{"id":9238,"date":"2002-07-07T19:50:00","date_gmt":"2002-07-07T17:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9238"},"modified":"2025-04-23T09:28:08","modified_gmt":"2025-04-23T07:28:08","slug":"wohin-wollen-sie-eigentlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wohin-wollen-sie-eigentlich\/","title":{"rendered":"Lukas 15,11\u201332"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #003399; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Predigten zur EKD-Initiative \u2013 Wohin wollen Sie eigentlich? (eine Erz\u00e4hlpredigt) | Lk 15,11\u201332 | Hans Theodor Goebel |<\/span><\/h3>\n<div align=\"left\">\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><i>Ich gehe und wei\u00df nicht wohin&#8220;<\/i> &#8211; stand auf dem Balken des alten<br \/>\nBauernhauses.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><i>Wohin wollen Sie eigentlich?<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Eine Geschichte, die \u00e4lter ist als das Bauernhaus, erz\u00e4hlt von <i>Wegen<\/i>,<br \/>\ndie gegangen worden sind. Erz\u00e4hlt auch, <i>wohin<\/i> die Wege f\u00fchr(t)en.<br \/>\nIch will nacherz\u00e4hlen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Ein Bauer in guten Verh\u00e4ltnissen hat zwei S\u00f6hne. Beide mit auf dem Hof.<br \/>\nDa sagt der j\u00fcngere zu ihm: Vater! Gib mir vom Verm\u00f6gen meinen<br \/>\nAnteil. Wie er mir zukommt. Der Vater entgegnet ihm nichts. Er tut es.<br \/>\nTeilt, was er f\u00fcrs gemeinschaftliche Leben erarbeitet und zusammengehalten<br \/>\nhat. Er gibt dem Sohn, der ihn bat, sein Teil. Nicht viele Tage danach<br \/>\nmacht der alles zu Geld, nimmt es an sich und <i>geht weg<\/i>. Wohin?<br \/>\nWeg von zu Hause im Land Pal\u00e4stina. Weg vom Hof, auf dem er bisher<br \/>\nmit dem Vater und dem \u00e4lteren Bruder zusammenarbeitete. Jetzt bricht<br \/>\ner auf in die Selbst\u00e4ndigkeit. In eine der gro\u00dfen Handelsst\u00e4dte<br \/>\nam Mittelmeer. Hier laufen Tag f\u00fcr die Tag gro\u00dfe Schiffe<br \/>\nein und aus. Hier werden Waren aus aller Herren L\u00e4nder umgeschlagen.<br \/>\nHier kann er sich mit dem Startkapital von zu Hause eine Existenz aufbauen.<br \/>\nEin eigenes Unternehmen. Es zu mehr bringen als in den begrenzten Verh\u00e4ltnissen<br \/>\nauf dem Land.<br \/>\nSo einen Aufbruch brauchen junge Leute heute &#8211; und unsere Gesellschaft<br \/>\nbraucht junge Leute, die beweglich sind, Unternehmensgeist haben und<br \/>\nbereit sind, etwas zu wagen.<br \/>\n<i>Der Weg des j\u00fcngeren Sohnes ist sein Weg in die selbst gew\u00e4hlte<br \/>\nFreiheit und Selbst\u00e4ndigkeit.<\/i><br \/>\nAber da ist die glitzernde Hafenstadt. Mit ihren Verlockungen. Wer Geld<br \/>\nhat, dem steht hier alles offen. Der junge Mann hat Geld. Und gibt es<br \/>\naus f\u00fcr das, was ihn fasziniert. Leben auf gro\u00dfem Fu\u00df.<br \/>\nLuxus. Genie\u00dfen mit teuren Frauen. Dazu Schmarotzer, die sich<br \/>\ndran h\u00e4ngen. Immer ein Tross, der ihm applaudiert. Sonst ist nichts.<br \/>\nBestechend und doch &#8222;heil-los&#8220;, wie er da lebt. Irgendwann<br \/>\nist das Geld ausgegeben. Das ganze Verm\u00f6gen. Aufgebaut hat er nichts.<br \/>\nEr hat nichts mehr. Jetzt merkt er grausam, wie allein er ist. Sehr<br \/>\neinsam. Dazu ist die Zeit teuer. Hunger herrscht im Land. Er war aufgebrochen<br \/>\nin die Selbst\u00e4ndigkeit und <i>geht nun hin und h\u00e4ngt sich<br \/>\nin seiner Not an einen,<\/i> der Landwirtschaft betreibt. Leben auf dem<br \/>\nBauernhof kennt er ja. Ob er sich da nicht sein Brot verdienen kann?<br \/>\nDer Landwirt schickt ihn schlie\u00dflich zum Schweineh\u00fcten auf<br \/>\nseine Felder. Er l\u00e4sst ihn arbeiten, aber er gibt ihm nichts zu<br \/>\nessen. Elende Abh\u00e4ngigkeit ohne jeden Schutz. In Zeiten der Not<br \/>\nkann man die Habenichtse umso besser ausnutzen. Die Schweine, die er<br \/>\nh\u00fctet, bekommen die Schoten vom Johannisbrotbaum zu fressen. Wie<br \/>\ngerne w\u00fcrde er sich wenigstens mit diesem Schweinefutter den Bauch<br \/>\nvoll schlagen. Aber man verwehrt es ihm.