{"id":9222,"date":"2002-02-07T19:49:58","date_gmt":"2002-02-07T18:49:58","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9222"},"modified":"2025-04-19T16:56:16","modified_gmt":"2025-04-19T14:56:16","slug":"wie-gewinnt-man-eigentlich-freunde-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wie-gewinnt-man-eigentlich-freunde-2\/","title":{"rendered":"Wie gewinnt man eigentlich Freunde?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #003399; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Gottesdienstbausteine zum 6. Plakat der EKD-\u00d6ffentlichkeitsinitiative \u2013 Wie gewinnt man eigentlich Freunde? | Thomas Hirsch-H\u00fcffell |<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #000099;\">1.<br \/>\nFreundschaft und Kirche &#8211; eine Ann\u00e4herung <\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Die Idee: <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; Wie gewinnt die<br \/>\nKirche oder Kirch-Gemeinde (neue) Freunde ? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; Wie spricht man<br \/>\nmit ihnen auf Augenh\u00f6he und ohne es besser zu<br \/>\nwissen<br \/>\n\u00fcber gelingende Freundschaft ? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">So richte ich die<br \/>\nFrage des Plakats auf die Realit\u00e4t der Kirche aus. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Sollten Sie Lust<br \/>\nhaben, einen Gottesdienst zu gestalten, der Menschen einl\u00e4dt, die<br \/>\nsonst nicht zur Kirche kommen, dann lie\u00dfe sich dies<br \/>\nThema<br \/>\nwie folgt angehen: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wir laden solche<br \/>\nMenschen ein und kommen mit ihnen im<br \/>\nGottesdienst in<br \/>\neinen Austausch und zwar \u00fcber Freundschaft und das, was wir in<br \/>\ndem Zusammenhang w\u00fcnschen und glauben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Unter der Hand<br \/>\ngewinnt die Gemeinde eventuell sogar Freunde<br \/>\ndadurch.<br \/>\nSo wird das Thema auf der inhaltlichen und auf der Form-Seite gleichzeitig<br \/>\nverhandelt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Freundschaft beginnt<br \/>\nmit dem Mut aus dem eigenen H\u00e4uschen zu<br \/>\ntreten,<br \/>\nMenschen anzusprechen, einander kennen zu lernen und dabei<br \/>\nGrenzen zu<br \/>\nwahren. Christen bleiben nicht bei sich &#8211; so wie auch Gott nicht bei<br \/>\nsich blieb und ins andere seiner selbst ging. Gemeinde bleibt nicht<br \/>\nbei sich und l\u00e4dt ein, sucht punktuell und wiederholt den Kontakt<br \/>\nmit Menschen, die nicht automatisch einzureihen sind in die bestehenden<br \/>\nkirchlichen Strukturen. Christen und solche, die ohne Kirche ganz gut<br \/>\nleben, aber an Christlichem interessiert sind, begegnen hier einander<br \/>\nim Gottesdienst. Sie sprechen miteinander dar\u00fcber, wie Freundschaft<br \/>\nentsteht und lebt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Daf\u00fcr m\u00fcssen<br \/>\nSie in der Lage sein, <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; auf eine Reihe<br \/>\nMenschen zuzugehen und sie einzuladen, die sonst nicht kommen: B\u00fcrgermeisterIn,<br \/>\nB\u00e4cker, F\u00f6rster,<br \/>\nFeuerwehrhauptmann,<br \/>\nVereinsvorsitzende, Sch\u00fctzenk\u00f6nigin, Abgeordnete o.\u00e4.,<br \/>\nsowie (deren oder Ihre) Bekannte und Ans\u00e4ssige, die sonst auch<br \/>\nnicht in die Kirche gehen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; einen Gottesdienst<br \/>\nmit diesen Menschen zu begehen, der sie nicht vereinnahmt, sondern ihren<br \/>\nVorstellungen Raum gibt; der aber auch zeigt, was christliche Eigenart<br \/>\nausmacht, also der Gemeinde selbst auch Raum gibt. Daf\u00fcr folgt<br \/>\nein Entwurf <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; den Kirch- oder<br \/>\nGottesdienstraum kommunikativ und einladend herzurichten &#8211; daf\u00fcr<br \/>\nfolgen Vorschl\u00e4ge <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn Sie das nicht<br \/>\nk\u00f6nnen oder wollen, brauchen Sie nicht<br \/>\nweiterlesen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><br \/>\nAlle Versuche mit Zetteln und Hauswurfsendungen sog. &#8218;Distanzierte&#8216; <\/span><\/p>\n<p>in<br \/>\nden Normal-Gottesdienst einzuladen sind in der Regel erfolglos. Entweder<br \/>\nSie gehen entschieden pers\u00f6nlich auf (gesellschaftlich etablierte<br \/>\noder f\u00fchrende) Menschen zu, die dann andere mitbringen, oder Sie<br \/>\nbleiben in der Gemeinde unter sich.