{"id":9068,"date":"2021-02-07T19:49:55","date_gmt":"2021-02-07T19:49:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9068"},"modified":"2022-08-10T14:00:02","modified_gmt":"2022-08-10T12:00:02","slug":"jesaja-5213-15-531-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-5213-15-531-12\/","title":{"rendered":"Jesaja 52,13-15; 53,1-12"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger<br \/>\nPredigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Karfreitag, 29. M\u00e4rz 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber Jesaja 52,13-15; 53,1-12, verfa\u00dft von Joachim<br \/>\nGoeze<br \/>\n<\/span><\/b><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b><a href=\"#ex\">Exegetische Vorbemerkungen und Entscheidungen<\/a><\/b><\/p>\n<p>Liebe Mitchristen,<\/p>\n<p>das &#8222;Kar&#8220; in unserem Karfreitag heute hei\u00dft aus dem<br \/>\naltdeutschen \u00fcbersetzt:&#8220;trauer&#8220;Freitag.<br \/>\nWarum dieser Name? Weil wir heute, auch im Abendmahl, &#8222;das Ged\u00e4chtnis<br \/>\ndes Todes Jesu&#8220; begehen, wie es die Abendmahlsworte \u00fcberliefern.<\/p>\n<p>Leiden, Passion, Einsamkeit, Sterben, Tod &#8211; nicht eben popul\u00e4r.<br \/>\nBesser wegblenden. In fr\u00fcheren Zeiten hat man das auch kirchlich<br \/>\ngemacht: evangelische M\u00e4gde im katholischen \u00d6sterreich durften<br \/>\nbeispielweise auf keinen Fall Karfreitag frei bekommen, weil das ja nur<br \/>\nein &#8218;protestantischer&#8216; Feiertag war. So sehr stand die Theologie der Verherrlichung<br \/>\nim Vordergrund, dass gleich Ostern angesagt war, Karfreitagsgedenken als<br \/>\nLeidensged\u00e4chtnis war sektiererisch.<\/p>\n<p>In England und Amerika hei\u00dft dieser Tag: good friday, wegen des<br \/>\nstellvertretenden Leidens und Sterbens Jesu, das uns zugute kommt. So<br \/>\nsteht es auch in evangelischer Tradition: Jesus stirbt f\u00fcr uns am<br \/>\nKreuz, vollendet sein Werk, Gott mit uns zu vers\u00f6hnen, das mit der<br \/>\nGeburt in der Krippe begonnen hat. Ganz in dieser Tradition sehe ich heute<br \/>\nJesus als Gottesknecht, der stellvertretend f\u00fcr uns leidet und b\u00fc\u00dft<br \/>\nbis zum Tod am Kreuz. Viele Kirchenmusiker haben die Worte unseres Predigttextes,<br \/>\nein Lied vom Gottesknecht aus dem Buch Jesaja, vertont.<\/p>\n<p>Lesung: Jes 52\/53.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcrwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere<br \/>\nSchmerzen und durch seine Wunden sind wir geheilt.&#8220;&#8230;. &#8222;Wir<br \/>\naber hielten ihn f\u00fcr den, der von Gott geschlagen und gemartert w\u00e4re,<br \/>\ner aber lud auf sich unsere Schuld auf dass wir Frieden h\u00e4tten&#8220;.<\/p>\n<p>In diesen ausgew\u00e4hlten Worten spitzt sich die ganze evangelische<br \/>\nLeidenstheologie zu, die ganze Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu<br \/>\nf\u00fcr uns spiegelt sich wider in diesen Zeilen. Gott l\u00e4sst leiden,<br \/>\ndamit wir Frieden haben, Gott l\u00e4sst sein Liebstes, sein Kind, sterben,<br \/>\ndamit wir leben k\u00f6nnen, Gott verursacht tiefstes Leiden, damit wir<br \/>\neine Chance haben, im Leiden nicht zu verzweifeln. So steht \u00fcber<br \/>\ndem Geschick Jesu ein g\u00f6ttliches Mu\u00df : aber eben nicht als<br \/>\ngrausamer Selbstzweck, sondern im Interesse einer Liebe, die opfert, damit<br \/>\nniemals mehr geopfert werden mu\u00df. Seit Christus, der Gottesknecht,<br \/>\nein f\u00fcr alle Mal geopfert wurde, damit wir Frieden h\u00e4tten, gibt<br \/>\nes kein Opfer mehr, darf es keinen mehr geben und keine, die Gottes Antlitz<br \/>\ntr\u00e4gt und in irgend eines Namen geopfert werden d\u00fcrfte. Schon<br \/>\ngar nicht im Namen Gottes.