{"id":9119,"date":"2002-06-07T19:49:58","date_gmt":"2002-06-07T17:49:58","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9119"},"modified":"2025-04-19T14:45:45","modified_gmt":"2025-04-19T12:45:45","slug":"roemer-12-17-21-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-12-17-21-2\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 12, 17-21"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger <\/a><\/b><\/p>\n<p>Predigten im Internet<\/p>\n<p>hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><b><span style=\"color: #000099;\">4<\/span><span style=\"color: #000099;\">. Sonntag nach<br \/>\nTrinitatis, 23. Juni 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber R\u00f6mer 12, 17-21, verfa\u00dft von Georg Plasger<\/span><\/b><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>I<\/p>\n<p>Der bekannte evangelische Theologe Ernst Lange hat einmal eine Auslegung<br \/>\nder zehn Gebote unter dem Titel &#8222;Die zehn gro\u00dfen Freiheiten&#8220;<br \/>\nherausgegeben. In der Einleitung schreibt er: &#8222;Auf die Frage, was<br \/>\ndas Christentum sei, antwortete ein Junge: \u0082Christentum ist das,<br \/>\nwas man nicht darf.'&#8220; (E. Lange, Die zehn gro\u00dfen Freiheiten,<br \/>\nGelnhausen 15. Aufl., 1982, 5) &#8211; Christentum ist das, was man nicht darf.<br \/>\nDieses Verst\u00e4ndnis h\u00e4ngt dem christlichen Glauben an, und auch<br \/>\ndann, wenn die negative Aussage vermieden wird, hei\u00dft es: Christentum<br \/>\nist das, was man tun muss oder soll. Das klingt nach Moral.<\/p>\n<p>Und, liebe Gemeinde, so sind in der Tat unsere eben geh\u00f6rten S\u00e4tze<br \/>\naus dem R\u00f6merbrief des Paulus zu verstehen. &#8222;Vergeltet nicht<br \/>\nB\u00f6ses mit B\u00f6sem. Tut Gutes. Haltet Frieden. Richtet nicht! K\u00fcmmere<br \/>\ndich um die Schwachen. Und tu nichts B\u00f6ses.&#8220; Man kann diese<br \/>\nS\u00e4tze verstehen als Ermahnungen, die uns mit auf unseren Lebensweg<br \/>\ngegeben werden, die aber so allgemein klingen, dass wir sie nicht besonders<br \/>\nernst nehmen k\u00f6nnen. Und vielleicht mit einem &#8222;Ja, Mama&#8220;<br \/>\ndarauf reagieren. Weil sie so klingen wie: &#8222;Putz dir die Nase, Junge.<br \/>\nUnd achte darauf, dass deine Socken kein Loch haben. Und benimm dich ordentlich!&#8220;<br \/>\nMoral, die uns mitgegeben wird. Aber die uns nicht wirklich hilft.<\/p>\n<p>Will Paulus der Gemeinde in Rom, der diese Ermahnungen zugedacht sind,<br \/>\nihr ein paar gute oder doch zumindest gutgemeinte Appelle mit auf den<br \/>\nWeg geben: &#8222;Benehmt euch sch\u00f6n ordentlich!?&#8220; Wenn Ermahnungen<br \/>\nso aus dem Zusammenhang genommen werden, dann ist es m\u00f6glich sie<br \/>\ngenau so zu verstehen wie die gutgemeinten W\u00fcnsche der Mutter, die<br \/>\nes ihrem Kind auf den Weg in die Ferien hinterher ruft. Ermahnungen, aus<br \/>\ndem Zusammenhang genommen, helfen nicht. Und wenn der christliche Glaube<br \/>\nin vergangenen Zeiten manchmal meinte: &#8222;Entscheidend ist die Moral!