{"id":9090,"date":"2002-04-07T19:50:01","date_gmt":"2002-04-07T17:50:01","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9090"},"modified":"2025-04-22T13:26:57","modified_gmt":"2025-04-22T11:26:57","slug":"offenbarung-15-2-4-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/offenbarung-15-2-4-2\/","title":{"rendered":"Offenbarung 15, 2-4"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\"><b><span style=\"color: #000099;\">Kantate | <\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\">28. April 2002 | Offenbarung 15, 2-4 |<\/span><\/b><b><span style=\"color: #000099;\"> Paul Kluge |<\/span><\/b><\/h3>\n<div>Predigt nach aktuellem Nachtrag<\/div>\n<p><b>Aktueller Nachtrag nach dem Amoklauf in Erfurt am 26. April:\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Freitag, 26. April 2002. Vor Beginn einer Sitzung in Bremen h\u00f6re ich erstmals von dem Geschehen in Erfurt; einer hat die Nachricht im Autoradio geh\u00f6rt. Von drei oder vier Toten ist die Rede. Sprachlosigkeit unter den Sitzungsteilnehmern.<\/p>\n<p>Nach der Sitzung eile ich zum Bahnhof, um nach Erfurt zu fahren, wo ich am n\u00e4chsten Morgen eine Sitzung mit der Johanniter-Unfall-Hilfe habe. Der Zug ist ziemlich voll. Bei mir im Abteil einige junge Menschen, Soldatinnen und Soldaten im Wochenende. Manche telefonieren aufgeregt und besorgt mit M\u00fcttern und Gro\u00dfm\u00fcttern, Freundinnen und Freunden. Den Gespr\u00e4chen entnehme ich, da\u00df die Telefonierenden nach Erfurt fahren. H\u00f6re erstmals die Zahl von 18 Toten. Nach Namen wird gefragt und ob er oder sie unter den Toten sei. Eine junge Frau glaubt, den T\u00e4ter zu kennen. Au\u00dfer den Telefonierenden spricht kaum jemand. Immer wieder h\u00f6re ich die Frage, was in dem T\u00e4ter vor sich gegangen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>In Erfurt auf dem Bahnhof herzliche und, wie mir scheint, erleichterte Begr\u00fc\u00dfung der dort Wartenden. Mein Taxifahrer korrigiert die Zahl der Toten auf 17. &#8222;17 zu viel,&#8220; sagt er und ist entsetzt, da\u00df solch eine Tat in seiner Stadt, ja, \u00fcberhaupt in Deutschland geschehen kann.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, wenige Minuten vor Sitzungsbeginn, werde ich um eine Andacht zu dem schrecklichen Ereignis gebeten. Einige der Anwesenden haben Freunde, Bekannte unter den Opfern und Lehrer ihrer Kinder. Die Tat hat die Menschen die Luft anhalten lassen. Es ist Zeit, wieder Luft zu holen. Den noch nicht aussprechbaren, nicht einmal denkbaren Gef\u00fchlen Raum geben. Der Opfer gedenken und der um sie Trauernden. Auch derer, die das Geschehen erleben mu\u00dften und \u00fcberlebt haben. Und es wohl nie vergessen k\u00f6nne. Der Polizisten und Rettungsdienste, die im Einsatz waren, einige davon unter den Anwesenden. Auch den T\u00e4ter in das Gedenken einbeziehen, seine Angeh\u00f6rigen und Freunde. Ein Opfer vielleicht auch er.<\/p>\n<p>Beim Bl\u00e4ttern in der Bibel bleibe ich an Psalm 69 h\u00e4ngen: &#8222;Das Wasser geht mir bis an die Kehle.&#8220; Vielleicht die Situation des T\u00e4ters. Sicherlich die Situation seiner Opfer. Und nun auch deren Angeh\u00f6rige und Freunde: Die Sinnlosigkeit der Tat macht so hilflos, da\u00df man zu versinken meint. Keinen Grund mehr sp\u00fcrt, der einen tr\u00e4gt. &#8222;Ich bin versunken in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist.&#8220; Eine Teilnehmerin &#8211; schwarz gekleidet, ein Freund ihres Mannes ist unter den Toten &#8211; l\u00e4\u00dft still ihre Tr\u00e4nen flie\u00dfen. Andere sehen mich fragend an. Doch ich habe keine Antworten. Kann auch nur, wie der Psalmist, sagen: &#8222;Ich bete zu dir, o Herr, &#8230; Errette mich aus dem Schlamm, da\u00df ich nicht versinke.