{"id":6174,"date":"2021-11-11T10:34:04","date_gmt":"2021-11-11T09:34:04","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6174"},"modified":"2021-11-12T16:31:20","modified_gmt":"2021-11-12T15:31:20","slug":"matthaeus-7-12-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-7-12-20\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 7, 12-20"},"content":{"rendered":"<h3>Gott richtet nicht, Gott richtet auf. | Bu\u00df- und Bettag, 17. November 2021 | Predigt zu Matth\u00e4us 7, 12-20 | verfasst von Uland Spahlinger |<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Matth. 7<\/strong><\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Also: Wie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Tretet ein durch das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben f\u00fchrt, und viele sind es, die da hineingehen. <sup>14<\/sup>Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der ins Leben f\u00fchrt, und wenige sind es, die ihn finden!<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>H\u00fctet euch vor den falschen Propheten, die in Schafspelzen zu euch kommen &#8211; darunter aber sind reissende W\u00f6lfe!<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>An ihren Fr\u00fcchten werdet ihr sie erkennen. Lassen sich etwa Trauben ernten von Dornen oder Feigen von Disteln? <sup>17<\/sup>So tr\u00e4gt jeder gute Baum gute Fr\u00fcchte, jeder faule Baum aber tr\u00e4gt schlechte Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Ein guter Baum kann nicht schlechte Fr\u00fcchte tragen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fr\u00fcchte tragen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird gef\u00e4llt und ins Feuer geworfen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>So werdet ihr sie an ihren Fr\u00fcchten erkennen.<\/p>\n<p>(\u00dcbertragung: Z\u00fcrcher Bibel)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>\u201eHandle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der ber\u00fchmte Kategorische Imperativ des K\u00f6nigsberger Philosophen Immanuel Kant. Ein Eckpfeiler ethischen Handelns. Kant hat versucht, moralisch richtiges Handeln so zu bestimmen, dass es f\u00fcr alle, zu jeder Zeit und ohne Ausnahme akzeptabel ist. Der Kategorische Imperativ beansprucht \u2013 zumindest seiner Form nach \u2013 Allgemeing\u00fcltigkeit; er soll unbedingt gelten, also unabh\u00e4ngig von dem, was du oder ich gerade meinen.<\/p>\n<p>Kant hat sich an der Frage gr\u00fcndlich abgearbeitet. Immer wieder nimmt er den Gedanken auf und fragt: wie soll es sein im Zusammenleben von Menschen? Wie kann verhindert werden, dass einer den anderen ausnutzt oder zum Erf\u00fcllungsgehilfen oder gar zum \u201eInstrument\u201c der eigenen W\u00fcnsche und Ambitionen macht? Dann klingt das so: \u201eHandle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals blo\u00df als Mittel brauchst.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Der andere Mensch ist ein Zweck in sich selbst, wir heute w\u00fcrden sagen: Er ist ein Wert in sich selbst. Er \u2013 oder nat\u00fcrlich auch sie \u2013 ist genau so wertvoll wie du auch. Und du m\u00f6chtest ja auch nicht von anderen f\u00fcr ihre Ziele instrumentalisiert werden. Ein sorgf\u00e4ltig erarbeitetes Pl\u00e4doyer f\u00fcr generelle Begegnung auf Augenh\u00f6he \u2013 g\u00fcltig f\u00fcr alle Menschen.<\/p>\n<p>Kant hat das nicht erfunden, er hat es aber bis in den letzten Winkel durchdacht. Wir kennen die, zugegeben etwas banalere, Form des Sprichwortes: \u201eWas du nicht willst, das man dir tu, das f\u00fcg auch keinem anderen zu.\u201c Das ist nat\u00fcrlich eing\u00e4ngiger als das Satzgebilde des Philosophen. Hat aber den Nachteil, dass es den Blick nur auf die Vermeidung von Schlechtem oder Unangenehmem legt: \u201eWas du <u>nicht<\/u> willst, das man dir tu, das f\u00fcg auch keinem anderen zu.\u201c Lass anderen gegen\u00fcber bleiben, was du selber nicht erleiden m\u00f6chtest. Eine Anleitung zur Schadensvermeidung.