{"id":7896,"date":"2022-05-02T23:20:08","date_gmt":"2022-05-02T21:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=7896"},"modified":"2022-05-02T23:52:47","modified_gmt":"2022-05-02T21:52:47","slug":"gen-11-24a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/gen-11-24a\/","title":{"rendered":"Gen 1,1-2,4a"},"content":{"rendered":"<h3>Und siehe: Es ist sehr gut! | Sonntag, 8. Mai 2022 | Predigt \u00fcber Gen 1,1-2,4a | verfasst von Benedict Schubert |<\/h3>\n<p><em>Vorbemerkung:<\/em><\/p>\n<p>Der Gottesdienst wird wesentlich mit gepr\u00e4gt vom Gesang der Sopranistin Gunta Smirnova. Begleitet vom Geiger Rafayel Ter-Sahakyan und der Organistin Ekaterina Kofanova interpretiert sie f\u00fcnf der neun \u00abDeutschen Arien\u00bb von G.F. H\u00e4ndel nach Gedichten von Barthold Heinrich Brockes: Nr.\u00a01 nach Begr\u00fcssung, Eingangslied (Himmel, Erde, Luft und Meer \u2013 RG 530\/EG 504, wobei die erste und letzte Strophe von allen, die Strophen 2+4 von den Frauen, 3+5 von den M\u00e4nnern gesungen werden) und Eingangsgebet. Nr. 5 folgt nach der Lesung des Predigttexts (der Sch\u00f6pfungsbericht wird ganz gelesen), Nr. 8 zwischen Teil 1 und 2 der Predigt, Nr. 4 nach der Predigt (Texte bei der Predigt). Mit Nr. 9 schliesslich endet der Gottesdienst nach Sendung und Segen.<\/p>\n<p>Da an diesem Sonntag auch ein Kind getauft wird, beschr\u00e4nke ich mich auf den Predigttext als einzige Lesung. Und weil die Deutschen Arien einen wichtigen Teil der Verk\u00fcndigung \u00fcbernehmen, ist die Predigt relativ kurz. Auch wenn die Gemeinde es gewohnt ist, dass Gottesdienste eine gute Stunde dauern, will ich den Rahmen nicht allzu sehr sprengen.<\/p>\n<p>Gesungen werden zur Taufe das Lied von Jochen Klepper \u00abGott, Vater, du hast deinen Namen\u00bb (RG 179\/EG 208) und als Schlusslied vor Sendung und Segen \u00abBrunn alles Heils, dich ehren wir\u00bb (RG 244\/eg 140,1-4) von Gerhard Tersteegen. Die F\u00fcrbitten halten wir in zwei Teilen zwischen den drei Strophen des Psalmlieds \u00abO H\u00f6chster, deine G\u00fctigkeit\u00bb (zu Ps 36, RG 27, nicht im EG).<\/p>\n<p>Die Texte der nach dem Eingangsgebet und zum Schluss gesungenen Arien 1+9 sind:<\/p>\n<p>DA 1: <em>K\u00fcnftger Zeiten eitler Kummer\/ St\u00f6rt nicht unsern sanften Schlummer,\/ Ehrgeiz hat uns nie besiegt.\/ Mit dem unbesorgten Leben,\/ Das der Sch\u00f6pfer uns gegeben,\/ Sind wir ruhig und vergn\u00fcgt<\/em>.<\/p>\n<p>DA 9: <em>Flammende Rose, Zierde der Erden,\/ Gl\u00e4nzender G\u00e4rten bezaubernde Pracht;\/ Augen, die deine Vortrefflichkeit sehen,\/ M\u00fcssen vor Anmut erstaunend gestehen,\/ Dass dich ein g\u00f6ttlicher Finger gemacht.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Predigt:<\/em><\/p>\n<p>DA 5: <em>Singe, Seele, Gott zum Preise,\/ Der auf solche Weise\/ Alle Welt so herrlich schm\u00fcckt.\/ Der uns durchs Geh\u00f6r erquickt,\/ Der uns durchs Gesicht entz\u00fcckt,\/ Wenn er B\u00e4um\u2019 und Feld bebl\u00fcmet,\/ Sei gepreiset, sei ger\u00fchmet.