{"id":9117,"date":"2021-02-07T19:49:55","date_gmt":"2021-02-07T19:49:55","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9117"},"modified":"2022-08-10T14:01:42","modified_gmt":"2022-08-10T12:01:42","slug":"hesekiel-181-4-21-24-30-32-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hesekiel-181-4-21-24-30-32-5\/","title":{"rendered":"Hesekiel 18,1-4.21-24.30-32"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger <\/a><\/b><\/p>\n<p>Predigten im Internet<\/p>\n<p>hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><b><span style=\"color: #000099;\">3. Sonntag nach Trinitatis, 16. Juni 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber Hesekiel 18,1-4.21-24.30-32, verfa\u00dft von Dorothea<br \/>\nZager <\/span><\/b><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Und des HERRN Wort geschah zu mir:<br \/>\nWas habt ihr unter euch im Lande Israels f\u00fcr ein Sprichwort: Die<br \/>\nV\u00e4ter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Z\u00e4hne<br \/>\ndavon stumpf geworden?<br \/>\nSo wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: dies Sprichwort soll nicht mehr<br \/>\nunter euch umgehen in Israel.<br \/>\nDenn siehe, alle Menschen geh\u00f6ren mir; die V\u00e4ter geh\u00f6ren<br \/>\nmir so gut wie die S\u00f6hne; jeder, der s\u00fcndigt, soll sterben.<br \/>\nWenn sich aber der Gottlose bekehrt von allen seinen S\u00fcnden, die<br \/>\ner getan hat, und h\u00e4lt alle meine Gesetze und \u00fcbt Recht und<br \/>\nGerechtigkeit, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben.<br \/>\nEs soll an alle seine \u00dcbertretungen, die er begangen hat, nicht gedacht<br \/>\nwerden, sondern er soll am Leben bleiben um der Gerechtigkeit willen,<br \/>\ndie er getan hat.<br \/>\nMeinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott<br \/>\nder HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen<br \/>\nund am Leben bleibt?<br \/>\nUnd wenn sich der Gerechte abkehrt von seiner Gerechtigkeit und tut Unrecht<br \/>\nund lebt nach allen Gr\u00e4ueln, die der Gottlose tut, sollte der am<br \/>\nLeben bleiben? An alle seine Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht<br \/>\ngedacht werden, sondern in seiner \u00dcbertretung und S\u00fcnde, die<br \/>\ner getan hat, soll er sterben.<\/p>\n<p>I.<br \/>\n&#8222;Es war am 11. Mai 1945&#8220; &#8211; so erz\u00e4hlt Helmut Gollwitzer,<br \/>\neiner der gro\u00dfen M\u00e4nner unserer Kirche, &#8222;Es war am 11.<br \/>\nMai 1945. Wir lagen auf einer b\u00f6hmischen Wiese in der Maisonne, kauten<br \/>\nGrashalme und sprachen \u00fcber die Zukunft. Die n\u00e4here Zukunft,<br \/>\nob es uns wohl gelingen w\u00fcrde, noch \u00fcber die Moldau zu kommen<br \/>\nund der Kriegsgefangenschaft zu entgehen, und die weitere Zukunft: was<br \/>\naus Deutschland werden w\u00fcrde &#8211; also aus uns allen. W\u00e4hrend wir<br \/>\nso redeten, erhob sich ein Feldwebel, ein gro\u00dfer kr\u00e4ftiger<br \/>\nMann, der bisher schweigend dabei gesessen hatte, und ging \u00fcber die<br \/>\nWiese in den Wald. Gleich darauf h\u00f6rten wir einen Schuss, und als<br \/>\nwir zu ihm liefen, fanden wir ihn schon nicht mehr lebend vor. Die Kameraden<br \/>\nvon seiner Gruppe sagten, er habe bis zuletzt unbeirrt an den F\u00fchrer<br \/>\ngeglaubt und in den Tagen nach Hitlers Selbstmord immer nur gesagt: Lieber<br \/>\ntot, als Sklave. Hinter der Katastrophe gab es nichts mehr, was sich lohnte.