{"id":9289,"date":"2021-02-07T19:49:51","date_gmt":"2021-02-07T19:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9289"},"modified":"2022-09-15T11:46:40","modified_gmt":"2022-09-15T09:46:40","slug":"lukas-2-712","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2-712\/","title":{"rendered":"Lukas 2, 7+12"},"content":{"rendered":"<h3 align=\"left\"><b><span style=\"color: #000099;\">1. Weihnachtstag<\/span><span style=\"color: #000099;\">, 25. Dezember 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber Lukas 2, 7+12, verfa\u00dft von Rolf Wischnath<\/span><\/b><\/h3>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><b>&#8222;IN WINDELN GEWICKELT&#8220;<br \/>\nPredigt \u00fcber die peinlichste Stelle der Weihnachtsgeschichte<\/b><\/p>\n<p align=\"left\">Heute Morgen, liebe Gemeinde, will ich nur eben \u00fcber eine Nebensache der Weihnachtsgeschichte predigen: \u00fcber die Windeln. &#8222;Das ist doch nicht dein Ernst, dass du nur \u00fcber die Windeln predigen willst!&#8220;, hat mir ein naher Mensch etwas entgeistert entgegnet. &#8222;Doch&#8220;, habe ich gesagt, &#8222;die sind jetzt dran. Und die Windel-Predigt hat vier Teile.&#8220;<\/p>\n<p>I EINE GESCHICHTE VOM ENDE HER<\/p>\n<p>Die Sache mit den &#8222;Windeln&#8220; ist die peinlichste Stelle in der Weihnachtsgeschichte. Aber immerhin kommen sie zweimal vor. Da m\u00fcssen sie wichtig sein: &#8222;Und wickelte ihn in Windeln&#8220;, hei\u00dft es vom ersten Tun der jungen Mutter an ihrem Erstgeborenen. Und nicht etwa: &#8222;Da herzte sie das Kind und sang ihm ein Wiegenlied.&#8220; W\u00e4re das nicht weihnachtlicher gewesen, lieber Lukas, wenn Du es uns so erz\u00e4hlt h\u00e4ttest? &#8222;Und das habt zum Zeichen&#8220;, sagt der Engel den Hirten auf dem Feld; und nun folgt die zweite Erw\u00e4hnung jener Textilien: &#8222;Ihr werdet finden das Kind, in Windeln gewickelt&#8220; (V. 12). Wieso ist das ein Zeichen? Und auch noch das <i>erste<\/i>? In Windeln gewickelt findet man in der Regel jedes neugeborene Kind. Was soll&#8217;s?<\/p>\n<p>Wir begreifen es, wenn wir die Geschichte vom Ende her ansehen: die ganze Geschichte von ihrem Ende her, das meint: die Geschichte Jesu Christi <i>insgesamt<\/i> vom Ende her erschlie\u00dfen. Was hei\u00dft das?<\/p>\n<p>Ich will es Ihnen an einer Erz\u00e4hlung aus unseren Tagen verdeutlichen, in denen auch Windeln vorkommen. Ilse Aichinger (geb. 1921), eine hervorragende Erz\u00e4hlerin der Gegenwart, hat sie geschrieben und &#8222;Spiegelgeschichte&#8220; genannt; und sie ist daf\u00fcr mit einem Literaturpreis ausgezeichnet worden. In dieser &#8222;Spiegelgeschichte&#8220; rollt die Dichterin einen Lebenslauf von r\u00fcckw\u00e4rts auf:<\/p>\n<p>Vom Augenblick der Bestattung an wird der Weg bis zur Geburt zur\u00fcckverfolgt. Somit werden Anfang und Ende des Lebens &#8211; wie alles, was in einem Spiegel erscheint &#8211; vertauscht. Die Todesstunde wird zur Stunde der Geburt und die Stunde der Geburt zur Todesstunde. Der Sarg einer jungen Frau, die aufgrund einer misslungenen Abtreibung gestorben ist, wird aus dem Grab gehoben und der Kranz vom Sargdeckel dem jungen Mann, der mit gesenktem Kopf am Grab steht, zur\u00fcckgegeben. Dann bewegt sich der Zug zur Friedhofskapelle, wo die Kerzen angez\u00fcndet werden und der Vikar die Totengebete spricht. Gleich darauf f\u00e4hrt der Leichenwagen zum Spital. Man tr\u00e4gt den Sarg in die dortige Leichenhalle. Am n\u00e4chsten Tag liegt die junge Frau in einem Krankenbett und beginnt zu atmen, schwer und tief. Sie b\u00e4umt sich auf und schreit nach ihrer Mutter. Sp\u00e4ter steht sie auf und legt sich zuhause zu Bett. Am siebten Tag jagen die Schmerzen sie auf den Weg zur Kurpfuscherin, die in der N\u00e4he einer Kneipe wohnt. Alles ist hier schmutzig. &#8222;Mach mir mein Kind wieder lebendig!