{"id":6251,"date":"2021-11-28T10:45:39","date_gmt":"2021-11-28T09:45:39","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6251"},"modified":"2021-11-23T16:51:01","modified_gmt":"2021-11-23T15:51:01","slug":"offenbarung-37-13-geduld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/offenbarung-37-13-geduld\/","title":{"rendered":"Offenbarung 3,7-13 | Geduld&#8230;"},"content":{"rendered":"<h3>Geduld fri\u00dft den Teufel | Zweiter Advent| 5.12.2021 | Predigt zu Offenbarung \/ Apk 3,7-13| verfasst von Wolfgang V\u00f6gele|<\/h3>\n<p>Segensgru\u00df<\/p>\n<p>Der Predigttext f\u00fcr den zweiten Advent steht Apk 3,7-13:<\/p>\n<p>\u201eDem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schl\u00fcssel Davids, der auftut, und niemand schlie\u00dft zu, der zuschlie\u00dft, und niemand tut auf: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine T\u00fcr aufgetan, und niemand kann sie zuschlie\u00dfen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. Siehe, ich werde schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sagen, sie seien Juden, und sind\u2019s nicht, sondern l\u00fcgen; siehe, ich will sie dazu bringen, da\u00df sie kommen sollen und zu deinen F\u00fc\u00dfen niederfallen und erkennen, da\u00df ich dich geliebt habe. Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird \u00fcber den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, da\u00df niemand deine Krone nehme! Wer \u00fcberwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, dieser kurze Brief aus der Offenbarung des Johannes feiert nicht Advent, sondern den Weltuntergang. Johannes von Patmos, der das geschrieben hat, z\u00fcndet keine dicken roten Kerzen an, sondern redet vom Weltenbrand. Niemand i\u00dft Weihnachtspl\u00e4tzchen, sondern allerh\u00f6chstens das Brot des Himmels. Johannes schreibt an eine Gemeinde, die verfolgt wird; wir dagegen freuen uns auf das Christkind und halten mit Masken und Impfungen das Corona-Virus fern.&nbsp; Die Verzweiflung der Verfolgten und die Freude derer, die trotzdem auf Weihnachten warten, sollten auseinander gehalten werden. Der Brief an die Gemeinde von Philadelphia ben\u00f6tigt ein wenig Deutungsarbeit, bis er in der Gegenwart dieses Gottesdienstes als Evangelium ankommt. Nicht, da\u00df uns Johannes von Patmos deshalb gar nichts zu sagen h\u00e4tte. Aber es gilt, die Unterschiede zu bedenken, um das Gewichtige und Tr\u00f6stende der Briefzeilen zum Leuchten zu bringen.<\/p>\n<p>Nicht eingehen will ich in dieser Predigt auf die antijudaistische Passage \u00fcber die \u201eSynagoge des Satans\u201c. Ohne die Selbstkritik, die daran f\u00e4llig w\u00e4re, zu vernachl\u00e4ssigen, kann man sagen, da\u00df in diesem Brief eine andere, wichtigere, vor allem barmherzigere Theologie lebt. Diese Spur will ich verfolgen und darum aus diesem schwierigen Brief nur weniges herausgreifen, zun\u00e4chst einen einzigen Vers: \u201eWeil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung (&#8230;).\u201c<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, \u00fcber das Geduldigsein will ich mit Ihnen nachdenken. Es scheint, die verfolgten und verzweifelten Gemeindeglieder in Philadelphia haben Geduld gebraucht und Geduld ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Was aber ist Geduld? Geduld braucht das kleine Kind, das jeden Tag ein Fenster im Adventskalender \u00f6ffnet und sehns\u00fcchtig wartet, da\u00df endlich die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Geduld brauchen die Menschen, die sich in die Schlange vor dem Impfzentrum