{"id":6835,"date":"2022-01-25T17:33:48","date_gmt":"2022-01-25T16:33:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=6835"},"modified":"2022-01-26T16:15:44","modified_gmt":"2022-01-26T15:15:44","slug":"exodus-34-29-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/exodus-34-29-35\/","title":{"rendered":"Exodus 34, 29-35"},"content":{"rendered":"<h3>Gott beruft Narzissten nicht | Letzter So. n. Epiphanias | Ex 34, 29-35 | von D\u00f6rte Gebhard |<\/h3>\n<p>Lesung: Ex 3, 1-14 Die Berufung des Mose<\/p>\n<p><em>Gnade sei mit euch, von dem, der da ist, der da war und der da kommt. Amen.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde<\/p>\n<div id=\"attachment_6837\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6837\" class=\"wp-image-6837\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-200x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"825\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-200x300.jpeg 200w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-683x1024.jpeg 683w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-768x1152.jpeg 768w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-8x12.jpeg 8w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2-373x560.jpeg 373w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Rom-S.-Pietro-in-Vincoli-Innen-Grabmal-Julius-II.-Mose-2.jpeg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><p id=\"caption-attachment-6837\" class=\"wp-caption-text\">Bildrechte: Rudolf Gebhard Privat<\/p><\/div>\n<p>Mose ist in und mit der biblischen \u00dcberlieferung \u00fcbergross geworden, viel gr\u00f6sser, als ein Mensch von sich aus werden kann.<\/p>\n<p>Michelangelo schuf seinen Mose ebenso \u00fcbergross. 2.35 m ist diese Skulptur in Rom, in der Kirche St. Pietro in Vincoli, hoch. Man f\u00fchlt sich, steht man unmittelbar davor, schon vor dem sitzenden Mose klein und unbedeutend. Schon die blosse Vorstellung, dieser furchteinfl\u00f6ssende Kraftprotz k\u00f6nnte gleich aufstehen und dazu noch die Gesetzestafeln in die H\u00f6he halten, \u00aberschl\u00e4gt\u00bb einen.<\/p>\n<p>Aber Mose sitzt zum Gl\u00fcck seit einigen Jahrhunderten still und wird auch heute und morgen dort bleiben. Der Mann streicht sich seit etwas mehr als 500 Jahren den langen Bart, schaut stirnrunzelnd in die Weite und hat die Gesetzestafeln dabei. Die zwei akkuraten Steinplatten hat er ziemlich l\u00e4ssig unter seinen starken Arm geklemmt.<\/p>\n<p>Bart und Blick lenken die Augen zuerst hinauf zu seinen H\u00f6rnern. Diese H\u00f6rner auf dem Kopf sind nicht teuflisch, sondern ein kleiner \u00dcbersetzungsfehler in der lateinischen Bibel. Statt von einem strahlenden Gesicht las man dort f\u00e4lschlich von Geh\u00f6rntheit. Aber steht man einem solchen Giganten gegen\u00fcber, kommt es auf die H\u00f6rner auch nicht mehr an.<\/p>\n<p>Mose ist in der biblischen \u00dcberlieferung \u00fcbergross geworden. Aber welch ein Charakter steckt dahinter? Welch ein Mensch wird gezeigt? Das ist trotz aller \u00dcberh\u00f6hungen immer noch gut zu erkennen.<\/p>\n<p>I<\/p>\n<p>Mose ist einer, der auf keinen Fall gross rauskommen <em>will<\/em>. Niemals h\u00e4tte er sich um diese Stelle beworben. Aber \u00abAnf\u00fchrer, weg aus \u00c4gypten\u00bb war auch nirgends ausgeschrieben. Gott w\u00e4hlt, Gott ruft ihn direkt.<\/p>\n<p>Seine Berufung versucht Mose mit allen Mitteln zu verhindern, die einem Menschen nur zu Verf\u00fcgung stehen. Er ist stur, Gott muss ihn mehrmals auffordern, ehe er seinen Auftrag annimmt.<\/p>\n<p>Wir haben es in der Lesung geh\u00f6rt, wie Mose daraufhin zu Gott sprach:<\/p>\n<p><em>Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und f\u00fchre die Israeliten aus \u00c4gypten? (Ex 3, 11)<\/em><\/p>\n<p>Weisst Du eigentlich, Gott, wen Du vor Dir hast? Nur eines von deinen Gesch\u00f6pfen, mit seinen begrenzten M\u00f6glichkeiten, mit seinem Versagen.