&#8220; schreit die junge Frau. Die Alte erschrickt und erf\u00fcllt den Befehl. Anschlie\u00dfend trifft sie den jungen Mann und f\u00e4llt ihm in die Arme. Sie wei\u00df, dass sie sich f\u00fcr immer von ihm trennen sollte, tut es aber nicht. Bevor er ihr sagt, dass er sie liebt, spricht er von jener alten Frau. Es kommt die Schulzeit. Ihre Mutter stirbt und kehrt ebenfalls ins Leben zur\u00fcck. Doch das Schlimmste bleibt noch zu tun: das Sprechen und Gehen zu verlernen und schlie\u00dflich in die Windeln gewickelt zu werden. Im Augenblick ihrer Geburt beugt sich ihr Vater \u00fcber sie. &#8222;Es ist zu Ende, sie ist tot!&#8220; sagen die Umstehenden hinter ihr (Vgl. Ilse Aichinger, Spiegelgeschichte, in: Der Gefesselte, Erz\u00e4hlungen, S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1967, S. 44-53). &#8211; Ilse Aichinger will mit dieser &#8222;Spiegelgeschichte&#8220; ihre Leserinnen und Leser verleiten zu einer intensiven Fragestellung nach dem, was Leben eigentlich ist. Ihre Antwort \u00fcberrascht. Sie sagt, erst der Tod \u00f6ffnet uns die Augen f\u00fcr den Wert und die Begrenztheit unseres Lebens.<\/p>\n<p>Wir sollen erkennen, dass alles, was wir tun und erleben, in Wahrheit l\u00e4ngst \u00fcberschattet ist vom Ende. Alles bringt uns &#8211; ob wir es wollen oder nicht &#8211; dem Ende n\u00e4her. Und zum ersten Mal in unserem Leben f\u00e4llt dieser Schatten, wo man uns Menschen windelt bald nach der Entbindung unserer M\u00fctter &#8211; Ent-Bindung von uns. Denn in diesem Augenblick werden <i>wir<\/i>erstmalig eingebunden. Unser nackter Leib wird zum ersten Mal eingekleidet. Die Bl\u00f6\u00dfe wird bedeckt. Und das f\u00e4ngt mit den Windeln an. Sie m\u00fcssen fest sitzen und gut halten. Neugeborene sollen sich allein daraus nicht befreien k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen sich ihren Windeln nicht entwinden. Windeln sind unsere ersten Fesseln. Und das war damals in Bethlehem noch augenf\u00e4lliger, als es noch keine Wegwerf- oder Baumwollwindeln gab. Sondern &#8222;Windeln&#8220; das waren zur Zeit Jesu, was sie heute noch gro\u00dfenteils etwa in Russland sind und als was sie Lukas auch w\u00f6rtlich bezeichnet: &#8222;Binden&#8220; f\u00fcr den ganzen Leib &#8211; genauer beschrieben: ein quadratisches Tuch (meist aus Leinen) mit einem 6m langen Wickelband, in das das Neugeborene in fr\u00fch-j\u00fcdischer Zeit w\u00e4hrend der ersten sieben Tage fest eingewickelt wurde. Erkl\u00e4rt wurde dieser Brauch damit, dass auf diese Weise man die Kinder zugleich anerkannt und sich zu eigen gemacht hat, und dass &#8211; so fest und eingebunden &#8211; ihre von Schwangerschaft und Geburt krummen Glieder gerichtet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Solcherart eingewickelt S\u00e4uglinge sehen auf Bildern aus wie verschn\u00fcrte P\u00e4ckchen. Und man ahnt, was f\u00fcr eine Tortur ihnen damit zugemutet wurde. Und sogleich assoziieren wir &#8211; wenn wir daneben die Bilder der <i>letzten<\/i> Einbindung von Menschen sehen &#8211; etwas, was sich beim Windeln wie ein Schatten ank\u00fcndigt: dass man uns alle einmal ein letztes Mal einkleiden und einbinden wird und wir dann alle wieder so passiv und hilflos sein werden wie beim ersten Windeln, dass dann andere zum letzten Mal unsere Bl\u00f6\u00dfe bedecken, bevor wir in Sarg und Grab gelegt oder auf den Weg ins Feuer der Krematorien oder in die Tiefe der Meere geschickt werden.