&#8220;<\/p>\n<p>Da gesteht ein Mensch einen Irrtum ein, ja viel mehr noch, liebe Gemeinde:<br \/>\neine Lebens-Niederlage. Alles, vorauf er sich verlassen hatte, voran er<br \/>\nglaubt und sich orientiert hatte, bricht zusammen wie ein Kartenhaus.<br \/>\nZur\u00fcck bleibt das Wissen: schuldig geworden zu sein. Verwundet und<br \/>\nget\u00f6tet zu haben auf Befehl eines Gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen.<br \/>\nDieser Feldwebel, liebe Gemeinde, konnte nicht anders mit seiner Schuld<br \/>\numgehen, als den Tod zu suchen als Ende aller Qual und Schulderkenntnis.<\/p>\n<p>II.<br \/>\n&#8222;Ich habe keinen Gefallen am Tod des Schuldigen&#8220; spricht Gott,<br \/>\nder Herr, &#8222;Darum bekehrt Euch, wo werdet ihr leben.&#8220; Diese Worte<br \/>\nsind nicht nur Kernsatz der Hesekielworte, sondern auch Kernsatz unseres<br \/>\nchristlichen Glaubens: Gott will, dass wir umkehren. Er will eben nicht,<br \/>\ndass wir an unserer Schuld zerbrechen und zugrunde gehen.<\/p>\n<p>Die Zeit, in der Hesekiel diese Worte gesagt hat, ist &#8211; wie vielleicht<br \/>\nmanchen von Ihnen bekannt &#8211; die Zeit des babylonischen Exils. Die Menschen<br \/>\nsitzen in Babylonien und haben alles verloren. Heimat und Tempel. Eine<br \/>\nandere Zukunft gibt es f\u00fcr sie dort nicht, als Leben und Sterben<br \/>\nin einem fremden Land. Schon so lange sind sie dort, dass bereits eine<br \/>\nneue Generation herangewachsen ist, die in der Gefangenschaft geboren<br \/>\nwurde.<\/p>\n<p>&#8222;Was k\u00f6nnen wir eigentlich daf\u00fcr, dass unsere V\u00e4ter<br \/>\nund Gro\u00dfv\u00e4ter Fehler gemacht haben!?&#8220;, klagt diese Generation<br \/>\njetzt. &#8222;Da k\u00f6nnen wir doch nichts daf\u00fcr!&#8220; Hier gibt<br \/>\nes keine &#8222;Gnade der sp\u00e4ten Geburt&#8220; &#8211; im Gegenteil! Selbst<br \/>\ndie sp\u00e4te Geburt bewahrt sie nicht vor Ungnade! &#8222;Die V\u00e4ter<br \/>\nhaben saure Trauben gegessen, aber unseren Kindern sind die Z\u00e4hne<br \/>\ndavon stumpf geworden.&#8220; &#8211; das meint dieses Bild: Die Menschen der<br \/>\nzweiten Generation sitzen in Babylonien, klagen und warten auf das Sterben<br \/>\nund f\u00fchlen sich &#8211; vielleicht sogar zu recht?! &#8211; ungerecht behandelt.<\/p>\n<p>In diese Zeit hinein, liebe Freunde, spricht Hesekiel. Und er widerspricht<br \/>\ndenen, die klagen und sich selbst bemitleiden. &#8222;Gott will nicht,<br \/>\ndass Ihr untergeht. Gott will, dass Ihr lebt. Aber Ihr m\u00fcsst umkehren.<br \/>\nIhr m\u00fcsst Einsicht zeigen. Nur dann werdet Ihr leben!&#8220;<\/p>\n<p>Einsicht zeigen? Schuld erkennen? Waren es nicht die Altvorderen, die<br \/>\nges\u00fcndigt hatten? Wir? Wir machen doch gar nichts falsch! &#8211; So oder<br \/>\nanders werden die Klagenden auf Hesekiels Anspruch reagiert haben. Was<br \/>\nsoll denn das hei\u00dfen: Kehrt um! Sind wir denn \u00fcberhaupt auf<br \/>\ndem falschen Weg?<\/p>\n<p>Hesekiel meint viel mehr als nur die &#8222;Schuld der V\u00e4ter&#8220;.<br \/>\nSchuld hei\u00dft: Gottes Willen in dieser Welt zu ignorieren. Und sich<br \/>\ndamit vom ihm und vom Mitmenschen zu entfernen.