<\/p>\n<p>Aber auch Gott bleibt stur. Mose ist mit seinen Einw\u00e4nden noch lange nicht fertig. Mir ist das sympathisch.<\/p>\n<p><em>Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich h\u00f6ren, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. (Ex 4, 1)<\/em><\/p>\n<p>Mose ist vollkommen realistisch und von gesunder Skepsis durchdrungen. Sie werden mir nicht glauben, heisst so viel wie: K\u00e4me so einer zu mir, w\u00fcrde ich dem auch nicht glauben. Niemals! Dass einem Gott erschienen sei, kann jeder behaupten. Damals schon und heute noch.<\/p>\n<p>Aber Gott bleibt stur; ich sagte es schon.<\/p>\n<p><em>Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge. (Ex 4, 10)<\/em><\/p>\n<p>Gott erlaubt es Mose zwar nicht, an seiner Sch\u00f6pfung irgendwie herumzun\u00f6rgeln, aber er widerspricht Mose auch nicht, als der von seinem nicht vorhandenen Redetalent anf\u00e4ngt. Offenbar weiss Gott, was Mose meint und hat es eben wieder geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Aber Gott bleibt stur; ich sagte es schon.<\/p>\n<p>Nach dem dritten Einwand gehen Mose doch allm\u00e4hlich die Argumente aus. Was bleibt ihm \u00fcbrig? Er wird drei Verse und drei Minuten sp\u00e4ter frech:<\/p>\n<p><em>Mose aber sprach: Ach, mein Herr, sende, wen du senden willst.<\/em><\/p>\n<p>Mach doch, was du willst, aber lass mich in Ruhe.<\/p>\n<p>Aber Gott bleibt stur; ich sagte es schon. Mose wird doch berufen und Aaron als Sprachrohr an seine Seite gestellt. (Ex 4, 14ff)<\/p>\n<p>II<\/p>\n<p>Mose ist zweitens einer, der wirklich Grosses, der Gott nicht einmal von weitem sehen <em>kann<\/em>.<\/p>\n<p>Gott gebietet ihm, vor dem brennenden Dornbusch die Schuhe auszuziehen. Ob er das gemacht hat? Wer weiss! Aber Mose tut etwas anderes: <em>Er verh\u00fcllte sein Angesicht, denn er f\u00fcrchtete sich, Gott anzuschauen.<\/em> (Ex 3, 6)<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter \u00fcberlegt er es sich anders und will es doch: Gott von Angesicht zu Angesicht ansehen. Aber er muss in eine Felsspalte stehen und Gott geht hinter ihm vorbei. <em>Du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen. (Ex 33, 23) <\/em><\/p>\n<p>III<\/p>\n<p>Was Mose f\u00fcr ein besonderer Anf\u00fchrer ist, wird aber drittens noch deutlicher, wenn man ihn mit \u00abgrossen\u00bb M\u00e4nnern vergangener und gegenw\u00e4rtiger Zeiten vergleicht.<\/p>\n<p>Ludwig XIV., der Sonnenk\u00f6nig, hat zu seinem Verst\u00e4ndnis von F\u00fchrung zweierlei festgestellt, das \u00fcberliefert wurde: \u00abLassen Sie sich niemals von einem anderen beherrschen, ganz besonders nicht von einer Frau.\u00bb Und: \u00abIch bin der Staat.\u00bb Zu erkl\u00e4ren oder hinzuzuf\u00fcgen ist nichts.<\/p>\n<p>Kaiser Wilhelm II. war ganz auf dieser Linie und kannte auch die <em>eine<\/em> Ursache aller Probleme: \u00abMeine Untertanen sollten einfach&nbsp;tun, was ich ihnen sage, aber meine Untertanen wollen selber denken, und daraus entstehen alle Schwierigkeiten.\u00bb<\/p>\n<p>Nun haben wir diese beiden Herrschaften schon eine Weile hinter uns, aber die aktuellen Zeitgenossen sind nicht besser.<\/p>\n<p>Silvio Berlusconi, der nun doch nicht mehr kandidierte f\u00fcr das Staatspr\u00e4sidentenamt in Italien, sagte einst: \u00ab<em>Mit mir kann sich keiner vergleichen, nicht in Europa und nicht in der Welt.\u00bb <\/em><\/p>\n<p>Diese sehr spezielle Form von Selbstbewusstsein betrifft bei weitem nicht nur Politiker, sondern auch K\u00fcnstler und Literaten. Es sind durchaus begabte Menschen, das muss betont werden.