{"id":9211,"date":"2002-04-07T19:50:00","date_gmt":"2002-04-07T17:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9211"},"modified":"2025-04-22T13:31:04","modified_gmt":"2025-04-22T11:31:04","slug":"exodus-20-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/exodus-20-4\/","title":{"rendered":"Exodus 20,16"},"content":{"rendered":"<h3>Predigtreihe zum Dekalog \u2013 Reflexion zum 8. Gebot | April 2002 | Exodus 20,16 | Michael Plathow |<\/h3>\n<p><b>Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen N\u00e4chsten.<\/b><\/p>\n<p><b>M.Luthers Erkl\u00e4rung im Kleinen Katechismus:<\/b><\/p>\n<p>Wir sollen Gott f\u00fcrchten und lieben,<br \/>\ndass wir unsern N\u00e4chsten<br \/>\nnicht bel\u00fcgen, verraten, verleumden<br \/>\noder ins Gerede bringen,<br \/>\nsondern<br \/>\nsollen ihn entschuldigen,<br \/>\nGutes von ihm reden<br \/>\nund alles zum Besten kehren.<\/p>\n<p><b>Einige Bibeltexte:<\/b><\/p>\n<p>Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen N\u00e4chsten. (Ex<br \/>\n20,16)<\/p>\n<p>Die Hohenpriester aber und der ganze Rat suchten falsches Zeugnis wider<br \/>\nJesus, um ihm zum Tode zu bringen und sie fanden keins, obgleich viele<br \/>\nfalschen Zeugen herzu kamen. Doch zuletzt kamen zwei und sagten aus: Dieser<br \/>\nhat gesagt: ich kann den Tempel Gottes zerst\u00f6ren und nach drei Tagen<br \/>\naufbauen. Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest<br \/>\ndu nichts auf das, was diese wider dich zeugen? Jesus aber schwieg. (Mt<br \/>\n25, 59ff)<\/p>\n<p>Siehe, auch die Schiffe, die so gro\u00df sind und von heftigen Winden<br \/>\ngetrieben werden, sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder geleitet,<br \/>\nwohin die Absicht des Steuernden will. So ist auch die Zunge ein kleines<br \/>\nGlied und r\u00fchmt sich gro\u00dfer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer,<br \/>\nwas f\u00fcr einen gro\u00dfen Wald z\u00fcndet es an! Auch die Zunge<br \/>\nist ein Feuer. Als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge<br \/>\nunter unseren Gliedern, sie, die den ganzen Leib befleckt und den Kreis<br \/>\ndes Lebens in Brand steckt und von der H\u00f6lle in Brand gesteckt wird.<br \/>\nDenn jede Kreatur, wilde Tiere wie V\u00f6gel, Kriechende wie Meertiere,<br \/>\nwird gez\u00e4hmt von der menschlichen Kreatur; die Zunge aber kann kein<br \/>\nMensch z\u00e4hmen. Sie ist ein ruheloses \u00dcbel voll t\u00f6dlichen<br \/>\nGifts; mit ihr preisen wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen<br \/>\nwir die Menschen, die nach dem Bilde Gottes geschaffen sind. Aus demselben<br \/>\nMunde geht Preis und Fluch hervor. Das soll, mein Bruder, nicht so sein.<br \/>\n(Jak 3,4ff)<\/p>\n<p>Nach <b>M.Luther <\/b>sch\u00fctzt das 8.Gebot &#8222;die Ehre des N\u00e4chsten.<br \/>\na) Im Alten Testament bezog es sich auf den Zeugen (und den Richter) im<br \/>\n\u00f6ffentlichen Proze\u00df. b) In seinem geistliche Sinn umspannt<br \/>\nes auch den guten Streit f\u00fcr die Wahrheit des Evangeliums. c) Es<br \/>\nist zugleich auszuweiten auf &#8222;alle Sunde der Zungen, dadurch man<br \/>\nden N\u00e4chsten mag Schaden tuen oder zu nahe sein&#8220; (Albrecht Peters,<br \/>\nKommentar zu Luthers Katechismus, Bd I, G\u00f6ttingen 1990, 282).