&#8220;,<br \/>\ndann hat er ein Missverst\u00e4ndnis zumindest provoziert, wenn nicht<br \/>\nverursacht.<\/p>\n<p>Bei Paulus stehen diese S\u00e4tze nicht f\u00fcr sich da. Und deshalb<br \/>\nist es auch gef\u00e4hrlich, diese S\u00e4tze einfach so herauszuschneiden<br \/>\nund nur gute W\u00fcnsche oder Ermahnungen zu h\u00f6ren. Denn dann wird<br \/>\ngar nicht geh\u00f6rt, von wem und warum hier etwas gesagt wird. An einer<br \/>\nStelle in unseren Versen wird das deutlich. Dort hei\u00dft es: &#8222;Mein<br \/>\nist die Rache, spricht der Herr.&#8220; Mein ist die Rache, spricht Gott.<br \/>\nAchtet auf das, was ich tue, und dann k\u00f6nnt ihr auch sehen, was diese<br \/>\nErmahnungen f\u00fcr euch bedeuten.<\/p>\n<p>Anders gesagt: Es gilt, auf die Voraussetzung unserer Verse zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>II<\/p>\n<p>&#8222;Vergeltet niemandem B\u00f6ses mit B\u00f6sem!&#8220; Das ist deshalb<br \/>\ngesagt, weil wir sagen k\u00f6nnen: &#8222;Gott vergilt nicht B\u00f6ses<br \/>\nmit B\u00f6sem.&#8220; Das ist das, warum wir christliche Gemeinde sind:<br \/>\nGott handelt nicht mit uns so, wie es unserem Handeln zuk\u00e4me. Die<br \/>\nBibel beschreibt den Menschen realistisch. Es hei\u00dft nicht: &#8222;Wir<br \/>\nm\u00fcssen den Menschen bewundern!&#8220;, sondern es hei\u00dft von<br \/>\nAnfang der Bibel an, dass der Mensch sich nicht so verh\u00e4lt, wie er<br \/>\nes soll, wie es gut w\u00e4re. Und es wird auch keine Ausnahme gemacht:<br \/>\nalle Menschen sind solche, die es Gott nicht recht machen. Und wir wissen<br \/>\nes ja, was dann in der Bibel geschieht. Anstatt dass Gott die Bosheit<br \/>\nder Menschen bestraft, nimmt er die Schuld auf sich. Gott vergilt B\u00f6ses<br \/>\nmit Gutem. Wo wir uns gegen Gott richten, wendet er sich uns trotzdem<br \/>\nzu. Davon leben wir. Gott wendet uns in Jesus Christus sein freundliches<br \/>\nAngesicht zu und l\u00e4sst sich hinrichten an unserer Stelle. Gott ist<br \/>\naufs Gute bedacht, nicht aufs B\u00f6se. Wir haben einen menschenfreundlichen<br \/>\nGott, der uns zugute Mensch wird. Der Friede zwischen Gott und Mensch,<br \/>\nden der Mensch in seiner S\u00fcnde gebrochen hat, wird von Gott wiederhergestellt.<br \/>\nGott macht Frieden zwischen sich und uns. &#8222;Christus&#8220;ist unser<br \/>\nFriede!&#8220;, so hei\u00dft es in der Bibel an anderer Stelle. Und Gottes<br \/>\nReaktion auf unsere Schuld ist nicht, dass er einfach weggucken w\u00fcrde;<br \/>\ner \u00fcbernimmt sie. Und wenn dann unsere Verse dazu auffordern, die<br \/>\nhungernden und d\u00fcrstenden Feinde zu speisen und zu tr\u00e4nken &#8211;<br \/>\ndann ist ja genau das der Inhalt des Abendmahls. Wir sind G\u00e4ste am<br \/>\nTische Jesu Christi. Wir d\u00fcrfen essen und trinken, auch wenn wir<br \/>\neine Einladung nicht verdient haben. Gott