{"id":9300,"date":"2002-12-07T19:49:51","date_gmt":"2002-12-07T18:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9300"},"modified":"2025-04-24T15:10:31","modified_gmt":"2025-04-24T13:10:31","slug":"lukas-2-22-40","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2-22-40\/","title":{"rendered":"Lukas 2, 22-40"},"content":{"rendered":"<h3 align=\"left\"><b><span style=\"color: #000099;\">1. Sonntag nach Weihnachten |<\/span><span style=\"color: #000099;\">\u00a029. Dezember 2002 |\u00a0Lukas 2, 22-40 | Angelika \u00dcberr\u00fcck |<\/span><\/b><\/h3>\n<p align=\"left\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>heute am Sonntag nach Weihnachten sind wir eine kleine Gruppe Menschen. Und wenn ich Sie jetzt fragen w\u00fcrde, warum Sie heute in den Gottesdienst gekommen sind, dann w\u00e4ren die Antworten wohl vielf\u00e4ltig: &#8222;Ich gehe immer in den Gottesdienst, es ist eine Gewohnheit&#8220;, w\u00fcrden die einen sagen. &#8222;Weil ich die Leere zu Hause nicht mehr ausgehalten habe&#8220;, sagen vielleicht andere. &#8222;Weil ich mal etwas anderes wollte als Familie und gutes Essen.&#8220; &#8222;Weil ich gerne noch mal innerlich zur Ruhe kommen m\u00f6chte.&#8220; &#8222;Weil ich es an den Feiertagen nicht geschafft habe, aber einen Gottesdienst \u00fcber Weihnachten doch besuchen m\u00f6chte.&#8220; So oder so \u00e4hnlich, vermute ich, s\u00e4hen die Antworten aus. Keine oder keiner von Ihnen ist heute wahrscheinlich in den Gottesdienst gekommen, weil Sie etwas besonders Aufregendes oder Spektakul\u00e4res erwarten, sondern eher, weil Sie etwas Gewohntes, einen ganz normalen Gottesdienst eben, erwarten. Ich merke manchmal nach einer Reihe von Gottesdiensten besonderer Art, so sch\u00f6n sie im Einzelnen auch sind, dass es mir gut tut, mich einfach fallen lassen zu k\u00f6nnen in bekannte Formen und Abl\u00e4ufe eines Gottesdienstes.<\/p>\n<p>In dem Predigttext f\u00fcr den heutigen Sonntag finden wir eine \u00e4hnliche Situation vor. Es ist ebenfalls eine Geschichte, die kurz nach Weihnachten spielt. Es ist wieder ein St\u00fcck Alltag eingekehrt. Die Menschen gehen in den Tempel. Er steht im Lukasevangelium im 2. Kapitel, die Verse 22-40, ist also die Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte. Ich lese ihn in der \u00dcbersetzung der Guten Nachricht.<\/p>\n<p>Wie gesagt, es klingt wie eine ganz allt\u00e4gliche Geschichte. Aber in dieser normalen Situation passiert etwas Unerwartetes.<\/p>\n<p>Die Menschen, von denen in dieser Erz\u00e4hlung berichtet wird, sind in den Tempel gegangen wie wir heute in den Gottesdienst, wahrscheinlich auch aus \u00e4hnlichen Motiven. Es ist nach Weihnachten wieder religi\u00f6ser Alltag eingekehrt.<\/p>\n<p>Maria und Josef bringen Jesus in die Synagoge. Zur damaligen Zeit war es \u00fcblich, dass eine Mutter 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes ein Opfer bringen musste, um wieder als rein zu gelten. Diesem Brauch will Maria nachkommen. Und da Jesus nach altem j\u00fcdischem Gesetz als erstes Kind Gott geh\u00f6rt, bis er durch ein Opfer ausgel\u00f6st ist, nimmt sie ihn mit. Sie erf\u00fcllen das Gesetz wie es \u00fcblich ist. Es geh\u00f6rt zu einer Geburt eines Sohnes dazu so wie die Beschneidung auch. Ich denke, Maria und Josef werden an diesem Tag keine gro\u00dfen Aufregungen mehr erwartet haben. Schlie\u00dflich hatten sie die Geburt und die Beschneidung gut \u00fcberstanden und nun galt es, wieder zum Alltag \u00fcberzugehen.<\/p>\n<p>Dann ist da Simeon. Er ist ein alter Mann. Auch er ist in den Tempel gegangen wie jeden Tag. Er ist ein frommer Mann, f\u00fcr den das zu seinem Leben dazugeh\u00f6rt. Im Gegensatz zu vielen alten Menschen lebt Simeon nicht in der Vergangenheit. Er lebt nicht von dem, was er alles schon erlebt hat an Gelungenem, an weniger Gelungenem. Sondern er ist ein Wartender. Er lebt von der Hoffnung, dass er in seinem Leben noch dem Sohn Gottes, dem Retter der Welt, begegnen wird. Aber wann das sein wird, wei\u00df er nicht.