{"id":9045,"date":"2021-02-07T19:49:57","date_gmt":"2021-02-07T19:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9045"},"modified":"2022-08-08T18:58:42","modified_gmt":"2022-08-08T16:58:42","slug":"jesaja-58-1-9a-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-58-1-9a-2\/","title":{"rendered":"Jesaja 58, 1-9a"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger<br \/>\nPredigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Estomihi<\/span><span style=\"color: #000099;\">,<br \/>\n10. Februar 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber Jesaja 58, 1-9a, verfa\u00dft von Peter Maser<br \/>\n<\/span> <\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>(Zugleich Semesterschlu\u00dfgottesdienst in der Universit\u00e4tskirche<br \/>\nM\u00fcnster)Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p>Die evangelische Universit\u00e4tsgemeinde in M\u00fcnster feiert heute<br \/>\nIhren Semesterschlu\u00dfgottesdienst. Das Wintersemester 2001\/2002 ist<br \/>\nvor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Die akademische Welt lebt ja in einem<br \/>\nbesonderen Zeitrhythmus, der au\u00dferhalb der Hochschulmauern kaum<br \/>\nbekannt ist. Wir teilen unsere Zeit in Semester ein, also in Sechsmonate-Abschnitte.<br \/>\nDiese Semester erlebt jede und jeder auf unterschiedlichste Weise. Es<br \/>\nmacht schon einen Unterschied, ob ich es mit einem Erstsemester, einem<br \/>\nExamenssemester oder vielleicht einem Freisemester zu tun habe. Es macht<br \/>\nauch einen Unterschied, ob einer mit diesem Semester vielleicht gerade<br \/>\nsein zehntes Studiensemester hinter sich gebracht hat und sich fragt,<br \/>\nob nun nicht langsam an das Examen zu denken sei. F\u00fcr mich war es,<br \/>\nwenn ich es richtig berechnet habe, wohl das 48. Semester an dieser Universit\u00e4t<br \/>\nM\u00fcnster und in unserer Evangelisch-Theologischen Fakult\u00e4t. Welch<br \/>\nunterschiedliche Bedeutung nun aber dieses zu Ende gegangene Semester<br \/>\nf\u00fcr jede und jeden von uns auch gehabt haben mag, in einem sind wir<br \/>\nheute alle gleich: Wir schauen gemeinsam zur\u00fcck auf ein St\u00fcck<br \/>\ngemeinsamer Lebenszeit &#8211; und wir tun dies im Gegen\u00fcber zu einem Bibeltext<br \/>\naus der hebr\u00e4ischen Bibel, bei dessen H\u00f6ren vielleicht mancher<br \/>\nvon Ihnen zun\u00e4chst so etwas wie Mitleid mit dem Prediger des heutigen<br \/>\nTages empfunden haben mag. Die prophetische Botschaft vom falschen und<br \/>\nrichtigen Fasten: Was hat die mit diesem gemeinsamen St\u00fcck akademischer<br \/>\nLebenszeit zu tun, auf die wir heute zur\u00fcckblicken? Fasten\u00fcbungen<br \/>\nstehen in unserem evangelischen Bewu\u00dftsein doch eher am Rande. Nat\u00fcrlich<br \/>\nwei\u00df auch ich davon, da\u00df inzwischen immer mehr evangelische<br \/>\nChristinnen und Christen sich an Aktionen wie &#8222;Sieben Wochen ohne&#8220;<br \/>\nbeteiligen und damit die am kommenden Mittwoch beginnende Fastenzeit f\u00fcr<br \/>\nsich wieder auf eine neue Weise ernstzunehmen versuchen. Aber \u00fcber<br \/>\nden Sinn solcher Aktionen m\u00f6chte ich heute nicht mit Ihnen nachdenken.