{"id":9233,"date":"2002-04-07T19:50:01","date_gmt":"2002-04-07T17:50:01","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9233"},"modified":"2025-04-22T10:31:48","modified_gmt":"2025-04-22T08:31:48","slug":"predigten-zur-ekd-initiative-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigten-zur-ekd-initiative-3\/","title":{"rendered":"Woran denken Sie bei Ostern?"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><span style=\"color: #003399;\">Predigten zur EKD-Initiative \u2013 Woran denken Sie bei Ostern? Warum gibt es zu Ostern Ostereier? | Thies Gundlach |<\/span><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gnade sei mit uns<br \/>\nund Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus.<br \/>\nAmen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Warum gibt es zu<br \/>\nOstern Ostereier? Die staatstragende Bildungsantwort hei\u00dft: Eier<br \/>\nsind seit vorchristlichen Zeiten Symbol der Fruchtbarkeit und diesen<br \/>\nVolksglauben hat das Christentum aufgenommen und vertieft hin zum Auferstehungsglauben.<br \/>\nAber dass wir alle fruchtbar sind wie Hase und Kaninchen, das ist ja<br \/>\nvielleicht doch noch nicht die ganze Wahrheit unseres Osterglaubens.<br \/>\nDeswegen eine zweite Antwort, warum es Ostereier gibt, eine Deutung<br \/>\nallerdings, zu der ich etwas ausholen und Ihre Phantasie beanspruchen<br \/>\nmuss. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Was meinen Sie,<br \/>\nliebe Gemeinde: Was hat Christus in den letzten drei Tagen seit Karfreitag<br \/>\ngemacht? War er nur tot, lag er still im Grabe, war er &#8211; im wahrsten<br \/>\nSinne des Wortes &#8211; kaltgestellt, mund- und mausetot? Wie stellen Sie<br \/>\nsich diese drei Tage vor? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Die klassische<br \/>\nVorstellung ist in etwa die: Nach seinem Todeskampf am Kreuz tritt eine<br \/>\ngro\u00dfe Stille ein, die Gaffer verlaufen sich, die Soldaten gehen<br \/>\nnach Haus, Josef von Arithmatia &#8211; so wird erz\u00e4hlt &#8211; erbarmt sich<br \/>\ndes Leichnams Jesu, er wird vom Kreuz abgenommen, in ein Grab gelegt,<br \/>\nmit T\u00fcchern bedeckt, ein Stein kommt vor das Grab wegen der wilden<br \/>\nTiere und dann herrscht Ruhe, drei Tage lang. Die J\u00fcnger, gefl\u00fcchtet<br \/>\nnach Galil\u00e4a zu Haus und Hof, Frau und Kind; die Freunde in Jerusalem,<br \/>\nverzweifelt, weinend und bem\u00fcht, ja nicht aufzufallen. Die Pharis\u00e4er<br \/>\nund Schriftgelehrten geniessen still ihren scheinbaren Sieg auf ganzer<br \/>\nLinie. Es lag eine unendliche, fast unheimliche Stille auf dem Land,<br \/>\nein Innehalten der ganzen Sch\u00f6pfung, ja das Universum wird stumm,<br \/>\ndie V\u00f6gel unter dem Himmel schweigen drei Tage lang, kein Zwitschern<br \/>\nam Morgen, kein Summen am Abend, die Winde vergessen zu wehen, die Fische<br \/>\nlassen das Schwimmen, Gott selbst wendet sich ab von seiner Welt, um<br \/>\nzu weinen um seinen Sohn. Die ganze Sch\u00f6pfung wird stumm und leer<br \/>\nob dieses Einen am Kreuz. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Doch dann, nach<br \/>\ndrei Tagen, irgendwie, nichts genaues ist bekannt, entsteht neues Leben,<br \/>\nentsteht neue Bewegung: Zuerst dort im Grab hinter dem Stein, dann in<br \/>\nden Seelen der Freunde und J\u00fcnger, dann \u00fcberall: Die B\u00e4ume<br \/>\nschlagen aus, die Natur w\u00e4chst mit Macht, die Felder jubilieren<br \/>\nin Farben und die V\u00f6gel singen wieder. Er lebt und wir sollen auch<br \/>\nleben, der Herr ist auferstanden, sein ist der Sieg, anders als erwartet,<br \/>\nunauslotbar, uneinholbar, aber er lebt und mit ihm alle Sch\u00f6pfung.