{"id":6774,"date":"2022-01-18T14:52:26","date_gmt":"2022-01-18T13:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6774"},"modified":"2022-01-18T15:01:10","modified_gmt":"2022-01-18T14:01:10","slug":"predigt-ueber-matth-8-5-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-ueber-matth-8-5-13\/","title":{"rendered":"Predigt \u00fcber Matth. 8, 5-13"},"content":{"rendered":"<h3>Beziehungsgeflechte | 3. So. n.Epiphanias | Predigt \u00fcber Matth. 8, 5-13 | verfasst von Elisabeth Tobaben |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>\u201eWo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier&#8230;\u201c haben wir eingangs gesungen.<\/p>\n<p>Wenn man ihn fragen k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde der Hauptmann von Kapernaum vielleicht so \u00e4hnlich beschreiben, was er erlebt hat.<\/p>\n<p>Seine Begegnung mit Jesus war f\u00fcr ihn sicher auch ein St\u00fcck <em>\u201eHimmel auf Erden\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Klar, wir bringen den \u201eHimmel auf Erden\u201c vorwiegend mit frisch Verliebten in Zusammenhang, die gar nichts anderes mehr um sich herum wahrnehmen k\u00f6nnen, den anderen und die ganze Welt mit leicht verkl\u00e4rten Augen sehen und auf einer rosaroten Wolke schweben.<\/p>\n<p>Aber auch die Rettung aus einer solchen extremen Notlage, wie sie dieser r\u00f6mische Hauptmann und sein Knecht erleben, das hat schon irgendwie \u201ehimmlische\u201c Z\u00fcge.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re die emotionale Ebene, auf der man eine solche Geschichte verstehen kann.<\/p>\n<p>Man kann nat\u00fcrlich auch historisch oder medizinisch-naturwissenschaftlich fragen: was ist denn damals passiert?<\/p>\n<p>Meistens wird man dazu allerdings recht wenig herausfinden, und zwar ganz einfach deswegen, weil man damit an den urspr\u00fcnglichen Zielen des Verfassers vorbei fragt.<\/p>\n<p>Er wollte ja nicht zur Geschichtsschreibung beitragen und irgendwelche Ereignisse pr\u00e4zise \u00fcberliefern, analysieren oder nach Ursachen forschen, darum ging es ihm und den anderen Verfassern gar nicht, sondern: Sie wollten ihre Zuh\u00f6rer \/(zuerst Texte ja erz\u00e4hlt!) zum Glauben locken!<\/p>\n<p>Sie haben gepredigt, sie haben erz\u00e4hlt, um andern zu sagen: Versuche es doch auch mal, vielleicht kannst du so \u00e4hnliche Erfahrungen machen oder andere \u00dcberraschungen erleben wie &#8230; z.B. dieser Hauptmann in Kapernaum.<\/p>\n<p>Nun hat Glauben ja immer etwas mit Beziehung und Vertrauen zu tun, im griechischen Urtext ist das sogar dasselbe Wort.<\/p>\n<p>Gucken wir uns also einmal das Beziehungsgeflecht in dieser Geschichte etwas n\u00e4her an:<\/p>\n<p>die zwischen dem Hauptmann und Jesus und dem Hauptmann und seinem Knecht.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man lange spekulieren, weshalb sich der Hauptmann eigentlich so f\u00fcr einen Knecht einsetzt.<\/p>\n<p>Ein Aspekt ist, dass das Wort das Luther mit \u201eKnecht\u201c \u00fcbersetzt, auch mit \u201eKnabe\u201c wiedergegeben wird, und auch \u201eSohn\u201c hei\u00dfen kann. Sollte es sich um das Kind des Hauptmanns handelt, w\u00fcrde der gro\u00dfe Einsatz schon verst\u00e4ndlicher.<\/p>\n<p>Manche Auslegen gehen auch davon aus, dass es zwischen den beiden M\u00e4nnern eine Liebesbeziehung gegeben habe. M\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ich denke aber eher an den Klang, den das Wort \u201eKnecht\u201c mindestens bis ins vorletzte Jahrhundert auf unseren (nieders\u00e4chsischen) Bauernh\u00f6fen hatte.