<\/p>\n<p>Kant geht weiter. Er sagt: Alles Handeln soll davon bestimmt sein, dass du es ebenso gut tun wie erfahren kannst. Was er aufgreift, das haben wir geh\u00f6rt; der Grundgedanke ist n\u00e4mlich biblisch: \u201eWie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um! Denn darin besteht das Gesetz und die Pro\u00adpheten.\u201c So sagt Jesus das in der Bergpredigt. Und beruft sich dabei auf die gemeinsame Glaubensge\u00adschichte seiner Zeitgenossen. Gesetz und Propheten: Die gute Weisung Gottes und die Zeitansage, so wie sie n\u00f6tig war. Wir nennen diesen Satz \u201edie Goldene Regel\u201c. Daran sollten sich die Leute, in der Bergpredigt genauer: seine J\u00fcnger, orientieren. So sollten sie leben.<\/p>\n<p>Inhaltlich unterscheiden sich der Prediger aus Nazareth und der Philosoph aus K\u00f6nigsberg kaum. Die Begr\u00fcndungen sind grundverschieden. Kant greift auf die allgemeine F\u00e4higkeit des Menschen zur vern\u00fcnftigen Einsicht zur\u00fcck, Jesus auf sein Vertrauen auf Gottes N\u00e4he und Menschenfreundlichkeit. Sein Satz steht, wie gesagt, in der Bergpredigt.<\/p>\n<p>Damit hat er einen Rahmen und einen Zusammenhang, auf den wir als Christen immer wieder gern zur\u00fcckgreifen (wobei wir manchmal zum Ausw\u00e4hlen neigen und die anstrengenden oder unangenehmen Teile zur Seite schieben): Wer m\u00f6chte schon Verfolgung um des Glaubens willen erleiden? Wer w\u00fcrde freiwillig einem, der ihn auf die eine Wange schl\u00e4gt, auch noch die andere hinhalten? Die Feinde lieben \u2013 gro\u00dfe Herausforderung! Oder die Sicherheit eines Hauses und einer gewissen Lebensplanung aufgeben? Das ganze Leben Tag f\u00fcr Tag dem offenen Himmel Gottes widmen? <u>Alles<\/u> ertragen, <u>alles<\/u> glauben, <u>alles<\/u> hoffen, <u>alles<\/u> erdulden \u2013 wie Paulus das zusammenfasst (vgl 1. Kor. 13,7)?<\/p>\n<p>Jesus geht weiter als Kant das tat. Er f\u00fchrt uns eine Vision vor Augen: Leben aus gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichem Gottvertrauen. Wenn du so lebst, wirst du keine M\u00fche haben, die Gebote ihrem tiefen Sinn nach zu erfassen und mit ihnen zu leben. Du wirst dich mit deinem Bruder vers\u00f6hnen, bevor du zum Opfer gehst (wir w\u00fcrden wahrscheinlich sagen: in die Kirche). Du wirst dich bei den Friedfertigen, den geistlich Armen, den Barmherzigen und denen, die reinen Herzens sind, einreihen k\u00f6nnen. Du wirst am Regelwerk Gottes nicht herumpfuschen m\u00fcssen, sondern es zu deiner eigenen Sache machen. Und das nicht einmal mit m\u00fcrrischem Gesicht, als sei das eine l\u00e4stige Pflicht\u00fcbung. Es wird dir vielmehr Freude machen und dir eine gro\u00dfe Lebenszufriedenheit bescheren \u2013 weil ja und insofern es das Gottvertrauen ist, das dich tr\u00e4gt und leitet. Seine Aufforderungen bindet er immer wieder zur\u00fcck an das, was Gott uns offensichtlich schon gegeben hat. Gott wirkt unter uns, indem er uns erst empfangen l\u00e4sst und dann zum Tun auffordert. So gewinnen wir Anteil am Reich Gottes \u2013nicht als Besitz, sondern jeden Tag neu als Gabe und Aufgabe.<\/p>\n<p>Jesus kennt allerdings auch die Fallstricke. Er warnt vor falschen Auslegungen der Gebote \u2013 die f\u00fchren in die Irre. Er warnt vor einer tr\u00e4gen Unt\u00e4tigkeit \u2013 es gibt ein \u201ezu sp\u00e4t\u201c. Er warnt vor Fehleinsch\u00e4tzungen: \u201eTretet ein durch das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben f\u00fchrt, und viele sind es, die da hineingehen\u201c (V. 13). Und er warnt die Seinen vor Menschen, die ganz anderes im Sinn haben und im Schilde f\u00fchren: \u201eH\u00fctet euch vor den falschen Propheten, die in Schafspelzen zu euch kommen &#8211; darunter aber sind reissende W\u00f6lfe\u201c (V. 15)!<\/p>\n<p>Sinnverdreher, Falschmelder, Querdenker \u2013 schade, dass dieser an sich so originelle und eigenst\u00e4ndige Begriff inzwischen von Impfgegnern und Coronaleugnern vereinnahmt wurde!; noch vor wenigen Monaten war ich durchaus stolz darauf, zu manchen Themen quer zu denken\u2026.. \u2013 Querdenker also, Fremdenfeinde, Reichsb\u00fcrger, gewaltbereite Radikale gleich welcher Richtung oder Wachstum-um-jeden-Preis-Anbeter: Wir haben sie auch unter uns, die falschen Propheten, die uns falsch als richtig verkaufen, oder die rei\u00dfenden W\u00f6lfe, die zerst\u00f6ren und verletzen und schlimmstenfalls auch umbringen, was eigentlich leben soll und leben will.