{"id":8250,"date":"2022-05-17T14:20:00","date_gmt":"2022-05-17T12:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8250"},"modified":"2022-05-17T20:24:28","modified_gmt":"2022-05-17T18:24:28","slug":"lukas-111-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-111-4\/","title":{"rendered":"Lukas 11,1-4"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Vaterunser angesichts der Br\u00fccke in Irpin&nbsp;| Rogate | 22.05.2022 | Lk 11, 1-4 | Manfred Mielke |<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n\n\n\n<p>das Foto erschien in den ersten Kriegstagen, es zeigte einen eiskalten Fluss, \u00fcber den dicke Bretter notd\u00fcrftig quergelegt waren. Die eigentliche Br\u00fccke war zerbombt noch im Hintergrund zu sehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den wackeligen Holzsteg f\u00fchrten Soldaten hochbetagte Menschen hin\u00fcber, die nur \u00e4ngstlich das andere Ufer betraten. (Flu\u00df Irpin bei Butscha Anm.1) Das Foto zeigt praktische Nachbarschaftshilfe auf einer Flucht. Es weckt Erinnerungen aus der Geschichte unserer Vorfahren, es weckt in uns aber auch die Sehnsucht nach heilsamen Gegenbildern. Eins finden wir im 23. Psalm, das mit dem gedeckten Tisch in einem \u201esicheren Haus\u201c. Von anderen h\u00f6ren wir in einem Video ukrainischer Konfirmanden, wie sie bei Kellerlicht Psalmen lesen, ergreifende Gebete in h\u00f6chster Bedr\u00e4ngnis. (Anm.2) Weitere heilsame Gegenbilder finden wir im Vaterunser-Gebet; vom t\u00e4glichen Brot, vom ersehnten Gottesreich und vom Geleit aus der Not heraus. Sie stehen uns zur Verf\u00fcgung, wenn wir Leitplanken brauchen in Notlagen, aber auch wenn es uns gut geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus selbst hat seinen J\u00fcngern das Vaterunser-Gebet anvertraut, seitdem ruht es in unserem kollektiven Ged\u00e4chtnis. Wir k\u00f6nnen es Satz f\u00fcr Satz sicher aufsagen. \u00c4nderungen oder K\u00fcrzungen w\u00fcrden uns stutzig machen. Doch der Evangelist Lukas hat uns eine Kurzfassung \u00fcberliefert. Sie lautet: \u201eVater! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Unser t\u00e4gliches Brot gib uns Tag f\u00fcr Tag und vergib uns unsre S\u00fcnden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden. Und f\u00fchre uns nicht in Versuchung. Amen.\u201c (<a href=\"http:\/\/www.die-bibel.de\/bibeltext\/Lk+11%2C1-4+\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lukas 11,2b-4&nbsp;<\/a>)&nbsp;Schon des Lukas Anrede \u201eVater!\u201c ist so kurz, dass wir sie spontan erg\u00e4nzen zum: \u201eVater-Unser!\u201c Warum aber berichtet uns die Bibel zwei Versionen? (Anm.3) Darf man das Vaterunser verk\u00fcrzen, darf man es frei verl\u00e4ngern?<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu folgende &#8211; wohl erfundene &#8211; Anekdote (Anm.4): Ein Bischof besucht auf seiner Kontrollreise ein Kloster auf einer entlegenen Insel, das nur von drei Nonnen bewohnt wird. Bei der Abfrage, wie sie Gott anrufen, tragen sie ihm ihr Gebet vor: \u00bbGott, wir sind drei, du bist drei, steh uns bei!\u00ab Dem Bischof fehlen Amen, Rosenkranz und Psalmen; unter M\u00fchen bimst er ihnen immerhin das Vaterunser ein. Als sein Schiff schon ablegt hat, kommen sie zum Ufer gerannt und rufen: \u201eHeiliger Vater, wie ging das nach dem Geheiligt-sei-dein-Name nochmal weiter?\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, wir k\u00f6nnen Einiges aus dieser Anekdote mitnehmen zu unserem Gebet. Die Frauen halten zusammen und sind selbstbewusst. Sie rufen Gott als dreieinig an und erbitten seinen Beistand. Sie haben kurz dazugelernt, aber vieles alsbald vergessen. &#8211; \u00c4hnliche Aspekte sp\u00fcren wir bei uns, sie f\u00fchren auch uns in eine neue Freiheit &#8211; im Verstehen des Vater Unsers und im eigenen Drauflos-Beten. Bis hin zur Frage: Wie geht es danach mit uns weiter?