{"id":9158,"date":"2002-09-07T19:50:02","date_gmt":"2002-09-07T17:50:02","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9158"},"modified":"2025-04-11T14:48:57","modified_gmt":"2025-04-11T12:48:57","slug":"epheser-5-15-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/epheser-5-15-21\/","title":{"rendered":"Epheser 5, 15-21"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #000099;\">18. Sonntag nach Trinitatis | 29. September 2002 | Epheser 5,15-21 | Petra Savvidis |<\/span><\/h3>\n<p>15 So seht nun sorgf\u00e4ltig darauf, wie ihr euer Leben f\u00fchrt,<br \/>\nnicht als Unweise, sondern als Weise,<br \/>\n16 und kauft die Zeit aus; denn es ist b\u00f6se Zeit.<br \/>\n17 Darum werdet nicht unverst\u00e4ndig, sondern versteht, was der Wille<br \/>\ndes Herrn ist.<br \/>\n18 Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt,<\/p>\n<p>sondern lasst euch vom Geist erf\u00fcllen.<br \/>\n19 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobges\u00e4ngen und geistlichen<br \/>\nLiedern,<br \/>\nsingt und spielt dem Herrn in eurem Herzen<br \/>\n20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit f\u00fcr alles, im Namen unseres<br \/>\nHerrn Jesus Christus.<br \/>\n21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.<\/p>\n<p>Das ist ern\u00fcchternd. Das h\u00f6rt sich an, als sollten Christen<br \/>\nn\u00fcchtern und ordentlich durchs Leben gehen, als w\u00e4ren ihre einzige<br \/>\nFreude die Psalmen und geistlichen Lieder. Von wegen Weinlaube und Bierwagen<br \/>\nauf dem Gemeindefest! (Das wurde gerade ausgiebig gefeiert)<br \/>\nDa schwingen Entsagung und Verzicht mit.<br \/>\nDas h\u00f6rt sich nach freudloser Di\u00e4t an. &#8222;Du darfst&#8220;<br \/>\nund &#8222;du darfst nicht&#8220;.<br \/>\nEine christliche Di\u00e4t, eine Di\u00e4t f\u00fcr Menschen, die getauft<br \/>\nsind und zur Gemeinde geh\u00f6ren und Gottesdienste feiern und tagt\u00e4glich<br \/>\nversuchen, als Christen zu leben.<\/p>\n<p>Di\u00e4t, das klingt verlockend f\u00fcr die, die immer nach neuen Methoden<br \/>\nsuchen, \u00dcberfl\u00fcssiges zu verlieren. Das klingt vern\u00fcnftig<br \/>\nf\u00fcr die, die Di\u00e4t halten m\u00fcssen, weil die Gesundheit es<br \/>\nerfordert. Das klingt erschreckend f\u00fcr die, die sich schon oft abgem\u00fcht<br \/>\nhaben, und zwar vergeblich, ihrem Idealzustand nahezukommen, das klingt<br \/>\nauch erschreckend f\u00fcr alle die, die gern und ausgiebig essen und<br \/>\ntrinken und das einfach genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Um das Essen und Trinken ging es eben in der Epistellesung. (R\u00f6m<br \/>\n14) Wissen Sie noch?<br \/>\n&#8222;Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken,<br \/>\nsondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist.&#8220;<\/p>\n<p>O.k. sagen Sie, aber warum geht nicht beides?<\/p>\n<p>Ich lasse den Predigttext noch einmal zu Wort kommen. Heute und hier,<br \/>\nals Brief an uns und unsere Gemeinde. Und dazu nehme ich noch ein paar<br \/>\nVerse aus dem Zusammenhang mit:<\/p>\n<p>Liebe getauften Christen, liebe Tauffamilie! (an dem Sonntag wird ein<br \/>\nKind getauft)<\/p>\n<p>Menschen im Licht seid ihr, Kinder Gottes.<br \/>\nIhr seid getauft, und das hei\u00dft, dass ihr zu Gott geh\u00f6rt und<br \/>\nin der Liebe lebt, die er schenkt.<br \/>\nMenschen im Licht seid ihr.<br \/>\nUnd ihr wisst, dass alles scharfe Konturen gewinnt, wenn es ins Licht<br \/>\ngestellt wird.<br \/>\nIhr seid von Gott herausgeholt worden aus der Grauzone, und steht vor<br \/>\nihm klar und deutlich als Menschen, die er in seiner Gemeinde sammelt.<br \/>\nSo sehe ich euch an:<br \/>\nAls geliebte Kinder Gottes, als Kinder des Lichts.<br \/>\nUnd von diesem Licht her hat euer Leben an Gestalt, an Klarheit, an Perspektive<br \/>\ngewonnen.<br \/>\nBleibt in diesem Licht und jagt nicht jedem Schatten nach.<\/p>\n<p>Gebt auf euch acht und passt auf, dass ihr euer Leben nicht vergeudet,<\/p>\n<p>sondern dass ihr als Menschen lebt, die begriffen haben, worauf es ankommt.