<\/p>\n<p>Die Bilder sind krass, die Jesus da verwendet, sie sind plakativ, aber: sie k\u00f6nnen uns die Augen \u00f6ffnen. Ganz h\u00e4ufig h\u00f6re ich dieser Tage: \u201eIch mag nicht mehr, ich schalte das Radio aus, wenn \u201eCorona\u201c kommt. Ich lese keine Zeitung mehr, ich mag es nicht mehr h\u00f6ren. Es zerrei\u00dft die Gesellschaft und geht mir sooooo auf den Senkel!\u201c Und tief innen in mir drin sp\u00fcre ich dann: mir geht es ganz \u00e4hnlich \u2013 und bei etlichen anderen Themen ebenfalls. Dabei ist \u201eCorona\u201c inzwischen ja auch zum Symbol einer allgemeineren und vielleicht viel grunds\u00e4tzlicheren thematischen Erm\u00fcdung geworden: Wer will sich schon jeden Tag die Problemthemen der Welt um die Ohren hauen lassen?<\/p>\n<p>Aber ich wei\u00df auch: \u201eGott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Nicht, dass wir uns wegducken oder uns in unsere Blase zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>In einer Vorlage zur gemeinsamen Beichte habe ich einen Zugang gefunden, der mir gefallen hat:<\/p>\n<p>\u201eWir schauen in die vier Richtungen, die wir kennen:<br \/>\nWir schauen nach innen. Zu uns selbst: \u2026..<br \/>\nWir schauen nach au\u00dfen. Zu den Menschen um uns. \u2026..<br \/>\nWir schauen nach unten. Zur Erde, die uns tr\u00e4gt. \u2026\u2026<br \/>\nWir schauen nach oben. Zu Gott: \u2026\u2026.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Und damit bin ich schlie\u00dflich bei dem Tag angelangt, den wir heute begehen: dem Bu\u00df- und Bettag. Als Kinder haben wir noch gelernt: Hier geht es um Gewissenserforschung; es geht darum, dass du dir deiner S\u00fcnderexistenz bewusst wirst. Einsicht, Bu\u00dfe, Umkehr: das waren die Stichworte. Vergleichsweise Kleinigkeiten wurden ganz gro\u00df gemalt \u2013 quasi vor dem Richterauge Gottes. Die gemeinsame Beichte stand ganz oben, aber vor allem als ein Abarbeiten an den eigenen kleineren oder gr\u00f6\u00dferen moralischen Verfehlungen. Du ganz allein vor Gott &#8211; du warst gehalten, dich klein zu machen. Und wenn man bedenkt, dass der Bu\u00df- und Bettag letztlich durch staatliche Gesetzgebung, \u201eam 12. M\u00e4rz 1893 in Preu\u00dfen\u201c und dann \u201edurch das \u00bbReichsgesetz \u00fcber die Feiertage\u00ab vom 27. Februar 1934\u201c (also durch die Nationalsozialisten) \u201egesetzlicher Feiertag im gesamten Deutschland\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> wurde, dann kann man dem Urteil von Hans-Theo Wrege nur zustimmen, der es messerscharf auf den Punkt bringt: \u201eDem Volk wird die <em>\u201eErbs\u00fcnde\u201c<\/em>, den regierenden Machthabern jedoch das <em>Gottesgnadentum<\/em> zugesprochen.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Zerknirschung macht klein, staatlich verordnete Zerknirschung h\u00e4lt dich klein. Sie treibt dich in die moralische Selbstverzwergung. Und kleine S\u00fcnder sind f\u00fcr die M\u00e4chtigen leichter zu lenken.<\/p>\n<p>Unser Abschnitt aus der Bergpredigt gibt das aber nicht her, nicht f\u00fcr den Bu\u00df-und Bettag und auch sonst nicht. Jesus schaut hier anders auf die Menschen und ihre Beziehungen. Ja, er spricht eine ernsthafte Sprache. Er zeigt Alternativen auf: breiten oder schmalen Weg, fruchttragenden oder leeren Baum, das enge Tor. Er bringt Leits\u00e4tze f\u00fcr die Lebensf\u00fchrung ins Gespr\u00e4ch und warnt vor falschen Propheten. Aber er macht seine Freunde nicht klein.<\/p>\n<p>Vielmehr gibt er ihnen die M\u00f6glichkeit, zu durchdenken, wie es gehen und weitergehen kann. Er weitet ihren Blick \u2013 nicht umsonst spricht er auf einem Berg, von dort aus schaust du nun einmal weiter. Er hilft ihnen, zu erkennen, zu unterscheiden und zu entscheiden zwischen Richtig und Falsch, zwischen lebensf\u00f6rdernd und Leben hindernd, zwischen Gut und B\u00f6se.