<br \/>\nEin gewaltiges Bild, eine Phantasie der Extraklasse und wunderbar eingefangen<br \/>\nin diesem alten Osterlied: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;Jesu unser<br \/>\nTrost und Leben, der dem Tode war ergeben, der hat herrlich und mit<br \/>\nMacht, Sieg und Leben wiederbracht.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Doch gerade in<br \/>\ndieser klassischen Vorstellung bleibt die Frage unbeantwortet:<br \/>\nWas hat Christus in den drei Tagen gemacht? Nur gelegen? Nur dem Tode<br \/>\nergeben gewesen? Es kamen sehr bald ganz andere Bilder, Geschichten<br \/>\nund Legenden auf. Die n\u00e4chste Strophe des eben zitierten Liedes<br \/>\nzeigt das: &#8222;Er hat ritterlich gerungen, H\u00f6ll und Teufel \u00fcberzwungen,<br \/>\nkein Feind kann uns schaden mehr, ob er tobet noch so sehr.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wir beziehen diesen<br \/>\nKampf zumeist auf das Kreuz, aber gemeint ist etwas ganz anderes: Christus<br \/>\nhat nach dem Tode drei Tage lang gerungen, gek\u00e4mpft, gestritten<br \/>\nund gesiegt, &#8211; im Lande der Finsternis. Er hat nicht brav still gelegen<br \/>\nund die drei Tage abgewartet, sondern ist &#8211; wie es im Glaubensbekenntnis<br \/>\nhei\u00dft &#8211; hinabgestiegen in das Reich des Todes. Auch dies eine<br \/>\ngewaltige, \u00f6sterlicher Phantasie, allein daf\u00fcr sollte man<br \/>\nin meinen Augen den christlichen Glauben hochsch\u00e4tzen. Christus<br \/>\nhat auch das Reich des Todes, die dunklen Seiten des Lebens, die Dimension<br \/>\nder Finsternis besucht. Sein Licht reicht nicht nur bis zu den J\u00fcngern<br \/>\nnach Galil\u00e4a, auch nicht nur bis zu uns heute durch die Jahrhunderte,<br \/>\nsondern sein Licht erleuchtet auch die Verstorbenen, die Vergessenen,<br \/>\ndie Namenlosen in der Tiefe. Christus macht sich auf den Weg, er steigt<br \/>\nhinab in die Tiefen, in die Vergangenheiten, in die Seelen. Die Toten<br \/>\nh\u00f6ren zuerst vom neuen Leben, die Gefangenen erreicht zuerst die<br \/>\nFreiheit, die Verstorbenen erf\u00fcllt zuerst das neue Leben. Die fr\u00fchen<br \/>\nChristen haben sich die drei Tage zwischen Karfreitag und Ostern mehr<br \/>\nals dramatisch vorgestellt, es ist die Zeit eines unsichtbaren, unterirdischen<br \/>\nKampfes zwischen Licht und Finsternis. Christus verschlie\u00dft die<br \/>\nH\u00f6lle, nicht nur vor\u00fcbergehend, sondern f\u00fcr immer und<br \/>\newig, weil kein Gestern und kein Vorgestern, keine Tiefe, keine Untiefe<br \/>\nvon ihm vergessen wird. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Vielleicht wirkt<br \/>\ndas jetzt etwas religi\u00f6s aufgeregt, etwas zu phantasiebegabt, zu<br \/>\nviele Hollywoodfilme gesehen. Doch im Kern ist es noch viel schlimmer:<br \/>\nF\u00fcr mich ist der Osterglaube immer ein Denken in Bildern, ein Erkennen<br \/>\nmittels Geschichten, ein H\u00f6ren und Lernen durch Mythen und Symbole,<br \/>\nund insofern bin ich mitten im Gesch\u00e4ft, wenn ich sie jetzt einlade,<br \/>\neinen Moment mit hinabzusteigen und diese drei Tage auszuf\u00fcllen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Auf wen mag Christus<br \/>\ntreffen bei seinem Weg in die Tiefen, in die Finsternis?