{"id":9153,"date":"2002-09-07T19:49:59","date_gmt":"2002-09-07T17:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9153"},"modified":"2025-04-19T15:00:19","modified_gmt":"2025-04-19T13:00:19","slug":"hebraeer-10-35f-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/hebraeer-10-35f-39\/","title":{"rendered":"Hebr\u00e4er 10, 35f. 39"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #000099;\">16. Sonntag nach Trinitatis | 15. September 2002 | Hebr\u00e4er 10,35f.39 | Hans-Hermann<br \/>\nJantzen |<\/span><\/h3>\n<p>&#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung<br \/>\nhat. Geduld aber habt ihr n\u00f6tig, damit ihr den Willen Gottes tut<br \/>\nund das Verhei\u00dfene empfangt. Wir aber sind nicht von denen, die<br \/>\nzur\u00fcckweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben<br \/>\nund die Seele erretten.&#8220;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>in diesen Tagen lassen die Erinnerungen an den 11. September vorigen<br \/>\nJahres die Bilder des Schreckens wieder lebendig werden. Durch einen bis<br \/>\ndahin unvorstellbaren Terroranschlag wurden die beiden T\u00fcrme des<br \/>\nWorld Trade Center in New York in Schutt und Asche gelegt. Damals brachen<br \/>\nnicht nur zwei Bauwerke zusammen, sondern die Symbole f\u00fcr die wirtschaftliche<br \/>\nMacht und \u00dcberlegenheit der westlichen Welt. F\u00fcr viele Menschen<br \/>\nging Grundlegendes in die Br\u00fcche: ihre Selbstsicherheit; die Selbstverst\u00e4ndlichkeit,<br \/>\nden Alltag zu leben; ihr Vertrauen in die politische und wirtschaftliche<br \/>\nStabilit\u00e4t. Eine Ersch\u00fctterung, die bis heute anh\u00e4lt. Vor<br \/>\nallem viele Nordamerikaner f\u00fchlen sich an ihrem Lebensnerv getroffen.<br \/>\nFolgerichtig erscheint vielen die Demonstration milit\u00e4rischer St\u00e4rke<br \/>\nangemessener als Vertrauen.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns auch noch, dass in jenen Tagen viele Menschen spontan<br \/>\neine Kirche aufsuchten? Ich war damals zur Visitation im Kirchenkreis<br \/>\nHittfeld unterwegs. Noch am selben Abend wurden in vielen Kirchen Friedensgebete<br \/>\nund Bittgottesdienste abgehalten. Die Gottesh\u00e4user waren voll. Die<br \/>\nMenschen mussten irgendwo hin mit ihrem Entsetzen; wollten ihre Angst<br \/>\nund Klage im Gebet vor Gott bringen. Gut, dass die Gemeinden ihre Kirchent\u00fcren<br \/>\nweit aufgemacht haben!<\/p>\n<p>Sicher, lange hat das nicht vorgehalten. Nach etwa zwei Wochen lie\u00df<br \/>\ndie Betroffenheit nach. Das geht auch nicht anders. Betroffenheit l\u00e4sst<br \/>\nsich nicht auf Dauer stellen. Wichtig ist, dass wir als Kirche da sind,<br \/>\nwenn uns die Menschen brauchen &#8211; so wie auch k\u00fcrzlich wieder bei<br \/>\nder Flutkatastrophe an der Elbe. Dass wir nicht m\u00fcde werden im Glauben.<br \/>\nDass wir immer wieder dar\u00fcber nachdenken: woher bekommen wir den<br \/>\nlangen Atem, den wir zum Glauben brauchen? Wie k\u00f6nnen wir zerbrochenes<br \/>\nVertrauen wieder gewinnen?<\/p>\n<p>Auf diesem Hintergrund h\u00f6re ich die S\u00e4tze aus dem Hebr\u00e4erbrief.<br \/>\nHier schreibt einer an eine Gemeinde, die m\u00fcde geworden ist &#8211; m\u00fcde<br \/>\nim Glauben, m\u00fcde im Vertrauen auf Gottes Verhei\u00dfungen. Von<br \/>\nder anf\u00e4nglichen Begeisterung und dem Erschrecken \u00fcber sich<br \/>\nselber (beides geh\u00f6rt zum Glauben dazu!) ist nicht mehr viel zu sp\u00fcren.