{"id":7828,"date":"2022-04-25T21:53:01","date_gmt":"2022-04-25T19:53:01","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=7828"},"modified":"2022-04-26T23:47:09","modified_gmt":"2022-04-26T21:47:09","slug":"7828-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/7828-2\/","title":{"rendered":"Johannes 21,15-19"},"content":{"rendered":"<div>\n<h3 class=\"Text\"><span lang=\"DE\">\u201eHast du mich lieb? Folge mir nach!!<\/span><span lang=\"RU\">&#8220; <\/span><i><span lang=\"RU\">|\u00a0<\/span><\/i><span lang=\"EN-US\">Misericordias Domini | 01.05.2022<\/span><span lang=\"EN-US\"> |<\/span><span lang=\"EN-US\">\u00a0Joh 21,15-19 | Andreas Pawlas |<\/span><\/h3>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><i><span lang=\"DE\">Als Jesus mit seinen J\u00fcngern das Mahl gehalten hatten, spricht er zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine L\u00e4mmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du wei\u00dft alle Dinge, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du j\u00fcnger warst, g\u00fcrtetest du dich selbst und gingst, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine H\u00e4nde ausstrecken, und ein anderer wird dich g\u00fcrten und f\u00fchren, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen w\u00fcrde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!<\/span><\/i><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><i><span lang=\"EN-US\">Joh 21,15-19<\/span><\/i><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Liebe Gemeinde!<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Ob der Hl. Apostel Petrus vielleicht gerade sehr besch\u00e4ftigt war, als ihn diese Frage Jesu traf: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Es k<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nnte doch sein, da\u00df unser Petrus beim gemeinsamen Mahl mit dem Auferstandenen gerade dabei war, sich das Tuch zum Mundabwischen aus der Tasche zu fingern und dann kommt da mit einem Male diese Frage: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Und ich k<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nnte mir sogar vorstellen, da\u00df der gro\u00dfe Kirchenvater diese Frage eigentlich nur mit halbem Ohr geh<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">rt hat, weil er doch so sehr mit der Suche nach diesem Mundtuch besch\u00e4ftigt war.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Vielleicht kennen wir ja sogar ein solches H<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">ren und doch Nicht-H<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">ren aus \u00e4hnlichen Situationen. Wenn wir etwa dabei sind, kurz vor einem aufziehenden Gewitterguss noch schnell die letzten Rasenkanten fertig abzustechen und dann k\u00e4me da mit einem Male die Frage auf uns zu: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Wer unter uns w\u00fcrde da nicht sagen: \u201eEinen Moment mal, ich bin gleich fertig, ich komme gleich ins Haus und dann k<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nnen wir reden.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Oder wie ist das, wenn wir beim Supermarkt an der Kasse stehen und sehr damit zu tun haben aufzupassen, dass sich nicht schon wieder jemand vordr\u00e4ngelt, wenn da mit einem Male die Frage k\u00e4me: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Da w\u00fcrden wir doch sagen: \u201eBitte einen Moment, gleich bin ich dran, und dann reden wir drau\u00dfen vor dem Gesch\u00e4ft weiter.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Und wie ist das, wenn wir beim Arzt mit unseren Dauerschmerzen schon volle drei Stunden im Wartezimmer gesessen haben und jetzt gleich, gleich soll die Sprechstundenhilfe hereinkommen und uns zum Arzt mit der lindernden Spritze aufrufen, wenn da mit einem Male die Frage k\u00e4me: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; W\u00fcrden wir da nicht auch sagen: \u201eMoment, ich bin doch gleich fertig und dann h<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">re ich gern zu.