{"id":8235,"date":"2022-05-17T14:31:00","date_gmt":"2022-05-17T12:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8235"},"modified":"2022-05-25T08:33:52","modified_gmt":"2022-05-25T06:33:52","slug":"lukas-111-4-5-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-111-4-5-13\/","title":{"rendered":"Lukas 11,1-4.5-13"},"content":{"rendered":"\r\n<h3 class=\"has-medium-font-size\">Beten und Bitten lernen | Rogate | 22.05.2022 | Lk 11,1\u20134.5\u201313 | Thomas Bautz |<\/h3>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Evangelist Lukas erz\u00e4hlt, wie die Sch\u00fcler oder engsten Anh\u00e4nger Jesu ihn beim Beten sehen. Seine Art des Betens muss ihnen wohl zu Herzen gehen, sie beeindrucken, denn sie wollen sogleich bei ihm in die Schule gehen: Lehre uns beten, sagen sie, wie auch Johannes seine Sch\u00fcler das Beten beibringt. Der Zusammenhang zeigt, dass es sich um die Form des Bittgebets handelt. Beten und Bitten sind im Bittgebet vereint, das uns vermutlich n\u00e4her liegt als Dankgebet, Klage und Lobpreis und vermutlich am h\u00e4ufigsten praktiziert wird.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dem Eintritt der Anh\u00e4nger des Nazareners in die Gebetsschule folgt sogleich eine k\u00fcrzere Form des beispielhaften, inhaltlich und wirkungsgeschichtlich monumentalen Gebets, das mit der Bezeichnung Vaterunser, Anrede bei Lukas nur: \u201eVater\u201c, bis heute zu verschiedenen Anl\u00e4ssen praktiziert wird. Bei Lukas finden sich im Anschluss zwei Texte, die zum Bittgebet aufrufen oder dazu ermutigen wollen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Evangelist Matth\u00e4us stellt dem Vaterunser keine Anfrage der Sch\u00fcler Jesu voran, sondern warnt vor einem fr\u00f6mmelnden, heuchlerischen Verhalten oder zweifelhafter Gesinnung:<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>\u00a0Man soll weder gerechte Taten (\u201eGerechtigkeit\u201c) noch Almosen (Spenden) zur Schau stellen oder damit prahlen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In unserer Zeit sind Spendenaufrufe und Bekanntgabe der Ertr\u00e4ge meist \u00f6ffentlich; mitunter lassen sich Spender daf\u00fcr feiern, ernten zumindest Lob und Beifall. Das ist sicher in Ordnung, es hat aber nicht zwingend mit einer gl\u00e4ubigen Gesinnung zu tun: Menschen spenden aus unterschiedlichsten Motiven; meist, wenn sie konkrete Not sehen und dann eben helfen wollen. Man behauptet, \u201edie Deutschen\u201c w\u00e4ren besonders spendenfreudig. Ich vermag das nicht zu beurteilen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00a0Auf das Beten angewandt, distanziert sich Rabbi Jesus eindringlich vom Beten an \u00f6ffentlichen Orten, sei es an Stra\u00dfenecken, sei es in den Synagogen. Ein zutiefst religi\u00f6ser Mensch betet nicht, um dabei beobachtet oder gesehen zu werden.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>\u00a0Macht auch nicht viele Worte (\u201eplappert\u201c nicht); mutet \u201edem Vater\u201c kein \u201eleeres Gerede\u201c, keine \u201egedankenlosen Worte\u201c zu.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Jesus will sicher nicht die Bedeutung gerechten Handelns in Abrede stellen oder Spendenaktionen oder Beten in der \u00d6ffentlichkeit, etwa im Gottesdienst, in einer Trauerhalle oder am Grab oder am Krankenbett oder am Sterbelager, \u2013 ich meine es geht eher darum, dass wir uns nicht einbilden sollen, Fr\u00f6mmigkeit oder Glaubensst\u00e4rke daran messen zu k\u00f6nnen. Die Motivation f\u00fcr gerechtes Handeln, f\u00fcr Spenden und vor allem f\u00fcr das Beten soll von Herzen kommen, \u201eim Verborgenen\u201c, aus der pers\u00f6nlichen Glaubenshaltung heraus und darauf hoffend, dass \u201eder himmlische Vater\u201c es wei\u00df: \u201eeuer Vater wei\u00df, was ihr n\u00f6tig habt, bevor ihr ihn bittet\u201c (Mt 6,8b).