<\/p>\n<p>Knechte und M\u00e4gde waren dort die j\u00fcngeren Geschwister des Bauern. Bauer werden \u2013 und dazu geh\u00f6rte auch heiraten und eine Familie gr\u00fcnden \u2013 durfte ja immer nur <em>einer<\/em>, meist der \u00e4lteste Sohn \u2013 die j\u00fcngeren Br\u00fcder wurden seine Knechte, und wenn das Geld f\u00fcr eine angemessene Mitgift nicht reichte, mussten unverheiratete Schwestern als Magd arbeiten, wenn sie nicht nach Amerika auswanderten. Wer Gelegenheit hat, sich das Auswandererhaus in Bremerhaven anzugucken, sollte das unbedingt tun! Dort bekommt man einen guten Eindruck auch von den Trag\u00f6dien, die sich da abgespielt haben m\u00fcssen&#8230;<\/p>\n<p>In dieser biblischen Geschichte kann es gut der Fall gewesen sein, dass der Erkrankte z.B. der engste Berater des Hauptmanns war, seine rechte Hand, und er ohne ihn v\u00f6llig aufgeschmissen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wenn pl\u00f6tzlich der Ghostwriter wegen Krankheit ausf\u00e4llt f\u00fcr alle \u00f6ffentlichen Auftritte, Reden und Verhandlungen, dann kann es schon \u00fcbel aussehen f\u00fcr die eigene berufliche Zukunft.<\/p>\n<p>Und dann w\u00e4re da die Beziehung zwischen dem Hauptmann und Jesus!<\/p>\n<p>Sie ist am Anfang der Geschichte ja sehr vage, eher eine fl\u00fcchtige Begegnung. Wir erfahren im Grunde nur, dass der Hauptmann auf den ihm ja wahrscheinlich pers\u00f6nlich v\u00f6llig unbekannten Wanderprediger zugeht.<\/p>\n<p>Vielleicht hat er etwas l\u00e4uten h\u00f6ren von den Heilungserfolgen Jesu und seinen aufr\u00fchrenden Predigten?<\/p>\n<p>Mag sein. Jedenfalls hat er wohl die Hoffnung, da ist einer, der k\u00f6nnte vielleicht helfen.<\/p>\n<p>Und nun entspinnt sich ein sehr merkw\u00fcrdiges Gespr\u00e4ch zwischen den beiden.<\/p>\n<p>Der Hauptmann gibt eigentlich nur eine knappe Situationsbeschreibung: mein Knecht, der liegt gel\u00e4hmt zu Hause und qu\u00e4lt sich &#8230;<\/p>\n<p>Keine Bitte um Hilfe, nicht einmal die Frage: kannst du vielleicht&#8230; siehst du irgendwelche M\u00f6glichkeiten der Therapie, was k\u00f6nnen wir denn jetzt machen? Nichts dergleichen.<\/p>\n<p>Kommt er gar nicht erst soweit?<\/p>\n<p>Oder traut er sich schlicht nicht zu fragen?<\/p>\n<p>Jedenfalls als Jesus spontan sagt: Ich kann ja kommen und ihn behandeln, \u201etherapieren\u201c steht da. Aber da wehrt der Hauptmann ganz erschrocken ab!<\/p>\n<p>Warum blo\u00df? K\u00f6nnte er nicht stolz sein, dass der ber\u00fchmte Rabbi ihn besuchen will?<\/p>\n<p>Aber schlie\u00dflich ist er als r\u00f6mischer Hauptmann offensichtlich ein gebildeter Mann, er wei\u00df, dass Jesus als Jude Schwierigkeiten bek\u00e4me, wenn er das Haus eines Heiden betreten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Gesetz verlangte komplizierte, langwierige Reinigungs- und Opferhandlungen, wenn sich jemand durch solche Kontakte verunreinigt hatte, wie man dachte.<\/p>\n<p>Der Hauptmann will Jesus nicht in Schwierigkeiten bringen, nicht aufhalten.<\/p>\n<p>Aber der Kranke braucht nach wie vor Hilfe, also muss es irgendwie anders gehen.<\/p>\n<p>\u201eSag doch einfach etwas\u201c, schl\u00e4gt der Hauptmann vor, \u201eschon <em>ein Wort<\/em> von dir, \u00fcber die Distanz hin, ich glaube, es w\u00fcrde ausreichen, um meinen Knecht gesund zu machen, da musst du gar nicht erst mitkommen.