<br \/>\nIn &#8222;Eine einf\u00e4ltige Weise zu beten f\u00fcr einen guten Freund&#8220;<br \/>\n(1535), wo Luther die Gebote als &#8222;vierfach gedrehtes Kr\u00e4nzlein&#8220;,<br \/>\neben als Lehre, Danksagung, Beichte und Gebet , entfaltet, schreibt er:<br \/>\n&#8222;Das achte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis etc. Das lehrt erstlich<br \/>\nund wahrhaftig untereinander sein und allerlei L\u00fcgen und Verleumdung<br \/>\nmeiden, gern das beste von andern reden und h\u00f6ren, und ist damit<br \/>\nunserm guten Ruf und Unbescholtenheit eine Mauer und Schutz gestiftet<br \/>\nwider b\u00f6se M\u00e4uler und falsche Zungen, welche auch Gott nicht<br \/>\nungestraft l\u00e4sst, wie von andern Geboten gesagt.<\/p>\n<p>Das sollen wir ihm danken, beide, f\u00fcr die Lehre und Schutz, die<br \/>\ner uns so gn\u00e4dig hiermit gibt.<br \/>\nUnd zum dritten beichten und Gnade begehren, dass wir unser Lebtag so<br \/>\nundankbar und s\u00fcndig zugebracht haben mit L\u00fcgen, falschen, b\u00f6sen<br \/>\nM\u00e4ulern wider unsern N\u00e4chsten, dem wir doch schuldig sind Rettung<br \/>\naller seiner Ehre und Unschuld, wie wirs selbst gern h\u00e4tten.<br \/>\nZum vierten bitten wir um Hilfe, solch Gebot hinfort zu halten, und um<br \/>\neine heilende Zunge etc.&#8220; (WA 38. 372, 3-15).<\/p>\n<p><b>Ignatius<\/b>, ex spir. 22 : &#8220; Jeder gute Christ mu\u00df mehr<br \/>\ndazu bereit sein, die Aussage des N\u00e4chsten f\u00fcr glaubw\u00fcrdig<br \/>\nzu halten, als sie zu verurteilen. Vermag er sie nicht zu rechtfertigen,<br \/>\nso forsche er nach, wie jeder sie versteht; versteht jener sie aber in<br \/>\n\u00fcblem Sinn, so verbessere er ihn mit Liebe; und wenn das nicht gen\u00fcgt,<br \/>\nso suche er nach allen angemessenen Mitteln, damit jener zu ihrem richtigen<br \/>\nVerst\u00e4ndnis gelange und so sich rette&#8220;.<\/p>\n<p>Horst <b>Opaschowski<\/b>, &#8222;Wir werden es erleben. Zehn Zukunftstrends<br \/>\nf\u00fcr unser Leben von morgen, Darmstadt 2002, 266: das 8.Gebot f\u00fcr<br \/>\ndas 21. Jahrhundert &#8222;Du allein kannst es &#8211; aber du kannst es nicht<br \/>\nallein: Hilf anderen, damit auch die geholfen wird&#8220;.<\/p>\n<p><b>Sprechen und Schweigen repr\u00e4sentiert und schafft Wirklichkeit.<\/b><\/p>\n<p>Sprechen und Schweigen kennzeichnet die Begegnungen und die Kommunikation<br \/>\nder Menschen miteinander. Und die Sprache zeichnet den Menschen aus. Im<br \/>\nSprechen und Schweigen zeigt sich, was f\u00fcr ein Mensch jemand ist;<br \/>\ndenn &#8222;wes das Herz voll, des geht der Mund \u00fcber&#8220;. Zugleich<br \/>\nschafft und zerst\u00f6rt Sprechen und Schweigen menschliche Beziehungen,<br \/>\nerhellt, erstellt und verdunkelt , verwirkt Wirklichkeit. Die <b>weisheitlichen<br \/>\nSprichw\u00f6rter <\/b>als in Worte geronnene Erfahrungen der Menschen<br \/>\nvieler Generationen zum <b>Reden mit, f\u00fcr und \u00fcber den N\u00e4chsten<br \/>\n<\/b>lehren dies einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft, in<br \/>\nder einerseits die Worte in Gesetzgebung und Vertr\u00e4gen, in politischen<br \/>\nBotschaften und in der Werbung hohe semantische und pragmatische Bedeutung<br \/>\nhaben, andererseits ein Gewirr von Wortschwall auf die Menschen herabst\u00fcrzt<br \/>\nund so mancher in die Informationsfalle abdriftet.