<\/em><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p>die Sch\u00f6nheit dessen, was Gott geschaffen hat, kann Dir den Atem verschlagen \u2013 und wenn Du dann wieder Luft holst, wirst Du singen wollen. Einen hellen Jauchzer hoch oben auf dem Berg, ein heiteres Lied beim Spaziergang im Wald, eine sehnsuchtsvolle Melodie, wenn Du \u00fcbers Meer schaust oder in den Nachthimmel hinauf. Kein Wunder, gibt es einen fast unbegrenzten Schatz an Fr\u00fchlingsliedern, weil in unseren Klimazonen diese Zeit ihre besondere Sch\u00f6nheit hat und das grosse Versprechen in sich birgt von Erfrischung, von Aufbl\u00fchen und kommender Reife.<\/p>\n<p>Schon unter den biblischen Psalmen singen einige das Lob des Sch\u00f6pfers. Franz von Assisi hat mit seinem Sonnengesang die Kreativit\u00e4t des Ewigen gepriesen. Mit Joachim Neander haben wir zu Beginn unseres Gottesdienstes jubelnd behauptet, dass Himmel, Erde, Luft und Meer von der Sch\u00f6nheit Gottes zeugen, von Gottes Gr\u00f6sse, von Gottes Ehre. Und Gunta Smirnova hat darauf mit der Arie geantwortet, die f\u00fcr das \u00abunbesorgte Leben\u00bb dankt, das Gott uns gegeben hat; soeben hat sie sich und uns dazu aufgerufen, Gott zu erheben, der \u00aballe Welt so herrlich schm\u00fcckt\u00bb.<\/p>\n<p>Ja, eigentlich h\u00e4tte ich auch den sch\u00f6nen Sch\u00f6pfungsbericht lieber singen wollen, den ich Euch prosaisch vorgelesen habe. Ich h\u00e4tte dieses Lied singen sollen von Gottes kraftvollem Wort, das ausreicht, um eine gute, sch\u00f6ne Welt zu schaffen. Es braucht keinen komplexen Mechanismus. Es wird nicht davon gesungen, dass Gott geheimnisvoll mit der Materie hantiert und wunderbar dies und jenes zusammengemischt h\u00e4tte, um die Welt entstehen zu lassen. Gott wird nicht als der erste und h\u00f6chste Alchemist gepriesen, sondern als die ewige Quelle des Lebens, die nur zu sagen braucht: \u00abEs werde Licht!\u00bb \u2013 und es wird hell. Wir gehen nicht mehr in der vernichtenden Schw\u00e4rze verloren. Wir verk\u00fcmmern nicht im kalten Dunkel lieblosen Schweigens. Niemand und nichts geht unter im schmutzigen Tohuwabohu. Wir ertrinken nicht in den Urfluten, sondern werden herausgezogen, herausgerettet: Gott schafft einen Kosmos, eine sch\u00f6ne Ordnung. So sch\u00f6n, dass Gott selbst jedes Tagewerk beschliesst mit dem Ausdruck gl\u00fccklicher Genugtuung: \u00abEs ist gut. Es ist sch\u00f6n!\u00bb<\/p>\n<p>Die Gedichte von Barthold Heinrich Brockes, die H\u00e4ndel in seinen neun deutschen Arien vertont hat, stammen aus der Zeit der Aufkl\u00e4rung, in denen einzelne Denker meinten, mit philosophischen Argumenten begr\u00fcnden zu k\u00f6nnen, dass und weshalb unsere Welt die beste aller denkbaren Welten sei. Auch Brockes Texte scheinen mit diesem uneingeschr\u00e4nkt positiven Blick auf das zu schauen, was uns umgibt. Nur an einer Stelle kommt Kummer vor, und er ist eitel (Nr. 1).<\/p>\n<p>So gut und sch\u00f6n m\u00f6gen auch wir die Welt sehen und einsch\u00e4tzen, wenn wir an einem sonnigen Fr\u00fchlingstag in den H\u00fcgeln des Baselbiets spazieren und von einer H\u00f6he aus die Schneeberge gl\u00e4nzen sehen, wenn wir dankbar und gl\u00fccklich dar\u00fcber sind, dass ein Kindlein zur Welt gekommen ist wie Elena, die wir vorhin getauft haben, oder auch wenn wir die Liebe feiern und das Versprechen der verbindlichen Treue, das zwei Menschen einander geben, wie gestern hier Lara und Max.