201eweiterzuleben\u201c. Heutzutage ist die Patientenverf\u00fcgung eine Hilfe; man sollte sich rechtzeitig informieren. Wie vermutlich viele Menschen habe auch ich Angst vor dem Sterben. Keine Theologie, Philosophie oder Psychologie kann mir diese Angst nehmen.<\/p>\n<p>Die Ungewissheit: Was geschieht mit der Familie, wenn ich \u201enicht mehr da bin?\u201c Was kommt danach? Wie werde ich die andere Dimension erleben, falls ich \u00fcberhaupt noch existiere? Ich habe Fragen, auf die ich keine befriedigenden Antworten erhalte, aber was bleibt, ist Erwartung und Offenheit f\u00fcr das noch Unbekannte. Ich finde es suspekt, wenn ich pausb\u00e4ckige Gewissheiten des Glaubens zu h\u00f6ren oder zu lesen bekomme. Allerdings gibt es auch authentische, glaubw\u00fcrdige Geschichten, die das Leben schreibt (auch literarisch) und mich auf ihre Art durchaus ansprechen. Dazu geh\u00f6ren auch der Hiskia-Psalm und Teile des Hiobbuchs.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p>Bonn<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>Pfarrer \u201eim Unruhestand\u201c<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Raik Heckl: Hiskia (2012), wibilex: <a href=\"http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/21346\/\">http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/21346\/<\/a> Anders datiert Barbara Schmitz: Geschichte Israels (2., aktualisierte Aufl. 2015): K\u00f6nig Hiskia (727\u2013698), S. 104ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Cf. Z\u00fcrcher Bibel (2007), z.St. (S. 975); Willem A.M. Beuken: Isaiah II. Vol. 2: Isaiah Chapters 28\u201339, HCOT (2000), z.St. (S. 378 u. 400f); BHS (3., verb. Aufl., verkl. Ausg. 1967\/77), z.St. (S. 733). Luthers \u201e\u00dcbersetzung\u201c von Jes 38,17a: \u201eSiehe, um Trost war mir sehr bange\u201c l\u00e4sst sich weder von BHS, noch von LXX, noch von Vulgata ableiten. Diese zwar wohlmeinende Paraphrase ist vielleicht \u201edem Volk aufs Maul geschaut\u201c, trifft aber nicht den Sinn des Verses.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Lida Leonie Panov: Hiskijas Geschick und Jesajas Beistand. Heilstheologische Verarbeitungen der Jesaja\u00fcber-lieferung in den Hiskija-Jesaja-Erz\u00e4hlungen, AThANT 110 (2019): (C. 3.) Die <em>zweite<\/em> Hiskija-Jesaja-Erz\u00e4hlung, 99\u2013107; (4.) Die Hiskija-Jesaja-Erz\u00e4hlungen im Jesajabuch (107\u2013124): (4.5) Der Hiskija-Psalm in Jes 38,9\u201320, S. 122\u2013123: 123 (A. 365).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Joachim Begrich: Der Psalm des Hiskia. Ein Beitrag zum Verst\u00e4ndnis von Jesaja 38,10 \u2013 20), (1926): (II.) Text, \u00dcbersetzung, Gesamterkl\u00e4rung, Schlussbemerkungen, 51\u201368: 59.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Die hebr\u00e4ische Bibel verwendet h\u00e4ufig Verfehlung (\u201e\u2026\u201c; S\u00fcnde); andere W\u00f6rter f\u00fcr \u201eS\u00fcnde\u201c, s. J\u00f6rn Kiefer: S\u00fcnde \/S\u00fcnder (AT) (2017), wibilex: <a href=\"http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/31970\/\">http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/31970\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Reettakaisa Sofia Salo: Vasall\/ Vasallit\u00e4t (2020), wibilex: <a href=\"http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/33975\/\">http:\/\/www.bibelwissenschaft.de\/stichwort\/33975\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vor\u00fcbergehend stellt Hiskia Tributzahlungen ein; Siegfried Herrmann: Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit (2., \u00fcberarb. u. erw. Aufl. 1980): (II.) Die K\u00f6nigreiche Israel und Juda (9.) Juda bis zum Regierungsantritt des Josia, 314\u2013322: 316.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> S. Herrmann: Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit (1980), 317.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> B. Schmitz: Geschichte Israels (2015), S. 105\u2013106.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Wolfgang Zwickel: Die Welt des Alten und Neuen Testaments. Ein Sach- und Arbeitsbuch (1997): Jerusalem und See Genezareth: Zentren biblischer Geschichte, 92\u2013100: 94\u201395.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> TRE 15 (1986), Art. Hiskia, 398\u2013404 (Siegfried Herrmann): Innenpolitik Hiskias und seine Baut\u00e4tigkeit, 400\u2013402: 401\u2013402. Bis heute besch\u00e4ftigt sich die atl. Wissenschaft intensiv mit Hiskia und seiner Zeit.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> B. Schmitz: Geschichte Israels (2015), S. 105\u2013106.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> W. Zwickel: Die Welt des Alten und Neuen Testaments (1997), 95.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Man sieht eine \u201eWechselwirkung zwischen der \u201eRettung Jerusalems und des K\u00f6nigs\u201c; L.L. Panov: Hiskijas Geschick und Jesajas Beistand (2019): (B.) Der \u00dcberlieferungsbefund zu Jes 36\u201339, S. 59\u201394; (C.) Position und Funktion der Hiskija-Jesaja-Erz\u00e4hlungen im Jesajabuch und in den K\u00f6nigsb\u00fcchern, S. 95\u2013149: (6.) Theologische Konzeptionen im Jesajabuch und in den K\u00f6nigsb\u00fcchern (6.3) Die Rettung Jerusalems und des K\u00f6nigs \u2013 eine Wechselwirkung, 143\u2013145.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Raik Heckl: Die Errettung des K\u00f6nigs durch seinen Gott. Die literarische Quelle der Gebete Hiskijas im Kontext von 2 K\u00f6n 19f (par.) und ihre Rolle bei der Ausformulierung des Monotheismusbekenntnisses, in: Mensch und K\u00f6nig. Studien zur Anthropologie des Alten Testaments, hg.v. Angelika Berlejung\/ Raik Heckl, HBS 53 (2008), 157\u2013170; L.L. Panov: Hiskijas Geschick und Jesajas Beistand (2019): (B.) Der \u00dcberlieferungsbefund zu Jes 36\u201339, S. 59\u201394; (C.) Position und Funktion der Hiskija-Jesaja-Erz\u00e4hlungen im Jesajabuch und in den K\u00f6nigsb\u00fcchern, S. 95\u2013149.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> TRE 15 (1986), Art. Hiskia, (S. Herrmann): 400.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hiskia, K\u00f6nig von Juda \u2013 gl\u00e4ubig und politisch besonnen | 19. So. n. Trinitatis, 10.10.2021 | Predigt zu Jesaja 38,9\u201320 | verfasst von Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Hiskia (725\u2013696 v.d.Z.)[1] ist K\u00f6nig von Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. 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