einreihen und langsam vorr\u00fccken, bis sie die erste, zweite oder dritte Impfung mit Biontec oder Johnson erhalten. Geduld braucht der Kunde, der sich als letzter in die Schlange vor der Kasse einreiht, um kurz vor Ladenschlu\u00df ein halbes Roggenbrot und einen Liter fettarme Milch zu kaufen. Die Beispiele kommen klitzeklein daher. Im Impfzentrum, vor der Kasse und am Adventskalender scheint beides m\u00f6glich: Ich kann geduldig warten. Ich kann aber auch ungeduldig werden und dr\u00e4ngen und dr\u00e4ngeln und dr\u00e4ngeln. Geduld stimmt mich ruhig, friedlich und gelassen. Ungeduldige Menschen verbreiten Nervosit\u00e4t und Unfrieden. Selten sind Menschen gar nicht aus der Ruhe zu bringen. Jeder Mensch wird von anderen Triggern aus der Komfortzone der Gelassenheit hinein in die Ungeduld geholt. Es kommt auf den Anla\u00df an, sei er auch noch so klein.<\/p>\n<p>Neben dieser kleinen Geduld sind leider zu wenige Menschen mit dem ausgestattet, was ich Gelassenheit als Lebenseinstellung nennen w\u00fcrde. Was das ist, lernt man am besten an ihrem Gegenteil. Die Ungeduld schreit, stets in Gro\u00dfbuchstaben: Ich will ALLES SOFORT! Ich will ALLES SELBST machen! Ich will NICHT warten! Ich mu\u00df meine Geschenke f\u00fcr Weihnachten JETZT UND SOFORT kaufen! ALLES mu\u00df mir gelingen. Ich kann NICHTS AUSLASSEN! Ich mu\u00df immer den geraden, den direkten Weg gehen. Ich mu\u00df schnell leben, jeden Tag ausnutzen, nichts verschwenden, nichts verz\u00f6gern, nichts verlieren. Ungeduld ist die Schwester der Hektik und der Unruhe. Sie lebt von der Verlustangst und rennt auf der \u00dcberholspur. Es gibt so etwas wie einen Lebenslauf der Ungeduld: Als er im Kindergarten spielt, konnte er es nicht erwarten, zur Schule zu gehen. Als er gr\u00f6\u00dfer war, konnte er es nicht erwarten, erwachsen zu werden. Als er Karriere machte, konnte er es nicht erwarten, in Rente zu gehen. Als er alt war, konnte er es nicht erwarten zu sterben.<\/p>\n<p>Die Geduld dagegen sagt: Ich kann warten! Ich kann Dinge auf mich zukommen lassen. Ich mu\u00df nicht alles p\u00fcnktlich erledigen. Ich kann auch einmal vom Weg abkommen. Ich mu\u00df nicht alles haben und nicht alles verwirklichen. Ich kann damit leben, wenn ich einen Fehler begehe. Ein Mi\u00dferfolg wirft mich nicht aus der Bahn. Gelegentlich f\u00fchren mich der Umwege zum Ziel. Die Geduld ist die Schwester der Gelassenheit. Sie lebt von einem unbestimmten Lebensvertrauen. Geduld setzt sich zusammen aus Ruhe, gr\u00fcndlichem \u00dcberlegen und Gelassenheit.<\/p>\n<p>Ein Mi\u00dfverst\u00e4ndnis ist allerdings auszur\u00e4umen. Es k\u00f6nnte den Anschein haben, als lasse der Geduldige alles mit sich geschehen und als sei der Ungeduldige derjenige, der sein Leben selbst in die Hand nimmt. Als sei der Ungeduldige der Aktive, der Handelnde und der Geduldige der Passive, der alles mit sich geschehen l\u00e4\u00dft. Das w\u00e4re zu einfach. Es gibt Dinge im Leben eines jeden Menschen, die m\u00fcssen sie selbst in die Hand nehmen, wenn sie gelingen sollen. Und es gibt Dinge im Leben eines jeden, die m\u00fcssen sie geschehen lassen, weil sie nicht zu \u00e4ndern sind. Ungeduldige wollen aber auch das selbst in die Hand nehmen, was zu \u00e4ndern gar nicht in ihrer Macht steht. Geduld aber sagt nicht: La\u00df alles geschehen, du kannst nichts \u00e4ndern. Ergebe dich in dein Schicksal. Sondern Geduld sagt: La\u00df nur das geschehen, was du nicht \u00e4ndern kannst.