<\/p>\n<p>Darum ist f\u00fcr mich Karfreitag ein Ausdruck g\u00f6ttlichen Mitleidens<br \/>\nmit allen Opfern dieser Erde. Gott steht an der Seite der Armen dieser<br \/>\nErde, ist mit allen, die unter die M\u00fchlsteine der Gro\u00dfen geraten<br \/>\nsind, die ungewollt zum Spielball der M\u00e4chtigen werden und leiden.<br \/>\nDas Karfreitagsgeschehen, das hier vorabgebildet und in hymnischen Worten<br \/>\nim Lied von leidenden Gottesknecht geschildert ist, ist in Wahrheit ein<br \/>\nLied der Ermutigung, von jedem Opfer abzulassen, sich nicht als Opfer<br \/>\nzu f\u00fchlen, andere und sich selbst nicht zu Opfern zu machen oder<br \/>\nmachen zu lassen. Es ist ein Lied von einem, der geopfert wurde, damit<br \/>\nnie wieder jemand geopfert werden mu\u00df.<\/p>\n<p>Und insofern spiegelt es den Sinn von Karfreitag wider und erinnert<br \/>\nan das Ged\u00e4chtnis des Todes Jesu. Es lehrt uns hinzusehen auf das<br \/>\nLeiden, auf die Nachtseite des Lebens und auf die, die im Schatten stehen,<br \/>\ndie man nicht sieht.<\/p>\n<p>Viel zu viele wollen sogleich Ostern feiern und Karfreitag \u00fcbergehen.<br \/>\nAber wenn wir das tun, so sehen wir die Wirklichkeit dieser Welt nicht,<br \/>\nt\u00e4uschen uns \u00fcber unsere Welt und \u00fcber uns selbst &#8211; und<br \/>\n\u00fcber Gott. Die Botschaft dieses Liedes aus der dunklen Zeit des Volkes<br \/>\nGottes will uns ermutigen, nicht wegzusehen vom Leid, dieses Leben nicht<br \/>\nvorschnell zum Paradies zu erkl\u00e4ren, uns nicht zu t\u00e4uschen,<br \/>\ndar\u00fcber, in was f\u00fcr eine Wirklichkeit Gott seinen Sohn gesandt<br \/>\nund hat leiden und sterben lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Eine alte chinesische Legende erz\u00e4hlt von einer Frau, deren<br \/>\nSohn starb. In ihrem Kummer ging sie zu einem heiligen Mann und fragte<br \/>\nihn:&#8220; Welche Gebete und Beschw\u00f6rungen kennst Du, um meinen Sohn<br \/>\nwieder zum Leben zu erwecken?&#8220; Er antwortete ihr:&#8220; Bring mir<br \/>\neinen Senfsamen aus einem Haus, das niemals Leid kennen gelernt hat. Damit<br \/>\nwerden wir den Kummer aus Deinem Leben vertreiben.&#8220;<br \/>\nDie Frau begab sich auf die Suche nach dem Zauber-Senfkorn. Auf ihrem<br \/>\nWeg kam sie bald an ein pr\u00e4chtiges Haus, klopfte an die T\u00fcr<br \/>\nund sagte:&#8220; Ich suche ein Haus, das niemals Leid erfahren hat. Ist<br \/>\ndies der richtige Ort?&#8220; Die Bewohner des Hauses antworteten ihr:&#8220;<br \/>\nDa bist Du an den falschen Ort gekommen und sie z\u00e4hlten all das Ungl\u00fcck<br \/>\nauf, das sich j\u00fcngst bei ihnen ereignet hatte. Die Frau dachte bei<br \/>\nsich:&#8220; Wer kann diesen armen ungl\u00fccklichen Menschen wohl besser<br \/>\nhelfen als ich, die ich selber so tief im Ungl\u00fcck bin?&#8220; Sie<br \/>\nblieb und tr\u00f6stete sie.<br \/>\nSp\u00e4ter, als sie meinte, genug Trost gespendet zu haben, brach sie<br \/>\nwieder auf und suchte auf\u00b4s Neue ein Haus ohne Leid. Aber wo immer<br \/>\nsie sich hinwandte, in H\u00fctten, in Pal\u00e4sten, \u00fcberall begegnete<br \/>\nihr das Leid. Schlie\u00dflich besch\u00e4ftigte sie sich ausschlie\u00dflich<br \/>\nmit dem Leid anderer Leute. Dabei verga\u00df sie ganz die Suche nach<br \/>\ndem Zauber-Senfkorn, ohne dass ihr das bewusst wurde. So lernte sie mit<br \/>\nder Zeit mit dem Schmerz in ihren Tagen zu leben.