<\/p>\n<p>&#8222;Achte nicht auf alles, was geredet wird&#8220; (Prov 7, 22). Die<br \/>\nLippen der Schw\u00e4tzer reden, was sie nicht angeht; auch findet weniger<br \/>\ndie Kraft der Worte als der \u00e4u\u00dfere Status eines Redners Beachtung:<br \/>\n&#8222;Redet ein Reicher, so schweigen alle und erheben seine Worte bis<br \/>\nin die Wolken; doch redet der Arme, so hei\u00dft\u00b4s: &#8222;Wer<br \/>\nist der?&#8220; und st\u00f6\u00dft er an, so bringt man ihn vollends<br \/>\nzu Fall&#8220; (Sir 13, 22f).<\/p>\n<p>Worte t\u00f6ten und machen lebendig. &#8222;Das Geschw\u00e4tz des viel<br \/>\nSchw\u00f6renden macht die Haare sich str\u00e4uben, und vor ihrem Gez\u00e4nk<br \/>\nh\u00e4lt man sich die Ohren zu. Zu Blutvergie\u00dfen f\u00fchrt der<br \/>\nStreit der \u00dcberm\u00fctigen und ihre Schm\u00e4hreden sind widerw\u00e4rtig<br \/>\nanzuh\u00f6ren&#8220; (Sir 27, 12-14). &#8222;K\u00f6stliches Silber aber<br \/>\nist die Rede des Frommen&#8220; (Prov 10, 20); er redet friedsam mit dem<br \/>\nN\u00e4chsten (Jer 9, 8), verstehend und vertrauend, u.zw. &#8222;von Mund<br \/>\nzu Mund&#8220; (Jer 32, 4).<\/p>\n<p>In diesem Sinn mahnt der Kolosserbrief (4, 6) :&#8220;Eure Rede sei allezeit<br \/>\nlieblich, mit Salz gew\u00fcrzt&#8220; und die Bergpredigt: &#8222;Deine<br \/>\nRede sei Ja, Ja und Nein, Nein!&#8220; (Mt 5, 37).<\/p>\n<p>Vor dem Vielredner wird gewarnt (Prov 20,19) wie vor dem &#8222;mit glatter<br \/>\nZunge und mit doppeltem Herzen&#8220; (Ps 12, 3); seine &#8222;kr\u00e4nkende<br \/>\nRede erregt Zorn&#8220; (Prov 15,1); sie &#8222;kommt dem Tod gleich&#8220;<br \/>\n(Sir 23, 12), sie f\u00fchrt in den Tod. In der Bergpredigt erfahren diese<br \/>\nSpruchweisheiten ihre Versch\u00e4rfung: &#8222;Wer zu seinem Bruder sagt:<br \/>\nRaka! soll dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Tor! soll der<br \/>\nH\u00f6lle mit ihrem Feuer verfallen sein&#8220; (Mt 5, 22).<\/p>\n<p>Angesichts des Stimmengewirrs und des Wortstreits denkt der Psalmist:<br \/>\n&#8222;Ich schweige, um nicht unbesonnen zu reden&#8220;. Er h\u00fcllt<br \/>\nsich in Schweigen, denn &#8222;Reden ist Silber, Schweigen ist Gold&#8220;.<br \/>\nAber da ist auch das schuldhafte Schweigen, ein Totschweigen, so dass<br \/>\nder &#8222;Rest Schweigen ist&#8220;.<\/p>\n<p>Es gibt ebenso das prophetische Schweigen, ein beredtes Schweigen. Jesus<br \/>\nverharrte im Schweigen, als er vor dem Hohenpriester stand; er antwortete<br \/>\nerst auf die ihn in seiner Identit\u00e4t als Gottessohn betreffenden<br \/>\nFrage (Mt 14, 62). Jesus schwieg auch angesichts der letztg\u00fcltigen<br \/>\nRichterspr\u00fcche \u00fcber die Ehebrecherin, um dann f\u00fcr sie zu<br \/>\nreden: &#8222;Wer unter euch ohne S\u00fcnde ist, der werfe den ersten<br \/>\nStein&#8220; (Joh 8, 7). So sprach Jesus f\u00fcr seine Henker am Kreuz:<br \/>\n&#8222;Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun&#8220; (Lk<br \/>\n23, 34); so tritt der Geist Gottes f\u00fcr uns ein mit unaussprechlichem<br \/>\nSeufzen, wenn wir sprachlos geworden sind (R\u00f6m 8, 28).