l\u00e4dt uns ein zu seinem<br \/>\nfest. Gott hat das B\u00f6se \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Unsere Verse &#8211; sie reden zuerst und eigentlich von Gott. Er hat das B\u00f6se<br \/>\n\u00fcberwunden. Er ist Mensch geworden, uns zugute. Er ist am Kreuz gestorben<br \/>\n&#8211; uns zugute. Und er ist auferstanden &#8211; uns zugute. Gott hat B\u00f6ses<br \/>\nnicht mit B\u00f6sem vergolten, sondern hat uns reich beschenkt. Das ist<br \/>\ndie Mitte unseres Glaubens, davon kommen wir her. Immer wieder neu. Und<br \/>\ndas bekennen wir in unserem Gottesdienst, daf\u00fcr loben wir Gott.<\/p>\n<p>III<\/p>\n<p>Der R\u00f6merbrief, dem unsere Verse entstammen, hat elf Kapitel lang<br \/>\nvon Gottes Handeln gesprochen. Gott hat uns lieb. Trotz unserer Schuld.<br \/>\nUnd dann kommt das zw\u00f6lfte Kapitel im R\u00f6merbrief. Hier fragt<br \/>\nPaulus jetzt danach, wie wir uns denn diesem uns reich machenden Gott<br \/>\nentsprechend verhalten. Wie passt unser Leben als Christenmenschen zu<br \/>\ndem, was Gott f\u00fcr uns tut? Und Paulus hat dann eine ganze Menge Ermahnungen<br \/>\nan der Hand. Unsere Verse sind nur ein Ausschnitt. Ich will mit Ihnen<br \/>\njetzt nicht alle Aussagen durchgehen. Wir k\u00f6nnten Beispiele finden,<br \/>\ndie passen, oder auch solche, die nicht passen. Es geht auch nicht um<br \/>\neinen Katalog an Geboten, den wir erf\u00fcllen m\u00fcssten, und wo wir<br \/>\ndann selbstzufrieden sagen k\u00f6nnten: &#8222;Jetzt ist es gut. Jetzt<br \/>\nsind wir gut.&#8220; Es geht darum, wer wir sind und wie wir uns verstehen.<\/p>\n<p>&#8222;Vergeltet nicht B\u00f6ses mit B\u00f6sem.&#8220; Warum tun Menschen<br \/>\ndas, dass sie B\u00f6ses mit B\u00f6sem vergelten. Denn das geschieht<br \/>\nja immer und \u00fcberall. Im Kindergarten und in der Schule ist das der<br \/>\nAlltag: Wenn ein Kind getreten wird, tritt es zur\u00fcck. Und bei uns<br \/>\nErwachsenen ist es ja nicht anders, nur oft subtiler. Wir bedienen uns<br \/>\nanderer Mittel, wir treten nicht, aber wir reagieren schon. Wer uns weh<br \/>\ntut, dem zeigen wir, was eine Harke ist. &#8222;Der kann schon noch was<br \/>\nerleben.&#8220; Ob es im Beruf ist, unter Freunden oder auch innerhalb<br \/>\nvon Familien: Wir sorgen schon daf\u00fcr, dass wir zu unserem Recht kommen.<br \/>\nDenn das ist ja scheinbar unser Recht: zur\u00fcck treten, wenn wir getreten<br \/>\nworden sind. Wir setzen unser Recht durch, vielleicht weil wir sonst den<br \/>\nEindruck haben, dass uns das immer wieder passiert. Vielleicht, weil wir<br \/>\neinfach sauer dar\u00fcber sind, dass jemand anderes sich so etwas herausnimmt.<br \/>\nWarum aber machen wir so etwas? Ist es ein Zeichen von Schw\u00e4che,<br \/>\nnicht zu reagieren? Nicht zur\u00fcckzuschlagen? So bekommen wir es immer<br \/>\nwieder gesagt. &#8222;Wehr dich ruhig! Die anderen m\u00fcssen Dich respektieren,<br \/>\nund das tun sie dann, wenn sie wissen, dass Du Dich wehren kannst.