{"id":8840,"date":"2000-12-07T19:50:07","date_gmt":"2000-12-07T18:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=8840"},"modified":"2025-04-10T14:54:14","modified_gmt":"2025-04-10T12:54:14","slug":"jesaja-35-3-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-35-3-10\/","title":{"rendered":"Jesaja 35, 3-10"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #0000a0; font-family: Arial;\">2. Advent | 10. Dezember 2000\u00a0<\/span>| <span style=\"color: #0000a0; font-family: Arial;\">Jesaja 35, 3-10 | Anna-Katharina Szagun |<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\">Predigtext Jes 35,3-10 in der \u00dcbersetzung<br \/>\nnach Buber-Rosenzweig:<\/p>\n<p align=\"justify\">Erschlaffte H\u00e4nde st\u00e4rket,<br \/>\nfestiget<br \/>\nwankende Knie,<br \/>\nsprecht zu den Herzverscheuchten,<br \/>\nSeid stark,<\/p>\n<p>f\u00fcrchtet euch nimmer,<br \/>\nda, euer Gott,<br \/>\nAhndung kommt,<br \/>\ndas<br \/>\nvon Gott Gereifte,<br \/>\ner selber kommt<br \/>\nund befreit euch!<\/p>\n<p align=\"justify\">Dann werden Augen von Blinden erhellt,<\/p>\n<p>er\u00f6ffnet Ohren von Tauben,<br \/>\ndann springt wie ein Hirsch der Lahme,<\/p>\n<p>die Zunge des Stummen jubelt.<br \/>\nWasser brachen ja in der W\u00fcste<br \/>\nhervor<br \/>\nund B\u00e4che in der Steppe,<br \/>\nder Samumsand wird zum Weiher,<\/p>\n<p>das Durstige zu Wassersprudeln,<br \/>\nein Viehlager in der Schakale Heimat,<\/p>\n<p>ein Geh\u00f6ft f\u00fcr Rohr und Schilf.<\/p>\n<p align=\"justify\">Eine Dammstra\u00dfe wird dort sein, ein Weg,<\/p>\n<p>Weg der Heiligung wird er gerufen,<br \/>\nnicht kann auf dem ein Makliger<br \/>\nwandern.<br \/>\nSelber ER geht ihnen voran,<br \/>\ndass auch Toren sich nicht<br \/>\nverlaufen.<br \/>\nNicht wird dort ein L\u00f6we sein,<br \/>\nrei\u00dfendem Tier ist<br \/>\ner unersteigbar,<br \/>\nnichts wird dort gefunden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Gehen werden ihn die Erl\u00f6sten,<br \/>\ndie von<br \/>\nIHM Abgegoltenen kehren zur\u00fcck,<br \/>\nsie kommen nach Zion mit Jubel,<\/p>\n<p>Weltzeit-Freude ist um ihr Haupt,<br \/>\nsie erlangen Wonne und Freude,<\/p>\n<p>Gram und Seufzen m\u00fcssen entliehen<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Zeit der gro\u00dfen Visionen sei vorbei,<br \/>\nhei\u00dft es: Pragmatismus ist angesagt: Auf dem Boden der Tatsachen bleiben,<br \/>\nn\u00fcchtern rechnen statt gro\u00dfen Tr\u00e4umen zu folgen, das garantiert<br \/>\nSicherheit und Wohlstand. Mit Wohlstand kann man sich die vielen kleinen<br \/>\nprivaten Tr\u00e4ume finanzieren, vom Fr\u00fcchtetraum-Joghurt bis zum<br \/>\nLBS-Traumhaus. Die Wahlausg\u00e4nge zeigen, dass nicht wenige so denken. Wenn<br \/>\nman Jugendliche oder Erwachsene nach ihren Tr\u00e4umen von gelingendem Leben<br \/>\nfragt, kommen meist Antworten zu einem privaten Gl\u00fcck: Eigenheim, 2<br \/>\nKinder, Auto und vielleicht ein Hund. Auf dar\u00fcber hinausgehende Visionen<br \/>\nmag man sich nicht einlassen. Sind die Utopien einer besseren Welt nicht<br \/>\ngrausam gescheitert, z.B. das Friedensreich des Sozialismus? Nein, Tr\u00e4ume<br \/>\nvon einer besseren Welt lohnen sich nicht, denn die Menschen und ihre<br \/>\nStrukturen sind nun mal schlecht und daran wird sich nichts \u00e4ndern&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Predigttext scheint in eine der unsrigen<br \/>\nverwandte Situation hinein gesprochen zu sein. Erschlaffte H\u00e4nde, wankende<br \/>\nKnie, Angst, Desillusionierung: Herzverscheucht nennt sie der Text.