{"id":5997,"date":"2021-10-19T11:14:09","date_gmt":"2021-10-19T09:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=5997"},"modified":"2021-10-19T11:16:26","modified_gmt":"2021-10-19T09:16:26","slug":"predigt-zu-matth-1034-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-matth-1034-39\/","title":{"rendered":"Predigt zu Matth 10,34-39"},"content":{"rendered":"<h3>Sch\u00f6nheit meines Glaubens | 21. Sonntag nach Trinitatis | 24.10.2021 | Predigt zu Matth 10,34-39 | verfasst von Marion Werner |<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gnade sei mit euch und Frieden, von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>\u00abG\u00e4be es in der Welt mehr Frieden, wenn man die Religionen abschaffen w\u00fcrde?\u00bb Mit dieser provokanten Frage wurden wir konfrontiert, als wir uns im September zum j\u00e4hrlichen Seminar der lutherischen Gemeinden in der Schweiz trafen. Wir befanden uns in Basel auf dem Gel\u00e4nde von Mission 21 und wollten etwas \u00fcber Friedensarbeit lernen. \u00abG\u00e4be es in der Welt mehr Frieden, wenn man die Religionen abschaffen w\u00fcrde?\u00bb &#8211; aus der kurzen Stille heraus, die diese Frage ausgel\u00f6st hat, entwickelte sich ein Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Einige hielten daran fest, dass in den Religionen ein grosses Friedenspotential liegt. Die ethische Verhaltensregel, die sogenannte goldene Regel, findet man im Christentum, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Islam, in den Religionen Chinas, dem Bahaitum, im Skihtismus und anderen mehr. \u00abAlles was ihr wollt, dass die Menschen euch tun, das tut ihnen ebenso\u00bb &#8211; diese Worte Jesu aus der Bergpredigt zitiert der Evangelist Matth\u00e4us 7,12. Im Islam heisst es \u00abKeiner von euch ist ein Gl\u00e4ubiger, solange er nicht seinem Bruder w\u00fcnscht, was er sich selbst w\u00fcnscht\u00bb&nbsp; (40 Hadithe;&nbsp; Spr\u00fcche Muhammads von an-Nowawi). Im Buddhismus steht es ausf\u00fchrlicher: \u00abEin Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich f\u00fcr mich ist, soll es auch nicht f\u00fcr ihn sein; und ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich f\u00fcr mich ist, wie kann ich ihn einem andern zumuten?\u00bb (Samyutta Nikaya V, 353.35-354.2).<\/p>\n<p>Die Goldene Regel ist ein gemeinsames Erbe der Religionen. W\u00fcrden sich alle daran halten, g\u00e4be es mehr Frieden in der Welt. Ein Teil unserer Seminarbesucher war \u00fcberzeugt, dass die Religionen ein Mehr an Frieden in die Welt bringen.<\/p>\n<p>Die anderen Seminarteilnehmer aber verwiesen auf die Nachrichten, die uns t\u00e4glich daran erinnern, wie sehr Religion f\u00fcr Gewalt instrumentalisiert wird. Menschen t\u00f6ten, verletzen und qu\u00e4len andere Menschen im Namen Gottes und meinen damit etwas Gutes und Gott Wohlgef\u00e4lliges zu tun. Besonders der Islam gilt als heute als gewaltanf\u00e4llig. Wenn Glaube sich mit Machtinteressen oder anderen Interessen verbindet, dann steckt ein grosses Potential zur Gewalt darin. Das ist auch in anderen Religionen bekannt. In Japan kennen wir 200 Jahre Christenverfolgung durch Buddhistische Gl\u00e4ubige. Wenn wir im Christentum in die Vergangenheit sehen, dann kennen wir auch dunkle Kapitel wie zB. die Zwangsmissionierung, Inquisition, Kreuzz\u00fcge, Konfessionsk\u00e4mpfe.<\/p>\n<p>Religionen k\u00f6nnen Konflikte ausl\u00f6sen, sie anheizen oder die Grundlage f\u00fcr ein friedliches Miteinander sein. Die Frage, die sich heute stellt, ist: wie kann man das Friedenpotential der Religionen in unserer zerr\u00fctteten Welt wirksam machen?