{"id":8776,"date":"1999-09-07T19:50:13","date_gmt":"1999-09-07T17:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8776"},"modified":"2025-04-10T09:42:47","modified_gmt":"2025-04-10T07:42:47","slug":"genesis-11-24a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/genesis-11-24a\/","title":{"rendered":"Genesis 1,1 &#8211; 2,4a"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: Arial;\"><b>G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Predigtreihe &#8222;Texte und Gedanken zur Sch\u00f6pfung&#8220;, September 1999<\/b><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><b>Sch\u00f6pfung &#8211; Genesis 1,1 &#8211; 2,4a<br \/>\nvon Klaus Schwarzw\u00e4ller<\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\">I.<\/p>\n<p>Allj\u00e4hrlich werden hohe Millionenbetr\u00e4ge an \u00f6ffentlichen Geldern verschleudert &#8211; ein Jahr um Jahr von den Rechnungsh\u00f6fen ver\u00f6ffentlichter Skandal. Wenn dieses Geld f\u00fcr Sinnvolles verbraucht worden w\u00e4re, f\u00fcr das Gemeinwohl!<\/p>\n<p>Zugleich gibt es einen Bereich, der Jahr um Jahr hohe Millionenbetr\u00e4ge an Steuermitteln verschlingt, ohne da\u00df viel N\u00f6tiges oder Hilfreiches dabei herausk\u00e4me: Astronomie, Astrophysik und insgesamt die Wissenschaften, die nach der Herkunft von Leben, Materie und All forschen. Das neue Superteleskop in den Anden, der projektierte Teilchenbeschleuniger bei Hamburg, die ungez\u00e4hlten Elektronenmikroskope in den biologischen Laboratorien usf.: Die Kosten f\u00fcr alle diese Forschungen sind wahrhaft astronomisch. Ein Zyniker allerdings w\u00fcrde sagen, das br\u00e4chte nachweislich Gewinn, n\u00e4mlich &#8211; Kernwaffen, Raumsonden, genmanipulierte Lebensmittel, B\u00fccher sowie Kongresse und Schlagzeilen&#8230;<\/p>\n<p>Wen interessiert es, da\u00df die Sonne in jeder Sekunde 4 Millionen Tonnen ihrer Masse verbrennt oder ins All schleudert? Wen interessiert die Anzahl von Galaxien, also von Milchstra\u00dfen, im All? Wen der ganze &#8222;Zoo&#8220; von subatomaren Ur-Teilchen nach dem Urknall? Dieses Wissen lie\u00dfen wir uns nicht Millionen und Milliarden kosten, es w\u00e4re denn&#8230;.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re denn, darin steckte etwas, das uns so wichtig ist, da\u00df wir es uns jede Summe kosten lassen. So verh\u00e4lt es sich in der Tat &#8211; es ist schier mit H\u00e4nden zu greifen, sieht man, was hier interessiert. N\u00e4mlich:<br \/>\nob Leben sei im All &#8211; denn dann w\u00e4ren wir nicht allein,<br \/>\nob und wie Leben spontan entsteht &#8211; denn dann k\u00f6nnen wir Gott streichen.<br \/>\nob die kosmische Massenverteilung eine unendlich weitergehende Ausdehung des Alls erlaubt &#8211; denn dann mu\u00df kein J\u00fcngster Tag bef\u00fcrchtet werden.<br \/>\noder ob auch die Gene von Pflanzen und Tieren den unseren verwandt sind &#8211; denn dann haben wir Verwandte in der Welt, denen wir allerdings auf der Leiter der Entwicklung voraus sind. Und so immer weiter fort.<\/p>\n<p>Kurzum, von dieser Forschung erwarten wir uns zuverl\u00e4ssige Antwort auf die Fragen unseres Lebens \u00fcberhaupt: Woher stammen wir? Aus was f\u00fcr &#8222;Material&#8220; sind wir? Sind wir einzigartig? Woraufhin k\u00f6nnen und d\u00fcrfen wir leben und handeln, wie wir leben und handeln? Ist unser Lebensraum sicher und die Zukunft gewi\u00df? Insgesamt: Wer oder was sind wir? Nahezu jede Antwort wird akzeptiert, wenn es nur nicht hei\u00dft: &#8222;Gott&#8220;! Am Rande: Je emanzipierter wir sind, desto ausgedehnter diese Forschunung, und je radikaler wir den Himmel von Gott reinigen, umso mehr zersplittern die Antworten in eine Vielzahl blo\u00dfer Hypothesen. Komisch, nicht wahr &#8211; ?