{"id":8774,"date":"1999-09-07T19:50:12","date_gmt":"1999-09-07T17:50:12","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8774"},"modified":"2025-04-10T10:54:12","modified_gmt":"2025-04-10T08:54:12","slug":"texte-und-gedanken-zur-schoepfung-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/texte-und-gedanken-zur-schoepfung-3\/","title":{"rendered":"Psalm 8"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\">Predigtreihe &#8222;Texte und Gedanken zur Sch\u00f6pfung&#8220; | September\/Oktober 1999 |Psalm 8: &#8222;Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt \u00fcber das Werk deiner H\u00e4nde.&#8220; | Stefan Knobloch |<\/h3>\n<p>Wer in diesen Tagen und Wochen \u00fcber die &#8222;Sch\u00f6pfung&#8220; nachdenken will, mu\u00df eine schwere H\u00fcrde nehmen. Er steht unter dem Eindruck schrecklicher Bilder. Bilder der Zerst\u00f6rung &#8211; in der T\u00fcrkei, in Athen, in Taiwan. Und wo demn\u00e4chst noch? Bilder der Zerst\u00f6rung, hervorgerufen von gewaltigen Erdbeben. Die Bilder verwischen mit ganz \u00e4hnlichen Szenen von in Schutt und Asche gelegten H\u00e4usern in Moskau, die das Opfer fanatischer terroristischer Sprengstoffanschl\u00e4ge geworden waren. Es f\u00e4llt schwer, die Bilder auseinanderzuhalten, so sehr gleichen sie sich. \u00dcberall sind die Rettungsmannschaften im Einsatz, suchen Suchhunde nach \u00dcberlebenden, werden Tote &#8211; und wie durch ein Wunder -, auch Lebende, geborgen.<\/p>\n<p>1. Die Sch\u00f6pfung &#8211; ein Chaos?<\/p>\n<p>Ist der Kosmos der Sch\u00f6pfung in Wahrheit ein Chaos? Passen die zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4fte, die von den sich gegeneinander verschiebenden Erdschollen ausgehen und die Erde erbeben lassen, zum Wunderwerk der Sch\u00f6pfung Gottes? M\u00fcssen wir an diesem Wunderwerk Abstriche machen? Haben die Recht, die sagen, das mit der &#8222;Sch\u00f6pfung in Gottes Hand&#8220; sei Quatsch, sei ein Mythos, der vor der Realit\u00e4t nicht standh\u00e4lt? Menschen fr\u00fcherer Zeiten, weit zur\u00fcckgegriffen etwa der Psalmist des Psalms 29, scheinen in der Lage gewesen zu sein, auch solche Chaoserfahrungen in ihr Bild des Sch\u00f6pfergottes zu integrieren. Mag sein, da\u00df in Psalm 29 nur von einem heftigen Gewitter die Rede ist, das die Zedern des Libanon wie Streichh\u00f6lzer knackt. Nein, da ist von mehr die Rede, von einem Erdbeben ganz offensichtlich: &#8222;Er &#8211; Gott, der Herr &#8211; l\u00e4\u00dft den Libanon <i>h\u00fcpfen<\/i> wie ein Kalb, wie einen Wildstier den Sirjon&#8220; (Ps 29, 6). Wenn der Libanon h\u00fcpft wie ein Kalb, was kann das anderes sein als das Bild eines Bebens?<\/p>\n<p>Heute freilich ger\u00e4t der Glaube an den Sch\u00f6pfergott nicht erst durch Naturkatastrophen ins Wanken. Er ist l\u00e4ngst einer Haltung des Menschen gewichen, die das Universum als Aufgabe und Herausforderung des Menschen ansieht &#8211; und als sonst nichts. Und wenn man noch von &#8222;Sch\u00f6pfung&#8220; spricht, dann eben nicht, um den Bezug zum Sch\u00f6pfer zu signalisieren, sondern um den Lebensraum zu bezeichnen, den der Mensch einnimmt und immer mehr einnehmen soll, gewi\u00df bei wachsender Verantwortung f\u00fcr seinen Bestand.