{"id":7494,"date":"2022-03-23T13:23:00","date_gmt":"2022-03-23T12:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=7494"},"modified":"2022-03-23T13:36:07","modified_gmt":"2022-03-23T12:36:07","slug":"predigt-zu-2-korinther-13-7-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigt-zu-2-korinther-13-7-2\/","title":{"rendered":"Predigt zu 2. Korinther 1,3-7"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In dir ist Freude | Laetare | 27.03.2022 | Predigt zu 2. Korinther 1,3-7 | verfasst von Rudolf Rengstorf |<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tr\u00f6stet in aller unserer Bedr\u00e4ngnis, damit wir auch tr\u00f6sten k\u00f6nnen, die in allerlei Bedr\u00e4ngnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getr\u00f6stet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich \u00fcber uns kommen, so werden wir auch reichlich getr\u00f6stet durch Christus. Werden wir aber bedr\u00e4ngt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getr\u00f6stet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest f\u00fcr euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n\n\n\n<p>Trost und tr\u00f6sten. An keiner anderen Stelle der Bibel &#8211; ja wohl auch an keiner anderen Stelle der Weltliteratur &#8211; kommen diese Worte so oft vor wie hier im Eingang des zweiten Briefes an die Korinther. In den nur f\u00fcnf Versen werden sie gleich zehnmal genannt. Es ist, als w\u00fcrden einem damit die Ohren vollgestopft, sodass man anderes schon gar nicht mehr mitbekommt als immer nur dieses rost und tr\u00f6sten.<\/p>\n\n\n\n<p>Trost meint Beistand<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich kann gut verstehen, wenn jemand dabei schnell abschaltet: Nee, das muss ich nicht haben. So b\u00f6se und bedr\u00fcckend die Zeit auch ist, nach &#8222;trostreichen Worten&#8220; steht mir nicht der Sinn. Doch eine Predigt, die menschliches Leid mit sch\u00f6nen aber kraftlosen Worten zudeckt, hat Paulus auch nicht im Sinn. Denn das Wort, das er f\u00fcr Trost und tr\u00f6sten gebraucht, bleibt nicht auf den Mund beschr\u00e4nkt. Es hat sozusagen Hand und Fu\u00df. Es bringt den Tr\u00f6stenden mit wie den Hirten, der ein Lamm auf seinem Arm tr\u00e4gt, oder die Mutter, die ihr weinendes Kind auf den Scho\u00df nimmt. Das klingt bei dem griechischen Wort f\u00fcr tr\u00f6sten immer mit. Am treffendsten geben wir es wieder mit den Worten \u201eBeistand\u201c und \u201ebeistehen\u201c. In ausweglos erscheinender Lage jemanden zu haben, der nicht vorbeischaut, um sch\u00f6ne Spr\u00fcche zu klopfen, sondern der bleibt und nach Kr\u00e4ften hilft &#8211; darum geht es.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Korinther waren auf anderes aus<\/p>\n\n\n\n<p>Und warum ist Paulus das so wichtig, dass er den ganzen langen Brief mit insgesamt 13 Kapiteln unter dieses Vorzeichen stellt? Weil die von ihm gegr\u00fcndete Gemeinde mit ihrem Glauben an Jesus Christus ganz andere Erwartungen verbindet, als in der Not Beistand zu erfahren. Gar nicht erst in Not geraten, stark werden und immun sein gegen\u00fcber dem, was andere schwach macht. Das suchten die Korinther im Glauben an den Auferstandenen. Endlich loskommen und frei werden von einem Leben, das im Schatten des Todes liegt und sich deshalb nicht voll und dauerhaft entfalten kann. Das war die Atmosph\u00e4re, von der die Gottesdienste in Korinth erf\u00fcllt waren. Den Himmel auf Erden erleben. Dazu war christlicher Glaube da. Und dazu wurden die Christen in Korinth von den Missionaren, die nach Paulus in die Gemeinde gekommen waren, angestiftet. Hinzurei\u00dfen vermochten sie die Gottesdienstbesucher zu unaussprechlichem Entz\u00fccken. Da ging wirklich die Post ab in der Kirche. Mann und Frau waren stolz darauf, dazu zu geh\u00f6ren. und spirituelle Erfahrungen zu machen, von denen andere nur tr\u00e4umen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Demgegen\u00fcber erschien der Gemeindegr\u00fcnder Paulus als armselige Gestalt. Seine Predigten waren trocken und belastend. Da war kein Elan, kein Feuer. Immer wieder kam er zur\u00fcck auf das, was der Auferstandene doch l\u00e4ngst \u00fcberwunden und hinter sich gelassen hat. Ob Paulus<\/p>\n\n\n\n<p>sich wirklich zu Recht als Apostel bezeichnete? Ob man ihm \u00fcberhaupt noch Aufmerksamkeit und