<br \/>\nZu sehr dr\u00fccken die Lasten des Alltags, die Angst vor der Zukunft.<br \/>\nZu sehr f\u00f6rdert das Gleichma\u00df der Tage die Gleichg\u00fcltigkeit.<br \/>\nWo bleibt denn die versprochene Erneuerung der Welt, die Erl\u00f6sung<br \/>\nvon allem B\u00f6sen? So kehren immer mehr Menschen der Gemeinde den R\u00fccken<br \/>\nund suchen ihr Heil woanders.<\/p>\n<p>&#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg!&#8220; Es ist f\u00fcr mich immer<br \/>\nwieder verbl\u00fcffend, wie aktuell biblische S\u00e4tze sein k\u00f6nnen.<br \/>\nAuch wenn unsere heutigen Gemeinden in vielem ganz anders sind als die<br \/>\nGemeinde, an die sich der Hebr\u00e4erbrief wendet &#8211; an diesem Punkt f\u00fchlen<br \/>\nwir uns unmittelbar angesprochen. Wir sp\u00fcren, wie schwer sich das<br \/>\nVertrauen in einen guten Weg der Menschheit durchhalten l\u00e4sst. Dazu<br \/>\nsind auch wir Christen viel zu sehr &#8222;Kinder unserer Zeit&#8220;:<\/p>\n<ul>\n<li>Wir ziehen den Kopf ein angesichts zunehmender Gewalt und sind zugleich<br \/>\nfasziniert von dem B\u00f6sen.<\/li>\n<li>Wir misstrauen &#8222;denen da oben&#8220;, den Politikern, den Verantwortlichen<br \/>\nin Wirtschaft und Wissenschaft; den Beh\u00f6rden; dem Landeskirchenamt&#8230;<\/li>\n<li>Wir trauen den gro\u00dfen Institutionen nicht mehr zu, das Problem<br \/>\nder Gewalt zu l\u00f6sen und die Zukunft menschengerecht und menschenw\u00fcrdig<br \/>\nzu gestalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Folge: viele Menschen ziehen sich in ihr privates Schneckenhaus zur\u00fcck.<br \/>\nSie verlieren den Mut und das Interesse, ihre Welt politisch mit zu gestalten.<br \/>\nSie scheuen davor zur\u00fcck, Verantwortung f\u00fcr die Gemeinschaft<br \/>\nzu \u00fcbernehmen. Immer wieder h\u00f6re ich in den letzten Tagen: &#8222;Warum<br \/>\nsoll ich w\u00e4hlen? Das bringt doch sowieso nichts.&#8220; F\u00fcr viele<br \/>\nMenschen ist nur noch die pers\u00f6nliche Karriere wichtig. Ein empfindlicher<br \/>\nGradmesser f\u00fcr die Gef\u00fchlslage einer Gesellschaft ist die Geburtenrate.<br \/>\nWelche Zukunft erwarten wir noch, wenn junge Paare bei uns kaum noch Kinder<br \/>\nhaben wollen?<\/p>\n<p>&#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg!&#8220; Das Vertrauen ist wie ein<br \/>\nzerbrechliches Gef\u00e4\u00df. Wenn es erst einmal kaputt ist, ist es<br \/>\nschwer wieder zu reparieren. Das ist im Gro\u00dfen genau so wie im Kleinen:<br \/>\neinmal das Kind allein gelassen&#8230; einmal nicht Wort gehalten&#8230; einmal<br \/>\nan der Wahrheit vorbeigedr\u00fcckt&#8230; Vertrauen kann man leicht verspielen.<br \/>\nUnd entt\u00e4uschtes Vertrauen ist schwer wieder zu heilen. Wer das erlebt<br \/>\nhat, versteht sofort, was gemeint ist: &#8222;Werft euer Vertrauen nicht<br \/>\nweg!&#8220;<\/p>\n<p>Das ist mehr als eine Ermahnung. Das ist eine werbende Liebeserkl\u00e4rung.<br \/>\nWegwerfen kann ich doch nur etwas, was ich noch habe. So h\u00f6re ich<br \/>\nden Satz eher ermutigend, einladend: &#8222;Besinnt euch doch auf das,<br \/>\nwas ihr habt, auf euer gr\u00f6\u00dftes \u0082Kapital&#8216; als christliche<br \/>\nGemeinde! Besinnt euch auf das Grundvertrauen, das euch h\u00e4lt und<br \/>\ntr\u00e4gt!&#8220; Vertrauen ist ein anderes Wort f\u00fcr Glauben. Wer<br \/>\nsonst, wenn nicht wir, verstehen etwas davon! Wir bem\u00fchen uns, einander<br \/>\nzu vertrauen, weil wir erlebt haben, dass Gott vertrauensw\u00fcrdiger<br \/>\nGrund unseres Lebens ist!