{"id":6555,"date":"2021-12-21T11:00:34","date_gmt":"2021-12-21T10:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6555"},"modified":"2022-01-05T15:43:43","modified_gmt":"2022-01-05T14:43:43","slug":"predigt-zu-jes-710-14-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-jes-710-14-3\/","title":{"rendered":"Predigt zu Jes 7,10-14"},"content":{"rendered":"<h3>\u00a0Immanuel \u2013 Gott mit uns! | Christfest II | 26.12.2021 | Predigt zu Jes 7,10-14 | verfasst von Anna Lerch |<\/h3>\n<p>Liebe Festtagsgemeinde,<\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrigen Werbekampagnen haben wohl etwas vom heiligen Kern von Weihnachten erkannt. Etwa wenn <em>Disney <\/em>\u00fcber die Bildschirme flimmern l\u00e4sst: \u201e<em>Wir sind eine Familie, hier bleibt niemand allein<\/em>.\u201c Auch <em>Coop<\/em> l\u00e4sst dieses Jahr ausstrahlen: \u201e<em>Magie entsaht, we mer f\u00fcrenand da sind.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em> \u00c4hnlich klingt es in der <em>Coca-Cola<\/em>-Werbung: \u201e<em>Weihnachten ist magisch, wenn wir sie zusammen verbringen<\/em>!\u201c Und <em>Zalando <\/em>h\u00e4lt fest: \u201e<em>Gl\u00fcck hei\u00dft, f\u00fcr andere da zu sein<\/em>.\u201c Der Detailhandel <em>Migros <\/em>wirbt folgenderma\u00dfen: \u201e<em>Lassen wir niemanden alleine<\/em>!\u201c<\/p>\n<p>Ja, lassen wir niemanden alleine! Weil auch wir nicht alleingelassen sind. Gott schaut uns an und sagt: Ich bin da. Mit und f\u00fcr dich. Das ist das Immanuel-Zeichen: \u201eSiehe, die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren. Und sie wird ihm den Namen Immanuel geben\u201c. Das hei\u00dft \u201eGott mit uns\u201c.<\/p>\n<p>Die Verhei\u00dfung des Immanuel leuchtet hell inmitten einer dunklen historischen Situation: Ahas ist K\u00f6nig in Juda, seine Herrschaft wird durch den syrisch-ephraemitischen Krieg \u00fcberschattet. Wir befinden uns im 8. Jahrhundert vor Christus. Die Invasion des m\u00e4chtigen assyrischen Reiches ist fast greifbar. Die Ungewissheit der Zukunft und die Vorahnung der bevorstehenden Feldz\u00fcge dominieren die Gedanken Ahas und seines Volkes. Denn die Feldz\u00fcge Assurs gehen immer mit Zerst\u00f6rung, Deportation und Entwurzelung einher. Die Bedrohung ist real. Es ist die Zeit des bevorstehenden Untergangs und des unabwendbaren Neubeginns. Ver\u00e4nderung liegt in der Luft \u2013 vieles liegt in der Schwebe. Was morgen sein wird, ist ungewiss. Die Zukunft hei\u00dft nicht mehr gl\u00e4nzender Fortschritt, sondern Angst vor Deportation und Zerst\u00f6rung; drohende Entwurzelung, Isolation und Einsamkeit. Die anhaltende Bedrohung zehrt aus. Wir leben in einer <em>etwas<\/em> anderen Zeit: Ein Virus w\u00fctet weltweit, dringt in jeden Lebensbereich ein und macht vor keiner Landesgrenze halt. Der Feind, der unsere Zukunft unsicher in der Schwebe h\u00e4lt, ist mit blo\u00dfem Auge nicht sichtbar. Doch deshalb nicht weniger bedrohlich.