{"id":9315,"date":"2003-01-07T19:49:48","date_gmt":"2003-01-07T18:49:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=9315"},"modified":"2025-04-24T15:33:36","modified_gmt":"2025-04-24T13:33:36","slug":"lukas-2-41-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2-41-52\/","title":{"rendered":"Lukas 2, 41-52"},"content":{"rendered":"<h3><b><span style=\"color: #000099;\">2<\/span><span style=\"color: #000099;\">. Sonntag nach Weihnachten | 5. Januar 2003 | Lukas 2, 41-52 | Elisabet Mester |<\/span><\/b><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Vieles l\u00e4sst sich lernen. Hilfen dazu gibt es auch. Wir haben Schule und Lehre, Hochschule und Volkshochschule. Ein Leben lang k\u00f6nnen wir uns bilden und weiterbilden. In den evangelischen Familienbildungsst\u00e4tten werden sogar Eltern-Kurse angeboten. Da k\u00f6nnen wir uns darin unterrichten lassen, wie wir gute Eltern werden.<\/p>\n<p>Manche lachen jetzt vielleicht. Ich finde das aber gar nicht bl\u00f6d. Vielmehr finde ich es unerh\u00f6rt schwer, eine halbwegs gute Mutter zu sein. F\u00fcr mich ist es das Anspruchsvollste und Anstrengendste, was es gibt. Mitunter kann es sogar gro\u00dfe Angst verursachen. Zum Beispiel, wenn das Kind verschwindet. Pl\u00f6tzlich ist es weg. Und da steht man dann auf einmal in einem Supermarkt oder einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, am Strand oder auf dem Rummelplatz und schaut um sich &#8211; in Panik. Wo ist das Kind geblieben?<\/p>\n<p>Die Eltern von Jesus haben zun\u00e4chst einmal die Ruhe bewahrt. Sie sind weiter gezogen, als sie feststellten, dass ihr Sohn nicht in ihrer N\u00e4he war. Er war immerhin schon zw\u00f6lf Jahre alt. Ein gro\u00dfer Junge, und vern\u00fcnftig auch. Wenn es wohl auch unvern\u00fcnftig von ihm war, nicht Bescheid zu sagen. Aber er wird wohl mit seinen Vettern und Cousinen oder seinen Freunden oder seinen Mitsch\u00fclern aus Nazareth mitgegangen sein &#8211; irgendwo muss er ja sein. Er ist ja heute morgen mit ihnen aufgebrochen. Den Weg kennt er, und au\u00dferdem ziehen sie als Gruppe zur\u00fcck. Da kann er ja nicht g\u00e4nzlich abhanden gekommen sein.<\/p>\n<p>So oder so \u00e4hnlich werden Maria und Josef gedacht und zueinander gesprochen haben. Und ich muss sagen: Ich bewundere diese Eltern. Sie reagieren vern\u00fcnftig und verantwortungsvoll. Sie verfallen nicht in Panik und machen sich und den anderen keine unn\u00f6tigen Sorgen. Es war ja eigentlich klar, dass der Junge Jesus mit dabei sein musste. Erst am Abend dieses anstrengenden Reisetages stellte sich heraus, dass er nicht bei seinen Vettern und Cousinen, nicht bei seinen Freunden und Mitsch\u00fclern war und auch nicht dort gewesen war.<\/p>\n<p>Wie m\u00f6gen sich die Eltern gef\u00fchlt haben? Was haben sie einander gesagt beim Aufbauen des Zeltes, beim Essen, beim Zubettgehen, beim morgendlichen Aufstehen? Eins stand fest: Nun mussten sie den ganzen langen Weg nach Jerusalem zur\u00fccklaufen. So gro\u00df und vern\u00fcnftig war ihr Sohn wohl doch nicht gewesen, wie sie gedacht hatten. Oder es war ihm etwas zugesto\u00dfen. Vielleicht war ihm schlecht geworden. Vielleicht hatte er sich irgendwo am Weg kurz hingesetzt und ausgeruht und dann war er ohnm\u00e4chtig geworden? Oder wom\u00f6glich hatten irgendwelche kriminellen Banden, die sich unter den Zug der Festpilger gemischt hatten, den Jungen entf\u00fchrt und verschleppt, um ihn in die Sklaverei zu verkaufen?