{"id":6203,"date":"2021-11-16T18:24:58","date_gmt":"2021-11-16T17:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6203"},"modified":"2021-11-16T18:34:08","modified_gmt":"2021-11-16T17:34:08","slug":"predigt-zu-psalm-90","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-psalm-90\/","title":{"rendered":"Predigt zu Psalm 90"},"content":{"rendered":"<h3>Ja sagen zur Endlichkeit | Ewigkeitssonntag | 21.11.2021 | Predigt zu Psalm 90 | verfasst von Barbara Pfister |<\/h3>\n<p>Der Tod fordert uns heraus. Er ver\u00e4ndert unser Leben grundlegend. Der Partner, die Mutter, das Kind, der Bruder oder die Freundin \u2013 sie fehlen uns schmerzhaft. Die L\u00fccke, die sie hinterlassen ist sp\u00fcrbar und sichtbar. Der Schmerz begleitet uns \u2013 manchmal still, manchmal aber auch laut schreiend und bedr\u00e4ngend. Der Tod fordert uns nicht nur heraus \u2013 er \u00fcberfordert uns. Vielleicht ist dies ein Grund, weshalb wir ihn aus unseren Gedanken und dem \u00f6ffentlichen Leben verdr\u00e4ngen, ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.<\/p>\n<p>Heute, wenn wir den \u201eToten- oder Ewigkeitssonntag&#8220; feiern, stellen wir uns dieser unangenehmen und schmerzhaften Herausforderung. Wir wollen einerseits dem Tod ins Auge schauen (Lupe) und andererseits weit \u00fcber unsere Endlichkeit hinaus in Gottes Ewigkeit sp\u00e4hen (Fernglas), um unseren Blick f\u00fcr das Hier und Jetzt zu sch\u00e4rfen (Brille).<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Ein Blick zur\u00fcck \u2013 Gott von Ewigkeit her <\/strong>(Fernglas)<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Herr, ein Hort warst du uns von Generation zu Generation. Noch ehe Berge geboren wurden und Erde und Erdkreis in Wehen lagen, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. \u2026 In deinen Augen sind tausend Jahre wie der gestrige Tag, wenn er vor\u00fcber ist und wie eine Wache in der Nacht. (Psalm 90,1b;2;4)<\/em><\/p>\n<p>Berge stehen f\u00fcr Best\u00e4ndigkeit und Unver\u00e4nderlichkeit. Doch unser Psalm kehrt das Bild um. Nicht die Berge sind das ewig verl\u00e4ssliche, sondern der, der sie hervorbringt. Wir werfen einen Blick weit zur\u00fcck, vor alle Zeit: Mit dem drastischen Bild von Geburtswehen geht die Sch\u00f6pfung aus Gott hervor. Sie hat einen Anfang, w\u00e4hrend ihr Sch\u00f6pfer ohne Anfang und Ende, von Ewigkeit zu Ewigkeit ist. Darum \u00fcbersetzen Juden und Christen, den alttestamentlichen Gottesnamen auch mit \u201eder Ewige&#8220;.<\/p>\n<p>Unverg\u00e4nglich, \u00fcber Raum und Zeit stehend \u2013 das ist unfassbar f\u00fcr uns Gesch\u00f6pfe, die wir Raum und Zeit unterworfen sind. Wir k\u00f6nnen Ewigkeit nicht denken. Jedenfalls d\u00fcrfen wir \u201eewig&#8220; nicht mit \u201ezeitlos&#8220; verwechseln, wie uns z.B. Designerm\u00f6bel angepriesen werden. Auch k\u00f6nnen wir Ewigkeit nicht vergleichen mit einer unendlich langen Zeitdauer, wie uns das Warten auf den Bus vorkommen mag. Ewigkeit ist nicht eine immer weitergehende Abfolge von Kalendertagen oder die Verl\u00e4ngerung unserer Zeit. Ewigkeit steht f\u00fcr das Leben in F\u00fclle. Und F\u00fclle meint hier nicht Quantit\u00e4t, sondern Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Nur weil Gott selbst das Leben ist, kann er allem Geschaffenen das Leben geben. Es gibt kein Leben ausserhalb von Gott. Darum empfiehlt uns der Psalmbeter, Gott als Wohnung oder Aufenthaltsort zu w\u00e4hlen. Wer Lebensf\u00fclle