<\/p>\n<p>&#8222;Bewahrung der Sch\u00f6pfung&#8220; ist in den letzten Jahrzehnten ein Thema geworden, das das Ohr und das Interesse der Menschen findet. Nur ist solches Interesse abgekoppelt vom Gedanken an einen &#8222;Sch\u00f6pfer&#8220;. Das Schicksal der Sch\u00f6pfung ist in die alleinige Regie des Menschen gegeben. &#8222;Gegeben&#8220;, von wem? Das wird nicht mehr gefragt, nicht mehr hinterfragt, so unhinterfragbar es ist. Die Sch\u00f6pfung ist &#8222;gegeben&#8220; worden, sie ist nicht vom Menschen gewaltsam an sich gerissen, okkupiert worden. Sie ist &#8222;gegeben&#8220; worden &#8211; von jemandem, auf den heute nur selten der Blick f\u00e4llt: auf den Geber der Welt, auf Gott, ihren Sch\u00f6pfer.<\/p>\n<p>2. Verantwortung, Achtung, Ehrfurcht<\/p>\n<p>Es tut gut, einmal den Horizont des Psalms 8 einzunehmen:<\/p>\n<p>&#8222;Du &#8211; Gott &#8211; hast den Menschen als Herrscher eingesetzt \u00fcber das Werk <i>deiner H\u00e4nde<\/i>, hast ihm alles zu F\u00fc\u00dfen gelegt: All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die V\u00f6gel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.&#8220;<\/p>\n<p>Sofern man nicht gerade auf dem Land lebt, k\u00f6nnte einen bei diesem Text ein wehm\u00fctig-romantisches Gef\u00fchl \u00fcberkommen. Schafe, Ziegen, Rinder: &#8222;Urlaub auf dem Bauernhof&#8220; f\u00e4llt einem da ein, wenn Gro\u00dfstadtkinder erstaunt den Herden auf der Weide mit der Hand durch das Fell streichen und stolze V\u00e4ter die Szene mit der Kamera festhalten. Von Dinosauriern ist in Psalm 8 nicht die Rede, \u00fcber sie war die Entwicklungsgeschichte lange hinweggeschritten. Die \u00dcbertragung der Verantwortung f\u00fcr die Sch\u00f6pfung in Psalm 8 meint offenbar nicht die Verantwortung f\u00fcr ihren &#8222;Status quo&#8220;, da\u00df alles so bleibe, wie es ist. Sie meint die Offenheit f\u00fcr Entwicklungen, die sich in der Sch\u00f6pfung, in der Natur abspielen, in der ein Kommen und Gehen herrscht. Sie meint auch die Offenheit f\u00fcr vom Menschen initiierte Ver\u00e4nderungen, f\u00fcr die &#8222;kulturelle&#8220; Gestaltung des Lebensraumes der Welt. Da taucht dann in unseren K\u00f6pfen rasch das Wort von der &#8222;Manipulation&#8220; auf. Manipulation hat in unseren Ohren einen schlechten Klang. Wer &#8222;manipuliert&#8220;, in welchem Zusammenhang auch immer, dem m\u00fcsse das Handwerk gelegt werden. Dabei \u00fcbersehen wir gern, da\u00df unser Umgang mit der Natur im Grunde immer ein &#8222;Hand-Anlegen&#8220; (manus) an sie bedeutet, ein &#8222;Hand-Anlegen&#8220;, das schonend, beh\u00fctend, gestaltend, nicht zerst\u00f6rerisch sein soll. Darauf will das verantwortliche &#8222;Herrschen&#8220; in Psalm 8 hinaus. &#8222;Hand-Anlagen&#8220;, das machen wir dauernd, in unendlich vielen allt\u00e4glichen Gesten, auch an uns selbst, z.B. &#8211; man verzeihe die Banalit\u00e4t &#8211; beim t\u00e4glichen Z\u00e4hneputzen! Zweimal t\u00e4glich, mahnen die Zahn\u00e4rzte. So erhalten wir uns die nat\u00fcrlichen Z\u00e4hne l\u00e4nger, als es die &#8222;blo\u00dfe Natur&#8220; ohne unsere Pflege k\u00f6nnte. &#8222;Manipulation&#8220;?