<\/p>\n<p>Und nun entdecken wir, warum in der Weihnachtsgeschichte die Windeln genannt werden, gleich zweimal, denn &#8222;Doppelt gen\u00e4ht h\u00e4lt besser.&#8220; Lesen wir Jesu Lebensgeschichte [wie die von Ilse Aichinger auch als &#8222;Spiegelgeschichte&#8220;] vom Ende der Evangelien her, dann f\u00e4llt es wie Schuppen von den Augen:<\/p>\n<p>Auch am Ende des Lebens Jesu steht die letzte &#8222;Einbindung&#8220;, eine letzte &#8222;Wickelung&#8220;: Wie am Anfang des Weges der Maria nach Bethlehem zur Niederkunft, so taucht auch am Ende von Jesu Lebensweg ein Mann auf mit Namen &#8222;Josef&#8220;. Nun ist es &#8222;Josef aus Arimathia&#8220;. Wie vom Vater Jesu hei\u00dft es auch von ihm: &#8222;Er war ein guter und gerechter Mann&#8220; (Lukas 23, 50). &#8222;Dieser ging zu Pilatus und er ging gegen Abend&#8220; &#8211; n\u00e4mlich an einem anderen &#8222;Heilig Abend&#8220;, am Abend des Karfreitag -, &#8222;und Joseph erbat sich vom r\u00f6mischen Landpfleger Pilatus den toten Leib Jesu. Und er nahm ihn vom Kreuz ab, wickelte ihn in Binden aus Leinen und legte ihn in eine ausgehauene Gruft, worin noch niemand gelegen hatte&#8220; (V. 53). So war die Grablegung Jesu, seine letzte Bindung. Und un\u00fcbersehbar sind die Parallelen zur Weihnachtsgeschichte: Auch hier die &#8222;Bindung&#8220; &#8211; &#8222;in Windeln gewickelt&#8220; -, und auch hier eine kleine &#8222;ausgehauene Gruft, worin noch niemand gelegen hatte&#8220;: die Futterkrippe am Geburtstag jenes Toten war nichts anderes als eine kleine ausgehauene Vertiefung in den Steinen des Stalls: &#8222;und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.&#8220;<\/p>\n<p>II DIE WINDELN &#8211; DAS <i>ENTH\u00dcLLENDE<\/i> ZEICHEN<\/p>\n<p>Nackt kommen wir auf die Welt. Und dann sind wir alle in den ersten Momenten, kaum der dunklen H\u00f6hle in der Mutter entronnen, gebunden worden: gewickelt und gewindelt. Und so gehen wir einmal wieder von der Welt. So werden wir alle, ohne uns nur einen Moment dagegen wehren zu k\u00f6nnen, auch zu unserem Beschluss eingebunden &#8211; und abgewickelt. Die Art und Weise unserer ersten und letzten K\u00f6rpermomente und der ersten und letzten Taten, die Menschen an unserem K\u00f6rper tun, enth\u00fcllen, wer wir Menschen sind in unserer nackten, hilflosen Kreat\u00fcrlichkeit. Und daf\u00fcr sind die &#8222;Binden&#8220;, hier &#8222;Windeln&#8220; genannt, &#8222;Zeichen&#8220; &#8211; <i>enth\u00fcllende<\/i> Zeichen.<\/p>\n<p>Die Art und Weise unserer letzten Momente auf dieser Erde und die letzten Taten, die Menschen an uns tun, enth\u00fcllen endlich und unwidersprechlich, was aus uns Menschen wird in unserer Hinf\u00e4lligkeit und Sterblichkeit, in unserem Sein zum Tode, dem jeder und jede von uns auch mit diesem Tag und in dieser Stunde nun wieder n\u00e4her ist, als er oder sie es je waren. Auch daf\u00fcr sind die &#8222;Binden&#8220; &#8211; heute von uns &#8222;Letztes Hemd&#8220; genannt, bekanntlich hat es keine Taschen -, &#8222;Zeichen&#8220;, Zeichen der Enth\u00fcllung.<\/p>\n<p>&#8222;Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden, das Kind in Windeln gewickelt.&#8220; Man muss das h\u00f6ren, Schwestern und Br\u00fcder, in seiner unfeierlichen H\u00e4rte. Auch die ersten Zuh\u00f6rer der Weihnachtsgeschichte haben das sofort begriffen und verstanden, als sie zweimal h\u00f6rten von <i>diesem<\/i> Kind: &#8222;in Windeln gewickelt.&#8220; Auch sie kannten ja die Geschichte jenes Erstgeborenen von ihrem Ende her.