<\/p>\n<p>Doch wenn wir die Welt so uneingeschr\u00e4nkt als sch\u00f6n und gut besingen, werden sich sehr bald Stimmen melden, die mit guten Gr\u00fcnden finden, unsere Loblieder seien etwas zu harmlos, zu nett, zu oberfl\u00e4chlich \u2013 auch eine solche Stimme in uns selbst. Es gebe keine reinen Kl\u00e4nge, wir d\u00fcrften die Reibungen und Spannungen nicht \u00fcberh\u00f6ren, sondern sollten zur Kenntnis nehmen, wie viel auf dieser Welt nicht gut und nicht sch\u00f6n ist.<\/p>\n<p>Ganz sicher nicht harmlos und oberfl\u00e4chlich ist das Lob des Leben und Licht schaffenden Gottes, das der unbekannte Dichter im ersten Sch\u00f6pfungsbericht anstimmt, mit dem der Kanon der Bibel er\u00f6ffnet wird. Gewiss wird in teilweise ber\u00fchrend feinen Details besungen, wie Gott in seinem kreativen Rhythmus alles ins Leben ruft, was ist: Tag und Nacht, Gras und Kr\u00e4uter, Lichter am Himmel, V\u00f6gel und Getier, Vieh und Gew\u00fcrm und schliesslich auch uns Menschen. Das alles ist gut. Und sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Das, was wir am Anfang des Lobgesangs jedoch geh\u00f6rt haben, scheint indessen nie vollst\u00e4ndig zu verklingen, wie wenn es als dunkle Perspektive bedrohlich bliebe, wie wenn wir nie vergessen d\u00fcrften, wie leicht wir wieder dahin zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, dass <em>die Erde w\u00fcst und leer war, und Finsternis auf der Tiefe lag.<\/em><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wird der erste S\u00e4nger etwas von dieser bedrohlichen Wirklichkeit gewusst haben \u2013 und deshalb hat sein Loblied auch einen trotzigen Beiklang. Den werdet Ihr jetzt zwar nicht h\u00f6ren, wenn Gunta einl\u00e4dt, Aug und Herze sollten sich erfrischen <em>in den angenehmen B\u00fcschen, wo sich Licht und Schatten mischen. <\/em>Erst nachher wollen wir auf den widerst\u00e4ndigen Charakter des Sch\u00f6pfungslieds achten.<\/p>\n<p>DA 8: <em>In den angenehmen B\u00fcschen\/ Wo sich Licht und Schatten mischen\/ Suchet sich in stiller Lust\/ Aug und Herze zu erfrischen.\/ Dann erhebt sich in der Brust\/ Mein zufriedenes Gem\u00fcte\/ Und lobsingt des Sch\u00f6pfers G\u00fcte.<\/em><\/p>\n<p>Vom Widerst\u00e4ndigen im Sch\u00f6pfungsbericht will ich in diesem zweiten Teil der Predigt reden. Dazu ist in Erinnerung zu rufen, wo und zu welcher Zeit wer diesen Text geschrieben hat. Die Fachleute vermuten, es sei ein Priester gewesen, der unter den schwierigen Bedingungen des babylonischen Exils die in die Fremde verschleppten Angeh\u00f6rigen des Volkes Israel dazu anhielt und darin anleitete, weiterhin dem Ewigen zu dienen, Gottesdienste mit und f\u00fcr den Gott Israels zu feiern.<\/p>\n<p>All das, was sie an Kult und religi\u00f6sen Gebr\u00e4uchen entwickelt hatten, seit Salomo den Tempel in Jerusalem erbaut hatte, war verloren. Der Tempel war zerst\u00f6rt, das Volk zerstreut; diejenigen, die in Babel lebten, sassen am Fluss und weinten, wenn sie an Jerusalem dachten (Ps 137). Verloren hatten sie nicht nur die M\u00f6glichkeit, ihren traditionellen Gottesdienst weiter zu feiern. In Frage gestellt war auch ihr Glaube. Triumphierend behaupteten die M\u00e4chtigen in Babylon, ihre G\u00f6tter h\u00e4tten sich als st\u00e4rker erwiesen, ihr Glaube sei wirksam, ihre Art Gott und die Welt zu verstehen also richtig. Das lasse sich unschwer daran ablesen, dass Babel schliesslich \u00fcber Israel gesiegt und Jerusalem zu einem Kaff im Westen degradiert habe.