<\/p>\n<p>Als ich den heutigen Predigttext aus Jesaja 58 zum dritten oder vierten<br \/>\nMal gelesen hatte, da war ich mir pl\u00f6tzlich sehr gewi\u00df: Dieses<br \/>\nSt\u00fcck prophetischer Botschaft, \u00fcber das \u00fcbrigens gerne<br \/>\nauch zum Erntedankfest gepredigt wird, kann auch sehr direkt zu einer<br \/>\nevangelischen Hochschulgemeinde am Ende eines Semesters im Jahr 2002 sprechen.<br \/>\nWas der Prophet da seinem Volk in einer Zeit nach dem gro\u00dfen Exil<br \/>\nund des wiederbeginnenden Aufbaus zu sagen hat, kann auch uns in einer<br \/>\nWeise treffen, die so konkret ist, da\u00df es vielleicht sogar weh tut.<br \/>\nWenn ich es nun doch wage, die Botschaft des Propheten Jesaja in unsere<br \/>\nWelt, in unsere Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster,<br \/>\nin unsere Hochschulgemeinde hineinzuholen, dann geht es mir vielleicht<br \/>\nwie dem Propheten damals, der von Gott so kr\u00e4ftig ermutigt werden<br \/>\nmu\u00dfte: &#8222;Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme<br \/>\nwie eine Posaune!&#8220; Ich wei\u00df nicht, ob die Stimme des Propheten<br \/>\ndann wirklich wie eine Posaune gedr\u00f6hnt hat. Vielleicht hat er seine<br \/>\nBotschaft ja trotz solch kr\u00e4ftigen Zuspruch nur mit ged\u00e4mpfter<br \/>\nund stockender Stimme vorgetragen. Wichtig aber ist ja nur, da\u00df<br \/>\ndas Wort gesagt wird in aller Unvollkommenheit, die sich nur durch die<br \/>\nGewi\u00dfheit getr\u00f6stet werden kann, da\u00df hier ein Auftrag<br \/>\nausgef\u00fchrt wird: &#8222;Rufe getrost, halte nicht an dich!&#8220;<\/p>\n<p>Jesaja hatte es mit einer Fastenpraxis zu tun, die ganz offensichtlich<br \/>\nzum frommen Brauch, vielleicht auch zu ungeliebten Last geworden war.<br \/>\nMan fastete, weil es sich so geh\u00f6rte. Ja, wahrscheinlich hungerte<br \/>\nund d\u00fcrstete man tats\u00e4chlich in der vorgeschriebenen Weise.<br \/>\nMan machte es sich gewi\u00df nicht einfach, aber es brachte einfach<br \/>\nnichts. Die Beachtung des frommen Brauchs, das routinierte Einhalten der<br \/>\neinschl\u00e4gigen Gebote &#8211; es blieb ohne Antwort. All das Hungern, all<br \/>\ndas Kopfh\u00e4ngenlassen und in Sack und Asche durch die Gegend Laufen,<br \/>\nbrachte Gott nicht n\u00e4her: &#8222;Warum fasten wir, und du siehst es<br \/>\nnicht an? Warum kasteien wir unseren Leib, und du willst&#8217;s nicht wissen?&#8220;<br \/>\nSo fragten die Frommen Juden damals voller Verzweiflung oder doch voller<br \/>\nUnwillen, da\u00df sich der ganze Aufwand offensichtlich nicht lohnt.<\/p>\n<p>Versuchen wir nun einmal das, was wir da wie in einer Momentaufnahme<br \/>\naus dem Alltag des Volkes Israel erfahren, auf unsere Situation anzuwenden.