<\/p>\n<p>Auch Jesus wusste darum, dass der Glaube an ihn und der Weg der Nachfolge Konflikte mitbringen. Unser heutiger Predigttext steht am Ende der Aussendungsrede Jesu an seine J\u00fcnger. Die Worte sind an die J\u00fcnger gerichtet und wollen sie darauf vorbereiten, welche Folgen ihr Auftrag, das Lehren und Wirken in Vollmacht und in der Nachfolge mit sich bringen wird.<\/p>\n<p>Jesus sagt:<\/p>\n<p>34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.<\/p>\n<p>35&nbsp;Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.<\/p>\n<p>36&nbsp;Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.<\/p>\n<p>37&nbsp;Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.<\/p>\n<p>38&nbsp;Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.<\/p>\n<p>39&nbsp;Wer sein Leben findet, der wird&#8217;s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird&#8217;s finden.<\/p>\n<p>(Matth\u00e4us 10,34-39)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, das sind sehr harte Worte von dem Mann, denn wir bald zu Weihnachten als Friedef\u00fcrst besingen, von dem, der in der Bergpredigt, wenige Kapitel vor unserem Bibelwort sagt \u00abSelig sind die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heissen\u00bb. Jesus hat auf den Frieden hingearbeitet, hat uns den Weg in Richtung Frieden gewiesen. Gleichzeitig aber wusste er, dass die christliche Botschaft in den Menschen Reaktionen ausl\u00f6sen wird: positive und negative. Das ist auch heute so.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr die Leser des Matth\u00e4usevangeliums war das was Jesus sagte konkrete Lebenserfahrung. Als sie sich der neuen Glaubensbewegung anschlossen, waren sie oft zu Au\u00dfenseitern in ihrer Familie geworden. Aus der Perspektive der Familie betrachtet: Wenn nicht das ganze Haus die Entscheidung f\u00fcr die Nachfolge Jesu Christi mitvollzog, brachte die Taufe Unfrieden und Spaltung in die Familie. Ja sogar Lebensgefahr. Denn Christen wurden ja nach dem Tod von Jesus verfolgt. In der Nachfolge Jesu zu leben, das war im Urchristentum zeitweise weder friedfertig noch familienfreundlich.<\/p>\n<p>Und auch heute ist das Bekenntnis zu Jesus ist nicht selbstverst\u00e4ndlich gemeinsames Eigentum ganzer Familien. Jungen Christen wird es oft schwer gemacht, wenn sie als Konfirmanden vor der Kirchent\u00fcr zum Gottesdienst abgeliefert werden, und sie dabei den Eindruck haben, Vater und Mutter brauchen das nicht \u2013 die gehen in Ruhe Kaffee trinken. Oder wenn in mancher Freundschaft \u00fcber den gespottet wird, dem der Glaube an Gott ein Kraft ist und etwas Heiliges.<br \/>\nUmgekehrt bel\u00e4cheln Jugendliche die Gro\u00dfmutter, wenn ihr der Kirchgang und die Sonntagsheiligung selbstverst\u00e4ndlich sind. An mancher Arbeitsstelle gibt es Spott f\u00fcr die, die sich als Christen zu erkennen geben. Sie gelten als Au\u00dfenseiter. &#8222;Du bist doch sonst ein ganz normaler Kollege. Und glaubst an Gott?&#8220; Es tut weh, wenn solche Gr\u00e4ben durch die eigene Familie oder durch Freundschaften gehen. Es ist unangenehm, wenn Familie oder Freunde das, was einem wichtig und heilig ist, f\u00fcr belanglos oder \u00fcberfl\u00fcssig und v\u00f6llig weltfremd ansehen.<br \/>\nMan soll bei ihm lernen, das Kreuz auf sich zu nehmen, sagt Jesus. In bestimmten L\u00e4ndern ist es auch heute noch lebensgef\u00e4hrlich, sich als Christ zu bekennen. Bei uns nicht. Aber um Jesu willen zu erdulden, dass man nicht verstanden wird oder mit seinem Glauben in einer glaubenslosen Umgebung lebt, das muss mancher und manche auch heute bei uns ertragen. Was wir hier im Matth\u00e4usevangelium in so unbequemen Worten lesen, wird immer wieder auch bei uns aktuell.