<\/p>\n<p>Es geht nach Psalm 8 um ein Herrschen \u00fcber die Sch\u00f6pfung als <i>Werk Gottes<\/i>. Damit kommt in unseren Umgang mit ihr etwas wie Ehrfurcht, ja fast wie Gehorsam herein. In der Sozialenzyklika &#8222;Sollicitudo rei socialis&#8220; von Johannes Paul II. von 1987 findet sich eine Passage, in der Achtung, Ehrfurcht und Gehorsam gegen\u00fcber der Sch\u00f6pfung anklingen. Die Sch\u00f6pfung verdiene &#8211; so der Papst &#8211; in dreifacher Hinsicht unsere Achtung:<\/p>\n<p>&#8222;Die <i>erste<\/i> besteht darin, da\u00df es angemessen ist, sich <i>zunehmend dessen bewu\u00dft zu werden<\/i>, da\u00df man nicht ungestraft von den verschiedenen lebenden oder leblosen Gesch\u00f6pfen &#8211; Naturelemente, Pflanzen, Tiere &#8211; rein nach eigenem Gutd\u00fcnken und entsprechend den eigenen wirtschaftlichen Erfordernissen Gebrauch machen kann. Im Gegenteil, man mu\u00df der Natur <i>eines jeden Wesens<\/i> und seiner <i>Wechselbeziehung<\/i> in einem geordneten System wie dem Kosmos Rechnung tragen.<\/p>\n<p>Die <i>zweite \u00dcberlegung<\/i> gr\u00fcndet sich &#8230; auf die &#8230; Feststellung von der <i>Begrenztheit der nat\u00fcrlichen Hilfsquellen<\/i>, von denen sich einige, wie man sagt, nicht regenerieren. Diese Quellen mit <i>absolutem Verf\u00fcgungsanspruch<\/i>zu benutzen, als ob sie unersch\u00f6pflich w\u00e4ren, bringt ihr Fortbestehen nicht nur f\u00fcr die gegenw\u00e4rtige Generation, sondern vor allem f\u00fcr die k\u00fcnftige in ernste Gefahr.<\/p>\n<p>Die <i>dritte \u00dcberlegung<\/i> bezieht sich &#8230; auf die Folgen, die eine gewisse Art von Entwicklung auf die <i>Lebensqualit\u00e4t<\/i> in den Industriegebieten hat. Wir wissen alle, da\u00df ein direktes oder indirektes Ergebnis der Industrialisierung immer h\u00e4ufiger die Verschmutzung der Umwelt ist, mit schwerwiegenden Folgen f\u00fcr die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung&#8220; (Nr. 34).<\/p>\n<p>Drei Aspekte der Verantwortung stellt dieser Text heraus. Zum einen die Verantwortung gegen\u00fcber der Natur; das menschliche Verhalten d\u00fcrfe sich nicht nur an \u00f6konomischen Gesichtspunkten ausrichten; zum anderen die Verantwortung gegen\u00fcber der Begrenztheit der nat\u00fcrlichen Ressourcen, zum dritten die Verantwortung gegen\u00fcber der globalen Sicherung der Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>3. Aber es ist nicht alles &#8222;in Ordnung&#8220;<\/p>\n<p>Und trotzdem: Nimmt hier nicht die Sch\u00f6pfung eine Aura ein, als sei sie die &#8222;Unschuld in Person&#8220;, als k\u00f6nne sie kein W\u00e4sserchen tr\u00fcben? Als r\u00fchre alles B\u00f6se ausschlie\u00dflich von dem mi\u00dfratenen &#8222;Herrschen&#8220; des Menschen her? Daran lassen uns schon die Erdbeben mit ihren Opfern zweifeln. Daran l\u00e4\u00dft uns auch ein genauerer Blick in die Natur zweifeln. Als es vor zwei Jahren dem schottischen &#8222;Roslin-Institut&#8220; gelang, das Schof &#8222;Dolly&#8220; zu klonen, ging ein Aufschrei der Betroffenheit um die Welt. Die Wissenschaft d\u00fcrfe sich nicht an die Stelle Gottes setzen. Nur, ganz unaufgeregt dagegengefragt: Wird durch das experimentelle Klonen von Tieren tats\u00e4chlich die &#8222;Ordnung&#8220; der Sch\u00f6pfung und damit die Ordnung Gottes gest\u00f6rt? Geht es in ihr nur &#8222;ordentlich&#8220; zu? Darwin machte vor mehr als hundert Jahren darauf aufmerksam, da\u00df die Natur auf dem Weg der Evolution keine moralischen