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wichtig aber finde ich, dass der Nazarener unseren Blick auf das Verborgene lenkt, womit das Beten vielleicht (wieder) etwas Geheimnisvolles, zu Beh\u00fctendes, ja, Heiliges bekommt. Dennoch richtet sich das Vaterunser \u2013 nicht zuf\u00e4llig ein Teil der ber\u00fchmten Bergpredigt \u2013 dann auch an die \u00d6ffentlichkeit. Aber nun lade ich Sie dazu ein, mit mir die Gebetsschule zu besuchen, wie sie Lukas im Sinn hat. Wir d\u00fcrfen bei ihm voraussetzen, dass ihm sowohl die Dringlichkeit des Bittens wie auch die Erf\u00fcllbarkeit des in der Not ge\u00e4u\u00dferten Wunsches mehr oder weniger selbstverst\u00e4ndlich erscheinen. Er ist sich dessen gewiss: Niemand l\u00e4sst einen bittenden Freund im Stich, mag sein Anliegen unter gegebenen Umst\u00e4nden \u201eauch noch so sehr an die Grenzen des Schicklichen r\u00fchren\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>\u00a0Ich m\u00f6chte daher den nun zu Geh\u00f6r zu bringenden Text als eine rhetorische, gleichnishafte Beispielerz\u00e4hlung bezeichnen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spr\u00e4che zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote; denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann, und der drinnen w\u00fcrde antworten und sprechen: Mach mir keine M\u00fche! Die T\u00fcr ist schon verriegelt und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben. Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unversch\u00e4mten Dr\u00e4ngens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf\u201c (Lk 11,5\u20138).<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Beachtet man die Details dieser dramatischen Erz\u00e4hlweise im schrittweisen Ablauf der Handlung, wird deutlich, dass wir als H\u00f6rer oder Leser auf die Klimax, auf den Spannungsh\u00f6hepunkt oder schlicht auf den Ausgang der Geschichte warten: Wird der in seiner Nachtruhe gest\u00f6rte Freund schlussendlich nachgeben?!<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>\u00a0Das ablehnende Verhalten des Familienvaters erscheint plausibel: Menschen in d\u00f6rflicher Gegend Pal\u00e4stinas gehen fr\u00fch zu Bett, anders als Beduinen, die gern in der K\u00fchle der Nacht unterwegs sind. Die sesshafte Familie bewohnt ein einfaches Haus, das vermutlich nur aus einem Raum besteht; die Kinder w\u00fcrden schlagartig beim Entriegeln der T\u00fcr geweckt. Diese ist n\u00e4mlich durch einen eisernen Stab oder einen Balken verriegelt, der durch an den T\u00fcrfl\u00fcgeln befindliche Ringe gezogen wird. Das \u00d6ffnen des Riegels ist umst\u00e4ndlich, m\u00fchsam und verursacht lautes Ger\u00e4usch.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>\u00a0Man sp\u00fcrt nahezu den Unmut des Hausherrn, will er doch nur Ruhe und Schlaf f\u00fcr sich und seine Familie.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Erz\u00e4hler vermeidet es, auf die Bewirtung des Gastes als \u201eunbedingte Ehrensache\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>\u00a0im Orient zu verweisen. Stattdessen zeigt er (narrativ) auf, dass Gastfreundschaft an ihre Grenzen sto\u00dfen kann. Der nachts um Hilfe gebetene Freund l\u00e4sst sich am Ende dann doch noch breitschlagen, aber nicht um der Freundschaft \u2013 so hei\u00dft es \u2013, sondern um des \u201eunversch\u00e4mten\u201c Dr\u00e4ngens<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>\u00a0willen. Man mag fragen, ob diese abschlie\u00dfende Beurteilung des n\u00e4chtlichen Ruhest\u00f6renden gerecht oder nicht doch ziemlich \u00fcberzogen ist, zumal beide Parteien doch befreundet sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Man darf aber wohl davon ausgehen, dass den im Gleichnis bildhaft verwendeten Elementen in der Realit\u00e4t zur Zeit Jesu<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>\u00a0\u201eganz gew\u00f6hnliche Situationen\u201c entsprechen, \u201ein die der H\u00f6rer t\u00e4glich kommt oder kommen kann\u201c,<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>\u00a0auch wenn dies nachts geschieht.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>\u00a0Eine Gruppe von Gleichnissen beginnt mit der Anrede \u201eWer unter euch?\u201c und bietet damit eine naheliegende Identifikationsm\u00f6glichkeit: Der Angesprochene ist selbst Freund oder Vater und wird dem Bittenden nicht mit einem tauben Ohr begegnen, sondern ihm bereitwillig Geh\u00f6r schenken, seinen Wunsch erf\u00fcllen, Not abwenden und Mangel ausgleichen. Menschliches fungiert in diesen Gleichnissen als Bild g\u00f6ttlicher Gesinnung, f\u00fcr das zu erwartende Verhalten \u201eGottes\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Aber Vorsicht! Der Mensch, der sich trotz widriger Umst\u00e4nde seinem Freund gegen\u00fcber erbarmt, ist nicht direkt mit einem bestimmten Gottesbild gleichzusetzen. Rhetorisch werden noch die Liebe und die F\u00fcrsorge eines Vaters von Lukas verst\u00e4rkend ins Spiel gebracht: Welcher Vater unter euch w\u00fcrde seinem Sohn das zum Leben Notwendige vorenthalten?! Wenn man einen Freund nicht abweist, sondern