<br \/>\nZur\u00fcckgekehrt aus dem babylonischen Exil hat sich die Realit\u00e4t als<br \/>\nwiderst\u00e4ndig-brutal entpuppt, gemessen an den Tr\u00e4umen vom gelobten<br \/>\nLand. Es kam alles nicht so, wie man sich das ausgemalt hatte. Die gro\u00dfe<br \/>\nEntzauberung fand statt, die Ent-T\u00e4uschung: Und da sitzen sie nun mit<br \/>\nwankenden Knien, erschlafften H\u00e4nden, Herzverscheuchte. Die nichts mehr<br \/>\nanpacken m\u00f6gen, stell\u0092 ich mir vor, weil es ja doch nichts bringt,<br \/>\nweil man &#8211; so allein &#8211; doch sowieso nicht ausrichten kann gegen die Regierenden<br \/>\nund die Umst\u00e4nde, die allemal st\u00e4rker sind als ich Winzling: Gesetze,<br \/>\nStrukturen, Denk- und Handlungsgewohnheiten, Sachzw\u00e4nge, die Macht und die<br \/>\nGier der Gegner, aber auch der Egoismus, die Tr\u00e4gheit und M\u00fcdigkeit<br \/>\nvon uns selbst, alles spricht gegen die Vision einer besseren Welt f\u00fcr<br \/>\nalle. Damals wie heute. Dar\u00fcber herzverscheucht und schlaff zu werden, wen<br \/>\nwundert es?<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich w\u00fcsste gern mehr von den zerbrochenen<br \/>\nTr\u00e4umen der Herzverscheuchten und von ihrem Umgang mit Visionen. Was sind<br \/>\ndas denn f\u00fcr W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume, die ihr aus dem babylonischen<br \/>\nExil mitbrachtet? Waren die Hoffnungsbilder, die wirklich h\u00e4tten tragen<br \/>\nk\u00f6nnen? Erwachsene Hoffnungsbilder? Oder eher Schlaraffenland-Illusionen?<br \/>\nAlles W\u00fcnschbare w\u00e4chst mir im Land von Milch und Honig so zu &#8211; der<br \/>\nallm\u00e4chtige Papa wird\u0092s schon richten?<\/p>\n<p align=\"justify\">Unser Text schweigt dazu. Aber er setzt angesichts<br \/>\nvon Desillusionierung, Resignation und Apathie weder auf Kopf-Hoch-Appelle noch<br \/>\nauf n\u00fcchternen Pragmatismus. Er stellt ein altes Hoffnungsbild neu vor<br \/>\nAugen: Warum? Vielleicht weil dem Verfasser l\u00e4ngst klar war (worauf uns<br \/>\nheute die konstruktivistische Weltsicht neu aufmerksam macht), dass es weniger<br \/>\ndie Tatsachen selbst sind, die unsere Wirklichkeit bestimmen, als unser Blick<br \/>\nauf sie. Erst durch die Bedeutung, die wir den Dingen geben, werden die Dinge<br \/>\nzur Wirklichkeit. Diese Bedeutungszuschreibung aber geschieht aus unserer<br \/>\nInnenwelt heraus, dem Reich unserer Erfahrungen, Hoffnungen, W\u00fcnsche,<br \/>\nPhantasien. Deshalb entscheidet sich am Inhalt unserer Tr\u00e4ume wesentlich<br \/>\nunser Umgang mit der Realit\u00e4t. So, wie der Mensch mittels<br \/>\nzerst\u00f6rerischer W\u00fcnsche und Phantasien die Welt vernichten kann, so<br \/>\nkann er sie mittels heilender W\u00fcnsche und Phantasien auch neu gestalten.<br \/>\nSofern er zum Pendler zwischen zwei Welten wird, meint Michael Ende in der<br \/>\n&gt;Unendlichen Geschichte&lt;: &#8222;Es gibt Menschen, die k\u00f6nnen nie nach<br \/>\nPhantasien kommen, und es gibt Menschen, die k\u00f6nnen es, aber sie bleiben<br \/>\nimmer dort. Und dann gibt es noch einige, die gehen nach Phantasien und kehren<br \/>\nwieder zur\u00fcck&#8230; Und die machen beide Welten gesund&#8220;. Pendler zwischen<br \/>\nPhantasien und Alltagswelt k\u00f6nnen die Welt verwandeln: Sind das die<br \/>\nErl\u00f6sten des Textes? Erl\u00f6st von ihrer sie l\u00e4hmenden Weltsicht<br \/>\nund so befl\u00fcgelt von ihrem Phantasien, dass sie auch daran arbeiten?