Gesetze und Grenzen kenne, da\u00df sie auf dem Weg zum Erfolg &#8222;Hekatomben von Lebewesen&#8220; opfere. Die Sch\u00f6pfung als das Werk Gottes ist offensichtlich nicht zimperlich. Sie ist verschwenderisch, sie arbeitet mit riesigen \u00dcbersch\u00fcssen, um die sie sich nicht weiter k\u00fcmmert, die sie verrotten l\u00e4\u00dft. Das entspricht nicht unseren Ordnungsvorstellungen, aber es ist so. Die Natur kommt offenbar nicht ohne Obsz\u00f6nit\u00e4ten, nicht ohne Schlachtbanken aus. Ahmt also die Wissenschaft, die Klonierungsversuche mit Tieren macht, im Grunde nur die verschwenderische, grausame Natur nach? Ein heikler, komplexer Zusammenhang, der uns die Augen daf\u00fcr \u00f6ffnen kann, da\u00df die Natur als Werk Gottes nicht einfach ein Ausbund von Unschuld, sondern verschwenderisch, launenhaft und unberechenbar ist. Sie hat offenbar keine M\u00fche damit, unter ihren Schafen ein geklontes Schaf &#8222;Dolly&#8220; mitlaufen zu lassen.<\/p>\n<p>Gleichwohl: &#8222;Du hast den Menschen als Herrscher eingesetzt \u00fcber das Werk deiner H\u00e4nde&#8220;. Wir sind eingesetzt \u00fcber ein Werk, das uns, je mehr wir seinen inneren Strukturen auf die Spur kommen, in immer neuen R\u00e4tseln das abverlangt, was es als Werk Gottes abverlangt: Achtung, Ehrfurcht und Gehorsam.<\/p>\n<p>4. Das Verbindende: Die &#8222;W\u00fcrde&#8220; von Mensch und Sch\u00f6pfung<\/p>\n<p>Psalm 8 sieht dabei einen engen Zusammenhang zwischen dem Auftrag zum Herrschen und der &#8222;W\u00fcrde&#8220; des Menschen: Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott. Besagt das, da\u00df unsere N\u00e4he zu Gott, die hier ausgesagt ist &#8211; so k\u00f6nnte man in einer ersten Schlu\u00dffolgerung meinen -, uns der Welt, der Natur zu entfernt? Als seien wir etwas Besonderes, etwas Besseres, die wir der Sch\u00f6pfung kaum Beachtung schenken m\u00fc\u00dften? Sollte das die Quintessenz unserer &#8222;W\u00fcrde&#8220; sein? Nein, die Betonung unserer W\u00fcrde und Gr\u00f6\u00dfe will nicht eine Z\u00e4sur, einen Graben zwischen uns und der Sch\u00f6pfung ausheben. Sie will vielmehr das Gemeinsame, das hintergr\u00fcndig Mensch und Sch\u00f6pfung Verbindende hervorheben. Damit ist von mehr die Rede als von der puren Selbstverst\u00e4ndlichkeit, da\u00df der Mensch Teil der Sch\u00f6pfung ist und insofern immer schon zu ihr geh\u00f6rt, sei es als &#8222;Krone&#8220;, wie die einen sagen, sei es als &#8222;Dornenkrone&#8220;, wie andere sagen. Auf einen ganz <i>anderen<\/i> Aspekt kommt es hier an, auf den Aspekt der W\u00fcrde.<\/p>\n<p>Psalm 8 spricht von der &#8222;W\u00fcrde&#8220; des Menschen: nur wenig geringer als Gott. Wir haben dar\u00fcber nachzudenken, worin diese W\u00fcrde bestehe, ein Wort, das zwar heute in aller Munde ist, aber in seiner gebetsm\u00fchlenartigen Wiederholung nicht an Substanz gewinnt. Nach Kant besteht unsere W\u00fcrde darin, da\u00df wir <i>nicht f\u00e4hig sind, uns zu bewerten<\/i>. &#8222;W\u00fcrde&#8220; ist nicht nach Wert, nicht nach Warenwert, nicht nach Verwendbarkeit zu bemessen. Unsere W\u00fcrde besteht darin, da\u00df wir einer Bewertung <i>entzogen<\/i> bleiben. In der Tat: Mit der &#8222;Bewertung&#8220; des menschlichen Lebens wird der erste Schritt in das &#8222;lebensunwerte&#8220; Leben getan, in eine Unmenschlichkeit, an der unser Jahrhundert so schwer tr\u00e4gt. Unsere W\u00fcrde liegt jenseits aller Wert- und Unwertvorstellungen. Sie ist nicht klar zu fassen, zu definieren &#8211; und bestimmt gerade darin unser Wesen.