<\/p>\n<p>Es ist unglaublich, was in den K\u00f6pfen von Eltern vorgeht, die ihr Kind vermissen, die es suchen und nicht finden k\u00f6nnen. Die Gedanken gehen in diese und jene Richtung, sie irren in die entlegensten Eventualit\u00e4ten ab, und schlie\u00dflich sammeln sie sich wieder, an dem Punkt, der am wahrscheinlichsten oder zumindest am wenigsten schlimm ist: Jesus ist in Jerusalem geblieben. So wird es sein. Auch wenn es fast unglaublich klingt. Es ist die einzige M\u00f6glichkeit, die den Eltern noch eine reelle Chance l\u00e4sst, ihren Sohn wiederzufinden.<\/p>\n<p>So kehren sie denn zur\u00fcck und fragen alle Verwandten, alle Freunde, alle entfernten Bekannten in der Stadt nach ihrem Jesus, suchen alle Pl\u00e4tze ab, die sie kennen, sprechen alle Leute an, die etwas wissen k\u00f6nnten. Nichts. Kein Erfolg. Keine Hoffnung. Der Sohn war und blieb verschollen. Ich kann mir vorstellen, dass Josef und Maria ihre Suche aufgegeben hatten, als sie zuletzt in den Tempel kamen. Dass ihr Sohn nicht in der Stadt war oder zumindest in dieser Stadt nicht aufzufinden war, das muss ihnen nach diesen drei Tagen klar gewesen sein. Vielleicht haben sie gehofft, dass er doch inzwischen irgendwie nach Nazareth zur\u00fcckgekehrt war. Vielleicht haben sie nicht mehr gewusst, was sie noch hoffen durften oder sollten. Vielleicht haben sie sich auch gedacht: Wir wollen doch nicht so sang- und klanglos aus Jerusalem aufbrechen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich waren sie zum Passah-Fest hergekommen. Sie hatten Gott gedankt f\u00fcr die Befreiung aus der Sklaverei. Sie hatten diese Befreiung gefeiert, zusammen mit vielen anderen. Trotz der Besatzung durch die m\u00e4chtigen R\u00f6mer, trotz der Angst vor der Willk\u00fcr der fremden Soldaten, trotz der bedr\u00fcckenden Steuerlast hatten sie den Auszug aus \u00c4gypten gefeiert und auf Gott gehofft. Auf die g\u00f6ttliche Kraft, die alle Fesseln l\u00f6sen und alle Menschen frei machen will. Es konnte doch nicht sein, dass Gott das zul\u00e4sst: dass diesen Eltern im Verlaufe des Passah-Festes der \u00e4lteste Sohn abhanden kommt!<\/p>\n<p>Bei den Gelehrten k\u00f6nnte man sich vielleicht einen Rat holen, bei denen, die die Schrift und ihre Auslegung gut kennen, bei denen, die von Menschen und ihren Schicksalen etwas verstehen, und die auch in scheinbar ausweglosen Lagen noch ein Wort des Trosts und der Weisung zu sagen wissen. Und da sitzen sie ja auch in Gruppen, lesen in der Schrift und diskutieren, geben die bew\u00e4hrten Antworten der Tradition auf die Fragen ihrer Zeit und finden auch immer wieder neue Antworten. Soll man fasten oder feiern, was ist wann angemessen? Darf man seinen Hunger stillen auch am Sabbat, wenn man nichts zu essen vorbereitet hatte? Ist das Arbeit (also verboten) oder Lebensrettung (also Gottes h\u00f6chstes Ziel)? Darf man Menschen werktags heilen oder auch am Feiertage?<\/p>\n<p>Alles Fragen, die damals diskutiert wurden, und dass Jesus selbst sp\u00e4ter einer von diesen Gelehrten wurde, die sich mit solchen Dingen besch\u00e4ftigten, kann man wenige Kapitel sp\u00e4ter im Evangelium nachlesen. Hier wird uns aber zun\u00e4chst berichtet, wie erschrocken seine Eltern waren, als sie ihren Sohn im Tempel fanden. Wo hatten sie nicht \u00fcberall gesucht! Was hatten sie nicht alles gedacht und versucht, gefragt und gew\u00fcnscht, gehofft und gebangt! Und nun sa\u00df dies halbw\u00fcchsige Kind da mitten unter den Gelehrten und Studierenden und verbl\u00fcffte noch zu allem \u00dcberfluss mit seinen Fragen und Antworten diejenigen, vor denen alle anderen Ehrfurcht empfanden.