<br \/>\nWelches Phantasien spricht mich so an, dass ich daran arbeiten mag? Welches<br \/>\nPhantasien zeichnet unser Text?<\/p>\n<p align=\"justify\">Mir f\u00e4llt auf, dass auch im Text das<br \/>\nNeuwerden der Sinnlichkeit &#8211; in Wahrnehmung wie Ausdruck &#8211; vorn steht: Wenn<br \/>\nGott kommt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dann werden Augen von Blinden erhellt,<\/p>\n<p>er\u00f6ffnet Ohren von Tauben,<br \/>\ndann springt wie ein Hirsch der Lahme,<\/p>\n<p>die Zunge des Stummen jubelt.<br \/>\nWasser brachen ja in der W\u00fcste<br \/>\nhervor<br \/>\nund B\u00e4che in der Steppe,<br \/>\nder Samumsand wird zum Weiher,<\/p>\n<p>das Durstige zu Wassersprudeln,<br \/>\nein Viehlager in der Schakale Heimat,<\/p>\n<p>ein Geh\u00f6ft f\u00fcr Rohr und Schilf.<\/p>\n<p align=\"justify\">Menschen sehen neu, h\u00f6ren neu, werden neu<br \/>\nbeweglich und sprachf\u00e4hig. Neue sinnliche Lebendigkeit sprudelt. Weil die<br \/>\nQuelle allen Lebens bisherige W\u00fcsten zu G\u00e4rten werden l\u00e4sst.<br \/>\nDort, wo niemand mehr etwas erwartete, wo nur \u00d6de, Gewalt und Gestank<br \/>\nherrschte, gr\u00fcnt neues Leben. Gefahrlos k\u00f6nnen die Erl\u00f6sten<br \/>\nihren Weg ziehen. Ein wunderbarer Traum, denke ich. Mir vorzustellen, dass<br \/>\ndiese gesch\u00e4ndete Mutter Erde, besudelt mit M\u00fcll, Gift und Blut,<br \/>\nwieder frei atmen und bl\u00fchen k\u00f6nnte. Ach, wenn das doch m\u00f6glich<br \/>\nw\u00e4re! Wenn auch Menschen neu sehen und h\u00f6ren k\u00f6nnten, ihre<br \/>\napathischen L\u00e4hmungen hinter sich lie\u00dfen! Ach ja:<\/p>\n<p align=\"justify\">Wer es k\u00f6nnte<br \/>\ndie Welt hochwerfen<\/p>\n<p>dass der Wind<br \/>\nhindurchf\u00e4hrt<br \/>\n(Hilde Domin)<\/p>\n<p align=\"justify\">Lieber Text, m\u00f6chte ich sagen, du<br \/>\n\u00fcberforderst mich mit deinem Bild. So viel Hoffnung hab\u0092 ich nicht.<br \/>\nAls Pendler zwischen deinem Phantasien und meiner Alltagswelt soll ich<br \/>\nvermutlich dein Bild t\u00e4glich klein arbeiten. Das \u00fcberfordert mich.<br \/>\nWoher soll ich den Mut und die Kraft zu so einer so grandiosen Hoffnung nehmen?<br \/>\nSieh dir diese brutal-sinnlose Welt doch an! Aber du \u00fcberforderst mich<br \/>\nnicht nur. Du irritierst mich auch. Im n\u00e4chsten Abschnitt lese ich<br \/>\nn\u00e4mlich:<\/p>\n<p align=\"justify\">Ein Dammstra\u00dfe wird dort sein, ein Weg.<\/p>\n<p>Weg der Heiligung wird er gerufen,<br \/>\nnicht kann auf dem ein Makliger<br \/>\nwandern.<br \/>\nSelber ER geht ihnen voran,<br \/>\ndass auch Toren sich nicht<br \/>\nverlaufen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nur f\u00fcr Reine! Nur f\u00fcr Heilige. Betreten<br \/>\nf\u00fcr maklige Durchnittsmenschen verboten. Ich darf also nicht \u0091rein in<br \/>\ndeine Idylle. Du denkst an ein abgegrenztes Paradies f\u00fcr die<br \/>\nreligi\u00f6se Elite? Elite-Paradiese kennen wir schon: K\u00fcnstliche<br \/>\nUntermeerst\u00e4dte, Traumschiff Enterprise, in Science-Fiction ist alles<br \/>\nschon da. Und gelebt wird \u00c4hnliches auch: Maschinengewehrbewachte<br \/>\nFerienclubanlagen in der Dritten Welt. Deutschland sauber halten durch<br \/>\nAsylanten-Schutzw\u00e4lle und Entsorgung von M\u00fcll und Gift ins Ausland.