{"id":6407,"date":"2021-12-16T10:05:44","date_gmt":"2021-12-16T09:05:44","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6407"},"modified":"2021-12-16T10:09:56","modified_gmt":"2021-12-16T09:09:56","slug":"6407-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/6407-2\/","title":{"rendered":"Predigt zu Lukas 1,26-38"},"content":{"rendered":"<h3>Jesus \u2013 der neue Anfangsmensch Gottes | 4. Advent | 19.12.2021 | Lukas 1,26-38 | Manfred Mielke |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>vermutlich kennen Sie auch die Parole: \u201eZukunft passiert nicht, Zukunft wird gemacht!\u201c Daraus macht dann in Wahlkampfzeiten eine Partei das Versprechen: \u201eW\u00e4hlt uns, wir machen Zukunft.\u201c &#8211; Als Lukas seine Weihnachtsgeschichte aufschreibt, wird ihm klar, dass es in ihr um Zukunft geht, aber nur Weniges in ihr zuf\u00e4llig geschieht. Er berichtet, dass Zeugung und Geburt Jesu nicht Zuf\u00e4lle sind, sondern Gott als Initiator haben. Gott selbst beginnt damit die Lebenszukunft seines Jesus von Nazareth und die Ewigkeitszukunft seines Christus. F\u00fcr uns erz\u00e4hlt Lukas die Weihnachtsgeschichte dann \u00fcberwiegend aus der Perspektive der Jungfrau Maria und beginnt dabei mit der Ank\u00fcndigung der Zeugung durch den Engel Gabriel. Der suchte zun\u00e4chst im Tempel den Uralt-Priester Zacharias auf. Ihm und seiner unfruchtbaren Frau Elisabeth prophezeite er die Empf\u00e4ngnis, das Austragen und die Entbindung eines Knaben und verf\u00fcgte als Namen: \u201eNennt ihn Johannes!\u201c Dieser Johannes wurde zum T\u00e4ufer Jesu im Jordan.<\/p>\n<p>Nun, ein halbes Jahr nach der Johannes-Ank\u00fcndigung erscheint der Engel Gabriel der noch unber\u00fchrten Maria im Haus ihres Vaters. Lukas erg\u00e4nzt: da war sie bereits verlobt mit Joseph, einem weit entfernten Nachkommen Davids. Der Engel sprach sie an: \u201eSei gegr\u00fc\u00dft, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak \u00fcber die Rede und dachte: Welch ein Gru\u00df ist das? &#8211; Und der Engel f\u00fchrte aus: F\u00fcrchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. &#8211; Dagegen fragte Maria ihn: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann wei\u00df? &#8211; Darauf erkl\u00e4rte der Engel: Der Heilige Geist wird \u00fcber dich kommen, und die Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich. &#8211; Maria erwiderte ihm: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.\u201c (Lukas 1,26-38)<\/p>\n<p>Die Szene beginnt damit, dass der Engel eintritt und Maria begr\u00fc\u00dft; mit einem \u201eGuten Tag\u201c, noch nicht mit dem klassischen \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c Als Vornamen auch noch nicht mit \u201eMaria\u201c, sondern mit: \u201eDu Begnadete!\u201c Er schlie\u00dft seine Begr\u00fc\u00dfung ab mit einem \u201eGott sei mit Dir!\u201c &#8211; Als Kurzfassung davon hat sich uns das lateinische \u201eAve Maria\u201c eingepr\u00e4gt; \u201egegr\u00fc\u00dfet seist Du, Maria!\u201c Das lateinische AVE brachte jemand auf die pfiffige Idee, die Buchstaben ihres Namens zu spiegeln. Dabei wird an das Begr\u00fc\u00dfungs-AVE der Name EVA angeh\u00e4ngt. Dadurch wird aus dem AVE MARIA-Gru\u00df ein AVE EVA-Gru\u00df und der Maria der Weihnachtsgeschichte wird die Eva der Sch\u00f6pfungsgeschichte gegen\u00fcbergestellt. Eva ist dabei die Ur-Mutter aller Menschenkinder, Maria wird die Ur-Mutter aller Christuskinder. Nicht als Gegensatz, sondern eher als Neuauflage, durchaus mit einem gro\u00dfen Qualit\u00e4tssprung. &#8211; Auch wenn es nur wie ein Buchstabendreher aussieht, ist es eine k\u00fchne Verbindung der beiden Frauen, die bereits in den ersten Briefen der Urkirche angedacht wird. So lesen wir im Kolosserbrief: \u201eChristus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Sch\u00f6pfung.