und -qualit\u00e4t sucht, tut gut daran, Gottes N\u00e4he zu suchen, sich bei ihm aufzuhalten (Vgl. Amos 5,4) und sogar in ihm Wohnung zu nehmen. Sein Zuhause in Gott zu finden und Anteil an seinem ewigen Leben zu haben, ist nicht nur die urspr\u00fcngliche Bestimmung f\u00fcr uns Menschen, sondern auch das, was christlichen Glauben ausmacht und in der Taufe seinen sichtbaren Ausdruck findet: <em>Wenn also jemand in Christus ist, dann ist das \u00abneue Sch\u00f6pfung\u00bb (2Kor 5,17). <\/em><\/p>\n<p>Die Z\u00fcrcher Bibel beschreibt diesen Aufenthaltsort in Gott als Hort, was mir als langj\u00e4hriger Hortleiterin nat\u00fcrlich besonders gef\u00e4llt. Es handelt sich da n\u00e4mlich nicht nur um irgendeinen Aufenthaltsort, sondern um einen Schutz- und Zufluchtsort, wo man Geborgenheit und Zuwendung findet \u2013 wo jemand da ist, wo man erwartet wird und nicht sich selbst \u00fcberlassen bleibt. Und genau so hat das Volk Israel seinen Gott erlebt, von Generation zu Generation. Soweit menschliches Erinnerungsverm\u00f6gen reicht, gibt es keine Zeit, wo Gott nicht Hort und Zufluchtsort f\u00fcr die Menschen war.<\/p>\n<p>Von diesem fernen Blickwinkel von Gottes Ewigkeit her, nimmt der Psalmbeter nun aber die von ihm erlebte Realit\u00e4t unter die Lupe:<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Die menschliche Verg\u00e4nglichkeit unter die Lupe nehmen <\/strong>(Lupe)<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>[Gott,] Du l\u00e4sst die Menschen zum Staub zur\u00fcckkehren\u2026 Sie sind wie Gras, das vergeht. Am Morgen bl\u00fcht es, doch am Abend welkt es und verdorrt. All unsere Tage gehen dahin unter deinem Zorn, unsere Jahre beenden wir wie einen Seufzer. Unser Leben w\u00e4hrt siebzig Jahre, und wenn es hochkommt, achtzig Jahre und was an ihnen war, ist M\u00fchsal und Trug. Denn schnell ist es vor\u00fcber, im Flug sind wir dahin. (Psalm 90, 3a; 5b; 6; 9+10)<\/em><\/p>\n<p>Zwischen den Marksteinen von Geburt und Tod ereignet sich all das, was wir Leben nennen. W\u00e4hrend Ewigkeit f\u00fcr uns weder vorstellbar noch messbar ist, orientiert sich unser Zeitbegriff an der Spanne eines Menschenlebens, also um die 80 Jahre. Als junge Menschen mag uns das sehr lange vorkommen. Wir haben doch noch alles, was wir sehen, ausprobieren und erleben m\u00f6chten vor uns. Doch als \u00e4ltere Menschen oder solche die heute auf das Leben einer verstorbenen Person zur\u00fcckblicken, geht es uns vielleicht \u00e4hnlich wie dem Psalmbeter: nur zu schnell ist oder war es vorbei. Die Jahre vergingen wie im Flug.<\/p>\n<p>Nichts ist uns allen so sicher wie der Tod. Wir sind nicht ewig, sondern endlich. Die Zeit ist wie ein Fliessband, wir sitzen alle fest angeschnallt darauf und fahren mit derselben Geschwindigkeit. Wir k\u00f6nnen die Zeit nicht stoppen, nicht \u00fcberspringen, nicht ausleihen und nicht speichern \u2013 irgendwann haben wir unseren Platz auf dem Fliessband bekommen und irgendwann m\u00fcssen wir denselben auch wieder verlassen. Keiner weiss wann. Auch das Psalmbild vom Gras, das am Morgen aufbl\u00fcht und am Abend welkt oder die Herbstb\u00e4ume draussen, die im Moment ihre letzten Bl\u00e4tter abwerfen, zeigen uns unser Leben im Zeitraffer. So kurz ist das Leben: Wie der kleine Bindestrich, der auf Todesanzeigen zwischen dem Geburts- und dem Todestag steht, wie ein Hauch in der kalten Herbstluft oder ein Seufzer, der fast unh\u00f6rbar und echolos verklingt. Ist denn alles sinnlos, vergeblich, ertrags- und nutzlos? Ein Haschen nach Wind? (Vgl. Koh 2,11) Wenn wir die Verg\u00e4nglichkeit unseres Lebens unter die Lupe nehmen, bleiben fast nur Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht, M\u00fchsal und Ersch\u00f6pfung \u00fcbrig. Macht es Sinn, dass wir die Tatsache, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist, unter die Lupe nehmen? Macht uns das nicht nur passiv, verzweifelt oder gar depressiv?