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck ins 8. Jahrhundert vor Christus. Ahas weigert sich trotz der herausfordernden Bedrohungssituation ein Zeichen von Gott zu erbitten. Obschon Gott ihm das anbietet. Doch warum? Der Text schweigt \u00fcber seine inneren Motive. Verschiedenes ist denkbar. Ahas setzt sein Vertrauen auf seine politischen Verb\u00fcndeten und seine k\u00f6niglichen Berater. Ist er gar von seinen eigenen Ideen und Pl\u00e4nen so eingenommen, dass er f\u00fcr Gottes Zukunft nicht frei ist? Vielleicht plagt Ahas aber auch die Angst vor der Entt\u00e4uschung. Gott zu vertrauen, birgt immer auch ein Risiko. Wer in einer Beziehung betrogen wurde, dem f\u00e4llt es danach schwer nicht misstrauisch zu sein. Und das zurecht. Doch wird das Leben so viel heller und farbenfroher, wenn wieder gelernt werden kann zu Vertrauen, zu Lieben und sich Hinzugeben. M\u00f6glicherweise versp\u00fcrt Ahas auch schlicht Unwille sich auf ein Zeichen einzulassen und ihm gegebenenfalls Folge zu leisten. Denn neues Wissen und frische Einsichten gehen immer auch mit einem Mehr an Verantwortung einher. Es k\u00f6nnte auch sein, dass Ahas generell ein Mensch ist der gerne im Bereich des Unverbindlichen, des Bekannten verweilt. Dort wo sein Selbstvertrauen gro\u00df ist. Dort wo sein Stolz und sein Egoismus sich sch\u00fctzend vor ihn stellen. Andererseits k\u00f6nnte Ahas auch aus falsch verstandener Fr\u00f6mmigkeit handeln. Er will Gott nicht versuchen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Doch hier im Text macht Gott selbst das Angebot, Ahas ein Zeichen zu schenken. Was auch immer die Beweggr\u00fcnde Ahas sind, er verstrickt sich in seinem eigenen Denken und sieht nicht, worum es wirklich geht. Die Bibel nennt das auch Verstockung. Und vielleicht geht es uns da manchmal nicht anders?<\/p>\n<p>Wie reagiert Gott auf das ausgeschlagene Angebot? Trotz Ahas misstrauen, schenkt Gott Sein Immanuel-Zeichen. Gerade in der Unverst\u00e4ndlichkeit der Stunde, in Not und Verzweiflung verspricht Gott, gegenw\u00e4rtig zu sein. Das Immanuel-Zeichen macht deutlich: Gott ist da und wird da sein. Gott gibt das Zeichen Seiner N\u00e4he und Seines Daseins allen Menschen. Den Verschlossenen, den Wartenden, den Offenen und den Verstockten. Wie Ahas fordert die Immanuel Verhei\u00dfung auch uns heute heraus: Wie halten wir`s mit der Vertrauensw\u00fcrdigkeit Gottes? Wie steht\u2019s um unsere Vertrauensbereitschaft?<\/p>\n<p>Gott schenkt sein Immanuel-Zeichen allen Menschen. Doch es ist eben kein Zeichen von tief unten oder weit oben. Es ist kein m\u00e4chtiges Mirakel hoch oben am Himmel oder aus den Tiefen der Unterwelt, sondern ein zutiefst menschliches Zeichen. Mitten aus dem Leben stammt es: \u201e<em>Eine junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren. Und sie wird ihm den Namen Immanuel geben<\/em>\u201c. Das hei\u00dft: \u201e<em>Gott mit uns<\/em>.\u201c Der Verfasser des Matth\u00e4us Evangeliums sieht dieses Immanuel-Zeichen in Jesus verk\u00f6rpert und erneuert. Er und die ersten Christen versteht die Verhei\u00dfung des Immanuel, die urspr\u00fcnglich Ahas galt, als eingel\u00f6st.