{"id":9246,"date":"2001-08-07T19:49:57","date_gmt":"2001-08-07T17:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9246"},"modified":"2025-04-23T11:10:37","modified_gmt":"2025-04-23T09:10:37","slug":"predigtreihe-zum-vater-unser-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigtreihe-zum-vater-unser-3\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 6,7\u20139"},"content":{"rendered":"<h3>Predigtreihe zum Vater-Unser | 19. August 2001 | Mt 6,7\u20139 | Klaus B\u00e4umlin |<\/h3>\n<p><b>Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>in den letzten Gottesdiensten, die ich mit Ihnen zusammen in der Nydeggkirche<br \/>\nhalte, m\u00f6chte ich versuchen, das Unser-Vater-Gebet auszulegen. Es<br \/>\nist das Gebet, das Jesus uns gelehrt und geschenkt hat. Schon die ersten<br \/>\nChristengemeinden haben es regelm\u00e4\u00dfig in ihren Gottesdiensten<br \/>\ngebetet. \u00dcber fast zwei Jahrtausende hinweg verbindet es die Generationen.<br \/>\nUnd es verbindet die Christen und Kirchen aller Konfessionen und \u00fcberall<br \/>\nauf der Erde. Schon Theologen der Alten Kirchen haben es als Zusammenfassung<br \/>\ndes ganzen Evangeliums verstanden. Im Berner Synodus von 1532, dem Grundlagendokument<br \/>\nder Berner Reformation, heisst es vom Unser Vater, es sei &#8222;das wahre<br \/>\nchristliche Gebet und der Wasserkrug oder Eimer, mit dem aus dem Brunnen<br \/>\nder Gnade &#8211; aus Jesus Christus &#8211; diese Gnade gesch\u00f6pft und ins Herz<br \/>\ngefasst wird.&#8220; Wie vielen Menschen \u00fcber viele Jahrhunderte ist<br \/>\ndieses Gebet wirklich zum Wasserkrug geworden, aus dem sie Kraft, Trost<br \/>\nund Hoffnung gesch\u00f6pft haben. Und es gibt wohl keine anderen Wort<br \/>\nder Bibel, die noch heute so vielen Menschen vertraut sind wie das Unser-Vater-Gebet.<\/p>\n<p>Das Gebet Jesu ist uns im Neuen Testament zweimal \u00fcberliefert: im<br \/>\nLukasevangelium in einem k\u00fcrzeren, im Matth\u00e4usevangelium in<br \/>\nder uns vertrauten erweiterten Fassung:<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden;<br \/>\ndenn sie meinen, sie werden erh\u00f6rt, wenn sie viele Worte<br \/>\nmachen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleiche. Denn euer<br \/>\nVater wei\u00df, was ihr bed\u00fcrft, bevor ihr ihn bittet. Darum<br \/>\nsollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name<br \/>\nwerde geheiligt.&#8220; (Matth. 6,7-9)<\/p>\n<p>Wenn wir von Gott und zu ihm reden, k\u00f6nnen wir es nicht anders tun<br \/>\nals in Gleichnissen, Bildern, mit Worten und Begriffen, die aus unserer<br \/>\nErfahrung kommen. Auch die Menschen, denen wir die Bibel zu verdanken<br \/>\nhaben, konnten es nicht anders. Sie reden von Gott und zu ihm als Herr<br \/>\nund K\u00f6nig, als Hirte, als Fels und Schild, als Licht und Sonne und<br \/>\neben: als Vater.<\/p>\n<p>Mit allen solchen Worten und Vergleichen sind Erfahrungen, vielseitige,<br \/>\nauch widerspr\u00fcchliche Erfahrungen verbunden. Mit dem Wort &#8222;Vater&#8220;<br \/>\nist das besonders so. Bei vielen Kindern weckt das Wort lebenslang Erinnerungen<br \/>\nan F\u00fcrsorge und Schutz, an Z\u00e4rtlichkeit und Liebe, an Kraft<br \/>\nund Grossz\u00fcgigkeit. F\u00fcr andere ist und bleibt es verbunden mit<br \/>\nAngst und Einsch\u00fcchterung, mit Zucht, Zwang und Fremdbestimmung.