<\/p>\n<p>Vielmehr: gar nicht komisch, sondern bezeichnend. Ohne Gott m\u00fcssen wir uns selbst Grund und Ziel und Zusammenhang und Berechtigung unseres Seins und Lebens verschaffen. Hierbei geht es um unsere Grundlagen, also ist das grundlegend teuer. Und auch deswegen nicht komisch, weil es nicht m\u00f6glich ist, sich die eigene Basis selber unter die F\u00fc\u00dfe zu schieben. Das funktionierte nur bei M\u00fcnchhausen, der sich selbst samt seinem Gaul am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog&#8230;<\/p>\n<p>Es ist teuer, auf Gott zu verzichten; es kostet Milliarden! Das ist kein Seitenhieb gegen diese Forschung (die mich pers\u00f6nlich bis zur Begeisterung fasziniert); es ist die Einsicht: Keine Forschung kann die Grundfragen unseres Menschseins l\u00f6sen, keine Wissenschaft uns die Basis unseres Menschseins gew\u00e4hren. Solange wir das nicht bedenken, m\u00fcssen wir noch mehr in diese Forschung investieren, wird die Zukunft also entsprechend teuer. Oder aber wir sehen ein, da\u00df nur Gott dieses Fundament unseres Menschseins legen kann, und folgen dieser Einsicht. Was aber hei\u00dft das?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">II.<\/p>\n<p>Das erste Kapitel der Bibel (es endet Kap.2, V.4a) gibt darauf Antwort. Es verarbeitet nicht nur das gesamte einschl\u00e4gige Wissen der damaligen Zeit (6.\/5. Jahrhundert v.Chr.), sondern es ist \u00fcberlegt und bedacht wie selten ein Buchkapitel. Es hat die Form eines Berichts. Sein erster Satz liest sich wie \u00dcberschrift und Zusammenfassung in einem:<\/p>\n<p>AM ANFANG SCHUF GOTT HIMMEL UND ERDE.<\/p>\n<p>Darin steckt etwas, was man nicht denken kann: Ein Anfang ohne irgendein &#8222;davor&#8220;. Himmel und Erde gibt es und haben Bestand darum, weil Gott aus sich heraus einen Anfang setzte. Seither gibt es sie und mit ihnen die Zeit. Unsere Gedanken k\u00f6nnen nur bis zu diesem Anfang, nie jedoch vor ihn zur\u00fcckgehen. Hei\u00dft: Es gibt somit keinen beweisbaren oder einsichtigen Grund daf\u00fcr, da\u00df es uns und die Erde und das All gibt. Es gibt uns und unsere Erde, die ganze Sch\u00f6pfung und alle Zeit darum und darum allein, weil Gott es f\u00fcr gut und richtig hielt, Himmel und Erde und alles, was sie ausmacht, zu erschaffen. Und so haben Himmel und Erde, haben Pflanzen, Tiere und Menschen Bestand und Wesen darum und darum allein, weil Gott sie will &#8211; und solange Gott sie will.<\/p>\n<p>Ja &#8211; und wenn er nicht will? Die Bibel wei\u00df: &#8222;Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie [n\u00e4mlich: die Gesch\u00f6pfe]; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie&#8230;&#8220; (Ps. 104,29) Und schwere Erdbeben nahezu Woche um Woche in der letzten Zeit mit ihren so schrecklichen Folgen brennen uns ins Bewu\u00dftsein: Da\u00df wir festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen haben, ist alles andere als selbstverst\u00e4ndlich. Nein, unser Lebensraum ist nicht der Himmel; Gott zieht seinen Gesch\u00f6pfen Grenzen, wie er insgesamt eine begrenzte raumzeitliche Welt schuf, in der somit nicht alles nach unserem Wohlgefallen abl\u00e4uft. Vor und \u00fcber allem aber wei\u00df die Bibel: &#8222;Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist&#8230;, der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat, der Treue h\u00e4lt ewiglich&#8230;&#8220; (Ps. 146,5f) Der Boden kann schwanken &#8211; und er schwankt immer wieder. Sterne k\u00f6nnen erl\u00f6schen &#8211; die Astronomie beobachtet es. Die Biosph\u00e4re kann ver\u00f6den &#8211; und wir tragen dazu bei&#8230; Doch Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und er ist treu: &#8222;Also hat Gott die Welt geliebt, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn gab, auf da\u00df alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&#8220; (Joh. 3,16) Darum k\u00f6nnen wir als Menschen in unserer Welt und Zeit leben.