<\/p>\n<p>Mir kommt die biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte aus 1. Mose 1 in den Sinn, dort ist die Vorstellung, dass die ganze Welt nur durch das Wort Gottes entsteht. Gott spricht, und es wird. Ganz anders als in der \u00e4lteren Geschichte in Kap. 2, in der Gott die Welt ganz handwerklich herstellt, pflanzt, knetet und baut.<\/p>\n<p>Traut der Hauptmann Jesus etwa g\u00f6ttliche Qualit\u00e4ten zu?<\/p>\n<p>Er kennt die Macht der Worte im \u00dcbrigen aus seinem Berufsalltag.<\/p>\n<p>\u201eWas ich meinen Soldaten sage, das machen die doch auch,\u201c sagt er.<\/p>\n<p>\u201eWo k\u00e4men wir hin, wenn jeder Soldat \u00fcber einen Befehl erstmal nachdenken wollte, und \u00fcberlegen, ob er ihn nun f\u00fcr sinnvoll und richtig h\u00e4lt&#8230;<\/p>\n<p>Es kann nur funktionieren, wenn jeder pr\u00e4zise und sofort und ohne zu fragen tut, was ich sage. Das ist meine Erfahrung aus dem milit\u00e4rischen Bereich.<\/p>\n<p>Also tu du, Jesus, das jetzt auch. Sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund.&#8220;<\/p>\n<p>Sein Beruf zeigt dem Hauptmann, dass das Wort Macht hat.<\/p>\n<p>Die Macht der Worte \u2013 dar\u00fcber lohnt es sich auf jeden Fall weiter nachzudenken!<\/p>\n<p>Denken Sie nur an die ungewollte Wirkung, die unsere Worte haben k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Wir wissen ja oft gar nicht, auf welchen Hintergrund unsere Worte fallen!<\/p>\n<p>Ein Dokumentarfilm zeigte k\u00fcrzlich Ausschnitte aus einem Gewaltpr\u00e4ventionsseminar an einer Schule: Die Vertrauenslehrerin fragte einen Sch\u00fcler, der auf dem Schulhof einen Mitsch\u00fcler brutal zusammengeschlagen hatte: \u201eWarum hast du denn gleich zugeschlagen?\u201c<\/p>\n<p>Und der Vierzehnj\u00e4hrige antwortet: \u201eNa ja, er hat eben \u201eHallo\u201c zu mir gesagt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAch so,\u201c sagt die Lehrerin, \u201eja, aber ist das nicht eigentlich ganz nett?\u201c<\/p>\n<p>Und der Junge wieder: \u201eSie haben ja keinen Ahnung, <strong><em>wie<\/em><\/strong> er das gesagt hat! Da musste ich einfach zuhauen.\u201c<\/p>\n<p>Worte k\u00f6nnen im \u00dcbrigen absolut zerst\u00f6rerisch sein, selbst wenn das in keiner Weise so gemeint war!<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen beim anderen auf eine Vorgeschichte fallen, die ich nicht kenne, und damit bringen sie wom\u00f6glich den anderen zum Explodieren, und ich verstehe gar nicht, warum.<\/p>\n<p>Worte k\u00f6nnen in voller Absicht in die Irre f\u00fchren, als T\u00e4uschungsman\u00f6ver, aber leider auch versehentlich.<\/p>\n<p>Ganz schwierig wird es, wenn jemand von dem, was er sagt felsenfest \u00fcberzeugt ist, aber leider trotzdem kompletten Bl\u00f6dsinn redet.<\/p>\n<p>Und Worte k\u00f6nnen letztendlich eine ganze Biographie beeinflussen.<\/p>\n<p>Negativ, wenn die entsprechenden S\u00e4tze lauten:<\/p>\n<p>\u201eDas lass man lieber! Das schaffst du sowieso nicht! Das ist viel zu schwer f\u00fcr dich. Das hat doch keinen Sinn &#8230;\u201c<\/p>\n<p>Positiv, wenn es ermutigende S\u00e4tze sind: \u201eProbier es doch aus! Du schaffst das, ich trau es dir zu&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Worte k\u00f6nnen auch zur Ger\u00e4uschkulisse werden.<\/p>\n<p>Was rieselt nicht t\u00e4glich an Worten auf uns herab!<\/p>\n<p>Wir h\u00f6ren sie im Radio, im Fernsehen, aus in den Lautsprechern in der Bahn und in Gesch\u00e4ften.