&#8220;<br \/>\nNun reden unsere Verse nicht vom Verzicht auf Selbstverteidigung. Sie<br \/>\nreden nicht davon, dass wir denjenigen, der B\u00f6ses tut, nicht daran<br \/>\nhindern sollen, dieses B\u00f6se zu tun. Aber unsere Verse reden wohl<br \/>\ndavon, dass wir einen Kreislauf von Gewalt nicht f\u00f6rdern sollen.<br \/>\nGewalt erzeugt Gegengewalt, B\u00f6ses erzeugt wieder B\u00f6ses. Daraus<br \/>\nkann schnell eine Spirale des Hasses entstehen.<\/p>\n<p>Warum sollen Christenmenschen hier bei dieser Gewaltspirale nicht mitmachen?<br \/>\nWarum sollen sie der Gewalt der Faust die Geste der offenen Hand gegen\u00fcberstellen.<br \/>\nWarum sollen sie Frieden stiften und nicht Krieg verursachen? Weil Christen<br \/>\ndarum wissen und darauf vertrauen d\u00fcrfen, dass Gott ihnen beisteht<br \/>\nund selber Friedensstifter ist. &#8222;Der Herr ist meine St\u00e4rke&#8220;,<br \/>\nhei\u00dft es immer wieder in der Bibel. &#8222;Ich brauche nicht meine<br \/>\nF\u00e4uste gebrauchen. Weder im w\u00f6rtlichen noch im \u00fcbertragenen<br \/>\nSinne. Ich brauche meine F\u00e4uste nicht zu gebrauchen, um meine St\u00e4rke<br \/>\nzu demonstrieren, um vor anderen etwas zu gelten. Ich definiere mich nicht<br \/>\n\u00fcber meine Bosheiten.&#8220; Der Herr ist meine St\u00e4rke. Der Herr,<br \/>\nder den Weg in die Niedrigkeit gegangen ist, der verspottet worden ist<br \/>\nund get\u00f6tet, der ist meine St\u00e4rke. Der Herr, der get\u00f6tet<br \/>\nwurde, dann aber auferweckt, der ist meine St\u00e4rke. Der Herr, der<br \/>\ndie Kirche und seine Glieder nicht im Stich l\u00e4sst, sondern ihnen<br \/>\nbeisteht, der Herr, der die Welt regiert, auch wenn es nicht so ausseht.<br \/>\nDer Herr, der meine pers\u00f6nliche Zukunft ist und auch die der ganzen<br \/>\nWelt, der ist meine St\u00e4rke, auf die ich vertrauen kann &#8211; im Leben<br \/>\nund im Sterben.<\/p>\n<p>Weil Christenmenschen von diesem Herrn herkommen, wissen sie um den Kreislauf<br \/>\ndes B\u00f6sen, wissen sie um die Spirale der Gewalt. Wir brauchen nicht<br \/>\nzu meinen, als w\u00e4re eine besonders hoch getragene Nase ein Ausdruck<br \/>\nvon St\u00e4rke oder besonderer Wichtigkeit. Das ist sie nicht, sondern<br \/>\nnur ein Ausdruck von Schw\u00e4che und Wichtigtuerei. Wer nicht die Angst<br \/>\nhat, st\u00e4ndig zu kurz zu kommen, kann sein Herz \u00f6ffnen f\u00fcr<br \/>\ndie N\u00f6te derjenigen Menschen um ihn oder sie herum. Christenmenschen<br \/>\nkommen nicht zu kurz, sie sind reich. Reich Beschenkte. Und darum k\u00f6nnen<br \/>\nsie die N\u00e4he Gottes weitergeben. K\u00f6nnen sie Frieden stiften,<br \/>\nGutes tun, Menschen, die Speise n\u00f6tig haben, mit Nahrung versorgen.<br \/>\nDas kann &#8222;Brot f\u00fcr die Welt&#8220; sein. Und auch ein gutes Wort<br \/>\nf\u00fcr den, der nach Achtung verlangt. Menschen haben Durst. Nach Wasser.