<\/p>\n<p>Ich bin froh, dass sich mitten im Psalm eine Scharnierstelle befindet, die uns die T\u00fcr aus der Verzweiflung einen Spalt weit \u00f6ffnet. Der Psalmist setzt uns eine Brille auf, um mit korrigierter und gesch\u00e4rfter Sicht vom Ende her auf unser Leben zu blicken.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Mit gesch\u00e4rftem Blick vom Ende her leben <\/strong>(Brille)<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Unsere Tage zu z\u00e4hlen, lehre uns [Gott], damit wir ein weises Herz gewinnen. (Psalm 90,12)<\/em><\/p>\n<p>Den Tod nicht verdr\u00e4ngen, sondern ihn ins Leben einbeziehen, indem wir \u00fcber ihn nachdenken \u2013 das ist die vorgeschlagene Sichtkorrektur. Den Tod aber auch nicht in den Griff bekommen zu wollen, indem wir unseren Todeszeitpunkt selbst in die Hand nehmen, sondern uns Gott anzuvertrauen im Leben wie im Sterben. Dazu fordert uns der Psalm auf.<\/p>\n<p>Wer sonst, wenn nicht der ewige Gott, der selbst das Leben ist, k\u00f6nnte es besser wissen, wie unser Leben gelingen kann? Die Bitte <em>\u201eLehre du uns, Gott&#8220;, <\/em>ist das Eingest\u00e4ndnis, dass wir im Blick auf unser Sterben \u00fcberfordert sind. Und gleichzeitig ist es auch die Bitte um ein tiefes Vertrauen in den Gott, der ewig und unsterblich ist. So, wie es das Lied ausdr\u00fcckt, das wir oft an Abschiedsgottesdiensten singen: <em>\u201eSo nimm denn meine H\u00e4nde und f\u00fchre mich, bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich kann allein nicht gehen, nicht einen Schritt, wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit.&#8220; (RG 695)<\/em><\/p>\n<p>Oder in einem Lied, das ich fr\u00fcher in der Jungschar oft gesungen habe: <em>&#8222;Lehr mi zelle Herr, mis L\u00e4be, Tag und Schtund. \u2026 Uf das wos achunnt, das lehr du mich, das wo w\u00fcrklich zellt, das bruchen ich.&#8220; (D\u00e4nu Wisler)<\/em><\/p>\n<p>Erkennen, worauf es ankommt und dann das tun, was z\u00e4hlt, was bleibt und \u00fcberdauert \u2013 um das geht es doch im Leben. Die uns noch bleibende Lebenszeit weise und bestm\u00f6glichst zu nutzen. Das ist Weisheit. Eine Weisheit, die wir nicht in der Schule vermittelt bekommen und lernen k\u00f6nnen mithilfe von Vokabelk\u00e4rtchen. Jeden Tag, der uns zum Leben bleibt, als Kostbarkeit ansehen. Von unserer Endlichkeit her zu denken, wichtige Dinge nicht aufschieben, innehalten und \u00fcberlegen, was will ich bewirken mit meinem Leben und was soll in Erinnerung bleiben, wenn ich sterbe? Wir brauchen eine Sichtkorrektur durch Gott. Er lehrt uns, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und auf das zu setzen was Ewigkeitswert hat und somit nicht der Verg\u00e4nglichkeit unterworfen ist.