<\/p>\n<p>Und sie kannten noch mehr: n\u00e4mlich ein Wort aus dem j\u00fcngsten Buch des griechischen Alten Testaments, aus dem Buch der sog. &#8222;Weisheit Salomos&#8220;, wo sogar dem K\u00f6nig Salomo &#8211; dem reichsten und pr\u00e4chtigsten, dem erfolgreichsten und \u00fcppigsten, dem begehrtesten und potentesten aller K\u00f6nige Israels ein Wort der Einsicht in den Mund gelegt wird: ein Wort, das man sich heute im Mund und im Herzen all der Erfolgreichen und Reichen, der Pr\u00e4chtigen und \u00dcppigen, der Potenten und Potentaten unserer Zeit und unseres Landes w\u00fcnschte, so sie denn auch f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, <i>weise<\/i> &#8211; lebens-weise! &#8211; zu sein. In diesem Wort des weisen Salomo wird betont, dass auch der Erfolgreichste und Reichste, dass selbst der K\u00f6nig ein Mensch ist wie alle anderen auch und dass auch er der Windeln nicht entbehren konnte und wird:<\/p>\n<p align=\"center\">&#8222;Auch ich bin ein sterblicher Mensch wie alle anderen,<br \/>\nNachkomme der ersten, aus Erde gebildeten Menschen.<br \/>\nIm Scho\u00df der Mutter wurde ich zu Fleisch geformt,<br \/>\nzu dem das Blut in neun Monaten gerann<br \/>\ndurch den Samen des Mannes<br \/>\nund die Lust, die im Beischlaf hinzukam.<br \/>\nGeboren atmete auch ich die gemeinsame Luft,<br \/>\nich fiel auf die Erde, die Gleiches von allen erduldet,<br \/>\nund Weinen war mein erster Laut wie bei allen.<br \/>\nIn Windeln und mit Sorgen wurde ich aufgezogen.<br \/>\nKeiner der K\u00f6nige hat einen anderen Anfang des Daseins.<br \/>\nEin Eingang aller zum Leben, gleich auch der Ausgang.&#8220;<br \/>\n[Weisheit Salomos 7, 1-6]<\/p>\n<p>So enth\u00fcllend und so weise ist das Zeichen der Heiligen Nacht, das <i>erste<\/i> Zeichen der Weihnacht vor allen anderen &#8211; vor Krippe und Stern, vor Christbaum und Kerzen, vor G\u00e4nsebraten und Geschenken, vor &#8222;Jauchzet, frohlocket&#8220; und &#8222;Stille Nacht, heilige Nacht&#8220;, vor dem &#8222;holden Knaben im lockigen Haar&#8220; und dem &#8222;schlaf in himmlischer Ruh&#8220; &#8211; vor all diesem ist dieses Zeichen uns Menschen enth\u00fcllend: &#8222;Und sie wickelte ihn in <i>Windeln<\/i>&#8222;! &#8222;Und <i>das<\/i> habt zum Zeichen!&#8220;<\/p>\n<p>III DIE WINDELN &#8211; DAS <i>VERH\u00dcLLENDE<\/i> ZEICHEN<\/p>\n<p>Aber nun hei\u00dft es ja, dass ER in Windeln gewickelt wurde. ER: Jesus Christus &#8211; von IHR: Maria, der von Gott Auserw\u00e4hlten. ER: Der Erstgeborene der Maria, der ganz zu Gott geh\u00f6rt, ja der, in dem Gott selber Mensch wird. Mein Gott, Gott in Windeln gewickelt? Merken wir das noch, was f\u00fcr eine unerh\u00f6rte Botschaft in diesem Zeichen verh\u00fcllt ist?<\/p>\n<p>Liebe christliche Gemeinde, h\u00e4tten wir doch blo\u00df noch etwas von dem Entsetzen, das zum Beispiel den Theologen und Prediger <i>Marcion<\/i> im zweiten Jahrhundert gepackt hat, als er \u00fcber diese Geschichte nachdachte und zu predigen hatte. Der Mann hatte ein ausgesprochenes Gesp\u00fcr und einen tief religi\u00f6sen Sinn f\u00fcr die Jenseitigkeit und alles \u00fcbersteigende Herrlichkeit Gottes, er hatte Geschmack und Sinn f\u00fcr das Unendliche und Fromme und Erhabene, das doch auch heute Abend wieder so viele Menschen in den Kirchen suchen. Diesem Marcion waren die Armut und Niedrigkeit, das Elend und die Zweifelhaftigkeit der Geburt Christi in Stall und Krippe ein entsetzlicher Ansto\u00df. Und so hat er in seinen Gemeinden die Weihnachtsgeschichte, ja gleich alle Kindheitsberichte des Lukas und Matth\u00e4us einfach abgeschafft. Er l\u00e4sst Christus an heiligem Ort, gleichsam in der damaligen Oberkirche \/ Klosterkirche, n\u00e4mlich in der Synagoge von Kapernaum zum ersten Male in die Welt kommen &#8211; mit einem Scheinleib und einem allem Irdischen abholden Sinn. Und man \u00fcberliefert von ihm den Ruf: &#8222;Schafft endlich die Krippe fort und die eines Gottes unw\u00fcrdigen Windeln!