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #000099;\">2.<br \/>\nGottesdienstentwurf <\/span> <\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #663399;\">a.<br \/>\n\u00dcberblick \u00fcber den Gesamtverlauf des Projekts: <\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">1. Der Gottesdienst<br \/>\nbeginnt damit, dass Sie ein Team bilden, das ihn gemeinsam plant und<br \/>\ndurchf\u00fchrt. Mindestens 7 christliche und christlich Interessierte<br \/>\nsollten dazugeh\u00f6ren. Alleine werden Sie es nicht schaffen, Menschen<br \/>\nin die Kirche zu holen, die sonst nicht kommen. Nur wenn etliche Nicht-Profis<br \/>\nim Glauben mit ihrem glaubw\u00fcrdigen Auftreten andere einladen, kommen<br \/>\nm\u00f6gliche Freunde<br \/>\ndazu.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">2. Eine Liste von Menschen wird gemeinsam erstellt, die eingeladen werden<br \/>\nsollen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">3. Es wird entschieden,<br \/>\nwer wen pers\u00f6nlich einl\u00e4dt. Nur wenn die Planenden wissen,<br \/>\nwen sie einladen wollen, wissen sie auch, auf<br \/>\nwelche<br \/>\nGesichter zu sie planen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">4. Damit man aber<br \/>\nauch andersherum wei\u00df, wohin man einl\u00e4dt,<br \/>\nerarbeiten<br \/>\nSie ein Gottesdienst-Konzept mit dem Team. (Sie sehen, 3. und 4. bedingen<br \/>\neinander. Das wird oft vergessen, daher hier ausdr\u00fccklich<br \/>\nerw\u00e4hnt.) <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">5. Der Gottesdienst<br \/>\nsoll <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">a. Freundschaft<br \/>\nund die Bedingungen f\u00fcr ihr Gelingen anhand von lebendigen Beispielen<br \/>\nzeigen. Dies durch Exempel aus dem Leben von Christen und &#8218;Kirchenfernen&#8216;<br \/>\nim Vergleich &#8211; verbunden mit der Frage, was den Weg beider unterscheidet<br \/>\nund verbindet. b. Durch seine freigiebige und deutliche Art den Eingeladenen<br \/>\nzeigen, dass man ihre Meinung sch\u00e4tzt und gern die eigene mit der<br \/>\nihren teil., Dies im Zentrum christlichen Lebens, dem Gottesdienst.<br \/>\nVielleicht macht das einigen der Geladenen Lust wiederzukommen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">6. Im Gottesdienst<br \/>\nselbst sollen 2-4 Menschen von einer gelungenen Freundschaft erz\u00e4hlen.<br \/>\n1-2 kirchlich orientierte Menschen und 1-2 Menschen, die sich normalerweise<br \/>\nnicht zur Kirche halten. Wer das<br \/>\nsein<br \/>\nwird, kann man entscheiden, wenn man die entsprechenden Leute<br \/>\nkennt.<br \/>\nOder man wartet die Einladungstour ab und w\u00e4hlt unter denen, die <\/span><\/p>\n<p>man<br \/>\nverbindlich zum Gottesdienst geladen hat, Entsprechende aus.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">7. Mit dem Konzept<br \/>\nauf einer Einladungskarte und im Sinn ziehen die Mitglieder des Teams<br \/>\nlos und laden ein. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">8. Die Einladungskarte<br \/>\nenth\u00e4lt folgende Informationen, die auch im einladenden Gespr\u00e4ch<br \/>\ndeutlich werden: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8211; Zeit und Ort<br \/>\ndes Gottesdienstes<br \/>\n&#8211; Die Idee des Gottesdienstes wird genannt: Im Rahmen eines<br \/>\nbesonders<br \/>\ngestalteten Gottesdienstes werden verschiedene Menschen darum<br \/>\ngebeten,<br \/>\nihren Weg einer gelungenen Freundschaft zu schildern &#8211; auch Einzelheiten<br \/>\nwie Anfang, Krise und Methoden des Erhalts &#8211; Der Gottesdienst