<\/p>\n<p>Salvadore Dal\u00ed war mehr als nur ein wenig von selbst \u00fcberzeugt, als er sagte: \u00abIch bin der einzige K\u00fcnstler, den die Natur kopiert.\u00bb Und: \u00abJeden Morgen, wenn ich erwache, erlebe ich die allergr\u00f6\u00dfte Freude: n\u00e4mlich die,&nbsp;Salvadore Dal\u00ed zu sein!\u00bb<\/p>\n<p>In der Seele verwandt war ihm Oscar Wilde: \u00abMein Leben ist das wahre Kunstwerk und die Literatur, die ich verfasst habe, nur ein Hauch meines Talents.\u00bb<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><em><strong>[1]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Jetzt h\u00f6re ich auf mit solchen Zitaten! Die Liste ist sehr leicht zu verl\u00e4ngern. Auf sie geh\u00f6ren Putin und Erdogan, Ronaldo und \u2013 damit auch eine Frau genannt ist \u2013 Coco Chanel, Steve Jobs und Josef Blatter, manche Namen mag ich nicht nennen &#8230; Aber im Verh\u00e4ltnis zur Weltbev\u00f6lkerung sind es dann doch sehr wenige so ausgepr\u00e4gte Narzissten wie die zitierten.<\/p>\n<p>Narzissten nennt man Menschen mit unbeschr\u00e4nkter Selbstliebe und Selbstbewunderung, die sich f\u00fcr wesentlich wichtiger, wertvoller und bedeutender halten als sie es in Wirklichkeit sind. Die sich selbst f\u00fcr toller halten als andere. Narzissmus kann krankhaft und behandlungsbed\u00fcrftig werden; allerdings haben die wenigsten unter ihnen \u00abKrankheitseinsicht\u00bb, wie es bei den Psychologen heisst.<\/p>\n<p>Mose, das wurde schon bei seiner Berufung deutlich, ist in jeder Hinsicht das Gegenteil. Bei vielen passenden Gelegenheiten wird neu davon erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ich lese dazu den Predigttext aus dem Buch Exodus im 34. Kapitel:<em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em><sup>29 <\/sup><\/em><em>Als Mose vom Berg Sinai herabstieg &#8211; und Mose hatte die beiden Tafeln des Zeugnisses in der Hand, als er vom Berg herabstieg -, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Gesichts strahlend geworden war, w\u00e4hrend er mit ihm redete. <sup>30 <\/sup>Aaron aber und alle Israeliten erblickten Mose, und sieh, die Haut seines Gesichts strahlte. Da f\u00fcrchteten sie sich davor, ihm nahe zu kommen.<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<sup>31 <\/sup>Mose aber rief sie herbei, und Aaron und alle F\u00fcrsten in der Gemeinde wandten sich ihm wieder zu, und Mose redete zu ihnen.&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><em><sup>32 <\/sup><\/em><em>Danach traten alle Israeliten heran, und er gebot ihnen alles, was der&nbsp;Herr&nbsp;mit ihm auf dem Berg Sinai geredet hatte. <sup>33 <\/sup>Dann h\u00f6rte Mose auf, mit ihnen zu reden, und legte eine H\u00fclle \u00fcber sein Gesicht.&nbsp;<sup>34 <\/sup>Wenn nun Mose hineinging vor den&nbsp;Herrn, um mit ihm zu reden, legte er die H\u00fclle ab, bis er wieder heraustrat. Dann trat er heraus und redete zu den Israeliten, was ihm befohlen war.&nbsp;<sup>35 <\/sup>Und die Israeliten sahen das Gesicht des Mose, wie die Haut von Moses Gesicht strahlte, und Mose legte die H\u00fclle \u00fcber sein Gesicht, bis er wieder hineinging, um mit ihm zu reden.<\/em><\/p>\n<p>Immer, wenn die gesellschaftspolitische Lage nach einem selbstbewussten Typen zu schreien scheint, wird nach Gottes Willen vom Gegenteil erz\u00e4hlt \u2013 bis ins Detail.<\/p>\n<p>Mose bemerkt zuerst gar nicht, dass sein Gesicht strahlend geworden war. Ein Narzisst h\u00e4tte wahrscheinlich von sich behauptet, dass sein Gesicht strahlt, ohne dass es auch nur ansatzweise der Fall gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Mose ist feinf\u00fchlig, sp\u00fcrt das Zur\u00fcckweichen der Israeliten, merkt, wie sie zur\u00fcckzucken bei seinem Kommen.