<br \/>\nDrinnen Naturkost und biologisch einwandfreie Baustoffe, drau\u00dfen<br \/>\nd\u00fcrfen M\u00fcllberge, Hunger und Elend wachsen. Dass wir so denken und<br \/>\nhandeln, schlimm genug. Aber nun pr\u00e4sentierst du, Jesaja, mir auch so eine<br \/>\nexklusive Vision? Du irritierst mich. Oder hab\u0092 ich dich falsch<br \/>\nverstanden?<\/p>\n<p align=\"justify\">Deine Phantasien: Eine Neusch\u00f6pfung der<br \/>\nSinne, die Verwandlung von W\u00fcsten zu G\u00e4rten, ein vor Raubtieren<br \/>\ngesch\u00fctzter Weg, auf dem Menschen ohne Makel in Gerechtigkeit, Frieden und<br \/>\nFreude miteinander unterwegs sind. Wie kann ich solch grandioses Hoffnungsbild<br \/>\nmit der Wirklichkeit zusammen denken, &#8211; so zusammendenken, dass es<br \/>\nsinnstiftende Kraft f\u00fcr mich werden kann?<\/p>\n<p align=\"justify\">Meine Welt ist zu weit weg von deinen Phantasien,<br \/>\nsag ich zum Text, schau selbst: Ganz abgesehen von globalen Zerst\u00f6rungen<br \/>\nsehe ich vorurteilsbeladene Wahrnehmung, L\u00e4hmungen und Jammern rundum,<br \/>\nweder ich noch die anderen sind rein und sch\u00f6n. Sobald jemand ernsthaft<br \/>\netwas ver\u00e4ndern will, st\u00fcrzt sich eine w\u00fctende Meute auf ihn:<br \/>\nDer Weg der Erneuerung ist mitnichten gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kennst du D\u00fcrrenmatt? H\u00f6re ich den Text.<br \/>\nDer sagt: &#8222;Die Welt ist schrecklich und sinnlos&#8230; das B\u00f6se eine Tatsache,<br \/>\ndie immer vorhanden ist&#8230; die Hoffnung, ein Sinn sei hinter all\u0092 diesem<br \/>\nUnsinn, hinter all\u0092 diesem Schrecken, verm\u00f6gen nur jene zu bewahren,<br \/>\ndie dennoch lieben&#8220;. Nur die, die dennoch lieben, entfalten die Kraft zum<br \/>\nWiderstand gegen das B\u00f6se, nur sie k\u00f6nnen &#8211; so aussichtslos es immer<br \/>\nerscheinen mag &#8211; das Hoffnungsbild umsetzen, so dass aus W\u00fcsten<br \/>\nG\u00e4rten werden&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Das klingt gut, sag ich zum Text. Aber du<br \/>\nverschiebst mein \u00dcberforderungsproblem damit blo\u00df. Wo nehme ich denn<br \/>\ndiese Liebe her, aus der das andere w\u00e4chst? Und wie kann ich denn die<br \/>\nlieben, die brutal und scheu\u00dflich sind und deinem Phantasien<br \/>\nentgegenarbeiten? Du mutest mir Absurdes zu.<\/p>\n<p align=\"justify\">Du hat etwas Wichtiges \u00fcbersehen, sagt der<br \/>\nText. Schau genau hin:<\/p>\n<p align=\"justify\">Da, euer Gott,<br \/>\nAhndung kommt,<br \/>\ndas von Gott<br \/>\nGereifte,<br \/>\ner selber kommt<br \/>\nund befreit euch!