<br \/>\nUnd Umkehr hei\u00dft: Das Gegenteil zu tun, n\u00e4mlich Gottes Willen<br \/>\nin dieser Welt zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Und das gilt f\u00fcr alle, f\u00fcr die V\u00e4ter wie f\u00fcr die<br \/>\nKinder, f\u00fcr die Generation vor dem Exil wie f\u00fcr die in Gefangenschaft<br \/>\ngeborenen, f\u00fcr die Juden der damaligen Zeit genauso wie f\u00fcr<br \/>\nuns heute!<\/p>\n<p>III.<br \/>\nUnd genau an diesem Punkt, liebe Freunde, wage ich den Sprung in unser<br \/>\nHeute, in unsere eigene Lebenswirklichkeit:<br \/>\nWissen wir denn eigentlich, was Schuld ist?<br \/>\nMerken wir, wenn wir schuldig werden?<br \/>\nWas ist mir denn \u00fcberhaupt Richtschnur bei dem, was ich tue?<br \/>\nWas entscheidet dar\u00fcber, ob mein Handeln gut oder schlecht ist??<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich, liebe Freunde, gibt es ja zwei M\u00f6glichkeiten,<br \/>\nSchuld zu erfahren: Entweder, wir machen selbst einen Fehler und tun anderen<br \/>\ndamit weh, oder wir erleben es andersherum, dass andere uns wehtun und<br \/>\nan uns schuldig werden. Beides geschieht t\u00e4glich. Und beides macht<br \/>\nuns zu schaffen.<\/p>\n<p>IIIa.<br \/>\nBeginnen wir mit dem ersten.<br \/>\n<b>Ich selbst bin schuldig geworden.<\/b><br \/>\nIch habe jemandem nicht geholfen, als er mich um Hilfe gebeten hatte.<br \/>\nIch habe jemanden nicht besucht, obwohl ich wusste, dass er sich einsam<br \/>\nf\u00fchlte.<br \/>\nIch bin meinen Kindern Zuneigung schuldig geblieben, hatte zuwenig Zeit<br \/>\nf\u00fcr sie und zuwenig Interesse an dem, was sie besch\u00e4ftigte.<br \/>\nIch habe meinem Partner wehgetan mit Ungeduld oder grundloser Eifersucht,<br \/>\nmit Misstrauen oder mit Gleichg\u00fcltigkeit.<br \/>\nIch habe Worte gesagt, die unwahr waren, Urteile gef\u00e4llt, die b\u00f6sartig<br \/>\nwaren, und die jetzt nicht mehr zur\u00fcckzuholen sind.<\/p>\n<p>Liebe Freunde, wir tragen oft schwerer an so etwas, als wir zugeben<br \/>\nwollen. Wir liegen wach am Abend im Bett, und es l\u00e4sst uns keine<br \/>\nRuhe. Wir k\u00f6nnen es nicht mehr gut machen. Der Partner ist in beredtes<br \/>\nSchweigen verfallen. Der Freund tr\u00e4gt mir mein Fehlverhalten nach.<br \/>\nMeine Bekannten sprechen \u00fcber die Sache. Da helfen weder Baldrian<br \/>\nnoch Entspannungsb\u00e4der &#8211; Schuld ist ein raues Ruhekissen. Und dass<br \/>\ndieser Fehler nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist, raubt uns den Schlaf.<\/p>\n<p>Jedem, der das kennt, liebe Gemeinde, sei gesagt:<br \/>\n<b>Wer bereut, dem wird verziehen.<\/b><\/p>\n<p>Denn Gott hat keinen Gefallen am Untergang des Schuldigen, sondern will,<br \/>\ndass wir leben. Als Christen wissen wir um die Schuldvergebung, wissen<br \/>\nwir von der Liebe Gottes und seiner Gnade, die uns Jesus geschenkt hat.<br \/>\nUnd daran sollen wir uns erinnern in solchen Momenten &#8211; abends im Bett,<br \/>\nwenn uns die Schuld keine Ruhe l\u00e4sst:<br \/>\nIst Gott f\u00fcr uns f\u00fcr uns, wer kann wider uns sein? Der auch<br \/>\nseinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn f\u00fcr uns<br \/>\nalle dahingegeben &#8211; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer<br \/>\nwill die Auserw\u00e4hlten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht<br \/>\nmacht.