&#8220;<\/p>\n<p>Nach einer Zeit der Stille beten wir gemeinsam das Vaterunser. Bringen in ihm vor Gott, was wir mit eigenen Worten nicht sagen k\u00f6nnen. Das gemeinsame Beten erleichtert die Bedr\u00fcckung im Sitzungssaal. Doch wir k\u00f6nnen nicht, noch nicht zur Tagesordnung \u00fcbergehen und vertagen die Sitzung auf unbestimmte Zeit. Die Begegnung mit pl\u00f6tzlichem, unerwartetem Sterben, wie es jeden von uns \u00fcberall treffen kann, macht Rechenschaftsberichte und Haushaltsplanung zu aufschiebbaren Nebensachen. &#8222;Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen. Wer ist, der uns Hilfe bringt, da\u00df wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine.&#8220;<\/p>\n<p><b>Paul Kluge<br \/>\nProvinzialpfarrer im Diakonischen Werk<br \/>\nin der Kirchenprovinz Sachsen, Magdeburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Paul.Kluge@t-online.de\">Paul.Kluge@t-online.de<\/a><br \/>\n<\/b><\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Predigt zu Kantate:<\/b><\/p>\n<p>Der Predigttext enth\u00e4lt eine Reihe direkter und indirekter alttestamentliche Zitate. Aneinandergef\u00fcgt, ergeben diese einen kurzen Psalm:<\/p>\n<p>Gro\u00df sind die Werke des Herrn, denkw\u00fcrdig f\u00fcr alle, die daran gefallen haben.<br \/>\nDer Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und gn\u00e4dig in all seinem Tun.<\/p>\n<p>Wer sollte dich nicht f\u00fcrchten, K\u00f6nig der V\u00f6lker? Denn das geb\u00fchrt dir; ist doch unter allen Weisen der Heiden keiner dir gleich.<\/p>\n<p>Alle V\u00f6lker, die du geschaffen, werden kommen und vor dir anbeten, werden deinen Namen ehren.<\/p>\n<p>O Herr, du meine St\u00e4rke, mein Hort, meine Zuflucht am Tage der Not! Zu dir werden die Heiden kommen von den Enden der Erde.<\/p>\n<p>(Z\u00fcrcher \u00dcbersetzung)<\/p>\n<p>Die folgende Predigt werde ich in der Kirche einer Diakonischen Einrichtung halten. Der Gottesdienst wird ins Krankenhaus, in Behinderten- und Altenheim \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Liebe Geschwister,<\/p>\n<p>im Wald, da sind die R\u00e4uber, und darum pfeifen oder singen die Leute im Wald. Besonders, wenn er dunkel ist. Denn pfeifen und singen macht Mut.<\/p>\n<p>Als der Seher die Johannisoffenbarung schrieb, mu\u00df es ihm \u00e4hnlich gegangen sein, und wie ihm ging es damals fast allen Christen. Wohl deshalb schrieb er den f\u00fcr heute vorgeschlagenen Predigttext: Offb 15, 2 &#8211; 4 &#8230;<\/p>\n<p>Nach der \u00dcberlieferung hie\u00df dieser Seher Johannes. Er soll nach Patmos verbannt gewesen sein, eine kleine Insel vor der T\u00fcrkischen K\u00fcste. Er mu\u00df wohl ein bekannter und bedeutender Mann der ganz fr\u00fchen Kirche gewesen sein, da\u00df er verbannt wurde. Andere Christen in jener Zeit kamen ins Gef\u00e4ngnis, mu\u00dften gegen wilde Tiere k\u00e4mpfen oder wurden gleich gekreuzigt. Johannes &#8211; ich bleibe bei dem Namen &#8211; blieb immerhin am Leben. Ab und zu kamen Schiffe nach Patmos, und manchmal hatte einer der Schiffer einen Brief f\u00fcr Johannes, und manchmal auch ein Paket f\u00fcr ihn oder Geld. Geld war ihm lieber: Wenn er, was er brauchte, auf der Insel kaufen konnte, lernte er Leute kennen. Das tat gut, denn oft f\u00fchlte er sich sehr einsam. Viele seiner Freunde waren inzwischen gestorben, manche durch die staatlich angeordnete, zumindest geduldete Verfolgung von Christen, manche an unheilbaren Krankheiten, andere an Altersschw\u00e4che. Die vielen Dienstreisen, die er fr\u00fcher hatte machen m\u00fcssen, waren ihm mit der Zeit beschwerlich geworden, doch hier, verbannt auf das kleine Patmos, vermi\u00dfte er das Reisen doch sehr.