&#8220; <a href=\"#an\">(1)<\/a><\/p>\n<p>Die Kirche hat ihn zum Ketzer erkl\u00e4rt und ihn als Irrlehrer ausgeschlossen. Bereits der Bischof Polykarp schleuderte ihm die schrecklichen Worte entgegen: &#8222;Ich kenne dich, du Erstgeborener des Satans!&#8220; Aber den Ansto\u00df des Entsetzens und der Fragen des Marcion hat die Kirche nicht beseitigen k\u00f6nnen: Gott in Windeln? Uns\u00e4glich! Wie das denn? Bei Martin Luther finden wir den Protest dagegen aufgenommen, wenn er einmal predigt: &#8222;Der T\u00fcrke (also ein Muslim) spricht (zum Christen): Da wirst du mich nicht \u00fcberreden, dass der soll ein Gott sein, der da von einem Weibe geboren wird, l\u00e4sst sich herab vom Himmel legen neun Monat in den Leib Marien der Jungfrau &#8230;&#8230;&#8220; &#8211; und nun sagt Luther etwas \u00fcber die Windeln und das, was das Kind darein macht, aber es ist in einer solchen Ausdrucksweise gesagt, dass ich es nicht wage, es hier zum Heiligen Festtag in dieser lutherischen Kirche vorzulesen <a href=\"#an\">(2)<\/a>, es w\u00fcrde zum Skandal; aber der Reformator f\u00e4hrt so fort, dass ich es weiterlesen darf: &#8222;Darnach stirbt er am Kreuz als ein Dieb und Schelm! Soll das ein Gott sein?&#8220;<\/p>\n<p>Ja, dass das Gott ist, meine Schwestern und Br\u00fcder, verh\u00fcllt in den Windeln: Das ist das Wunder, das unaussch\u00f6pfliche und darum immer wieder zu verk\u00fcndigende Wunder der Heiligen Nacht: &#8222;In unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut.&#8220; Gott wird Mensch, &#8222;dir Mensch zugute&#8220; &#8211; in ihm, dem Windelkind -; er kriecht uns unter die Haut.<\/p>\n<p>Und hier kann ich Martin Luther reden lassen, ohne auch nur ein einziges Mal zu stocken und zu stammeln, wo er den Trost des verh\u00fcllten Weihnachtswunders entfaltet:<\/p>\n<p>&#8222;Derhalben hat sich unser lieber gn\u00e4diger Gott im Himmel, aus unaussprechlicher Liebe und Barmherzigkeit gegen das menschliche Geschlecht, viel n\u00e4her in diese elende, vom Teufel verachtete, geplagte und auf h\u00f6chste gesch\u00e4ndete Natur getan, und ist viel tiefer in unser Fleisch kommen, denn der Teufel hineinkommen kann. Der Teufel mag einen Menschen besitzen und martern, aber er kann dennoch nicht ein pers\u00f6nlicher Mensch werden, die Naturen bleiben allweg geschieden; aber durch diese fr\u00f6hliche Geburt dieses Kindleins, ist der ewige Gott in eine Person mit unserer menschlichen natur vereinigt, und ist der Sohn wahrhaftig unser Fleisch und Blut &#8230;.&#8220;<\/p>\n<p>Und daf\u00fcr sind die Windeln eben auch das Zeichen: Gott ist solidarisch mit uns &#8211; selbst in den peinlichen Kalamit\u00e4ten unseres Lebensbeginns und erst recht in den hochnotpeinlichen Kalamit\u00e4ten, in der h\u00f6chsten Not unseres Leidens und unseres Sterbens. Dass es Gott ist, der so geboren wird, der so selbst den Weg aller menschlichen Natur auf sich nimmt, in Ent\u00e4u\u00dferung und Erniedrigung, in Krankheit, Pein und Tod, das <i>verh\u00fcllen<\/i> die Windeln, das verh\u00fcllen sie gerade da, wo viele Maler der christlichen Kunst sie am Kreuz des Karfreitags noch einmal gemalt haben: um die H\u00fcften des Gekreuzigten, wo wir doch genau wissen, dass die R\u00f6mer diesen Sklaventod so widerw\u00e4rtig &#8222;gestalteten&#8220;, dass sie den Gekreuzigten nicht nur das Leben, sondern auch alle Ehre und Selbstachtung nahmen, indem sie sie nackt und schamlos zur Schau stellten und ans Holz schlugen. Und es waren damals wie heute nur wenige, die im gaffenden Volk bei solchem Schauspiel sich zum Zeichen <i>ihrer<\/i> Scham und Schande das Haupt verh\u00fcllten.