<br \/>\nFasten, das nichts bringt: Was k\u00f6nnte das heute bedeuten? K\u00f6nnte<br \/>\ndas nicht f\u00fcr uns bedeuten: Ihr begn\u00fcgt Euch mit Eurer christlichen<br \/>\nund kirchlichen Routine. Die Evangelisch-theologische Fakult\u00e4t bietet<br \/>\ndas \u00fcbliche, reichhaltige und manchmal auch schwer verdauliche Men\u00fc<br \/>\nihrer Lehrveranstaltungen an. Die theologische Forschung wird auf den<br \/>\nunterschiedlichsten Feldern mit Hingabe vorangetrieben. Als Forschungsbeauftragter<br \/>\nder Fakult\u00e4t wei\u00df ich, wovon ich spreche. In der Universit\u00e4tskirche<br \/>\nfinden regelm\u00e4\u00dfig die akademischen Gottesdienste statt und<br \/>\nimmer wieder auch wundersch\u00f6ne Kirchenkonzerte. Auch das Programm<br \/>\nder Studierendengemeinde entfaltet ein breit gef\u00e4chertes Angebot<br \/>\nunterschiedlichster Aktivit\u00e4ten und Gruppen. Was will man eigentlich<br \/>\nmehr?<\/p>\n<p>Die Menschen, mit denen der Prophet Jesaja es zu tun hatte, wollten offensichtlich<br \/>\nmehr. Sie begehrten, da\u00df &#8222;Gott sich nahe&#8220;. Diese Aussage<br \/>\nwar die erste, an der ich wie an einem Widerhaken h\u00e4ngen blieb. Ist<br \/>\nbei all der gelehrten und studentischen Betriebsamkeit, die wir so entfalten,<br \/>\nbei uns noch der Wunsch wirklich lebendig, da\u00df Gott sich uns nahe,<br \/>\nda\u00df er uns nahekommt? Ich wei\u00df nat\u00fcrlich auch etwas davon,<br \/>\nwie auch in unserer Gemeinde immer wieder einmal und bei einzelnen die<br \/>\nFrage aufbricht: Ist Gott uns, ist Gott mir wirklich nahe? Aber trotzdem<br \/>\nfrage ich: Leben, studieren, lehren und forschen wir nicht oft so wie<br \/>\nLeute, die einmal den Befehl &#8222;Vorw\u00e4rts!&#8220; vernommen haben<br \/>\nund nun loslaufen, ohne sich umzuschauen? Wo bleibt der, der uns da in<br \/>\nBewegung gesetzt hat? Laufen wir vielleicht nur noch um des Laufens willen?<br \/>\nWo kommt da der noch wirklich in unserem Alltag vor, der uns nahe sein<br \/>\nwill, der uns antworten will. Empfinden wir noch jenen Mangel, \u00fcber<br \/>\nden die Gemeinde des Jesaja klagte?<\/p>\n<p>Jesaja hat es seinen Zeitgenossen sehr konkret und direkt gesagt, weshalb<br \/>\ndas bei ihnen mit ihrem Verh\u00e4ltnis zu Gott nicht funktioniert. Mit<br \/>\naller Sch\u00e4rfe analysiert er den gro\u00dfen Dissens, der zwischen<br \/>\nallem frommen Reden und Tun und der Alltagspraxis besteht. Da wird gefastet,<br \/>\nda\u00df es wehtut, zugleich aber wird gehadert und gezankt, da\u00df<br \/>\nes nur so kracht. Da wird Unrecht getan -ohne R\u00fccksicht auf Verluste.<br \/>\nDa werden Menschen unterjocht und in Unfreiheit gehalten. Da werden die<br \/>\nAugen fest geschlossen vor dem Elend des Mitmenschen.<\/p>\n<p>Ich glaube, es f\u00e4llt nicht schwer, das alles auf unsere Verh\u00e4ltnisse<br \/>\nzu \u00fcbertragen. Wenn es darum geht, sich durchzusetzen, dann stehen<br \/>\nwir in nichts denen nach, denen Gottes N\u00e4he oder Ferne gleichg\u00fcltig<br \/>\nist. Wenn es darum geht, Zeit f\u00fcr den Menschen an unserer Seite zu<br \/>\nhaben, der &#8211; vielleicht auch ohne Worte bittet &#8222;Schenke mir etwas<br \/>\nZeit, ich brauche sie&#8220;, dann ziehen wir unsere Terminkalender hervor.