<br \/>\nWieder andere haben schwache, ungeduldige V\u00e4ter, Versager ohne Autorit\u00e4t<br \/>\nerlebt. Und f\u00fcr noch andere hat der Vater f\u00fcr ihr Leben kaum<br \/>\neine Bedeutung, sei es, dass sie einen Vater hatten, der nie Zeit f\u00fcr<br \/>\nseine Kinder, sei es, dass sie ihren Vater \u00fcberhaupt nie gekannt<br \/>\nhaben. Und so kommt es, dass es Menschen gibt, denen die Anrede &#8222;Unser<br \/>\nVater&#8220; gar nicht so leicht \u00fcber die Lippen geht, weil ihnen<br \/>\nErfahrungen mit dem eigenen Vater im Weg stehen. Ich denke zum Beispiel<br \/>\nan Carola Moosbach, deren Gebete f\u00fcr mich zu den sch\u00f6nsten,<br \/>\nehrlichsten, anst\u00f6ssigsten und z\u00e4rtlichsten geh\u00f6ren, die<br \/>\nich kenne. Zwischen ihr und dem Unser-Vater-Gebet steht der eigene Vater<br \/>\nim Weg, der sie als Kind sexuell missbraucht hat: der &#8222;Vaterfeind&#8220;,<br \/>\nder &#8222;Kindersch\u00e4nder und Seelenm\u00f6rder&#8220;.<\/p>\n<p>Ach, wir irdischen V\u00e4ter &#8211; wie viele widerspr\u00fcchliche Erfahrungen<br \/>\nsind mit uns verbunden!<\/p>\n<p align=\"center\">*<\/p>\n<p>Jesus aber hei\u00dft uns beten zum &#8222;Vater im Himmel&#8220;. F\u00fcr<br \/>\nihn ist Gott ein Vater, aber ganz anders, unvergleichlich anders als irdische<br \/>\nV\u00e4ter. Der Himmel ist in der Sprache der Bibel der Ort &#8211; ach, &#8222;Ort&#8220;<br \/>\nist kein gutes Wort &#8211; , die Sph\u00e4re, die Zeit, in der Gott wohnt,<br \/>\nin der sein Wille heute schon geschieht, in der die Widerspr\u00fcche<br \/>\nund dunkeln R\u00e4tsel des Lebens und der Welt gel\u00f6st sind. Himmel<br \/>\n&#8211; das ist der weite, offene Horizont der Gnade. Himmel &#8211; das ist die Zukunft<br \/>\nGottes f\u00fcr die Erde.<\/p>\n<p>&#8222;Br\u00fcder, \u00fcberm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen&#8220;,<br \/>\nhei\u00dft es in Friedrich Schillers &#8222;Ode an die Freude&#8220;, und<br \/>\nso t\u00f6nt es im Finale von Beethovens Neunter Symphonie. Wie anders<br \/>\nhei\u00dft es beim Propheten Jesaia (57,15): &#8222;Ja, so hat gesprochen<br \/>\nder Hohe und Erhabene &#8211; wohnend auf Dauer und heilig ist sein Name: Ich<br \/>\nwohne in der H\u00f6he und als Heiliger u n d bei dem Zerschlagenen und<br \/>\nGedem\u00fctigten, um aufleben zu lassen die Gedem\u00fctigten, um aufleben<br \/>\nzu lassen das Herz der Zerschlagenen.&#8220;<\/p>\n<p>So hat Jesus es verk\u00fcndet, so hat er es gelebt, so hat er es andere<br \/>\nerfahren, sp\u00fcren lassen: Nicht \u00fcberm Sternenzelt &#8222;muss<br \/>\nein lieber Vater wohnen&#8220; &#8211; Gott, der im Himmel wohnt, wohnt auch<br \/>\nbei den Zerschlagenen und Bedr\u00fcckten. Und deshalb kommt der Himmel<br \/>\nin ihr Leben. Bei Jesus und mit ihm leben sie auf: Hungernde teilen das<br \/>\nwenige, was sie haben, und sie werden satt. Stummgemachte finden ihre<br \/>\nSprache, Geblendeten gehen die Augen auf, Gel\u00e4hmte fichten sich auf<br \/>\nund