ihm letztlich wie selbstverst\u00e4ndlich in einer Notsituation hilft, wie viel mehr wird ein Vater den Pflichten gegen\u00fcber seinem Kind von Herzen nachkommen! (cf. Lk 11,11\u201312; Mt 7,9\u201311)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Doch ist dann der Schluss (\u201evom Kleineren zum Gr\u00f6\u00dferen\u201c)<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>\u00a0erlaubt:\u00a0\u00a0\u201eWenn nun ihr, die ihr b\u00f6se seid, euren Kindern gute Gaben geben k\u00f6nnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel heiligen Geist [\u201eGutes\u201c; \u201egute Gaben\u201c; Mt 7,11a] geben denen, die ihn bitten\u201c (Lk 11,13)?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Lukas wirbt pointiert f\u00fcr das Bittgebet mit Hilfe jener einleuchtenden Beispiele \u2013 f\u00fcr uneingeschr\u00e4nkt vertrauensvolles Bitten und Beten \u2013, andererseits hebt der Zusatz \u201edie ihr b\u00f6se seid\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>\u00a0den \u201eradikalen Unterschied\u201c hervor, \u201eder zwischen Gott und Mensch besteht.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>\u00a0Doch dem negativen Menschenbild stellt Lukas ganz positiv ein Gottesbild gegen\u00fcber, das sich mit der Gabe heiligen Geistes verbindet, jedenfalls f\u00fcr Menschen, die \u201eunseren Vater in den Himmeln\u201c (Mt 7,11b; den \u201eVater vom Himmel\u201c; Lk 11, 13)\u00a0\u00a0darum bitten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Lukas wechselt die Dimension. Seine Gebetsschule spricht anschaulich das Bittgebet mit Bildern aus dem Alltagsleben an, mit Szenen, die man sich gut vorstellen konnte. Anders als Matth\u00e4us, der fast etwas lapidar konstatiert, dass der himmlische Vater erst recht gute Gaben (Gutes) denen g\u00e4be, die ihn darum b\u00e4ten, verlagert Lukas die Dimension des Bittgebets und dessen Erf\u00fcllung ins Spirituelle: \u201ewie viel mehr wird der Vater vom Himmel her denen, die ihn bitten, heiligen Geist geben!\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es mag sein, dass die \u201eGabe des Geistes\u201c sich in der Deckung des t\u00e4glichen Nahrungsbedarfs oder in der menschlichen Liebe und in gl\u00fcckenden Ereignissen zeigt,<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>\u00a0aber viel eher verweist Lukas auf eine Ebene, die dem nat\u00fcrlichen Bittgebet entzogen ist. Diese Dimension findet ehrw\u00fcrdigen Ausdruck in Gestalt des monumentalen Gebets am Anfang seiner Gebetsschule (\u201eWenn ihr betet, so sprecht\u201c):<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eVater, \/ geheiligt werde dein Name, \/ es komme dein Reich, \/ das notwendige Brot gib uns f\u00fcr jeden Tag, \/ und vergib uns unsere Zielverfehlungen, \/ denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird, \/ und lass uns nicht in Versuchung geraten [stelle uns nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig auf die Probe]!\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dies sind Bitten, die eindeutig weit \u00fcber das hinausgehen, was menschlich oder gar allt\u00e4glich ist. Man meint sogar, dass das Reich Gottes durch heiligen Geist \u201ein Vorwegnahme ersteht\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>\u00a0Verst\u00fcnde man das Leben des historischen Jesus als Kampf f\u00fcr die Errichtung der Gottesherrschaft, f\u00fcr das K\u00f6nigtum Gottes, f\u00fcr das \u201eReich der Himmel\u201c, w\u00fcrde klar, dass seine Nachfolger auf heiligen Geist angewiesen sind. Sie bed\u00fcrfen dieses kraft- und machtvollen, inspirierenden Geistes, der neues Leben schafft und Lebendiges erh\u00e4lt. Es scheint, als weise Lukas mit dem Schluss seiner Ermutigungen zum Bittgebet \u2013 mit R\u00fcckbezug auf das \u201eUnser Vater\u201c \u2013 darauf hin, dass es Wichtigeres gibt, als um Allt\u00e4gliches zu bitten, n\u00e4mlich die Bitte um heiligen Geist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Heiliger Geist (in Lk 11,13 \u2013 ohne Artikel!) sorgt f\u00fcr den notwendigen Antrieb in der Nachfolge Jesu. Man sagt, im Judentum ist Beten stets mit Handeln verkn\u00fcpft. Wenn ich also bete: Dein (\u201eGottes\u201c) Name werde geheiligt, wird mich das dazu motivieren, alle \u201eGottesbilder\u201c oder Vorstellungen von \u201eGott\u201c zu zerschlagen; alle Gottesbegriffe, die den Namen des Unaussprechlichen, Unbegreiflichen entheiligen, indem sie \u201eGott\u201c fr\u00f6mmelnd oder dogmatisch