<\/p>\n<p>Darum sind wir auf unserer Erde im All behaust.<br \/>\nDarum ist unser Wesen als Menschen gesichert, selbst wenn wir entarten und viehisch werden.<\/p>\n<p>Es besagt zugleich: Alles geht verloren, wenn wir Gott verlassen. Dann wird unser Leben fraglich und fragw\u00fcrdig. Dann verlieren wir die Erde als Heimat. Dann ger\u00e4t unsere Menschlichkeit in Gefahr, und wir fangen an, zu vertieren. &#8211; Blicken wir auf unser Jahrhundert, in dem unter uns Gott abgetan wurde.<\/p>\n<p>Sch\u00f6pfung hei\u00dft also: Wir, die Welt und das All, wir sind von Gottes Gnaden, weil er uns und die Welt und das All wollte und noch will. Darum, darum allein!. Gewi\u00df, wir k\u00f6nnen uns selber verderben, uns ausl\u00f6schen. Da\u00df Gott uns wollte und will, hindert uns nicht an Mutwillen und Entartung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">III.<\/p>\n<p>Der Sch\u00f6pfungsbericht f\u00fchrt das weiter aus; dabei fesselt dreierlei die Aufmerksamkeit besonders.<\/p>\n<p>1) Das eine ist die Erschaffung des Lichts vor den Sternen; die werden erst am vierten Sch\u00f6pfungstag gemacht, und zwar als &#8222;Lampen&#8220;, also als leuchtende K\u00f6rper im All. Damit ist jede Vergottung von Gestirnen und alle Astrologie schroff ausgegrenzt. Vor allem sagt das: Das Licht, diese Grundvoraussetzung unseres Lebens und unserer Lebenswelt, stammt von Gott selber und ist von keiner Kreatur abh\u00e4ngig. Ein f\u00fcr uns revolution\u00e4rer Gedanke: Sonne, Mond und Sterne, sie bringen nicht das Licht, sondern sie m\u00fcssen von Gottes wegen dem Licht dienen! Sie geben ihm seinen Rhythmus.<\/p>\n<p>Es geht nicht um das, was ein heutiger Physiker oder Astronom hierin finden mag. Das ist jetzt der Punkt: Unter Gottes Wirksamkeit ist f\u00fcr Licht gesorgt. Wer schlaflose Nachtstunden, wer Korruption und Vertuschungen vor Augen hat, der wei\u00df, was es hei\u00dft: Gott sorgt f\u00fcr Licht und scheidet das Licht von der Finsternis. Wo es nur nach Menschen geht, ob in Kirche oder Welt, da w\u00e4chst Finsternis, auch wenn wir dem atomaren Winter bisher entgingen.<\/p>\n<p>Gott ist treu. Seine Sch\u00f6pfung hat Bestand.<\/p>\n<p>2) Das Zweite ist der sechste Sch\u00f6pfungstag. Den Verfassern des Sch\u00f6pfungsberichts lag als Raster ein altorientalisches Acht-Tage-Schema vor, das sie auf sechs Tage verk\u00fcrzten. Ich frage mich, wie ich dabei wohl verfahren w\u00e4re, besonders, ob ich diese Mischung aus Einsicht und Bescheidenheit aufgebracht h\u00e4tte: da\u00df Landtiere und ganz am Ende wir Menschen auf einen einzigen, den sechsten Sch\u00f6pfungstag zusammen gepackt werden. Die Aussage ist deutlich: Tiere sind zu Tieren und Menschen zu Menschen geschaffen worden, und zwar in einem Zusammenhang. Hei\u00dft: Wir sind Menschen, weil wir&#8217;s von Gottes wegen sein sollen, und er uns dazu geschaffen hat.