<\/p>\n<p>Worte und Musik als Hintergrundberieselung.<\/p>\n<p>Wir nehmen oft gar nicht wahr, was da gerade erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Worte rauschen an uns vorbei.<\/p>\n<p>Und manchmal fallen sie vielleicht doch tiefer in unsere Seele, als wir das m\u00f6chten.<\/p>\n<p>\u201eSprich nur ein Wort &#8230;\u201c Der Hauptmann spricht Jesus mit dem Wort \u201eHerr\u201c an, kyrios. Der Evangelist Matth\u00e4us hat sich mit Sicherheit etwas dabei gedacht, dass er diesen ausl\u00e4ndischen Besatzer Jesus als Herrn anreden l\u00e4sst: im Kern ist hier schon vorgezeichnet, dass alle Menschen Kinder Gottes sein k\u00f6nnen, auch wenn sie nicht zum Volk Israel geh\u00f6ren, sondern zu ganz anderen V\u00f6lkern, nichts anderes besagt \u00fcbrigens auch das Wort \u201eHeiden\u201c als \u201eandere V\u00f6lker\u201c.<\/p>\n<p>Darum kann Jesus auch von der himmlischen Tischgemeinschaft sprechen, von der im Angesicht Gottes kein Volk der Welt ausgenommen wird. Jeder und jede, die Jesus als den Herrn bekennt, geh\u00f6rt dazu.<br \/>\nSo ist die Haltung des Hauptmanns, mit der er Jesus begegnet, keine Unterwerfung.<\/p>\n<p>Wenn er sagt: Ich bin nicht wert, dass du zu mir kommst, mag der Hauptmann auch gef\u00fchlt haben: hier stehe ich vor einem, der gr\u00f6\u00dfer ist als alles andere, auch als jeder Kaiser, dem sonst allein der Titel \u201eHerr\u201c zustand.<\/p>\n<p>Die Macht der Worte, sie k\u00f6nnen eben auch aufbauen, heilen, retten, tr\u00f6sten.<\/p>\n<p>Der Glaube des biblischen Hauptmanns ist gro\u00df. Er erwartet von Jesus, dass er die Macht hat, Gesundheit und Heil zu schenken, einfach, indem er ein Wort spricht! Was er aus seinem Alltag mit Menschen kennt, ist in seinem Glauben an Gott nicht anders. Und Jesus hat genau zugeh\u00f6rt und verstanden.<\/p>\n<p>Er antwortet dem Hauptmann von Kapernaum mit ebenso klaren und knappen Worten: \u201eDir geschehe, wie du geglaubt hast.\u201c<\/p>\n<p>Er schickt ihn einfach zur\u00fcck nach Haus: \u201eSo, und jetzt gehst du nach Hause und guckst nach, wie es deinem Knaben geht, und ich sag dir: er ist gesund.<\/p>\n<p>Zuletzt kommt <em>noch<\/em> eine weitere Linie im Beziehungsgeflecht der Geschichte dazu, n\u00e4mlich die zwischen Jesus und seinen J\u00fcngern.<\/p>\n<p>Die treten hier zwar hier nicht direkt auf, aber er ja spricht sie an, und ich stell mir jetzt einfach mal vor, wir w\u00fcrden dazwischen stehen in der J\u00fcngerschar.<\/p>\n<p>Ihnen stellt er den heidnischen Hauptmanns als Vorbild hin, ein ganz sch\u00f6ner Affront!<\/p>\n<p>\u201eSolch einen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden,\u201c sagt er.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft doch: auch bei euch nicht! Obwohl ihr alles zur\u00fcckgelassen habt, mir nachfolgt, mich als Rabbi, als Lehrer anerkennt&#8230;<\/p>\n<p>Das macht mich vorsichtig in meinem Urteil \u00fcber den Glauben anderer Leute.<\/p>\n<p>Es scheint mir eine Warnung zu sein an diejenigen, die meinen mit absoluter Sicherheit den richtigen Weg schon gefunden zu haben!<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte ja sein, dass so mancher, den wir ganz schnell f\u00fcr \u201eungl\u00e4ubig\u201c erkl\u00e4ren, tief drinnen (im Herzen) ein ganz tiefes Vertrauen zu Gott hat, auch wenn das nach au\u00dfen vielleicht gar nicht so aussieht.<\/p>\n<p>Jesus legt offenbar andere Ma\u00dfst\u00e4be an!