<\/p>\n<p>IV DIE WINDELN &#8211; DAS <i>BEDEUTENDE<\/i> ZEICHEN<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, haben die &#8222;Windeln Jesu&#8220; eine Bedeutung &#8211; f\u00fcr Dich und mich, f\u00fcr uns? &#8222;Nun denke,&#8220; fragt Luther, &#8222;was m\u00f6gen&#8217;s f\u00fcr T\u00fcchlein gewesen sein, da Maria ihn einwickelt; vielleicht ihre Schleyer, oder was sie hat m\u00f6gen entbehren an ihrem Leibe. Dass sie aber in Josephs Hosen sollte ihn gewickelt haben, als man zu Aachen (im Dom als Reliquien) weiset, das lautet allzu l\u00fcgerlich und leichtfertig. Es sind wohl Fabeln, der wohl mehr in aller Welt sind.&#8220; Keine Fabel, liebe Gemeinde, und auch nicht im Dom zu Aachen oder Trier als Reliquien zu besichtigen, sondern heute und hier zu h\u00f6ren und zu glauben ist dies, worauf die Windeln deuten:<\/p>\n<p>Seit dieser Nacht, in der der Sohn Gottes geboren und gewickelt wurde, geh\u00f6rt jeder Mensch unserem Gott. Keiner und keine ist ihm so fern ger\u00fcckt, dass Gott in der Solidarit\u00e4t mit diesem Wickelkind, mit dem Mann vom Kreuz &#8211; ihm oder ihr, Dir und mir &#8211; nicht auch noch die Deutung sagen k\u00f6nnte &#8211; n\u00e4mlich die Liebeserkl\u00e4rung: Du Menschenkind geh\u00f6rst auch zu mir, &#8211; und Dich habe ich lieb, gerade Dich, Dich auch.<\/p>\n<p>Windeln als Liebeserkl\u00e4rung? Ja, die eigenartigen Windeln sind im Speziellen Deutezeichen daf\u00fcr, dass Gott auch unseren Leib meint und liebt, einen Leib, der in dieser Welt &#8211; so die Umst\u00e4nde nur gr\u00e4sslich genug sind &#8211; &#8222;preisgegeben ist allen Erniedrigungen, Schamlosigkeiten, ja Folterungen, mit denen Menschen ihresgleichen in ein nur noch dahingestrecktes, preisgegebenes, sich \u00e4ngstigendes, zitterndes St\u00fcck Fleisch verwandeln k\u00f6nnen; aber es wird seit dieser \u201aNacht&#8216; auch gelten, dass Menschen fortan nicht mehr leben und geboren werden aus dem Begehren des Mannes und dem Verlangen des Blutes, sondern allein aus Gott; kein Mensch ist fortan mehr des anderen Untertan, Produkt und Eigentum, ein jeder ist seit dieser \u201aNacht&#8216; von \u201aBethlehem&#8216; auf ewig Eigentum und Kind des ewigen K\u00f6nigs&#8220; (Eugen Drewermann).<\/p>\n<p>Ein &#8222;ewiger K\u00f6nig&#8220; in Windeln? Bei meiner Arbeit zu dieser Predigt habe ich von dem katholischen Theologen Joachim K\u00fcgler (Bonn) eine Arbeit gelesen, in der er nachweist, dass es im Alten \u00c4gypten von den Pharaonen die volkst\u00fcmliche Redewendung vom &#8222;Herrschen auf der Windel&#8220; gab. Damit sollte ausgesagt werden: Dieser Pharao oder jener Gro\u00dff\u00fcrst, dieser Potentat oder jener Volksherrscher, der war so lange und so erfolgreich dran, dass es von ihm hei\u00dfen konnte, er habe schon &#8222;aus den Windeln heraus&#8220; und &#8222;auf der Windel thronend&#8220; in Weisheit regiert. &#8222;Von Kindesbeinen an&#8220;, w\u00fcrden wir sagen. Oder: &#8222;Der hat schon als Kind die Weisheit mit L\u00f6ffeln gefressen.&#8220; Oder: &#8222;Es war ihm schon in die Wiege gelegt.