<\/p>\n<p>Die Evolution hin oder her, der Abstand zwischen Mensch und Tier sei gro\u00df oder klein &#8211; das ist gar nicht der Punkt, sondern: was uns von den Tieren, denen wir so nahe sind, unterscheidet, ist einzig der Wille Gottes. Der will uns als Menschen und die Tiere als Tiere &#8211; beide je in ihrer Art, W\u00fcrde und Bestimmung. Punkt. Und also sollen wir von Gottes wegen Menschen sein &#8211; Menschen und nur Menschen, wirklich: Menschen.<\/p>\n<p>Gott ist treu. Seine Sch\u00f6pfung hat Bestand.<\/p>\n<p>3) Das Dritte ist der siebente Tag: Gott ruht von seinem Schaffen. Zuvor hat er sein gesamtes Werk \u00fcberblickt und festgestellt: &#8222;Sehr gut&#8220;. Hieraufhin h\u00e4lt er g\u00f6ttliche Ruhe. Unt\u00e4tig ist er darin nicht: Er vollendet seine Sch\u00f6pfung an diesem Tag, er segnet ihn, und er heiligt ihn.<\/p>\n<p>Gott vollendet an diesem Tag sein Sch\u00f6pfungswerk. Vergleichbares kennen wir aus dem Alltag: Entscheidend ist nicht, da\u00df ein neues Haus fertig ist, sondern als fertig \u00fcbergeben wird &#8211; wir wissen, was dieser Unterschied rechtlich besagt. Indem Gott sein Werk vollendet, hat er selber Bestand und G\u00fcltigkeit seiner Sch\u00f6pfung ausdr\u00fccklich festgestellt. Gott hat damit seine Treue in seine Sch\u00f6pfung gleichsam eingeschrieben. Also wie wir in ein Produkt eingepr\u00e4gt finden: &#8222;Made in&#8230;&#8220;, so steckt in jedem Teil und Teilchen der Sch\u00f6pfung unsichtbar: &#8222;Von Gott in Treue geschaffen&#8220;. Wenn die daran d\u00e4chten, die weltweit die W\u00e4lder abholzen, H\u00fchner in Legebatterien pferchen, Rohstoffe ausbeuten, Wehrpflichtige und Rentner wie Material behandeln&#8230; Wenn die daran d\u00e4chten, ob sie es fertig br\u00e4chten, weiterzumachen wie bisher? Und wir &#8211; ?<\/p>\n<p>Gott segnet diesen Tag &#8211; ein uns denkbar fremder Gedanke -, sind doch, wie wir meinen, 24 Stunden = 24 Stunden. Wirklich? Da sind Geburtstag und Hochzeitstag und Todestag und&#8230; Da sind Tage voller Gl\u00fcck und Tage voller Ungl\u00fcck. Da sind Tage des Gelingens und Tage des Scheiterns. Vielleicht begreifen wir jetzt, was das hei\u00dft: Da ist ein von vornherein gesegneter Tag in der Sch\u00f6pfung. So ist von Gottes wegen die Ordnung unserer Zeit. Indem Gott den siebenten Tag segnet, liegt Segen auf diesem Tag und auf seiner Bewahrung. Wir k\u00f6nnen uns dem entziehen &#8211; da\u00df wir uns damit einer Segensordnung entziehen, l\u00e4\u00dft sich nicht beweisen und wird sicherlich weithin gar nicht bemerkt. Immerhin, es k\u00f6nnte sein, da\u00df wir es irgendwie doch sp\u00fcren, wenn wir uns aus diesem Segen herausziehen: Welt, Zeit und Geschichte werden zuf\u00e4llig und unser Lebensgef\u00fchl unsicher.<\/p>\n<p>Gott heiligt diesen Tag. Er sondert ihn aus den normalen Zusammenh\u00e4ngen aus als speziell ihm geh\u00f6rig und auf ihn hin ausgerichtet. Darf ich&#8217;s mal ganz platt sagen? Das sind f\u00fcr uns b\u00f6hmische D\u00f6rfer, und die kirchlichen Voten in der Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag best\u00e4tigen&#8217;s. Ein von Gott geheiligter Tag &#8211; was das meint, \u00fcberhaupt sein k\u00f6nnte, wir m\u00fcssen uns hier herantasten wie die Erstkl\u00e4\u00dfler ans ABC. Bei meinem eigenen Tasten sto\u00dfe ich darauf: Dieser Tag als der Tag, an dem wir Woche um Woche (wie fr\u00fcher beim Bad am Samstagabend) den Alltag von uns schwemmen mit allem, was ihn ausmacht an Sorge und Plage, an Last und Leid &#8211; im Sinne des Psalms: &#8222;Dies ist der Tag, den der Herr macht! La\u00dft uns freuen und fr\u00f6hlich darinnen sein!