will gleichzeitig<br \/>\nGeschmack an einer anderen Form von Gottesdienst machen, die dialogisch<br \/>\nist und ohne fertige L\u00f6sungen daherkommt, sondern auf das Gespr\u00e4ch<br \/>\nsetzt. Dabei aber auch die Grundform christlichen Kults mit Gebet, Lied,<br \/>\nBesinnung, Bibel und Segen wahrt &#8211; nur in einer auch Kirchenferne ansprechenden<br \/>\nForm. &#8211;<br \/>\nEs<br \/>\nwird l\u00e4nger dauern als sonst, ca. 2 Stunden &#8211; Man kann gern Freunde<br \/>\nmitbringen &#8211; Es gibt keine Predigt von vorn, sondern Gespr\u00e4ch untereinander,<br \/>\npers\u00f6nliche Statements und Anregung aus christlicher und anderer<br \/>\nSicht. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">9. Von der gr\u00fcndlichen<br \/>\nEinladung und Vorbereitung h\u00e4ngt alles ab.<br \/>\nWenn<br \/>\nnur die Linientreuen kommen, ist der Sinn der Sache verspielt. Man bleibt<br \/>\nunter sich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">10. Der Gottesdienst<br \/>\nwird im weiteren vom ganzen Team gestaltet, gehalten und ausgewertet.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Sie sehen: Die<br \/>\nAnbahnung von Freundschaft au\u00dferhalb der<br \/>\nWagenburg<br \/>\nGemeinde ist spannend, macht aber auch Arbeit. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #663399;\">b.<br \/>\nGrundidee f\u00fcr den Gottesdienst: <\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Teile der herk\u00f6mmlichen<br \/>\nLiturgie werden als Leitfaden f\u00fcr einen Austausch zwischen Gemeinde<br \/>\nund Interessierten verwendet.<br \/>\nGottesdienst<br \/>\nwird in diesem Konzept begangen und gleichzeitig als Weg der<br \/>\nChristen<br \/>\nthematisiert, mit Gott und Menschen in Beziehung (- vielleicht auch<br \/>\nin eine Art Freundschaft) zu treten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Im Eingangsteil<br \/>\nzelebrieren Sie also das \u00e4u\u00dfere und innere Ankommen beieinander<br \/>\nund bei Gott, im Wortteil die Botschaft(en) der<br \/>\nAnwesenden<br \/>\nund der Gottes, im Segensteil den verbindlichen Abschied mit dem Zuspruch<br \/>\ndes Himmels. In den Abschnitten springt der Ablauf hin und her zwischen<br \/>\nVollzug von Liturgie einerseits und Austausch andrerseits. Der Vollzug<br \/>\nverl\u00e4uft selbstverst\u00e4ndlich und ohne aufgeregte Erkl\u00e4rungen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Im Verk\u00fcndigungsteil<br \/>\nsprechen Menschen \u00fcber ihre Erfahrungen mit Freundschaft &#8211; aus<br \/>\nchristlicher und aus anderer Sicht. Ein biblischer Text korrespondiert<br \/>\nmit dem Thema. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gebet und F\u00fcrbitte<br \/>\nsowie ein gestalteter Segen beschlie\u00dfen den Gottesdienst. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das Mahl wird aus<br \/>\nR\u00fccksicht auf die Menschen, die es nicht gut<br \/>\nkennen,<br \/>\nnicht gefeiert. Das schlie\u00dft nicht aus, dass es ein Essen in der<br \/>\nKirche gibt, wenn der Gottesdienst zuende ist. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #663399;\">c.<br \/>\nDer Raum f\u00fcr den Gottesdienst <\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Raum l\u00e4sst<br \/>\nGespr\u00e4ch zu. B\u00e4nke sind also nicht brauchbar. Ist der Kirchraum<br \/>\nnicht entsprechend zu ver\u00e4ndern, so findet der Gottesdienst im<br \/>\nGemeindehaus statt. Oder auch im ger\u00e4umigen Haus eines der<br \/>\nKirche<br \/>\ngewogenen Nicht-Kirchlichen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Denkbar ist eine<br \/>\nEllipse aus St\u00fchlen, so dass man einander sieht. Auf die beiden<br \/>\nBrennpunkte der Figur stellen sie einerseits ein Lesepult (Wort), andrerseits<br \/>\nden Altar. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Denkbar ist auch<br \/>\ndas Konzept der &#8218;gestalteten Mitte&#8216;: Ein Kreis (ggfs aus mehreren Reihen)<br \/>\numgibt eine Mitte, die neben einem christlichen Symbol (Ikone der Freundschaft<br \/>\n&#8211; z.B. Johannes und Christus o.