<\/p>\n<p>&#8222;Reden hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit (Pr 3, 7). Worte<br \/>\nt\u00f6ten und machen lebendig; Schweigen kann t\u00f6ten und reden. Dabei<br \/>\nerweist sich Mt 18, 15ff als biblisches Modell f\u00fcr den Umgang mit<br \/>\nKonflikten etwa durch Zungens\u00fcnden.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr das Reden und Schweigen gilt schlie\u00dflich die &#8222;goldene<br \/>\nRegel&#8220;: &#8222;Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen,<br \/>\ndas tut ihnen auch&#8220; (Mt 7, 12).<\/p>\n<p>H. Lamparter hat in &#8222;Das Buch der Weisheit, Prediger und Spr\u00fcche.<br \/>\nDie Botschaft des Alten Testaments, Bd 16 I, 1975 (3), 276 ff sechs Aspekte<br \/>\nzusammengestellt f\u00fcr den richtigen Wortgebrauch:<br \/>\n1. Der gute Ruf &#8211; &#8222;k\u00f6stlicher als Reichtum&#8220;.<br \/>\n2. Der Frevel der Verleumdung &#8211; &#8222;eine Torheit, aus Ha\u00df geboren&#8220;.<br \/>\n3. Die Verdrehung des Rechtes &#8211; der falsch Zeuge ist &#8222;wie ein Streithammer,<br \/>\nSchwert und scharfer Pfeil&#8220;.<br \/>\n4. Das Schwert der Zunge. &#8222;Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt&#8220;.<br \/>\n5. Die Zucht der Rede. &#8222;Wer seine Zunge h\u00fctet, bewahrt sein<br \/>\nLeben&#8220;.<br \/>\n6. Das helfende Wort. &#8222;Ein Mund, der Vern\u00fcnftiges redet, ist<br \/>\nein edles Klei-<br \/>\nnod&#8220;.<br \/>\n(Nach: Theo Sorg (Hg.): Dekalog heute, Stuttgart 1979, 119)<\/p>\n<p>Im Alten und Neuen Testament wird das 8. Gebot weiter im <b>prozessrechtlichen<br \/>\nSinn <\/b>verstanden. M. Buber \u00fcbersetzt dieses Gebot: &#8222;Sei nicht<br \/>\nim Gefolge einer Mehrheit zum B\u00f6sen. Stimme im Streitfall nicht so,<br \/>\ndich zu beugen als Gefolg der Mehrheit und so zu biegen&#8220;. So setzt<br \/>\netwa Absalom Afterrede und Meineid von L\u00fcgenzeugen ein, um an die<br \/>\nMacht zu kommen (2.Sam 15); der K\u00f6nig Ahab scheut vor dem inszenierten<br \/>\nJustizmord nicht zur\u00fcck, um an Nabods Weinberg zu kommen (1.K\u00f6n<br \/>\n21). Im Neuen Testament sagen falsche Zeugen gegen Jesus aus (Mt 25, 59ff).<br \/>\nImmer wieder lassen sich L\u00fcgenzeugen finden, die Worte im Munde verdrehen<br \/>\noder Worte in den Mund legen und so Ehrabschneider und Rufm\u00f6rder<br \/>\nwerden, indem sie dem guten Ruf eines anderen schaden und seine Ehre beschmutzen<br \/>\noder zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich weisen die Zeugnisse des Alten und Neuen Testaments<br \/>\nimmer wieder auf die wahrheitsgem\u00e4\u00dfe <b>Rede von Gott in der<br \/>\nVerk\u00fcndigung und im Gotteslob<\/b>. &#8222;H\u00f6re, Israel, der Herr<br \/>\nist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott,<br \/>\nlieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft&#8220;<br \/>\n(Deut 6,4f). Die Propheten predigen darum die Umkehr zu Gott; doch die<br \/>\nGottesl\u00e4sterer &#8222;halten des Herrn Wort f\u00fcr Spott und wollen<br \/>\nes nicht haben&#8220; (Jer 6,10). Gott aber, der sich dem Moses vorstellte<br \/>\nals der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs &#8222;Ich werde dasein f\u00fcr<br \/>\ndich als der ich dasein werde&#8220; (Ex 3,14), er ist der Erste