gehen auf eigenen F\u00fcssen. Von niederdr\u00fcckenden M\u00e4chten<br \/>\nBesessene und Fremdbestimmte erwachen zu freien Menschen. Verachtete,<br \/>\nVergessene und Ausgesto\u00dfene sind eingeladen und aufgenommen in gesellige<br \/>\nTischgemeinschaft. Das Herz der Zerschlagenen und Gedem\u00fctigten lebt<br \/>\nauf. Sie erfahren die N\u00e4he und Gegenwart des Vaters im Himmel mitten<br \/>\nin ihrem kleinen Leben. Sie sehen den offenen Himmel der Gnade. Sie sp\u00fcren<br \/>\ndie Allmacht von Gottes Liebe mitten in ihrer eigenen Ohnmacht und Schwachheit.<\/p>\n<p>Denn der, der sie das Unser Vater beten lehrt, lebt selber aus dieser<br \/>\nN\u00e4he und Gegenwart des himmlischen Vaters. Das Unser-Vater-Gebet<br \/>\nist uns im Neuen Testament in der griechischen Sprache \u00fcberliefert.<br \/>\nJesus hat es aber nicht griechisch gebetet, sondern in seiner aram\u00e4ischen<br \/>\nMuttersprache. Er hat Gott mit &#8222;Abba&#8220; angeredet. Das ist eine<br \/>\nvertrauliche Anrede, kein distanziertes &#8222;Vater&#8220;, eher ein z\u00e4rtliches,<br \/>\nliebevolles &#8222;Papa&#8220;. Noch in der Stunde seiner schwersten Entscheidung,<br \/>\nGetsemane, kurz bevor man ihn verhaftet, zum Tod verurteilt und ans Kreuz<br \/>\ngeh\u00e4ngt hat, im Wissen darum, was auf ihn zukommt, hat Jesus gebetet:<br \/>\n&#8222;Abba&#8220; &#8211; das Markusevangelium \u00fcberliefert uns hier das<br \/>\naram\u00e4ische Wort &#8211; &#8222;Abba, lieber Vater, du kannst alles. Lass<br \/>\ndiesen Leidenskelch an mir vor\u00fcbergehen. Aber es soll geschehen,<br \/>\nwas du willst, nicht was ich will.&#8220; (Mark. 14,36) Jesus hat seinem<br \/>\nVater bis zum letzten gehorcht, er hat dessen Wille \u00fcber seinen eigenen<br \/>\ngestellt &#8211; aber nicht aus Furcht vor einem strengen, strafenden und fordernden<br \/>\nVater, sondern aus einem unbedingten, grenzenlosen Vertrauen, im Wissen<br \/>\nund Vertrauen, dass der Vater im Himmel f\u00fcr seine Kinder nur das<br \/>\nGute will: das Leben, nicht den Tod.<\/p>\n<p align=\"center\">*<\/p>\n<p>Jesus lehrt uns beten &#8220; U n s e r &#8220; Vater im Himmel&#8220;.<br \/>\nWir sagen das so leichthin und haben vielleicht gar nicht gemerkt, was<br \/>\nf\u00fcr eine integrierende Kraft in diesem W\u00f6rtlein &#8222;unser&#8220;<br \/>\nliegt. Jesus versteht es umfassend, alle ein-, niemanden ausschliessend.<br \/>\nF\u00fcr ihn ist Gott nicht nur der Gott der Juden und der Christen. Er<br \/>\nist der Vater aller Menschen. Und so sind alle Menschen Kinder des Vaters<br \/>\nim Himmel. Wenn wir beten &#8222;Unser Vater im Himmel&#8220;, dann schliessen<br \/>\nwir sie ein. Sie kommen uns nahe, werden zu unseren Geschwistern. Das<br \/>\ngilt auch f\u00fcr den albanischen Asylbewerber, der Muslime ist. Es gilt<br \/>\nf\u00fcr den Tamilen mit seinem hinduistischen Hintergrund. Es gilt f\u00fcr<br \/>\nden aus der Kirche ausgetretenen Agnostiker. Es gilt f\u00fcr die unangenehme<br \/>\nNachbarin oder Schw\u00e4gerin. Es gilt f\u00fcr den pers\u00f6nlichen<br \/>\nund den politischen Gegner. Sie merken, liebe Gemeinde, das Unser-Vater-Gebet<br \/>\nist darauf aus, unsere Einstellungen und Haltungen zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nEs geht uns ganz sch\u00f6n ans Lebenige!