\u00e4.) Symbole menschlicher Freundschaft<br \/>\nzeigt (Briefe, Ringe usw). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wer Musik anleitet,<br \/>\nsitzt bei den Menschen (Kleiner Chor, Akkordeon, Fl\u00f6te o.\u00e4.).<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Pastor\/die<br \/>\nPastorin wird keinen Talar brauchen. Die rituell sinnvolle Unterscheidung<br \/>\nvon Person und Amt durch diese Gewandung<br \/>\nist<br \/>\nbei einem Gottesdienst wie diesem nicht angebracht. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b><span style=\"color: #663399;\">d.<br \/>\nAusformung der Begegnungs-Liturgie im Gottesdienst: <\/span><\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">1. Er\u00f6ffnung<br \/>\nDie Menschen werden pers\u00f6nlich in der Kirche<br \/>\nempfangen,<br \/>\nes gibt eine kleine Gespr\u00e4chsphase im Eingangsbereich, f\u00fcr<br \/>\neine Gabe zur Begr\u00fc\u00dfung ist gesorgt (ein St\u00fcck gutes<br \/>\nBrot, eine Ablaufkarte o.\u00e4.). Wer in die Kirche, den Gottesdienstraum<br \/>\ngeht, findet eine einladend gestaltete Atmosph\u00e4re vor, keine frontal<br \/>\nausgerichteten B\u00e4nke, die Indoktrination suggerieren (s. dazu Raumvorschlag).<br \/>\nEinladende geleiten diskret zum Platz und nehmen unter Umst\u00e4nden<br \/>\nGespr\u00e4ch auf, damit Fremde nicht verlegen umherstehen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Musik spielt<br \/>\nzu Beginn freundlich und so, dass man aufhorcht. Nicht &#8218;das Pr\u00e4ludium<br \/>\nin G&#8216; wie immer, sondern Stimme und Orgel, Querfl\u00f6te solo oder<br \/>\nBandoneon. Vielleicht improvisiert ein Pianist. Alle erwarten das \u00fcbliche<br \/>\nOrgel-Allerlei und werden positiv \u00fcberrascht. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Er\u00f6ffnung<br \/>\nf\u00fchrt ein:<br \/>\nz.B. &#8222;Willkommen in Gottes Namen in der Kirche.<br \/>\nWer dachte, er oder sie m\u00fcsse sich auskennen oder glaubensfest<br \/>\nsein,<br \/>\nirrt: Die hier \u00f6fter kommen, suchen auch alle selbst nach Gott.<br \/>\nIn diesem Gottesdienst soll das ein wenig deutlich werden. Wir von der<br \/>\nGemeinde m\u00f6chten nicht unter uns bleiben. Wir suchen auch nach <\/span><\/p>\n<p>dem,<br \/>\nwas andere denken. Freundschaft ist ein Geschenk gegen den Tod.<br \/>\nWo sie<br \/>\ngelingt, hat er keine Macht mehr. Wir m\u00f6chten heute mit Ihnen<br \/>\nzusammen<br \/>\nforschen und uns dar\u00fcber austauschen, was Freundschaft beginnen<\/p>\n<p>und<br \/>\nwas sie gelingen l\u00e4sst. Ihnen, die Sie sich haben einladen lassen<br \/>\nein besonderer Dank f\u00fcr Ihr Hiersein &#8211; wir sind gespannt auf die<br \/>\ngemeinsame Zeit jetzt.&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Vorbereitungsgebet:<br \/>\n&#8222;Zu Beginn unserer Gottesdienste sind wir immer einen Moment lang<br \/>\nstill. Alle zusammen. In dieser Zeit des Nichtstuns sitzen wir einfach<br \/>\nda, horchen in uns hinein, und wenn etwas auftaucht, ein Gef\u00fchl,<br \/>\nein Gedanke &#8211; dann stellen wir uns vor, dass Gott zuschaut. Ein freundlicher<br \/>\nGott, der unsere Abgehetztheit kennt, die kleinen Fragen, das Verg\u00fcgen<br \/>\nam Leben, den Streit am Tag oder<br \/>\ndie<br \/>\nSehnsucht nach Freundschaft. Was immer es ist, am Anfang halten wir <\/span><\/p>\n<p>es<br \/>\ngewisserma\u00dfen zum Himmel. Das tun wir jetzt.&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">2 min Stille <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gebet: z.B. &#8222;Lieber<br \/>\nGott, wir sind da, wie wir nun einmal sind. Gib uns Deinen Frieden.<br \/>\nAmen.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Ansage gegenseitiger<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfung und Ann\u00e4herung: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">z.B. &#8222;Lassen<br \/>\nSie uns Zeit nehmen f\u00fcr die Ann\u00e4herung untereinander. Sonst<br \/>\nist so etwas im Gottesdienst nicht vorgesehen, aber heute. Wir werden<br \/>\nim Verlauf \u00f6fter miteinander sprechen, und damit beginnen wir jetzt.