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, darauf d\u00fcrfen wir uns berufen, daran d\u00fcrfen<br \/>\nwir uns ganz festhalten: Gott hat uns vergeben. Gott hat uns freigesprochen.<br \/>\nWas also k\u00f6nnen mir Menschen tun? Wenn sie auch reden und mich verurteilen:<br \/>\nIch wei\u00df, dass Gott mich liebt, und ich werde einen neuen Anfang<br \/>\nmachen. Diese neue Freiheit eines Christenmenschen, der wei\u00df, dass<br \/>\nihm seine Schuld vergeben ist, hat nichts zu tun mit Hochmut und Stolz.<br \/>\nIm Gegenteil: diese neue Freiheit, die in der Demut des Bekennens beginnt,<br \/>\nm\u00fcndet in das Gef\u00fchl der Geborgenheit in Gottes Gnade.<\/p>\n<p>IIIb.<br \/>\nNun gibt es aber noch eine zweite Art, Schuld zu erleben, dann n\u00e4mlich,<br \/>\nwenn wir selbst die Leidtragenden sind:<br \/>\n<b>Mir selbst ist wehgetan worden.<\/b><\/p>\n<p>Wie gehe ich als Christ damit um?<\/p>\n<p>Ein guter Freund, dem ich vertraut hatte, hat mich entt\u00e4uscht.<br \/>\nIch habe jemandem etwas anvertraut unter dem Siegel der Verschwiegenheit,<br \/>\nund h\u00f6re: Er hat mein Vertrauen missbraucht. Meine Eingest\u00e4ndnisse<br \/>\nkommen mir pl\u00f6tzlich von Dritten zu Ohren.<br \/>\nIch habe um Hilfe gebeten, aber ich bin allein gelassen worden.<br \/>\nIch habe meinem Partner mein ganzes Leben gewidmet und viel Kraft und<br \/>\nLiebe in unsere Beziehung investiert &#8211; und nun ist er gegangen. Und ich<br \/>\nbin allein.<br \/>\n\u00dcber solchen Erfahrungen liegt man zwar keine N\u00e4chte wach, aber<br \/>\n&#8211; viel schlimmer noch &#8211; man tr\u00e4gt sie tagt\u00e4glich wie eine stumme,<br \/>\nschwere Last mit sich herum. Ein Schmerz, eine Entt\u00e4uschung, der<br \/>\nnicht mehr aufh\u00f6ren will. Und in ganz schwachen Stunden w\u00fcnscht<br \/>\nman, dem, der uns wehgetan hat, das Schlimmste an den Hals.<br \/>\n&#8222;Ich habe kein Gefallen am Untergang des Schuldigen, spricht Gott,<br \/>\ndarum bekehrt Euch, so werdet ihr leben.&#8220;<\/p>\n<p><b>Jetzt sind also wir dran, selbst zu Vergebenden zu werden.<\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, niemand &#8211; auch Gott nicht &#8211; erwartet von uns, dass wir<br \/>\nMenschen vergeben, die nicht im Geringsten bereit sind, ihre Fehler einzugestehen.<br \/>\nChrist sein hei\u00dft nicht: f\u00fcnf gerade sein zu lassen und alle<br \/>\nDem\u00fctigungen klaglos hinzunehmen. Im Gegenteil: Es ist gerade unsere<br \/>\nAufgabe als Christen, dass wir uns gegenseitig liebevoll aber auch bestimmt<br \/>\nauf Fehlentscheidungen und schuldiges Verhalten hinweisen.<\/p>\n<p>Wenn aber einer eingesehen und bereut hat, wenn einer zur Umkehr bereit<br \/>\nist und mit seinem Gott ins Reine gekommen ist, haben wir kein Recht mehr,<br \/>\nihn weiterhin zu verurteilen.<\/p>\n<p>Wenn Gott Schuld vergibt, d\u00fcrfen auch wir sie nicht mehr nachtragen.<br \/>\nAuch wir m\u00fcssen dann zu Vergebenden werden &#8211; auch wenn das oft unglaublich<br \/>\nschwer f\u00e4llt, liebe Gemeinde. Nicht umsonst essen wir beim Abendmahl<br \/>\nvon <b>einem<\/b> Brot und trinken wir aus <b>einem<\/b> Kelch! Es geht<br \/>\nbeim Abendmahl n\u00e4mlich nicht nur um die Vergebung unserer Schuld<br \/>\ndurch Gott, sondern auch um unsere Gemeinschaft &#8211; d.h. um unsere Bereitschaft,<br \/>\nuns auch gegenseitig zu verzeihen.