und Letzte<br \/>\n(Jes 41,4), der Sch\u00f6pfer und Erl\u00f6ser (Jes 45, 18-25), der heilige<br \/>\nGott, dem das Gotteslob gilt (Jes 6,3). Jesus predigt das Reich Gottes,<br \/>\ndas angebrochen ist in seiner Verk\u00fcndigung des &#8222;gr\u00f6\u00dften<br \/>\nGebotes&#8220; (Mt 25, 37ff), in seinem Heilen und Hinwenden zu den Randmenschen,<br \/>\nin seiner Person, seiner Kreuzigung und Auferstehung am dritten Tag. Dieses<br \/>\nEvangelium wird als &#8222;Weg, Wahrheit und Leben&#8220; verk\u00fcndigt<br \/>\n(Joh 12, 46; 1.Kor 3,16) zum Heil der Menschen (R\u00f6m 1,16f; 1. Kor<br \/>\n15, 20). Lauter und wahrhaftig ist zu verk\u00fcndigen (2. Kor 2,17; 4,<br \/>\n1-6) : Jesus Christus, der Erste und der Letzte und der Lebendige (Offb<br \/>\n1, 17f; 22, 13), ihm sei Ehre in Ewigkeit (Phil 2, 10f; Offb 5, 12).<\/p>\n<p><b>Sprechen mit und zu Gott und Sprechen mit und f\u00fcr den N\u00e4chsten:<br \/>\nGott loben und den N\u00e4chsten segnen.<br \/>\n<\/b> Das 8. Gebot und das 2. Gebot sind als Freiheitsworte Gottes zum<br \/>\nLeben aufeinander bezogen. Wie Gotteserkenntnis und Erkenntnis des Menschen<br \/>\nin ihrer Unterschiedenheit aufeinander bezogen sind als &#8222;Sache der<br \/>\nTheologie&#8220;, so auch die Rede von Gott und dem Menschen. Dabei gr\u00fcndet<br \/>\ndie Rede von Gott im Reden mit Gott um nicht verobjektivierende Rede \u00fcber<br \/>\nGott zu werden, und das Reden vom Menschen im Reden mit dem Menschen,<br \/>\num nicht instrumentalisierendes Reden \u00fcber den Menschen zu werden.<br \/>\nEs geht um die Ehre Gottes und des Menschen.<br \/>\nDas 8. Gebot gibt <b>Weisungen auf drei Beziehungsebenen mit dem N\u00e4chsten<\/b>:<\/p>\n<p>1. f\u00fcr die Rede in prozessualen \u00d6ffentlichkeiten: Gericht, Politik,<br \/>\nMedien;<br \/>\n2. f\u00fcr die private und \u00f6ffentliche Rede von Gott: Verk\u00fcndigung,<br \/>\nGotteslob;<br \/>\n3. f\u00fcr die Rede mit und f\u00fcr den N\u00e4chsten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Meditation<\/b><\/p>\n<p>Es wird erz\u00e4hlt, dass eine Frau die verleumderische Nachrede \u00fcber<br \/>\neine Nachbarin in fast 500 Briefen mit ihren Worten zur\u00fcckerhielt<br \/>\nnach nur einer Woche. Diese fast spielerisch anmutende Geste weist in<br \/>\nmaterialisierte Form auf die Wirkung von Verleumdungen, \u00fcblen Nachreden,<br \/>\nEhrabschneidungen. Paul Weber zeigt in seinem Bild &#8222;Ger\u00fccht&#8220;<br \/>\ndie krakenartige Gefangennahme von Menschen, Nachbarschaft und Mitwelt<br \/>\ndurch zerst\u00f6rerische Hintertragungen, beleidigende Herabsetzungen,<br \/>\nerlogene Denuntiationen. Wie der infizierende Pesthauch breitet sich das<br \/>\nGer\u00fccht totbringend aus. Worte k\u00f6nnen t\u00f6ten, indem sie<br \/>\nden Namen der Person &#8211; und damit den Menschen selbst &#8211; verletzen, ihm<br \/>\ndie Ehre rauben, ihn sozial isolieren und so wie Max Frischs &#8222;andorranischen<br \/>\nJuden&#8220; zum Es machen, zum instrumentalisierten, benutzten und vernutzten<br \/>\nObjekt ohne Menschenw\u00fcrde. Die S\u00fcnde manifestiert sich so f\u00fcr<br \/>\nK.Barth nicht nur als Hochmut und Tr\u00e4gheit, sondern auch als L\u00fcge<br \/>\n(KD IV 3), eben als Zungens\u00fcnde. Heilung schafft das pers\u00f6nliche<br \/>\nGespr\u00e4ch und das Wort der Vergebung.