<\/p>\n<p>So gut es ging, hielt er die Verbindung zu den Gemeinden auf dem Festland und schrieb ihnen ab und an Briefe. Versuchte, sie bei der Stange zu halten, da\u00df sie durchhielten trotz der Verfolgungen. Vor allem aber, da\u00df sie in ihrer Angst vor Verfolgung nicht schon von der Fahne liefen. Das jedoch kam immer wieder vor, da\u00df Christen aus der Angst, ihnen k\u00f6nnte Schlimmes und B\u00f6ses geschehen, sich von der Gemeinde entfernten, sich nicht mehr zu ihrem Glauben bekannten.<\/p>\n<p>Jedesmal, wenn er von solch einem Fall h\u00f6rte, \u00fcberkam ihn eine Trauer. Er wurde nicht w\u00fctend und nannte das auch nicht Verrat, wie manche andere das taten. Johannes wurde traurig. Denn er wu\u00dfte, wie Angst auf Menschen wirken kann, was sie aus ihnen machen kann. Angst vor Leiden, Angst vor Schmerzen, Angst vor dem Sterben. Und da\u00df, wer Angst hat, allein oft nichts dagegen tun kann.<\/p>\n<p>Ihm selber war ja Angst nicht fremd, und nachdem man ihn damals verhaftet hatte, war sie fast st\u00e4rker gewesen als sein Glaube. Aus Angst vor Folter, vor Schmerzen und Erniedrigung war er versucht gewesen, seinem Glauben abzusagen. Doch sie hatten ihn nicht gefoltert, sondern &#8222;nur&#8220; verbannt. Hatten ihm damit seinen Einflu\u00df auf die Leute nehmen, ihn mundtot machen wollen, indem sie ihn abschoben.<\/p>\n<p>Nun hatte er viel Zeit nachzudenken, \u00fcber sein eigenes Leben, \u00fcber die Situation der christlichen Gemeinden, \u00fcber die Lage im R\u00f6mischen Reich. Dies hatte, so schien ihm, seinen H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten. Die Herrscher versuchten krampfhaft und mit Gewalt, die einstige Gr\u00f6\u00dfe festzuhalten. Bek\u00e4mpften alles, was nicht in ihr System pa\u00dfte, was sie als st\u00f6rend empfanden. Vor allem neue Ideen, wie die Christen sie hatten: Keinen Herrscher au\u00dfer ihrem Gott erkannten die an und verweigerten doch tats\u00e4chlich dem Kaiser den Gehorsam; keinen Unterschied machten die zwischen oben und unten, und bei denen redeten Sklaven und Freie sich als Geschwister an. Das konnte der Staatsordnung gef\u00e4hrlich werden, und darum wurden die Christen verfolgt.<\/p>\n<p>Dabei erwiesen manche sich als \u00e4u\u00dferst tapfer und mutig, was den Staat und seine Handlanger noch mehr verunsicherte. Da\u00df die Mehrzahl der Christen nicht so mutig war, da\u00df nicht wenige gro\u00dfe Angst hatten, nahmen die Staatsdiener nicht zur Kenntnis. Den Ver\u00e4ngstigten aber wollte Johannes Mut machen. Etwa mit dem Hinweis, da\u00df dieser brutale Staat nicht ewig bestehen w\u00fcrde und da\u00df es bereits Zeichen des Niedergangs g\u00e4be. Und damit, da\u00df auch staatliches Unrecht bestraft wird. Da\u00df Gott das Gute f\u00fcr die Menschen will und die \u00dcbelt\u00e4ter seinen Zorn zu sp\u00fcren bekommen. Das hatte doch die Geschichte immer wieder gezeigt, da\u00df jede Unrechtsherrschaft kl\u00e4glich unterging. Zwar hatte das manches mal lange gedauert, und viele Menschen hatten unter dem Unrecht leiden m\u00fcssen, waren ihm zum Opfer gefallen. Doch am Ende waren die Tyrannen gefallen, am Ende hatten Freiheit und Menschlichkeit gesiegt. Auf jeden Fall, da war Johannes sich sicher, w\u00fcrde das letzten Endes so sein.<\/p>\n<p>Bis dahin galt es durchzuhalten, auszuhalten. Bis dahin war den Leidenden immer wieder zu sagen, da\u00df jedes Leiden ein Ende hat. Da\u00df auf jeden Karfreitag ein Ostern folgt.