Geh\u00f6r schenken sollte? Derartige Fragen und Zweifel wurden immer lauter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Korinther<\/p>\n\n\n\n<p>Nun haben wir uns in der Kirche lange angew\u00f6hnt, die Korinther als Schw\u00e4rmer, als Enthusiasten abzutun. Doch w\u00e4re das damals nur eine Verirrung der ersten Christenheit gewesen, die l\u00e4ngst \u00fcberwunden ist, dann k\u00f6nnten wir diesen Brief getrost zu den Akten legen und ihn aus dem Kanon biblischer Schriften entfernen. Er ist nicht entfernt worden, weil die korinthische Variante des christlichen Glaubens auch unter uns, ja in uns lebendig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir jedenfalls ist die Sehnsucht nach ungetr\u00fcbtem Gl\u00fcck, nach unbeschwerter Freude, nach tod\u00fcberwindendem Leben sehr sympathisch. Und ich bekenne freim\u00fctig, dass mir unsere Gottesdienste oft auch viel zu armselig und schwunglos sind. Gut verstehen kann ich, wenn mir gesagt wird: &#8222;Ich mag es nicht, mich immer gleich als S\u00fcnder bekennen zu m\u00fcssen. Und dazu gehe ich nicht in die Kirche, um das zu h\u00f6ren, was niederdr\u00fcckt und was ich doch gerne hinter mir lasse.&#8220; Und ich wei\u00df, was f\u00fcr eine Zumutung das ist, fast zwei Monate lang vor Ostern &#8211; im beginnenden Fr\u00fchling &#8211; Sonntag f\u00fcr Sonntag und oft auch noch mit Andachten dazwischen mit dem Leiden Christi konfrontiert zu werden. Und nat\u00fcrlich singe ich die Lob- und Danklieder unseres Gesangbuches viel lieber als das, was unter &#8222;Passion&#8220; oder &#8222;Angst und Vertrauen&#8220; zu finden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn ich von Heilungsgottesdiensten h\u00f6re und davon, dass Menschen durchs Beten wieder gesundgeworden sind, dann denke ich bei aller Skepsis: Ach, was f\u00fcr ein Segen w\u00e4re es, mit dem Evangelium, mit Predigt, mit Gottesdienst und Seelsorge so viel Kraft und Gewissheit vermitteln zu k\u00f6nnen, dass die Menschen in Scharen k\u00e4men und gesunder an Leib und Seele wieder gingen!<\/p>\n\n\n\n<p>Und was den Paulus angeht, der hat auch unter Protestanten l\u00e4ngst seine unumstrittene Autorit\u00e4t verloren. Aus der einfachen und anschaulichen Lehre Jesu hat er &#8211; so hei\u00dft es bei vielen &#8211; mit dem Pochen auf Leiden und Kreuz eine lebensfeindliche Theologie gemacht. Damit erschwert er den Menschen den Zugang zum Evangelium.<\/p>\n\n\n\n<p>Das also schallt dem Paulus damals wie heute entgegen: Du machst das Evangelium zu klein. Bei dir verschwindet die Kraft des Evangeliums hinter dem, was die Menschen m\u00fchselig und beladen macht und sein l\u00e4sst. Stark und herrlich ist unser Herr Jesus Christus, und seine Herrlichkeit k\u00f6nnen und wollen wir jetzt schon sehn in unsrer Zeit!<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Gott zu finden ist<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus schrieb diesen zweiten Brief an die Korinther, um sich gegen ihre Vorw\u00fcrfe zur Wehr zu setzen. Doch schon zu Beginn des Briefes ist er wieder da mit allem, was uns in dieser Welt belastet. Von Bedr\u00e4ngnis schreibt er, von Tr\u00fcbsal und Leiden. Bedr\u00e4ngnis \u2013 das Wort trifft unsere Lage genau. Bedrolich umstellt werden wir von allen Seiten: Von der nicht endenwollenden Pandemie, den Schrecken des nahen Kriegs in der Ukraine und der Not der Fl\u00fcchtlinge. Und dann der unaufhaltsame Klimawandel mit absehbaren Katastrophen f\u00fcr die Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt. Und damals? Paulus und die Korinther wie all seine Gemeinden lebten in einer Welt, in der die R\u00f6mer mit eiserner Faust daf\u00fcr sorgten, dass keiner aus der Reihe tanzte. Und kein Pardon kannten sie, wenn ihrem Gottkaiser ein Messias oder Christus entgegengesetzt wurde. Damit geriet das ganze r\u00f6mische Wertesystem in Richtung auf Menschenrechte ins Rutschen. St\u00e4ndig mussten Christen damit rechnen, verh\u00f6rt und in abschreckender Weise schikaniert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das spricht Paulu gleich am Anfang seines Briefes an. Er tut das aber nicht, um seine Korinther und uns nach unten zu ziehen. Er schreibt so \u2013 wir haben es noch im Ohr -, dass alles durchsetzt ist vom Gott des Trostes, der uns in allen Bedr\u00e4ngnissen und