menschliche Eigenschaften zuschreiben, die sie buchst\u00e4blich f\u00fcr wahr erachten und damit Leichtgl\u00e4ubige verf\u00fchren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn ich bete: Dein Reich komme, werde ich mich daf\u00fcr stark machen, dass keine Diktatur, keine Gewaltherrschaft, kein Milit\u00e4rregime, keine Theokratie, die ihre V\u00f6lker unterdr\u00fccken, sich als ein von \u201eGott\u201c sanktioniertes System ausgeben darf. Im Falle einer Demokratie muss darauf geachtet werden, dass die Gesetze eingehalten und die politische F\u00fchrung zum Wohle des Volkes regiert. Das Kommen der Herrschaft Gottes als ein Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens hat keineswegs nur eine zuk\u00fcnftige Komponente. Auf eine Frage der Pharis\u00e4er, wann das Reich komme, antwortet ihnen der Nazarener: \u201eDas Reich Gottes kommt nicht so, da\u00df man es beobachten kann, auch wird man nicht sagen: Siehe hier, siehe dort! Denn merke: das Reich Gottes ist mitten unter euch.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung \u201emitten unter euch\u201c hat einige Paraphrasen provoziert, die sicher nicht von der Hand zu weisen sind:<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>\u00a0Die Gottesherrschaft, das Reich Gottes, ist im Verf\u00fcgungsbereich oder im Wirkungsbereich<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>\u00a0von Menschen, die um sein Kommen bitten und sich daran ausrichten, d.h. \u201ees liegt an euch, ob es da ist oder nicht\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>Man darf nat\u00fcrlich nicht davon ausgehen, \u201eGottes Reich\u201c mit irgendeiner der existierenden Staatsformen identifizieren zu k\u00f6nnen, noch nicht einmal mit einer Demokratie, denn \u201emit der Bergpredigt kann man nicht regieren\u201c (Bismarck?). Weil der Mensch als Species \u201eb\u00f6se ist\u201c, weil er die Veranlagung zum B\u00f6sen hat, bedarf es gesetzlicher Regelungen, die uns dabei helfen sollen, uns f\u00fcr ein friedvolles und gerechtes Leben in der Gesellschaft einzubringen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Und wenn ich bete: \u201elass uns nicht in Versuchung geraten\u201c, werde ich bem\u00fcht sein, alles zu tun, um mich nicht selbst in eine verf\u00e4ngliche Situation zu bringen: \u201e<em>La\u00df mich nicht kommen<\/em>\u00a0in die Gewalt der S\u00fcnde. Noch in die Gewalt der Schuld. Noch in die Macht der Versuchung\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>\u00a0\u00a0Es ist geradezu frevelhaft und unverantwortlich, dass die herk\u00f6mmliche \u201e\u00dcbersetzung\u201c: \u201eund f\u00fchre uns nicht in Versuchung\u201c bis in die wissenschaftlichen Kommentare hinein, vor allem aber in der kirchlichen Praxis und pers\u00f6nlicher Fr\u00f6mmigkeit nahezu uneingeschr\u00e4nkt verbreitet ist. Sie unterstellt, dass \u201eGott\u201c der Versucher ist, dass er Menschen versucht \u2013 wozu eigentlich? Wo liegt das Problem?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nun, Bibelauslegung beginnt mit der Wahrnehmung der Sprache; Lukas schrieb Griechisch, Jesus aber sprach Aram\u00e4isch, was nicht immer zu Schwierigkeiten bei der \u00dcbersetzung f\u00fchrt, mitunter aber eben doch. Der Nazarener hat gesagt: \u201eLass uns nicht in Versuchung fallen!\u201c So wie man im Orient auch bittet: \u201eLass uns nicht in Not sein!\u201c oder \u201eBeh\u00fcte mich davor, Fehler zu begehen!\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es gibt in Lukas\u2018 Gebetsschule aber noch eine dringliche, n\u00e4mlich dreifache Ermutigung zum Bittgebet:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u00a0\u201eUnd ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.\u00a0Denn wer da bittet, der empf\u00e4ngt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Lehrreich k\u00f6nnte f\u00fcr uns sein, wenn wir beachten, wie Jesus die Haltung des Betenden im Blick hat, im Vergleich zu unserem modernen Empfinden. Der moderne, aufgekl\u00e4rte Mensch versteht sich gemeinhin ja nicht mehr mit seinem Gebet als ein Suchender, sondern als jemand, der gefunden hat. Er sieht sich nicht mehr als Anklopfender, der drau\u00dfen steht, sondern als jemand, der \u201edie Schwelle zu dem Lebenskreis eines ungebrochenen Her\u00fcber und Hin\u00fcber von Gott zu dem Betenden und dem Betenden zu Gott \u00fcberschritten hat.