<br \/>\nZuerst vielleicht, wie das Mittelalter immer behauptet hat, auf die<br \/>\nSeelen aller Kinder, die viel zu fr\u00fch sterben mussten. Auch sie<br \/>\nwerden nicht vergessen, ihnen bringt er Trost und Licht, Segen und Handauflegen,<br \/>\nohne sie gibt es kein Osterfest, keine Auferstehungsfreude, sie feiern<br \/>\nmit, damals, heute, immer. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Dann vielleicht<br \/>\ntrifft er auf all die Menschen, auf all die Seiten in uns, die sich<br \/>\nsch\u00e4men m\u00fcssen, die in ihrem Leben Schweres und Schuldiges<br \/>\nauf sich geladen haben, die die Wahrheit tragen m\u00fcssen mit gekr\u00fcmmten<br \/>\nKreuz, die nicht aufrecht und frei, sondern feuerrot vor Scham die Endlosigkeit<br \/>\nertragen m\u00fcssen. Ihnen bringt er K\u00fchlung, sein Licht befreit<br \/>\nihre Herzen, er kann Vers\u00f6hnen und Freisprechen von Schuld, er<br \/>\nkommt und nimmt die Last, er kommt und macht uns gro\u00df, diese Teile<br \/>\nder Seele k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich aufatmen, wieder aufrecht stehen,<br \/>\ndie ganze Welt, die ganze Seele wird wieder f\u00e4hig und w\u00fcrdig,<br \/>\ndas Licht des Lebens zu spiegeln. Welch ein Freiheitsgesang mag entstehen<br \/>\nin der Halle der Schuld?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der n\u00e4chste<br \/>\nRaum mag alle die beherbergen, die im Leben niemals frei von sich selbst<br \/>\nwurden, die lebensl\u00e4nglich Gefangene ihres Ichs blieben, rund um<br \/>\ndie Uhr, deren Seele aus Angst oder Schw\u00e4che immer nur den eigenen<br \/>\nVorteil lebte und die nun in den Tiefen der Zeiten auf ewig Gefangene<br \/>\nihrer selbst sind. Menschen, Seiten, Dimensionen, die niemals heraustreten<br \/>\nk\u00f6nnen aus ihrem Ich, die kein fremdes Lachen ber\u00fchren, kein<br \/>\nanderes Gl\u00fcck erleuchten kann, die eingesperrt sind in sich selbst<br \/>\nwie eine Schnecke in ihrem Haus. Ihnen schlie\u00dft er auf, ihre Gitter<br \/>\nzerbricht er, sein Licht zeigt ihnen den Weg hinaus aus sich selbst<br \/>\nhin zu den anderen, er befreit sie von sich selbst und entfacht so einen<br \/>\nweiteren unendlichen Jubel in der Halle der Ich`e! <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">`Heiter Raum um<br \/>\nRaum durchschreitend, Stuf` um Stufe heben, weiten` (H.Hesse), Licht<br \/>\num Licht ansteckend, sind diese drei Tage voller Begegnung, voller Offenbarung,<br \/>\nvoller Trost und Leben und wir alle k\u00f6nnen uns frei ausmalen, wie<br \/>\nweit sein Licht geworfen wird. Reicht es auch bis in die hintersten<br \/>\nEcken der Finsternis? D\u00fcrfen auch die M\u00f6rder und Totschl\u00e4ger,<br \/>\ndie Kindersch\u00e4nder und Vergewaltiger Christi Licht sehen? Was sagt<br \/>\nIhre Seele, wie weit reicht der Lichtkegel diesen Einen? Wer darf sein<br \/>\nbarmherziges Wort h\u00f6ren? Wer darf von seinem Glauben ein St\u00fcck<br \/>\nabbekommen? Alle? Die meisten? Nur die Erw\u00e4hlten und Frommen? Sehen<br \/>\nauch Hitler, Himmler, Stalin, Pol Pot und all die anderen gro\u00dfen<br \/>\nVerbrecher der Jahrhunderte seinen Glanz? D\u00fcrfen sie mit ins Licht<br \/>\ntreten oder bleiben sie fern der Barmherzigkeit auf ewig? Wie weit w\u00fcrden<br \/>\nSie den Barmherzigkeitsball werfen? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Gott sei Dank,<br \/>\nwir m\u00fcssen nicht entscheiden, wir sind nicht Richter, sondern G\u00e4ste!<br \/>\nUnd wie weit auch immer unsere Phantasie reicht, am Ende stehen Teufel,<br \/>\nTod und H\u00f6lle nackt da? Sie haben keine Truppen mehr, niemand ist<br \/>\nmehr da, den sie drangsalieren k\u00f6nnen, seit Ostern sind das drei<br \/>\nzus\u00e4tzliche Arbeitslose, die ausnahmslos Freude machen. Oder wie<br \/>\nes so wunderbar im Lied hei\u00dft:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">&#8222;Nunmehr liegt<br \/>\nder Tod gebunden, von dem Leben \u00fcberwunden, wir sind seiner Tyrannei,<br \/>\nseines Stachels quitt und frei.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Christus hatte<br \/>\ndrei Tage lang intensiv zu tun und sein Weg zur\u00fcck ins Leben gleicht<br \/>\neinem Kr\u00f6nungsgang, ein Freudentanz, ein Jubelfest. Christi Auferstehung<br \/>\nund das leere Grab sind nicht der Anfang, sondern das Ende eines langen<br \/>\nErl\u00f6sungsweges, den er in den Tiefen schon hinter sich hat. Und<br \/>\neben das ist es, was er seinen J\u00fcngern und Freunden erz\u00e4hlt:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Nicht nur dass<br \/>\ner lebt, sondern dass alle leben sollen, wirklich alle, auch die Gestrigen<br \/>\nund Vorgestrigen, die Kleinen und Gro\u00dfen, die Finsteren und Gequ\u00e4lten,<br \/>\ndie Dunklen und Habgierigen, Ostern hei\u00dft: &#8222;Nunmehr steht<br \/>\nder Himmel offen, wahrer Friede ist getroffen, Halleluja!&#8220;. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Liebe Gemeinde,<br \/>\nwarum gibt es zu Ostern Ostereier?<br \/>\nWeil sich auch bei Eiern von au\u00dfen gar nichts sehen l\u00e4sst,<br \/>\naber innen drin, in der Tiefe entsteht neues Leben, verborgen vor unseren<br \/>\nAugen, aber deutlich sichtbar an den Folgen: Das Ei ist zerbrochen,<br \/>\ndie Schalen liegen herum, das K\u00fccken ist frei! Das Osterei ist<br \/>\nein Symbol f\u00fcr dieses unsichtbare Leben hinter dem Augenschein,<br \/>\nSymbol f\u00fcr die drei Tage zwischen Karfreitag und Ostern, in denen<br \/>\nscheinbar gar nichts passiert, aber in denen in Wirklichkeit alles neu<br \/>\nwird. Allerdings: Dass wir in der Regel die Ostereier aufessen statt<br \/>\nausbr\u00fcten, das ist ein Systemfehler, der wohl nur dadurch zu erkl\u00e4ren<br \/>\nist, dass Ostereier wunderbar schmecken. Und das ist ja auch etwas wert.<br \/>\nIn diesem Sinne: Fr\u00f6hliche Ostern und guten Appetit. Amen<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><b style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Oberkirchenrat<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Dr. Thies Gundlach<br \/>\nLeiter der Abteilung &#8222;Verk\u00fcndigung, Kirchliche Dienste und<br \/>\nWerke&#8220; im Kirchenamt der EKD<\/b><\/span><\/p>\n<p><noscript><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=ekd-ini-pr-ostern3.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigten zur EKD-Initiative \u2013 Woran denken Sie bei Ostern? Warum gibt es zu Ostern Ostereier? | Thies Gundlach | Gnade sei mit uns und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen Warum gibt es zu Ostern Ostereier? 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