<\/p>\n<p>In dieser W\u00fcrde liegt das Gemeinsame, das uns mit der Sch\u00f6pfung Verbindene. Was wir von der Sch\u00f6pfung wissen, wahrnehmen, erkennen, uns zu eigen machen, nimmt ihr nicht ihre R\u00e4tselhaftigkeit, Verschlossenheit, Dunkelheit &#8211; ihre W\u00fcrde. Mit jedem neuen Wissen \u00fcber sie w\u00e4chst unser Nichtwissen \u00fcber sie. Erscheint damit die Sch\u00f6pfung nicht in einer \u00e4hnlichen Aura der W\u00fcrde, die wir von uns als Menschen behaupten? Eben diese Aura ist es, die uns mit der Sch\u00f6pfung verbindet, die uns gemeinsam mit ihr zur\u00fcckverweist auf den, von dem wir unsere Herkunft beziehen: auf Gott, den Sch\u00f6pfer.<\/p>\n<p>Das Buch Jesus Sirach scheint diese r\u00e4tselhafte W\u00fcrde der Sch\u00f6pfung nachempfunden zu haben, wenn es nach einem geradezu lyrischen Lobpreis auf die Gr\u00f6\u00dfe Gottes in der Sch\u00f6pfung bescheiden bekennt:<\/p>\n<p>&#8222;Die Menge des <i>Verborgenen<\/i> ist gr\u00f6\u00dfer als das Genannte &#8230; Alles hat der Herr gemacht&#8220; (Sir 43, 32-33).<\/p>\n<p>Das Verborgene, nicht nur das faktisch noch Verborgene, sondern das an uns und an der Sch\u00f6pfung grunds\u00e4tzlich von uns nicht zu Entbergende &#8211; das ist das uns mit der Sch\u00f6pfung <i>Verbindende.<\/i> Aus diesem Wissen heraus sollen wir, die wenig Geringeren als Gott, \u00fcber die Sch\u00f6pfung &#8222;herrschen&#8220; &#8211; schonend, beh\u00fctend, gestaltend.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Stefan Knobloch <\/strong><br \/>\n<strong>Lion Feuchtwangerstra\u00dfe 38 <\/strong><br \/>\n<strong>55129 Mainz <\/strong><br \/>\n<strong>Mainz, den 25.09.1999 <\/strong><br \/>\n<strong><a href=\"mailto:pastoralunimz@hotmail.com\">E-Mail: pastoralunimz@hotmail.com<\/a><\/strong><br \/>\n<strong>(16.9.1999)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Homepage der G\u00f6ttinger Predigten im Internet<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13207,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,1,2,727,157,853,114,1082,349,109,126,1222,965],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-8774","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-psalmen","category-aktuelle","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-08-chapter-08-psalmen","category-kasus","category-predigten","category-predigtreihen","category-stefan-knobloch","category-texte-und-gedanken-zur-schoepfung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8774"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8774\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22592,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8774\/revisions\/22592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8774"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=8774"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=8774"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=8774"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=8774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}