<\/p>\n<p>Die Eltern werden in dieser Lage nicht stolz darauf gewesen sein, dass ihr Sohn so sehr gl\u00e4nzte im Kreis der Belesenen und Gebildeten. Sie werden im ersten Moment noch nicht einmal froh dar\u00fcber gewesen sein, dass sie ihn gesund wieder hatten. Zorn und \u00c4rger, Entt\u00e4uschung und eine tiefe Kr\u00e4nkung sprechen aus den Worten von Maria, die ihren wiedergefundenen Ausrei\u00dfer so anspricht: &#8222;Mein Sohn, warum hast du uns das getan?&#8220;<\/p>\n<p>Warum tun Kinder einem das an? Warum entfernen sie sich, ohne Bescheid zu sagen? Warum tun sie vorzugsweise das, vor dem sich die Eltern am allermeisten f\u00fcrchten? Warum kommen sie einem so pl\u00f6tzlich und so gr\u00fcndlich abhanden? Warum besch\u00e4ftigen sie sich mit solchen Dingen und nicht mit dem, was man ihnen aufgetragen hat? Warum lassen sie einen so einsam und verzweifelt zur\u00fcck, wenn man mit ansehen und schlie\u00dflich begreifen muss, dass sie in einer ganz eigenen Welt leben, zu der man keinen Zugang hat, in der man sich niemals zurecht finden k\u00f6nnte, in der allein sie selbst zu Hause sind? Und dann geben sie, darauf angesprochen, auch noch freche Antworten, als ob das alles nicht schon genug w\u00e4re. &#8222;Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?&#8220; Als w\u00e4re das alles so selbstverst\u00e4ndlich. Als h\u00e4tten die Eltern doch wissen m\u00fcssen, wo sie ihren Sohn finden k\u00f6nnen. Als w\u00e4ren sie umsonst die weite Tagesreise Richtung Nazareth gegangen und dann den ganzen Weg zur\u00fcck nach Jerusalem. Als h\u00e4tten sie ohne Sinn und Verstand die Hauptstadt durchk\u00e4mmt und h\u00e4tten doch nur eine Sekunde lang innehalten und nachdenken m\u00fcssen, um sofort drauf zu kommen: Er kann ja nur im Tempel sein!<\/p>\n<p>Ja, Eltern zu sein, das ist &#8211; wei\u00df Gott! &#8211; nicht leicht. &#8222;Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht&#8220;, sagt die Mutter. Beide Eltern haben sich die gleichen Sorgen gemacht, beide haben mit dem gleichen Eifer nach ihrem Sohn gesucht. Und mit beiden zusammen ist der Sohn auch wieder nach Nazareth zur\u00fcckgekehrt. Ein wenig klingt es hier, als w\u00e4re er mit seinen Eltern nach Hause zur\u00fcckgegangen, als sei nichts passiert. &#8222;Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan.&#8220; Ein ganz normaler zw\u00f6lfj\u00e4hriger Junge, der seinen Eltern wieder gehorcht. Merkw\u00fcrdig, oder nicht? Nach allem, was gewesen war. Oder sollten wir sagen: Alle laufen mal weg. Alle hauen mal von zu Hause ab. Alle m\u00fcssen auf dem Weg vom Kindsein zum Erwachsenwerden mindestens einmal ausprobieren, wie es ist, wenn sie ohne die Eltern in einer fremden Stadt oder in einer ungewohnten Lage oder vielleicht sogar in einer besonders gef\u00e4hrlichen Situation \u00fcberleben k\u00f6nnen. Wahrscheinlich brauchen wir Menschen das, um zu reifen, um gro\u00df und selbst\u00e4ndig zu werden. Hier in dieser Geschichte schimmert etwas davon hindurch. Denn zuletzt hei\u00dft es: Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.