{"id":9266,"date":"2021-02-07T19:49:52","date_gmt":"2021-02-07T19:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9266"},"modified":"2022-09-13T16:46:25","modified_gmt":"2022-09-13T14:46:25","slug":"lukas-21-25-33-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-21-25-33-2\/","title":{"rendered":"Lukas 21, 25-33"},"content":{"rendered":"<h3 align=\"left\"><b><span style=\"color: #000099;\">2<\/span><span style=\"color: #000099;\">. Advent, 8. Dezember 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber Lukas 21, 25-33, verfa\u00dft von Hans-Hermann Jantzen<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>die K\u00f6rpersprache verr\u00e4t viel \u00fcber einen Menschen. Wer aufrecht und mit offenem Blick unter die Menschen geht, ist in der Regel &#8218;gut drauf&#8216; und mit sich und der Welt im Reinen. Wer gebeugt durch die Gegend geht und die Schultern h\u00e4ngen l\u00e4sst, ist vermutlich unzufrieden oder von Sorgen geplagt. Wer seinem Gespr\u00e4chspartner mit gesenktem Blick gegen\u00fcber steht und nicht wagt, ihm in die Augen zu schauen, hat Angst vor sich selber und anderen.<\/p>\n<p>Wer fr\u00f6hlich und mit sich und der Welt im Reinen ist, wird aufrecht und mit offenem Blick unter die Menschen gehen. Wer unzufrieden oder von Sorgen geplagt ist, geht eher gebeugt und l\u00e4sst die Schultern h\u00e4ngen. Wer Angst vor sich selber und anderen hat, h\u00e4lt den Blick gesenkt und wagt es nicht, seinem Gegen\u00fcber in die Augen zu schauen.<\/p>\n<p>Die Botschaft des 2. Adventssonntags ist eindeutig: &#8222;Seht auf und erhebt eure H\u00e4upter, weil sich eure Erl\u00f6sung naht!&#8220; Mir ist es wichtig, diesen Satz an den Anfang zu stellen, damit die Zielrichtung klar ist. Die vorhergehenden S\u00e4tze in diesem 21. Kapitel des Lukasevangeliums sind ja eher dazu angetan, den Kopf einzuziehen und sich wegzuducken. In d\u00fcsteren Farben malt der Evangelist die Zeichen der Zeit an die Wand. Eine Zeit voller Angst und Schrecken. Der Tempel in Jerusalem ist von den r\u00f6mischen Truppen zerst\u00f6rt worden. Die junge Christengemeinde muss sich auf schlimmste Verfolgungen gefasst machen. Erdbeben und Hungersn\u00f6te gehen durch die Nachrichten. Alles das nimmt Lukas auf und verwebt es mit g\u00e4ngigen j\u00fcdischen Endzeitvorstellungen zu seiner sog. &#8222;Kleinen Apokalypse&#8220;, die er Jesus als Predigt in den Mund legt. Und als es gerade so richtig dicke kommt: &#8222;&#8230;und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen \u00fcber die ganze Erde!&#8220; (V. 26a), da pl\u00f6tzlich diese \u00fcberraschende Wende: &#8222;Wenn aber dieses anf\u00e4ngt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure H\u00e4upter, weil sich eure Erl\u00f6sung naht.&#8220; So spricht einer, der weiter sieht als das, was vor Augen liegt. Der sich die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nicht kaputt machen l\u00e4sst. So spricht einer, der nicht Angst machen und einsch\u00fcchtern, sondern Mut machen will, Mut zum Leben, Mut zur verantwortlichen Gestaltung dieser Welt.<\/p>\n<p>Damals wie heute haben apokalyptische Szenarien f\u00fcr viele Menschen etwas Faszinierendes. Wie gebannt starren sie auf die Zeichen des Niedergangs und empfinden dabei ein wohliges Schaudern. Entsprechende Filme haben gro\u00dfen Zulauf. Einschl\u00e4gige B\u00fccher bescheren den Verlagen hohe Auflagen. Wen wundert&#8217;s, dass sich in unserer Gesellschaft eine gedr\u00fcckte, depressive Grundstimmung breit macht. Jammern und Klagen stehen hoch im Kurs. Manchmal mischt sich auch eine zynische Lust am Untergang darunter. So habe ich die Aktion von NDR 2 vor zwei Wochen empfunden. Da wurde der Totensonntag zum 1. Advent erkl\u00e4rt. Ab sofort 5 Adventssonntage, 5 Kerzen auf dem Adventskranz, 25 % mehr Gl\u00fchwein, 25 % mehr Kaufrausch&#8230; Einmal abgesehen von der eigenartigen Mathematik: es war durchaus nicht so klar, dass es sich um Satire handelte, wie die Programmmacher die vielen emp\u00f6rten Anrufer glauben machen wollten. Viele Gesch\u00e4ftsleute, die in der Sendung interviewt wurden, nahmen die Idee jedenfalls begierig auf. So sollte man auch nicht im Spa\u00df mit unserer Gedenk- und Feiertagskultur umgehen. Und wenn sich als wahr herausstellt, was man aus Redaktionskreisen h\u00f6ren kann, dass die n\u00e4chste Aktion &#8222;Ostereier am Karfreitag&#8220; bereits geplant ist, dann kann ich nur sagen: Lasst uns NDR 2 boykottieren! Solche \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender brauchen wir nicht.<\/p>\n<p>Ob nun Lust am Untergang oder Verbreitung von Angst und Schrecken; Zynismus oder Depression: wie anders ist doch die Botschaft des Advent! &#8222;Augen auf, Kopf hoch!&#8220; So lie\u00dfe sich die Ausrichtung der Predigt Jesu auf den Punkt bringen. &#8222;Augen auf! Kopf hoch!&#8220; Und damit gibt er der l\u00e4hmenden apokalyptischen Stimmung seiner und unserer Zeit einen ganz neuen Akzent. &#8222;Bei allem Chaos und Verfall; in allen Ver\u00e4nderungen und Umbr\u00fcchen k\u00f6nnt ihr wachen Auges und erhobenen Hauptes die Welt als Gottes Welt wahrnehmen und sie im Sinne Gottes gestalten. Nicht die H\u00e4nde in den Scho\u00df legen und abwarten, ist die Devise, sondern sich einmischen. Mischt euch ein! Setzt Gerechtigkeit und N\u00e4chstenliebe auf die Tagesordnung der Welt. Gottes Reich hat schon angefangen, hier mitten unter euch! Und auch wenn alles um euch her vergeht, das bleibt, das hat Bestand: Ihr seid Gottes geliebte Kinder! Selig seid ihr! Euer Hunger und Durst nach Leben wird gestillt; ihr werdet getr\u00f6stet; eure Schuld wird vergeben; Gott wird sich mit euch vers\u00f6hnen und mitten unter euch wohnen.&#8220;<\/p>\n<p>Und so zielt unser Predigtabschnitt auf den ermutigenden Satz: &#8222;Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.&#8220; Wenn man den griechischen Urtext genau liest, muss man das im Deutschen eher noch verst\u00e4rken: &#8222;Meine Worte werden ganz gewiss nicht vergehen!&#8220; Die Worte Jesu &#8211; wie das Wort Gottes in der Bibel &#8211; sind nicht blo\u00dfe Worte, Schall und Rauch, sondern setzen eine neue Wirklichkeit. &#8222;Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch!&#8220; Da klingt mit, was wir aus einem anderen 21. Kapitel (Offb. des Joh.) kennen: &#8222;Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen&#8230; Und Gott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron sa\u00df, sprach: Siehe, ich mache alles neu!&#8220;<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, h\u00f6ren Sie den anderen Zungenschlag? Sp\u00fcren Sie den neuen Geist, der in solcher Art Apokalypse weht? Es geht Jesus nicht um Zukunftserwartung, schon gar nicht um Zukunftsangst. Er gibt seinen Freunden kein endzeitliches Programm an die Hand. Es geht ihm um Jetzterwartung. Jetzt ist das Himmelreich da! Jetzt ist der Tag des Heils! Kopf hoch und Augen auf, damit ihr ihn nicht verpasst.<\/p>\n<p>Ist das nicht blo\u00df Pfeifen im dunklen Wald? Hab ich nur die rosarote Brille des Berufspredigers aufgesetzt? Sehe ich denn nicht die Zeichen an den W\u00e4nden unserer Zeit? Die Sprengg\u00fcrtel der Selbstmordattent\u00e4ter; die Panzer, die alles platt machen; die Spur der maroden \u00d6ltanker auf den Weltmeeren, die Tod an unsere Str\u00e4nde sp\u00fclt; der Tabakqualm, f\u00fcr den bald nicht mehr geworben werden darf, der aber das Staatss\u00e4ckel ansehnlich f\u00fcllt &#8211; Zeichen einer irrsinnigen Welt mit Leichengeruch. Terror und Gewalt; Fremdenhass; Habgier und Egoismus &#8211; das kann doch nur in den Untergang f\u00fchren. Wo bleibt die Erl\u00f6sung? Wo sind die Zeichen der neuen Welt?