<\/p>\n<p>Mose entscheidet sodann alltagspraktisch, er hinterfragt das Leuchten nicht, sondern verh\u00fcllt darauf sein Gesicht ohne Murren. Wir k\u00f6nnen seit zwei Jahren endlich mitreden: Sich das Gesicht zu verh\u00fcllen ist eine echte Tat, alles andere als selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Er verh\u00fcllt sein Gesicht &#8230; mit einer \u00abDecke\u00bb, so hatte Luther \u00fcbersetzt. In der Z\u00fcrcher Bibel heisst es \u00abH\u00fclle\u00bb.<\/p>\n<p>Michelangelo stellt sich auch keine kleine, luftige OP-Maske oder etwas im Format einer FFP2-Maske vor, sondern ziemlich viel Stoff. Mose hat seine \u00abH\u00fclle\u00bb \u00fcber dem rechten Knie, als er nach den Israeliten schaut.<\/p>\n<p>Mir ist aufgefallen, wie ungeschickt Mose zuerst noch mit seiner Schutzh\u00fclle ist. Er redet erst ohne zu den Israeliten und setzt sie danach auf. Erst sp\u00e4ter gew\u00f6hnt er sich an, sie bei Gott abzusetzen und bei den Leuten aufzusetzen. Er m\u00f6chte niemanden blenden, denn es ist nicht sein Glanz, sondern jener Gottes. Fr\u00fcher, bei seiner Berufung, war es \u00fcbrigens umgekehrt. Er lebte unverh\u00fcllt unter den Menschen und bedeckte sein Angesicht bei seiner Begegnung mit Gott.<\/p>\n<p>Das wirft ein grelles, blendendes Licht auf unsere Zeiten. Haben wir nicht Sehnsucht nach solchen Anf\u00fchrern wie Mose? Nehmen nicht Egozentriker und Selbstinszenierer aller Art bedrohlich \u00fcberhand? Es wurde sogar schon mit vielen Gr\u00fcnden vermutet, wir m\u00fcssten jetzt \u00fcberhaupt im Zeitalter des Narzissmus leben.<\/p>\n<p>Narzissten dr\u00e4ngen tendenziell eher in F\u00fchrungspositionen als solche wie Mose, aber erfolgreicher als Normalsterbliche sind sie nicht. Das hat eine Analyse von 4100 F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten gezeigt.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Nur ca. 1% einer jeweiligen Bev\u00f6lkerung leidet unter einer narzisstischen St\u00f6rung, soweit man das wirklich genau ermitteln kann. Nur \u2018gef\u00fchlt\u2019 m\u00f6gen es \u2013 schon immer \u2013 viel mehr gewesen sein.<\/p>\n<p>Gott braucht Menschen, die vorausgehen, aber er beruft grunds\u00e4tzlich keine Narzissten. Sie taugen offensichtlich nicht zum Vorangehen in schwierigen Zeiten und Gegenden wie W\u00fcsten. Auch die sp\u00e4teren Propheten sind nie narzisstisch. Das gilt auch f\u00fcr das Neue Testament, z.B. ist Paulus kein Narzisst.<\/p>\n<p>Gott ist stur; ich sagte es schon.<\/p>\n<p><em>Und der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft, der st\u00e4rke und bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen. <\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;&#8212;<\/em><\/p>\n<p>Predigt am 30. 1. 2022 \u00fcber Ex 34, 29-35 \u201eGott beruft Narzissten nicht\u201c in der Reformierten Kirche in Sch\u00f6ftland\/Schweiz um 9.30 Uhr<\/p>\n<p>Pfarrerin D\u00f6rte Gebhard<\/p>\n<p><em>&nbsp;Bildnachweis: Privatfoto Rudolf Gebhard<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quelle aller Zitate ber\u00fchmter Narzissten: <a href=\"https:\/\/umgang-mit-narzissten.de\/beruehmte-narzissten\/#Bio1\">https:\/\/umgang-mit-narzissten.de\/beruehmte-narzissten\/#Bio1<\/a>, abgerufen am 24. 1. 2022.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Quelle: Prof. Dr. Torsten Biemann, Lehrstuhl f\u00fcr Personalmanagement und F\u00fchrung an der Uni Mannheim, in:&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/personal\/hr-management\/pq-state-of-the-art-narzissmus-und-fuehrung_80_514874.html\">https:\/\/www.haufe.de\/personal\/hr-management\/pq-state-of-the-art-narzissmus-und-fuehrung_80_514874.html<\/a>, abgerufen am 24. 1. 2022.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott beruft Narzissten nicht | Letzter So. n. 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