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Nun schweigt sich nat\u00fcrlich die \u00dcberlieferung dar\u00fcber aus, ob Petrus damals <b><i>wirklich<\/i><\/b> das Tuch zum Mundabwischen gesucht hatte, als ihn die Frage unseres Herrn traf: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Aber in einem bin ich mir ganz sicher: n\u00e4mlich dass Christus ganz <b><i>genau wei\u00df<\/i><\/b>, wie besch\u00e4ftigt wir Menschen nun einmal immer <\/span>so sind<span lang=\"DE\">. Und sicherlich weiss er auch genau, <b><i>wer<\/i><\/b> unter uns vielleicht sogar jetzt im Augenblick hier in dieser Kirche <b><i>tausend andere Dinge<\/i><\/b> im Kopf hat, als das, was nach Gottes Willen wirklich wichtig ist zu h<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">ren, n\u00e4mlich die Frage<\/span><span lang=\"RU\">: &#8222;<\/span><b><i><span lang=\"DE\">Hast du mich lieb?<\/span><\/i><\/b><span lang=\"RU\">&#8222;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Ja, wir alle wissen genug davon, wie sehr uns die Last der allt\u00e4glichen Routinearbeiten, der normale <\/span><span lang=\"SV\">\u00c4<\/span><span lang=\"DE\">rger, unsere Lieblingsgedanken, unsere Dauerschmerzen, unsere l\u00e4hmenden Traurigkeiten ziemlich <b><i>gefangen\u00a0<\/i><\/b>halten.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Insofern ist mir garnicht klar, ob es da \u00fcberhaupt reichen kann, <b><i>dreimal<\/i><\/b> angesprochen zu werden, wie der gute Petrus &#8211; der ja immer wieder stellvertretend f\u00fcr die christliche Gemeinde steht, der ja immer wieder stellvertretend f\u00fcr <b><i>uns alle<\/i><\/b> wahrgenommen wird. Allerdings, allein die Tatsache, dass Petrus und wir schon dreimal zur Antwort gebeten werden, m\u00fcsste f\u00fcr uns eigentlich ziemlich deprimierend sein.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Aber f\u00fcr mich schimmert aus dieser Tatsache, dass<\/span> Petrus <span lang=\"DE\">von Christus derart gefragt wird und auch immer wieder angesprochen wird, trotzdem ein <\/span><b><i>gro<\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">\u00dfer Trost<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\"> hindurch. Nein, nicht deshalb, weil sich auch bei mir langsam das Thema Altersschwerh<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">rigkeit breit macht. Sondern weil es genau dieser <\/span><b><i>Petrus<\/i><\/b><span lang=\"DE\"> ist, dem von unserem Herrn eine solche Frage gestellt wird.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Denn, was dieser Petrus f\u00fcr einer ist, das haben wir doch im Passionsbericht <b><i>h<\/i><\/b><\/span><b><i><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">ren<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\"> m\u00fcssen. Dieser Petrus, das war doch <b><i>der<\/i><\/b>, der so gro\u00dfe Reden gef\u00fchrt hatte, da\u00df <\/span><span lang=\"SV\">er Jesus <\/span><span lang=\"DE\">nachfolgen wolle bis in den Tod. Aber dann, dann wurde Jesus gefangen genommen und alle liefen weg, auch Petrus. Wir kennen es alle aus den Passionsberichten, dass sich <\/span>Petrus <b><i><span lang=\"NL\">erst sp<\/span><\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">\u00e4ter<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\"> wieder in die N\u00e4<\/span>he <span lang=\"DE\">von <\/span><span lang=\"SV\">Jesu<\/span><span lang=\"DE\">s schlich.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Aber als Jesus dann unschuldig als Verbrecher hingerichtet werden sollte, da verleugnete ihn Petrus <b><i>dreimal.\u00a0<\/i><\/b>Ja, ausgerechnet <b><i>dreimal<\/i><\/b> sagte Petrus, dass er mit diesem Jesus nichts zu tun h\u00e4tte. Und <b><i>dann<\/i><\/b>, <b><i>dann<\/i><\/b> kr\u00e4hte auch noch der Hahn. Und dieser Hahnenschrei &#8211; ich habe es in Jerusalem selbst geh<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">rt, wie dort am Ort des Verrates noch heute die H\u00e4hne durchdringend zu kr\u00e4hen wissen &#8211; und dieser Hahnenschrei, der ging dem Petrus durch <b><i>Mark<\/i><\/b> und <b><i>Bein<\/i><\/b>. Und <b><i>er<\/i><\/b>, der versagt, entt\u00e4uscht und gelo<\/span><span lang=\"DA\">gen hatte, <\/span><b><i><span lang=\"DE\">weinte bitterlich<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\">.