&#8220; Aber der Ausdruck vom Pharao, der schon &#8222;auf der Windel regiert&#8220; habe, meint noch weitaus mehr: Er spricht von einer subjektiv wahrgenommenen Genialit\u00e4t des jeweiligen Herrschers schon in Windeltagen. Gegen dieses selbstherrliche \u00dcberschnappen von Menschen, gegen einen solche Personenkult spricht die Weihnachtsgeschichte, indem sie anders von den Windeln des K\u00f6nigs Jesu Christi spricht. Kein Wort verlautet von diesem Kind. Und am Ende vor den Potentaten und Diktatoren seiner Zeit schweigt er wieder. Denn seine Herrschaft geschieht im Zeichen des Kreuzes, der Erniedrigung, der Solidarit\u00e4t und einer Liebe, die den Tod aus Liebe nicht scheut. &#8211; Und wir haben schon geh\u00f6rt, dass dann danach die &#8222;Windeln&#8220;, die &#8222;Binden&#8220; noch einmal eine Rolle spielen, als sie n\u00e4mlich abgerollt werden, um den einzurollen und einzubinden, der f\u00fcr uns &#8211; auch f\u00fcr dich und mich &#8211; gestorben ist.<\/p>\n<p>Ja, da noch einmal &#8222;die Windeln&#8220;, &#8222;die Binden aus Leinen&#8220;? Ist das ihre letzte Rolle? Ich glaube nicht:<\/p>\n<p>In der Ostergeschichte des Lukas wird berichtet, dass die Frauen, (unter ihnen zwei Marien) die bei der Grablegung am Heilig Abend des Karfreitag zugeschaut haben, zwei Tage sp\u00e4ter, am ersten Tag der Woche &#8222;am fr\u00fchen Morgen zur Gruft kamen&#8220; &#8211; \u00fcbrigens wohl genau zu der Zeit, zu der am Weihnachtsmorgen nach jener Geburtsnacht &#8211; die M\u00e4nner, die Hirten bei der Krippe in Bethlehem ankommen &#8211; dass also die Frauen zu dieser Zeit in die Gruft gehen. Und es hei\u00dft: &#8222;Als sie aber hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht.&#8220; Und dann folgen fast dieselben Worte wie in der Weihnachtsgeschichte: &#8222;Es begab sich aber, &#8230;.., siehe, da traten zwei M\u00e4nner in klarem Gewand zu ihnen. Und sie f\u00fcrchteten sich. Die M\u00e4nner aber sprachen zu ihnen: Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?&#8220; (Fast m\u00f6chte man hier hinzuf\u00fcgen: &#8222;Siehe, wir verk\u00fcndigen euch gro\u00dfe Freude!&#8220;) &#8222;Er ist nicht hier, sondern er ist auferweckt worden&#8220; (Lukas 24, 5).<\/p>\n<p>Und dann hei\u00dft es schlie\u00dflich in dieser Ostergeschichte: &#8222;Diese Worte aber kamen ihnen vor wie leeres Gerede, und sie glaubten ihnen nicht. Petrus jedoch machte sich auf&#8220; &#8211; so wie die Hirten sich in der Weihnachtsnacht &#8222;aufmachten&#8220; &#8211; &#8222;und lief zur Gruft&#8220; &#8211; so wie die Hirten damals &#8222;eilend kamen&#8220; -; &#8222;und wie Petrus sich hineinbeugt in die Gruft&#8220; am Ostermorgen &#8211; so wie die Hirten sich \u00fcber die Krippe gebeugt haben am Weihnachtsmorgen &#8211; da hei\u00dft es &#8211; zum letzten Mal bei Lukas werden sie nun erw\u00e4hnt: &#8222;Und Petrus sieht nur die leinenen Binden daliegen&#8220; (Lukas 24, 12). Sieht sie und wei\u00df und glaubt: Mein Gott, das Kind in der Krippe, der Tote vom Kreuz &#8211; ER lebt!<\/p>\n<p>&#8222;Und <b>das<\/b> habt zum Zeichen.&#8220;<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b><a name=\"an\"><\/a>Anmerkungen:<br \/>\n<\/b>(1) \u00dcberhaupt empfand Marcion den Menschen als in seiner Schwachheit, Hilflosigkeit und Sterblichkeit als elendes Gesch\u00f6pf. Seinen Akt der Fortpflanzung betrachtete er als etwas Abscheuliches, das den Menschen dem Vieh \u00e4hn-lich mache, und wodurch &#8222;im Mutterleib aus den abscheulichen Zeugungsstoffen ein F\u00f6tus zusammenrinnt, durch denselben Unrat neun Monate ern\u00e4hrt wird, vermittels der Schamteile ans Licht kommt und unter Possen gro\u00dfge-f\u00fcttert wird.&#8220; (Walter Nigg, Das Buch der Ketzer, Z\u00fcrich 1986, S. 71 (Diogenes Taschebuch).<\/p>\n<p>(2) N\u00e4mlich: &#8222;Gott schei\u00dft und pisst in die Wiegen &#8230;..&#8220;.