<\/p>\n<p align=\"center\">*<\/p>\n<p>Auch mit den ersten drei Bitten ver\u00e4ndert das Unser Vater unsere<br \/>\nPerspektive. Jesus beginnt sein Gebet nicht mit den W\u00f6rtern &#8222;ich&#8220;,<br \/>\n&#8222;gib mir&#8220;, auch nicht mit &#8222;uns&#8220;. Erst an vierter Stelle<br \/>\nkommt die Bitte um unser t\u00e4gliches Brot. Dreimal hei\u00dft es zun\u00e4chst<br \/>\n&#8222;dein&#8220;: &#8222;Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein<br \/>\nWille geschehe.&#8220;<\/p>\n<p>Ein paar Verse sp\u00e4ter im Matth\u00e4usevangelium (6,25-33) finden<br \/>\nsich die Worte Jesu \u00fcber das Sorgen. &#8222;Sorgt euch nicht um euer<br \/>\nleben, was ihr essen oder was ihr trinken, noch um euren Leib, womit ihr<br \/>\neuch kleiden sollt.&#8220; Und er schliesst seine Rede \u00fcber das Sorgen<br \/>\nmit den Worten: &#8222;Sucht zuerst nach dem K\u00f6nigreich eures himmlischen<br \/>\nVaters und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles hinzugef\u00fcgt<br \/>\nwerden.&#8220; Dorothee S\u00f6lle hat einmal geschrieben, Beten heisse,<br \/>\ndie grossen W\u00fcnsche lernen. Das w\u00fcrde z.B. heissen: nicht nur<br \/>\nw\u00fcnschen und darum beten, dass i c h morgen zu essen und zu trinken<br \/>\nhabe, sondern dass a l l e Menschen genug zu essen und zu trinken haben.<br \/>\nEs w\u00e4re das Wissen oder die Weisheit, dass ich, meine Familie, meine<br \/>\nNachkommen, mein kleines Land auf Dauer nur in Frieden leben k\u00f6nnen,<br \/>\nwenn der Friede auf Erden Zukunft hat. Sie merken, liebe Gemeinde, Das<br \/>\nW\u00f6rtlein &#8222;Unser&#8220; in der Anrede &#8222;Unser Vater im Himmel&#8220;<br \/>\nhat seine Konsequenzen!<\/p>\n<p>So lehrt uns Jesu zun\u00e4chst um das Grosse, das Ganze bitten. Er legt<br \/>\nuns die g r o s s e n W\u00fcnsche ans Herz: &#8222;Dein Name werde geheiligt.&#8220;<br \/>\nIch habe in den letzten paar Jahren, bei der intensiven Besch\u00e4ftigung<br \/>\nmit biblischen Texten, manche hinzugelernt, neu gelernt. Ander haben mir<br \/>\ndabei geholfen. Etwas vom Sch\u00f6nsten, was ich entdeckt habe, betrifft<br \/>\ndas Wort &#8222;Segen&#8220;. Ich habe gelernt, dass in der Bibel &#8222;segnen&#8220;<br \/>\netwas Reziprokes, Gegenseitiges ist: Gott segnet Menschen und Menschen<br \/>\nk\u00f6nnen Gott segnen. Jemanden segnen hei\u00dft, ihm Lebenskraft,<br \/>\nGl\u00fcck, Gelingen, ja &#8211; warum nicht? &#8211; Erfolg zu sprechen, zuw\u00fcnschen,<br \/>\nzutrauen. So bitten wir etwa bei der Taufe um Gottes Segen f\u00fcr ein<br \/>\nKind: dass es seine Gaben und F\u00e4higkeiten entfalten kann, dass es<br \/>\nein freier Mensch werden darf, dass es von Menschen geleitet wird, die<br \/>\nes gut mit ihm meinen und ihm vielleicht den Segensspruch mit: &#8222;Gesegnet<br \/>\nist der Mensch, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr<br \/>\nist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist. Auch in trockenen<br \/>\nJahren wird er seine Fr\u00fcchte tragen.&#8220; (Jer. 17,7f).