<\/p>\n<p>Besinnt euch auf das, was ihr als wirklich wichtig erfahren habt.<br \/>\nSeht euch selbst an als geliebte Kinder Gottes und lebt danach, mit euch<br \/>\nselbst und mit anderen.<br \/>\nSeid weise. Weise in gutem Sinn, nicht besserwisserisch,<br \/>\nsondern so, dass ihr wisst, was zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu<br \/>\nsagen und zu tun ist.<br \/>\nGottes Gebote weisen euch den Weg.<\/p>\n<p>Nutzt die Zeit, macht sie euch zueigen, begreift sie als Zeit, die euch<br \/>\ngeschenkt ist,<br \/>\nund f\u00fcllt sie mit den Dingen, die f\u00fcr euch als Kinder Gottes<br \/>\nwirklich z\u00e4hlen.<br \/>\nEs wird euch schwer gemacht, vieles steht dagegen in euren schnellen,<br \/>\nunbarmherzigen Zeiten.<br \/>\nDa lockt manches Fast-Food-Angebot und macht Appetit auf kleine H\u00e4ppchen<br \/>\nzwischendurch.<br \/>\nDie machen aber nicht satt, sondern nur dick.<br \/>\nSie versorgen euch nicht mit dem, was ihr braucht, sie verstopfen euch.<\/p>\n<p>Lasst euch erf\u00fcllen vom Geist Gottes.<br \/>\nBerauscht euch an seiner Liebe, lasst euch bewegen von seiner Kraft.<br \/>\nGebt euch nicht mit weniger zufrieden.<br \/>\nLasst euch nicht abspeisen von anderen Geistern eurer Zeit.<br \/>\nGetauft seid ihr. Kinder des Lichts seid ihr. Davon lebt ihr.<br \/>\nGeht sorgsam um mit euch, denn Gott tut das auch.<\/p>\n<p>Gebt acht aufeinander, denn ihr geh\u00f6rt als Gottes Gemeinde zusammen.<br \/>\nIhr braucht euch gegenseitig.<br \/>\nIhr seid heute hier im Gottesdienst, ihr haltet Andacht und feiert Feste,<\/p>\n<p>kommt zusammen und sucht Gespr\u00e4ch und Stille.<br \/>\nDie Lieder, die Orgelmusik, die Psalmen, die ihr miteinander betet,<br \/>\nsie alle erz\u00e4hlen euch von Gott und dem, was er schenkt,<br \/>\nund geben euch Kraft und Mut und Geduld miteinander und f\u00fcreinander.<\/p>\n<p>Ihr lebt in Zeiten mit dichtem Terminkalender.<br \/>\nSorgt daf\u00fcr, dass ihr euch diese Atempausen g\u00f6nnt,<br \/>\num innehalten, zur Ruhe zu finden<br \/>\nund das zu feiern und zu besingen, was euch antreibt,<br \/>\nund das vor Gott zu bringen, was euch auf der Seele liegt.<br \/>\nSpielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit<br \/>\nf\u00fcr alles.<\/p>\n<p>So sammelt ihr euch, so bleibt ihr bei Kr\u00e4ften, so bleibt ihr im<br \/>\nLicht, in das Gott euch gestellt hat.<br \/>\nEr gab euch ja die F\u00fclle, von der ihr lebt. Versch\u00fcttet das<br \/>\nnicht, verschleudert das nicht..<br \/>\nLasst euch erf\u00fcllen vom Geist Gottes, der alles umfasst,<br \/>\nwas euch lebendig h\u00e4lt als Kinder Gottes in seiner Liebe.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<br \/>\nWas nach Verzicht und Entsagung klingt in diesem Text, redet doch von<br \/>\nder F\u00fclle Gottes<br \/>\nund gelingendem Leben in seiner N\u00e4he.<\/p>\n<p>Als Kinder Gottes sind wir wachger\u00fcttelt und gehen aufmerksam durch<br \/>\ndie Welt.<br \/>\nErn\u00fcchtert von manchem, was wir sehen, vielleicht, aber nicht ohne<br \/>\nHoffnung.<br \/>\nWir leben mit einem Fu\u00df in Gottes Zeit, die Ewigkeit hei\u00dft,<\/p>\n<p>und warten auf die Erf\u00fcllung seines Reiches in Frieden und Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Die Freude darauf und die Gewissheit, dass Gott F\u00fclle f\u00fcr alle<br \/>\nWelt will,<br \/>\ntreibt an und h\u00e4lt in Bewegung.<br \/>\nDer Geist Gottes helfe uns dabei, beherzt zu leben, mit uns und f\u00fcr<br \/>\nandere.<br \/>\nMit Liedern auf den Lippen, mit dem Empfinden, alle Zeit der Welt zu haben,<\/p>\n<p>in der fr\u00f6hlichen Gelassenheit der Kinder Gottes.<br \/>\nAmen.<\/p>\n<p>Lied: Du schenkst uns Zeit, EG f\u00fcr Bayern und Th\u00fcringen, 592<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Dr. Petra Savvidis<br \/>\nZum Vulting 13 a<br \/>\n59514 Welver<br \/>\n<a href=\"mailto:savvidisp@hotmail.com\">e-mail: savvidisp@hotmail.com<\/a><\/b><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=020929-1.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18. 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