<\/p>\n<p>Wie stark diese Erwartung an die Kirche auch heute noch ist, merkt jeder,<br \/>\nder im Auftrag der Gemeinde Besuche macht. Ich bin immer wieder erstaunt<br \/>\nund besch\u00e4mt, wie bereitwillig mir die T\u00fcren ge\u00f6ffnet werden,<br \/>\nwenn ich irgendwo anklopfe oder klingele und sage: &#8222;Guten Tag, ich<br \/>\nbin Pastor\/Pastorin&#8230;, ich komme von der Kirchengemeinde&#8230;&#8220; Viele<br \/>\nMenschen bringen uns nach wie vor einen gro\u00dfen Vertrauensvorschuss<br \/>\nentgegen, den wir nicht hoch genug sch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir Christen in einer Gesellschaft, der das Vertrauen verloren<br \/>\nzu gehen droht, &#8222;Anw\u00e4lte des Vertrauens&#8220; werden? K\u00f6nnen<br \/>\nwir anderen helfen, ihr Vertrauen wiederzufinden &#8211; das Vertrauen zueinander;<br \/>\ndas Vertrauen in das Leben; das Vertrauen zu Gott?<\/p>\n<p>Ich denke, ja. Das setzt allerdings voraus, dass wir uns selber ehrlich<br \/>\nfragen: Wie steht es um unser Vertrauen, wie steht es um unseren Glauben?<br \/>\nDer Hebr\u00e4erbrief l\u00e4dt uns ein, uns auf die Grundlage des Glaubens<br \/>\nzu besinnen, auf das Vertrauen in Gottes Zusage: &#8222;Ich meine es gut<br \/>\nmit euch und mit der Welt! Ich will, dass ihr lebt. Darum lasse ich euch<br \/>\nnicht allein und gehe mit euch auf allen euern Wegen. Darum gebe ich euch<br \/>\nWegweisung, Orientierung; meine Gebote. Ich trage euch durch Dunkelheit<br \/>\nund Leid und f\u00fchre euch durch alle Todesangst zum Leben.&#8220; Werft<br \/>\neuer Vertrauen nicht weg!<\/p>\n<p>Dieses Grundvertrauen wird nirgendwo so deutlich wie im Leben und Sterben<br \/>\nJesu Christi. Sein Kreuz steht f\u00fcr alle Angst und Schuld, f\u00fcr<br \/>\nalles Leid und alle Gottverlassenheit dieser Welt. Die Botschaft von seiner<br \/>\nAuferstehung ist das Bekenntnis zu dem Gott des Lebens, der unser Vertrauen<br \/>\nverdient, allen dunklen und schweren Erfahrungen zum Trotz. &#8222;Ich<br \/>\nbin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, der wird leben,<br \/>\nauch wenn er stirbt!&#8220; Das Evangelium hat diesen Ton deutlich anklingen<br \/>\nlassen. Ostern mitten im September!<\/p>\n<p>Solch ein Vertrauen ist kein erreichbarer Zustand; kein Besitz, den man<br \/>\nhaben und festhalten kann. Glauben, Vertrauen, das ist ein Prozess, ein<br \/>\nUnterwegssein. Vertrauen, das muss ich ausprobieren, das muss ich leben.<br \/>\nDann werde ich die Kraft sp\u00fcren, die davon ausgeht. Dass ich gerade<br \/>\nauch dann glauben darf, wenn ich schwach bin; wenn ich versage und schuldig<br \/>\nwerde; wenn ich zweifele und nicht weiter wei\u00df: darin liegt die<br \/>\nSt\u00e4rke unseres Glaubens. Das macht die Gemeinschaft der Glaubenden<br \/>\nstark. Darauf wollen wir uns immer neu besinnen und unser Vertrauen nicht<br \/>\nleichtfertig wegwerfen.<\/p>\n<p>Zwei hilfreiche Stichworte gibt uns der Hebr\u00e4erbrief noch an die<br \/>\nHand:<\/p>\n<p>1. Geduld habt ihr n\u00f6tig! Vertrauen kann man nicht verordnen, das<br \/>\nmuss wachsen. Und das geht manchmal nur sehr langsam. Viele Versuche,<br \/>\nviele vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen sind n\u00f6tig, bevor Menschen,<br \/>\ndie sich misstrauisch gegen\u00fcberstehen, wieder aufeinander zu gehen.<\/p>\n<p>Ich denke an eine Konfliktberatung. Die Situation war v\u00f6llig verfahren.