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus ver\u00f6ffentlichte sein sehr inniges Gebet zur freien Nutzung. (Anm.5) Er formulierte es kurz und tippte dabei elementare Themen an. Damit erreichte er die J\u00fcnger damals und seitdem alle M\u00f6nche und Nonnen, die Reformatoren und heute jeden Menschen, in allen Kulturen. Deswegen gehen wir auf Entdeckungsreise, was im \u201eHerrengebet\u201c schon angelegt ist und wie es uns hilft, unsere Realit\u00e4t zu durchdringen. Das wird bei der Anrufung \u201eVater\u201c so sein, beim \u201eBrot\u201c, beim kommenden Gottesreich und bei unserer Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Titel \u201eVater\u201c haben wir angefangen, das \u00dcbergewicht m\u00e4nnlicher Macht auszuscheiden. Ebenso, uns von sublimen Methoden des eigenen Vaters zu emanzipieren. Im Gegenzug gewinnen wir hinzu, dass es unser kollektiver, himmlischer Vater ist. Aber als ein \u201eVater\u201c zeigt er ja nur die H\u00e4lfte eines Elternbildes. Wenn wir Gott als Ganzes anrufen, dann denken wir uns aus Vater und Mutter die besten Anteile Beider zusammen. So k\u00f6nnen wir selbst uns ganzheitlich annehmen, denn wir entstammen einer vers\u00f6hnten Verschiedenheit. In diesem Sinne Kind zu sein, ist eine heilsame Ressource. Schon mit der Anrufung \u201eDu, unser Vater im Himmel\u201c bewegen wir uns mit unserer Bed\u00fcrftigkeit in diese Ganzheitlichkeit Gottes hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus fabulierte ja nicht von (s)einem tollen \u00dcbervater, sondern stellte N\u00e4he und Zuneigung her. (Anm.6) Damit machte er f\u00fcr alle potentiellen Beterinnen und Beter seinen himmlischen Vater anrufbar als einen Gott, der mit sich selbst vers\u00f6hnt ist. Das ist sein Alleinstellungsmerkmal, deswegen heiligen wir ihn mit ungeteiltem Herzen. Das best\u00e4rkt uns darin, den Vorgang des Heiligens f\u00fcr Gott freizuhalten und ihn f\u00fcr ihn \u201ebeiseite zu tun\u201c. (Anm.7) Das bewahrt uns davor, falsche G\u00f6tter anzubeten oder Alltagshelden religi\u00f6s zu \u00fcberh\u00f6hen. Nicht jeder Kandidat ist vorab schon ein Messias, bei keinem Fu\u00dfballtor war die Hand Gottes im Spiel. Seinen Namen zu heiligen, und zwar nur seinen, macht viel Platz f\u00fcr unser Ausprobieren und Drauflosbeten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei stellen wir unser freies Tun und Denken unter die Zusage seines kommenden Reiches. Damit wagen wir eine ungewohnte \u00d6ffnung unserer Zukunft. Mit der Bitte \u201eDein Reich komme!\u201c erwarten wir eine L\u00f6sung, die 100prozentig aus seiner Originalit\u00e4t herkommt. Dabei geschieht ein gegenseitiges sich-Einlassen. Dass sich Gottes \u201eReich der Himmel\u201c auf unsere verkorkste Realit\u00e4t einl\u00e4sst, ist unsere Rettung. Dabei h\u00e4lt er es \u201enoch anderswo zur\u00fcck\u201c (Anm.8), aber in unserem Gebet beginnen wir, uns darauf einzulassen. Bei dieser Bitte sp\u00fcre ich eine hohe Unlust des Vaterunsers gegen\u00fcber dem Mainstream und sein Dr\u00e4ngen auf die Ausrichtung meines Tuns. Noch sind wir zu stark mit allem verwoben, dennoch wagen wir, Hinweisgeber des nahen Gottesreiches zu werden. In diesem Sinn singen wir: \u201eBl\u00fchende B\u00e4ume haben wir gesehen, wo niemand sie vermutet; Sklaven, die durch das Wasser gehen, dass die Herren \u00fcberflutet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Noch haben wir die abgewandelte Frage in Erinnerung: \u201eHeiliger Vater, wie ging es nach dem Dein-Reich-komme blo\u00df weiter?\u201c Er h\u00e4tte zur\u00fcckrufen k\u00f6nnen: \u201eMit dem Brot!