<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSelber ER geht<br \/>\nvoran,<br \/>\ndass auch Toren sich nicht verlaufen&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Du bist nicht allein auf der Strecke, sagt der<br \/>\nText. Schau, die Quelle des Lebens geht mit, befreit dich zu neuer Wahrnehmung,<br \/>\nmacht dich beweglich. Du wei\u00dft doch, was es mit dir macht, wenn andere<br \/>\n\u0096 statt Defizite an dir zu suchen \u0096 dich als jemanden ansehen, der<br \/>\nWertvolles beitragen kann? Was alles k\u00f6nnte rings um uns an Pendlern<br \/>\naufbl\u00fchen, wenn unser Blick nicht mehr auf\u0092s Maklige fixiert<br \/>\nw\u00e4re? Einen Menschen lieben hei\u00dft, ihn so zu sehen, wie Gott ihn<br \/>\ngemeint hat. Hat nicht einer schon gezeigt, welche wunderbaren<br \/>\nVer\u00e4nderungen m\u00f6glich sind? Maria Magdalena z.B., Paulus, der<br \/>\nehemalige Z\u00f6llner Levi&#8230; Kommen wir nicht aus einer mehr als<br \/>\nzweitausendj\u00e4hrigen Pendlerbewegung? Und ist uns nicht vorgelebt worden,<br \/>\ndass es zur Verwandlung der Wirklichkeit einer mit Geschwistern geteilten<br \/>\nVision bedarf? Wer seine Vision nicht teilt, muss verzweifeln, &#8211; an sich und<br \/>\nanderen irre werden, &#8211; wird aggressiv-fanatisch oder apathisch enden:<br \/>\nHerzverscheuchte. Eine Vision zu teilen hei\u00dft aber Auseinandersetzung,<br \/>\ngeschwisterliches Ringen um Ziele und Wege. Wie viel offenes Ringen<br \/>\nk\u00f6nnten wir wohl aushalten, wenn wir die Makelbrille abn\u00e4hmen? Wenn<br \/>\nwir aneinander das von Gott Gemeinte s\u00e4hen, die Knospen? Einer hat es uns<br \/>\nvorgemacht. Und uns versprochen, dass er dabei ist, wo nur zwei oder drei<br \/>\nversammelt sind&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Und der Friede Gottes, welcher h\u00f6her ist als<br \/>\nalle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christo Jesu. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"justify\"><b>Prof. Dr. Anna-Katharina Szagun<br \/>\nLehrgebiet<br \/>\nReligionsp\u00e4dagogik<br \/>\nTheologische Fakult\u00e4t<br \/>\nRostock<br \/>\nSchr\u00f6derplatz 3-4<br \/>\n18057 Rostock<br \/>\nEmail:<br \/>\n<a href=\"mailto:anna-katharina.szagun@theologie.uni-rostock.de\">anna-katharina.szagun@theologie.uni-rostock.de<\/a><\/b><\/p>\n<p><a name=\"top\"><\/a><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=001210.html&amp;r=r1\"\/><\/p>\n<p><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Advent | 10. Dezember 2000\u00a0| Jesaja 35, 3-10 | Anna-Katharina Szagun | Predigtext Jes 35,3-10 in der \u00dcbersetzung nach Buber-Rosenzweig: Erschlaffte H\u00e4nde st\u00e4rket, festiget wankende Knie, sprecht zu den Herzverscheuchten, Seid stark, f\u00fcrchtet euch nimmer, da, euer Gott, Ahndung kommt, das von Gott Gereifte, er selber kommt und befreit euch! Dann werden Augen von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[612,22,1,2,1593,727,157,114,985,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-8840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2-advent","category-jesaja","category-aktuelle","category-at","category-anna-katharina-szagun","category-archiv","category-beitragende","category-deut","category-kapitel-35-chapter-35","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8840"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22614,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8840\/revisions\/22614"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8840"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=8840"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=8840"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=8840"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=8840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}