<\/p>\n<p>Das kommt also dabei heraus. Es ist das gl\u00fcckliche Ende einer nervenaufreibenden Ausrei\u00dfergeschichte. Und es ist noch viel mehr. Eine Geschichte vom Weglaufen, vom Verlorengehen und Gefundenwerden. Eine Geschichte vom Aufbegehren und Sich-F\u00fcgen, von Eltern und Kindern, von Ungehorsam und Respekt. Eine Geschichte, die erz\u00e4hlt, wie ein Mensch das findet, was ihm liegt, seine Gabe, seine Aufgabe.<\/p>\n<p>Wenn wir zunehmen wollen an Weisheit, an Alter, an Gnade bei Gott und den Menschen, dann k\u00f6nnen wir uns getrost an diesen Jesus halten. Er versteht es, wenn wir einmal n\u00e4her dran sind an ihm und seiner Botschaft, und einmal wieder weiter weg. Er hat Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass wir eigene Wege ausprobieren m\u00fcssen, bevor wir zur\u00fcckkommen und den Weg nach Hause wieder antreten. Er wei\u00df genau, dass die Freiheit, das Eigene zu suchen und zu finden, unerl\u00e4sslich ist f\u00fcr uns Menschen. Sie ist genau so wichtig wie Essen und Trinken, wie Liebe und W\u00e4rme und ein Dach \u00fcber dem Kopf.<\/p>\n<p>Ja, es kann einmal so sein, dass wir auf alles andere verzichten: auf Essen und Trinken, wie Liebe und W\u00e4rme und ein Dach \u00fcber dem Kopf, um das zu finden, was unser Eigenes ist. Das, was anliegt, das, was uns liegt. Das, was uns anspricht, das, was uns entspricht. Das, was uns ausmachen wird, wenn wir ihm nachgehen. Nicht das, was die anderen erwartet haben: dass wir den Beruf unserer Eltern erlernen und ihr Handwerk \u00fcbernehmen. Nicht das, was wir selbst von uns erwartet haben: dass wir es weit bringen im Gebildetsein oder im Freundlichsein oder im Wohlhabendsein. Nein. Nur das Unsere. Das, was nur wir so k\u00f6nnen, wie wir es eben k\u00f6nnen, wenn wir uns endlich dazu trauen, es zu beginnen. Unsere Berufung. Wenn wir sie gefunden haben, wird sie uns so selbstverst\u00e4ndlich erscheinen, dass wir uns dar\u00fcber wundern, dass die anderen nicht l\u00e4ngst gewusst und verstanden hatten, dass es dies und eben dies ist, was wir tun von jetzt an und in Zukunft. Wie konnten sie uns nur woanders suchen als hier?<\/p>\n<p>Jesus unterst\u00fctzt diese Bewegung, liebe Gemeinde. Er unterst\u00fctzt sie bei uns allen, wenn wir ihm dazu Gelegenheit geben. Jede und jeder ist einzigartig. Alle haben wir etwas Besonderes mitbekommen, das es zu entfalten gilt. Jammerschade w\u00e4re es, wenn wir daran vorbeigingen, uns keinen Ausrei\u00dfer leisteten und versuchten, immer brav dem zu entsprechen, was von uns erwartet wird.<\/p>\n<p>Bestimmt kennen wir alle einen oder zwei Menschen, die das gewagt und geschafft haben: das ganz Eigene hervorzubringen mit Gottes Hilfe. Menschen, die Kinder so gut unterrichten k\u00f6nnen wie andere es kaum schaffen; Menschen, bei denen die Pflanzen gedeihen, die woanders l\u00e4ngst eingehen wollten; Menschen, die Freude und Lebendigkeit verbreiten gerade dadurch, dass sie sich ganz stark auf sich selbst beziehen k\u00f6nnen, sich selbst finden und das tun, was ihnen aufgegeben ist.<\/p>\n<p>Ich finde es wundersch\u00f6n, solchen Menschen zu begegnen. Es geht so eine gute Kraft von ihnen aus. Es ist die Kraft des Passah, des Auszugs aus der Knechtschaft. Sie f\u00fchrt Menschen in die Freiheit, und sie tut es bis heute. F\u00fcr dich und f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Nelson Mandela, Angst vor der eigenen St\u00e4rke<\/b><br \/>\nUnsere tiefste Angst ist nicht die vor unserer Unzul\u00e4nglichkeit. Unsere tiefste Angst ist die Angst vor unserer unermesslichen Kraft. Es ist das Licht in uns, nicht die