{"id":8733,"date":"1999-12-07T19:50:13","date_gmt":"1999-12-07T18:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8733"},"modified":"2025-04-10T10:07:50","modified_gmt":"2025-04-10T08:07:50","slug":"johannes-1-19-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-1-19-23\/","title":{"rendered":"Johannes 1, 19-23"},"content":{"rendered":"<h3>Familiengottesdienst mit Krippenspiel | Heiligabend | 24.12.1999 | Joh 1,19\u201323 | Christiane Neukirch |<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"><b>Krippenspiel &#8222;Die vier Wunschzettel&#8220;<\/b> aus dem Buch &#8222;Komm, wir suchen Bethlehem&#8220;, hg. von Andreas Weidle, Verlag Junge Gemeinde, 3. Aufl. 1989 (Reihe &#8222;Das Kirchenjahr feiern&#8220;, Band 1)<br \/>\nDie Dateien sind Scans aus dem genannten Buch. Sie k\u00f6nnen mit einem Grafikprogramm ge\u00f6ffnet werden.<br \/>\n<b>Krippenspiel komplett als zip-Datei: <a href=\"ks.zip\">Hier klicken<\/a>(246 KB)<\/b><br \/>\n<b>Krippenspiel &#8211; einzelne Seiten als tif-Datei:<br \/>\n<a href=\"ks-seite1.tif\">S. 1 (233KB)<\/a>\/<a href=\"ks-seite2.tif\"> S. 2 (455<br \/>\nKB)<\/a>\/ <a href=\"ks-seite3.tif\">S. 3 (466 KB)<\/a>\/ <a href=\"ks-seite4.tif\">S.<br \/>\n4 (462 KB)<\/a>\/<a href=\"ks-seite5.tif\"> S. 5 (229 KB)<\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>der Wunschzettel aus unserem Krippenspiel hat es in sich. Darum<br \/>\nlasst uns noch einen Augenblick dabei bleiben. Die anderen drei Wunschzettel,<br \/>\ndie ersten, die waren ja klar: Wir w\u00fcnschen uns Dinge, die unser Leben<br \/>\nsch\u00f6ner, leichter, bunter und angenehmer machen. Gro\u00dfe und Kleine<br \/>\nsind da gleich, auch wenn die Gro\u00dfen keine Wunschzettel mehr schreiben<br \/>\nund malen, schon gar nicht solche wie heute Abend in der Kirche. Und Menschen,<br \/>\ndie viel \u00e4rmer sind als wir, die brauchen nat\u00fcrlich erst mal das<br \/>\nN\u00f6tigste &#8211; ein Zimmer, ein Bett, wie Maria und Josef, die ein Quartier in<br \/>\nBethlehem suchen.<\/p>\n<p>Genau so wichtig wie alle Dinge sind aber andere Menschen zum<br \/>\nLeben: freundliche Gesichter; Menschen, die uns gern haben, mit denen wir<br \/>\n\u00fcber alles reden, mit denen wir auch lachen und weinen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eins haben alle drei Wunschzettel, die ich uns eben noch mal kurz<br \/>\nvor Augen gef\u00fchrt habe, gemeinsam: da sind <b>wir<\/b> diejenigen, die im<br \/>\nMittelpunkt stehen.<\/p>\n<p>Und bei dem vierten Wunschzettel? Ich lese noch mal vor &#8211; da<br \/>\nsteht: &#8222;Gott hat uns so sehr geliebt, dass er uns seinen Sohn geschenkt hat.<br \/>\nDarum sollen auch wir einander lieben und uns beschenken.&#8220; Da wird ein Wunsch<br \/>\n<b>an uns <\/b>gerichtet!<\/p>\n<p>Die Kinder in unserem Krippenspiel reagieren gleich darauf und<br \/>\nhaben Ideen: selber etwas verschenken, jemanden besuchen &#8230;<\/p>\n<p>Aber: Ob sie wohl verstanden haben, was das Schenken und<br \/>\nNett-sein-sollen mit Jesus, dem Sohn , den Gott uns schenkt, zu tun hat?<\/p>\n<p>Ja, es ist sicher richtig: Jesus w\u00fcnscht sich von uns auch<br \/>\netwas: &#8222;Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst und liebe Gott mit aller<br \/>\nKraft&#8220; hat er sinngem\u00e4\u00df gesagt, und so hat er auch selbst gelebt.