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Wenn auch Petrus immer wieder f\u00fcr die christliche Gemeinde steht, da finden es vielleicht manche ein bi\u00dfchen \u00fcberzogen, sich schnell <b><i>ebenfalls<\/i><\/b> in die Schar der Versager oder L\u00fcgner einreihen zu lassen. Aber vielleicht ist es auch ganz anders. Denn m<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">glicherweise <b><i>kennen<\/i><\/b> wir das alle irgendwie schon, dass wir Christus schon <\/span>gro\u00df<span lang=\"DE\">e Versprechungen gemacht hatten, und dann doch erb\u00e4rmlich wenig davon gehalten hatten. Denken wir doch einmal an<\/span> so manche <span lang=\"DE\">unserer guten Vors\u00e4tze und was dann aus ihnen geworden ist. Ist da nicht so Manches in unserem Leben, d<\/span>as <span lang=\"DE\">da eigentlich f\u00fcr uns durchaus besch\u00e4mend oder peinlich ist? Aber genau <b><i>darum<\/i><\/b> ist es f\u00fcr mich doch so <b><i>tr<\/i><\/b><\/span><b><i><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">stlich<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\">, da\u00df Jesus Christus, dass unser auferstandener Herr, der das alles genau <b><i>wei\u00df<\/i><\/b> und uns doch so genau <b><i>kennt<\/i><\/b>, dass dieser Jesus Christus uns <b><i>nicht<\/i><\/b> fallen l\u00e4\u00dft, wie eine hei\u00dfe Kartoffel, sondern uns <b><i>trotzdem fragt<\/i><\/b>: &#8222;Hast du mich lieb?&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Ich wei\u00df jetzt wieder nicht, wie es f\u00fcr einen jeden von uns weiter geht, wenn wir auf die Frage &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; Christus eine Antwort geben. Vielleicht sagt mancher nach genauer \u00dcberlegung, &#8222;Ich wei\u00df das garnicht so richtig, ob ich Christus lieb habe.&#8220; Es k\u00f6nnte durchaus sein, dass wir beim Nachdenken \u00fcber diese Frage mit einem Male entdecken, an <\/span><b><i>was<\/i><\/b> und an <b><i><span lang=\"DE\">wieviel<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\"> wir in dieser verg\u00e4nglichen Welt mit unserem ganzen Herzen h\u00e4ngen, und das darum auch nicht aufgeben wollen. Das Nachdenken \u00fcber diese Frage k\u00f6nnte darum mit einem Male aufdecken, wieviel Verg\u00e4ngliches, ja, wieviel entsetzlich <b><i>Belangloses<\/i><\/b> unser Herz <b><i>fest im Griff hat.<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Aber es k\u00f6nnte ja auch ganz anders sein. Ja, es k\u00f6nnte auch ganz anders sein, dass in der tiefen Besinnung \u00fcber diese Frage Jesu mit einem Male alles dieses Belanglose von uns <b><i>abf\u00e4llt,<\/i><\/b> und dass wir dann doch gern auf die Frage Jesu &#8222;Hast du mich lieb?&#8220; oder &#8222;Hast du mich lieber als die anderen?&#8220; <b><i>genauso<\/i><\/b> wie Petrus antworten: &#8222;Ja, Herr, <b><i>du wei\u00dft<\/i><\/b>, da\u00df <b><i>ich dich lieb habe<\/i><\/b><\/span><span lang=\"RU\">.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Und was wird dann Jesus sagen? Mir ist nun nicht klar, ob er einem jedem sagt &#8222;Weide meine L\u00e4<\/span>mmer!<span lang=\"DE\">\u201c, also ob ein jeder von uns dann so direkt den Auftrag erh\u00e4lt, Hirte zu sein, Hirte f\u00fcr die Seelen, Bischof f\u00fcr eine Schar von Christen. Allerdings denke ich mir, dass bei dieser Frage keiner von uns <b><i>v<\/i><\/b><\/span><b><i><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">llig allein<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\"> auf dieser Welt steht. Hat nicht <b><i>jeder von uns<\/i><\/b> Menschen, f\u00fcr die er sich in Gottes Namen verantwortlich f\u00fchlt, sei es als Eltern oder Gro\u00dfeltern, als gro\u00dfe Geschwister oder Onkel oder Tanten, als Nachbar, Kollege oder Klassenkamerad? Darum k\u00f6nnte es doch durchaus sein, dass dieser Auftrag Jesu &#8222;Weide meine L\u00e4<\/span>mmer!&#8220; <span lang=\"DE\">in je unterschiedlicher Weise wirklich <b><i>einem jeden<\/i><\/b> von uns gilt.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Wohlgemerkt, es ist dabei vom<\/span><span lang=\"RU\"> &#8222;<\/span><span lang=\"DE\">Weiden&#8220; die Rede, also vom liebevollen und behutsamen Weisen auf den rechten Weg, Weisen zum rechten Leben. Definitiv ist da nicht von irgendeinem Erschlagen mit der Bibel oder von ewiger Besserwisserei die Rede.