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Doch was f\u00fcr ein Zeichen ist das, von dem uns der Verfasser des Matth\u00e4us Evangeliums berichtet? Schauen wir bei der Weihnachtsgeschichte genau hin, wird sichtbar: Ein unverheiratetes Paar kriegt in einem stinkenden Stall ein Kind. Die Luft ist stickig und der Atem der Tiere ber\u00fchrt leise ihre Nacken. Es ist ein einsamer und verlassener Ort, da in der Gemeinschaft der Herberge kein Platz mehr f\u00fcr sie war. Die Hilfe von Schwestern, M\u00fcttern und anderen Verwandten bleibt aus. Josef ist etwas unbeholfen und seine junge Verlobte erlebt ihre erste Geburt. Der Stall ist ohne flie\u00dfend Wasser dreckig und unhygienisch, was die Geburt wenig \u00e4sthetisch, daf\u00fcr gef\u00e4hrlich macht. Nicht einmal ein bequemes Bett, ein sauberes Lager gibt es dort, weit au\u00dferhalb der sch\u00fctzenden Stadtmauern. Das <em>Zeichen der Herrlichkeit<\/em> Gottes ist ein neugeborenes Kind, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt. Das ist die Magie von Weihnachten!<\/p>\n<p>Die Verhei\u00dfung des Immanuel nimmt Gestalt an. Menschliche Gestalt. Gott selbst will uns ein Unterpfand \u2013 eine Verleiblichung \u2013 Seiner Gegenwart schenken. Durch die einfache Geburt im Stall wird die verhei\u00dfene N\u00e4he Gottes f\u00fcr Hirten und Weise, Esel und Ochs sichtbar und erfahrbar. Und auch heute gilt f\u00fcr die N\u00e4he Gottes: Sie ist nicht allzu weit weg zu suchen! Die Augen und das Herz gilt es offen zu halten f\u00fcr die Zeichen der Zuneigung Gottes im Alltag und im Allt\u00e4glichen!<\/p>\n<p>In Jesus kommt Gott dem Menschen n\u00e4her als jemals zuvor. Er weint und schreit, braucht windeln, wird \u00e4lter, wird Teenager, Erwachsen. Und stirbt, so wie jeder Mensch einmal. Gott verschenkt sich selbst. Er wird Mensch um uns als Mensch zu begegnen; uns zu halten, mitzuweinen und mitzulachen, mit uns die Feste des Lebens zu feiern und auf unsere Erfolge anzusto\u00dfen. Es gibt nichts was Gott nicht kennt, nichts wo er nicht mitf\u00fchlen \u2013 mitfeiern oder mitleiden \u2013 k\u00f6nnte! \u201eSich selbst verschenken\u201c das kennen wir aus Liebesbeziehungen. Wir geben nicht nur Anteil an unserer Zeit, unserem Denken, Leben und F\u00fchlen, sondern damit auch an uns selbst. Manchmal setzten wir uns zur\u00fcck, verzichten bewusst, um Anderen Raum zu geben. Wenn wir lieben, entfalten wir (etwa als Mutter und Vater) ungeheure Kr\u00e4fte der Selbsthingabe und Selbstzur\u00fccknahme.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist es mit Gott. Gott setzt sich selbst Grenzen, macht sich zum Zeichen und wird Mensch! Gott gibt sich hin und verschenkt sich uns. Und dass ohne Selbstbezogenheit oder Selbstaufgabe. Ja, vielleicht haben die diesj\u00e4hrigen Werbekampagnen etwas von diesem heiligen Kern von Weihnachten erkannt, wenn sie die <em>Gemeinschaft<\/em> ins Zentrum des Festes stellen.<\/p>\n<p>Etwas vom wertvollsten was wir einander schenken k\u00f6nnen, ist wahrhaftiges Dasein. Mit und f\u00fcreinander. In einem Moment von unaushaltbarer Trauer, von innerer Zerrissenheit und abgrundtiefer Nacht schaut mir eine Freundin tief in die Augen und sagt: \u201e<em>Ig weis<\/em>\u201c.