<\/p>\n<p>An meinem K\u00fchlschrank h\u00e4ngt ein Bild, auf dem das Wort \u201everwendete Zeit&#8220; zu lesen ist. Eigentlich steht da \u201everschwendete Zeit&#8220;, doch das \u201esch&#8220; ist mit einem Kreuz durchgestrichen. Das Bild ist mir eine Gedankenst\u00fctze an eine Lektion, die mich Gott vor gut 10 Jahren angefangen hat zu lehren. N\u00e4mlich, dass aus seiner Perspektive vieles, was ich als \u201everschwendete&#8220; Zeit abwerte, sehr wohl wertvoll und f\u00fcr die Ewigkeit gut \u201everwendete&#8220; Zeit ist. Auch Zeiten der Trauer, sich erinnern, innehalten, oder blockiert sein; f\u00fcr jemanden da sein, schweigen, mittragen, loslassen und vergeben; mit Gott hadern und k\u00e4mpfen und sogar eine schlaflose Nacht \u2013 das muss alles nicht verschwendete Zeit sein, sondern, kann von Gott verwendet werden, so, dass es Ewigkeitswert bekommt.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Ein Blick voraus \u2013 Gott bis in alle Ewigkeit <\/strong>(Feldstecher)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Etwas hat Ewigkeitswert \u2013 Das f\u00fchrt uns zur\u00fcck zum Anfang des Psalms, zum ewigen Gott.<\/p>\n<p><em>Herr, ein Hort warst du uns von Generation zu Generation. \u2026\u00a0 du bist Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit (Psalm 90,1b)<\/em><\/p>\n<p>Hoffnung bricht durch, wo wir den Blick weg von unserer Begrenztheit, hin zu Gottes M\u00f6glichkeiten lenken; weg von unserer Sterblichkeit und Verg\u00e4nglichkeit hin zu unserem Leben, das seine Zuflucht im ewigen Gott hat. Diese Hoffnung und der feste Glauben, dass Gott durch uns Dinge bewirken kann, die Bestand haben, l\u00e4sst den Psalm mit einer Bitte an den Ewigen enden:<\/p>\n<p><em>\u00a0[Gott]<\/em><em>, gibt dem Werk unserer H\u00e4nde Bestand, ja, gib dem Werk unserer H\u00e4nde Bestand. (Psalm 90,17)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir in Gott Wohnung genommen haben und sein ewiges Leben in unserer begrenzten Endlichkeit zum Ausdruck kommt, dann muss auch unsere ganz normale, m\u00fchselige Arbeit, das, was wir im Hier und Jetzt anpacken, nicht sinnlos und vergeblich sein, weil das verg\u00e4ngliche Werk unserer H\u00e4nde, insbesondere Liebe und Gerechtigkeit und Dienst am N\u00e4chsten, Bestand hat in Ewigkeit. Das ist eine Hoffnung, die weit \u00fcber die Psalmen hinausgeht und uns nach vorne, ins Neue Testament zu Jesus Christus weist. Er, der ewige Gott wurde ein sterblicher Mensch. Als er starb, schien es klar, dass der letzte, unausweichliche Feind, der Tod, nun auch den ewigen Gott besiegt hatte. Doch mitten im Tod kehrt Gott die Machtverh\u00e4ltnisse um \u2013 mitten in der alten, begrenzten Zeit der sterblichen Sch\u00f6pfung bricht die Neusch\u00f6pfung des ewigen Lebens an. Ostern ist die Geschichte des Sieges \u00fcber den Tod. Der Tod ist nicht der Einzige, der auf uns wartet, denn auch Jesus Christus wird dabei sein, wenn der Tod nach uns greifen wird. Er bleibt bei uns, durch den Tod hindurch. Ihm kann der Tod nichts mehr anhaben.\u00a0 Darum lesen wir im 1. Brief an die Christen in Thessalonich:<\/p>\n<p><em>Geschwister, ihr braucht nicht traurig zu sein wie die Menschen, die keine Hoffnung haben. Wir glauben doch, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Ebenso gewiss wird Gott auch die Verstorbenen durch Jesus und mit ihm zusammen zum ewigen Leben f\u00fchren. (1Thess 4,13f)<\/em><\/p>\n<p>Wer an Jesus Christus glaubt hat das ewige Leben (Vgl. Joh 3,36). In ihm haben wir als sterbliche Menschen bereits jetzt Anteil am g\u00f6ttlichen Leben. Doch ein Anteil ist erst ein Teilst\u00fcck vom Ganzen, das uns in Zukunft erwartet und wir jetzt erst umrisshaft, wie durch ein Fernglas sehen (1Kor 13,12). Unsere Hoffnung geht weit \u00fcber Raum und Zeit hinaus, sie hat Ewigkeits-Qualit\u00e4t, wie es die Offenbarung, das letzte Buch der Bibel beschreibt:<\/p>\n<p><em>\u201eGott, wird \u00b4immer [und ewig]` bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tr\u00e4nen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu h\u00f6ren sein. \u2026 Ich, [der Ewige], bin Anfang und Ziel. Allen Durstigen werde ich Wasser aus der Quelle des Lebens schenken.