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Was mich jetzt noch stark besch\u00e4ftigt, ist der <b><i>zweite<\/i><\/b> Teil dieses Bibelwortes. Unter einem Weiden von L\u00e4mmern, da kann ich mir ja noch eine ganze Menge vorstellen. Aber dann ist da mit einem Male, die Rede vom <b><i>Altwerden<\/i><\/b> und vom Dahin-gehen, wohin-man-nicht-will. Dabei ist das eigentlich nichts Unbekanntes. Denn ist das nicht genau die Erfahrung von uns <\/span><b><i><span lang=\"SV\">\u00c4<\/span><\/i><\/b><b><i><span lang=\"DE\">lteren<\/span><\/i><\/b><span lang=\"DE\">, die wir alle kennen? Immerhin h\u00e4tte ich mir pers<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nlich nie tr\u00e4umen lassen, einmal von unserem Herren hierher in dieses <b><i>kleine Dorf <\/i><\/b>geschickt zu werden. Aber was hat das nun mit dem Weiden von L\u00e4mmern zu tun? Und \u00fcberhaupt, was hat das Altwerden und das Dahin-gehen, wohin-man-nicht-will, mit dem Weiden von L\u00e4mmern zu tun, mit dem <b><i>Leiten von Seelen<\/i><\/b>?<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Oder ist etwa das eigene <b><i>Vorbild<\/i><\/b>, das ganz pers<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nliche sich allein <b><i>nach Gottes Willen zu richten<\/i><\/b>, viel st\u00e4rker, als <b><i>tausend gute Argumente<\/i><\/b>, um andere Seelen zu ermuntern? Und sollte vielleicht sogar am Ende das <b><i>eigene Sterben<\/i><\/b>, der <b><i>eigene Tod<\/i><\/b> mit <b><i>dazu<\/i><\/b> geh<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">ren? Sollte es etwa f\u00fcr <b><i>mich pers\u00f6nlich<\/i><\/b> m<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">glich sein, Gott mit meinem Tod zu preisen? Ist es wirklich vorstellbar, in einer Zeit, die nichts so sehr f\u00fcrchtet wie den Tod, Gott mit dem <b><i>eigenen Tod<\/i><\/b> zu preisen? Sollte es also f\u00fcr mich m<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">glich sein, mein Leben in <b><i>Gelassenheit<\/i><\/b>, <b><i>Dankbarkeit<\/i><\/b> und <b><i>Gottvertrauen,<\/i><\/b> eben in der f<b><i>esten Hoffnung<\/i><\/b> auf die <b><i>Auferstehung<\/i><\/b>, in Gottes gute Hand zur\u00fcckzugeben, und ihn <b><i>auf diese Weise<\/i><\/b> mit meinem Tod preisen?<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Nun wei\u00df ich ja garnicht, ob ich <b><i>so<\/i><\/b> werde sterben k<\/span><span lang=\"SV\">\u00f6<\/span><span lang=\"DE\">nnen. Ich wei\u00df auch nicht, ob nicht vielleicht die Angst vor Schmerzen, die Sorge um meine Lieben und die Gedanken an manche Schuld und manches Unvollendete mich verkrampfen und verk\u00e4mpfen lassen. Aber eins hoffe ich <b><i>ganz fest<\/i><\/b> und ich hoffe und bete darum, wenn ich dann an meinem Krankenhausbett unseren Herrn Jesus Christus stehen sehen werde und er mich ernst und eindringlich fragt: &#8222;Hast du mich lieb?\u201c, da\u00df ich dann auch <b><i>wirklich antworten kann:<\/i><\/b> &#8222;Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe.&#8220; Und da\u00df ich dann in dieser bedingungslosen Liebe zu unserem Herren bestimmt <b><i>Gott preisen kann<\/i><\/b>, ob ich nun noch weiter leben oder sterben soll.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Diese <b><i>bedingungslose<\/i><\/b> Liebe zu unserem Herren, dieses <b><i>bodenlose Gottvertrauen<\/i><\/b>, das uns befreit zu Dankbarkeit und Freude, das schenke unser Herr Jesus Christus <b><i>uns allen<\/i><\/b>, jetzt und in Ewigkeit. Amen. <\/span><\/p>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"EN-US\">\u00a0___<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"EN-US\">Pastor i. R. Prof. Dr. Andreas Pawlas\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><span lang=\"EN-US\"><br \/>\n<\/span><span lang=\"EN-US\">Eichenweg 24\u00a0\u00a0 <\/span><span lang=\"EN-US\"><br \/>\n<\/span><span lang=\"EN-US\">25365 Kl. Offenseth-Sparrieshoop <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p class=\"Text\"><span lang=\"DE\">Andreas.Pawlas@web.de<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHast du mich lieb? Folge mir nach!!&#8220; |\u00a0Misericordias Domini | 01.05.2022 |\u00a0Joh 21,15-19 | Andreas Pawlas | Als Jesus mit seinen J\u00fcngern das Mahl gehalten hatten, spricht er zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? 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