<br \/>\nDer junge Mann war aufgebrochen <i>nach drau\u00dfen<\/i>, in die Fremde,<br \/>\nin die Freiheit eines selbst bestimmten Lebens. Und ist nun angekommen,<br \/>\nwo er nichts, gar nichts mehr rei\u00dfen kann. Ganz unten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Da &#8211; hungrig mitten unter den Schweinen &#8211; tritt er einen anderen Weg an.<i> Er geht in sich.<\/i><br \/>\nIn seiner Erinnerung taucht das Bild seines Vaters auf. Wie viele Tagel\u00f6hner<br \/>\nhat mein Vater auf seinem Hof und die erhalten Brot im \u00dcberfluss.<br \/>\nIch aber &#8211; denkt der Junge &#8211; komme hier um vor Hunger. Einst war ich<br \/>\nda zu Hause, sagt er sich vielleicht. Aber das ist ja vorbei. Ich will<br \/>\nmich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich<br \/>\nhabe gefehlt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert,<br \/>\ndein Sohn genannt zu werden. Halte mich wie einen deiner Tagel\u00f6hner.<br \/>\nSo geht der Junge in sich und ist nun angekommen bei dem Entschluss,<br \/>\numzukehren zu seinem Vater und ihm seine Fehler zu bekennen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Den Entschluss setzt er um in die Tat. Das ist noch einmal ein neuer Schritt aus seinem<br \/>\nInneren heraus. <i>Er macht sich tats\u00e4chlich auf und geht den Weg<br \/>\nzur\u00fcck zu seinem Vater<\/i>. Ich kann mir denken, wie seine Schritte<br \/>\nimmer langsamer werden, je n\u00e4her er dem Vaterhaus kommt. Immer<br \/>\nschwerer. Der <i>Weg der Umkehr <\/i>geht sich nicht so leicht. Wie wird<br \/>\nsich der Vater verhalten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der aber hat wohl schon nach ihm ausgeschaut. Jedenfalls sieht er ihn, wie er noch weit<br \/>\nweg ist. Es jammert ihn. Sein Herz ist ganz Erbarmen. Da l\u00e4uft<br \/>\ner. Ein ungew\u00f6hnliches Bild. Der betagte Orientale in seinem langen<br \/>\nGewand l\u00e4uft. Das ist doch unter seiner W\u00fcrde. Aber er tut<br \/>\nes. Er l\u00e4uft diesem seinem Sohn entgegen. So l\u00e4uft der Weg<br \/>\ndes Vaters.<i> Sein Entgegenkommen<\/i>. So kommt er bei dem Zur\u00fcckkehrenden<br \/>\nan und f\u00e4llt ihm um den Hals und k\u00fcsst ihn. Das ist das Erste,<br \/>\nbevor \u00fcberhaupt Worte fallen. Worte hatte der Sohn sich vorgenommen.<br \/>\nDie sagt er dann auch. Die Umarmung \u00f6ffnet ihm den Mund: Vater,<br \/>\nich habe gefehlt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr wert,<br \/>\ndein Sohn genannt zu werden. Weiter kommt er nicht. Denn nun redet der<br \/>\nVater. Ruft seinen Knechten zu: Schnell, bringt das Festgewand und den<br \/>\nSiegelring und Sandalen. Zieht das alles meinem Sohn an.<br \/>\nSo weit reicht das Entgegenkommen des Vaters. Er setzt den Sohn, der<br \/>\nalles verspielt hatte, wieder ein &#8211; nicht als Tagel\u00f6hner, nein<br \/>\nals seinen Sohn. Mit allen Ehren.<br \/>\nUnd schlachtet schnell das gem\u00e4stete Kalb &#8211; ruft er den Knechten<br \/>\nzu. Lasst uns essen und fr\u00f6hlich sein. Denn dieser mein Sohn, war<br \/>\ntot und ist wieder lebendig geworden. Er war verloren und ist wieder<br \/>\ngefunden worden. So unb\u00e4ndig freut er sich dar\u00fcber und alle<br \/>\nm\u00fcssen mitfeiern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><i>Noch einer geht einen Weg<\/i>. Der \u00e4ltere Sohn. Er hat den Tag \u00fcber auf dem<br \/>\nFeld gearbeitet und jetzt, am Abend kommt er zum Haus und Hof des Vaters.