<br \/>\nBitte wenden Sie sich nun ihren 2-3 n\u00e4chsten NachbarInnen zu und<br \/>\nrichten Sie die St\u00fchle so aus, dass Sie einander sehen und beim<br \/>\nSprechen verstehen k\u00f6nnen.&#8220; neue Ordnung im Raum in kleinen <\/span><\/p>\n<p>Gruppen &#8211;<br \/>\n&#8222;Gehen Sie kurz im Stillen einmal Orte durch, an denen sich Ihr<br \/>\nLeben sonst abspielt: Familie &#8211; Beruf &#8211; Ehrenamt oder noch ein anderer<br \/>\nOrt. Wenn Sie etwas gesehen haben, w\u00e4hlen Sie jetzt bitte einen<br \/>\nOrt aus, von dem Sie erz\u00e4hlen m\u00f6chten. Nach einem Moment des<\/p>\n<p>Nachsinnens,<br \/>\nwenden Sie sich einander zu und erz\u00e4hlen. JedeR hat daf\u00fcr<br \/>\nein paar Minuten Zeit.&#8220; oder: Beginn von Freundschaft erz\u00e4hlen<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Moment f\u00fcrs<br \/>\nNachdenken, anschlie\u00dfend<br \/>\nGespr\u00e4ch (ca.10-15 min). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">2. Wortteil <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Einleitende Worte:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Christen glauben,<br \/>\ndass die wichtigsten Dingen im Leben ein Himmelsgeschenk sind: Liebe,<br \/>\nVertrauen, Freundschaft, Glaube an<br \/>\netwas,<br \/>\ndas nicht k\u00e4uflich ist, Gl\u00fcck, k\u00f6rperliche Unversehrtheit<br \/>\nusw.. Es gibt dabei nach der Auffassung von Christen kein ein Recht<br \/>\nauf Gl\u00fcck oder gelingende Beziehung. Aber es gibt das Geschenk,<br \/>\ndas<br \/>\nunabh\u00e4ngig<br \/>\nvom Verlangen nach Gl\u00fcck und Freundschaft eben dies einkehren<br \/>\nl\u00e4sst &#8211;<br \/>\nvielleicht anders als erwartet. Vielleicht ist das Gelingende \u00fcberhaupt<br \/>\nweniger das Erwartete als das (zu)Gef\u00fcgte. So sprechen wir uns<br \/>\nbehutsam heran an eine schwer beschreibbare Wirklichkeit. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">In der Bibel gibt<br \/>\nes einen Satz in der alttestamentarischen Weisheits-Literatur, der lautet:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Sir 6,16 <\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das<br \/>\nLeben ist geborgen bei einem treuen Freund; ihn findet, wer Gott f\u00fcrchtet.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Einen Anklang vom<br \/>\ngesagten findet man hier: Wir nehmen an, das Gelingen von Freundschaft<br \/>\nhabe damit zu tun, dass man sie nicht einfordert. Sondern einer Macht<br \/>\nanheim stellt, die ihre eigenen Wege mit uns geht. Das ist etwas anderes<br \/>\nals fatalistisches Hinnehmen oder stramm religi\u00f6ser Gehorsam (z.B.<br \/>\n&#8222;ich bin einsam, also hat Gott er angeordnet.&#8220; &#8212; (vielleicht<br \/>\nsogar als Strafe)). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Vielleicht sind<br \/>\ndie besten Dinge eine Leihgabe, eine behutsame<br \/>\nGew\u00e4hr<br \/>\nvon Dingen, die man nie haben kann. Dies im Wissen um<br \/>\nVerletzlichkeit<br \/>\nund Entzug aller guten Gaben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Aber das mag als<br \/>\nAndeutung gen\u00fcgen &#8211; wir sind<br \/>\nzusammengekommen, damit<br \/>\nwir einander erzh\u00e4hlen, nicht, damit Sie von uns Belehrungen erhalten.<br \/>\nAber den christlichen Horizont der Erz\u00e4hlens wollte ich benannt<br \/>\nhaben<br \/>\n&#8211; vielleicht erweist sich im H\u00f6ren etwas davon als wahr &#8211; oder<br \/>\nauch noch ganz anderes. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Nun sollen Sie,<br \/>\nNN zu Wort kommen, Sie haben etwas mitgebracht<br \/>\naus<br \/>\nIhrem Leben, ein wertvolles St\u00fcck, lassen Sie uns teilhaben an<br \/>\neiner gelungenen Freundschaft. Ist der\/die FreundIn hier ? (Zeigen,<br \/>\nbegr\u00fc\u00dfen). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bericht 1 (Nicht-Kirchlicher,<br \/>\nnicht christlicher Mensch) <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Moderation, u.a.