\u201c Der Vorgang einer \u201eSch\u00f6pfung\u201c verkn\u00fcpft Maria mit Eva, beide sind f\u00fcr Gott jeweils Anfangsm\u00fctter zweier Menschensorten, das hat Weitblick. Zugleich nimmt diese Sicht den Druck aus den Details heraus, dass Eva aus einer Rippe kam und Jesus aus einer Jungfrau. Anstelle der Engf\u00fchrung, diese Details glauben zu m\u00fcssen, entstehen neue R\u00e4ume f\u00fcr die urspr\u00fcnglichen Absichten dieser Dogmen. Sie zielen auf eine neue Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Auf Maria bezogen meint das: Sowohl das Zeugungswunder wie das Jungfr\u00e4ulichkeitswunder sind wichtig und wahr in einem begrenzten Sinn, aber sp\u00e4testens mit Marias unbefleckter Himmelfahrt entpuppt sich das Denken in Dogmen als Nebenspur. Auf der Hauptspur startet derweil Gott die Initiative, seiner Menschheit einen neuen Ursprung anzuvertrauen f\u00fcr den neuen Menschentyp seines Wohlgefallens. \u201eEhre sei Gott und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens\u201c, wie laut Lukas die Engel singen werden.<\/p>\n<p>Auch Paulus findet die Auswirkungen wichtig, die Jesus, Gottes neuer Anfangsmensch, f\u00fcr uns alle bewirkt. Dass er sie in Kraft setzen kann, leitet Paulus aber nicht ab von dem doppelten Mysterium, Jesus sei \u201eempfangen vom Heiligen Geist, geboren aus der Jungfrau Maria\u201c. Sondern pragmatisch, eher nach Ursache und Wirkung: \u201eGott sandte Jesus, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erl\u00f6ste.\u201c (Galater 4,4) Erl\u00f6sung ist somit das Wichtigste, das im Advent beginnt. Mit dem Ziel, dass Jesus letztlich das Joch der menschlichen Selbstverwirklichung unterkriecht und absch\u00fcttelt. An Weihnachten beginnt Gott mit der Zukunft unser aller Erl\u00f6sung vom Gesetz der S\u00fcnde. Weihnachten mit seinen Vorgeschichten &#8211; plus Kreuz und Ostern &#8211; sind zusammen Gottes Initiative, dass wir nicht mehr Sklaven sind, sondern \u201edie Kindschaft empfingen\u201c. Alles zielt auf eine neue Sch\u00f6pfung &#8211; inklusive Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Hatten wir das auf dem Wunschzettel? Dass wir unsere Selbstoptimierung und unseren Machbarkeitswahn als Irrweg erkennen m\u00f6gen, um den Hauptweg wieder einzuschlagen, m\u00fcndige Kinder Gottes zu werden? In Reimform h\u00f6rt sich das so an: \u201eWird Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren. Ach k\u00f6nnte nur dein Herz zu einer Krippe werden, Gott w\u00fcrde noch einmal ein Kind auf dieser Erden. Merk, in der stillen Nacht wird Gott, ein Kind, geboren, und wiederum ersetzt, was Adam hat verloren.\u201c &#8211; Diese Zeilen packen uns, auch wenn sie fast 400 Jahre alt sind (Angelus Silesius). Sie machen uns gelassen im Stress der Vorweihnachtszeit, aber wir brennen darauf, erneuert zu werden in unserer spirituellen Abstammung aus Gott. Darauf brennen wir &#8211; nicht mehr kindisch, sondern in verliehener Kindschaft.<\/p>\n<p>Der Engel verpflichtet Maria in ihrer vorfindlichen Situation, aber verhei\u00dft ihr auch, dass sie alles, was noch kommen mag, einordnen wird k\u00f6nnen. Noch bevor die Ver\u00e4nderungen eintreten, sagt ihr der Engel, welche gro\u00dfen Ziele durch Jesus, ihrem Kind, erreichbar werden. Und welche Anteile sie hat an der Erreichbarkeit dieser Ziele.<\/p>\n<p>So geht es bei der Davidsverhei\u00dfung vordergr\u00fcndig um Jesu Rolle f\u00fcr Israel, aber ebenso um die Hilfe des Engels f\u00fcr Maria, ihre Herausforderungen einbetten zu k\u00f6nnen. Er sagt: \u201eDein Kind wird den Thron Davids einnehmen, und sein Reich wird kein Ende haben.\u201c Das ist eine alles \u00fcbersteigende Verhei\u00dfung, aber sie gibt Maria eine unvermutet neue Sicht. Ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass im Lebenslauf ihres Sohnes und letztlich in der Zukunft Gottes alles angelegt ist an Erwartung und Treue, an Erf\u00fcllung und Frieden.