<\/p>\n<p>Worte k\u00f6nnen lebendig machen. Der freundliche Gru\u00df, die teilnehmende<br \/>\nBemerkung kann Beziehungen herstellen und Br\u00fccken bauen. Das empathische<br \/>\nGespr\u00e4ch kann neue Perspektiven er\u00f6ffnen; die zum besten kehrende<br \/>\nF\u00fcrsprache kann Hoffnung geben; das vergebende Wort schenkt Leben.<br \/>\nDas stellvertretende F\u00fcrsein, die F\u00fcrsprache und das Vergebungswort<br \/>\naber gestaltet sich als das &#8222;Lebensprinzip der christlichen Gemeinde&#8220;<br \/>\n(D. Bonhoeffer). Ja, Worte t\u00f6ten und machen lebendig.<\/p>\n<p>&#8222;Die Wahrheit darf man doch wohl sagen!&#8220;. &#8222;Was Recht ist,<br \/>\nmu\u00df Recht bleiben!&#8220;. Der trotzige Ton verr\u00e4t das Rechthaberische;<br \/>\ner ist auf den Splitter im Auge des anderen fixiert. Da wird gerichtet<br \/>\ngnadenloser und endg\u00fcltiger als Jesus je ein Urteil aussprach oder<br \/>\nGott den Richterspruch im ewigen Gericht nach seinem Erbarmen f\u00e4llen<br \/>\nwird. Da wird das &#8222;letzte&#8220; Gericht im Urteil \u00fcber einen<br \/>\nanderen vorweg genommen. Jesus schwieg, als selbst ernannte Richter die<br \/>\nEhebrecherin steinigen wollten; schlie\u00dflich sprach er:&#8220; Wer<br \/>\nunter euch ohne S\u00fcnde ist, der werfe den ersten Stein&#8220;. Wahrheit<br \/>\nund Liebe d\u00fcrfen beim Sprechen und Schweigen nicht auseinander fallen.<br \/>\nSo gibt es auch die tarnende Rede, weil die W\u00fcrde des Menschen unantastbar<br \/>\nist und das Leben eines anderen Menschen heilig.<\/p>\n<p>Schweigen ist gewi\u00df nicht immer Gold. Das versch\u00e4mte Wegsehen<br \/>\nvon den T\u00e4tern und den Opfern verhindert die Reinigung des Ged\u00e4chtnisses,<br \/>\ndas Verschweigen der Wahrheit die Ehrenrettung, die Reputation, die Wende<br \/>\nzum Guten f\u00fcr den N\u00e4chsten, d.h. zum Segen f\u00fcr ihn. Gutes<br \/>\nf\u00fcr einen anderen sagen, meint segnen.<\/p>\n<p>Es geht beim 8. Gebot um den verantwortlichen Gebrauch der Sprache.<br \/>\nRechtes Reden und rechtes Schweigen ist letztlich erm\u00f6glichtes Reden<br \/>\nund erm\u00f6glichtes Schweigen: von Gott erm\u00f6glichtes Reden und<br \/>\nSchweigen zur rechten Zeit. Der existentiell denkende Fr\u00f6mmigkeitstheologe<br \/>\nM. Luther hat vom biblisch-reformatorischen Ged\u00e4chtnis her folgendes<br \/>\nKriterium vor Augen: wie es in der Theologie um die richtige Gottes- und<br \/>\nMenschenerkenntnis geht, n\u00e4mlich dass der Mensch S\u00fcnder ist<br \/>\nund sein Leben vor Gott verwirkt, Gott aber ihn gn\u00e4dig rechtfertigt<br \/>\nund ihm Heiland ist in Jesus Christus, so wird Gott geehrt im preisenden<br \/>\nGotteslob und in der schriftgem\u00e4\u00dfen Rede von Gott und dem Menschen<br \/>\ndie Ehre gegeben im f\u00fcrsprechenden und segnenden Wort.<\/p>\n<p>1. Zun\u00e4chst geht es um die Rede in den prozessualen \u00d6ffentlichkeiten:<br \/>\nGericht, Politik, Medien; M. Luther nennt sie den weltlichen Bereich,<br \/>\nwo Werte als regulative Prinzipien geordneten und friedlichen Zusammenlebens<br \/>\nBeachtung finden.