<br \/>\nmit der Frage danach, wie sich das Gl\u00fcck der gelingenden Freundschaft<br \/>\nf\u00fcr den betreffenden Menschen begr\u00fcndet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8212; \u00dcberleitung<br \/>\n&#8212; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bericht 2 (Kirchlicher,<br \/>\nchristlicher Mensch) <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Moderation, u.a.<br \/>\nmit der Frage danach, wie sich das Gl\u00fcck der gelingenden Freundschaft<br \/>\nf\u00fcr den betreffenden Menschen begr\u00fcndet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8212; \u00dcberleitung<br \/>\n&#8212; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">An-Deutungen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Eingangsfrage<br \/>\nund dem Sirach-Wort entsprechend wird man sich<br \/>\nan<br \/>\ndie Frage herantasten, was Freundschaft begr\u00fcndet. Hier sind die<br \/>\nprovokativen Fragen des Plakats der EKD ebenso einzubeziehen wie<br \/>\ndie<br \/>\nErfahrungen der Erz\u00e4hlerInnen. Aus den Berichten wird das<br \/>\nUnverf\u00fcgbare<br \/>\nbeleuchtet, das erscheint. Ein Hauptakzent k\u00f6nnte (gem\u00e4\u00df<br \/>\nSirach) auf der Frage liegen, welchen Sinn es hat, neben der menschlich-innigen<br \/>\nVerbindung einen eigenen unverf\u00fcgbaren Pol des Herkommens und<br \/>\nder<br \/>\nZuversicht zu haben &#8211; und zu schauen, wo der liegt. Hinter der Frage<br \/>\nnach dem menschlichen Du und seiner Wirkung also auch die Frage<br \/>\nnach<br \/>\ndem, was das je eigene Leben begr\u00fcndet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Kriterien, unter<br \/>\ndenen Christen Freundschaft betrachten werden u.a.<br \/>\nsein: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00d8 Wird der<br \/>\nFreund, die Freundin in eine Art g\u00f6ttlichen Stand erhoben ?<br \/>\n&#8211; mit der Folge der \u00dcberbewertung menschlicher M\u00f6glichkeiten.<br \/>\nWer in Ehe und Freundschaft vom Partner alles verlangt, &#8218;vergottet&#8216;<br \/>\nund \u00fcberfordert ihn, sie und ist eben darum nicht gottesf\u00fcrchtig.<br \/>\nDenn nur Gott ist Adresse und m\u00f6glicher Erg\u00e4nzer meiner Sehns\u00fcchte.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00d8 Wo gibt<br \/>\nes in der Freundschaft Abh\u00e4ngigkeiten, die nicht benannt werden<br \/>\nd\u00fcrfen ? Das betrifft das Geld wie auch den sozialen Stand, die<br \/>\nsymbiotischen Verwicklungen (z.B.: A hat das Geld und versorgt B, B<br \/>\nist k\u00f6rperlich ges\u00fcnder und umhegt A in schwachen Zeiten).<br \/>\nAuch hier die Frage: Ist jede einzelne Person f\u00fcr sich auch Gott-unmittelbar<br \/>\nein integres Wesen ? Kann man daher in der Freundschaft schiefe Abh\u00e4ngigkeiten<br \/>\nbenennen, ohne dass eineR von beiden ins Bodenlose f\u00e4llt, weil<br \/>\ner, sie sich nur durch den, die andere definiert ? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00d8 Erlaubt<br \/>\nes die Freundschaft, dass jedeR von beiden sich<br \/>\ngelegentlich<br \/>\nzur\u00fcckzieht, auch geographisch, um nach den eigenen (spirituellen,<br \/>\nsozialen und biografischen) Wurzeln zu suchen ? Denn nur wer in sich<br \/>\nsteht, das hei\u00dft christlich, nur wer bei Gott zuhause ist, wird<br \/>\nbei den Menschen zuhause sein k\u00f6nnen. Nur echte Personen, die einen<br \/>\neigenen Pol bilden, werden einander begegnen k\u00f6nnen. Menschen,<br \/>\ndie keinen eigenen Stand in Gott und darin in sich selbst haben, fallen<br \/>\nins Gegen\u00fcber hinein oder entziehen sich dauernd, was die gleiche<br \/>\nUrsache (verschwommene Identit\u00e4t) hat. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00d8 Hat eine<br \/>\nFreundschaft ein soziales Klima, also eine Art &#8218;Gemeinde&#8216;, in die hinein<br \/>\nsie sich konkretisiert, von der sie gesehen und anerkannt oder auch<br \/>\nangefragt wird ? Christen sind nicht ohne Grund kollektiv gl\u00e4ubig.<br \/>\nWas ganz f\u00fcr sich leben will, droht zu verkommen. Dieser christliche<br \/>\nGrundsatz gilt auch f\u00fcr Paare und Freundschaften. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">\u00d8 Weitere<br \/>\nKriterien finden Sie selbst, oder die Berichte legen Sie nahe. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn Sie die beiden<br \/>\noder die 4 Berichte vorher kennen, erleichtert das die Moderation nat\u00fcrlich.<br \/>\nAllerdings darf die vorherige Kenntnisnahme der Berichte nicht als Zensur<br \/>\nseitens der Kirche verstanden werden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Auch die Moderation<br \/>\nwird sich h\u00fcten, das Erz\u00e4hlte zu bewerten. Der Gottesdienst<br \/>\nsoll dem Austausch auf Augenh\u00f6he dienen. Beide Welten haben etwas<br \/>\nG\u00fcltiges zu sagen, die christlich orientierte wie die weltanschaulich<br \/>\nandersartige. Die christliche Sicht mu\u00df sich aber (s.<br \/>\nKriterien) nicht verstecken. Wenn Sie lebensnah vertreten wird, dann<br \/>\nist sie wichtig und auch f\u00fcr Nichtchristen interessant. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gedicht <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Rudern zwei ein<br \/>\nBoot,<br \/>\nder eine kundig der Sterne,<br \/>\nder andere kundig der St\u00fcrme,<br \/>\nwird der eine f\u00fchren durch die Sterne,<br \/>\nwird der andere f\u00fchren durch die St\u00fcrme. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und am Ende,<br \/>\nganz am Ende,<br \/>\nwird das Meer in der Erinnerung blau sein. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">(Reiner Kunze)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Austausch: Paare<br \/>\nsprechen 5 min im Raum miteinander \u00fcber die Eindr\u00fccke. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Evangeliumslesung:<br \/>\nLukas 12,22-32 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und er sagte zu<br \/>\nseinen J\u00fcngern: Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer<br \/>\nLeben und darum, da\u00df ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib<br \/>\nund darum, da\u00df ihr etwas anzuziehen habt. 23 Das Leben<br \/>\nist<br \/>\nwichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung. 24<br \/>\nSeht auf die Raben: Sie s\u00e4en nicht und ernten nicht, sie haben<br \/>\nkeinen Speicher und keine Scheune; denn Gott ern\u00e4hrt sie. Wieviel<br \/>\nmehr seid ihr wert als die V\u00f6gel! 25 Wer von euch kann mit all<br \/>\nseiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verl\u00e4ngern?<br \/>\n26 Wenn ihr<br \/>\nnicht<br \/>\neinmal etwas so Geringes k\u00f6nnt, warum macht ihr euch dann Sorgen <\/span><\/p>\n<p>um<br \/>\nall das \u00fcbrige? 27 Seht euch die Lilien an: Sie arbeiten nicht<br \/>\nund spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner<br \/>\nPracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. 28 Wenn aber Gott schon<br \/>\ndas<br \/>\nGras so pr\u00e4chtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen<br \/>\nins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingl\u00e4ubigen!<br \/>\n29 Darum fragt nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt, und \u00e4ngstigt<br \/>\neuch nicht! 30 Denn um all das geht es den Heiden in der Welt. Euer<br \/>\nVater wei\u00df, da\u00df ihr das braucht. 31 Euch jedoch mu\u00df<br \/>\nes<br \/>\num<br \/>\nsein Reich gehen; dann wird euch das andere dazugegeben. 32<br \/>\nF\u00fcrchte<br \/>\ndich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch<br \/>\ndas<br \/>\nReich zu geben.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Musik und Stille<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">3. Gebet und Segen:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Menschen haben<br \/>\ndas vorbereitet und beten selbst vom Platz aus. Die Gebete werden aufgenommen<br \/>\nmit einem kurzen Taiz\u00e9gesang. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wenn nichts (mehr)<br \/>\ngesagt wird, will in der Stille gebetet. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die Einleitung<br \/>\ndaf\u00fcr k\u00f6nnte etwas so lauten: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;Auch in diesem Gottesdienst werden wir jetzt beten. Das hei\u00dft, wir wenden uns mit dem, was uns bewegt an den Himmel und bleiben nicht bei uns selbst damit. Ob man von sich dort etwas erwartet oder nicht &#8211; der Gestus des Hinhaltens ist \u00e4lter als das Gebet der Christen und menschlicher als wir alle wissen. Einige werden nun etwas laut beten, andere sind still. Wer nicht beten will, betet nicht &#8211; jede Regung ist gleich recht in diesem Raum. Was gesagt wird, nehmen wir auf mit einem Gesang (1x ansingen). Dann bleiben Bitte und Dank nicht einsam im Raum stehen.&#8220; So haben wir nun eine Zeit der Meditation und der Beziehung zu dem, der alles aufnimmt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gebet und Stille und Gesang <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das Gebet wird enden mit einem Dank f\u00fcr alles Geh\u00f6rte und die Bereitschaft zum Erz\u00e4hlen so wie mit dem <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Vaterunser <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Singen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Segen <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Aufforderung sich zum Segen hinzustellen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Ansage: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;Im Segen lassen wir uns Kraft zusprechen, die wir nicht aus uns selbst haben.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">R\u00fccken Sie bitte, wo immer Sie stehen, etwas zueinander, so dass sich ber\u00fchren k\u00f6nnten. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bewegung. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die rechte Hand sucht daf\u00fcr einen R\u00fccken und findet ihn.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Menschen legen die rechte Hand auf eine Stelle des Nachbarn. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;So verweilen wir einen Moment als Empfangende und als Gebende. Die Arme d\u00fcrfen dabei entspannt sein. Geben und Nehmen ist im Prinzip etwas Leichtes.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">1 min Stille. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;So leben wir: Immer verbunden &#8211; ob wir wollen oder nicht &#8211; , in Liebe oder einfach so. Die Verbundenheit dieser Minute ist mit uns, wenn wir gleich auseinander gehen. In allem und zu allem der Segen Gottes: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gott segne Dich und beh\u00fcte dich, Gott lasse das Angesicht \u00fcber dir leuchten und sei dir gn\u00e4dig, <\/span><\/p>\n<p>Gott erhebe das Angesicht \u00fcber dir und gebe dir Frieden.&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Setzen, Musik <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eventuell noch informeller Ausklang in der Kirche (mit Essen oder\/und Trinken).<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Thomas Hirsch-H\u00fcffell<\/b><\/span><\/p>\n<p>Pfarrstelle f\u00fcr Gottesdienstberatung<br \/>\nRahlstedter Str. 223<br \/>\n22143 Hamburg<br \/>\nTel 040 \/ 6771830<br \/>\nFax 040 \/ 6771834<br \/>\n<a href=\"mailto:hirsch-hueffell@web.de\">E-Mail: hirsch-hueffell@web.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gottesdienstberatung.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internet:<br \/>\nwww.gottesdienstberatung.de<\/a><\/p>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=ekd-ini-pr-freunde-3.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gottesdienstbausteine zum 6. Plakat der EKD-\u00d6ffentlichkeitsinitiative \u2013 Wie gewinnt man eigentlich Freunde? | Thomas Hirsch-H\u00fcffell | 1. Freundschaft und Kirche &#8211; eine Ann\u00e4herung Die Idee: &#8211; Wie gewinnt die Kirche oder Kirch-Gemeinde (neue) Freunde ? &#8211; Wie spricht man mit ihnen auf Augenh\u00f6he und ohne es besser zu wissen \u00fcber gelingende Freundschaft ? 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