<\/p>\n<p>So ist f\u00fcr die jugendliche Maria eine Schwangerschaft vor der Eheschlie\u00dfung mit Joseph ein gro\u00dfes Problem. Dass der Engel ihr sagt: \u201eDas Heilige, das Du entbinden wirst, wird Gottes Sohn genannt werden!\u201c ist eine alles \u00fcbersteigende Verhei\u00dfung, aber sie wird \u201eschwesterlich\u201c eingebettet in Elisabeths unvermuteter Schwangerschaft. Deren Kind Johannes der T\u00e4ufer wird parallel zu Jesus zeigen, dass bei Gott nichts unm\u00f6glich ist, was mit Bu\u00dfe und Bereitschaft, mit Sch\u00f6pfung und Erl\u00f6sung zu tun hat.<\/p>\n<p>Im Engelsgru\u00df hat der Erzengel Gabriel der Maria zugemutet, von Gott vereinnahmt zu werden, aber er hat ihre Mitwirkung auch in einen \u00fcberaus gro\u00dfen Rahmen gestellt. Wir erleben in den letzten Monaten, dass selbst in unseren kleinsten Entscheidungen globale Rahmenbedingungen einwirken und dass unsere innersten Ziele schon durchschaut und vereinnahmt wurden. In unserem Selbstverst\u00e4ndnis sind wir die Herren unseres Schicksals; dabei haben wir nur eine vage Hoffnung auf einen irgendwie gesegneten Jahres\u00fcbergang. Dieses Gef\u00fchl, einer gro\u00dfen Aufgabe zugestimmt zu haben und im selben Augenblick ohne Schutzengel dazustehen, teilen wir mit Maria. Wie geht es f\u00fcr sie weiter?<\/p>\n<p>Den letzten Satz des Engels \u201eBei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich!\u201c quittierte Maria mit: \u201eSiehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.\u201c Dann schied der Engel von ihr und Stille trat ein. Kurz dachte Maria, ihm hinterherzurufen: \u201eIch lasse dich nicht, es sei denn, dass Du mich segnest!\u201c Aber das hatte er ja schon anfangs getan. Dann hatte er viel geredet, ohne gespr\u00e4chsbereit zu werden. Sie hatte ihm widersprochen, was ihn nur zu einem weiteren Monolog veranlasste. Nun tat ihr die Stille gut. &#8211; Vielleicht waren es Wochen sp\u00e4ter die Kindsbewegungen unter ihrem Herzen, die sie veranlassten, sich eine eigene Sicht auf ihr Kind zu erarbeiten. Lukas h\u00f6rte sie sagen: \u201eMeine Seele preist die Gr\u00f6\u00dfe Gottes, meines Retters. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Gott hat Gro\u00dfes an mir getan, und ich werde diesem Kind den Namen Jesus geben. Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er st\u00fcrzt die M\u00e4chtigen vom Thron und erh\u00f6ht die Niedrigen. Er erf\u00fcllt die Verhei\u00dfungen, die Gott Abraham gab. Mein Lobpreis f\u00fcr meinen Retter wird sich fortpflanzen.\u201c<\/p>\n<p>Indem Maria diese Gedanken laut vor sich aussprach, verkn\u00fcpfte sie die Zukunft ihres Kindes mit ihrer eigenen Zukunft. Aus dem eher fremden Programm, dass ihr der Engel aufspielte, hat sie ihr eigenes gemacht. Ihre Zukunft wird ihr ab jetzt nicht mehr nur passieren, sondern sie wird sie mitgestalten. So hat sie sich erarbeitet, dass Gott f\u00fcr sie Gott bleibt und dass ihr Jesus sich in seine Missionen einfinden wird. Vor allem aber hat Maria nun ihre Gewissheit gefunden; und nun l\u00e4dt sie uns ein, es ihr gleich zu tun. Gottes Zukunft zu bejahen und in unsere Planungen einzuflechten und mit anderen die Zukunft Gottes stark zu machen. Amen.<\/p>\n<p>Kombinierter Vorschlag Lied\/F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p>Der Text \u201eGott aus Gott und Licht aus Licht\u201c ist singbar zur Melodie EG 4: \u201eNun komm der Heiden Heiland\u201c. Einige Zeilen daraus dienen den F\u00fcrbitten als Anrufung.<\/p>\n<p>Das Responsorium nach jeder F\u00fcrbitte entstammt dem Lied EG 559: \u201eStern \u00fcber Bethlehem\u201c.<\/p>\n<p>Lied:<\/p>\n<ol>\n<li>Gott aus Gott und Licht aus Licht; Feuer, das aus Feuer bricht.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ewigkeit, noch nie erkannt; Himmel, der zur Erde fand.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Licht, das sich den Hirten zeigt. Wort, das in Pal\u00e4sten schweigt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Macht, die unsre Ohnmacht sieht. Gott, der seine Himmel flieht.