<br \/>\nWenn es darum geht, anderen ihre Art und Weise zu lassen in dem Wissen,<br \/>\nda\u00df auch sie geliebte Gesch\u00f6pfe unseres Gottes sind, dann sind<br \/>\nwir mit unseren Urteilen oft sehr schnell dabei. Dann verhalten wir uns<br \/>\n&#8211; wie Menschen sich eben verhalten: eigenn\u00fctzig, unsensibel, selbstgerecht<br \/>\nund tragen damit zu einer Gestaltung der Welt bei die Gott nicht will,<br \/>\nvon der er sich zur\u00fcckzieht in ein Schweigen, das wir oft genug \u00fcberhaupt<br \/>\nnicht einmal merken.<\/p>\n<p>Jesaja entwickelt gegen\u00fcber solchen Zust\u00e4nden ein radikales<br \/>\nGegenprogramm. Er reiht sich damit in die lange Reihe jener Gotteszeugen<br \/>\nein, die immer wieder davon gesprochen haben, da\u00df Gott uns in dem<br \/>\nMenschen an unserer Seite oder uns gegen\u00fcber begegnet. Zusammenfassend<br \/>\nk\u00f6nnte man vielleicht sagen: Bring dein Verh\u00e4ltnis zu diesem<br \/>\nMenschen in Ordnung, dann braucht Dir nicht mehr bange um dein Verh\u00e4ltnis<br \/>\nzu Gott zu sein. Martin Luther, der die Dinge immer wieder auf den Punkt<br \/>\nzu bringen wu\u00dfte, hat sich auch hier in brutalstm\u00f6glicher Weise<br \/>\nge\u00e4u\u00dfert: &#8222;Spricht Christus: Ich habe euch nur ein \u00e4u\u00dferlich<br \/>\nZeichen gegeben. Alle anderen, auch zum Sakrament gehen, k\u00f6nnen fehlen.<br \/>\nAber an dem einen sollt ihr erkennen, ob ihr meine J\u00fcnger seid. Willst<br \/>\ndu einen Christen, so suche kein ander Zeichen an ihm als N\u00e4chstenliebe.<br \/>\nLa\u00df sie beten und Kappen tragen. Hier ist beschlossen: Wenn ihr<br \/>\neuch untereinander liebet, so seid ihr meine rechten J\u00fcngerinnen<br \/>\nund J\u00fcnger.&#8220;<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie Ihre Bilanz im R\u00fcckblick auf das nun beendete<br \/>\nSemester ausschaut. Da wird sich jeder und jede unter uns wohl auch mancher<br \/>\ngedankenloser Fehler und bitterer Vers\u00e4umnisse anklagen m\u00fcssen.<br \/>\nDietrich Bonhoeffer hat beschrieben, mit welchen Fragen wir da vor uns<br \/>\nselber, vor unseren Mitmenschen und dann eben auch vor Gott stehen: &#8222;Wir<br \/>\nsind stumme Zeugen b\u00f6ser Taten gewesen, wir sind mit vielen Wassern<br \/>\ngewaschen, wir haben die K\u00fcnste der Verstellung und der mehrdeutigen<br \/>\nRede gelernt, wir sind durch Erfahrung mi\u00dftrauisch gegen die Menschen<br \/>\ngeworden und mu\u00dften ihnen die Wahrheit und das freie Wort oft schuldig<br \/>\nbleiben, wir sind durch unertr\u00e4gliche Konflikte m\u00fcrbe oder vielleicht<br \/>\nsogar zynisch geworden &#8211; sind wir noch brauchbar? Nicht Genies, nicht<br \/>\nZyniker, nicht Menschenver\u00e4chter, nicht raffinierte Taktiker, sondern<br \/>\nschlichte, einfache, gerade Menschen werden wir brauchen. Wird unsere<br \/>\ninnere Widerstandskraft gegen das uns Aufgezwungene stark genug und unsere<br \/>\nAufrichtigkeit gegen uns selbst schonungslos genug [&#8230;] sein, da\u00df<br \/>\nwir den Weg zur Schlichtheit und Geradheit wiederfinden?&#8220;<\/p>\n<p>Jesaja, der gro\u00dfe Prophet, hat seiner Gemeinde ein radikales und<br \/>\nsehr konkretes Gegenprogramm gegen unsere Normalverfassung verk\u00fcndet:<br \/>\n&#8211; La\u00df die Gebundenen los!