<\/p>\n<p>In der Logik der Macht schien das kaum widerlegbar. Doch da stand dieser unbekannte, aber offensichtlich von der kreativen Geistkraft des Ewigen erf\u00fcllte Priester auf und sang sein Lied von Gott, der nicht kleinlich die einen milit\u00e4risch \u00fcber die anderen triumphieren l\u00e4sst. Nein: Er singt von Gott, der alles mit seinem Wort ins Leben ruft und allem Sein und Rhythmus schenkt.<\/p>\n<p>Sonne und Mond, von denen Babylon behauptet, sie seien die Gottheiten, die ihren K\u00f6nig m\u00e4chtig gemacht h\u00e4tten, das sind \u2013 so singt der freche Priester \u2013 nichts als Lampen, die der wahre Gott ans Firmament geh\u00e4ngt hat.<\/p>\n<p>Umgekehrt sind die Menschen nicht irgendwelchen himmlischen oder irdischen M\u00e4chten ausgeliefert; sie sind nicht Figuren, die G\u00f6tter in ihren K\u00e4mpfen auf Spielbrettern herumschieben. Gott selbst hat die Menschen ins Leben gerufen, dass sie ihm verantwortliches Gegen\u00fcber seien. Sie k\u00f6nnen und sollen auf Gottes Wort h\u00f6ren, das Licht in ihr Leben bringt. Und in Gottes Namen und bewegt von Gottes Kraft, die von Anfang an \u00fcber allem schwebt, nehmen sie die Aufgabe wahr zu sorgen f\u00fcr alles, was in Himmel, Erde, Luft und Meer ist. Dass sie sich dabei die Erde <em>untertan <\/em>machen sollen, ist leider auf h\u00f6chst zerst\u00f6rerische Weise ausgelegt worden. Es ging vergessen, dass der Priester davon sang, als diese Aussage noch subversiv war. Den Verbannten wurde eingetrichtert, sie seien nicht viel wert. Zu gehorchen h\u00e4tten sie, zu schuften als Knechte im Reich der babylonischen G\u00f6tter. Der Priester jedoch weiss, dass sie von Gott her ein auserw\u00e4hltes Geschlecht sind, ein k\u00f6nigliches Priestertum, ein heiliges Volk (1 Petr 2,9).<\/p>\n<p>Und wie Gott nehmen sie sich die Freiheit heraus, am siebten Tag zu ruhen, ihr Leben in dem Rhythmus zu leben, den Gott vorgibt. Sechs Tage lang jeweils mit der ihm eigenen Aufgabe, auch wenn diese, wie Jesus das sagt, manchmal eine Plage sein sollte. Doch dann am siebten Tag schenkt Gott die Ruhe, die Gott sich selbst nimmt. Raum hat Gott geschaffen, damit wir zur Besinnung kommen, einstimmen in sein Lob, und die Seele erfreut wird von der <em>s\u00fcssen Stille, der sanften Quelle ruhiger Gelassenheit.<\/em><\/p>\n<p>DA 4: <em>S\u00fc\u00dfe Stille, sanfte Quelle\/ Ruhiger Gelassenheit.\/ Selbst die Seele wird erfreut,\/ Wenn ich mir nach dieser Zeit\/ Arbeitsamer Eitelkeit\/ Jene Ruh vor Augen stelle,\/ Die uns ewig ist bereit.<\/em><\/p>\n<p>___<\/p>\n<p>Pfr. Dr. Benedict Schubert, geb. 1957, reformierter Pfarrer an der Peterskirche in Basel nach mehreren Jahren im Dienst der evangelisch-reformierten Kirche in Angola und bei mission 21 \u2013 evangelisches missionswerk basel, sowie Lehrauftrag im Fach aussereurop\u00e4isches Christentum an der Universit\u00e4t Basel; mit seiner Frau zusammen leitet er das \u00abTheologische Alumneum\u00bb, ein Wohnheim f\u00fcr Studierende aller Fakult\u00e4ten, sie sind beide seit ihrer Gr\u00fcndung Mitglieder der Communit\u00e4t Don Camillo.<\/p>\n<p>Basel<\/p>\n<p><a href=\"about:blank\">benedict.schubert@erk-bs.ch<\/a><\/p>\n<p>___<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab mir zwei Augen,* \u00f6ffne ich sie,<br \/>\nunterscheide ich perfekt das Schwarze vom Wei\u00dfen;<br \/>\nund im hohem Himmel, seine sternenhelle Tiefe;<br \/>\nund in der Menschenmasse den Mann, den ich liebe.