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt zu einem n\u00e4chsten Gedanken. Auch vor und gegen\u00fcber Gott fallen Menschen in Haltungen der Geduld oder Ungeduld. Der Ungeduldige br\u00fcllt Gott an: HILF mir! SOFORT! ZEIGE mir, da\u00df es dich gibt! Gib mir ein Zeichen deiner N\u00e4he! Ungeduld zeigen die eifrigen J\u00fcnger Jesu, denen es nicht schnell genug gehen kann mit dem Reich Gottes. Und Jesus holt sie wiederholt aus ihrer Unruhe heraus.<\/p>\n<p>Der Geduldige dagegen wird ebenso beten wie der Ungeduldige: Hilf mir! Zeige mir, da\u00df es dich gibt. Aber am Ende seines Gebets wird er wie im Vaterunser sprechen: Barmherziger Gott, nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Geduldig, auf eine k\u00e4mpferische Weise geduldig, ist der Hiob der Bibel. Er besteht gegen\u00fcber seinen Freunden und gegen\u00fcber Gott darauf, nichts Fehlbares getan oder begangen zu haben. Geduld vor Gott &#8211; das hei\u00dft auch anzuerkennen, da\u00df Gott nicht alle meine W\u00fcnsche erf\u00fcllt. Ich erkenne an, da\u00df ich Gott nicht immer verstehe. Ich akzeptiere, da\u00df ich nicht immer seine N\u00e4he sp\u00fcre.<\/p>\n<p>Schwierig und gef\u00e4hrlich h\u00f6ren sich diese S\u00e4tze an, denn sie legen Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse nahe: Geduld meint nicht, sich dem\u00fctig vor demjenigen zu beugen, der Gr\u00f6\u00dfe, Allmacht und St\u00e4rke ausspielt. Noch einmal: Der Geduldige ergibt sich nicht willenlos und feige in sein Schicksal. Glaubende Geduld hei\u00dft: Ich erkenne an, da\u00df Gott seinen und nicht unseren Willen durchsetzen wird. Es hei\u00dft aber auch &#8211; und das ist mindestens genau so wichtig &#8211; zu wissen, da\u00df sich Gottes Wille und Handeln \u00e4ndern l\u00e4\u00dft &#8211; durch Klage, Bitte und Gebet.<\/p>\n<p>Ich will nun auf die Christen und Christinnen in Philadelphia zur\u00fcckkommen. Ihnen hat Johannes von Patmos geschrieben. Er hat ihnen gesagt: Ich lobe euch daf\u00fcr, da\u00df ihr so geduldig gewesen seid. Die Gemeinde von Philadelphia war Verfolgungen und Anfeindungen ausgesetzt. Ich will hier nicht die Einzelheiten ausbreiten. Es gen\u00fcgt zu sagen, da\u00df es f\u00fcr die Gemeindeglieder ein gro\u00dfes Risiko war, sich zum Christentum zu bekennen. Ja, es konnte sogar ihr Leben kosten. Wenn es zu Verfolgungen kam, h\u00e4tten die philadelphischen Christen auch sagen k\u00f6nnen: Ich halte es nicht aus, ich verlasse die christliche Gemeinschaft wieder. Das haben sie aber nicht getan, sondern statt dessen Geduld bewiesen. Und daf\u00fcr werden sie gelobt. \u201eWeil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast\u201c, sagt der Schreiber des Briefes, \u201ewill auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung (&#8230;).\u201c<\/p>\n<p>Es w\u00e4re nun einfach, das ganz schlicht so zu \u00fcbertragen: Liebe Schwestern und Br\u00fcder, ihr seht die Geduld der Christen in Philadelphia, also seid auch ihr nun geduldig. \u00dcbt es in der n\u00e4chsten Woche, wenn ihr auf den Weihnachtsmarkt geht und in der Schlange vor dem Impfzentrum warten m\u00fc\u00dft. Aber das w\u00e4re zu kurz geschlossen. Und ich w\u00fcrde Ihnen in diesem Fall einen besonders moralisierenden und unangemessenen Rat geben.<\/p>\n<p>Wichtig ist etwas ganz anderes: Johannes lobt die Gemeinde in Philadelphia f\u00fcr ihre Geduld; er schreibt aber auch davon, die Christinnen und Christen h\u00e4tten nur eine \u201ekleine Kraft\u201c besessen. Ein Freund, mit dem ich \u00fcber diese Bibelstelle sprach, sagte mir: \u201eWei\u00dft du, darin finde ich mich wieder. Ich glaube, ich habe auch nur kleine Kr\u00e4fte. Ich f\u00fchle mich oft schwach. Ich erreiche nicht das, was ich mir vorgenommen habe. Ich bleibe hinter dem zur\u00fcck, was ich mir als ideales Bild von mir gemalt habe.