<\/p>\n<p><em>\u201eViele werden kommen vom Osten und vom Westen und mit Abraham und Isaak und Jacob im Himmelreich zu Tisch sitzen\u201c,<\/em> auch solche, die nicht zum Volk Israel geh\u00f6ren, oder die keinerlei religi\u00f6se Sozialisation mitbringen.<\/p>\n<p>Es gibt keine Vorbedingungen f\u00fcr die Einladung zum Glauben und Vertrauen, sagt die Geschichte vom Hauptmann von Kapernaum.<\/p>\n<p>Und viele werden kommen.<\/p>\n<p>Wo etwas v\u00f6llig Unerwartetes geschieht, so wie bei der Heilung des Hauptmannsknechts, nur durch ein Wort, das noch nicht einmal laut ausgesprochen wird, kann man schon etwas sp\u00fcren von Gottes N\u00e4he.<\/p>\n<p>Dann hat das Fest schon begonnen, denn: \u201eWo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier.\u201c Amen.<\/p>\n<p>Elisabeth Tobaben, Pastorin i.R., Juist<\/p>\n<p>Lieder<\/p>\n<p>EG 166, 1-6 Tut mir auf die sch\u00f6ne Pforte<\/p>\n<p>EG 293, 1-2 Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all<\/p>\n<p>EG 72, 1-6 O Jesu Christe, wahres Licht<\/p>\n<p>Freit\u00f6ne 111 Den meine Seele liebt<\/p>\n<p>EG 279, 1-2, 7 Jauchzt alle Lande<\/p>\n<p>Psalm 96 vorgetragen, mit ggf. leiser musikalischer Begleitung, gerahmt von der 1. Zeile aus EG 293, wenn nach Coronabestimmungen m\u00f6glich, von der Gemeinde gesungen)<\/p>\n<p>F\u00fcrbitten<\/p>\n<p>Herr Jesus Christus, wir sehnen uns nach Zeichen und Wundern.<\/p>\n<p>Viele sagen, die habe es nur in alter Zeit gegeben, wie im M\u00e4rchen.<\/p>\n<p>Sie mahnen zu N\u00fcchternheit und Vernunft.<\/p>\n<p>Doch die Vernunft sagt, dass es nicht recht sein kann.<\/p>\n<p>Dass Kinder verhungern, Fl\u00fcchtende an Grenzen zur\u00fcckgewiesen werden<\/p>\n<p>Und Menschen von Krieg und Gewalt bedroht.<\/p>\n<p>St\u00e4rke die Vernunft der Verantwortlichen<\/p>\n<p>Und lass Zeichen und Wunder geschehen.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6ren davon, dass du Zeichen und Wunder tust,<br \/>\nbring auch heute Hoffnung und Klarheit.<br \/>\nAuf ein Zeichen von dir warten wir mit allen,<br \/>\ndie in Sorge sind, weil sie erleben m\u00fcssen,<\/p>\n<p>dass die L\u00fcge die Wahrheit verbiegt,<br \/>\nder Hass die Freundlichkeit vertreibt,<br \/>\nGewalt die Schwachen qu\u00e4lt.<br \/>\nKyrie eleison<\/p>\n<p>Wir hoffen auf Zeichen und Wunder f\u00fcr alle,<br \/>\ndie von Schmerzen bedr\u00e4ngt sind,<br \/>\nweil sie krank sind,<br \/>\nverletzt oder entt\u00e4uscht,<br \/>\nweil sie geliebte Menschen verloren haben.<br \/>\nKyrie eleison<\/p>\n<p>Lass dein Licht leuchten \u00fcber allen,<br \/>\ndie aufzubrechen wagen zu einem neuen Ort,<br \/>\nzu neuen Begegnungen,<br \/>\nneuen Aufgaben,<br \/>\nneuem Gl\u00fcck.<br \/>\nKyrie eleison.<\/p>\n<p>Auf dein ver\u00e4nderndes Wort warten wir, Christus.<br \/>\nHoffnungsvoll,<br \/>\nsehns\u00fcchtig,<br \/>\nhungrig und fragend,<br \/>\nbedr\u00e4ngt und doch voller Mut.<br \/>\nDu tust Zeichen und Wunder,<br \/>\nin den Gemeinden \u00fcberall auf der Welt,<br \/>\nin unserer Mitte.<\/p>\n<p>Gott, Heiliger Geist: wir bitten dich: erneuere, vers\u00f6hne und rette deine Kirche.<br \/>\nErneure, vers\u00f6hne und rette deine Sch\u00f6pfung.<br \/>\nErneuere uns und alle, die wir lieben,<br \/>\ndurch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn mit dessen Worten wir beten\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beziehungsgeflechte | 3. 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