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab mir das Geh\u00f6r, das in seiner ganzen Weite<br \/>\naufnimmt, Tag und Nacht, Grillen und Kanarienv\u00f6gel,<br \/>\nH\u00e4mmer, Turbinen, Gebell, Regenschauer,<br \/>\nund die so zarte Stimme meines Allerliebsten.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab mir den Ton und das ABCD.<br \/>\nDamit denke und \u00e4u\u00dfere ich die W\u00f6rter:<br \/>\n&#8222;Mutter&#8220;, &#8222;Freund&#8220;, &#8222;Bruder&#8220; und &#8222;Licht&#8220;,<br \/>\nden Weg der Seele beleuchtend, von ihm, den ich liebe.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab den Gang meinen m\u00fcden F\u00fc\u00dfen.<br \/>\nMit ihnen lief ich in St\u00e4dten und durch Pf\u00fctzen,<br \/>\n\u00fcber Str\u00e4nde und durch W\u00fcsten, in den Bergen und im Flachland,<br \/>\nund in deinem Haus, in deiner Stra\u00dfe, in deinem Hof.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab mir das Herz, das erregt schl\u00e4gt,**<br \/>\nbetrachte ich die Ernte menschlicher Ratio,<br \/>\nbetrachte ich das Gute, so fern vom Schlechten,<br \/>\nschaue ich in die Tiefe deiner klaren Augen.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir so viel gab:<br \/>\nes gab mir das Lachen, es gab mir das Weinen.<br \/>\nMit ihnen unterscheide ich Gl\u00fcckseligkeit und Traurigkeit,<br \/>\ndie zwei Substanzen, die meinen Gesang formen,<br \/>\nund euer Gesang, welcher derselbe Gesang ist,<br \/>\nund der Gesang aller, der mein eigener Gesang ist.<\/p>\n<p>Danke an das Leben, das mir soviel gab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe dio dos luceros, que cuando los abro<br \/>\nPerfecto distingo lo negro del blanco<br \/>\nY en el alto cielo su fondo estrellado<br \/>\nY en las multitudes el hombre que yo amo<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe ha dado el o\u00eddo que en todo su ancho<br \/>\nGraba noche y d\u00eda, grillos y canarios<br \/>\nMartillos, turbinas, ladridos, chubascos<br \/>\nY la voz tan tierna de mi bien amado<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe ha dado el sonido y el abecedario<br \/>\nCon \u00e9l las palabras que pienso y declaro<br \/>\nMadre, amigo, hermano, y luz alumbrando<br \/>\nLa ruta del alma del que estoy amando<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe ha dado la marcha de mis pies cansados<br \/>\nCon ellos anduve ciudades y charcos<br \/>\nPlayas y desiertos, monta\u00f1as y llanos<br \/>\nY la casa tuya, tu calle y tu patio<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe dio el coraz\u00f3n que agita su marco<br \/>\nCuando miro el fruto del cerebro humano<br \/>\nCuando miro al bueno tan lejos del malo<br \/>\nCuando miro al fondo de tus ojos claros<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<br \/>\nMe ha dado la risa y me ha dado el llanto<br \/>\nAs\u00ed yo distingo dicha de quebranto<br \/>\nLos dos materiales que forman mi canto<br \/>\nY el canto de ustedes que es mi mismo canto<br \/>\nY el canto de todos que es mi propio canto<\/p>\n<p>Gracias a la vida que me ha dado tanto<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und siehe: Es ist sehr gut! | Sonntag, 8. 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