<\/p>\n<p>Auch wenn es uns schwer f\u00e4llt, sollten wir es dennoch versuchen:<br \/>\n&#8211; dem Freund, der uns entt\u00e4uscht hat, vorsichtig wieder neues Vertrauen<br \/>\nzu schenken,<br \/>\n&#8211; dem Menschen, der schlecht \u00fcber mich gesprochen hat, wieder die<br \/>\nHand zu reichen,<br \/>\n&#8211; dem Nachbarn, der mir nicht geholfen hat, erneut um Hilfe zu bitten,<br \/>\n&#8211; dem Partner, der mich allein gelassen hat, ohne Bitterkeit seine Freiheit<br \/>\nzur\u00fcckzugeben.<br \/>\nWer wei\u00df, liebe Gemeinde, ob nicht wir es in K\u00fcrze selbst sind,<br \/>\ndie die Gnade Gottes wieder brauchen und die Vergebung der anderen?<\/p>\n<p>Wohl dem, der dann die 5. Bitte des Vaterunsers mit \u00dcberzeugung<br \/>\nund Wahrhaftigkeit aufsprechen kann: &#8222;Vergib mir meine Schuld &#8211; so<br \/>\nwie ich auch meinen Schuldigern vergeben habe.&#8220;<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><b>Dorothea Zager, Wachenheim<\/b><br \/>\n<a href=\"mailto:DWZager@t-online.de\"><b>E-Mail: DWZager@t-online.de<\/b><\/a><\/p>\n<p><b>Vorschl\u00e4ge zur Liturgie:<\/b><br \/>\nWOCHENSPRUCH<br \/>\nDes Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren<br \/>\nist. (Lk 19,10)<br \/>\nEINGANGSLIED<br \/>\nEG 409,1-8: Gott liebt diese Welt<br \/>\nEG 274,1-5: Der Herr ist mein getreuer Hirt<br \/>\nEINGANGSWORT<br \/>\nIch wei\u00df wohl, was ich f\u00fcr Gedanken \u00fcber euch habe, spricht<br \/>\nder Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides; da\u00df ich euch<br \/>\ngebe das Ende, des ihr wartet.<br \/>\nIhr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch<br \/>\nerh\u00f6ren.<br \/>\nIhr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen<br \/>\nsuchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.<br \/>\n(Jer 29,11-14a)<br \/>\nSCHRIFTLESUNG<br \/>\nGleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,1-10)<br \/>\nWOCHENLIED<br \/>\nEG 353,1-4: Jesus nimmt die S\u00fcnder an<br \/>\nLIED NACH DER PREDIGT<br \/>\nEG 234: So wahr ich leben, spricht dein Gott<br \/>\nEG 615: Kehret um<br \/>\nEG 612,1-3: F\u00fcrchte dich nicht<br \/>\nSCHLUSSLIED<br \/>\nEG 355,1+3+5: Mir ist Erbarmung widerfahren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=020616-3.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch 3. Sonntag nach Trinitatis, 16. Juni 2002 Predigt \u00fcber Hesekiel 18,1-4.21-24.30-32, verfa\u00dft von Dorothea Zager Und des HERRN Wort geschah zu mir: Was habt ihr unter euch im Lande Israels f\u00fcr ein Sprichwort: Die V\u00e4ter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,417,1,727,114,905,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9117","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ezechiel","category-3-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-archiv","category-deut","category-kapitel-18-chapter-18-ezechiel","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9117"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12927,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9117\/revisions\/12927"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9117"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9117"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9117"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9117"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}