\u201c Und wir sprachen weiter dar\u00fcber, da\u00df trotzdem, trotz dieser kleinen Kraft, trotz dieser Schw\u00e4che die Christen in Philadelphia f\u00fcr ihre Geduld gelobt werden.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt zu einer weiteren Frage, die ich bisher ausgespart habe: <em>Warum<\/em> sind die Christen in Philadelphia so geduldig? Warum bleiben sie geduldig, obwohl sie verfolgt werden? Und allgemeiner: Was gibt Menschen die psychologische Kraft, geduldig zu werden und es zu bleiben?<\/p>\n<p>Auf diese Fragen lassen sich verschiedene Antworten geben. Man k\u00f6nnte sagen: Geduld ist eine Eigenschaft des Charakters. Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht. Und jeder mu\u00df damit leben, der eine mit seiner Geduld, die andere mit ihrer Ungeduld. Man k\u00f6nnte auch sagen: Geduld ist eine Sache des Willens. Man mu\u00df sich dazu nur auffordern lassen und sich dann dazu zwingen. Aber wer mit Absicht geduldig sein will, f\u00fchrt sich selbst nur um so sicherer in die verkrampfte, erzwungene Ungeduld.<\/p>\n<p>Aus dem Brief an die Gemeinde in Philadelphia l\u00e4\u00dft sich eine ganz andere Antwort auf die gestellte Frage entnehmen. Auf eine kurze Formel gebracht, lautet die Antwort: Die Christinnen und Christen in Philadelphia haben Geduld, weil sie auf Gott vertrauen. Sie vertrauen geduldig auf Gott, weil Gott selbst <em>zuerst<\/em> Geduld \u00fcbt. Ich habe vorhin gesagt: Es ist schwer, geduldig zu sein, wenn man sich einfach in die H\u00e4nde eines anderen geben soll, von dem man nicht wei\u00df, was er vorhat. Ein Gott, der unsere Bitten nicht erf\u00fcllt, macht uns ungeduldig. Ein Gott, von dem wir nicht wissen, was er will und was er vorhat, macht uns unruhig und nerv\u00f6s. Nun hat aber die Gemeinde in Philadelphia von Gott etwas verstanden. Dieses Verst\u00e4ndnis m\u00fcndete in einen Glauben und lie\u00df ihre kleinen Kr\u00e4fte wachsen und gab ihr Geduld. Darauf will ich jetzt zuletzt eingehen.<\/p>\n<p>Dem Gott, wie ihn die Bibel und auch die Offenbarung des Johannes vorstellt, bleiben auch unbekannte, dunkle Seiten, die wir jetzt noch nicht sehen. Aber Gott hat sich auch bekannt gemacht. Er hat gezeigt, was er will und was er mit den Menschen vorhat. Er hat sich darin bekannt gemacht, da\u00df er in Jesus Christus Mensch geworden ist. Ihn, den gesalbten Jesus von Nazareth nennt Johannes den Heiligen, den Wahrhaftigen, der im Besitz der Schl\u00fcssel Davids ist. Der Schl\u00fcssel Davids \u00f6ffnet das Tor zur himmlischen Stadt Jerusalem. Jesus schwebt zwischen Himmel und Erde; er steht am Tor zur himmlischen Stadt. Sie ist ein Symbol f\u00fcr das Heil, f\u00fcr die Hoffnung der Menschen, f\u00fcr die gute Zukunft, die Gott den Menschen schenkt. Jesus Christus macht den Menschen Gott bekannt. Er zeigt ihnen durch sein Leben, durch sein Eintreten f\u00fcr die Menschen, durch sein Sterben und Auferstehen wie Gott ist: barmherzig und gn\u00e4dig und den Menschen zugewandt. An Jesu Geschichte l\u00e4\u00dft sich ablesen, welches Vertrauen Gott den Menschen entgegenbringt.