<\/p>\n<p>Die dritte, von der erz\u00e4hlt wird, dass sie den Tempel besucht, ist Hanna. Hanna ist eine alte Frau. Sie war einige Jahre verheiratet und hat dann nicht wieder geheiratet hat, sondern ihr Leben in den Dienst Gottes gestellt hat. Sie ist eine fromme alte Frau, f\u00fcr die es eben auch zum Alltag dazugeh\u00f6rt, zum Beten in den Tempel zu gehen.<\/p>\n<p>Simeon und Hanna, der alte Mann und die alte Frau, erleben Weihnachten in dieser ganz normalen Situation im Tempel, die so angefangen hat wie wahrscheinlich schon unz\u00e4hlig viele Tempelbesuche davor.<\/p>\n<p>Als Maria und Josef mit Jesus auftauchen, ist es pl\u00f6tzlich klar f\u00fcr die Beiden: Das ist er. Das ist der Trost der Welt, das Licht f\u00fcr die V\u00f6lker, der Messias. Und Simeon stimmt den Lobgesang an, den Sie alle kennen. Er geh\u00f6rt bis heute in das Nachtgebet der Christen im Gesangbuch. Simeon und Hanna begegnen Jesus und erkennen in ihm den Retter der Welt.<\/p>\n<p>Wie das ihr Leben ver\u00e4ndert hat, wissen wir nicht. Das finde ich manchmal schade, dass wir \u00fcber die Folgen der Begegnung mit Jesus nichts oder nur wenig erfahren. Wir k\u00f6nnen da immer nur vermuten. F\u00fcr mich wirken die Beiden allerdings gl\u00fccklich nach dieser Begegnung mit Jesus.<\/p>\n<p>Bei Simeon scheint sich die Ver\u00e4nderung auf den Tod zu beziehen. Ob sein Tod nahe bevorstand, wissen wir nicht, aber dass er sich mit dem Sterben auseinandersetzt, ist f\u00fcr einen frommen alten Mann nicht ungew\u00f6hnlich. Er hat sein Leben lang aus der Hoffnung auf Jesus gelebt und nun kann er sterben, so sagt er es in dem Lobgesang. Wir kennen diese \u00c4u\u00dferung manchmal, dass jemand sagt: Ich m\u00f6chte noch meinen 80. oder 85. Geburtstag erleben, danach kann ich sterben. Oder: unsere Goldene, Diamantene Hochzeit wollen wir noch erleben, danach ist es egal. Aber w\u00e4hrend das bei uns oft so einen leicht traurigen Unterton hat, im Sinne von: danach gibt es nichts mehr, klingt das bei Simeon ganz anders. Da klingen diese Worte lebensfroh und gl\u00fccklich. Sicher hat er lange auf diesen Augenblick gewartet. Sicher haben viele ihn deshalb auch bel\u00e4chelt. Aber er hat an seinem Glauben, an seiner Hoffnung festgehalten. Er hat darauf vertraut, dass Gott in unser Leben kommt, dass Gott es ver\u00e4ndert. Und er erlebt Weihnachten, die Freude \u00fcber das Kommen des Retters in diese Welt, in seinem ganz normalen Alltag, w\u00e4hrend eines normalen Tempeldienstes. Simeon preist und lobt Gott daf\u00fcr, dass Jesus f\u00fcr alle Menschen in diese Welt gekommen ist. Dass Jesus das Licht f\u00fcr alle Menschen ist, nicht nur f\u00fcr ihn oder f\u00fcr fromme Menschen, sondern f\u00fcr jeden von uns, auch heute. Simeon ist der erste, der begreift, dass mit diesem Kind, dass mit Weihnachten etwas ganz Neues begonnen hat. Von nun an ist es nicht mehr dunkel in unserem Leben, denn Gott ist mit diesem Kind in unser Leben getreten. Er hat es uns geschenkt, damit es hell ist in unserem Leben, damit wir nicht allein sind. Deshalb auch kann Simeon jetzt ganz gelassen seinem Tod entgegen sehen. Er wei\u00df jetzt, dass Gott immer bei ihm ist.<\/p>\n<p>Auch Hanna erkennt in dem Kind Jesus den Sohn Gottes und erz\u00e4hlt es weiter, so wird berichtet. Das scheint die Ver\u00e4nderung ihres Lebens zu sein. Sicher hat auch sie das nicht erwartet. Ihre Erwartungen an den Messias waren sicher auch andere: nicht klein und zerbrechlich wie ein Kind. Bestimmt hat sie eher einen m\u00e4chtigen K\u00f6nig erwartet, der die V\u00f6lker unterwirft, der f\u00fcr Recht und Ordnung sorgt. Aber sie kann in dem Kind Jesus den Retter erkennen, der Frieden zwischen den Menschen bringen kann und kann es annehmen als Gottes Geschenk. Und sie ist so voller innerer Bewegung \u00fcber diese Erfahrung, dass sie sie nicht f\u00fcr sich behalten kann, sondern weitererz\u00e4hlen muss.