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Diese vermeintlich \u201einnige\u201c Gebetshaltung einer dauerhaften Zwiesprache zwischen dem Beter und \u201eGott\u201c wird noch gef\u00f6rdert durch den instrumentalisierten, permanenten Gebrauch des Vaterunsers. Diese Handhabung wird meist damit begr\u00fcndet, dass dieses jesuanische, im Judentum verankerte Gebet so gehaltvoll sei, dass es alles enthielte oder zusammenfasste, was f\u00fcr \u201eden Glauben\u201c und zur spirituellen Orientierung f\u00fcr die Gemeinde und den Einzelnen wichtig w\u00e4re. Aber gerade deshalb sollte man doch eher sparsam und pointiert damit umgehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mein Eindruck ist eher, dass sowohl Geistliche wie auch Laien das pers\u00f6nliche, gleichsam private Beten verlernen, u.a. weil sie meinen, sie w\u00fcrden mit ihren, vielleicht einfachen Gebeten nicht an das monumentale Vaterunser heranreichen. Die Gebetsschule des Lukas (mit R\u00fcckgriff auf den Rabbi Jesus) will uns aber gerade dazu ermutigen, frei (von der Leber weg) und von Herzen zu beten. Im \u00dcbrigen bekennt Paulus (R\u00f6m 8,26): \u201eWir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich\u2019s geb\u00fchrt\u201c!<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nun ist unser Beten ja zielgerichtet, wenn es sich um Greifbares oder Allt\u00e4gliches oder aber auch um schwierige Situationen handelt. Menschen beten f\u00fcr kranke oder sterbende Familienangeh\u00f6rige oder gute Freunde. Doch nicht nur f\u00fcr Naheliegendes, auch f\u00fcr Menschen in Krisen- und Kriegsgebieten wird gebetet; Menschen demonstrieren gegen schreiendes Unrecht, gegen Folter, Vergewaltigungen, Ermordungen und Verschleppungen von Zivilisten. Menschen solidarisieren sich gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen, welche die Herzen derer, die in Frieden und Sicherheit leben d\u00fcrfen, momentan offenbar mehr anr\u00fchren als\u00a0Klimawandel und Corona-Pandemie. Damit stellt sich mir die Frage: Vermag unser Beten, unser Bittgebet die Schreckensszenarien in der Welt zu bek\u00e4mpfen und die Welt zu ver\u00e4ndern?<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>\u00a0In gewisser Weise schon, wenn wir das Beten weiter fassen, aus dem rein religi\u00f6sen, kirchlichen, kultischen Kontext herausholen und auf die Art zu leben \u00fcbertragen.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Beten verstehe ich dann als eine tiefe, ernste, authentische Art des Mitgef\u00fchls, der Empathie, des Mitleidens (nicht des Mitleids!): \u201ecompassion\u201c. Schauen wir uns einmal an, was die Evangelien \u00fcber das Leben des Nazareners \u00fcberliefern: Sein ganzes Dasein dr\u00fcckt sich darin aus, das auf glaubw\u00fcrdige Weise sein Sozialverhalten, Auftreten in der \u00d6ffentlichkeit, Begegnungen mit Kranken, Notleidenden, Trauernden und sein unersch\u00fctterliches Gottvertrauen gespeist werden von der Innigkeit des Betens. Beten und Handeln bilden bei ihm, dem Juden \u201epar excellence\u201c, eine Einheit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Damit sind wir beim letzten Punkt der Gebetsschule angelangt, n\u00e4mlich bei der Frage der Erh\u00f6rung, die zun\u00e4chst wohl ziemlich selbstverst\u00e4ndlich zu sein scheint.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>\u00a0Denn wer da bittet, der empf\u00e4ngt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Ist damit aber wirklich alles gesagt? L\u00e4sst sich tats\u00e4chlich ein Kausalzusammenhang zwischen Bittgebet und seiner Erh\u00f6rung oder Erf\u00fcllung herstellen? Und wenn das Gebet des einen \u201eErh\u00f6rung\u201c findet, dasjenige der anderen in der gleichen Angelegenheit \u2013 wie etwa Gebet f\u00fcr einen kranken Menschen \u2013 aber nicht? Es wird immer wieder gesagt, das Verh\u00e4ltnis zwischen Gebet und Erh\u00f6rung sei kein Automatismus, oder man k\u00f6nne eben \u201edem lieben Gott nicht in die Karten schauen\u201c \u2013 ein schwacher Trost f\u00fcr die Menschen, die es betrifft! Solche scheinbar frommen Floskeln helfen niemandem.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die \u201eErh\u00f6rung\u201c, besser: Erf\u00fcllung eines Gebets ist im Beten selbst begr\u00fcndet: Es wirkt, indem man einen \u201eMoment des Getragenwerdens und der Ruhe\u201c erlebt; man \u201emacht sich innerlich fest\u201c, uns wird im Tiefsten klar, \u201ewo wir wirklich stehen\u201c. Dieses \u201einnerliche Sichklarwerden\u201c bewirkt nicht nur eine St\u00e4rkung unserer eigenen Position oder Lebenshaltung, es l\u00e4sst uns auch empf\u00e4nglich werden f\u00fcr die Belange und N\u00f6te anderer Menschen in Nah und Fern. Beten ver\u00e4ndert\u00a0<em>uns<\/em>. Beten in diesem Sinne kann auch politische Dimensionen ansprechen. Beten im Sinne Jesu ist ein \u201eKampfmittel\u201c, um sich f\u00fcr Freiheit, Frieden und Menschenrechte einzusetzen.