<br \/>\nUnd nach anderem. Christenmenschen brauchen nicht nur die Sorge zu haben,<br \/>\nselber gen\u00fcgend zu bekommen, sondern sind in der Lage, andere zu<br \/>\ntr\u00e4nken. Denn sie haben, so hei\u00dft es an anderer Stelle in der<br \/>\nBibel, &#8222;das Wasser des Lebens&#8220; zu trinken bekommen. Christen<br \/>\nk\u00f6nnen das B\u00f6se mit Gutem \u00fcberwinden, weil sie selber \u00fcberwunden<br \/>\nworden sind.<\/p>\n<p>IV<\/p>\n<p>Diese Bewegung vom B\u00f6sen hin zum Guten sieht Paulus als Weg der<br \/>\nChristenmenschen vor. Nicht, weil sie bessere Menschen w\u00e4ren. Sondern<br \/>\nweil sie herkommen vom menschenfreundlichen Gott. Sie sind keine Wundert\u00e4ter<br \/>\nund auch keine Welterneuerer, sondern, so hat Karl Barth es einmal genannt:<br \/>\n&#8222;unentbehrliche kleine Laufburschen und Laufm\u00e4dchen mit dem<br \/>\nAuftrag, jetzt da, jetzt dort, jetzt so, jetzt anders zu bestellen, was<br \/>\nihnen anvertraut und anbefohlen ist&#8220;. Christenmenschen sind keine<br \/>\nWelterneuerer, sondern Laufburschen und Laufm\u00e4dchen, die herkommend<br \/>\nvon Gottes G\u00fcte selber diese G\u00fcte weitertragen. Und zwar, indem<br \/>\nsie selber so handeln, wie Gott es ihnen vorgemacht hat. Laufburschen<br \/>\nund Laufm\u00e4dchen nehmen sich dabei nicht zu wichtig. Sie bringen nicht<br \/>\ndie G\u00fcte in die Welt, sie leben ja selber davon. Und weil sie das<br \/>\nwissen, wissen sie auch um ihre Schw\u00e4che. Das ist ihre St\u00e4rke,<br \/>\num ihre Schw\u00e4che zu wissen.<\/p>\n<p>Und wer um seine eigenen Schw\u00e4chen wei\u00df, kann auch \u00fcber<br \/>\nsich selber lachen. Wenn Christentum hei\u00dft, was man nicht darf,<br \/>\ndann ist die Konsequenz eine schlimme Angelegenheit, die von der Freude<br \/>\n\u00fcber Gottes G\u00fcte wenig ausstrahlt. Davon kommen wir her. Nicht<br \/>\nimmer strahlen wir Christenmenschen das aus, oft gerade anderes. Und deshalb<br \/>\nhat Karl Barth schon Recht mit einer Frage, die doch mehr als eine Frage<br \/>\nist:<\/p>\n<p>&#8222;Wie kommt es, dass so viele Kirchenm\u00e4nner, insbesondere Theologen<br \/>\naller Konfessionen und Kirchen, mit so gr\u00e4mlichen Gesichtern herumlaufen:<br \/>\nals ob sie im Grunde nur Kummer, als ob ihnen die H\u00fchner das Brot<br \/>\nweggefressen h\u00e4tten? Warum k\u00f6nnen sie h\u00f6chsten \u00fcber<br \/>\nandere &#8211; und darum immer ein bisschen gallig &#8211; lachen, statt, wie es sich<br \/>\ngeh\u00f6rt, damit anzufangen, allen Ernstes \u00fcber sich selbst zu<br \/>\nlachen oder doch zu l\u00e4cheln?&#8220;<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><b>PD Dr. Georg Plasger, G\u00f6ttingen<br \/>\n<a href=\"mailto:gplasge@gwdg.de\">E-Mail: gplasge@gwdg.de<\/a><br \/>\n<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=020623-1.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch 4. Sonntag nach Trinitatis, 23. 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