<br \/>\nDas ist sein Zuhause, hier ist er geblieben und macht die Landwirtschaft<br \/>\nmit dem Vater. N\u00e4her kommend h\u00f6rt er Musik und Tanzen. Er<br \/>\nfragt einen der Hofknechte, was denn da los sei. Und der sagt es ihm:<br \/>\nDein Bruder ist nach Hause zur\u00fcckgekommen und dein Vater hast das<br \/>\nMastkalb geschlachtet, weil er ihn gesund wieder hat.<br \/>\nWie er das h\u00f6rt, packt den \u00c4lteren der Zorn &#8211; richtig die<br \/>\nWut. Dieses Fest will er nicht mitfeiern, will nicht <i>hineingehen<\/i>.<br \/>\nDa <i>geht<\/i> sein Vater zu ihm <i>hinaus<\/i> und bittet ihn.<br \/>\nZum zweiten Mal in dieser Geschichte geht der Vater. Wie er vorhin dem<br \/>\nj\u00fcngeren Sohn entgegengelaufen ist, so geht er jetzt zu dem \u00e4lteren<br \/>\nhinaus. Und bittet ihn. Auch hier fragt er nicht nach seiner W\u00fcrde.<br \/>\n<i>Auch diesem \u00e4lteren kommt er entgegen<\/i>. Bei ihm in seinem<br \/>\nZorn will er ankommen.<br \/>\nDer Zorn entl\u00e4dt sich in der Gegenrede des Sohnes: Solange mache<br \/>\nich hier auf dem Hof die Arbeit f\u00fcr dich. Immer habe ich dir gehorcht.<br \/>\nGeschuftet ohne Ende. Und du hast mir nicht mal ein Ziegenb\u00f6ckchen<br \/>\ngegeben zum Grillen, niemals ein Fass aufgemacht zum Feiern mit meinen<br \/>\nFreunden. Und jetzt ist dieser dein Sohn gekommen. Der \u00e4ltere sagt<br \/>\nnicht:<i> mein Bruder<\/i>, er sagt zum Vater: <i>dieser dein Sohn<\/i>,<br \/>\nder das, was du f\u00fcr unser Leben erarbeitet und zusammengehalten<br \/>\nhattest, mit Huren verschleudert hat.<br \/>\nUnd du &#8211; du hast ihm noch das Mastkalb geschlachtet. Und machst ihm<br \/>\nso ein Fest. Das verdient der doch nicht. Das kommt gerade dem doch<br \/>\ngar nicht mehr zu. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Bitter ist der \u00e4ltere, er bebt in seinem Zorn. Er sieht nur Ungerechtigkeit des<br \/>\nVaters. Der aber sagt: Kind! &#8211; Du bist doch allezeit bei mir. Und alles,<br \/>\nwas mein ist, ist dein.<br \/>\nWei\u00df der das nicht?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und der Vater sagt ihm: Es war doch einfach n\u00f6tig, fr\u00f6hlich zu sein und sich<br \/>\nzu freuen, weil dieser dein Bruder tot war und ist lebendig geworden,<br \/>\nverloren war und ist gefunden worden. <i>Dieser dein Bruder<\/i> &#8211; sagt<br \/>\nder Vater. Er spricht dem \u00e4lteren Sohn den j\u00fcngeren neu als<br \/>\nBruder zu.<br \/>\nAlles, was mein ist, ist dein &#8211; auch dein Bruder, der verloren war und<br \/>\njetzt gefunden ist. Ich hab ihn wieder als meinen Sohn und schau: Da<br \/>\nhast du wieder deinen Bruder.<br \/>\nDas muss doch einfach gefeiert werden. Und du musst dabei sein. Mitfeiern<br \/>\nund dich freuen. Du mein Kind. Komm doch herein! Trink doch einen mit!<br \/>\nOb der \u00e4ltere der Einladung des Vaters gefolgt ist, den Weg hineingegangen<br \/>\nist &#8211; zum Fest? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wege sind gegangen worden in dieser Geschichte: <\/span><\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Weg des j\u00fcngeren Sohnes in die Freiheit und endete in Abh\u00e4ngigkeit und Elend. <\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Weg, auf dem er dann in sich ging und erinnerte sich seines Vaters und erkannte seinen Fehler. <\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Weg seiner Umkehr zum Vater.<\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Das Laufen des Vaters, der ihn vom weitem sah, sein Entgegenkommen \u00fcber alle Ma\u00dfen. <\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Der Weg des \u00e4lteren nach Hause &#8211; und wollte aus Zorn und Bitterkeit nicht hineingehen zum Fest der Freude, <\/span><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">das der Vater f\u00fcr den gefunden Sohn hatte ausrichten lassen. <\/span><\/div>\n<\/li>\n<li>\n<div align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Und der Weg des Vaters, als er das Fest verlie\u00df zu ihm hinausging, und kam auch ihm entgegen und bat ihn: Ist es nicht n\u00f6tig, dass du mitfeierst und dich freust? &#8211; Ob der \u00e4ltere dann den Weg hineinging zum Fest?