<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>\u00a0Ein Beispiel bietet Dom H\u00e9lder Pessoa C\u00e2mara (1909\u20131999), Erzbischof in Brasilien, gr\u00fcndet Basisgemeinden, k\u00e4mpft f\u00fcr Menschenrechte, prangert in aller Welt die Folterer und M\u00f6rder der Milit\u00e4rdiktatur 1964\u20131985 an:<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn33\"><sup>[33]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eHilf den Menschen guten Willens \/ \u2013 aus allen L\u00e4ndern, Rassen, Sprachen \/ und Religionen \u2013, durch befreienden \/ moralischen Druck das Bewu\u00dftsein \/ der Verantwortlichen zu wecken, \/ damit sie der Menschheit helfen, \/ frei zu werden vom Makel der Unter- \/ menschen, die das Elend erzeugt; \/ vom Makel der \u00dcbermenschen, geboren \/ aus \u00dcberwohlstand und Luxus. \/\/ Hilf jenen, die das Gl\u00fcck hatten, \/ in reichen L\u00e4ndern geboren zu werden; \/ verhilf ihnen zur Einsicht, da\u00df \/ die Privilegien, die sie genie\u00dfen, \/ mit Unrecht gegen die armen L\u00e4nder \/ erkauft sind. Oft werden sie zu \/ Komplizen dieses Unrechts, ohne \/ es zu merken. \/\/ Hast Du schon bemerkt, Herr, wie \/ sehr \u2013 in den entwickelten und in den \u00e4rmeren L\u00e4ndern \u2013 Minderheiten \/ zahlreicher werden, die wie Abraham \/ gegen alle Hoffnung hoffen. Sie sind \/ entschlossen, eine menschlichere \/ und gerechtere Welt zu bauen. \/ Tr\u00f6stlich ist es zu sehen, wie sie \/ friedliche, aber k\u00fchne Taten in \/ Angriff nehmen, die mehr und mehr die Strukturen der Unterdr\u00fcckung ersch\u00fcttern werden.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Demgegen\u00fcber ist die Mahnung eines der pr\u00e4genden Pastoralbriefe (1 Tim 2,1\u20132) besch\u00e4mend:<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn34\"><sup>[34]<\/sup><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eSo ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, F\u00fcrbitte und Danksagung f\u00fcr alle Menschen, f\u00fcr die K\u00f6nige und f\u00fcr alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben f\u00fchren k\u00f6nnen in aller Fr\u00f6mmigkeit und Ehrbarkeit.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eine solche Gebetshaltung f\u00fchrt unweigerlich in einen Quietismus, der ungeachtet theologischer, religi\u00f6ser Bedeutungen im heutigen Sprachgebrauch negativ konnotiert ist: Quietismus meint dann absch\u00e4tzig eine Lebens- und Geisteshaltung, die sich jeder ethischen Herausforderung entzieht und von Gleichg\u00fcltigkeit, Passivit\u00e4t, Resignation oder Weltflucht gepr\u00e4gt ist. Eine gewisse Fr\u00f6mmigkeit vermag demnach, alle Verantwortung einem \u201eallm\u00e4chtigen, allwissenden, allgegenw\u00e4rtigen Gott\u201c im Gebet zu \u00fcberlassen. Solches Beten ist freilich ungef\u00e4hrlich f\u00fcr Machthaber und Gewaltherrscher:<a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftn35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>\u00a0solange es ein frommes Volk gibt, ist es lenkbar wie eine Herde von Schafen \u2013 also: Betet nur flei\u00dfig! So der Zynismus der Diktatoren. Beten, das nicht konsequent zum Handeln f\u00fchrt; Beten, das nichts und niemanden \u2013 vor allem nicht die Gesinnung des Betenden \u2013 ver\u00e4ndert, versickert im Morast der bestehenden Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Gebetsschule des Lukas hingegen, basierend auf der Gebetspraxis Jesu, \u00f6ffnet unsere Herzen und Sinne f\u00fcr ein Beten, das uns mit unseren Bitten, W\u00fcnschen, unserem Sehnen und Suchen auch f\u00fcr die Belange und N\u00f6te anderer Menschen in Nah und Fern sensibel werden l\u00e4sst und uns \u2013 wo immer auch m\u00f6glich \u2013 zum entschlossenen Handeln Anlass gibt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Amen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&#8212;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bonn<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Pfarrer \u201eim Unruhestand\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>\u00a0Zum Vergleich, s. Albert Huck\/ Heinrich Greeven: Synopse der drei ersten Evangelien (13., v\u00f6llig neu bearb. Aufl. 1981): Nr. 40. Vom Almosen; 41. Vom Beten; 42. Das Unser-Vater, S. 35\u201337 (Mt 6,1\u20134; 6,5\u20136; 6,7\u20138.9\u201313.14\u201315); Nr. 160. \u201eDas Unser-Vater\u201c; 161. Gleichnis vom bittenden Freund; 162. Von der Gebetserh\u00f6rung, S. 152\u2013153 (Lk 11,1\u20134; 11,5\u20138; 11,9\u201313).