<\/p>\n<p>Im prozessrechtlichen Verfahren wendet sich das 8. Gebot gegen falsche<br \/>\nZeugenaussagen der L\u00fcgenzeugen, gegen Meineide, betr\u00fcgerische<br \/>\nAnschuldigungen, verlogene Ehrenworte, gekaufte Gef\u00e4lligkeitsgutachten.<br \/>\nDer Wert der Integrit\u00e4t und Wahrhaftigkeit des Zeugen und der Zeugenrede<br \/>\nerf\u00e4hrt hier Geltung. So kann das Gericht nach Recht und Gerechtigkeit<br \/>\nentscheiden.<\/p>\n<p>Im Blick auf das politisch verantwortliche Verhalten und Handeln wendet<br \/>\nsich das Gebot gegen &#8222;falsches Zeugnis geben&#8220; durch die Diskrepanz<br \/>\nvon \u00f6ffentlicher Verpflichtung der B\u00fcrger und privatem Verhalten<br \/>\npolitisch Verantwortlicher etwa bei Korruptionsskandalen, Parteienfilz,<br \/>\nVorteilserschleichung, abgekaterte Spiele, &#8222;Informelle Informanten&#8220;<br \/>\nund &#8222;Spitzel&#8220;, vors\u00e4tzlich gesch\u00f6nte W\u00e4hlerversprechen,<br \/>\nfalsche Informierung der \u00d6ffentlichkeit, Karrieresucht und Parteigehorsam<br \/>\nzum Nachteil des Allgemeinwohls und der Wertegemeinschaft. Die Werte von<br \/>\nGlaubw\u00fcrdigkeit und Echtheit als Zusammenklang von Reden und Tun,<br \/>\nSprechen und Leben finden hier Geltung. Politiker sollen verantwortungsvoll<br \/>\nmit ihrer Macht dem Allgemeinwohl dienen.<\/p>\n<p>Im Blick auf die Mediatisierung unserer Kommunikationsgesellschaft wendet<br \/>\nsich das Gebot gegen t\u00e4uschende Falschmeldungen, gelenkte Indiskretionen,<br \/>\npaparazzihaftes Blo\u00dfstellen der Privatsph\u00e4re und Verletzung<br \/>\nder Menschenw\u00fcrde; skandal\u00f6ses Aufbauschen um der Einschaltquoten<br \/>\noder Auflagenanteile willen, Manipulation von Worten und Bildern. Demgegen\u00fcber<br \/>\nsoll &#8211; mit der hohen Verantwortung, die durch die Presse- und Medienfreiheit<br \/>\ngegeben ist, durch exaktes Recherchieren umfassend und richtig informiert<br \/>\nwerden und Hilfe f\u00fcr einen eigenst\u00e4ndig verantworteten Meinungs-<br \/>\nund Urteilsbildungsproze\u00df gegeben werden f\u00fcr &#8222;m\u00fcndige<br \/>\nB\u00fcrger&#8220;. Es geht um den Wert der zuverl\u00e4ssigen Information.<\/p>\n<p>Das 8. Gebot gibt also Weisungen in die Freiheit f\u00fcr eine von Werten<br \/>\nwie Wahrhaftigkeit, Glaubw\u00fcrdigkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit getragenen<br \/>\nund bestimmten Gesellschaft &#8211; also auch f\u00fcr die Verantwortlichen<br \/>\nin Gemeinden und Kirchen.<\/p>\n<p>2. &#8222;Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unn\u00fctzlich<br \/>\nf\u00fchren&#8220; &#8211; mit diesem Gebot Gottes ist die Weisung &#8222;Du sollst<br \/>\nden Namen deines N\u00e4chsten nicht missbrauchen&#8220; verbunden. Ebenso<br \/>\nist das Gebot &#8222;Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen<br \/>\nN\u00e4chsten&#8220; nicht zu trennen von der Weisung &#8222;Du sollst nicht<br \/>\nfalsch reden von und \u00fcber Gott&#8220;., d.h. Gott verspottend, Gott<br \/>\n&#8211; etwa politisch &#8211; instrumentalisierend, \u00fcber Gott als einem Objekt<br \/>\nverf\u00fcgend und so Gott l\u00e4sternd. Sowohl im Gebet und Lobpreis<br \/>\nzu und mit Gott als auch in der reflektierten Rede von Gott sprechen wir<br \/>\nmit menschlichen W\u00f6rtern analog und metaphorisch die Gottesrede.