<\/span><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div align=\"left\">\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"> Jesus hat solche Geschichten erz\u00e4hlt, um den Menschen zu sagen: So geht es zu im<br \/>\nReich Gottes. Wie in dieser Geschichte. So seid ihr dran mit Gott.<br \/>\nWo Jesus, der Christus mit dieser Geschichte heute bei uns ankommt &#8211;<br \/>\nund ich hoffe darauf, indem ich nacherz\u00e4hle &#8211; greift das Reich<br \/>\nGottes auf uns \u00fcber. So wie der Vater dem j\u00fcngeren Sohn, der<br \/>\nsein Leben verfehlt hat und zu ihm umgekehrt, um den Hals f\u00e4llt.<br \/>\nSo wie er den \u00e4lteren bittet: Freu dich doch mit.<br \/>\nIch k\u00f6nnte auch sagen: So wie die Wege in dieser Geschichte sind<br \/>\nLebenswege, die wir gehen und gehen k\u00f6nnen: Wege, auf denen wir<br \/>\nfehlen und scheitern und Wege in uns selbst hinein, und Wege der Umkehr,<br \/>\nund andere Wege der Bitterkeit und des Neids.<br \/>\nUnd so wie Wege in dieser Geschichte sind Wege, auf denen uns Gott entgegenkommt<br \/>\nwie der Vater und vergibt \u00fcber alle Ma\u00dfen und freut sich,<br \/>\ndass er uns Verlorene wieder hat und kommt uns darin entgegen, dass<br \/>\ner uns bittet, hineinzukommen in seine Freude \u00fcber die anderen<br \/>\nVerlorenen, die er wieder hat.<br \/>\nLassen wir uns einladen &#8211; die Wege zu gehen, auf denen er uns entgegen<br \/>\nkommt? Den Weg der Umkehr zu ihm und den Weg hinein in die Freude.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><i>Wohin wollen Sie eigentlich?<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Martin Luther hatte in der Inschrift an dem alten Bauernhaus gelesen:<br \/>\n<i>Ich komme und wei\u00df nicht woher.<br \/>\nIch gehe und wei\u00df nicht wohin.<br \/>\nMich wundert, dass ich noch fr\u00f6hlich bin.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Luther soll dann umgedichtet haben:<br \/>\n<i>Ich komme und wei\u00df wohl woher.<br \/>\nIch gehe und wei\u00df wohl wohin.<br \/>\nMich wundert, dass ich noch traurig bin.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Wo <i>Jesus <\/i>uns erz\u00e4hlt &#8211; und ich hoffe darauf &#8211; wo <i>er<\/i> uns so eine Geschichte<br \/>\nerz\u00e4hlt wie die von den Wegen des Vaters zu uns und von unseren<br \/>\nWegen zum Vater entzieht er der Traurigkeit Grund und Boden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">Amen.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\">(Die Geschichte l\u00e4sst sich nachlesen im Lukasevangelium Kapitel 15 Verse 11-32.)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Literatur:<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u00b7 Eberhard J\u00fcngel, Paulus und Jesus. Eine Untersuchung zur<br \/>\nPr\u00e4zisierung der Frage nach dem Ursprung der Christologie, T\u00fcbingen<br \/>\n19642, 135-142; 160-164.<br \/>\n\u00b7 Georg Eichholz, Gleichnisse der Evangelien. Form, \u00dcberlieferung,<br \/>\nAuslegung, Neukirchen-Vluyn 1971, 200-220.<br \/>\n\u00b7 Denk mal nach \u0085 mit Luther. Der Kleine Katechismus &#8211; heute<br \/>\ngesagt, hg. v. Kirchenkanzlei der EKU, G\u00fctersloh 1989, 85.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;\"><b>Hans Theodor<br \/>\nGoebel (K\u00f6ln)<br \/>\n<a href=\"mailto:HTheo_Goebel@web.de\">E-Mail: HTheo_Goebel@web.de<\/a><\/b><\/span><\/p>\n<\/div>\n<p><noscript><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=ekd-ini-pr-wohin-3.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigten zur EKD-Initiative \u2013 Wohin wollen Sie eigentlich? 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