<br \/>\nDarum hat er sich um Menschen gek\u00fcmmert und ihnen geholfen, wo und wie er<br \/>\nkonnte. Mit unseren M\u00f6glichkeiten sollen und k\u00f6nnen wir uns danach<br \/>\nrichten. Wie es auf dem vierten Wunschzettel weiter hei\u00dft: &#8222;Gott ist euch<br \/>\nganz nah gekommen, deshalb sollt ihr euch auch nah kommen! Sorgt daf\u00fcr,<br \/>\ndass alle Menschen euere Freundlichkeit erfahren!&#8220;<\/p>\n<p>Aber: Wir haben den vierten Wunschzettel noch nicht zu Ende<br \/>\ngelesen. Denn wenn nur das darauf st\u00fcnde, w\u00fcrde ein ganz wichtiger<br \/>\nWunsch unausgesprochen bleiben &#8211; ohne den Weihnachten nur Essen, Trinken und<br \/>\nAuspacken w\u00e4re, aber nicht das Fest, das wir eigentlich feiern wollen.<\/p>\n<p>Es ist der Wunsch, den ich so ausdr\u00fccken will: Ich<br \/>\nm\u00f6chte dich finden, Gott! Mir dir wird das Leben menschlich, freundlich,<br \/>\nfriedlich. Mit dir wird alles so, wie es eigentlich gemeint ist.<\/p>\n<p>So \u00e4hnlich haben auch die Menschen zur Zeit Jesu<br \/>\ngew\u00fcnscht und gedacht und sich deshalb auf die Suche gemacht, den zu<br \/>\nfinden, mit dem Gott in unsere Welt kommt. Nicht nur die Hirten auf den Feldern<br \/>\n&#8211; viele Menschen. Sie haben Priester zu Johannes dem T\u00e4ufer geschickt, so<br \/>\nsteht es im Johannesevangelium im 1. Kapitel, und ihn fragen lassen, ob er der<br \/>\nChristus, der von Gott Gesandte, sei. Aber Johannes hat ihnen ehrlich<br \/>\ngeantwortet: Ich bin&#8217;s nicht. Ich bin die Stimme eines Predigers in der<br \/>\nW\u00fcste: Ebnet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaja gesagt hat!<\/p>\n<p>Auf unserer Suche nach Gott, nach dem, der dem b\u00f6sen<br \/>\nSpektakel von Krieg, Mord und Totschlag, von Lieblosigkeit und Egoismus auf<br \/>\nunserer Welt ein Ende machen und Friede und Freude schaffen kann, geht es uns<br \/>\nmanches Mal genau so; wir merken: Wir kriegen das alleine nicht hin! Und die<br \/>\nMenschen auf die wir unsere Hoffnungen setzen &#8211; Politiker, \u00c4rzte,<br \/>\nSpezialisten aller Art &#8211; sie schaffen es auch nicht.<\/p>\n<p>Darum, liebe Gemeinde, sind wir heute hier: Den zu suchen und zu<br \/>\nfinden, der uns die tiefsten W\u00fcnsche nach Frieden und Freude erf\u00fcllt,<br \/>\nweil er sein Leben mit uns teilt und unser Leben mittr\u00e4gt und<br \/>\nsch\u00fctzt. Darum h\u00f6ren wir alle Jahre wieder die Geschichte seiner<br \/>\nGeburt, denken an Hirten und K\u00f6nige, die bei ihm, an seiner Krippe,<br \/>\nzueinander kommen, singen mit den Engeln, loben Gott daf\u00fcr, dass er sich<br \/>\nnicht zu schade ist, in einem hilflosen Kind unser Bruder, Freund und Meister<br \/>\nder Liebe zu werden &#8211; darum, liebe Gemeinde, beschenken auch wir uns heute. Und<br \/>\ndar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Christiane Neukirch, Geversdorf<br \/>\n<a href=\"mailto:johannes.neukirch@t-online.de\">E-Mail:<br \/>\njohannes.neukirch@t-online.de<\/a><\/p>\n<p><a name=\"top\"><\/a><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=991224-fam.html&amp;r=r1\"\/><\/p>\n<p><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familiengottesdienst mit Krippenspiel | Heiligabend | 24.12.1999 | Joh 1,19\u201323 | Christiane Neukirch | Krippenspiel &#8222;Die vier Wunschzettel&#8220; aus dem Buch &#8222;Komm, wir suchen Bethlehem&#8220;, hg. von Andreas Weidle, Verlag Junge Gemeinde, 3. Aufl. 1989 (Reihe &#8222;Das Kirchenjahr feiern&#8220;, Band 1) Die Dateien sind Scans aus dem genannten Buch. 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