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>\u00a0Das \u201eProblem der Selbstdarstellung durch Gebet\u201c war \u201edem Judentum v\u00f6llig unbekannt\u201c; Hans Weder: Die \u201eRede der Reden\u201c. Eine Auslegung der Bergpredigt heute (<sup>2<\/sup>1987): Beten (Mt 6,5\u20136), 163\u2013167: 164.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>\u00a0Walter Bauer: W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament (1971), s.v. battalogein, 273; cf. Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/1 (1985): Gegen Plappergebet (Mt 6,7f), 330\u2013332 (ausf\u00fchrlich u. differenzierter).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>\u00a0Wolfgang Harnisch: Die Gleichniserz\u00e4hlungen Jesu. Eine hermeneutische Einf\u00fchrung (<sup>2<\/sup>1990), 70.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>\u00a0Eine sch\u00f6ne Paraphrase bietet Walter Jens: Und ein Gebot ging aus. Das Lukas-Evangelium (1991), 75.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>\u00a0Joachim Jeremias findet die \u00fcbliche Bezeichnung \u201aGleichnis vom bittenden Freund\u2018 \u201eirref\u00fchrend\u201c und schl\u00e4gt stattdessen vor: \u201eGleichnis von dem nachts um Hilfe gebetenen Freund\u201c; J. Jeremias: Die Gleichnisse Jesu (<sup>7<\/sup>1965), 157 (A. 1); 128 (A. 2).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>\u00a0Cf. J. Jeremias: Die Gleichnisse Jesu, 157; Fran\u00e7ois Bovon: Das Evangelium nach Lukas, EKK III\/2 (1996): Das Gebet und die Erh\u00f6rung (11,5\u201313), S. 143\u2013162: 149\u2013150.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>\u00a0Jeremias: Die Gleichnisse Jesu, 157.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>\u00a0Sprachliche Alternativen bei F. Bovon: Lukas: \u201eR\u00fccksichtslosigkeit\u201c, \u201eSkrupellosigkeit\u201c, \u201eRespektlosigkeit\u201c, 151; Jeremias: \u201eZudringlichkeit\u201c, 157; W. Bauer: W\u00f6rterbuch, s.v. ana\u00eddeia, u.a. \u201eDreistigkeit\u201c, 108; Liddell &amp; Scott:\u00a0\u00a0A Greek-English Lexicon (1996), s.v. ana\u00eddeia: Schamlosigkeit; Unnachgiebigkeit, 105.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>\u00a0S. George M. Lamsa: Die Evangelien in aram\u00e4ischer Sicht. Auf Grund aram\u00e4ischer, in Jesu Sprache abgefasster Peschittatexte u. zeitgem\u00e4\u00df sinnvoller Erkl\u00e4rungen altsemitischer Redewendungen u. Lebensgewohnheiten (1963): Orientalische Gastfreiheit, 310.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>\u00a0Daher beginnt eine Gruppe von Gleichnissen mit der Anrede: \u201ewer unter euch?\u201c, Bovon: Lukas, 148; Heinrich Greeven: \u201eWer unter euch \u2026 ?\u201c (1952), Gleichnisse Jesu. Positionen der Auslegung von Adolf J\u00fclicher bis zur Formgeschichte, hg.v. Wolfgang Harnisch, WdF 366 ( 1982), 238\u2013255: Synoptische \u00dcbersicht der Gleichnisse \u201eWer unter euch \u2026 ?\u201c, 240\u2013241.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>\u00a0Lamsa: Die Evangelien in aram\u00e4ischer Sicht (1963): N\u00e4chtlicher Besucher, 310\u2013311.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>\u00a0S. Greeven: \u201eWer unter euch \u2026 ?\u201c (1952), Gleichnisse Jesu (1982), 240\u2013241ff; cf. Eckhard Rau: Reden in Vollmacht. Hintergrund, Form und Anliegen der Gleichnisse Jesu, FRLANT 149 (1990), 174; Rau kritisiert Greeven zu Unrecht, wenn er meint, dass dieser \u201edie rhetorische Funktion der Frage v\u00f6llig verkennt\u201c.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>\u00a0Vom logischen Schluss \u201ea minori ad maius\u201c machen Rechtspraxis, Theologie u. Mathematik Gebrauch; bei Rabbinern: \u201evom Leichteren aufs Schwerere\u201c; cf. Bovon: Lukas, 155; Greeven: \u201eWer unter euch \u2026 ?\u201c (1952), Gleichnisse Jesu (1982), 241\u2013242;\u00a0<a href=\"https:\/\/de.jurispedia.org\/index.php?title=Gesetzesinterpretation\">https:\/\/de.jurispedia.org\/index.php?title=Gesetzesinterpretation<\/a>; pointiert:\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Argumentum_a_fortiori\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Argumentum_a_fortiori<\/a>. Eugen Drewermann: Das Matth\u00e4usevangelium (1. Teil). Bilder der Erf\u00fcllung (1992): Beten hei\u00dft, die Welt ver\u00e4ndern (Mt 7,7\u201311), 598\u2013605: 602 (A. 10; S. 792).