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Sie war einfach da. Mit mir und f\u00fcr mich. Hat mich und meine Trauer ausgehalten. Ich wusste in dem Moment: Ich bin und werde verstanden. Wirklich verstanden. Denn auch sie kannte Verlust und Tod. Etwas sch\u00f6neres und tieferes h\u00e4tte mir da, in dieser dunklen Stunde, nicht widerfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dass Gott Mensch wird, in einem einfachen Stall, in Windeln gewickelt und in einer Futterkrippe liegend, hei\u00dft eben auch: Gott umarmt das Menschsein, kommt in unsere mistdurchs\u00e4uerten Kammern, in stickig-dunkle Zerrissenheit und die verlassenen Orte unseres Herzens. Er versteht uns. Jesus hat sowohl menschliche Abgr\u00fcnde, wie auch die H\u00f6henfl\u00fcge des Lebens am eigenen Leib erfahren. Er wurde durch seine engsten Freunde verraten, erlitt Folter und den Tod eines Verbrechers. Jesus wurde aber auch schon als Kind reich Beschenkt mit Myrre, Gold und Weihrauch und sp\u00e4ter von einer gro\u00dfen Menschenmasse in Jerusalem gefeiert und bejubelt. Ja, er umarmt unser Menschsein mit allem drum und dran. Mit allen H\u00f6hen und allen Tiefen.<\/p>\n<p>Gott verspricht: Ich bin da und werde da sein. Mit und f\u00fcr dich. Das bedeutet Immanuel: Gott mit uns! Und wenn es m\u00f6glich ist, dass Gott im stinkigen Stall Wohnung nehmen will, m\u00fcssen auch wir nicht zuerst saubermachen, aufr\u00e4umen oder eine Generalreinigung unseres Lebens organisieren. Gott will zu uns kommen. Egal wo wir sind und wie es um uns steht. Er schaut uns tief in die Augen und sagt: \u201eIg weis.\u201c \u2013 \u201e<em>Ig<\/em> weis.\u201c Gott ist einfach da. Mit und f\u00fcr dich. Gottes Geburt und N\u00e4he h\u00e4ngt weder an \u00e4u\u00dferen Gegebenheiten noch innerer Sortiertheit. Sie ist geschenkte Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Auf Gott ist Verlass, Ihm kann und darf man vertrauen. Gott spricht: Ich bin da und verlasse dich nicht! Er sagte zum jud\u00e4ischen K\u00f6nig Ahas: \u201e<em>Fasse dich, und bewahre die Ruhe! F\u00fcrchte dich nicht und verzage nicht vor der drohenden Gefahr!<\/em>\u201c Und gab ihm das Immanuel-Zeichen als Garant Seines Beistandes. Auch die Geburt Jesu in Jud\u00e4a f\u00e4llt in eine turbulente Zeit. Die Zeitenwende ist die Zeit der unverwirklichten Hoffnungen, der Oppression durch Fremdherrschaft und der uneingel\u00f6sten Werbeversprechen eines Imperiums. \u201e<em>F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird;\u00a0denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus<\/em>.\u201c singen dort die Engel umleuchtet vom Glanze Gottes. Um Gott in unserem Jahrhundert zu begegnen, muss man sich nicht erst unter den Mistelzweig stellen oder auf die n\u00e4chste \u201e<em>magischste Zeit des Jahres<\/em>\u201c warten. Wir d\u00fcrfen Gott in jeder Tages- und Jahreszeit um ein Zeichen seiner N\u00e4he bitten.<\/p>\n<p>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<p>Anna Lerch<\/p>\n<p>Z\u00fcrich<\/p>\n<p>E-Mail: anna.lerch@kirchestaefa.ch<\/p>\n<p>Anna Lerch, geb. 1992, Vikarin in St\u00e4fa, Evangelisch-reformierten Kirche Z\u00fcrich (Schweiz).<\/p>\n<p>F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p>Gott komm in unsere Welt<\/p>\n<p>in die finsteren Kammern unseres Herzens,<\/p>\n<p>in die verlassenen Orte unserer Seele.<\/p>\n<p>Erhelle unsere d\u00fcstere Vergangenheit mit deinem Licht.<\/p>\n<p>Lass uns deine Herrlichkeit sehen.<\/p>\n<p>Schenke uns eine helle Zukunft!