\u201c Denn sowohl in der Kurz- wie in der Langfassung steht diese konkrete Bitte an erster Stelle. &#8211; Brot erwerben wir ja am Ende einer Produktionskette und einverleiben es uns dann als Nahrung. Der Krieg vernichtet nicht nur Menschen, er vernichtet auch Saat und Ernte. Bis aus Saatk\u00f6rnern ein Br\u00f6tchen wird, braucht es Frieden in der Natur, Kraftaufwand bei der Ernte, Feingef\u00fchl in der M\u00fchle, Handwerksk\u00f6nnen in der Backstube und gute Kaufmannschaft an der Kasse. Das Gebet \u201eUnser Brot gib uns Tag f\u00fcr Tag!\u201c bittet um intakte Lieferketten; dabei \u00fcbersteigt es das private K\u00e4mmerlein. Die Brotbitte bleibt bescheiden, der Schutz des Getreides aber steht unter der Obhut Gottes. Es ist ja Jesus, der sowohl zur Brotbitte ermutigt als auch von sich selbst sagt: \u201eIch bin das Wasser des Lebens, ich bin das Brot des Lebens.\u201c Er verwendet Bildsprache, aber er gr\u00fcndet sich dabei in Gottes Hoheitsanspruch. Bei der Bitte um Brot sp\u00fcren wir eine hohe \u201eNahrungsdichte\u201c des Vaterunsers und sein Dr\u00e4ngen auf unser gerechtes Handeln. (Anm.9)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme noch einmal auf das Foto zur\u00fcck. Wir sehen eine Behelfsbr\u00fccke aus Bohlen, quer \u00fcber einen Fluss. Die Tr\u00fcmmer, die ins Flu\u00dfbett gekippt wurden, sind nun die S\u00e4ulen der Br\u00fccke. \u00dcbertrage ich dieses Bild auf das Vaterunser-Gebet, dann sehe ich die drei gro\u00dfen Gottesw\u00f6rter \u201eDein Name, Dein Reich und Dein Wille\u201c als stabile S\u00e4ulen aufragen. Die dann folgenden vier Bitten um \u201et\u00e4gliches Brot, Vergebung von Schuld, Geleit hindurch durch Versuchung und Erl\u00f6sung vom B\u00f6sen\u201c verteilen die Last von Hunger und Chaos, Aggression und Schuld auf die drei S\u00e4ulen. Die vier folgenden Bitten erscheinen wie Stationen eines inneren Versorgungswegs und laden nach au\u00dfen ein, Schritte in die Freiheit zu wagen. Als M\u00fchselige, die wie wir sind, aber auch als Traumatisierte, die zu uns kommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unseren Eltern und Gro\u00dfeltern gelang die Auss\u00f6hnung mit \u00fcberfallenen Nachbarv\u00f6lkern. Viele von ihnen sch\u00f6pften dazu Kraft aus dem Gebet: \u201eGro\u00dfer Gott, vergib alle Bedrohungen; dein Reich komme!\u201c Um ihm danach zu danken zur Melodie:\u00a0\u201eDer ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fr\u00f6hlich Herz und edlen Frieden geben!\u201c (Anm.10)<br>Das Vaterunser ist tragf\u00e4hig durch Gott und belastbar f\u00fcr jedes Volk und jeden Menschen in h\u00f6chster Bedr\u00e4ngnis. Das macht uns bescheiden, aber erf\u00fcllt uns auch mit Vertrauen. Wir haben einen himmlischen Vater, der da hilft und einen Herrgott, der da rettet vom Tode. Von daher h\u00e4lt uns die Einsicht zusammen: \u201eGut, dass es so ist: Sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.\u201c Amen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"277\" height=\"360\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8252\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image.png 277w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image-231x300.png 231w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/image-9x12.png 9w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Verwendete Literatur:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Francis Bovon: Das Evangelium nach Lukas, EKK III\/2, 2008\u00b2; Manfred L\u00fctz: Gott, 2007; Peter Sloterdijk: Den Himmel zum Sprechen bringen, 2020; Boris Cyrulnik: Glauben, 2018; Okko Herlyn: Das Vaterunser, 2017<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkungen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anm.1: Bild aus RP-online, copyright getty images von Chris McGrath; Anm.2: downloads Ukrainische Bibelgesellschaft, auch auf Youtube: Psalm 31 &#8211; Bible Society of Ukraine; Anm.3: Mt schreibt f\u00fcr die Zw\u00f6lf, Lk f\u00fcr die J\u00fcnger, vgl F. Bovon, S. 137; Anm.4: Anekdote ohne Fundstelle; Anm.5: \u201eVielleicht ist Jesus nur beim Beten zur Ruhe gekommen.