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Kind, von dem die Mutter singt, Leben, das uns Leben bringt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Frucht, die in der Erde reift, Geist, der unsern Geist ergreift.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Kind, das in der Krippe liegt, K\u00f6nig, der sich selbst besiegt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wind, der durch die Herzen weht, Leben, das aus Gott entsteht.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Friede, den kein Sturm zerst\u00f6rt; Wort, das unsre Worte h\u00f6rt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wahrheit, die an Blinde denkt; Liebe, die sich selbst verschenkt.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Himmel, der die Erde liebt; Liebe, die dem Feind vergibt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Feuer, das f\u00fcr alle brennt; Gott, der keine Grenzen kennt.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Lobt die Macht, die sich verneigt. Lobt den Himmel, der nicht schweigt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Lobt das Licht, in uns entfacht: Licht aus Licht in unsrer Nacht.<\/p>\n<p>Text: Georg Schmid 1989; Textrechte: Theologischer Verlag Z\u00fcrich;<\/p>\n<p>Melodie: Einsiedeln 12. Jh.\/ Erfurt 1524; aus \u201eSingt Jubilate\u201c Lied Nr. 4<\/p>\n<p>F\u00fcrbitten (ggf im Wechsel Liturg\/Diakon\/Gemeinde):<\/p>\n<p>Du \u201eGott-aus-Gott\u201c, Du Licht-aus-Licht, Du Feuer, das aus Feuer bricht.<\/p>\n<p>Wir bitten Dich f\u00fcr alle Menschen, die auf ihrem Weg den Frieden suchen: Schenke ihnen Orientierung, eine Sehnsucht nach dir &#8211; und verl\u00e4ssliche Weggef\u00e4hrten.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Licht, das sich den Hirten zeigt. Du Wort, das in Pal\u00e4sten schweigt.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle Aktivisten in unfreien Regimen. Sch\u00fctze die Fliehenden, die zwischen die Grenzen geraten. Gib ihnen einen Halt in ihrer Spiritualit\u00e4t und allen eine zweite Zuversicht.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Wind, der durch die Herzen weht, schenkst uns das Leben, das aus Gott entsteht.<\/p>\n<p>Wir bitten Dich f\u00fcr die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; f\u00fcr alle, deren Wort Gewicht und Einfluss hat: Lass sie auf Spuren deiner N\u00e4he sto\u00dfen.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Kind, das in der Krippe liegt, Du K\u00f6nig, der sich selbst besiegt.<\/p>\n<p>Wir bitten Dich f\u00fcr die Despoten, die wie Herodes Angst haben vor enormem Machtverlust: Bewege ihr Herz, segne ihre Gedanken, mache sie dem\u00fctig in einem gerechten Mut.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Friede, den kein Sturm zerst\u00f6rt; Du Wort, das unsre Worte h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr die Strategen, die wieder Milit\u00e4rschl\u00e4ge planen. Stoppe ihre Zielstrebigkeit und zeige ihnen Ausstiegsm\u00f6glichkeiten auf in Richtung Entwaffnung.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Wahrheit, die an Blinde denkt; Du Liebe, die sich selbst verschenkt.<\/p>\n<p>Wir bitten Dich f\u00fcr jeden Mitmenschen, dem ein Virus die Luft abschn\u00fcrt, f\u00fcr die Pflegenden und Angeh\u00f6rigen. Unterst\u00fctze uns, wenn wir Netzwerke guter Nachbarschaft kn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind.<\/p>\n<p>Du Himmel, der die Erde liebt; Du Liebe, die dem Feind vergibt.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr uns, die wir die Impulse der Prophetie und der Evangelien oft geringsch\u00e4tzen. Schenke uns Neugier und von daher eine Liebe, die ankommt.<\/p>\n<p>Und gemeinsam: Leuchte du uns voran, bis wir dort sind. Amen<\/p>\n<p>Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jesus \u2013 der neue Anfangsmensch Gottes | 4. 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