<br \/>\nEiner traute dem andern nicht \u00fcber den Weg. Erst nach vielen Gespr\u00e4chen<br \/>\nund nachdem wir miteinander die H\u00e4nde gefaltet hatten, konnten sich<br \/>\ndie Kontrahenten wieder in die Augen schauen und sich die Hand reichen.<br \/>\nGeduld habt ihr n\u00f6tig&#8230;<\/p>\n<p>Oder ich denke an manche Kinderbibelwoche oder Jugendfreizeit: was f\u00fcr<br \/>\neine Freude und Ermutigung mitzuerleben, wie da auf einmal ein Raum des<br \/>\nVertrauens entsteht! Gemeinsam singen und beten, h\u00f6ren und spielen;<br \/>\neinander annehmen und kritisch begleiten im Geiste Jesu, das schafft den<br \/>\nN\u00e4hrboden f\u00fcr Vertrauen, f\u00fcr Glauben. Wir tun gut daran,<br \/>\nden Samen daf\u00fcr sorgf\u00e4ltig in das Leben unserer Kinder und Jugendlichen<br \/>\neinzupflanzen! Manchmal merken wir erst Jahre sp\u00e4ter, wo die Saat<br \/>\naufgeht. Geduld habt ihr n\u00f6tig&#8230;<\/p>\n<p>2. Bei allem Vertrauen geht es darum, &#8222;Gottes Willen zu tun&#8220;.<br \/>\nDer Glaube, das Vertrauen zu Gott macht uns nicht zu passiv Wartenden,<br \/>\nsondern zu T\u00e4tern des Wortes. Glaube will praktisch gelebt werden<br \/>\n&#8211; in unserm kirchlichen und politischen Alltag. Wer sich selber von Gott<br \/>\ngetragen wei\u00df, der kann auch andern Vertrauen entgegenbringen. Ich<br \/>\nsehe eine wichtige Aufgabe der christlichen Gemeinde darin, verschiedenen<br \/>\nMenschen und Gruppen unserer Gesellschaft zusammen zu f\u00fchren, damit<br \/>\nsie wieder miteinander reden, Vorurteile \u00fcberwinden und gegenseitige<br \/>\nAchtung voreinander lernen.<\/p>\n<p>&#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg!&#8230;Denn wir geh\u00f6ren zu denen,<br \/>\ndie glauben und die Seele erretten.&#8220; So schlie\u00dfen die Zeilen<br \/>\ndes Predigtabschnitts. Als christliche Gemeinde k\u00f6nnen wir viel dazu<br \/>\ntun, verlorengegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen, indem wir untereinander<br \/>\nVertrauen pflegen und nach au\u00dfen vertrauensw\u00fcrdig sind. Das<br \/>\nist ein hohes Gut. Die Kirche, jede Gemeinde, wir alle tun gut daran,<br \/>\nsehr sorgf\u00e4ltig damit umzugehen, damit niemand sein Vertrauen wegwerfen<br \/>\nmuss. Das ist unsere St\u00e4rke als christliche Gemeinde, mit der wir<br \/>\nder weit verbreiteten Hilf- und Ratlosigkeit in unserer Gesellschaft zuversichtlich<br \/>\nentgegen treten k\u00f6nnen. Die Menschen warten darauf, dass ihnen jemand<br \/>\nhilft, &#8222;ihre Seele zu retten&#8220;, sich selbst wiederzufinden im<br \/>\nVertrauen auf Gott. Auch und gerade in Zeiten, in denen Drohgeb\u00e4rden,<br \/>\nGewalt und Zurschaustellung von Macht den Ton angeben und jegliches Vertrauen<br \/>\nschon im Keim ersticken. Darum: &#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg!&#8220;<br \/>\nWir sind es der Welt schuldig.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Hans-Hermann Jantzen, Landessuperintendent in L\u00fcneburg<br \/>\nHasenburger Weg 67, 21335 L\u00fcneburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Hans-Hermann.Jantzen@evlka.de\">E-Mail: Hans-Hermann.Jantzen@evlka.de<\/a><\/b><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=020915-1.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16. Sonntag nach Trinitatis | 15. September 2002 | Hebr\u00e4er 10,35f.39 | Hans-Hermann Jantzen | &#8222;Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat. Geduld aber habt ihr n\u00f6tig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verhei\u00dfene empfangt. 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