<br \/>\n&#8211; Gib frei, die du bedr\u00fcckt hast! Rei\u00df jedes Joch weg!<br \/>\n&#8211; Brich den Hungrigen dein Brot!<br \/>\n&#8211; F\u00fchre die Obdachlosen ins Haus!<br \/>\n&#8211; Kleide die Nackten!<br \/>\n&#8211; Halte dich nicht auf Distanz, die doch als Gottes geliebte Kinder deine<br \/>\nMitmenschen sind.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, diese Worte brauche ich wohl nicht mehr eigens in unsere<br \/>\nSituation hinein zu \u00fcbersetzen. Wir wissen alle, wo und wann und<br \/>\nwem gegen\u00fcber wir auch in dem vergangenen Semester gefehlt haben.<br \/>\nDa werden unsere \u00fcblichen Entschuldigungen ganz schnell fadenscheinig.<br \/>\n&#8222;Wir w\u00e4ren gerne gut anstatt so roh, aber die Verh\u00e4ltnisse,<br \/>\ndie sind nicht so&#8220;, dichtete Bert Brecht und die scheinbar zynische<br \/>\nFeststellung war doch eigentlich eine bittere Anklage, denn wer ist denn<br \/>\nf\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse verantwortlich, wenn nicht wir.<\/p>\n<p>In einigen Wochen werden wir uns wieder in dieser Kirche zu einem Semesterer\u00f6ffnungsgottesdienst<br \/>\nzusammenfinden. Und wir werden es erneut versuchen, uns als Christen kenntlich<br \/>\nzu machen &#8211; durch eine N\u00e4chstenliebe, die ihre Kraft allein aus dem<br \/>\nsch\u00f6pfen kann, der uns in unseren Mitmenschen begegnet. Wir werden<br \/>\nauch in dem neuen Semester mit unserem eigenen Versagen konfrontiert werden,<br \/>\naber vielleicht kommen wir doch auf unserem gemeinsamen Weg ein St\u00fcck<br \/>\nvoran. Wo der Mensch dem Menschen zum Helfer wird, da soll jene gro\u00dfe<br \/>\nVerhei\u00dfung sich zu verwirklichen beginnen, von der Jesaja in so<br \/>\nmachtvollen Bildern zu sprechen wu\u00dfte. Dann wird Licht sein, dann<br \/>\nwird die Heilung rasch voranschreiten und wir werden uns in einen Zug<br \/>\neinreihen, dem unsere Gerechtigkeit voranschreitet, und die Herrlichkeit<br \/>\ndes Herrn wird unseren Zug beschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob wir tats\u00e4chlich so etwas auch nur in Ans\u00e4tzen<br \/>\nerleben k\u00f6nnten, und wie das auss\u00e4he, wenn wir in einem solchen<br \/>\nZug so daherk\u00e4men. Mir und vielleicht uns allen w\u00fcrde es ja<br \/>\nwohl schon zur G\u00e4nze ausreichen, wenn an uns die Verhei\u00dfung<br \/>\nJesajas wahr werden w\u00fcrde, da\u00df wir rufen und der Herr uns antwortet.<br \/>\nDa\u00df wir schreien und die Antwort des Herrn h\u00f6ren: &#8222;Siehe,<br \/>\nhier bin ich&#8220;.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p><b>Prof. Dr. Peter Maser<br \/>\nvon-Siemens-Stra\u00dfe 3B, D-48291 Telgte<br \/>\nTel.: 02504\/5399 Fax: 02504\/3388<br \/>\n<a href=\"mailto:Peter.Maser@t-online.de\">E-Mail: Peter.Maser@t-online.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch Estomihi, 10. Februar 2002 Predigt \u00fcber Jesaja 58, 1-9a, verfa\u00dft von Peter Maser (Zugleich Semesterschlu\u00dfgottesdienst in der Universit\u00e4tskirche M\u00fcnster)Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder! 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