<br \/>\nWie Gottes- und N\u00e4chstenliebe in ihrer Unterschiedenheit nicht von<br \/>\neinander zu trennen sind, so auch das Reden mit und von Gott und das Reden<br \/>\nmit und f\u00fcr den N\u00e4chsten, aber eben auch das falsche Zeugnis<br \/>\nvon Gott und vom N\u00e4chsten. Gott loben und den N\u00e4chsten segnen<br \/>\ngeh\u00f6ren zusammen beim richtigen Gebrauch der Worte, die Wirklichkeit<br \/>\nrepr\u00e4sentieren und er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>\u00dcber jedes Wort aber, das aus unserem Mund geht, werden wir Rechenschaft<br \/>\nabzulegen haben. Wer kann da bestehen? Wer kann bestehen, wenn es nicht<br \/>\nVergebung gibt? Gottes verhei\u00dfende Zusage verspricht, dass er unseren<br \/>\nMund rein machen will und alles , was aus ihm kommt: die Worte und die<br \/>\nWirkung der Worte. Trost der Vergebung, Hoffnung auf Erneuerung bedeutet<br \/>\ndas f\u00fcr die Glaubenden. &#8222;Lieber himmlischer Vater, nimm uns<br \/>\nin Deine Gnade auf, auch unser Reden und Schweigen. Reinige und erneuere<br \/>\nes und segne es&#8220;.<\/p>\n<p><b>Gebet<\/b>:<\/p>\n<p>&#8222;Erneuere mich, o ewiges Licht,<br \/>\nund la\u00df von deinem Angesicht<br \/>\nmein Herz und Seel mit deinem Schein<br \/>\ndurchleuchtet und erf\u00fcllet sein.<\/p>\n<p>Schaff in mir, Herr, den neuen Geist,<br \/>\nder dir mit Lust Gehorsam leist,<br \/>\nund nichts sonst, als was du willst, will,<br \/>\nach Herr, mit ihm mein Herz erf\u00fcll.<\/p>\n<p>Auf dich la\u00df meine Sinne gehen,<br \/>\nla\u00df sie nach dem, was droben, stehn,<br \/>\nbis ich dich schau, o ewiges Licht,<br \/>\nvon Angesicht zu Angesicht&#8220;.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Prof. Dr. Michael Plathow<br \/>\nFranz-Kafka-Str.15<br \/>\n69221 Dossenheim<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtreihe zum Dekalog \u2013 Reflexion zum 8. Gebot | April 2002 | Exodus 20,16 | Michael Plathow | Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen N\u00e4chsten. M.Luthers Erkl\u00e4rung im Kleinen Katechismus: Wir sollen Gott f\u00fcrchten und lieben, dass wir unsern N\u00e4chsten nicht bel\u00fcgen, verraten, verleumden oder ins Gerede bringen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8543,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,1,2,727,157,853,999,114,686,349,181,109,126],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9211","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-exodus","category-aktuelle","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-dekalog","category-deut","category-kapitel-20-chapter-20-exodus","category-kasus","category-michael-plathow","category-predigten","category-predigtreihen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9211"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23105,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9211\/revisions\/23105"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8543"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9211"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9211"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9211"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9211"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}