<\/p>\n<p>Und so k\u00f6nnen, d\u00fcrfen und sollen nun ihrerseits wir Menschen<br \/>\nGott segnen: ihm zuw\u00fcnschen, zutrauen, zusprechen und zumuten. Dass<br \/>\ner tun kann, was er tun will. Im Unser-Vater-Gebet geht es um dieses gegenseitige<br \/>\nSegnen: Die Kinder segnen den Vater im Himmel und sie bitten ihn um seinen<br \/>\nSegen f\u00fcr sich und ihre Geschwister.<\/p>\n<p>In den ersten drei Bitten geht es um den Segen, mit dem wir Gott segnen,<br \/>\nihm zusprechen. Und das gilt ganz besonders f\u00fcr die erste Bitte:<br \/>\n&#8222;Dein Name werde geheiligt.&#8220; Jesus legt uns den grossen, leidenschaftlichen<br \/>\nWunsch ans Herz, dass der Name Gottes zu Ehren kommt, dass er, der tausendfach<br \/>\nmissbrauchte, nicht missbraucht wird, um im Namen Gottes andere Menschen<br \/>\nzu verurteilen. Dass wir ihn nicht zu Intoleranz und Rechthaberei missbrauchen.<br \/>\nDass wir den vergessenen und verachteten Namen Gottes sorgf\u00e4ltig,<br \/>\nliebevoll und z\u00e4rtlich auf uns tragen. Dass wir uns in seinem Namen<br \/>\nFrieden w\u00fcnschen und Frieden stiften. Dass wir erkennen, wie sch\u00f6n<br \/>\nund gut es ist, dass wir in Seinem Namen getauft sind, unser Leben also<br \/>\ngepr\u00e4gt und gezeichnet sein darf durch diesen Namen.<\/p>\n<p>Ich denke, liebe Gemeinde, auch unser Gottesdienst am Sonntagmorgen hat<br \/>\netwas zu tun mit der Heiligung des Gottesnamens, mit dem Segen, den wir<br \/>\nGott zusprechen. Wir k\u00f6nnen gar nicht ermessen, was f\u00fcr eine<br \/>\nverborgene Kraft in die Welt kommt, wenn ein paar Menschen \u00fcberall<br \/>\nauf der Erde durch ihr Beten und Singen, ihren Dank und Lobpreis den Namen<br \/>\nGottes in Ehren halten.<\/p>\n<p>Im Unser-Vater-Gebet geht es um die gemeinsame Sache des Vaters im Himmel<br \/>\nund seiner Kinder auf der Erde. Gott ist f\u00fcr uns da, und wir sind<br \/>\nf\u00fcr ihn da. Wir k\u00f6nnen uns aufeinander verlassen. Wir stehen<br \/>\nf\u00fcr einander ein. Wir geh\u00f6ren zusammen. Wir brauchen einander.<br \/>\nWir helfen einander. Wir vertrauen einander. Wir sind aufeinander angewiesen.<br \/>\nWir hoffen aufeinander, wir erwarten viel voneinander. Wir lieben einander.<br \/>\nWir freuen uns aneinander. Wir geben einander Zukunft. Wir, unser Vater<br \/>\nim Himmel, und seine Kinder auf der Erde.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Klaus B\u00e4umlin<br \/>\nPfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Nydegg in Bern<br \/>\n<a href=\"mailto:klaus.baeumlin@mydiax.ch\">E-Mail: klaus.baeumlin@mydiax.ch<\/a><\/b><\/p>\n<p><noscript><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=1&amp;bn=neukirch&amp;f=vu-reihe-1.html&amp;r=r1\"\/><\/noscript><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtreihe zum Vater-Unser | 19. August 2001 | Mt 6,7\u20139 | Klaus B\u00e4umlin | Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name Liebe Gemeinde, in den letzten Gottesdiensten, die ich mit Ihnen zusammen in der Nydeggkirche halte, m\u00f6chte ich versuchen, das Unser-Vater-Gebet auszulegen. Es ist das Gebet, das Jesus uns gelehrt und geschenkt hat. 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