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>(Offb 21,4+6; ZB und Hfa)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>VDM Barbara Pfister<br \/>\nBubikon<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:barbara_pfister@gmx.ch\">barbara_pfister@gmx.ch<\/a><\/p>\n<p><em>Barbara Pfister, geb. 1977, Pfarrerin Stellvertreterin in der ev. ref. Kirche Wetzikon (Z\u00fcrich) seit September 2020. Diese Predigt wurde im Freitagsgottesdienst vor dem Ewigkeitssonntag 2021 im Alterszentrum Wildbach gehalten.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Liedvorschl\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p>Herr, unsere Zuflucht seit den ersten Jahren ((reformiertes Gesangbuch der Schweiz 48)<br \/>\nJesus, meine Zuversicht (reformiertes Gesangbuch der Schweiz 478)<br \/>\nNun sich das Herz von allem l\u00f6ste (reformiertes Gesangbuch der Schweiz 777)<br \/>\nMeine Hoffnung und meine Freude ((reformiertes Gesangbuch der Schweiz 704)<br \/>\nWer nur den lieben Gott l\u00e4sst walten ((reformiertes Gesangbuch der Schweiz 681, Strophe 1+7)<br \/>\nHarre meine Seele ((reformiertes Gesangbuch der Schweiz 694)<\/p>\n<p><strong>Kontext:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schriftlesung aus dem Neuen Testament: 2. Korintherbrief 4,16-5,6a<\/strong><\/p>\n<p><em>(zusammengestellt von der Lektorin ES am 24. November 2019 aus <\/em><em>der Bibel in gerechter Sprache, Z\u00fcrcher Bibel und am Schluss J\u00f6rg Zingg \u00abWomit wir leben k\u00f6nnen\u00bb)<\/em><\/p>\n<p>Deshalb verlieren wir den Mut nicht.<br \/>\nWenn auch unser \u00e4usseres Menschsein verbraucht wird, so erneuert sich doch das Innere Tag um Tag.<br \/>\nDenn die Last unserer gegenw\u00e4rtigen Bedr\u00e4ngnis ruft f\u00fcr uns einen \u00fcber alles Mass hinausgehenden g\u00f6ttlichen Glanz hervor, der Zeiten und Welten umfasst \u2013 f\u00fcr uns, die wir nicht nur das Sichtbare im Blick haben, sondern auch das Unsichtbare. Das Sichtbare geh\u00f6rt ja dem Augenblick, doch das Unsichtbare der Unendlichkeit.<\/p>\n<p>Wir wissen doch, wenn unser irdisches Haus abgebrochen wird, dann bekommen wir von Gott einen Ort zum Wohnen, einen Ort, den Gott uns bereitet, ein nicht von Menschenhand gebautes, sondern ein Zeiten \u00fcberdauerndes Haus im Himmel.<\/p>\n<p>Wir sehnen uns danach, die himmlische Wohnung wie ein Kleid zu \u00fcberziehen.<br \/>\nGott wird uns mit einem himmlischen Leib bekleiden.<br \/>\nWoher wissen wir, dass Gott das tun wird? Von ihm selbst.<\/p>\n<p>Er hat uns den Glauben gegeben. Er hat uns selbst den heiligen Geist verliehen, gleichsam als Anzahlung auf den Reichtum, den er uns schenken wird.<\/p>\n<p>So sind wir allezeit guten Mutes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja sagen zur Endlichkeit | Ewigkeitssonntag | 21.11.2021 | Predigt zu Psalm 90 | verfasst von Barbara Pfister | Der Tod fordert uns heraus. Er ver\u00e4ndert unser Leben grundlegend. 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