&#8220; (Ps. 118,24) Also als Tag der inneren und der leiblichen Erfrischung. Ein Tag, an dem wir allem, was uns qu\u00e4lt und bedr\u00fcckt, f\u00fcr 24 Stunden Abschied geben &#8211; gerade weil es bleibt und uns morgen wieder in Anspruch nimmt und wehtut. Ja! Doch dazwischen hatten wir Urlaub, indem wir uns an Gottes Segen erinnerten&#8230; &#8211; Wir fahren mit dem Marsmobil auf dem fernen Planeten. Doch wo es um Gottes Segen dieses Tages geht, da tasten wir wie die Blinden.<\/p>\n<p>Gott ist treu. Seine Sch\u00f6pfung hat Bestand.<\/p>\n<p>Und sind wir den siebenten Tag als Tag des Herrn los, dann gibt es nur noch Alltag. Dann werden wir auf die L\u00e4nge auch den Sch\u00f6pfer vergessen und seine Treue und seine Liebe. Dann werden wir uns unsere Grundlagen selber verschaffen m\u00fcssen. Dann werden die Wissenschaften Konjunktur haben, und wir angesichts der F\u00fclle gl\u00e4nzender Forschungsergebnisse bitter buchstabieren m\u00fcssen: &#8222;Was h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew\u00f6nne, und n\u00e4hme doch Schaden an seiner Seele?&#8220; (Mt. 16,26) Was h\u00fclfe es uns, wenn wir alles w\u00fc\u00dften und h\u00e4tten dar\u00fcber hinaus nur noch &#8211; uns selbst?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">IV.<\/p>\n<p>Der Sch\u00f6pfungsbericht ist keine fromme, altert\u00fcmliche Weltentstehungstheorie. Sondern er stellt die Basis fest: Wir und alles Leben und das All, sie m\u00f6gen entstanden sein wie auch immer; Grund und Ursprung hat alles in Gottes Schaffen. Gott ist es, dem wir geh\u00f6ren und der uns Boden unter die F\u00fc\u00dfe gibt, Gott, der uns Heimat und Daseinsrecht gew\u00e4hrt, Gott, nach dessen Willen wir Menschen sind, es sein d\u00fcrfen und sein sollen.<\/p>\n<p>So fassen wir mit den Worten der Alten Kirche zusammen:<br \/>\nICH GLAUBE AN GOTT, DEN VATER, DEN ALLM\u00c4CHTIGEN,<br \/>\nDEN SCH\u00d6PFER DES HIMMELS UND DER ERDE.<\/p>\n<p>Ja, wir gehen noch weiter: Ihn, Gott, den Sch\u00f6pfer, unseren Sch\u00f6pfer, reden wir auf Gehei\u00df und in Vollmacht von Jesus Christus an:<\/p>\n<p>UNSER VATER IM HIMMEL&#8230;<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Prof. Dr. Klaus Schwarzw\u00e4ller, Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/strong><br \/>\n<strong>Platz der G\u00f6ttinger Sieben 2 <\/strong><br \/>\n<strong>37073 G\u00f6ttingen <\/strong><br \/>\n<strong>Tel.: 05 51-39 71 50 <\/strong><br \/>\n<strong>e-mail: kschwar1@gwdg.de<\/strong><\/p>\n<p><strong>(16.9.1999)<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Homepage der G\u00f6ttinger Predigten im Internet<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5739,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,1,2,727,114,100,215,349,949,109,126,965],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-8776","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-genesis","category-aktuelle","category-at","category-archiv","category-deut","category-kapitel-1","category-kapitel-2-chapter-2-genesis","category-kasus","category-klaus-schwarzwaeller","category-predigten","category-predigtreihen","category-texte-und-gedanken-zur-schoepfung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8776"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15562,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8776\/revisions\/15562"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8776"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=8776"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=8776"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=8776"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=8776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}