<\/p>\n<p><b>KIND IN WINDELN F\u00dcR UNS<\/b><\/p>\n<p>Er wurde ein Kind,<br \/>\ndamit du zum vollen Mannesalter reifen k\u00f6nntest;<br \/>\ner wurde eingewickelt in Windeln,<br \/>\ndamit du herausgewickelt werden k\u00f6nntest<br \/>\naus den Netzen des Todes;<br \/>\ner war auf Erden,<br \/>\ndamit du unter den Sternen seiest;<br \/>\ner hatte keinen Platz in der Herberge,<br \/>\ndamit du viele Wohnungen im Himmel haben k\u00f6nntest.<br \/>\nReich war er und wurde arm f\u00fcr uns.<br \/>\nSeine Armut ist unser Reichtum,<br \/>\nseine Schw\u00e4che unsere Kraft.<br \/>\nF\u00fcr uns ist er arm,<br \/>\nin sich ist er reich.<br \/>\nDu siehst mit den Augen,<br \/>\ndass er in Windeln liegt;<br \/>\ndass er aber Gottes Sohn ist,<br \/>\ndas siehst du nicht.<\/p>\n<p><i>Ambrosius, Bischof von Mailand (339 &#8211; 397)<\/i><\/p>\n<p>Ipse siquidem homo factus est, ut nos dii efficeremur.<br \/>\nEr selbst ist n\u00e4mlich zum Menschen gemacht, damit wir zu G\u00f6ttern gemacht w\u00fcrden.<\/p>\n<p><i>Athanasius [Oratio de incarnatione]<\/i><\/p>\n<p><i>Dagegen Luther:<\/i><\/p>\n<p>Nos sibi conformes facit et crucifigit, faciens ex infelicibus et superbis diis homines veros, idest miseros et peccatores. Quia nos sibi conformes facit et crucifigit, faciens ex infelicibus et superbis diis homines veros, idest miseros et peccatores. Quia enim ascendimus in Adam ad similitudinem die, ideo descendit ille in similitudinem nostram, ut reduceret nos ad nostri cognitionem.<\/p>\n<p>Er macht uns sich gleichf\u00f6rmig und kreuzigt uns, indem er aus ungl\u00fccklichen und stolzen G\u00f6ttern wahre Menschen macht, das hei\u00dft, Elende und S\u00fcnder. Weil wir n\u00e4mlich in Adam in die Gott\u00e4hnlichkeit aufsteigen [Anspielung auf den S\u00fcndenfall Adams aufgrund der Verlockung der Schlange im Paradies: &#8222;Ihr werdet sein wie Gott!&#8220;], deshalb steigt er herab in unsere \u00c4hnlichkeit, damit er uns zur\u00fcckf\u00fchre zur Erkenntnis unserer selbst.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Generalsuperintendent Dr. Rolf Wischnath<br \/>\nSeminarstra\u00dfe 38<br \/>\n03044 Cottbus<br \/>\n<a href=\"mailto:generalsuperintendent.cottbus@t-online.de\">generalsuperintendent.cottbus@t-online.de<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2002 Predigt \u00fcber Lukas 2, 7+12, verfa\u00dft von Rolf Wischnath &#8222;IN WINDELN GEWICKELT&#8220; Predigt \u00fcber die peinlichste Stelle der Weihnachtsgeschichte Heute Morgen, liebe Gemeinde, will ich nur eben \u00fcber eine Nebensache der Weihnachtsgeschichte predigen: \u00fcber die Windeln. &#8222;Das ist doch nicht dein Ernst, dass du nur \u00fcber die Windeln predigen willst!&#8220;, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13147,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,1,727,157,853,543,114,636,349,3,109,333],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-9289","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-aktuelle","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-christfest-i","category-deut","category-kapitel-02-chapter-02-lukas","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-rolf-wischnath"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9289"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13302,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9289\/revisions\/13302"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9289"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=9289"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=9289"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=9289"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=9289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}