\u201c in: J.H.Claussen, Das Buch der Flucht S. 199; Anm.6: \u201eVater &#8211; mehr Vertrauen geht nicht\u201c in: Okko Herlyn, S. 19f; Anm.7: EKK-Kommentar von F. Bovon S. II\/127; Anm.8: ebd.; Anm.9: \u201eDas Vaterunser vernetzt uns vertikal wie horizontal.\u201c in: Okko Herlyn S.147;&nbsp;Anm.10: Der Choral \u201eNun danket alle Gott\u201c wurde 1955 im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lager_Friedland\">Lager Friedland<\/a>&nbsp;nach&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heimkehr_der_Zehntausend\">Ankunft der offiziell letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion<\/a>&nbsp;angestimmt. (aus: wikipedia)<\/p>\n\n\n\n<p>Liedvorschl\u00e4ge:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>freiT\u00f6ne 031: Mit allen meinen Fragen (Mel EG 365)<\/p>\n\n\n\n<p>freiT\u00f6ne 150: Justificatio sola fide<\/p>\n\n\n\n<p>freiT\u00f6ne 137: Wir glauben: Gott ist in der Welt<\/p>\n\n\n\n<p>freiT\u00f6ne 062: Du bist meine Zuflucht<\/p>\n\n\n\n<p>freiT\u00f6ne 200: Weise uns den Weg, Gott, geh mit<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrbitten mit Responsorium: Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Guter Gott, bewege die Kriegsparteien in Syrien, im Jemen, der Ukraine und an vielen anderen Orten unserer Welt, mit dem T\u00f6ten aufzuh\u00f6ren. Christus h\u00f6re uns: &gt; Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Starker Gott, wir schlittern weiter in weltweite Verteilungsk\u00e4mpfe um Getreide und Wasser. Nimm die Gebete der Hungernden an, entmachte die Kriegsgewinnler und ermutige uns, dass wir Konflikte entsch\u00e4rfen helfen. Christus h\u00f6re uns: &gt; Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Naher Gott, bewege die Regierungen Europas, nach einer L\u00f6sung f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge neu zu suchen, die nicht nur Grenzabschottung betreibt, sondern auch gerechtfertigte Zug\u00e4nge. Christus h\u00f6re uns: &gt; Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Mutiger Gott, gib unseren Politikern gute Visionen und lass sie dazu einen klaren Kopf zu bewahren, damit wir gemeinsam f\u00fcr eine wehrhafte Zivilgesellschaft und f\u00fcr eine gerechte Verteilung der Lasten eintreten. Christus h\u00f6re uns: &gt; Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Innovativer Gott, erleuchte uns Christen, dass erkennen, was wir tun k\u00f6nnen: in der Nachbarschaft, in der globalen Politik, durch Spenden, durch Kontakte mit Gestrandeten und Gefl\u00fcchteten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Christus h\u00f6re uns: &gt; Dein Reich komme, dein Wille geschehe!<\/p>\n\n\n\n<p>Empathischer Gott, lass uns einkehren in das Gebet, dass Du uns ins Herz gelegt hast. Lass uns, deine Menschheit,\u00a0fr\u00f6hlicher glauben und\u00a0<em>brennender lieben<\/em>. Schenke uns nach jedem Amen einen neuen Anfang.\u00a0Christus h\u00f6re uns: > Dein Reich komme, dein Wille geschehe! Amen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p>Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geb 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und Kirchentagen. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Vaterunser angesichts der Br\u00fccke in Irpin&nbsp;| Rogate | 22.05.2022 | Lk 11, 1-4 | Manfred Mielke | Liebe Gemeinde, das Foto erschien in den ersten Kriegstagen, es zeigte einen eiskalten Fluss, \u00fcber den dicke Bretter notd\u00fcrftig quergelegt waren. 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