&#8220;<\/p>\n<p>Da\u00df Gott uns jemanden schickt, der oder die Leid tr\u00e4gt, damit<br \/>\nwir mit fremdem und eigenem Leid leben lernen, ist also keine Frage unserer<br \/>\nKultur und Religion allein. Stellvertretendes Leiden mu\u00df also kein<br \/>\nAkt der Sinnlosigkeit sein, sondern kann ein Ausdruck der ungeheuren Solidarit\u00e4t<br \/>\nGottes mit uns Leidenden werden.<\/p>\n<p>Die Geschichte vom unverdienten und stellvertretenden Leiden des Gottesknechtes<br \/>\nist darum zutiefst eine Leidens- eine Karfreitagsgeschichte, weil sie<br \/>\nGott an unsere Seite, zu uns Leidenden und Ohnm\u00e4chtigen r\u00fcckt.<br \/>\nDennoch erspart es uns ja auch nicht, unsere eigene Rolle nicht nur als<br \/>\nOpfer, sondern auch als T\u00e4ter darin kritisch zu sehen: &#8222;Wir<br \/>\nsahen ihn, aber da war keine Gestalt noch Sch\u00f6ne, keine Gestalt,<br \/>\ndie uns gefallen h\u00e4tte. Er war so verachtet, dass man das Angesicht<br \/>\nvor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet&#8230;wir aber hielten<br \/>\nihn f\u00fcr den, der von Gott geplagt, geschlagen und gemartert w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p>Da wird uns der Spiegel vorgehalten, wie wir mit Ausgegrenzten und Verachteten<br \/>\numgehen: Blo\u00df nichts sehen, h\u00f6ren und wahrnehmen, das Elend<br \/>\nausblenden, damit wir nicht kaputtgehen.<\/p>\n<p>Aber was w\u00e4re denn das f\u00fcr ein Gott, der erlaubte, in seinem<br \/>\nNamen zum Leiden noch soziale Ausgrenzung und Aburteilung hinzuzuf\u00fcgen?<br \/>\nNichts vom Vater, der f\u00fcr seine Kinder sorgt, nichts vom guten Hirten,<br \/>\nder sich sorgt um die Seinen. So ist denn dieses stellvertretende Leiden<br \/>\ndes Gottesknechtes zugleich ein Anla\u00df, das Bild von Gott zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Allm\u00e4chtige wohnt nicht teilnahmslos hinterm Sternzelt, sondern<br \/>\ner oder sie ist an der Seite der Leidenden und erlaubt zu aller erst nicht,<br \/>\ndass in seinem Namen Leidende ausgegrenzt und ihr Geschick als gottgegeben<br \/>\ndiffamiert wird. Nicht wegsehen, wie die Urlauber, die von einem deutschen<br \/>\nRichter Recht bekamen, mit Behinderten zu leben, sei eine Beeintr\u00e4chtigung<br \/>\nihrer Erholung.<\/p>\n<p>Die Leidensgeschichte des Gottesknechts ist nun zur Aufforderung geworden,<br \/>\nGott in allen Leidenden dieser Erde zu sehen und ihnen in ihrem Leid solidarisch<br \/>\nzu werden. Hierin unterscheidet sich das Christentum von allen Weltreligionen.<br \/>\nChristus als Gottesknecht lehrt uns, dem Leid ins Gesicht zu sehen, es<br \/>\nnicht zu vermeiden suchen, sondern ihm standzuhalten im Vertrauen auf<br \/>\ndie Solidarit\u00e4t des leidenden Gottes mit uns und allen Mitleidenden.<\/p>\n<p>Damit wird das Kreuz ohne Verdr\u00e4ngung zum Realit\u00e4tsprinzip<br \/>\nunserer Lebens- und Weltauffassung. Darin besteht also f\u00fcr mich der<br \/>\nSinn von Karfreitag: wie Gott den Leidenden beisteht, so auch mir und<br \/>\ndann auch ich meinen Geschwistern.<\/p>\n<p>Auch wenn es vielleicht zu heldenhaft klingt, aber es gibt doch eine<br \/>\nnun hoffentlich m\u00f6glich gewordene Deutung von Jesu Tod f\u00fcr uns<br \/>\nwieder, das Lied von Paul Gerhardt:<br \/>\n&#8222;Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir,<br \/>\nwenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herf\u00fcr:<br \/>\nwenn mir am allerb\u00e4ngsten wird um das Herze sein,<br \/>\nso rei\u00df mich aus den \u00c4ngsten kraft deiner Angst und Pein.