<\/p>\n<p>Das haben die Christen und Christinnen in Philadelphia gewu\u00dft. Daraus haben sie ihr Vertrauen gesch\u00f6pft. Und weil sie Gott vertrauten, konnten sie auch geduldig sein. Sie sch\u00f6pften ihre Geduld aus dem Geschenk Gottes, obwohl sie nur eine kleine Kraft besa\u00dfen. Dieses Geschenk Gottes bestand darin, da\u00df er sich den Menschen zeigte, da\u00df er bekannt machte, was er vorhatte, da\u00df er barmherzig und gn\u00e4dig war und ist und sein wird, nicht zornig oder unbarmherzig. Das lernen wir aus dem Leben, der Geburt und dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi.<\/p>\n<p>Heute ist der zweite Advent. Wir warten alle auf das Ende der Pandemie, auf die Zeit, wo wir wieder gemeinsam essen, uns die Hand geben und jedem Passanten und jeder Freundin ins Gesicht blicken k\u00f6nnen, weil das Gesicht nicht von einer Maske verdeckt ist. Wir warten auf Weihnachten, an dem wir die Geburt des kleines Kindes feiern, in dem sich Gott gezeigt hat wie in keinem anderen Menschen. Daraus l\u00e4\u00dft sich unendlich viel Kraft sch\u00f6pfen und Geduld gewinnen, Geduld, die jeder von uns brauchen kann, um seine kleine Kraft weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Gott will den Menschen barmherzig sein, heute wie damals. Das macht geduldig, auch das heute wie damals. Die Christen von Philadelphia haben das gewu\u00dft. Ich h\u00f6re auf mit einem Sprichwort, das auf den Punkt bringt, was ich \u00fcber Geduld sagen wollte. Es hei\u00dft: Geduld fri\u00dft den Teufel. Man k\u00f6nnte auch sagen: Geduld fri\u00dft die Angst, die uns am Leben hindert. Geduld ist ein Geschenk Gottes. Geduld atmet den Geist Jesu Christi. Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>PD Dr. Wolfgang V\u00f6gele<\/p>\n<p>Karlsruhe<\/p>\n<p>wolfgangvoegele1@googlemail.com<\/p>\n<p>Wolfgang V\u00f6gele, geboren 1962. Privatdozent f\u00fcr Systematische Theologie und Ethik an der Universit\u00e4t Heidelberg. Er schreibt \u00fcber Theologie, Gemeinde und Predigt in seinem Blog \u201eGlauben und Verstehen\u201c (www.wolfgangvoegele.wordpress.com)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geduld fri\u00dft den Teufel | Zweiter Advent| 5.12.2021 | Predigt zu Offenbarung \/ Apk 3,7-13| verfasst von Wolfgang V\u00f6gele| Segensgru\u00df Der Predigttext f\u00fcr den zweiten Advent steht Apk 3,7-13: \u201eDem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schl\u00fcssel Davids, der auftut, und niemand schlie\u00dft zu, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6252,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[612,62,122,1,157,120,114,121,818,349,3,109,267],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-6251","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2-advent","category-offenbarung","category-adv_weihn_neujahr","category-aktuelle","category-beitragende","category-bes_gelegenheiten","category-deut","category-festtage","category-kapitel-03-chapter-03-offenbarung","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-wolfgang-voegele"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6251","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6251"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6251\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6255,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6251\/revisions\/6255"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6251"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6251"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6251"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=6251"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=6251"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=6251"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=6251"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}