<\/p>\n<p>In seiner Verbannung, in seiner Einsamkeit, in seinen Sorgen um die Gemeinden, in seinen eigenen \u00c4ngsten und Zweifeln hatte Johannes immer wieder die heiligen Schriften gelesen, etwa die Propheten. Dabei schien ihm, das alles schon mal da war, was er zur Zeit erlebte. Vom Auszug aus \u00c4gypten las er gern, denn das gab ihm Hoffnung. Besonders gern aber las er im Psalter: Diese alten Lieder gaben ihm so viel Trost und gleichzeitig so viel Mut, da\u00df stiller Friede \u00fcber ihn kam, wenn er sie las oder sang. Manchmal am Ufer des Meeres, und manchmal unter einem alten Baum am Hang eines Berges. Dort sa\u00df er gern ganz fr\u00fch morgens, sah \u00fcber dem Festland die Sonne aufgehen und dachte an die Gemeinden. Bei besonders klarer Sicht konnte er Milet erkennen. Und Ephesus, wo er gelebt hatte. Dann sang er den einen oder anderen Psalm laut \u00fcbers Meer und hatte das Gef\u00fchl, die Gemeinden dort w\u00fcrde ihn h\u00f6ren, w\u00fcrde Mut sch\u00f6pfen aus seinen Liedern, aus den Liedern der Bibel. W\u00fcrden einstimmen in diese Lieder gegen die Angst vor dem Leiden, in diese Lieder vom Sieg Gottes \u00fcber alles Unrecht, \u00fcber Schmerz und Geschrei und gewaltsamen Tod, in diese Lieder f\u00fcr Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Und dann dachte er an Frieden zwischen Menschen und V\u00f6lkern, dachte an Frieden von Menschen mit sich selbst und ihrem Leben, dachte an den Frieden von Menschen mit Gott. Und sp\u00fcrte: Das Singen der Psalmen best\u00e4rkte ihn darin, da\u00df es so werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In solchen Augenblicken konnte er jedes Dunkel vergessen, die Bedrohung der Gemeinden und das Dunkel seiner Lebenslage der Verbannung an diesen abgeschiedenen Ort. Manchmal konnte er sich sogar auf das freuen, was danach kommen k\u00f6nnte, oder, wie ihm sicher war, kommen w\u00fcrde. Die Psalmen sagten ihm das.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Gebet<\/b>:<br \/>\nGott, wie sch\u00f6n es ist! Alles sprie\u00dft und bl\u00fcht auf, es zwitschert und singt zu deiner Ehre. Wir k\u00f6nnen nur einstimmen in den Jubel der Natur. Denn Licht ist in die dunkle, W\u00e4rme in die kalte Welt gekommen, alles erwacht zu neuem Leben. Da k\u00f6nnen wir nur mit einstimmen, uns unseres Lebens, vor allem aber deiner Gr\u00f6\u00dfe und G\u00fcte freuen.<br \/>\nDoch manchmal, guter Gott, gibt es Ereignisse, die es uns das Singen schwer machen, Ereignisse in unserem Leben, Ereignisse in der Welt. Wir bitten dich deshalb: Bewahre uns davor, auf die Schatten zu blicken und das Licht nicht mehr zu sehen. Und wo es f\u00fcr jemanden ganz dunkel ist, da schenke du Lichtblicke. La\u00df uns gegen alles Bedrohliche ansingen, da\u00df wir unsre Angst \u00fcberwinden, da\u00df wir Mut bekommen und behalten. Denn du hast den Tod \u00fcberwunden, du hast das Leben zum Sieg gef\u00fchrt. Daf\u00fcr danken wir dir mit Herzen, Mund und H\u00e4nden. Amen.<br \/>\n(aus: Ideenb\u00f6rse Sonntagspredigt, Vlg: mvg)<\/p>\n<p><b>Liedvorschlag<\/b><br \/>\nLobt Gott getrost (Wochenlied) EG 243; Du meine Seele, singe, EG 302; Erd und Himmel sollen singen, EG 499; Laudato si, EG 515<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Paul Kluge, Magdeburg<br \/>\nProvinzialpfarrer im Diakonischen Werk<br \/>\nin der Kirchenprovinz Sachsen<br \/>\n<a href=\"mailto:Paul.Kluge@t-online.de\">Paul.Kluge@t-online.de<\/a><\/b><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=020428-3.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kantate | 28. April 2002 | Offenbarung 15, 2-4 | Paul Kluge | Predigt nach aktuellem Nachtrag Aktueller Nachtrag nach dem Amoklauf in Erfurt am 26. April:\u00a0 Freitag, 26. April 2002. 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