Dunkelheit, die uns am meisten \u00e4ngstigt. Wir fragen uns: Wer bin ich, dass ich von mir sage, ich bin brillant, ich bin begabt und einzigartig. Ja, im Grunde genommen: Warum solltest du das nicht sein? Du bist ein Kind Gottes. Wenn du dich klein machst, hilft das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du glaubst, zusammenschrumpfen zu m\u00fcssen, damit sich die Leute um dich herum weniger unsicher f\u00fchlen. Wir sind geboren, um den Glanz Gottes zu offenbaren, der in uns ist. Gottes Glanz ist nicht nur in wenigen von uns, Gottes Glanz ist in jedem Menschen. Wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen, so geben wir anderen ebenfalls die Erlaubnis, ihr Licht scheinen zu lassen. Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreien, befreien wir mit unserer Gegenwart auch andere.<\/p>\n<p><b>Lieder<\/b><br \/>\nEG 74, 1+2 Du Morgenstern<br \/>\nEG 70, 4.6.7 Wie sch\u00f6n leuchtet der Morgenstern<br \/>\nEG 72 O Jesu Christe, wahres Licht<br \/>\nEG 39,1-6 Kommt und lasst uns Christum ehren<br \/>\nEG 36,7-12 Fr\u00f6hlich soll mein Herze springen<br \/>\nEG 58,7-15 Nun lasst uns gehen und treten<\/p>\n<p><b>Bittruf und Lobpreis<\/b><br \/>\nKlein gemacht haben wir uns oft genug und nicht glauben wollen, dass du, lieber Jesus, uns gro\u00df machen willst, einzigartig und sch\u00f6n. Wir bitten dich um deine Gnade und rufen: Kyrie eleison Du hast uns allen etwas Besonderes mitgegeben und hilfst uns dabei, es zu entfalten f\u00fcr uns und f\u00fcr andere. Daf\u00fcr danken wir dir und stimmen ein in das Lob der Engel auf dem Feld in Bethlehem: Ehre sei Gott in der H\u00f6he&#8230;.<\/p>\n<p><b>Eingangsgebet<\/b><br \/>\nDu umschlie\u00dft das ganze All und bist doch Mensch wie wir. Du kommst zu uns und bringst Hoffnung in unsere Herzen, Mut in unsere Seele und Licht in unser Leben. Lass uns dich annehmen und ergriffen werden von dir, damit an uns deine Herrlichkeit und deine Gnade offenbar wird. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen.<\/p>\n<p><b>F\u00fcrbitte<\/b><br \/>\nHeute bitten wir dich, Gott, besonders f\u00fcr alle Kinder und Jugendlichen: Lass sie mit deiner Hilfe das finden, was ihnen entspricht, damit sie die Gaben entfalten, die du gerade ihnen gegeben hast. Wir bitten dich auch f\u00fcr alle Eltern und Erziehenden: Lass sie an ihren Aufgaben wachsen, dass sie sich finden k\u00f6nnen in dem, was sie tun. Wir bitten dich f\u00fcr alle Menschen, die noch suchen nach dem, was ihnen eigen ist: Gib ihnen Mut, den eigenen Weg zu finden und zu gehen. Wir bitten dich f\u00fcr uns alle: Lass uns jeden Menschen sch\u00e4tzen in seiner Einzigartigkeit, dass wir in jedem Gesicht, das uns begegnet, die Liebe erkennen, mit der du es geschaffen hast. Nimm uns hinein in deine Liebe, wenn wir jetzt gemeinsam beten: Vater unser im Himmel&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Elisabet Mester, Hannover<br \/>\n<a href=\"mailto:Mester@annastift.de\">Mester@annastift.de<\/a><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Sonntag nach Weihnachten | 5. Januar 2003 | Lukas 2, 41-52 | Elisabet Mester | Liebe Gemeinde! Vieles l\u00e4sst sich lernen. Hilfen dazu gibt es auch. Wir haben Schule und Lehre, Hochschule und Volkshochschule. Ein Leben lang k\u00f6nnen wir uns bilden und weiterbilden. In den evangelischen Familienbildungsst\u00e4tten werden sogar Eltern-Kurse angeboten. 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