<\/p>\n<p>Simeons und Hannas Leben hat sich ver\u00e4ndert durch die Erfahrung von Weihnachten. Sie sind gl\u00fccklich \u00fcber diese Erfahrung.<\/p>\n<p>Und wie ist das mit uns? Erwarten wir von Weihnachten eine Ver\u00e4nderung unseres Lebens? Erwarten wir noch, dass Gott uns begegnet in dem Kind in der Krippe? Oder sind wir eher froh, wenn dieses Fest jetzt wieder hinter uns liegt und erstmal wieder geschafft ist?<\/p>\n<p>Simeon und Hanna machen mir Mut, Weihnachten nicht im Trubel und in der Hektik zu suchen. Sie machen mir Mut, nicht traurig zu sein, wenn mir bei Engelgesang und Geschenken vielleicht gar nicht weihnachtlich zumute war. Sie machen mir Mut, offen zu sein f\u00fcr eine Begegnung mit dem Neugeborenen, mit dem Retter der Welt, mit dem, der f\u00fcr uns in diese Welt gekommen ist, in meinem ganz normalen Alltag. Vielleicht in einem ganz normalen Gottesdienst. Und sie machen mir Mut, Weihnachten nicht nur als Fest f\u00fcr einen Tag zu sehen, sondern als eines, das Auswirkungen auf mein ganzes Leben hat, weil dieses neugeborene Kind nicht nur ein Geschenk in der Krippe ist, sondern das Licht der Welt. Dieses neugeborene Kind will Gottes Liebe zu uns in diese Welt bringen. Will zeigen, dass St\u00e4rke manchmal ganz klein beginnt, nicht in Macht und Ruhm besteht.<\/p>\n<p>Was haben wir weiterzuerz\u00e4hlen nach diesem Weihnachtsfest? Was haben wir f\u00fcr Erfahrungen mit Gott gemacht, die es weiterzugeben gilt? Oder gibt es die nicht mehr?<\/p>\n<p>Ich denke oft an eine alte Frau. Ihr Leben hatte sich ver\u00e4ndert durch die Erfahrung mit Gott. Die alte Frau lebte in einem Dorf nahe meiner Heimatgemeinde. Sie war schon \u00fcber 80 Jahre alt, schon viele Jahre Witwe und konnte nur schwer gehen. Sie kam trotzdem jeden Sonntag in den Gottesdienst. Und wenn ich als Studentin in diesem Ort mal Gottesdienst hielt, dann lud sie mich jedesmal hinterher zu einer Tasse Kaffee zu sich ein. Und dann erz\u00e4hlte sie mir von ihrem Leben, nicht etwa, weil sie traurig war oder Langeweile hatte. Ganz im Gegenteil. Sie sagte immer, ihre Zeit sei viel zu kurz, denn es g\u00e4be so viel zu beten. Wenn ich sie dann fragte, f\u00fcr was sie bete, dann sagte sie: &#8222;Ich stehe morgens auf, lese die Tageszeitung und dann wei\u00df ich, wof\u00fcr ich an diesem Tag zu beten habe. Meistens schaffe ich das kaum bis zum Abend.&#8220; Mir hat diese Frau imponiert, weil sie fest darauf vertraute, dass unsere Welt durch ihr Gebet friedlicher und liebevoller werden w\u00fcrde, weil Gott es bewirken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche uns allen, dass wir erleben, Weihnachten kann unser allt\u00e4gliches Leben ver\u00e4ndern, weil es mit Jesu Geburt Liebe und Licht in unser Leben bringen will.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Liedvorschl\u00e4ge<\/b>:<\/p>\n<p>EG 23 Gelobet seist du, Jesu Christ<\/p>\n<p>EG 25 Vom Himmel kam der Engel Schar<\/p>\n<p>EG 33 Brich an, du sch\u00f6nes Morgenlicht<\/p>\n<p>EG 34 Freuet euch, ihr Christen alle<\/p>\n<p>EG 39 Kommt und la\u00dft uns Christum ehren<\/p>\n<p>EG 56 Weil Gott in tiefster Nacht erschienen<\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"left\"><b>Angelika \u00dcberr\u00fcck<br \/>\nJakob-Kaiser-Str. 14<br \/>\n21337 L\u00fcneburg<br \/>\nTel.: 04131\/852731<br \/>\n<a href=\"mailto:RUeberrueck@t-online.de\">Email: RUeberrueck@t-online.de<\/a><\/b><\/p>\n<p align=\"left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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