<\/p>\n<p>Gott, schenke den Ausgezehrten neue Kraft. Du wei\u00dft, wie die Pandemie-Jahre und auch pers\u00f6nliche Schicksale an uns zehren. Du siehst, was uns bewegt und des Nachts wachh\u00e4lt. Heile die Risse die durch die Gesellschaft, Familien und unser Inneres gehen. Schenke uns wahre Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Gott, verhilf den Hoffnungslosen zu einem neuen Lichtblick. Gerade den Menschen, die auf der Flucht sind und denen die wie Maria und Josef weit au\u00dferhalb der Gesellschaft (und den sch\u00fctzenden Stadtmauern) auf sich allein gestellt sind. Hilf Menschen in Politik und Wirtschaft immer wieder verantwortungsvolle und menschliche Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n<p>Gott, schenke den Verstockten neuen Mut zu Lieben und zu Glauben. Du siehst ihre Entt\u00e4uschungen und tiefen Verletzungen, die vielleicht gerade in der Weihnachtszeit, wo idyllische Familiengeschichten und \u00fcber die Bildschirme flackern, mehr denn je schmerzen. Schenke du Begegnungen, die vertrauen wecken und aufmuntern.<\/p>\n<p>Gott, verhilf den Menschen in Afghanistan zu einer echten Zukunft. Sei bei den Menschen die Gewalt, Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung erleben. Und schenke deinen Beistand an den Orten wo Kriege herrschen und zerst\u00f6rerische Invasionen bevorstehen.<\/p>\n<p>Gott wir bitten Dich, dass Du dein Versprechen mit und f\u00fcr uns zu sein wahr werden l\u00e4sst. Hier und Dort. F\u00fcr uns und die Welt. Amen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hochdeutsch: \u201e<em>Magie entsteht, wenn wir f\u00fcreinander da sind.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die Angst vor der Zeichenforderung als treibender Kraft ist gerechtfertigt (vgl. Num 14,22; Den 6,16). Jedoch gibt es auch positiv konnotierte Zeichen im Alten Testament: Gideon und Saul erhalten ein Zeichen, dass Gott nahe ist in der Not (vgl. Ri 6,17; 1 Sam 10,7)!<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Fr\u00fchestens in der in der nachexilischen Zeit wurde die Immanuel-Geburt als Verhei\u00dfung verstanden (vgl. Mi 5,2). Wer mit Immanuel in Jes 7,14 gemeint ist, wird in der alttestamentlichen Wissenschaft breit diskutiert. F\u00fcr eing\u00e4ngige Zusammenstellungen \u00fcber die Deutung des Immanuel-Zeichens vgl.\u00a0 Rudolf Kilian,\u00a0Jesaja. 1-12, Die neue Echter Bibel. Kommentar zum Alten Testament mit der Einheits\u00fcbersetzung, hrsg. von Josef G. Pl\u00f6ger und Josef Schreiner, W\u00fcrzburg: Echter Verlag, 1986, S. 57-61; Willem Andr\u00e9 Maria Beuken, Jesaja 1-12, Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament, hrsg. von Erich Zenger, Freiburg im Breisgau: Herder, 2003, S. 203-205.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Hochdeutsch: \u201eMagie entstehet, wenn wir f\u00fcreinander da sind.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Immanuel \u2013 Gott mit uns! | Christfest II | 26.12.2021 | Predigt zu Jes 7,10-14 | verfasst von Anna Lerch | Liebe Festtagsgemeinde, Die diesj\u00e4hrigen Werbekampagnen haben wohl etwas vom heiligen Kern von Weihnachten erkannt. 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