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>\u00a0Greeven (1952) bezeichnet das Syntagma im Griechischen als \u201etonlose Partizipialbestimmung\u201c: Gleichnisse Jesu (1982), 242.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>\u00a0Greeven: \u201eWer unter euch \u2026 ?\u201c (1952), Gleichnisse Jesu (1982), 242.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>\u00a0Bovon: Lukas, 145.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>\u00a0Mit Bovon: Lukas, 157.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>\u00a0Ich konzentriere mich hier nur auf drei Bitten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>\u00a0Bovon: Lukas, 156.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>\u00a0S. Eduard Schweizer: Das Evangelium nach Lukas, NTD 3 (<sup>2<\/sup>1986): Gegenwart und Zukunft des Gottesreiches, 179\u2013181; Wolfgang Wiefel: Das Evangelium nach Lukas, ThHNT 3 (1988): Jesu Antwort auf die Frage nach dem Kommen der Gottesherrschaft, 307\u2013309.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>\u00a0Wiefel: Lukas, 309.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>\u00a0Schweizer: Lukas, 181.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>\u00a0Pinchas Lapide: Ist die Bibel richtig \u00fcbersetzt? (<sup>2<\/sup>1987), 124. Intertextuelle Bibelauslegung st\u00f6\u00dft auch leicht auf den Jakobusbrief (Jak 1,12\u201315); niemand sage, er werde von Gott in die Versuchung gef\u00fchrt; ER versucht niemanden. Menschen werden von ihrer eigenen Begierde versucht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>\u00a0Lamsa: Die Evangelien in aram\u00e4ischer Sicht, 94\u201395; cf. Lapide: Ist die Bibel richtig \u00fcbersetzt? (<sup>2<\/sup>1987), 124: \u201ela\u00df mich nicht der Versuchung unterliegen!&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>\u00a0G\u00fcnther Bornkamm bemerkt: Es \u201eschlagen und klopfen die Imperative wie gegen eine T\u00fcr, die aufspringen soll.\u201c Bornkamm: Jesus von Nazareth (<sup>14<\/sup>1988): (V.) Der Wille Gottes (6.) Glaube und Gebet, 114\u2013121: 118.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>\u00a0Bornkamm: Jesus von Nazareth, 118.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>\u00a0Der Betende wird aber vom (heiligen?) Geist unterst\u00fctzt; Ulrich Wilckens: Der Brief an die R\u00f6mer, EKK VI\/2 (1980), 146 u. 160ff.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>\u00a0Zuversichtlich schreibt Drewermann: Matth\u00e4us. Bilder der Erf\u00fcllung (1992): Beten hei\u00dft, die Welt ver\u00e4ndern (Mt 7,7\u201311), 598\u2013605.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>\u00a0Cf. Herbert Braun: Jesus \u2013 der Mann aus Nazareth und seine Zeit. Um 12 Kapitel erweiterte Studienausgabe (1984), 131.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>\u00a0Die \u00dcberschrift f\u00fcr Lk 11,5\u201313 lautet bei Bovon: \u201eDas Gebet und die Erh\u00f6rung\u201c: Lukas, 143.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>\u00a0Drewermann: Matth\u00e4us. Bilder der Erf\u00fcllung (1992), 603.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a>\u00a0Friedrich Wilhelm Kantzenbach: Die Bergpredigt. Ann\u00e4herung \u2013 Wirkungsgeschichte (1982): Nachdenkliche Stimmen und ein Gebet (1.) Dom Helder Camara: Gebet f\u00fcr die Reichen, 148f (gek\u00fcrzte Fassung; Th.B.); cf. Urs Eigenmann:\u00a0Politische Praxis des Glaubens. Dom H\u00e9lder C\u00e2maras Weg zum Anwalt der Armen und seine Reden an die Reichen (1984).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>\u00a0S. J\u00fcrgen Roloff: Der erste Brief an Timotheus, EKK XV (1988), 107\u2013119.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4ABAE665-5F57-47C0-A32F-4633FC4A0A6F#_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>\u00a0Cf. Drewermann: Matth\u00e4us. Bilder der Erf\u00fcllung (1992), 603.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beten und Bitten lernen | Rogate | 22.05.2022 | Lk 11,1\u20134.5\u201313 | Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Der Evangelist Lukas erz\u00e4hlt, wie die Sch\u00fcler oder engsten Anh\u00e4nger Jesu ihn beim Beten sehen. 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