<\/p>\n<p>&#8222;Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle B\u00e4ume an: wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wisst ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wisst ihr, dass das Reich Gottes nahe ist.&#8220; Der Feigenbaum, bekannt daf\u00fcr, dass er zuerst Bl\u00fcten und dann Bl\u00e4tter treibt; der Sommer, der in Pal\u00e4stina ziemlich schlagartig kommt: ein anschauliches Bild daf\u00fcr, dass es darauf ankommt, acht zu geben, aufzupassen, wann es so weit ist; wo sich Zeichen des beginnenden Gottesreiches zeigen.<\/p>\n<p>Die Bl\u00fcten k\u00f6nnen klein und unscheinbar sein: das unvermutete L\u00e4cheln in der vorweihnachtlichen Hektik; ein stiller H\u00e4ndedruck und ein Gebet am Krankenbett; die warme Suppe und das Gespr\u00e4ch in der Herberge zur Heimat; die gespannte Aufmerksamkeit, mit der Konfirmanden pl\u00f6tzlich die Geschichte vom verlorenen Sohn lesen. Es gibt nicht nur Zeichen des Untergangs. Auch f\u00fcr Gottes vers\u00f6hnendes und rettendes Handeln gibt es Zeichen. Augen auf und Kopf hoch! Denn Gott ist nahe. So feiern wir Advent als Fest des kommenden Gottes. Als Fest der nahenden Erl\u00f6sung. Als Fest des Lebens.<\/p>\n<p>Von einem besonderen Fest des Lebens erz\u00e4hlte k\u00fcrzlich unsere Landesbisch\u00f6fin vor der Synode. Als sie im Sommer dieses Jahres das evangelische Hospital Lilienthal besuchte, f\u00fchrte eine Theatergruppe schwer Behinderter das St\u00fcck &#8222;R\u00e4uber Hotzenplotz&#8220; auf. R\u00e4uber Hotzenplotz rast im elektrischen Rollstuhl auf die Gro\u00dfmutter zu und ruft: &#8222;Gib die Kaffeem\u00fchle her!&#8220; Die Gro\u00dfmutter br\u00fcllt zur\u00fcck: &#8222;Nee, die kriegst du nicht!&#8220; R\u00e4uber Hotzenplotz, verunsichert: &#8222;Mann, ich bin doch nicht bl\u00f6d!&#8220;, Da ruft Seppel von der Seite: &#8222;Na klar bist du bl\u00f6d, Birgit!&#8220; Gro\u00dfes Gel\u00e4chter im Publikum. R\u00e4uber Hotzenplotz entwendet nun der Gro\u00dfmutter fast gewaltt\u00e4tig die Kaffeem\u00fchle und rast mit dem Rollstuhl w\u00fctend davon. Kasper taucht auf und fragt: &#8222;Gro\u00dfmutter, hat der R\u00e4uber Hotzenplotz etwa die Kaffeem\u00fchle geklaut?&#8220; Die Gro\u00dfmutter verschr\u00e4nkt die Arme und sagt ver\u00e4rgert: &#8222;Nee, das war Birgit.&#8220; Die Heiterkeit im Publikum erreicht schlie\u00dflich ihren H\u00f6hepunkt, als Kasper und Seppl gefangen sind und die Gro\u00dfmutter bitten: &#8222;Du musst uns retten!&#8220; und die sich weigert: &#8222;Denkste, Puppe!&#8220; So endete die Vorstellung mit tosendem Beifall.<\/p>\n<p>Ein Fest des Lebens. Ein Fest unb\u00e4ndiger Lebenslust bei denen, denen auch in unserm Land schon einmal das Recht auf Leben abgesprochen wurde. Eine Bl\u00fcte am Feigenbaum. Zeichen des herannahenden Gottesreiches. Adventliches Zeichen mitten im Sommer. &#8222;Wenn aber dies anf\u00e4ngt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure H\u00e4upter, weil sich eure Erl\u00f6sung naht.&#8220;<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><b>Hans-Hermann Jantzen<br \/>\nLandessuperintendent in L\u00fcneburg<br \/>\nHasenburger Weg 67<br \/>\n21335 L\u00fcneburg<br \/>\n<a href=\"mailto:Hans-Hermann.Jantzen@evlka.de\">Hans-Hermann.Jantzen@evlka.de<\/a><\/b><b><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Advent, 8. Dezember 2002 Predigt \u00fcber Lukas 21, 25-33, verfa\u00dft von Hans-Hermann Jantzen Liebe Gemeinde, die K\u00f6rpersprache verr\u00e4t viel \u00fcber einen Menschen. Wer aufrecht und mit offenem Blick unter die Menschen geht, ist in der Regel &#8218;gut drauf&#8216; und mit sich und der Welt im Reinen. 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