<br \/>\nAuch im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab. Mit uns leben Mitb\u00fcrger, die dem Islam oder anderen Religionen angeh\u00f6ren. Wenige sind dabei Fanatiker, die einen Gottesstaat auch in Europa errichten m\u00f6chten, in dem die Ungl\u00e4ubigen, also auch die Christen, unterdr\u00fcckt werden. Die meisten leben ihren Glauben unauff\u00e4llig und unaufdringlich. Aber verleugnen w\u00fcrde ihn wohl keiner und keine. &#8222;Ich bin Muslim&#8220;, das wird viel eindeutiger gesagt als &#8222;Ich bin Christ&#8220;.<\/p>\n<p>Zu den christlichen Tugenden geh\u00f6rt die Toleranz. Wir wollen anderen mit Respekt begegnen und ihre Glaubens\u00fcberzeugung achten. Toleranz hei\u00dft w\u00f6rtlich &#8222;etwas tragen k\u00f6nnen&#8220;, tragen und ertragen k\u00f6nnen. Christen m\u00fcssen es ertragen k\u00f6nnen, dass andere einen anderen Glauben haben und dass viele Menschen sich vom christlichen Glauben gel\u00f6st oder ihn nie angenommen haben. Toleranz und Respekt den andern gegen\u00fcber dient dem Frieden und ist im Sinne von Jesus.<\/p>\n<p>Das besondere unseres Predigtwortes ist jedoch, dass Jesus noch einen Schritt weiter geht, und zwar zur\u00fcck zum Licht. Er sagt: \u00abWer sein Leben findet, der wird&#8217;s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird&#8217;s finden\u00bb. Ein sonderbarer Satz. Ich verstehe ihn so. Neben den negativen Erfahrungen tut sich f\u00fcr uns als Glaubende aber auch die Sch\u00f6nheit und die St\u00e4rke unseres Glaubens an Gott auf und das ist ein so grosser Gewinn, dass es die negativen Erlebnisse \u00fcberstrahlt.<\/p>\n<p>Das Wort Religion meint im Lateinischen \u00abre-ligio\u00bb &#8211; \u00abR\u00fcckbindung\u00bb. Meine Religion, mein christlicher Glaube bedeutet f\u00fcr mich, ich bin an Gott r\u00fcckgebunden. Mein Leben ist mit ihm verwoben, ist Teil des sinnhaften Ganzen. Ich habe ein Du und bin nie einsam. Ich habe ein Du \u2013 Gottes Du \u2013 mein Gegen\u00fcber. Freundliche Augen, die \u00fcber mir wachen. Einen wachen Geist, der meinem standh\u00e4lt. Ein Du, das neue Perspektiven er\u00f6ffnet. Eine Hand, die f\u00fcr mich offen ist und ich kann &nbsp;&#8211; selbst wenn ich versage oder Fehler mache &#8211; nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Ich habe ein Du \u2013 das zu mir Ja sagt.<\/p>\n<p>Fulbert Steffensky hat das einmal wunderbar ausgedr\u00fcckt: \u00abMan kann auf Dauer nur an etwas glauben, das man sch\u00f6n gefunden hat. Das man w\u00fcrdig gefunden hat\u00bb. Er muntert Menschen dazu auf, sich gegenseitig von dem zu erz\u00e4hlen, was sie begeistert und was sie sch\u00f6n finden. Darin sieht er heute den besten Weg zum Frieden. Wenn Menschen sich begegnen, statt \u00fcbereinander zu sprechen, oder sich sogar zu verteufeln. Wenn Menschen miteinander reden, n\u00e4her hinschauen aufeinander und zueinander, sich von dem erz\u00e4hlen, was ihnen wirklich wichtig ist, sie ber\u00fchrt und bewegt.<\/p>\n<p>Und so m\u00f6chte ich Sie und euch einladen, denkt dar\u00fcber nach, was das Sch\u00f6ne, das Tolle an eurem Glauben ist. Auch dann noch, wenn es nur eine Ahnung vom Glauben ist. Und erz\u00e4hlt davon weiter. Ich glaube n\u00e4mlich, wenn wir von der Sch\u00f6nheit unseres Glaubens erz\u00e4hlen, dann kann der Funke \u00fcberspringen und auch andere anstecken. Dann kann Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander entstehen.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne, in Christus Jesus unserm Herrn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pfarrerin Dr. Marion Werner, geb. 1975<\/p>\n<p>Lutherische Kirche Z\u00fcrich<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:pfarrerin@luther-zuerich.ch\">pfarrerin@luther-zuerich.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6nheit meines Glaubens | 21. 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