Belastungen<\/p>\n\n\n\n<p>beisteht und uns dazu anstiftet, einander ebenso beizustehen. Wenn es euch, liebe Korinther und Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser heute, darum geht, Gott, sein Reich, seine Kraft, seine Herrlichkeit zu erleben: Hier k\u00f6nnt ihr ihn finden. Jesus hat in seinem Namen den Bedr\u00e4ngten, den Betr\u00fcbten, den Leidenden beigestanden und ihnen nach Kr\u00e4ften geholfen. Denen, die am Rande standen und sich schon verloren gegeben hatten, hat er gezeigt: Das Reich Gottes ist mitten unter uns im Kommen. Und ihr geh\u00f6rt dazu. Gekr\u00f6nt hat er sein Leben damit, dass er Leiden und Tod auf sich genommen hat. Damit bezeugt er: Auch dort sind wir nicht von Gott getrennt und verlassen. Im Tod ist er nicht geblieben. Mit seinen Worten und Taten bringt er Menschen dazu, sich innerlich aufrichten zu lassen in dem, was sie niederdr\u00fcckt, und einander beizustehen. Das ist es, was eine christliche Gemeinde ausmacht, was sie belebt und zusammenh\u00e4lt. Nicht an geistlichen Kraftmeiereien wird sie erkannt. Sondern daran, dass sie in dem, was sie schwach macht, Widerstandskraft erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Laetare, freue dich!<\/p>\n\n\n\n<p>Und deshalb steht dieser Briefeingang \u00fcber Beistand im Leiden unter dem strahlenden Vorzeichen seines ersten Satzes; \u201eGelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus.\u201c Lob und Dank f\u00fcr einen Gott, der aufrichtet, wo wir am Ende sind. Das kommt im Namen dieses Sonntags mitten in der Passionszeit zum Ausdruck. Laetare hei\u00dft er. Zu Deutsch: Freue dich!<\/p>\n\n\n\n<p>Freue dich, dass wir bei allem Jammer den zur Seite haben, der sagt: \u201eIch lebe, und ihr sollt auch leben!\u201c Freue dich, dass ihm deine Niederlagen nicht peinlich sind und er dir zusagt: \u201eF\u00fcrchte dich nicht: Meine Kraft ist in dem Schwachen m\u00e4chtig!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein Segen, dass es bis heute Menschen wie Paulus gibt, die sich an den Beistand Gottes in der Tiefe halten und das in Wort und Tat, in Musik und in Bildern weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott sei Lob und Dank daf\u00fcr, dass ich in der Kirche einen Ort habe, an dem das angesprochen und angenommen wird, womit wir keinen Eindruck machen k\u00f6nnen und was wir drau\u00dfen lieber verbergen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gelobt sei Gott daf\u00fcr, dass sein Beistand mich in aller Bedr\u00e4ngnis aufrichtet und mich, sensibler f\u00fcr die Not meiner Mitmenschen macht und mich dazu anstiftet, mich immer von neuem in der N\u00e4chstenliebe zu \u00fcben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott wei\u00df, wie oft ich dabei versage. Er wei\u00df, wie oft Menschen entt\u00e4uscht und allein gelassen aus der Kirche kommen. Gott sei Lob und Dank daf\u00fcr, dass er sie nicht aus den Augen l\u00e4sst und weiter daran arbeitet, dass sie ihn finden und sich freuen k\u00f6nnen. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dir ist Freude | Laetare | 27.03.2022 | Predigt zu 2. Korinther 1,3-7 | verfasst von Rudolf Rengstorf | Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tr\u00f6stet in aller unserer Bedr\u00e4ngnis, damit wir auch tr\u00f6sten k\u00f6nnen, die in allerlei Bedr\u00e4ngnis sind, mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7479,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,1,157,853,114,762,349,692,3,109,200],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-7494","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-1-korinther","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-01-chapter-01-1-korinther","category-kasus","category-laetare","category-nt","category-predigten","category-rudolf-rengstorf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7494"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7495,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494\/revisions\/7495"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7494"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=7494"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=7494"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=7494"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=7494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}