<\/p>\n<p>Jesus wei\u00df: Der Weg in die Gottesn\u00e4he ist manchmal richtig anstrengend. Die Wege der Bequemlichkeit und des Eigennutzes gehen sich viel, viel leichter. Auf den Weg der N\u00e4chstenliebe und der Gottesliebe musst du immer wieder zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, du musst dorthin immer wieder umkehren. Und deshalb sollst du nicht in gebeugter B\u00fc\u00dferhaltung deiner Wege schleichen, sondern aufrecht und aufmerksam unterwegs sein. Einsicht kommt von \u201esehen\u201c. Und sehen kannst du nur, wenn du den Blick in die Weite und in deine Umwelt schweifen l\u00e4sst. An anderer Stelle bringt Jesus das sehr plastisch auf den Punkt. Im Gleichnis vom Pharis\u00e4er und dem Z\u00f6llner kommt er \u2013 pro Z\u00f6llner \u2013 zu dem Schluss: \u201eDieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener\u201c (Lk. 18,14a). Der Gottferne, der seine Distanz erkannt und in Worte gefasst hat, wird nicht gerichtet, sondern aufgerichtet. Er sieht ein und er sieht.<\/p>\n<p>Nur wenn wir aufrecht stehen und aufrecht gehen, k\u00f6nnen wir wahrnehmen, wo es passt <u>und<\/u> wo es fehlt. Bei uns selbst, bei den anderen, in der Sch\u00f6pfung, die uns gemeinsam anvertraut ist. In unserer Gottesbeziehung.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt: das ist die Haltung, die Jesus sich f\u00fcr uns und von uns w\u00fcnscht: eine fr\u00f6hliche, aufrechte und ehrliche Beziehung zu Gott und den Menschen. Barmherzig und behutsam. Fehler-ernst und fehler-freundlich. Selbstkritisch und einsichtsbereit. Geleitet von der Goldenen Regel \u2013 oder meinethalben gern auch vom Kategorischen Imperativ des alten Kant.<\/p>\n<p>Fehler machen wir immer wieder. Wir werden immer wieder schuldig an uns selbst, an einander, an denen, die mit uns in Gottes Sch\u00f6pfung unterwegs oder einfach vorhanden sind. Und so auch immer an Gott. Gut, wenn wir das erkennen. Gut, wenn uns das vor Augen gebracht wird. Und gut, wenn wir einander und vor allem Gott versprechen: \u201eIch will es besser machen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um!\u201c Das ist nicht Eia popeia, sondern ein gutes St\u00fcck solider Arbeit. Und nicht nur am Bu\u00df- und Bettag, sondern jeden Tag neu. Es gibt viele Anf\u00e4nge dazu. Fangen wir also an \u2013 gleich heute!<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Dekan Uland Spahlinger, Dinkelsb\u00fchl<\/p>\n<p><a href=\"mailto:uland.spahlinger@elkb.de\">uland.spahlinger@elkb.de<\/a><\/p>\n<p>Seit Mai 2014 bin ich sehr gern Pfarrer und Dekan in Dinkelsb\u00fchl. Ich erlebe aber in den letzten Monaten, wie nicht nur freundliches Selbstbewusstsein und Gastfreundschaft die Region pr\u00e4gt, sondern immer wieder auch kleinliche, r\u00fcckw\u00e4rtsgewandte Moral und Richtgeist durchschlagen. Dazu kommt verst\u00e4rkt eine fordernde und auf vermeintlich kategorischen Rechten beharrende Grundhaltung, die es manchmal verunm\u00f6glicht, in schwierigen und kaum zu durchdringenden Gemengelagen noch zum ergebnisorientierten Diskurs zu gelangen. Dies zum Hintergrund f\u00fcr diese Predigt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kategorischer_Imperativ<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. \u201eGott gab uns Atem, damit wir leben\u201c, EG 432, 1. Strophe<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.evangelische-liturgie.de\/EL_Wochen\/Reihe-III\/21-11-17-Buss(III)a.html\">https:\/\/www.evangelische-liturgie.de\/EL_Wochen\/Reihe-III\/21-11-17-Buss(III)a.html<\/a>, Aufruf und Besinnung<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe etwa https:\/\/www.vivat.de\/magazin\/jahreskreis\/weitere-gedenk-und-feiertage\/buss-und-bettag-bedeutung\/<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Wrege, Wirkungsgeschichte des Evangeliums, G\u00f6ttingen 1981, S. 269<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott richtet nicht, Gott richtet auf. | Bu\u00df- und Bettag, 17. November 2021 | Predigt zu Matth\u00e4us 7, 12-20 | verfasst von Uland Spahlinger | \u00a0Matth. 7 12Also: Wie immer ihr wollt, dass die Leute mit euch umgehen, so geht auch mit ihnen um! 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