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Niemand hat Gott je gesehen&#8220; &#8211; das steht nicht etwa bei Karl<br \/>\nMarx oder in einem Lehrbuch f\u00fcr Atheisten, sondern es steht in der<br \/>\nBibel selbst. &#8222;Aber der einziggeborne Sohn hat ihn uns verk\u00fcndigt&#8220;,<br \/>\nso lautet die Fortsetzung (Joh 1,18). F\u00fcr Leute, die sich nach Christus<br \/>\nnennen, f\u00fcr Christen, wird darum der Gottesknecht zum Ma\u00dfstab<br \/>\nund Karfreitag zum Sinnbild f\u00fcr Solidarit\u00e4t Gottes mit allen<br \/>\nLeidenden, eine Absage an den blinden Gott hinterm Sternenzelt, eine Anleitung<br \/>\nzum Leben im Hier und Jetzt mit Karfreitag heute und Ostern als Fest ohne<br \/>\nEnde morgen.<\/p>\n<p>&#8222;Darum dass seine Seele gearbeitet hat,&#8220; hei\u00dft es in<br \/>\nunserm Gottesknechtslied, &#8220; wird er seine Lust sehen und die F\u00fclle<br \/>\nhaben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte,<br \/>\nviele gerecht machen; denn er tr\u00e4gt ihre Schuld.&#8220; Da ist sie<br \/>\ndie Botschaft f\u00fcr alle, auch f\u00fcr die, die an sich selbst leiden:<br \/>\nNichts kann uns trennen von der Liebe Gottes. M\u00f6ge uns Leidende das<br \/>\nGed\u00e4chtnis des Leidenden Christus im Abendmahl als Geschwister so<br \/>\nverbinden, dass wir hinsehen lernen und unser Kreuz &#8211; vielleicht wie die<br \/>\nGeschichte uns zeigt &#8211; gemeinsam tragen. Dann wird der Trauertag auch<br \/>\nf\u00fcr uns ein good friday, ein guter Freitag.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><a name=\"ex\"><\/a><b>Exegetische Vorbemerkungen und Entscheidungen<\/b><\/p>\n<p>Dieses vierte Gottesknechtslied, so Westermann, ATD, z.St., wieder sowohl<br \/>\nder kollektiven Deutung auf das alte und neue Volk Gottes zug\u00e4nglich<br \/>\nwie auch der individuellen Deutung auf einzelne Mittlergestalten, besteht<br \/>\naus drei Teilen:<br \/>\nDen Anfang, Kap.52,13-15 bildet die hymnische Ank\u00fcndigung der Rettung<br \/>\n(aus dem Exil), dann folgt der doppeldeutige Bericht vom Leiden und der<br \/>\nErh\u00f6hung des Gottesknechts, den Schlu\u00df bildet Kap.53,11b-12,<br \/>\nder profetische Spruch Jahwes \u00fcber den Sieg des Leidenden. F\u00fcr<br \/>\nKarfreitag als Predigttext ausgew\u00e4hlt, bedeutet mir dieses Lied die<br \/>\nErlaubnis, alttestamentliche Mittler mit Jesus zu identifizieren, und<br \/>\nin diesem Hymnus &#8222;Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu&#8220; (Westermann)<br \/>\nwieder zu finden und mich dabei mit meinem eigenen Gottesbild auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Mit Karl Barth unterstelle ich der Bibel, sie meine, was sie sage, und<br \/>\nverwerfe eine pauschal theologische Kritik, die von stellvertretendem<br \/>\nOpfer nichts wissen will, wiewohl ja auch neutestamentliche Belege davon<br \/>\nsprechen, z.B.2.Kor.5,21;8,9;Hebr.<br \/>\nWie die Isaaksgeschichte die Geschichte der Abl\u00f6sung von Menschenopfer<br \/>\nist, so ist dieses Gottesknechtslied f\u00fcr mich gerade der Grund daf\u00fcr,<br \/>\ndass es seit diesem Opfer keine Opfer mehr geben darf und schon gar keine<br \/>\nim Namen Christi. Dass der allm\u00e4chtige Gott notleidend wird, macht<br \/>\nf\u00fcr mich den Sinn von Karfreitag aus, stellt ihn den Leidenden und<br \/>\nmir an die Seite und will mich in den Leidenden meine Geschwister en christo<br \/>\nerkennen lassen.<\/p>\n<p><b>Dr. Joachim Goeze, Wolfsburg<br \/>\n<a href=\"mailto:joachim.goeze@web.de\">E-Mail: joachim.goeze@web.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch Karfreitag, 29. M\u00e4rz 2002 Predigt \u00fcber Jesaja 52,13-15; 53,1-12, verfa\u00dft von Joachim Goeze Exegetische Vorbemerkungen und Entscheidungen Liebe Mitchristen, das &#8222;Kar&#8220; in unserem Karfreitag heute hei\u00dft aus dem altdeutschen \u00fcbersetzt:&#8220;trauer&#8220;Freitag. Warum dieser Name? 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